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Vagrant Dusky Thrush in Western Europe

NaumanndrosselA strong, white supercilium, blackish cheeks and long white submoustachial stripe on a Thrush in late fall might mean just a Redwing (Turdus iliacus). But sometimes, it is something different, something “better”. Dutch birders in Groningen were (almost) lucky to find a Dusky Thrush (Turdus eunomus) yesterday. Unfortunately the bird was found dead on a table. Additionally ist was gripped by a cat. The bird was found in Beijum on the northern part of Groningen in the eastern-most province of the Netherlands.

The last Dusky Thrush in Europe I heard from, was detected on Scilly (GB) on Wednesday 26 October 2016.

The author of a report on a birdguides-article of a Dusky Thrush on the Islands of Scilly realized during a birding walk, that a distant thrush-like bird did not show the flanks of a Redwing and looked superfically like a Dusky Thrush. The the scope it was clearly visible, that the bird showed in general a blackish-and-white plumage with strong golden-brown wing-panel, black chevrons on white flanks, a flaring white supercilium, blackish cheeks and Continue reading Vagrant Dusky Thrush in Western Europe

Nach Alaska für die WP-Birdlist?

DickschnabellummeWarum sollte man allen Ernstes 8.000 km und neuneinhalb Stunden in eine berüchtigte Regenecke mit hohen Preisen fliegen, um sich Vögel anzugucken, die in den meisten Fällen auch anderswo viel einfacher, angenehmer und billiger zu sehen sind. Gute Frage! Hierauf ein paar Antworten.

Eine Antwort ist, daß es einfach Spaß macht, sich vor allem in den Zugzeiten an der schiere Masse an verschiedenen Vogelarten zu begeistern. Was einem Nordamerikaner anspornt wie die Möglichkeit Saatgänse (Anser fabalis), Reiherenten (Aythya fuligula), Zwergsäger (Mergellus albellus), Uferschnepfe (Limosa limosa), Grünschenkel (Tringa nebularia), Bruchwasserläufer (Tringa glareola), Flußuferläufer (Actitis hypoleucos), Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) oder Bergfinken (Fringilla montifringilla) zu sehen, wird einem Birder der West-Paläarktis zwar eher ein müdes Lächeln entlocken.

Aber ein Grund ist auf dem Bild des Blogs schön zu sehen. Dickschnabellumme (Uria lomvia) sind an den normalerweise von WP-Birdern frequentierten Plätzen in Norwegen oder Schottland viel seltener als die allgegenwärtige Trottellumme (Uria aalge). Hier, auf den Alaska vorgelagerten Inseln ist das andersherum. Schön ist der weiße Streif am Schnabelwinkel der Dickschnabellumme (Uria lomvia)  zu sehen. Perfekte Gelegenheit, um ausgiebig Fotos dieses auch in der Westpaläarktis Continue reading Nach Alaska für die WP-Birdlist?

Zugvogelraritäten auf den Pribilofs

BruchwasserläuferDie kleine Saab-Propellermaschine ist schon seit gut einer Stunde über dem unendlichen nördlichen Pazifik unterwegs als in weiter Ferne ein brauner Streif Inseln im windgepeitschten Meer der Beringsee auftauchen. Das sind die Pribilofs. Wir steuern St. Paul an. Der Flug hat immerhin gut 3 Stunden mit Unterbrechung in einem verlassenen Nest gedauert. Braun ist die vorherrschende Farbe, die man beim Anflug auf St. Paul wahrnimmt. Mit Platz 2A hatte ich einen der vorderen Plätze ergattert und kann ganz gut auch den Rucksack unter dem Vordersitz unterbringen. Die Gepäckafubewahrung oberhalb der Sitze ist nämlich extrem schmal. Das sollte man als Fotograf beachten. Die Maschine hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Als die Turbo-Props am Flughafen von Anchorage angeschmissen wurden, denkt man, das kann doch nicht wahr sein. Es werden Oropax verteilt. Das Getöse der Maschinen wird man nur 3 Stunden lang nicht los.

