Tag Archives: Picathartes oreas

Yellow-headed Picathartes: a mystical bird

Gelbkopf-FelshüpferIn March 2019 I visited Ghana with Birdquest specifically to search for the White-necked Rockfowl – or Yellow-headed Picathartes – (Picathartes gymnocephalus). Previously, colonies of this bird sought by many avian enthusiasts had been recorded throughout the rainforest zone of western Africa. Ceaseless deforestation destroyed all known populations, and the bird was considered extinct in Ghana a few decades ago.

However, scientists suspected that they still existed in hard-to-reach places and tried to look for suitable spots in the interior of West Africa. The hope was confirmed when several indigenous hunters responded on appropriate questions that they knew the bird and claimed that they still existed. Then a few years ago the news broke that picathartes had been rediscovered in Ghana at a community forest reserve.

Researchers studied the environment and discovered several more colonies. Some of these colonies were opened to tourism after researchers found that responsible birdwatchers are perceived by the birds to be of little disturbance.

The White-necked Rockfowl is somewhat misnamed as it has both a yellow neck and head but the name is presumably inspired by the Continue reading Yellow-headed Picathartes: a mystical bird

Fraser’s Sunbird füttert Junges im Tieflandregenwald im südlichen Kamerun

Der  Campo Maan National Park hat nicht nur den Buntkopf-Felshüpfer (Picathartes oreas) zu bieten, sondern auch noch eine Menge anderer Vögel, die man ansonsten vergeblich sucht.

Nachdem wir schon sehr erfolgreich mit dem scheuen Gelbwangentrogon (Apaloderma aequatoriale) waren, läßt uns im weiteren Verlauf des Tagesausflugs das Birding-Glück ein wenig im Stich. Die Hitze des Tages schlägt sich nun auch voll durch auf den schattigen Urwaldwege. Ein kleiner Trupp von Vögeln, der sich an Raupen gütlich tut, hat weiße Augenringe. Benjamin, der Depp, tippt auf ein Senegalbrillenvogel (Zosterops senegalensis). Na, also Gelb hatte der doch überhaupt nicht auf dem Bauch. Anfangs ratlos, landen wir bei der Artbestimmung bei einem Nektarvogel. Es könnte sich doch schließlich um den rein insektivoren Laubnektarvogel (Deleornis fraseri) handeln. So ist es auch. Schön ist der Laubnektarvogel dabei zu beobachten, wie er durch das Gewirr aus Zweigen und Blättern schlüpft. Fleißig holt der Laubnektarvogel ein Insekt – meist ein langgezogenes, großes Getier, das ich überschlägig nur als Stabschrecke, Mantis und/oder Heuschrecke bestimmen kann – aus allen möglichen Ritzen und Rinden. Die ganze Zeit hängt ein feines Rufen in der Luft, das sich zuerst nicht zuordnen läßt.

Dann endlich entdecke ich einen unscheinbaren, grauen Vogel mit einer ebenfalls markanten Gesichtsmaske. Sofort denke ich an ein Jungtier des Laubnektarvogels. Aber der Vogel, der die ganze Zeit am rufen ist, hat gar keinen langen, geraden und auch noch orange-gelben Schnabel. Der Schnabel ist im Gegenteil eher kurz, gerade und auch noch schwarz. Auch die Verteilung des weißlichen Augenrings sieht eher wie getupft aus. Ich denke schon an einen Gabunnektarvogel (Anthreptes gabonicus). Das würde zwar nur mit Ach und Krach mit der Habitatbeschreibung in der einschlägigen Literatur übereinstimmen. Aber einige Dinge passen schon sehr gut. Allein die Fotos in der African Bird Club Image Database passen nicht wirklich zu den Zeichnungen im „Field Guide to the Birds of Western Africa“ (Helm Field Guides) von Nik Borrow  und Ron Demey. Dann aber schieße ich definitiv Fotos, die ein adultes Exemplar des Laubnektarvogels und einen jungen Laubnektarvogel unter einem Cecropia-Schirm laut bettelnd zeigen. Eindeutig: die beiden gehören zusammen. Der adulte Laubnektarvogel läßt sich allerdings etwas Zeit während das Junge sich die Seele aus dem Hals schreit und dabei auch einige Male den Hals ganz fürchterlich verdreht. Das Junge ist mit dem intensiven Betteln erst am Ende als es endlich eine dicke Heuschrecke im Schnabel hat. Diese wird eine Weile genüßlich an der Schnabelspitze zur Schau getragen und dann verschlungen.

