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Vögel im El Bofedal de Parinacota im Lauca Nationalpark

Kurzschnabel-FlamingoParque Nacional Lauca heißt der Park im spanischen. Eine Entdeckungsreise kann in der Küstenstadt Arica beginnen. Hier folgt man der Straße nach Bolivien durch das Valle de Lluta. Die Reise beginnt in Meereshöhe und erreicht nach einem steilen und spektakulären Anstieg auf 3.500 m das Dorf Putre. Putre ist ein typisches Andendörfchen, mit prähispanischem Charakter. Die Bewohner leben von der im Terrassenanbau betriebenen Landwirtschaft. Putre ist der ideale Ort, um die Nacht zu verbringen und sich damit schonend an die extreme Höhe und den reduzierten Sauerstoffgehalt zu gewöhnen. Von Putre aus sind es noch gut 100 Kilometer bis zum Lauca Nationalpark. Die kurvige Carretera Internacional CH 11 fühlt durch wunderschöne, scheinbar endlose Steppen, vorbei an verschneiten Vulkanen und Sumpfgebieten. Man passiert das malerische Dorf Parinacota, das für seine Kirche aus dem 17 Jahrhundert bekannt ist. Im Umfeld weiden Alpakas der Aymara-Indianer. Ganz in der Nähe ist ein Feuchtgebiet zu finden. Es ist das „El Bofedal de Parinacota“. Das Feuchtgebiet liegt in direkter Nachbarschaft zum malerischen Dorf. Hier trifft man zahlreiche Vogelarten an, wie zum Beispiel die Schopf-Ente (Anas specularioides), die Andengans (Chloephaga melanoptera), die Andenmöwe (Larus serranus), den Lerchentyrann (Muscisaxicola maculirostris) und natürlich die Flamingos. Unter ihnen Continue reading Vögel im El Bofedal de Parinacota im Lauca Nationalpark

Graukehl-Höhenläufer (Thinocorus orbignyianus) am Salar del Surire im Lauca Nationalpark

Graukehl-HöhenläuferDie Salar de Surire befindet sich im Lauca Nationalpark und bietet eine erstaunliche Flora und Fauna. Auf einer Fläche von fast 15.000 Hektar kann man bei einem Besuch der Lagune vor allem alle 3 in Chile vorkommenden Flamingos sehen. Das Klima ist extrem. Die Durchschnittstemperatur beträgt zwar zivilisierte 12ºC. Aber während es während des Tages bis zu 20ºC warm werden kann, sind es während der Nacht Temperaturen von 3ºC bis zu – 25ºC. Niederschläge fallen wenige, im Winter in Form von Schnee.

Ich suche auch hier nach dem Punaregenpfeifer (Charadrius alticola). Der Puna-Regenpfeifer kommt in  Feuchtgebiete auf einer Höhe von 3.000 – 4.500 m NN vor. Er bevorzugt saline Seen (permanente Salzseen), Brackwasser oder alkalische Sümpfe. Ich finde ihn aber leider nicht. Dafür ist der Graukehl-Höhenläufer (Thinocorus orbignyianus) um die Seenkante erstaunlich häufig. Der Kordillerenläufer (Attagis gayi) war dagegen in den vorgelagerten, schütter bewachsenen Berghängen zu finden. Gut und recht häufig zu finden ist dagegen der Braunmantelämmerling (Phrygilus dorsalis). Eine echte Überraschung so weit hier oben – und so weit von seinen erwarteten Zugrouten entlang der pazifischen Küste entfernt, Continue reading Graukehl-Höhenläufer (Thinocorus orbignyianus) am Salar del Surire im Lauca Nationalpark