Tag Archives: Phalacrocorax carbo

Land unter Wasser im Nationalpark Slonsk

SeeadlerStill weiden nur noch wenige Bauern ihre Kühe und Pferde in der breiten Flußaue. Auf vielen, schon lange nicht mehr bewirtschafteten Flächen im heutigen Nationalpark breiten sich verstärkt Krautdickichte und Weidenbüsche aus. Der einfachste Zugang zum Nationalpark führt von Kostrzyn aus über die Landstraße 133 bis nach Slonsk, einem größeren Dorf, das einst Stadtrecht besaß. Man befindet sich praktisch direkt hinter der deutsch-polnischen Grenze, nördlich der Stadt Frankfurt an der Oder. Das Überschwemmungsgebiet der Warthe am Mündungsdelta der Oder zählt zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Mitteleuropas und dient in manchen Jahren über 200.000 Singschwänen (Cygnus cygnus),

Saatgänsen (Anser fabalis), Bläßgänsen (Anser albifrons) und Graugänsen (Anser anser) als Rast- und Überwinterungsplatz. Nach dem Ortseingang zweigt links an einem Lebensmittelladen die Straße nach Przyborow ab. In diesem Dorf führt rechts von der asphaltierten Straße eine Pflasterstraße zu einem Plattenweg, der für Autos an einer Brücke endet. Dahinter schlängelt sich die Betonpiste über drei Kilometer entlang der Postomia bis zur Continue reading Land unter Wasser im Nationalpark Slonsk

Pygmy Cormorant (Phalacrocorax pygmaeus) in Germany

ZwergscharbeIn size between a Eurasian Coot (Fulica atra) and a Great Cormorant (Phalacrocorax carbo) and black as well. Pygmy Cormorants are increasingly a sighting in Germany.  Right now, a Pygmy Cormorant has been reported from Stotternheimer See near Erfurt. Several images show, as the Pygmy Cormorant swims, rest and starts from the water in front of reeds on this lake in Thuringia. Before, this species – maybe the same bird – was reported from the southern bay of Sulzer Lake which is also close to Erfurt. The bird was always good to see from the 3rd  to the 11th of December 2018. Pygmy Cormorants found in Thuringia fit very well into the picture of a more frequent occurrence of the bird species in Central Europe starting from the years 2000, as reports from the Netherlands, Austria, Switzerland, from the Bodensee and from Germany. Scientists suspect that this phenomenon can be explained by the large increase in the breeding population in the Hortobágy in Hungary. The species seems to occur increasingly in Germany in the second half of the year – especially in late autumn and winter.

Pygmy Cormorants are in fact small relatives of the European Continue reading Pygmy Cormorant (Phalacrocorax pygmaeus) in Germany

Zwergscharbe: vermehrtes Auftreten in Deutschland

ZwergscharbeWieder ist eine Zwergscharbe (Phalacrocorax pygmaeus) über ornitho.de gemeldet worden. Diesmal vom Stotternheimer See bei Erfurt. Vorher war die Art (der gleiche Vogel?) von der Südbucht des Sulzer Sees ebenfalls bei Erfurt gemeldet worden. Der Vogel war vom 3. Bis zum 11. Dezember 2018 immer wieder gut zu sehen. Man brauchte allerdings Geduld. Wenn er anfangs nicht zu sehen war, konnte er später auf demselben Ast wie an den Vortagen beobachtet werden. Häufig hielt er die Flügel ausgebreitet um sie zu trocknen. Die in Thüringen festgestellte Zwergscharbe passt sehr gut in das Bild eines gehäufteren Auftretens der Art in Mitteleuropa ab den Jahren 2000, als sich Meldungen aus den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, vom Bodensee, den Sauldorfer Baggerseen in Baden-Württemberg, vom Flemhuder See in Schleswig-Holstein, bei Flemsdorf in Brandenburg und aus dem hessischen Lahntal häuften. Wissenschaftler vermuten, daß dieses Phänomen mit dem starken Anstieg der Brutpopulation in der Hortobágy in Ungarn zu erklären ist.

Die seltene Scharbe hat aktuell scheinbar einen Verbreitungsschwerpunkt in Mitteldeutschland. So nimmt der Continue reading Zwergscharbe: vermehrtes Auftreten in Deutschland

Spanische Teichrohrsänger sind keine Teichrohrsänger

Marokkanischer Rohrsänger ex. TeichrohrsängerEine Wanderroute entlang der Laguna permanente führt den Besucher zu zwei Observatorien, die sich an einer künstlichen Lagune am rechten Ufer des Rio Guadiana befinden. Hier kann ich die ersten lauten krächzenden raspelnden Lautäußerungen der Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) aber auch die feineren, raspelnden Rufe der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) hören. Kurz schlüpft auch noch ein Blaukehlchen (Luscinia svecica) – evtl. auf dem Zug – durch die trockenen Schilfhalme am Ufer.