Die ausgiebige Foto-Session wird abgerundet von der Beobachtung einer Grünhylia (Hylia prasina), ist auf einem gebogenen Zweig in einem niedrigen Strauch – praktisch auf Augenhöhe – zu sehen und zu fotografieren ist.

Eine der Gründe für die 2-wöchige Tour nach Kamerun war, deutlich bessere Aufnahmen vom Buntkopf-Felshüpfer zu schießen. Der im englischen Grey-necked Rockfowl oder Red-headed Picathartes genannte, sehr ursprünglich aussehende Regenwaldbewohner war schon im April 2017 der Hauptgrund dem Campo Maan Nationalpark einen Besuch abzustatten.

Die Fahrt zum Campo Maan Nationalpark und auch zurück in die „Zivilisation“ war zwar langwierig aber doch letztendlich erfolgreich. Insgesamt kann man festhalten, daß die Ausbeute – auch im Vergleich zum geführten Trip im April 2017 – an sehr guten Bilder sich sehen lassen.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach top Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die insgesamt wachsende Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com aber auch gezielt Reisen an entfernte Orte wie Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

Gelbkopf-Felsenhüpfer: ein mystischer Vogel

Gelbkopf-FelshüpferIm März 2019 war ich mit Birdquest in Ghana, um gezielt nach dem Gelbkopf-Felsenhüpfer (Picathartes gymnocephalus) zu suchen. Früher waren Kolonien dieses von vielen Vogelenthusiasten gesuchten Vogels in der gesamten Regenwaldzone des westlichen Afrikas verzeichnet worden. Durch unaufhörliche Waldrodung wurden jedoch alle bekannten Populationen zerstört, und der Vogel wurde bereits vor einigen Jahrzehnten in Ghana als ausgestorben angesehen.

Wissenschaftler vermuteten jedoch, dass sie immer noch an schwer zugänglichen Stellen vorkämen, und bemühten sich, geeignet erscheinende Plätze im Landesinnern nach dem Gelbkopf-Felsenhüpfer ab zu suchen. Die Hoffnung wurde bestätigt, als mehrere einheimische Jäger auf entsprechenden Fragen antworteten, dass sie den Vogel kannten und behaupteten, dass sie noch existierten. Dann wurde vor einigen Jahren die Nachricht verbreitet, dass der Gelbkopf-Felsenhüpfer in Ghana in einem kommunalen Waldreservat wiederentdeckt worden sei. Forscher untersuchten die Umgebung und es wurden mehrere weitere Kolonien entdeckt. Einige dieser Kolonien wurden für den Tourismus geöffnet, nachdem Forscher festgestellt hatten, daß verantwortungsbewußte Vogelbeobachter von den Vögeln als nur wenig störend empfunden werden.

Aus diesem Grund reisten wir über einen halben Tag von der Küste bei Cape Coast in das abgelegene Dorf Bonkro in der südlichen zentralen Region Ghanas. Hier hatten einheimische Jäger, die über die Kolonie seit Generationen Bescheid wussten, die Vögel früher geradezu „geerntet“. Sie hatten nämlich die erwachsenen Vögel während der Brutzeit einfach aus ihren Nestern gepflückt. Jetzt, da die Kolonie für die Jagd gesperrt ist, ist die Population des Gelbkopf-Felsenhüpfer stark angewachsen und das Dorf profitiert enorm von den Eintritts- und den Führungsgebühren. Es wurde sogar eine Schule wird mit Mitteln des Naturschutzes gebaut. Wir kamen am Nachmittag an, und nachdem wir unseren örtlichen Dorfführer getroffen und es geschafft hatten, den freundlichen Continue reading Gelbkopf-Felsenhüpfer: ein mystischer Vogel

