Tag Archives: Rynchops flavirostris

Senegaltriel auf Sandbank bei Edea / Kamerun

SenegaltrielSo schön der Morgen mit seinem Licht war. Nun ziehen dicke Wolken auf. Es ist noch nicht Regenzeit. Aber hier, nicht weit von der Küste, bei Douala kommen immer mal wieder Regengüsse herunter. Träge fließt der mächtige Sanaga dahin. Wir versuchen uns mit dem Kanu – eher einen Einbaum – flussabwärts wieder an Land zu retten, bevor der Wolkenbruch mit Macht seine Wassermassen entlädt. Die letzte Sandbank in der Mitte des Flusses ist schon fast genommen.

Still steht ein Paar des Senegaltriels (Burhinus senegalensis) vor einem stark verschilften Ufer. Unser Bootsführer ruft zum Aufbruch. Die ersten Regentropfen sind schon auf dem Wasser zu sehen. Doch ich muß diesen – auch für die Westpaläarktis relevanten – Vogel gebührend ablichten. Einer der Vögel läuft auf eine Sandbank hinaus und wunderschön im ersten Regen. Als wir uns weiter nähern, ruft er auch. So nähern wir uns mit dem Boot schließlich bis auf 10 Meter dem Senegaltriel, der im englischen Senegal Thick-knees heißt.

Schon während der Rockjumper-Tour im April 2017 waren wir mit dem Senegaltriel im Benoue Nationalpark fündig geworden. Diesmal war der Eindruck aber noch deutlich stärker.  Würde man den Senegaltriel hier nicht erwarten,  wäre die Gefahr groß, ihn für einen Continue reading Senegaltriel auf Sandbank bei Edea / Kamerun

Königsweber am Sanaga/ Kamerun

KönigsweberTräge fließt der mächtige Sanaga dahin. Im Morgengrauen hatten wir ein kleines hölzernes Boot bestiegen. Nun liegt der weite Fluß vor uns. Dunst und tiefstehende Morgenwolken tauchen die Flußlandschaft in ein wunderschönes Licht. Ich hatte schon befürchtet, daß der Morgenausflug buchstäblich ins Wasser fallen könnte. Als wir – noch in der Dunkelheit – an der verabredeten Stelle ankamen, war niemand da. Aber ein paar Minuten später sahen wir zwei Kerle, die in einem erstaunlichen Tempo einen Kanu – eher einen Einbaum – flussabwärts paddelten. Wenige Minuten später hatten wir das Kanu auch schon geentert und starteten die Reise. Große Sandbänke in der Mitte des Flusses waren unsere erste Station. Afrikanische Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris) konnten dort ausgiebig in ihren Formationsflügen bewundert werden. Der eigentliche Ziel-Vogel, die Graubrachschwalbe (Glareola cinerea) war ebenfalls erstaunlich häufig. Dazu etliche Flußuferläufer (Actitis hypoleucos), die das sandige Ufer der Sandbänke patrollierten.

Schließlich fuhren wir den Fluss weiter hinunter zu einer offensichtlich schon länger etablierten Sandbank. Sie war zu einer Continue reading Königsweber am Sanaga/ Kamerun

Orange Weaver near nest on Sanaga River

KönigsweberThe sun was already up and shining. The mighty Sanaga River laid in beautiful light in front of us. A small wooden boat was hired for this morning to pick us up at a sand pit at the shore of the river for a morning trip on the water. When we arrived, nobody was there. But some more minutes later we saw two guys heavily paddling a small canoe down river. We embarked the canoe only minutes later and started the trip. Large sandbanks in the middle of the river were our first stop. Eventually we made our way down the river to some more matured sandbank, which has become well vegetated islands. The banks of these islands were quite steep and the water in front so deep that the driver of the canoe could not fix the boat with his long wooden stick. Maneuvering the boat with the paddles against the currents, I saw a typical weaver nest hanging less than half a meter above water level on reed. I tried to tape the Orange Weaver (Ploceus aurantius) with its call. Only a fraction of time, a small yellow bird with an orange wash on the head and breast appeared: the male of the Orange Weaver. What a bird!

The Orange Weaver was one of the highlights on a Rockjumper trip in April 2017. But at that time we saw 3 birds on our final birding Continue reading Orange Weaver near nest on Sanaga River

Grey Pratincole at Sanaga River/ Cameroon

GraubrachschwalbeThe black eyestripe which curves down behind the eye, the light chestnut nape, and the white supercilium features a small beauty: the Grey Pratincole (Glareola cinerea). Add a light grey for the upperparts and a white rump with a black tail you are ready with the ID.

The excursion to the Sanaga River in the South Province, Cameroon was the target of my last birding part during a trip in February. We departed from the nice Hostelerie de la Sangha in Edea. At least close to Douala it is easiest here to pick up Grey Pratincole and the African Skimmer (Rynchops flavirostris). Additionally, Preuss’s Swallow (Hirundo preussi) and some waders were present as well. Coming from Douala we just passed the center of Edea and just after the second large bridge over the river take the first tarmac road left which goes to Dizangue. Soon it becomes a dirt road and after about 10 km from the turnoff the road comes close to the river.

The large sandbanks in the middle of the river were our first stop. We found the African Skimmers and the Grey Pratincoles immediately. Senegal Thick-knee (Burhinus senegalensis), Common Greenshank (Tringa nebularia), Common Sandpiper (Actitis hypoleucos), Little Stint (Calidris minuta), several Kentish (Snowy) Plover (Charadrius alexandrinus) were present in low numbers as Continue reading Grey Pratincole at Sanaga River/ Cameroon

Scherenschnäbel bei der Jagd

SchwarzmantelscherenschnabelWegen ihrer eigenartigen Jagdweise werden Scherenschnäbel auf Englisch Skimmer genannt. Der „Schöpfer” durchpflügt mit seinem Unterschnabel das Wasser, während er im Tiefflug darüber hinwegstreicht. Findet er so einen Fisch oder einen Krebs, klappt der Schnabel blitzschnell zu.

Vor vielen Jahren hat mich am Madre de Dios, einem Zuschluß des Amazonas, eine Vogelart fasziniert, die mich seither nicht wieder los ließ. In der Stille der Abenddämmerung flogen über dem weiten Flußlauf in kleinen Gruppen Vögel, die sich merkwürdig dicht über dem Wasser hielten. Ihre weit ausladenden Schwingen berührten bei jedem Schlag fast die Wasseroberfläche. Ihr Flug war geradlinig, nicht zu schnell und ihr Flügelschlag stetig, elegant und hatte etwas von einer aufreizend phlegmatischen Langsamkeit. Es waren Scherenschnäbel, genauer Schwarzmantel- Scherenschnäbel (Rynchops nigra), wie ich bald erkennen konnte. Ihre ins Wasser getauchten Unterschnäbel zogen Furchen ins vom Abendrot gefärbte Wasser. Das wollte ich einmal fotografieren.

Als ich jetzt in im Chincoteague National Wildlife Refuge, Virginia in den östlichen USA Scherenschnäbel über dem Wasser fliegen sah, fiel mir die Continue reading Scherenschnäbel bei der Jagd