Entlang der Straße, die von Tarayes flankiert ist, können wir einige Singvögel, wie die Kalanderlerche (Melanocorypha calandra), die Haubenlerche (Galerida cristata) oder das Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) sehen. Am Ufer der Lagune zwischen den beiden Observatorien befinden sich die Überbleibsel eines Auenwaldes, der aus weißen Pappeln (Populus alba), dem Lebensraum der Nachtigall (Luscinia megarhinchos) besteht.

Ein Teichrohrsänger kommt dann direkt am Wegesrand mal auf eine Continue reading Spanische Teichrohrsänger sind keine Teichrohrsänger

Anhingas in Florida

Amerikanischer SchlangenhalsvogelThe ditch along the visitor’s trail is teeming with fish. Suddenly a sharp, dart-like beak emerges out of the water right in front of us. It is followed by a long piece of neck. Like a snake, Anhingas – the snakebird – (Anhinga anhinga) glides silently through the water. Its water-permeable plumage reduces the buoyancy that occurs during diving and suppresses any rippling. For a while we see the slender bird body still sliding underneath us through the fairly clear water. Now it’s time to take care. Far more spectacular than Cormorants (Phalacrocorax carbo) they fish under water. Anhingas use their pointed beak like a harpoon. The long neck, which is bent back in an S-shape before being impacted works like a taut feather and allows lightning-fast fishing under water. The Anhinga Trail in Florida’s Everglades offers ideal conditions to observe these black fish hunters. They harpoon the fish by piercing it with their closed beak. Continue reading Anhingas in Florida

Zwergscharben im Pinios-Delta/ Nordgriechenland

ZwergscharbeImmer wieder taucht ein kleiner schwarzer Wasservogel zwischen den im Wasser liegenden Baumstämmen der Kanäle im Pinios-Delta auf. Er hat Ähnlichkeit mit dem in Mitteleuropa häufigen Kormoran (Phalacrocorax carbo). Es ist aber der kleine Vertreter, die Zwergscharbe (Phalacrocorax pygmeus). Der Pinios mündet in einem Delta nördlich der Ortschaft Stomio ins Mittelmeer. Ein Großteil des fruchtbaren Schwemmlandes wurde schon vor Jahrzehnten trockengelegt und landwirtschaftlich genutzt. In den verbliebenen ursprünglichen Biotopen hat sich eine mannigfaltige Tier und Pflanzenwelt erhalten. 370 Hektar des Gebietes stehen unter Naturschutz. Dort bilden mit Lianen überzogene Platanen und Weiden dschungelartige Auwälder. Das Pinios-Delta umfasst eine Vielzahl von Feuchtgebieten und trockeneren Lebensräumen, darunter Fluss- und Küstenwälder, Salzmarschen und Süßwassersümpfe.  Obstgärten und Haine wechseln sich mit Auenwäldern, Küstenlagunen, Sanddünen und Stränden und sogar Steppenlebensräume ab.

Über 200 Vogelarten wurden bisher im Delta festgestellt, darunter alle europäischen Reiherarten, Bienenfresser (europ.) (Merops apiaster) und Blauracken (Coracias garrulus). Schwarzstirnwürger Continue reading Zwergscharben im Pinios-Delta/ Nordgriechenland

Altmühlsee: neue Vogelheimat im Fränkischen

BeutelmeiseFeine Rufe tönen aus dem Schilf. An Rohrkolben findet die Beutelmeise (Remiz pendulinus) das Material für ihr kunstvolles Nest. Mit dem Altmühlsee südöstlich von Nürnberg wurde ein künstliches Biotop geschaffen, das vor allem für zahlreiche Vogelarten mittlerweile zum unverzichtbaren Lebensraum wurde. Beutelmeisen, Feldschwirl (Locustella naevia), Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Blaukehlchen (Luscinia svecica) brüten hier, während zu den Zugzeiten auch immer wieder Irrgäste zu beobachten sind.

Der seit 1985 geflutete, etwa 450 Hektar große Altmühlsee ist Teil eines Großprojektes des Freistaates Bayern zur Überleitung von Wasser von der Donau in den Main. Er liegt gut 20 km südöstlich von Ansbach zwischen den Orten Gunzenhausen und Muhr am See. Das Gebiet zwischen Weidenbach und Gunzenhausen war vor dem Bau der Stauseen von zahlreichen Armen der Altmühl durchflossen und aufgrund der alljährlichen Überschwemmungen eine der größten zusammenhängenden Feuchtwiesenflächen Süddeutschlands, die ursprünglich weit über 1.000 Hektar umfasste. Viele Wiesenbrüter fanden dort ihre Reviere.