Als wir näherkommen, sehen wir, daß es nicht nur braune Farbe auf der Insel gibt. Meterhohe Wellen aus einem dunkelblauen Meer brechen gegen die schroffe, felsige schwarzschimmernde Küste. Als wir landen, brechen auf einmal Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Sie verzaubern ruckzuck die wilde Landschaft. Der melancholische Charakter der offenen Tundra ist offenkundig. Als wir aus dem Flugzeug vor dem Hangar aussteigen, ist es auf einmal ganz ruhig. Was für ein Kontrast zu dem Lärm in der Maschine. Nur ab und zu erklingt der melancholische Fluggesang der Spornammer (Calcarius lapponicus) oder die hohen Triller der Beringstrandläufer  (Calidris ptilocnemis).

Baumfreie, Tundra-bedeckte Hügel prägen das Continue reading Zugvogelraritäten auf den Pribilofs

Pribilof: Inseln im windgepeitschten Meer

RotschnabelalkWeit draußen in der Beringsee, fast 500 km westlich vom Festland Alaskas und knapp 400 km nördlich der Aleuten, liegen die Pribilof-Inseln im windgepeitschten Meer der Beringsee. Angeblich sind die Inseln nach dem russischen Pelzhändler Gavrill Pribylov benannt, der im 18. Jahrhundert in St. George Island an Land ging. Die Witterung ist rau, die Wolken hängen tief, es regnet praktisch jeden Tag. Was also treibt Naturfreunde und Fotografen auf so schwer zugängliche, kalte, regenreiche und kulinarisch unterversorgte Inseln?

Die Antwort ist schnell gegeben. Die Inseln beherbergen wohl die größten Seevogelkolonien der nördlichen Hemisphäre. Vor allem die Insel St. George verzeichnet das größte Vorkommen an Seevögeln in der nördlichen Hemisphäre.

In diesem Archipel herrscht ein unglaublicher Reichtum an Fischen und anderen Meerestieren. Viele der aus dem Meer ragenden Felsklippen sind daher von Seevögeln vereinnahmt. Mehr als 2,5 Millionen Seevögel von 230 Arten nisten auf den Pribilofs.

Die Pribilof-Inseln werden auch das “Galapagos des Nordens” genannt. Mit seinen riesigen Kolonien Continue reading Pribilof: Inseln im windgepeitschten Meer

Happy Island, der Hotspot für die Zugvogelbeobachtung an Chinas Süd-Ostküste

ErddrosselEs gab jetzt ein paar Nachfragen zu Happy Island, dem Hotspot für die Zugvogelbeobachtung an Chinas Süd-Ostküste. Dies nicht zuletzt auf dem Hintergrund des Blogs zu dem schönen Morgen an einem Spätherbsttag auf Happy Island bei dem ein männliches Rubinkehlchen (Calliope calliope) im Morgenlicht auf einem Dornstrauch fotografiert werden konnte. Wie bin ich auf Happy Island gekommen?

Über das Internet hatte ich damals den wohl besten Bird Guide für China, Jesper Hornskov, gefunden. Jesper sagt selber, daß die meisten Vogelbeobachter und Reiseunternehmen diese legendäre Insel vor der Küste der Provinz Hebei im Mai besuchen. Das ist die Zeit, wenn die Vögel singen und im Brutkleid sind. Die Zeit Oktober/ November ist aber auf jeden Fall eine ausgezeichnete Zeit, die Gegend zu besuchen. Jesper meinte, daß man auf Happy Island auch ohne einen Führer tadellos gut zu Recht kommen kann. Jesper hatte damals folgenden Reiseweg Continue reading Happy Island, der Hotspot für die Zugvogelbeobachtung an Chinas Süd-Ostküste

Naumann´s Thrush in Estonia

During the last days one Naumann’s Thrush, Turdus naumanni, continues to stay at Kihnu, Parnumaa. This thrush is obviously one of the few records for the Western Palearctic (only the 20th record might be too pessimistic) and has been observed on the island of Kihnu in the Gulf of Riga in Estonia. The bird was found around the Kihnu lighthouse. Kihnu lighthouse situates on the most southern tip of Pitkänä. A nice report of the twitch you see in an article Finnish Birding: MEGA! Naumann´s Thrush in Estonia 19.11.2012.

