Tag Archives: Nordrhein-Westfalen

Carolinakrickente im Jahr 2014

Carolinakrickente, Amerik. Krickente,Die im Blog vom 25. März 2014 beschriebene Carolinakrickente (Anas carolinensis) – oder Amerikanische Krickente – aus Nordamerika ist nun im Journal „Seltene Vögel in Deutschland 2014“ (s. S 7) beschrieben worden. Dabei wurde zusammen gestellt, daß diese nahe Verwandte unserer  Krickente (Anas crecca) auch an anderen Orten in Deutschland gemeldet wurde. So in Mecklenburg-Vorpommern vom 1.-9.11.2014 sowie am 26.11.2014 vor dem Wampener Riff im Kreis Vorpommern-Greifswald, und in Schleswig-Holstein vom 13.-15.5.2014 im Oldensworter Vorland, Kreis Nordfriesland, sowie am 6.6.2013 im Hauke-Haien-Koog und am 7.6.2013 im Beltringharder Koog (beide Kreis Nordfriesland). Trotz des geringen zeitlichem und räumlichem Abstands soll es sich bei den beiden Vögeln im Juni um verschiedene Individuen gehandelt haben.

In den Rieselfeldern war die Art seit mindestens dem 16.03.14 auf dem Teich E1 zu sehen. Die männliche Carolinakrickente hielt Continue reading Carolinakrickente im Jahr 2014

Wie kommt man zu schönen Wiesenweihenfotos?

WiesenweiheEin frischer Frühsommermorgen, die aufgehende Sonne im Osten, das Jubilieren der Feldlerchen (Alauda arvensis) im Ohr. Da kommt in leicht schaukelnden Flug  elegant ein Greifvogel tief über dem noch niedrig-gewachsenen Getreidefeld eingeschwebt. Beim Näherkommen fällt der zierliche Körperbau der Wiesenweihe (Circus pygargus) auf, die hier, im Bereich des Niederen Flämings, im Süden Brandenburgs einen Verbreitungsschwerpunkt hat und seit etwa Ende April zu sehen ist. Der Flug der Wiesenweihe ist elegant und leicht. Besonders während des Patrouillierens über der ebenen Agrarlandschaft schlägt sie langsam und tief mit den Flügeln.

Anfang Mai liegen die morgendlichen Temperaturen noch deutlich im einstelligen Bereich, bei Sonnenschein wird es später aber schon recht warm. Da stellt sich schon die Frage, wann und wie der Naturfotograf zu schönen Fotos dieser Greife kommt; selbstverständlich ohne die Weihen in irgendeiner Weise zu stören oder gar zu belästigen.

Dazu ist es wichtig, sich mit dem Tagesrhythmus der Wiesenweihen vertraut zu machen. Beobachtungen ergaben, daß an heißen Tagen Flugaktivitäten des Männchens meist am frühen Morgen bzw. späten Abend zu vermelden sind. In der Regel startet das Männchen bei Sonnenschein schon kurz nach Sonnenaufgang, so gegen 6.30 Uhr, um zunächst für sich selbst Beute zu schlagen. Mit der Beute fliegt es dann in Horstnähe und kröpft dort. Die späteste Rückkehr erfolgt zwischen 21:00 Uhr und 22.15 Uhr – also noch im Hellen. Bei Regen oder auch dichtem Nebel bricht das Männchen erst dann auf, wenn sich z.B. der Nebel lichtet. Continue reading Wie kommt man zu schönen Wiesenweihenfotos?

Luftkampf Wiesenweihe und Schwarzer Milan

WiesenweiheLaut und schrill rufend nähert sich die weibliche Wiesenweihe (Circus pygargus) dem gemächlich am Himmel kreisenden Schwarzen Milan (Milvus migrans). Über der Feldflur bei Oehna /Niedergörsdorf fand ein eindrucksvoller Luftkampf zwischen einer weiblichen Wiesenweihe und einem deutlich größeren, aber ebenfalls sehr gewandten, Milan über einem Getreidefeld statt. Dabei ging sie den Milan meistens von unten an, drehte sich kreischend auf den Rücken und präsentierte die Krallen. Obwohl sehr heftig der Flugfeind angegangen wurde. Ein direkter Körperkontakt konnte nicht beobachtet werden; es wurden wohl keine Federn gelassen. Doch die weibliche Wiesenweihe ließ – wohl direkt über dem ausgesuchten Brutplatz – nicht locker. Immer wieder attackierte die Weihe auf den Milan, der schließlich das Weite suchte und in Richtung Jüterbog abstrich.