Mit dem Baubeginn des Ausgleichsbeckens 1978 veränderte sich das Gebiet nachhaltig: Ein großer Teil der Feuchtwiesen wurde Continue reading Altmühlsee: neue Vogelheimat im Fränkischen

Where to photograph seabirds in flight in the UK

EissturmvogelIn the age of digital full-frame cameras with a very fast autofocus, flight-shot photography is possible that used to be (almost) unthinkable only some years ago. Ducks starting trembling over the water were (and are) still quite easy. But who managed to photograph a flying Eurasian Sparrowhawk (Accipiter nisus)? Other land birds were usually only photographed at take-off. Seabirds, on the other hand, provide the best conditions to make shoot excellent aerial images quite easy. These birds are numerous, they are tall and therefore do not move too fast. At hatching, they appear on land – albeit often on fairly inaccessible shores. Besides, they are not shy at all in flight and approach sometimes on short distances.

These are a lot of reasons why seabirds are still favored by bird photographers today. They are the Continue reading Where to photograph seabirds in flight in the UK

Land under water in Poland

RotschenkelIn the 18th century settlers made the long, marshy lowland area of ​​the Warta and the river Netze habitable. Individual farmsteads and villages from that time can still be seen from the dike of the Warta. None of the houses has no stork nest.

Today, only the diked areas at the Warta estuary reminds of the original landscape. The meadows between Kostrzyn and Slonsk are gradually being drained here via an old trench and canal system.

Today only a few farmers graze their cattle and horses here. Therefore, herbaceous thickets and willow bushes are increasingly spreading to many areas that have long been no longer cultivated in today’s national park. The easiest way to get to the national park is from Kostrzyn via the main road 133 to Slonsk, a larger village that used to have city rights in former times. After entering the village turn left at a grocery store to take the road to Przyborow. In this village, a paved road leads to the right of the paved road to a concrete country road, which ends for cars at a bridge with a sheltered hut. Behind it, the concrete runway meanders over three kilometers along the Postomia to the Warta. Another easy-to-access gateway starts at Przyborow, on the right off the main road, just opposite a simple shop. The bumpy side path leads down to the causeway along the canal, where Great Grebes (Podiceps cristatus) are often seen. Sometimes Red-necked Grebes (Podiceps grisegena) or Grey Herons (Ardea cinerea) can be found there, and seagulls (Larus spec.) and Cormorants (Phalacrocorax carbo) almost always Continue reading Land under water in Poland

Pochard: a bird population in decline

TafelenteThe fate of the Common Pochard is discussed intensively in the relevant forums. Scientific research suggests that the sex ratio of the populations of Common Pochard (Aythya ferina), a medium-sized diving duck, in Europe and North Africa has changed. This could play a role in the decline of the species in the Western Palearctic.

Sex ratio results have just been published in the Wildfowl & Wetlands Trust (WWT) Journal Wildfowl. These conclusions show that populations are becoming increasingly “masculine”. Using the data obtained in January 2016, the researchers compared counts from surveys conducted in January 1989 and January 1990 in the same region. The proportion of men in the total population was 62% in the years 1989 to 1990 and in 2016 this disparity even increased to 71%.

Interesting clues for the pochard, a bird in a sharp population descent, provides an investigation of ZIMMERMANN, H. (2010), which was published in: Brut und Mauser der Tafelente Aythya ferina im Naturschutzgebiet Fischteiche in der Lewitz (Breeding and moulting of the pochard Aythya ferina in the nature reserve fish ponds in the Lewitz) in Orn. Newsletter Meckl.-Vorp. 46: 367-373.

The fish ponds in the Lewitz are a traditional breeding and moulting area of the Common Pochard in Mecklenburg-Vorpommern in Continue reading Pochard: a bird population in decline

Vor dem Zug: Schwarzstorch-fotografie in der Elbtalaue

Wenn Schwarzstorch (Ciconia nigra), Weißstorch (Ciconia ciconia), Graureiher (Ardea cinerea) und Silberreiher (Ardea alba) direkt vor dem VersteckSchwarzstorch im Wasser staksen und die Kormorane (Phalacrocorax carbo) beim gemeinsamen Fischzug schwimmen, geht für manchen Vogelfotografen ein Traum in Erfüllung. Aber nicht nur in den unberührten Feuchtgebieten Osteuropas tummeln sich die Vögel so zahlreich. Auch die naturnahe Stromlandschaft der norddeutschen Elbtalaue bietet reichlich Gelegenheit, gerade die großen und imposanten Vögel fotografisch ins Visier zu nehmen.