Elstertoko im Staubbad im Campo Maan National Park/ Kamerun

ElstertokoAuf der Rückfahrt aus dem Campo Maan National Park nach einer sehr erfolgreichen Exkursion nach dem Buntkopf-Felshüpfer (Picathartes oreas) fahren wir am letzten Tag die lange, staubige Piste zurück zum Örtchen Campo. Es hatte zum Glück die letzten Tage keine größeren Regenfälle gegeben, sodaß nur eine technisch schwierige Stelle gemeistert werden mußte. In dem Bereich, in dem wir uns aufgehalten hatte, übersteigt das Niveau im Campo Maan NP zwar die 200 m NN-Marke. Trotzdem ist der Park von einem gewissen Relief gekennzeichnet. Wir fahren gerade in eine Senke und sehen dann über eine Kuppe, die die Piste im leicht gewellten Nationalpark macht. Vor uns wirbelt Staub mitten auf der Piste auf. Ein Trupp Elstertokos treibt sich nicht nur in den angrenzenden Bäumen sondern auch auf dem Boden herum. Die Elstertoko (Tockus fasciatus) sind hier mit ihrem roten Unterschnabel der Unterart fasciatus zuzuordnen und wirken schon so sehr schön. Eine Dokumentation dieser Verhaltensweise sollte man sich aber nicht entgehen lassen. Die gar nicht mal so staubige Piste scheint eine starke Anziehungskraft auf die Vögel auszuüben. Einige Exemplare der Elstertokos fliegen schon weg als wir über die Kuppe kommen. Doch ein Exemplar – wohl ein Continue reading Elstertoko im Staubbad im Campo Maan National Park/ Kamerun

Canon EOS 5DSR, ein Praxisbericht

Es ist noch nicht lange her, dass die Ansicht diskutiert wurde, dass niemand mehr als 12 Megapixel benötigen würde. Doch nachdem Nikon das Rennen um die Megapixel mit der D800 neu belebt hat, scheinen Pixel wieder ein Verkaufsargument zu sein. Mit dem aktuellen Vollformat-DSLR-Megapixel-Champion, der Canon EOS 5Ds, habe ich nun gut 1,5 Jahre Zeit verbracht. Das erlaubt, einige Erfahrungen in einem Blog zum Besten zu geben.

Die Frage ist natürlich, warum ein überzeugter und zufriedener Canon EOS 1D X – User eigentlich noch eine weitere Kamera. Es ist so, dass mich die Canon EOS 1D X fast immer voll überzeugte, aber eben auch nur fast immer. Insbesondere der laute Silent-Mode war für einige Anwendungen einfach zu laut. Als Vogelfotograf habe ich mich auf das Ablichten möglichst vieler Vogelarten für wissenschaftliche Zwecke spezialisiert. Weiterhin fiel mir ein, daß ich vor den Fotosessions viel in den unterschiedlichsten Weltgegenden unterwegs bin, im Gebirge auf 2.500m NN oder im Regenwald. Das Gewicht der Gesamtkombination spielt also eine große Rolle. Eine Canon EOS 1D X sind schwere, solide Apparate. Das weiß man oft zu schätzen. Es gibt aber auch Anwendungen, da braucht man was „Leichtes“. Das betrifft sowohl das Handling als auch das Gewicht im Rucksack auf dem Rücken. Diese Argumente allein führten zum Entschluss eine Canon EOS 5D Mark III zu kaufen. Und dann kam noch das Megapixel-Argument. Mehr als doppelt so viel Pixel wie an der Canon EOS 1D X sollten diese Continue reading Canon EOS 5DSR, ein Praxisbericht

Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

HalsbandwürgerEine Expedition zum Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  in die Bakossi Mountains konnte im Februar 2018 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Expedition konnten am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Das ist umso bemerkenswerter als man bisher davon ausgegangen war, daß die Population winzig sei und sich auf ca. 25 Individuen beschränken würde.

Callan Cohen und Michael Mills im ABC Bulletin 9.2 vom August 2002 schreiben, daß der hübsche auffällige Halsbandwürger einer der weltweit seltensten Vogelarten und eine der berühmtesten Vogelarten in Westafrika ist. Die Art wurde vom Naturforscher William Serle von den Hängen des Mount Kupé im Jahr 1951 beschrieben. Die Art blieb dann aber unerkannt, bis sie 1989 wiederentdeckt wurde.

Die Wiederentdeckung führte zu einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien des offensichtlich vom Aussterben bedrohten Halsbandwürgers. Nur sieben Paare wurden trotz jahrelanger intensiver Arbeit gefunden, aber die Erforschung der angrenzenden Berge führte kürzlich zur Entdeckung kleinerer Populationen in zwei nahe gelegenen Waldgebieten.