Feststellungen in der Literatur, wonach sich Wiesenweihen am Brutplatz ängstlicher als Kornweihen verhalten, können zumindest für dieses Weibchen und seinen Partner nicht bestätigt werden. Neben der oben beschriebenen Attacke auf den Schwarzen Milan war auch ein Anflug auf Continue reading Luftkampf Wiesenweihe und Schwarzer Milan

A Vagrant in Brandenburg: Greenish Warblers

GrünlaubsängerAfter excellent observation chances for the Greenish Warbler (Phylloscopus trochiloides) – or Gruenlaubsänger in german –in the Siegerland on the edge of the state of North-Rhine Westfalia in 2012, now even more observations in Germany are possible. Whereas the indivudual in 2012 could be seen on the 10th of June 2012 along a stream near a retirement home in the center of the town of Hilchenbach (427 asl), now the reports are from Friedersdorf in the municipality Heidesee in Dahme / Spreewald (LDS) just 50km south-east of Germany´s capital Berlin. The Greenish Warbler (Phylloscopus trochiloides) was found the first time on June 16, 2016 when its distinct and species-typical verses were heard. In June, all domestic warblers has arrived in Brandenburg. The first birds have ceased their songs already. Then it is exiting to hear something new from different species of Warbler. In this particular case it was interesting that the song could be heard in the early afternoon in the middle of Continue reading A Vagrant in Brandenburg: Greenish Warblers

Grünlaubsänger in Brandenburg

GrünlaubsängerIm Juni sind praktisch alle heimischen Laubsänger in Brandenburg angekommen. Die ersten Vögel haben ihre Gesänge schon wieder eingestellt. Da ist dann die Freude groß, wenn es doch noch aml etwas Neues von einem Laubsänger zu hören oder zu sehen gibt. So wurde in Friedersdorf in der Gemeinde Heidesee im Landkreis Dahme/ Spree (LDS)wurde ein Grünlaubsänger (Phylloscopus trochiloides)  festgestellt. Bei der ersten Feststellung am 16. Juni 2016 wurden 4 deutliche und arttypische Strophen gehört. Interessant war, daß der Gesang am frühen Nachmittag mitten in einer Ortslage aufhält. Wenig später stellt sich heraus, daß der Grünlaubsänger neben einer Gaststätte aufgehalten hatte. Als eine lärmende Gruppe Continue reading Grünlaubsänger in Brandenburg

Vogelzug am Stockert in der Eifel

Haubenmeise in SchleheEin schöner Tag im Herbst. Indian Summer wie er im Buche steht. Diesmal soll es in die Eifel gehen, zu einem Berg, der Stockert genant wird und südlich von Euskirchen gelegen ist. Hier kann man den Vogelzug der am Tag ziehenden Vogelarten sehr gut beobachten. Es war noch dunkel, als ich ankam. Das erste Vogelgezwitscher konnte aber bereits gehört werden. Es waren vor allem Meisen, deren Rufe noch in den Bäumen zu hören waren. Dann ging es sehr schnell. Innerhalb weniger Minuten waren die Büsche voll. Natürlich waren vor allem Kohlmeisen (Parus major) und Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) in den Schlehen und Hagebutten zu sehen. Ein wunderbarer Kontrast zu den blauen und roten Früchten, die übervoll an den Zweigen hingen. Die Zugunruhe hatte offensichtlich auch zwei Spezies von Meisen gepackt, die in der Regel nicht mit der offenen Landschaft, sondern eher mit Nadelbäumen in Wäldern in Verbindung gebracht werden. So waren gut 5 Tannenmeisen (Periparus ater) und auch mindestens 3 Haubenmeisen (Lophophanes cristatus) zu beobachten, die für eine Weile auf den Ästen einer Schlehe ausgeruhten. Nur kurz – ca. 2 Minuten – dann waren sie wieder weg.

Beim Beobachten und Fotografieren war klar zu erkennen, dass das Zuggeschehen in vollem Gange ist. Gesang und andere territoriale Verhaltensweisen waren selten zu sehen und beschränkten sich wenn auf den frühesten Morgen. Was für ein wunderschöner, früher Morgen an einem sonnigen Tag. Allerdings ziemlich kalt in den ersten Stunden. Dazu ein wahres Vergnügen – auch unter dem Gesichtspunkt der Ornithologie. Zusätzlich Continue reading Vogelzug am Stockert in der Eifel

Bird migration at the Stockert in the Eifel hills

Crested Tit, resting in sloe

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A beautiful autumn day. Indian Summer, as written in the books. This time it is to go to the Eifel to hill Stockert south of Euskirchen where bird migration at day can be observed. It was still dark when I arrived. The first bird whispers were heard already . It was mainly chickadees whose calls were audible. Then it went very quick. Within minutes, the bushes were full. Of course, especially Great Tit (Parus major) and Blue Tit (Cyanistes caeruleus ) were seen in the sloe (or Blackthorn), Prunus spinosa, and rosehip, Rosa canina, bushes. A wonderful contrast to the blue and red fruits that hung plentiful on the branches everywhere. Migration unrest obviously hit two species of tits too that are usually not associated with the open countryside but with conifers in the forests. There were some Coal Tits (Periparus ater) and Crested Tit (Lophophanes cristatus), which rested for a while on the branches of a sloe . Only short – about 2 minutes – then they were gone again.