Schon seit ein paar Tagen sitze ich jeden Morgen ab 4:30 Uhr in meinem Versteck an der Elbe. Von Tag zu Tag wird die Ansammlung der Schwarzstörche größer, die im Spätsommer in den austrocknenden Altarmen nach Fischen suchen. Die erste Zeit im Versteck nutze ich gerne, um etwas Schlaf nachzuholen, denn obwohl das Licht noch nicht zum Fotografieren reicht, muss der Fotograf sein Versteck früh genug aufsuchen. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren, denn selbst die richtigen Kameraeinstellungen nützen nichts, wenn man die Kamera hektisch hin und her schwenkt und so die besten Situationen übersieht. Oder schlimmer: das Objekt Continue reading Vor dem Zug: Schwarzstorch-fotografie in der Elbtalaue

Keoladeo Ghana Nationalpark: Vogelparadies in Indien

DajaldrosselLange verweilt die dunkelblau-weiße Dajaldrossel (Copsychus saularis) auf ihrem Ast in der Morgensonne. Ausgiebig kann ich Porträtfotos schießen.  Winter, Sommer und Monsun, so teilen die Einwohner Bharatpurs das Jahr ein. Im Juli und August, nach den trockenen Zeiten der Vormonate, erweckt der Monsun den Kreislauf des Lebens im Park immer wieder aufs Neue. In dieser Zeit sind Lufttemperatur und vor allem die Luftfeuchtigkeit allerdings so hoch, dass die meisten Menschen den Keoladeo Ghana Nationalpark meiden. Für die Vögel aber bedeutet der erste Regen den Startschuss für die Brutsaison. Sie balzen, paaren sich, bauen Nester, brüten die Eier aus und füttern die Nachkommenschaft.

Die ausländischen gefiederten Besucher treffen in der Regel nicht vor Ende Oktober im indischen Vogelparadies ein. Zu diesem Zeitpunkt kommen auch die ersten Zugvögel in ihr indisches Überwinterungsgebiet und gesellen sich zur ebenfalls sehr reichhaltigen einheimischen Avifauna. Im November und Dezember fallen Enten und Gänse in den Park ein, Die Luft ist erfüllt vom Schnattern der Streifengänse (Anser indicus), Schnatterenten (Anas strepera), Pfeifenten (Anas penelope), Löffelenten (Anas clypeata), Spießenten (Anas acuta) und Knäkenten (Anas querquedula). Sind dann die Greife wie Rohrweihe (Circus aeruginosus), Steppenweihe (Circus macrourus), Schikra (Accipiter badius), Adlerbussard (Buteo rufinus), Schelladler (Aquila clanga), Steppenadler (Aquila nipalensis), Kaiseradler (Aquila heliaca) und Zwergadler (Hieraaetus pennatus) auch angekommen, kommt der Naturfotograf auch mit Actionaufnahmen Continue reading Keoladeo Ghana Nationalpark: Vogelparadies in Indien

Harter Winter – gute Vogelaufnahmen

ZwergsägerJe härter der Winter, desto schwieriger ist die Futtersuche. An der Ostseeküste gilt das für die Vogelwelt besonders dann, wenn auf dem Blankensee, an den Havelseen oder gar der Ostsee das Wasser zufriert und offene Stellen selten werden. Dann überwinden die Vögel ihre natürliche Scheu und versuchen, in den Häfen auf Beutefang zu gehen. Für Fotografen ist das eine gute Gelegenheit, zu reizvollen Motiven zu kommen.

Vor einigen Jahren hatte der lang anhaltende Frost die Ostsee in eine arktische Winterlandschaft verwandelt. Viele seltene und dem Menschen gegenüber eher scheue Vogelarten hatten ihre Zurückhaltung aufgegeben und waren in den windgeschützten Häfen aufgetaucht. Dort gab es noch einige wenige eisfreie Wasserflächen, an denen die Vögel an Nahrung gelangen konnten.

Nach angenehmen Temperaturen um Weihnachten sorgten ab Sylvester Temperaturen von bis zu – 20 ° Grad Celsius für eine kältestarre Eiswüste. Zwangsweise fand sich eine vielfältige Vogelwelt in den Häfen ein. Pfeifenten (Anas penelope) und Stockenten Continue reading Harter Winter – gute Vogelaufnahmen

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanDie Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Viele der Gebiete sind Naturschutzgebiete und weisen eine geringe Nutzungsintensität der Wiesen und Feldern auf. Die Abgelegenheit der Landschaft, die inmitten eines gering besiedelten Gebietes liegt, sorgt für die nötige Störungsfreiheit einiger seltener Arten wie dem Seeadler (Haliaeetus albicilla). Eine lockere und abwechslungsreiche Vegetationsstruktur sorgt dafür, dass nicht nur Beutegreifer viele unterschiedliche Futter- und Rastflächen finden. Auch für andere Vogelarten offener Feldflur, feuchter Wiesen und naturnaher Gewässer sind die Wiesen, Wasserflächen, Äcker und Feldern ein hochwillkommenes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet.

Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist. Wenn im Spätsommer und Herbst die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Die Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Osterausflug auf die Greifswalder Oie

TrauerenteSeeenten wie Eisenten (Clangula hyemalis), Trauerenten (Melanitta nigra) oder Bergenten (Aythya marila) im Tiefflug über der Ostsee. Noch dazu im Prachtkleid. Dies alles ist auf einem Ausflug mit der MS „Seeadler“ der Apollo-Reederei auf die Greifswalder Oie – der nord-östlichen Insel Deutschlands – möglich. Die Insel liegt nördlich von Usedom im nördlichen Vorpommern mitten in der Ostsee.

