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Gutes Aussehen allein reicht weiblichen Paradiesvögeln nicht

RaggiparadiesvogelMännliche Paradiesvögel sind bekannt und berühmt für ihre abrupt-wilden, formvollendeten Tänze, ihrem extravaganten Federschmuck und die komplexen Balzrufe. Alles dies ganz offensichtlich um einen Partner auf sich aufmerksam zu machen.

Neue Forschungsergebnisse, die in der Open-Access-Zeitschrift PLOS Biology  veröffentlicht wurden, legen nun nahe, dass die Präferenzen der Weibchen die Entwicklung von Kombinationen von körperlichen und Verhaltensmerkmalen vorantreiben, die möglicherweise auch daran gebunden sind, wo das Männchen wirbt: auf dem Boden oder oben in der Baumkrone.

Nicht nur Vögel variieren häufig stark in der Ornamentierung, selbst bei nahe verwandten Arten. Das Verständnis der Muster, die dieser Variation zugrunde liegen, ist eine große wissenschaftliche Herausforderung, da zwischen teils drastisch unterschiedlichen Merkmalen verglichen werden muß. Die Studie verwendete dazu einen neuartigen analytischen Ansatz, um Variationen in der Vielfalt und Intensität der Ornamentierung in den diesbezüglich stark voneinander abweichenden Paradiesvögeln zu quantifizieren. Die Autoren der Studie betonen, daß dies ein Lehrbuchbeispiel dafür sei, wie sexuelle Selektion organismische Phänotypen tiefgreifend prägen. Die Wissenschaftlicher fanden heraus, dass offensichtlich Farbe und akustische Komplexität zusammen mit Verhalten und akustischer Komplexität über die evolutionären Zeiträume hinweg positiv korreliert sind.

Grob gesprochen heißt das:

  • Mit der Anzahl der Farben eines Männchens steigt auch die Anzahl der verschiedenen Töne, die er macht.
  • Die kunstvollsten Tänzer haben auch ein größeres Repertoire an Rufen.
  • Männchen, die auf einem Balzplatz in einer Gruppe ihr Werben betreiben, haben mehr Farben, um sich visuell besser von ihren Mitbewerbern abzuheben.

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