On Wednesday, 21st of November, the bird was still on the above mentioned location. The thrush was not the only bird on the island. At the same day a Pine Grosbeak could be observed, too.

Naumann’s Thrush is a split from the Dusky Thrush and is a Continue reading Naumann´s Thrush in Estonia

Cranes on Happy Island, Chinas´s Helgoland, Part I

China’s Helgoland? Is there such a thing? Well, it depends on what you consider to be the specific characteristic of the “Shijiu Tuo Island” or “Bodhi Island” (in English simply “Happy Island”) mentioned island.

Shijiu Tuo Island or simple Happy Island, about 3 hours drive from the seaside resort of Beidaihe located on the Yellow Sea to the east, is at first appearance rather like one of the Northern Sea islands as Texel, Norderney or even Wangerooge. This applies both to the topography as well as the distance from the mainland. Happy Island is not an off-shore island. Therefore it only takes a small boat to bring passengers to the island – in about the same time what it takes to ship from Harlinger Siel to Wangerooge.

Beidaihe is located east of Beijing – about 300 km from the international airport.

The resort has been in the international media at the beginning of August 2012, as this year the Chinese leadership resided in this seaside town to a multi-week retreat to prepare for the upcoming change in power. Previously, the communist party retreats were held regularly in the summer in the nice place. Large parts of the state bureaucracy were carted in the hot months to Beidaihe with its convenient seaside climate. Security is of course very strict at that time but in October / November – the best time for bird migration observation – the resort is very quiet and not crowded. Perfect conditions to go for the beach or in the park adjacent to the Lotus Hills – the Lian Feng Mountain Park – to look after local and migrating birds. So far so good. But now more to Happy Island.

Happy Island at the widest point is only 1.5 kilometers wide and 3.5 kilometers long. Albeit this island offers an impressive diversity of habitats – as does Helgoland. There are grasslands, sandy beaches, small ponds, dense coastal scrub, sand dunes, shrimp ponds and – in the middle a collection of trees that could be almost called a small wood. The wood is picturesquely located right around a Buddhist temple.

The surrounding sea impresses the observer with wide mud flats at low tide. This is an excellent food area for migratory and native birds – such as our North Sea islands. Here waders as Oystercatchers (Haematopus ostralegus), Pacific Golden Plover (Pluvialis fulva), Mongolian Plover (Charadrius mongolus), Greater Sand Plover (Charadrius leschenaultii), Eurasian Curlew (Numenius arquata), Spotted Redshank (Tringa erythropus), Marsh Sandpiper (Tringa stagnatilis), Greenshank (Tringa nebularia), Green Sandpiper (Tringa ochropus) and Dunlin (Calidris alpina) can be seen. Rarities are Pectoral Sandpiper (Calidris melanotos) and finally Far Eastern Curlew (Numenius madagascariensis). One of the highlights is Nordmann’s Greenshank (Tringa guttifer), who is the almost annually observed. Unfortunately I draw a blank on that bird as I missed the Great Knot (Calidris tenuirostris), who is also a scarce passing migrant. A special feature is the observation opportunities for the otherwise very rare Saunders’s Gull (Larus saundersi) and Relict Gull (Larus relictus). Both could be photographed beautifully. So far, the impressive number of 408 species has been proven for the island, of which only 29 are valid as breeding species and 379 as migratory.

The Fall – from September to mid-November – is a very favorable season for bird watching Continue reading Cranes on Happy Island, Chinas´s Helgoland, Part I