Wie bereits in anderen Blog über das Zuggeschehen beschrieben, lohnt es sich im Frühjahr und Herbst die ziehenden Trupps nicht nur der Singvögel genauer abzusuchen. In gemischten Ententrupps können sich nämlich auch andere Vertreter der Melanitta -Seeenten aufhalten. Das sollte über Ostern mal von Peenemünde aus getestet werden. Bei herrlichstem Wetter ging es pünktlich um 9.45 Uhr mit der MS „Seeadler“ hinüber zur Greifswalder Oie. Als die MS „Seeadler“ den Peenestrom verlassen hatte und den Peenemünder Haken passiert sind in der Ferne schon ziehende Mittelsäger (Mergus serrator),  Kormorane (Phalacrocorax carbo), Pfeifenten (Anas penelope), Reiherenten (Aythya fuligula), Eisenten, Trauerenten und Lachmöwen (Chroicocephalus ridibundus bzw. Larus ridibundus) zu sehen.

Schnell passieren wir die Insel Runde und sehen in der Ferne schon die Oie. Da die See nicht zu rau ist, ist es möglich die Continue reading Osterausflug auf die Greifswalder Oie

Brutgeschäft bei Graureihern in Stuttgart

GraureiherDie Brutvorbereitung der Graureiher (Ardea cinerea) am Max-Eyth-See, einem bekannten Erholungssee direkt bei Stuttgart, findet Anfang bis Mitte Februar statt. Dann besetzen die Graureiher ihre Horste. Die Nester werden ausgebessert oder neu gebaut. In dieser Zeit Ist es sehr lebhaft in der Kolonie. Unermüdlich suchen die Vögel auf dem Boden und in den Baumkronen nach abgebrochenen Zweigen. Haben sie dabei einen etwas dickeren erwischt, fliegen sie schwerfällig wieder zu den Horsten. Es werden auch Zweige von Bäumen abgerissen oder von anderen Horsten stibitzt. Diese Phase im Jahresablauf der Graureiher, eignet sich gut, um schöne Verhaltensbeobachtungen zu machen.

Der Max-Eyth-See ist Continue reading Brutgeschäft bei Graureihern in Stuttgart

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanNebel steigt aus den Flußauen, die Stille wird durchbrochen nur hier und da von den cru-cru-Rufen der Kraniche. Singschwäne (Cygnus cygnus) grasen die überschwemmten Wiesen ab, schütteln sich im Gegenlicht die Wassertropfen vom Schnabel. Wenig später dann die typischen leicht qäkenden Flugrufe von Gänsen. Wenn im Spätwinter und Vorfrühling die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist.

Die Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Handa, a Scottish bird island

SkuaSpray foam feet high. The air is impregnated to the saturation limit in puccinellia. Metre-high waves crash against the craggy, rocky shores that extend indomitable and majestic into the air. Just having left the small fishing port of Tarbet in County Lairg, Highland in a calm sea, a beautiful sound between a rocky coast and a rocky island enchants the visitor. The crossing to the bird island is short-lived. The landing site is an unaffected looking, lonely sandy beach. But this is the east side facing away from the Atlantic sea. On the west side, the world looks very different. Sun rays breaking through the cloud cover giving the wild scenery wrapped in warm colors a melancholy charm. The air is filled with the piercing cries of a countless multitude of seabirds. Despite cold, wind and water they have set their breeding colony on Scotland’s west coast.

The visitor is first simply overwhelmed when the first rays of the wild scenery of moss and rocks give off warm colors wrapped in melancholy charm. In the distance the Continue reading Handa, a Scottish bird island

Nachtreiher brüten am Max-Eyth-See

DiNachtreihere Spannung ist groß, ob sich auch dieses Jahr Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) am Max-Eyth-See beobachten lassen. In den vergangenen Jahren hatten sich bis zu 3 Nachtreiherpaare mitten in Stuttgart niedergelassen und sogar erfolgreich gebrütet. Damit besteht in der Landeshauptstadt der einzige Brutplatz in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten. Dass sich die Nachtreiher am Max-Eyth-See niedergelassen haben, dafür waren wahrscheinlich die vielen Graureiher (Ardea cinerea) verantwortlich, die in einer Graureiherkolonie ihrem Brutgeschäft nachgehen. Als Koloniebrüter schätzen Nachtreiher die Sicherheit, die das Brüten in einer größeren Kolonie bietet und schließen sich dann gerne anderen Vogelarten an. Die 60 Graureiherpaare am Stuttgarten Max-Eyth-See sind die größte Kolonie im Regierungsbezirk Stuttgart.