Callan Cohen und Michael Mills schreiben, daß trotz der vielen Ornithologen und Vogelbeobachter, die das Gebiet besuchen, Continue reading Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

Fotografie des Buntkopf-Felshüpfer im Campo Maan National Park

Wir sind immer noch recht früh da. So gegen 16:00 sind wir am Platz. Ich bekomme vom Ranger des NP-Büros einen Platz zugewiesen, der etwas im Vergleich zum April zurückgesetzt erscheint. Aber mit meinem Canon EF200mm f/2.0L IS USM bin ich ja gut gewappnet. Ich baue das mitgebrachte Dreibein-Höckerchen auf und plaziere das 200er mit der EOS 5 DsR auf das Gitzo G1588 Einbeinstativ. Daneben lege ich die EOS 1 DX mit dem Canon EF85mm f/1.8 USM für den Fall, daß der Buntkopf-Felshüpfer auf einmal direkt vor mir steht. Das war ja im April kurz der Fall gewesen. Beide Kameras stelle ich erstmal auf Silent-Mode. Ich ändere das aber nach einer Weile bei der EOS 1 DX, da ich der Ansicht bin, daß – wenn ich sie benutze – nun wirklich Not am Mann ist und es dann auf das laute Klacken auch nicht mehr ankommt. Da ist dann im Zweifel Geschwindigkeit gefragt. Zum Glück denke ich noch daran, den Bildstabilisator beim EF200mm f/2.0L IS USM einzuschalten. Dann bin ich bereit. Ich bin noch unschlüssig, ob ich eher das EF200mm f/2.0L IS USM oder das EF85mm f/1.8 USM in die Hand nehmen soll. Die Sitzposition ist auf dem Höckerchen schon ok; aber stundenlanges Sitzen ist vielleicht auch nicht angeraten.

Nachdem ich mich sortiert habe, paßt soweit alles vorzüglich. Die Nester scheinen im Vergleich zum letzten Besuch im April 2017 deutlich weiter vorgesetzt. Das erkennt man schon an den Kotflecken auf den Felsbrocken darunter. Auf diesen Felsbrocken Continue reading Fotografie des Buntkopf-Felshüpfer im Campo Maan National Park

Fraser’s Sunbird with young in Campo Maan National Park/ Cameroon

Not only does the Campo Maan National Park have to offer the Gray-necked Rockfowl (Picathartes oreas), but also a lot of other birds that you will not find in other parts of the world. One Highlight was a sequence of shots of a Fraser’s Sunbird feeding its young at the edge of Campo Maan National Park.

After we had observed successfully the shy Bare-cheeked Trogon (Apaloderma aequatoriale), the birding luck left us a bit in the course of the day trip. The heat of the day is now fully reflected on the shady jungle paths. A small group of birds, which feed on caterpillars, have white dark circles. My guide taps on a African Yellow White-eye (Zosterops senegalensis). Well, so yellow had not at all on the stomach. At first perplexed, we end up with the species determination at a Sunbird. After all, it could be the purely insectivorous Scarlet-tufted Sunbird or Fraser’s Sunbird (Deleornis fraseri). That´s it!

Fraser’s Sunbird could be beautifully watched slipping through the Continue reading Fraser’s Sunbird with young in Campo Maan National Park/ Cameroon

African Pied Hornbill in the dust bath in the Campo Maan National Park / Cameroon

ElstertokoOn the way back from the Campo Maan National Park after a very successful search for the Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas) we drive on the last day straight into a hollow and then look over a ridge, which makes the track in the slightly wavy national park. Before us, dust swirls in the middle of the dirt track. A group of African Pied Hornbills does not only just hang around in the adjacent trees, but also on the ground. The African Pied Hornbill (Tockus fasciatus) with their red lower bill belong to the subspecies fasciatus and they really look so beautiful. Although the track does not look too dusty, it seems to exert an uncanny attraction on the birds. Some individuals of the African Pied Hornbills are already flying away when we come over the top with our car. But one bird – probably a female – remains sitting and takes a long dusty bath. I let the driver stop the car and also turn off the engine. So, I can take some distance shots with the Canon EF400mm f / 2.8L IS II USM lapped on the side mirror. Then I let it get closer two more times. The bird does not fly off. Of course, the female of African Pied Hornbill does not let us out of her sight. First, she secures, but then she ducks deep into a hollow and throws up the dust so that the plumage is completely covered. Only when we are up to 25 meters, she flies out of the lying posture and disappears on a perch in a low tree. This day was almost the most successful birding morning of the last days.

