Tag Archives: Pyrrhula pyrrhula

Where and how to photograph Hawfinches

Right now, there is a large invasion of Hawfinches (Coccothraustes coccothraustes) recorded for Great Britain. The peak took place in fall 2017, and good numbers have remained during the winter months. With fewer than 1,000 breeding pairs in Britain, Hawfinch populations are critically low and the bird is Red-listed as a Bird of Conservation Concern, according to the RSPB.

On the continent – especially in the eastern parts, Hawfinches are not as rare as in the western part of Europe. But to photograph them, is tricky enough.

Hawfinches are notable for their bright brown-orange-grey colors and for their unusually large beaks and strong jaws. Hawfinches are real beauties. Famous are their beaks, which can shear open hawthorn, cherry and even damson stones. Like all finches, Hawfinches use the cutting edge at the back of their bills to hold a stone while they crack it open and skilfully extract the kernel with their tongues.

Hawfinches love to feed on hornbeam seeds. If you find a suitable Continue reading Where and how to photograph Hawfinches

Die Reuselse Moeren als Vogelbeobachtungsgebiet

BaumpieperWer die im Blog über die niederländischen Moorgebiete (Veen) beschriebenen Gebiete besuchen will oder auf dem Weg nach Texel, einen fotografischen Zwischenstopp einlegen will, dem bietet sich ein Abstecher zu dem Naturreservat Reuselse Moeren an. In der Nähe der Kleinstadt Bladel nicht weit von Eindhoven an der holländisch-belgischen Grenze – gut erreichbar über die A67 – liegt bei der Gemeinde Reusel das reizvolle Moor- und Heidegebiet, das für Naturfotografen ein lohnendes Fotoziel mit exzellenten Aufnahmemöglichkeiten darstellt.

Die Reuselse Moeren umfaßt eine Fläche von ungefähr 150 Hektar mit Hochmoorresten, kleinen, trockenen und feuchteren Heidegebieten, Weiden- gebüschen, Gagelsträuchern und einigen Magerwiesen.

Die Reuselse Moeren schützen eine typische niederländische Wald- und Moorlandschaft. Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) und Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) Continue reading Die Reuselse Moeren als Vogelbeobachtungsgebiet

Singvögel am Habicht-Luderplatz

EichelhäherWintereinbruch in Deutschland. Aber für die Habichtfotografie muß man doch nach Norwegen fahren. Früh geht es los. Der Luderplatz liegt mitten in einem schönen, urtümlichen Kiefernwäldchen. Jetzt – so gegen um 6:45 – ist es in dem recht geschlossenen Kiefernwald natürlich noch sehr dunkel. So gegen 08:00 Uhr scheinen sich die Lichtverhältnisse zu verbessern. Nun beim ersten Licht sind auch die ersten Eichhörnchen zu sehen. Immer wieder wippen sie aufgeregt mit dem Schwanz. Später sind auch mal die ersten Vögel zu hören. Ich tippe mal auf Häher im Hintergrund, aber es sind auch Meisen dabei. Und dann tatsächlich: Die Kohlmeisen (Parus major) und schließlich auch einige, wenige Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) sind die ersten. Noch im ersten Büchsenlicht sind sie zu sehen. Dann sind wenig später aber auch andere Meisenarten zu sehen. Zuerst Weidenmeise (Poecile montanus), Tannenmeise (Periparus ater) und Haubenmeise (Lophophanes cristatus). Wenig später dann auch der erste Eichelhäher (Garrulus glandarius). Insgesamt 3 Exemplare zähle ich. Die Meisen und dann auch die Eichhörnchen liefern sich mit den Eichelhähern ein Wettrennen und die Körner und das Fett. Sie scheinen recht hungrig. So richtig klar ist mir die doch sehr aufwändige Fütterung der Singvögel direkt am Habicht-Luderplatz nicht. Da der Habicht (Accipiter gentilis) sehr vorsichtig Continue reading Singvögel am Habicht-Luderplatz

Stabbursdalen: Eulen und Spechte

DreihzehenspechtIn Norwegen, dem Land der Fjords, der Fjells, der endlosen Wälder, der weiten Moore und Seen, liegt der reizvolle Stabbursdalen-Nationalpark. In seiner urwaldartigen Landschaft machen sich auf leisen Schwingen die Vögel der Nacht auf die Jagd. Wer in die geheimnisvollen Augen der versteckt lebenden Eulen des Stabbursdalen-Nationalparks schauen will, muss jedoch viel Geduld mitbringen. Durch seine faszinierende Landschaft mit steilwandigen Felsschluchten, tosenden Wasserfällen und blumenreichen Schwemmwiesen bahnen sich die Flüsse Stabburselva und weitere Flüsse mit ihren zahlreichen Seitenarmen den Weg. Urwaldartige Mischwald- und Fichtenbestände säumen die Flüsse und Bäche, wohingegen auf den trockenen Flächen beerenkrautreiche Kiefernwälder überwiegen. Bis in den Mai hinein ist die Landschaft des Stabbursdalen-Nationalparks mit einer weißen Schneedecke überzogen. Auf dem Stabburselva stapeln sich dann krachend die Eisschollen.