Der Max-Eyth-See ist ein wahres Vogelparadies. Man würde das vielleicht nicht erwarten, da das Gewässer ein bekannter Erholungssee direkt bei Continue reading Nachtreiher brüten am Max-Eyth-See

Graureiher bei Stuttgart: Beutefang

GraureiherEin stilles, quälend langes Warten. dann ein heftiger Stoß und der Fisch zappelt im Schnabel. Nicht immer, aber doch sehr oft. Neben der Brutvorbereitung der Graureiher (Ardea cinerea) kann man diese Vögel auch beim Beutefang am Max-Eyth-See erleben. Der Max-Eyth-See ist ein bekannter Erholungssee direkt bei Stuttgart. Nach dem Besetzen der Horste ist die Zeit der Jungenaufzucht bei den Graureihern wieder eine gute Zeit für den Naturfotografen. Wenn die Jungen Ende März, Anfang April schlüpfen, haben viele Bäume schon Blätter und die Einsicht in die Kolonie ist nicht mehr so gut wie zur Zeit der Brutvorbereitung. Während der  Zeit der Jungenaufzucht sind die Graureiher gezwungen, viel Nahrung herbeizuschaffen.

Dies wiederum bietet Gelegenheiten, um die Vögel beim Beutefang zu erleben. Meist stehen die Reiher im seichten Wasser still vor dem Schilf und stoßen dann blitzschnell Continue reading Graureiher bei Stuttgart: Beutefang

Graureiher im Neckarraum

GraureiherReiher, Enten, Bläßrallen. Die Menge an Vögeln ist zu allen Jahreszeiten beeindruckend. Der Max-Eyth-See ist ein wahres Vogelparadies. Man würde das zunächst nicht erwarten, da das Gewässer ein bekannter Erholungssee direkt bei Stuttgart ist. Und doch haben Graureiher (Ardea cinerea) hier eine grosse Brutkolonie mit ca. 60 Nestern. Bei schönem Wetter sind auf dem See die Segel- und Tretboote unterwegs. Auf den Wiesen wird Fußball gespielt oder mit der ganzen Familie ein Grillfest gefeiert. Entsprechend groß ist dort die Unruhe. Es gibt jedoch auch einige Zonen, die die Boote nicht befahren dürfen. Diese Bereiche sind mit Pfosten und Seilen abgegrenzt. Durch dieses Nebeneinander von Erholungsflächen und Ruhezonen ist der Max-Eyth-See auch ein Vogelparadies. Auch ca. 50 Kormoran (Phalacrocorax carbo) leben dort und einige brüten auch. Seit einigen Jahren ist sogar das Brüten der seltenen Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) bekannt.

In der Nähe von Stuttgart, bei Mühlhausen, liegt der künstlich vergrößerte Max-Eyth-See. Er ist von verschiedenen Stuttgarter Continue reading Graureiher im Neckarraum

Warum der Mittelsäger Säger heisst

MittelsägerMittelsäger (Mergus serrator) sind wie die anderen Säger-Arten faszinierende Wasservögel. Das Männchen kommt sehr bunt daher und im zeitigen Frühjahr ist die beeindruckende Balz mit ausgeprägtem Tauch- und Imponierverhalten zu bewundern. Dabei wird auch immer wieder der Schnabel in Szene gesetzt. Dabei lassen sich sehr gut die markanten und namensgebenden „Zähne“ erkennen.

Auf dem Foto des Blogs sind sie sehr gut zu erkennen. Seitlich tauchen die mit kleinen, nach hinten gerichteten Hornzähnen Continue reading Warum der Mittelsäger Säger heisst

Caspian Seashore & Volga delta in May

Squacco HeronBird richness on the northern shore of the Caspian Sea is amazing. Caspian Sea is counted the largest inland body of water in the world. More than 100 rivers provide inflow to the Caspian, with the Volga River being the largest. Pristine floodplain forests, flooded grasslands to the horizon, eagles on almost every tree. A trip to the lowlands south of Astrakhan in southern Russia is not easy due to the distances and border formalities. But the only alternative is a trip to the Danube delta. To ease preparation, it was decided to participate in a guided trip in the first half of May 1998 to Volga delta. After that, the trip continued to the hill – lakes region and the feather grass steppe and the semi-desert north-west of Astrakhan.

In the Volga delta we stayed in Damtschik Continue reading Caspian Seashore & Volga delta in May

Wolgadelta im Mai – Erfahrungen von Zug- und Brutvögeln

Whiskered Tern flying over youngWeite ursprüngliche Auenwälder, überschwemmte Wiesen bis zum Horizont, Seeadler auf jedem Baum. Wo gibt es das – noch dazu in Europa? Dazu fährt man entweder ins Donaudelta oder noch viel weiter. Eine Gruppenreise führte in der ersten Hälfte des Monats Mai 1998 ins Wolgadelta südlich von Astrachan im südlichen Russland. Danach wurden die Hügel-Seen-Region und die Federgrassteppe westlich sowie die Halbwüste nordwestlich von Astrachan angesteuert.

