Tag Archives: Mount Kupe

Expedition zum Mount Kupé Bushshrike – Equipment & Logistik

Bei einer Expedition zu dem  – im englischen als Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike bezeichneten – Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  war ich in den Bakossi Mountains sehr erfolgreich gewesen. Nach einem erfolglosen ersten Tag hatte ich zusammen mit den unverzichtbaren Guides am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers  „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden.

Die Bakossi Mountains sind  Teil der sogenannten Cameroon Mountain Arc im westlichen Landesbereich Kameruns. Hier herrscht eine Afrotropische Bergvegetation vor. Neben dem Halsbandwürger kommen als weitere endemische Arten u.a. das Kamerunfrankolin (Francolinus camerunensis) und Bannermanturako (Tauraco bannermani) vor

Insgesamt verbrachte ich an der im Blog zum Halsbandwürger-Paarungsritual beschriebenen Stelle an einem Bergkamm knapp 15 Minuten und schieße anfangs mit dem Canon EF 400mm 1:2.8 L IS II USM auf einem Gitzo-Stativ. Die häufigen Standortwechsel des Halsbandwürgers zusammen mit dem unerwartet niedrigen Standort des Vogels lassen mich dann zum Canon EF 200mm f/2L IS USM an der Canon EOS 5DS R wechseln. Trotz Belichtungszeiten mit 1/160 sec. später auch mit 1/80 sec. ermöglichte der vorzügliche Continue reading Expedition zum Mount Kupé Bushshrike – Equipment & Logistik

Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

HalsbandwürgerEine Expedition zum Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  in die Bakossi Mountains konnte im Februar 2018 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Expedition konnten am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Das ist umso bemerkenswerter als man bisher davon ausgegangen war, daß die Population winzig sei und sich auf ca. 25 Individuen beschränken würde.

Callan Cohen und Michael Mills im ABC Bulletin 9.2 vom August 2002 schreiben, daß der hübsche auffällige Halsbandwürger einer der weltweit seltensten Vogelarten und eine der berühmtesten Vogelarten in Westafrika ist. Die Art wurde vom Naturforscher William Serle von den Hängen des Mount Kupé im Jahr 1951 beschrieben. Die Art blieb dann aber unerkannt, bis sie 1989 wiederentdeckt wurde.

Die Wiederentdeckung führte zu einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien des offensichtlich vom Aussterben bedrohten Halsbandwürgers. Nur sieben Paare wurden trotz jahrelanger intensiver Arbeit gefunden, aber die Erforschung der angrenzenden Berge führte kürzlich zur Entdeckung kleinerer Populationen in zwei nahe gelegenen Waldgebieten.

Callan Cohen und Michael Mills schreiben, daß trotz der vielen Ornithologen und Vogelbeobachter, die das Gebiet besuchen, Continue reading Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

Mount Kupé Bushshrike – some aspects on equipment & logistics

I had been very successful in the Bakossi Mountains with the Mount Kupe Bushshrike (Telophorus kupeensis) – also known as Serle’s Bushshrike. After an unsuccessful first day on an expedition in these Afrotropic mountains, my indispensable guides and me encountered a total of 7 individuals of the Mount Kupe Bushshrike until the end of the second day; including 4 sightings and 3 only heard individuals elsewhere in the forest.

The Bakossi Mountains are part of the so-called Cameroon Mountain Arc in the western country of Cameroon. Here an Afrotropic mountain vegetation prevails. In addition to the Mount Kupe Bushshrike other endemic species like e.g. Mount Cameroon Francolin (Francolinus camerunensis) and Bannerman’s Turaco (Tauraco bannermani) contribute to the wealth in biodiversity.