When photographing it was obvious to see that migration is in full swing. Singing and other territorial habits were rare and restricted to the earliest morning. This early morning on a sunny day (but quite cold in the first hours) was a real pleasure – also from the point of ornithology. In addition Continue reading Bird migration at the Stockert in the Eifel hills

Red Kites in North Rhine-Westphalia

Red Kite in flightThe Red Kite (Milvus milvus) is a character bird of well structured landscapes with woods and forests in Central Europe. Approximately 65% ​​of the world’s population of the Red Kite (Milvus milvus) is found in Germany. Since the late 1970s, the population is declining. In the lowlands even a large-scale retreat is observed. In recent years, although a positive population development was found again, due to which the Red Kite was released from the Red List. However, it is discussed whether the downgrading of the red kite in a lower risk category compared to the red list of 1999 is not likely due to an altered system of criteria as to an change in the situation of the environment. This applies especially to the Red List in North Rhine-Westphalia. Future intensification of agriculture and the increasing use of wind energy (many red kites crash on wind turbines) probably will further put pressure on the population of the kite.

Foraging on agricultural land with a mosaic of meadows and fields is preferred. The nest, however, is found in small woods, in light wood stocks and the forest edges of larger forests. Red Kites are pretty faithful of their territory and use old nests often over many years. Typical is the lively, rocking flight of the Red Kite with a hanging hand and quite a deeply forked tail. He looks much bigger and heavier than a Common Buzzard (Buteo buteo) though he is only slightly larger with a body length of 60-70 cm. Perhaps because of the hanging wings he appears more massive. The Red Kite is also called “Gabelweihe” in german because of the forked tail.

Since about 65% of the world’s population if the Red Kite occurs in Germany, the geman state of North Rhine-Westphalia also has a special responsibility for the protection of species. The total population is estimated at 420-510 breeding pairs. In North Rhine-Westphalia, the Red Kite mainly breeds in the Weserbergland, the mountains along the river Weser, the Sauerland and in the Eifel. To the many Kites over the sky of the area of Blomberg – which is within the Weserbergland – the “Arbeitsgemeinschaft der Rotmilanfreunde Lippe” Continue reading Red Kites in North Rhine-Westphalia

Ring-billed Gull – a vagrant at the Faehre Hitdorf / Germany

During the last days one adult Ring-billed Gull (Larus delawarensis) in non-breeding plumage, continues to stay near the town of Monheim in the state of North Rhine/ Westfalia in Germany at the river Rhine. The bird was first spotted on January, 09th 2013. The location “Faehre Hitdorf” is a place where a ferry crosses the river Rhine, roughly 30km south of the state capital, Dusseldorf. This gull is obviously only the 8th record for the Germany since 2002. Normally this vagrant is found not too far inland. Accordingly most records are from the northern state of Schleswig-Holstein. In his „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“, Band 8/I „Charadriiformes, Stercorariidae – Laridae“ Urs N. Glutz von Blotzheim mentioned 1982 only 1 record for the central part of the western palearctis from January, 13th 1968. Weather this is due to a higher observation density, due to the population growth on the eastern coast of the USA (see e.g. “Recent Changes in the Ring-Billed Gull Population and Biology in the Laurentian Great Lakes” by James P. Ludwig in “The Auk” Vol. 91, No. 3 (Jul., 1974) or due to a change in the migration pattern is not clear. Interesting is, that between 1973 (first record) and 1980 there were – in contrast – 37 recorded observations in Great Britain.

The conservation status of the Ring-billed Gull by IUCN is “Least Concern”. After having suffered heavy losses due to hunting and habitat loss, Ring-billed Gulls once again thrive across the United States and southern Canada—so numerous in some places that they are considered pests. This species was nearly wiped out by human persecution and development between 1850 and 1920. The populations fell dramatically when humans persecuted the gulls on their nesting grounds and killed them for feathers to decorate hats. By the early 1900s many breeding Continue reading Ring-billed Gull – a vagrant at the Faehre Hitdorf / Germany