Der Tagesablauf in Damtschik an den 4 Tagen sah so aus. Um 5:45 aufstehen, dann kurz balancierend auf Holzbohlen zum Frühstück. Nach dem Frühstück Continue reading Wolgadelta im Mai – Erfahrungen von Zug- und Brutvögeln

Keoladeo-Nationalpark, ein Paradies auch für westpaläarktische Vögel

Black Redstart maleKann man auch in Indien eine Geschäftsreise und Vogelbeobachtung verbinden? Das Land ist groß, die Entfernungen ebenfalls und das meiste an Business spielt sich in einem Ballungsraum – Neu Delhi – ab. Obwohl nach der indischen Volkszählung von 2011 angeblich in dem Gebiet Neu-Delhis nur knapp 250. 000 Menschen leben, sind es doch zumindest im Großraum Delhi mehrere Millionen. Natur muß da zurückstehen. In der Nähe befindet sich allerdings Keoladeo. Der ist laut wikipedia ein Nationalpark im indischen Bundesstaat Rajasthan. Er wird auch Bharatpur Bird Sanctuary oder Keoladeo Ghana Bird Sanctuary genannt. Der Nationalpark liegt etwa 50 km westlich von Agra bei der Stadt Bharatpur und kilometermäßig nicht allzu weit südlich der Stadt Neu Delhi, der Hauptstadt Indiens. Ein Geschäftstrip nach Neu Delhi gestattete noch ein paar Tage in einem Schutzgebiet. Ich entschied mich für das Keoladeo Ghana Bird Sanctuary.

Von Deutschland führte die Reise zuerst nach Neu Delhi. Ich übernachtete in der Stadt, hatte 4 anstrengende Tage in Geschäftsmeetings bei konstant laufender Klimaanlage in abgedunkelten Räumen und machte mich dann am Wochenende auf zu meinem wohlverdienten Relax-Ziel, dem Keoladeo-Nationalpark bei Bharatpur.

Get Directions
Doch vor dem Vogelgenuß wird es erst noch mal anstrengend. Es sind zwar nur gut 200 km bis zum Keoladeo Ghana Bird Sanctuary. Aber die haben es in sich. Mindestens 3 Stunden – eher 4 Stunden – ist man auf staubigen, vollgestopften Landstraßen unterwegs. Dann ist man aber auch in Keoladeo, Indiens Paradies für Wasservögel. Er ist für Indien, was der Okawango für Botswana und die Everglades für Amerika bedeuten. Die örtliche Bevölkerung kennt Keoladeo als “Ghana”. In ihrer Sprache bedeutet dieses Wort “Wald” oder “Dickicht”. Keoladeo war ursprünglich das private Entenjagdrevier des Maharajas von Bharatpur. In der Sumpflandschaft überwintern viele Wasservögel aus Afghanistan, Turkmenistan, China und Sibirien. Angeblich über 364 Vogelarten. Die Stadt Bharatpur wurde früher regelmäßig während der Monsunzeit überschwemmt. Bei Deichbauarbeiten am sogenannten Ajan-Damm entstand dann durch das Abtragen des für den Dammbau verwendeten Erdreichs eine Mulde, die sich mit Wasser füllte und zum Keoladeo-See wurde. Um 1900 wurde der Keoladeo-See als Jagdrevier hergerichtet. Der flache See wurde mit Dämmen unterteilt. Mittels Schleusen ließ sich der Wasserstand auf dem gewünschten Niveau einstellen. Schießplätze, Verstecke und Wege wurden geschaffen. Keoladeo wurde zu einem der besten Entenjagdgebiete der Welt. Mit einer geänderten Einstellung zu Tieren und Jagd wurde aus dem Revier für die Entenjagd ein Schutzgebiet, das auch 1956 als solches eingerichtet wurde. Zum Nationalpark wurde der Park 1982 per Gesetz erklärt.

In der Zeit des Monsuns von Juli bis September ist überall Brutzeit in diesem ausgedehnten Sumpfgebiet. Bald gibt es allerorten die verschiedensten Jungvögel von Ibis und Storch, Reiher, Kormoran und Purpurhuhn zu sehen. Aber der berühmteste und sehnlichst erwartete Besucher des Keoladeo kommt erst, wenn der Winter ihn aus den nördlichen Regionen in südlichere Gefilde zwingt. Es handelt sich um den seltenen Nonnenkranich (Grus leucogeranus), auch Schneekranich genannt. Dessen Vorkommen bis auf wenige EinzeIexemplare zusammengeschrumpft. Ich habe ihn leider nicht mehr zu Gesicht bekommen, denn nur wenige Tage vor Continue reading Keoladeo-Nationalpark, ein Paradies auch für westpaläarktische Vögel

Keoladeo National Park, a paradise also for Western Palearctic birds

White-throated Kingfisher (Halcyon smyrnensis)Is it possible to combine business and birding in India? The country is large, the distance too and most business is performed in a metropolitan area – New Delhi. Although supposedly in the area of New Delhi only 250,000 people live after the Indian census of 2011, but there are at least several million in the greater Delhi area . Nature must stand back there. Nearby , however, is Keoladeo . According to wikipedia is a national park in the Indian state of Rajasthan. Keoladeo is also known as Bharatpur Bird Sanctuary or Keoladeo Ghana Bird Sanctuary. The National Park is located about 50 km west of Agra near the town of Bharatpur and not too far south of the city of New Delhi, the capital of India. As a business trip to New Delhi allowed for a few days off for birding, I opted for the Keoladeo Ghana Bird Sanctuary.