Overall, I spent nearly 15 minutes at the site where a pair of the Mount Kupe Bushshrike displayed a mating ritual (as described in the blog). Initially I shot with the Canon EF 400mm 1: 2.8L IS II USM from a Gitzo tripod. The frequent relocation of the Mount Kupe Bushshrike along with the unexpectedly low-level location of the bird inside the forest let me switch to the Canon EF 200mm f / 2L IS USM on the Canon EOS 5DS R. Despite exposure times of 1/160 sec. – later also with 1/80 sec. – the excellent image stabilizer allowed shots from the hand. A total of 183 pictures were shot on the occasion, of which 26 pictures were reasonably acceptable and a few were good enough. The image of the Mount Kupe Bushshrike Continue reading Mount Kupé Bushshrike – some aspects on equipment & logistics

Mount Kupé Bushshrike – eine Erfolgsgeschichte

HalsbandwürgerEin frischer, sonniger Februarmorgen in den Bakossi Mountains. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Suche haben wir am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers (Telophorus kupeensis) „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Nach intensiver Suche am Morgen war endlich ein territoriales Paar des Halsbandwürgers (Telophorus kupeensis) – im englischen als Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike bekannt – gefunden.

Die Vögel sind sogar recht niedrig im Waldinnern – schon fast im Unterholz –zu finden. Auf den (wenigen) Fotos, die in den Image-Datenbanken zu finden sind, wird dieser nur sehr lokal vorkommende Buschwürger nur im Kronendach im Gegenlicht wiedergegeben. Wir übersteigen Lianen und umgestürzte Baumstämme und stehen dann knapp unter der Oberkante eines Bergkamms.  Etwas weiter unterhalb am Abhang treibt sich das Paar des Serle’s Bushshrike (Mount Kupe Bushshrike) in nicht mehr als 1 Meter Höhe im nicht zu dichten, aber moos- und flechtenbewachsenen Unterholz herum.

Zuvor war aber harte Arbeit zu erledigen. Die erste für den Halsbandwürger bekannte Stelle erweist sich als unergiebig. Wir laufen den immer enger werdenden Pfad weiter. Es ist nun 8:00 und sehr angenehm im Wald. Die Sonne bestrahlt schon die ersten Hänge. Am 2. Spot halten wir, um die Stimme des Halsbandwürgers abzuspielen und ihn vielleicht hervor zu locken. Dort hatte ihn der lokale Guide auf jeden Fall schon einige Male gesehen. Zuerst sehen wir aber wieder „nur“ einen Bergtrogon (Apaloderma vittatum), im dichten Blätterdach. Plötzlich: In weiter Ferne antwortet der Halsbandwürger mit seinen typischen rauchig-kratzigen Continue reading Mount Kupé Bushshrike – eine Erfolgsgeschichte

The Mount Kupé Bushshrike in the Bakossi Mountains

HalsbandwürgerA fresh, sunny morning in the Bakossi Mountains. The initial stretches of the trail are even for a fairly distance, getting steeper and even insanely steep inside the core primary forest. The last patch we did inside primary forest before getting to one of the territorial spots of the Serle’s Bushshrike – better known as Mount Kupe Bushshrike (Telophorus kupeensis), we did not see especially many birds. It was a fairly quiet forest. Finally, we have found a territorial pair of Serle’s Bushshrike or Mount Kupe Bushshrike. The birds are even quite low to detect inside the forest – almost just above the undergrowth. We pass lianas and fallen tree trunks and then stand just below the top of a ridge. A little further down the slope, a couple of the Serle’s Bushshrike (Mount Kupe Bushshrike) cling to twigs and branches in a not too dense, but mossy and lichen-covered undergrowth. It is very similar to the habitat description “Primary forest with relatively open understorey, sometimes on steep hillsides; at 930-1550 m “, which is described in the Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Editions, Barcelona.

Obviously, the two birds have chosen a special place and perform something like a dance, which is only known to a few ornithologists and is very observable. Definitely a mating display; a reminiscence Continue reading The Mount Kupé Bushshrike in the Bakossi Mountains

Blutbrustwürger am Mount Kupe/ Kamerun

BlutbrustwürgerAuf Augenhöhe einen Blutbrustwürger (Malaconotus cruentus) im lichten Berg-Regenwald zu entdecken ist ein ganz besonders Privileg eines Birding-Trips am Mount Kupe. Schon bei unserem Aufstieg sehen wir nach den ersten 100 Höhenmetern, daß sich vom Mt. Kupe über den Mt. Oko bei Kumbo bis zum Mt. Cameroon eine Kette von Berg-Regenwäldern erstreckt.