Campo Maan is Hornbill -Country with the possibility of White-crested Hornbill (Tockus albocristatus), Red-billed Dwarf Hornbill (Tockus camurus), African Pied Hornbill (Tockus fasciatus), Piping Hornbill (Ceratogymna fistulator), Continue reading African Pied Hornbill in the dust bath in the Campo Maan National Park / Cameroon

Wespenbussard am Strassenrand in Kamerun

WespenbussardAuf der Rückfahrt aus dem Campo Maan National Park und einem Stop am sehr schön zu überblickenden Nyong River muß der Fahrer kurz vor Edea doch mal vehement auf die Bremse treten. Ein toller Greif sitzt im schönsten Abendlicht in einem niedrigen Baum; keine 50 m von der Straße entfernt. Seine schlanke Gestalt lassen mich direkt an einen Wespenbussard denken; wobei mich die weiße Kehle und der helle, an den Flanken nur leicht gestrichelte Bauch doch ziemlich stutzig macht.  Ich lasse den Wagen kurz halten, dann aber weiterfahren. Für ein gutes Foto sind wir schon zu weit vorbeigefahren. Dann lieber wenden und wieder auf die Höhe des Vogels fahren, um dort am östlichen Straßenrand zu halten und von dort dann eine besser Foto-Schußposition zu haben. So passiert es auch. Wir halten auf der Straßenseite des Vogels und ich öffne vorsichtig die Beifahrertür. Das bringt den Vogel auch gar nicht aus dem Konzept. Aufmerksam beobachtet er den Boden. Ein paar Fotos kann ich von der Seite des Wagens schießen. Erst als ich mich vom Fahrzeug löse und auf ihn zulaufen will, da fliegt er weg. Zuerst fliegt er nur ein Stück weiter, dann aber nach weiterer Annäherung doch hinter einen nicht einsehbaren Hügel.

Der cremig-helle Bauch macht mich auch auf bei der Betrachtung der Fotos zu Hause stutzig. Nur ein paar dunkle Spots und Streifen sind an den Flanken zu sehen. Dazu 2 Streifen in halber Bauchhöhe. Das hat doch der Wespenbussard (Pernis apivorus) eigentlich gar Continue reading Wespenbussard am Strassenrand in Kamerun

Besuch beim Buntkopf-Felshüpfer in Campo Maan National Park

Eine der Gründe für die 2-wöchige Tour nach Kamerun war, deutlich bessere Aufnahmen vom Buntkopf-Felshüpfer (Picathartes oreas) zu schießen. Der im englischen Grey-necked Rockfowl oder Red-headed Picathartes genannte, sehr ursprünglich aussehende Regenwaldbewohner war schon im April 2017 der Hauptgrund dem Campo Maan Nationalpark einen Besuch abzustatten.

Die Fahrt zum Campo Maan Nationalpark war zwar langwierig aber doch letztendlich erfolgreich. Nun mußte nur noch der Weg durch den Dschungel zu den großen Granitfelsen im Brutgebiet des Buntkopf-Felshüpfers bewältigt werden. Der Pfad ist ziemlich durchgewachsen. Der lokale Guide muß daher mit der Machete vorlaufen und ihn freischneiden. Im Matsch sieht man aber dann doch auch noch Fußabdrücke, die noch nicht so lange hersein können. Eine gewisse touristische Frequenz scheint also vorhanden zu sein. Anders als im April sehen wir aber auf dem ganzen Weg nicht einen anderen der Waldvögel. Dann taucht auch schon eine Ansammlung von Riesen-Kieseln im Dunkel des Waldes auf. Das ist wieder ausgesprochen eindrucksvoll. Wie eine dunkle Burg tauchen die in einander verkeilten Felsblöcke aus dem Dämmerlicht des Primärwaldes auf. Meterdicke Baumriesen umstehen die Felsblöcke. Continue reading Besuch beim Buntkopf-Felshüpfer in Campo Maan National Park

Photography of Grey-necked Rockfowls between rocks in Cameroon

After having arrived in the rock-cut cathedral of giant boulders to see the Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas), called also the Red-headed Picathartes, in the Campo Maan National Park in April 2017, we settle down to wait. Be patient and wait. This is the motto.