From Germany first the trip went to New Delhi. I stayed in the city, had four grueling days in business meetings with constantly running air conditioning in darkened rooms and then went on a weekend to my well-deserved relaxation destination, the Keoladeo National Park in Bharatpur. But before the bird’s enjoyment there are more exhausting times to cope with. Although there are only about 200 km to the Keoladeo Ghana Bird Sanctuary. But they are strenuous. At least 3 hours – rather 4 hours – you are traveling on dusty, crowded highways in almost constant traffic jam. But then you’re on your final destination: in Keoladeo, India´s paradise for water birds. It is for India which for Botswana is the Okavango and the Everglades mean for America. The local population knows Keoladeo as “Ghana” . In their language the word means “forest” or “jungle”. Keoladeo was originally the private duck hunting ground of the Maharajas of Bharatpur. In the swamps many water birds from Afghanistan, Turkmenistan, China and Siberia are wintering. Supposedly over Continue reading Keoladeo National Park, a paradise also for Western Palearctic birds

Great Crested Grebes on floating nest

Great Crested Grebe on nestGreat Crested Grebe (Podiceps cristatus) are common birds in Germany. Its population is therefore largely constant. Following severe persecution in the 19th century a significant recovery was observed since the mid-20th century. The grebes benefited mainly from the increase in the food supply of small fish in nutrient-rich waters. However, their habitat by water sports activities as well as fertilizers and pesticides from agriculture is also threatened from time to time. Not to be underestimated is the illegal persecution by fishermen.

It was a big surprise when people told me that in the immediate vicinity of my home a couple of grebes should breed. The area was well known as a recreational area – a lake with pedal boats, swimming & bathing areas, round trips, anglers and dog meeting points. I did not remember to have identified any riparian vegetation zone with reeds or rushes. Only mallards (Anas platyrhynchos) had their paradise on earth there, because they were fed by careless walkers regularly with tons of bread. At such a lake could never grebes breed, so I thought! So I let the matter rest.

About six weeks later I was looking for an opportunity to test the autofocus of my newly purchased camera, a Canon EOS 1 Mark IV with a Canon 400mm f4,0 DO. I remembered the Mallards Continue reading Great Crested Grebes on floating nest

Birding around Frankfurt Airport: Langener Waldseen

Gavia stellata

Frankfurt Airport (FRA) is the gateway to continental Europe. Many airlines use the airport as a hub for connecting flights all over the world. If you have spare time between two flight and you are a birdwatcher, you might be interested to know, where you can find good sites to stretch your legs, enjoy fresh air and enjoy birding for typical european birds. One of these places – only 10 minutes away from the Frankfurt Airport – are the Langener Waldseen. These artificial lakes are situated just 2 km east of the runway and are a highly frequented recreation area with an oper-air swimming area. But wintertime is quiet and goods birds – including some vagrants – can be seen on the most western lake. This lake is still an active gravel spit, thus access especially for the best site is more or less tolerated and cannot be guaranteed.

Good birds to be seen on the lake in wintertime here on a regular basis are Canada Goose (Branta canadensis), Little Grebe (Tachybaptus ruficollis), Great Crested Grebe (Podiceps cristatus), Gadwall(Anas strepera),  Common Pochard (Aythya ferina), Tufted Duck (Aythya fuligula) and  Common Goldeneye (Bucephala clangula). At the beginning of December 2012 there was an influx of cold temperatures in Germany. Shortly after a Red-throated Loon (Gavia stellate), Smew (Mergellus albellus) ,  Common Merganser (Mergus merganser ) and a male Red-crested Pochard  (Netta rufina) as well as up to 10 Velvet Scoter  (Melanitta fusca) showed up. The woods hold all 6 species of continental woodpeckers (incl. Black, Middle-spotted and Grey-faced Woodpecker) and vast numbers of Hawfinch (Coccothraustes coccothraustes ) and Bramblings (Fringilla montifringilla) in the winter. Mistle Thrush (Turdus viscivorus) are often heard and sometimes seen in the canopy of the many pine trees.  For the last winters 1 Great Grey (Northern) Shrike (Lanius excubitor) used the area as a wintering ground. I have seen large flocks of Common Crane moving overhead in late October from this site.

For direction it is recommended to take a taxi Continue reading Birding around Frankfurt Airport: Langener Waldseen