Schnell sehen wir etliche Urwaldspezialisten, wie das Schuppenbartvogel (Pogoniulus scolopaceus) oder die Gelbschnabel-Bartvogel (Trachyphonus purpuratus) im Kronendach. Eindrucksvolle Vögel. Vor allem wenn man sie im Spektiv richtig gut sehen kann. Der Blick hoch in das Kronendach ist recht anstrengend. Als Dave aber einen großen, kräftigen Vogel hoch oben zwischen Epiphyten und Moosen des Kronendachs findet, sind alle Blicke wieder nach oben gerichtet. Diese Aufsitzerpflanzen genannten Pflanzen wurzeln ja nicht im Boden, sondern auf Stämmen, Ästen und Blättern. Epiphyten nutzen andere Pflanzen lediglich als Lebensraum und entziehen ihnen keine Mineralstoffe. Sie siedeln im Continue reading Blutbrustwürger am Mount Kupe/ Kamerun

Mount Cameroon: a heaven for little birds

FarncistensängerArriving from the Northern Extension of the Rockjumper Rainforest & Rockfowl 2017 – tour we were more than tired as we had arrived on a late flight from Garoua via Yaoundé. To postpone the breakfast to get some sleep was not advisable. The birds do not sleep during the day. And: the morning hours are the most productive. We had a very good breakfast and shortly later our Rainforest & Rockfowl started off with a visit to Mount Cameroon. We were delighted to have a beautiful morning, after heavy rain the previous night, and there was an excited buzz in the air for the anticipation of great birding which lay ahead. We were not to be disappointed and the forest was alive and active throughout the day but especially in the morning.

For 10 minutes we entered the vans to get the first kilometers uphill done before we saw the fields below Mount Cameroon in front of us. We then headed up the mountain on muddy – and in cases – some slippery trails. In comparison to other trails this route is not as steep and narrow. Fortunately the climate is more comfortable here than in the lowlands.

Right in the beginning we had several brown-headed beauties, which show well after a while. Behavior and my anticipation looked for Grey Apalis. But the chestnut-browns color of the head did not seem to fit the description of a grey-brown head. The „Field Guide to the Birds of Western Africa“ (Helm Field Guides) von Nik Borrow and Continue reading Mount Cameroon: a heaven for little birds

Fiery-breasted Bushshrike in the Cameroon Highlands

BlutbrustwürgerTo discover a Fiery-breasted Bushshrike (Malaconotus cruentus) in the mountain rainforest of south-western Cameroon is a very special privilege of a birding trip. As soon as we started to climb a hiking trail at Mount Kupe, we saw the mountain chain of Mt. Kupe, Mt. Oko near Kumbo and Mt. Cameroon. A beautiful chain of mountain rainforests.

Right in the beginning we could observe some of the primeval forest specialists, such as Speckled Tinkerbird (Pogoniulus scolopaceus) or the Yellow-billed Barbet (Trachyphonus purpuratus) in the canopy. Impressive birds. Especially when you can see them in the spotting real good. The view up into the canopy is quite exhausting – if you perform it for a while. But when our bird guide was able to detect a large, powerful bird high up between epiphytes and mosses of the canopy, all eyes were directed upwards again. These plants occur only in areas with frequent rainfall and high humidity. For this purpose, the light tropical rainforest of Mount Kupes is predestined. It is a Fiery-breasted Bushshrike, a colorful bird from the family of Bush shrikes (Malaconotidae). The Fiery-breasted Bushshrike first stands on a thick branch and moves there without great haste. Despite its striking colors, it still looks very unobtrusive and can easily be overlooked. He reminds me a bit of a Cutia (Cutia nipalensis), one member of the Shrike Babblers from the Continue reading Fiery-breasted Bushshrike in the Cameroon Highlands