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Tor zu Afrikas Tierwelt: South Luangwa Nationalpark/ Sambia

BindenfischeuleEndlich wird die Ankunft auf dem kleinen Mfuwe Flughafen über Bordlautsprecher angesagt. Hier gibt es vielleicht die letzte Gelegenheit zum Geldwechseln. Die Abholung durch den Tour Operator erfolgt zuverlässig. Nach etwa 20 km, vorbei an kleinen Ansiedlungen und sehr afrikanisch anmutenden Straßenläden, steht man endlich an der Pforte ins Reich der Tiere. Um 30 US-Dollar pro Person und 15 Dollar je Fahrzeug wird man am Parkeingang ärmer. Achtung. Es gibt auch eine Gebühr für „Commercial Filming & Sound Recording“, die ebenfalls 60 US-Dollar/Person/Tag beträgt. Mit aufwändiger Kameraausrüstung sollte man also eine gewisse Zurückhaltung an den Tag legen und sich nur als gewöhnlicher Tourist ausgeben. Aber auch andere afrikanische Nationalparks lassen sich Profitätigkeiten sehr teuer bezahlen.

Diesseits der Grenze des Nationalparks und des Luangwa-Flusses gibt es zahlreiche Lodges; auch wenn auf der offiziellen Karte auf Anhieb nur die Kapani Lodge ausgewiesen wird. Dazu gibt es einfachere Camps und Campingplätze in traumhafter Lage am Luangwa-Fluss. Die werden garantiert – meist nachts – auch von Elefanten- und Hippos besucht. Am anderen Flussufer sonnen sich Krokodile, tummeln sich Paviane und Impalas. Der Ruf des Schreiseeadlers (Haliaeetus vocifer) ist dann der endgültige Beweis. Das ist Afrika!

Eine absolute Empfehlung ist das Croc Valley Camp mit Continue reading Tor zu Afrikas Tierwelt: South Luangwa Nationalpark/ Sambia

Vogelparadies im Krüger Nationalpark

SenegalliestVögel im Krüger Nationalpark zu fotografieren bedeutet Herausforderung und Belohnung zugleich. Eben noch hat man in komfortabler Zivilisation beim Frühstück von der Veranda einer Lodge aus zwei Fitisse (Phylloscopus trochilus) und einen Grauschnäpper (Muscicapa striata) bewundert. Ein Kaptäubchen (Oena capensis) kam mal angeflogen und trank aus einer Pfütze. Ein besonders schöner Liest, wie die Eisvogelverwandte genannt werden, ist der Senegalliest (Halcyon senegalensis), der eines Morgens mit ausgebreiteten Schwingen im Morgennebelsaß und sich trocknete. Das war direkt im Letaba Camp Dann ist eine Rundfahrt angesagt. Das Straßennetz im Krüger Nationalpark gehört wohl zu den besten aller Nationalparks weltweit. Die Straßen erleichtern es einem Fotografen ungemein, sein Ziel ohne große Probleme zu erreichen. Man kann bequem mit dem Wagen durch den gesamten Park reisen und hält trotzdem das Equipment jederzeit griffbereit. Es muss nichts verzurrt werden, um zu verhindern, dass beim nächsten Schlagloch alles im Wagen herumfliegt. Schon das erste Wasserloch zeigt einen alten Bekannten. Zwischen den Grasbüscheln am Ufer steht ein Flußuferläufer (Actitis hypoleucos).

Eine Fotoreise Krüger Nationalpark sollte trotz der guten Infrastruktur sorgfältig vorbereitet werden. So ist eine größtmögliche Ausbeute in diesem Paradies der Vogelfotografie zu erzielen. Wie in anderen Parks auch, beherbergt der Krüger Nationalpark im Sommer andere Vögel als im Winter. Ich persönlich ziehe die kühlere Zeit zwischen Mitte Mai und Anfang September vor, weil sie trocken ist und daher bessere Bedingungen vorherrschen. Außerdem hat man eine schöne Alternative Continue reading Vogelparadies im Krüger Nationalpark