Gut 100 Vogelarten finden im Nationalpark und dessen Umland ihren Lebensraum. Davon brüten viele Arten in diesem Gebiet. Moore und Sümpfe, wie das üppige Feuchtgebiet Luobbal, sind wichtige Rast- und Nistgebiete, die ideale Brutmöglichkeiten für Limikolen und Wasservögel bieten. Der Fitis (Phylloscopus trochilus) ist der häufigste Continue reading Stabbursdalen: Eulen und Spechte

Frühlingsboten: Balzgesang bei Singvögeln

DorngrasmückeDie Vielfalt der Vogelstimmen ist geradezu überwältigend, denn jede Vogelart hat ihren eigenen, unverwechselbaren Gesang. Damit die Strophen auch möglichst weit hörbar sind, müssen sie zum einen laut genug sein, zum anderen sollten sie möglichst aus einer erhöhten Position vorgetragen werden. Vogelarten, die wie die Lerchen ursprünglich in baumlosen Steppenlandschaften beheimatet waren, tragen daher ihre Gesangsstrophen vorwiegend im Flug vor. Auch Baumpieper (Anthus trivialis), Girlitz (Serinus serinus), Birkenzeisig (Acanthis cabaret),  Vögel also, die in der offenen Kulturlandschaft leben, führen Balzflüge vor, während sie singen. Dies gilt auch für die Dorngrasmücke (Sylvia communis). Andere Grasmücken (Sylvia sp.) und auch die Braunkehlchen (Saxicola rubetra), die im dichten Buschwerk ihr Zuhause haben, veranstalten während der Balz von Zeit zu Zeit Luftspiele, um auch optisch auf sich aufmerksam zu machen.

Vögel, die im dichten Wald leben, wie Buchfinken (Fringilla coelebs), Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) und Continue reading Frühlingsboten: Balzgesang bei Singvögeln

Gesang: Singvögel bei der Balz

BlaukehlchenGesang ist die wohl verbreitete Art der Partneranlockung unter Vögeln. Das Blaukehlchen (Luscinia svecica) des Fotos hatte sein Revier entlang eines Entwässerungskanals bezogen und schmetterte sein Lied in die frische, morgendliche
Frühlingsluft. Auch die Feldlerche als ganz früher Frühlingsbote ist ein bekannter – wenn auch zunehmend seltenerer – Sänger.

Im Gegensatz zu den Rufen, die beide Geschlechter hervorbringen und das ganze Jahr über zu hören sind, wird der Reviergesang meist nur von den Männchen zur Paarungszeit vorgetragen. Wenn mit dem beginnenden Frühjahr Continue reading Gesang: Singvögel bei der Balz

A sacrifice for a Goshawk – winter photography in Norway

HabichtIn the depths of Norwegians winter forest I stroll in the pitch darkness over a small path. It is just 6:00 am. I woke up early to visit a Goshawk photography hide with Ole Martin Dahle. During a very successful Eagle photography session in November 2013 I made my first attempts to shot the Goshawk with my Canons. But in vain. This time is late winter and I am about 90 minutes earlier on the way to be in the hide prior to activity time of the Northern Goshawk (Accipiter gentilis). The night before it has snowed. Now the air is cold and the land lies under a thin, icy snow. Ideal conditions for the Goshawk Photography. We travel a narrow road out of the village and a short time later Ole place the car at the edge of a pine forest. Now it is time for the walk through the pine forest. The path is just poorly lit only with a meager torch light. Soon we are in the spacious, well-isolated cabin. Good thing, that I brought enough tripod heads. These are each fastened with a large wing nut under the window. The “loopholes” of hide are now equipped with the lenses, cameras are mounted and secured: Ready! Meanwhile Ole prepares the table with a Willow Ptarmigan (Lagopus lagopus)-bait. The bait is draped on the table, that it looks as if it is laying on the forest floor.