We are still pretty early. It is just 4:00 pm. I got assigned a place by the Ranger of the NP office, which seems a bit reset compared to last April. But with my Canon EF200mm f / 2.0L IS USM I’m well prepared. I set up the three-legged stool and adjust the 200 with the EOS 5 DsR to the Gitzo G1588 monopod. In addition, I arrange the EOS 1 DX with the Canon EF85mm f / 1.8 USM in case the Grey-necked Rockfowl is suddenly in front of me. That had happened briefly in April; too short for the lens attached at that time. I switch both cameras on Silent Mode. But I change that after a while with the EOS 1 DX, because I think that – when I use the EOS 1 DX – it is really hardship and then noise does not matter anymore. In this case speed is more needed. Luckily, I still remember to turn on the image stabilizer on the EF200mm f / 2.0L IS USM. Then I am ready. I’m still undecided whether I should rather take the EF200mm f / 2.0L IS USM or the EF85mm f / 1.8 USM in the hand. The sitting position is ok on the stool; but sitting for hours is perhaps not recommended.

After I sorted everything I feel prepared. The nests of the Picathartes seem to be much further compared to their last visit in Continue reading Photography of Grey-necked Rockfowls between rocks in Cameroon

Grey-necked Rockfowl in Campo Maan National Park / Cameroon

One of the reasons for a 2-week tour to Cameroon was to take much better shots of the Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas). Called also the Red-headed Picathartes, the very primitive-looking rainforest dwellers were already the main reason to visit Campo Maan National Park in April 2017.

The drive to Campo Maan National Park was tedious but ultimately successful. Now only the way through the jungle to the large granite rocks in the breeding area of ​​the Grey-necked Rockfowlhad needed to be mastered. The path has grown pretty much. The local guide must therefore run ahead with the machete and cut it free. In the mud you can see but also footprints, which cannot be so long ago. Thus a certain tourist frequency seems to exist. Unlike in April, we do not see any other of the forest birds along the way. In fact it is really quite in the shade of the trees. Then the impressive collection of giant pebbles appears in the darkness of the forest. Like a dark castle, the blocks of Continue reading Grey-necked Rockfowl in Campo Maan National Park / Cameroon

Buntkopf-Felshüpfer – ein Picathartes – in Kamerun

Buntkopf-FelshüpferDer Nachmittag ist ganz dem Buntkopf-Felshüpfer (Picathartes oreas), der im englischen Grey-necked Rockfowl oder Grey-necked Picathartes genannt wird, gewidmet. Zuerst war die Frage der richtigen Ausrüstung zu klären. Es war klar, daß ich das Canon EF 400 / 1:4,0 L Do IS USM mitnehmen wollte. Dazu dann die Canon EOS-1D X, die Gewähr für rauscharme, hochauflösende Bilder bei akzeptablen Belichtungszeiten in den zu erwarteten dämmrigen Verhältnissen der Cave bieten sollte. Die Canon EOS 5DS R blieb am Camp, da ihre ASA-Empfindlichkeiten nur eingeschränkt zu nutzen sind. Zusätzlich kam erstmals auf diesem Trip das Canon EF 85mm 1:1,8 USM Tele Objektiv zum Zug. Das Canon 85 mm – f/1.8 USM sollte als ein vielseitiges, kleines Tele die notwendige Lichtstärke – im Fall des Falles – mitbringen. Dazu noch ein leichtes Stativ von Gitzo – das ich besser im Zelt gelassen hätte.

Dann Aufbruch: Wir erwarteten eine mühsame Wanderung für Stunden durch tropische Hitze in diesem Tieflandregenwald-Nationalpark. Manche Leute sagen, dass sich der Vogel erst nach Continue reading Buntkopf-Felshüpfer – ein Picathartes – in Kamerun

Grey-necked Picathartes in Campo-Ma’an National Park/ Cameroon

Buntkopf-FelshüpferNow the afternoon was for the Grey-necked Picathartes or Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas). We expected an arduous trip of hiking for hours through tropical heat in the National Park. Some people say, that the bird only appears after rain storms. If this would be true, we would be unlucky, as on our first day in the park’s interior, it did not rain. We had only one more day in the park – but rain seemed likely enough for the next days. I cannot confirm, that the particiapants of the trip showed sights of anxiety and gloom. But never you know. On trips prior to ours the bird had not been seen.

But already with the hike we were lucky. We had a short, pleasant and fairly easy hike with lots of good birds to at “cave” formed of several enormous boulders where the birds build mud nests on the sides of the rocks during the breeding season. We hoped that no rain was needed as our guides told us, that this species checks on its breeding site every afternoon or during dusk. We arrived early in the hope that the birds would appear in some natural light. Maybe earlier than normally to expect. One of the local guides tried to show as the nest a bit too much. We almost shouted through the forest to keep him from removing the nest. The Continue reading Grey-necked Picathartes in Campo-Ma’an National Park/ Cameroon