Now everything is ready for hard-core photography. It is now 5:45 am and it is completely dark in the closed pine forest. In the dark I hear the first bird: a Eurasian Blackbird (Turdus merula). At about 07:00 am the forest looks something brighter now. But no birds and no squirrels far and wide to hear. It begins to snow. Luckily no rain. The table is beautifully covered with snow. This gives great pictures from the Goshawk – if he is coming. Well, at first light Continue reading A sacrifice for a Goshawk – winter photography in Norway

Habicht am winterlichen Luderplatz

HabichtIn den Tiefen des norwegischen winterlichen Küstenwaldes bin ich schon vor 6:00 morgens unterwegs. Es ist stockdunkel. Früh war ich mit Ole Martin Dahle aufgebrochen, um noch im Dunkeln in einem Hide zur Habichtfotografie zu sein. Bei einer sehr erfolgreichen Adlerfotografie in Nord-Trondelag hatte es nur erfolglose Versuche mit dem Habichtansitz im Jahr 2013 gegeben. Diesmal war ich etwa 90 Minuten früher auf dem Weg, um möglichst weit vor der Aktivitätszeit des Habichts in meinem Versteck zu sein. In der Nacht zuvor hat es geschneit. Nun ist die Luft kalt und das Land liegt still unter einer dünnen, vereisten Schneedecke. Fast ein richtiger Winter, dazu Schnee. Ideale Bedingungen für die Habichtfotografie. Wir fahren eine schmale Straße aus dem Ort heraus und schon wenig später stellt Ole den Wagen Continue reading Habicht am winterlichen Luderplatz

Dompfaffe auf Durchzug am Grossen Feldberg

Eurasian BullfinchGimpel, Pyrrhula pyrrhula, werden im Volksmund auch Dompfaff genannt. Diese farbenprächtigen Finkenvögel sind nun wieder auf dem Durchzug am Großen Feldberg, dem höchsten Berg des Taunus zu beobachten. Auch letztes Jahr konnten sie dort an den Vogelbeeren mit anderen Zugvögeln gesehen werden. Meist ziehen sie in kleinen Gruppen,  seltener in Scharen von hundert Vögeln. Ein Teil der Vögel, die hier gebrütet haben, sind in südlichere Gefilde abgezogen. Sie werden nun nach und nach von den angekommenen und den immer noch ankommenden Brutvögeln vom Norden und Nordosten, ersetzt. Unter den Neuankömmlingen sind auch immer wieder die sogenannten Tröter, Gimpel der Subspezies (ssp.) pyrrhula. Diese Continue reading Dompfaffe auf Durchzug am Grossen Feldberg

Gimpel: Weiß-rote-schwarze Bällchen in Bewegung

Bullfinch with wings upDompfaffe, Pyrrhula pyrrhula, werden in den Vogelbestimmungsbüchern heute meistens „Gimpel“ genannt. Diese farbenprächtigen Finkenvögel sind nun wieder verstärkt an den Futterplätzen zu beobachten. Auch letztes Jahr konnten sie dort mit anderen überwinternden Vögeln gesehen werden. Das Lieblingsfutter meiner in den letzten Wintern beobachteten und fotografierten Dompfaffe ist ein aus Rindertalg und Haferflocken hergestelltes Fettgemisch. Im Laden sind sie als Meisenknödel zu kaufen. Aber auch die ausgelegten Sonnenblumenkerne werden gerne verzehrt. Besonders auffällig ist das sehr aggressive Verhalten der Gimpel untereinander. Sind mehrere Exemplare in der Nähe, ist das Fotografieren oft nicht möglich, denn kaum fliegt ein Vogel den Futterplatz an, wird es schon vom nächsten verjagt. Vor allem die Männchen sind teils recht aggressiv. Aufgrund der Aufnahmesituationen im Winter fotografiert man manchmal bei langsamen Belichtungszeiten. Hier kann man aus der Not eine Tugend machen. Bei 1/30 sec. sind die Gimpel nur noch schemenhaft zu sehen. Dafür kommt die Dynamik des Streits umso besser zur Geltung. Dis ist schön zu sehen in der Galerie. Zu lange Belichtungszeiten dürfen es allerdings nicht sein, da dann nur noch Farben zu erkennen sind.

Es ist immer wieder ein faszinierendes Erlebnis, wenn sich nicht nur die Gimpel einfinden, sondern auch Rotkehlchen (Erithacus rubecula), Goldammer (Emberiza citrinella), Kleiber (Sitta europaea), Meisen (Parus sp.) Buchfinken (Fringilla coelebs) und manchmal sogar Continue reading Gimpel: Weiß-rote-schwarze Bällchen in Bewegung