Tag Archives: Mount Kupe Bushshrike

Paarungsverhalten beim Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)

HalsbandwürgerEin territoriales Paar des im englischen Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike genannten Halsbandwürgers war – wie in einem vorherigen Blog beschrieben – bei einem Balzritual fotografiert worden.

Die Vögel waren dabei ziemlich niedrig im Waldinnern – schon fast im Unterholz –zu finden. Dazu überstiegen wir Lianen und umgestürzte Baumstämme und standen dann knapp unter der Oberkante eines Bergkamms.  Etwas weiter unterhalb am Abhang war ein Paar des Halsbandwürgers in nicht mehr als 1 Meter Höhe im nicht zu dichten, aber moos- und flechten bewachsenen Unterholz von Zeit zu Zeit zu sehen. Das Habitat entsprach dabei gut der Habitatbeschreibung “Primary forest with relatively open understorey, sometimes on steep hillsides; at 930–1550 m”, die im Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Editions, Barcelona zu finden ist.

Die beiden Vögel hatten sich offensichtlich einen besonderen Platz ausgesucht und führten den offensichtlich nur wenigen Ornithologen bekannten Tanz, ein Paarungsritual, auf. Im Verlauf dieses „Tanzes“ hüpfte ein Individuum des Halsbandwürgers minutenlang einen moosbewachsenen Ast im Unterholz hoch und sein Partner folgt ihm ebenfalls – rauhe Nasallauten ausstoßend. Dann wieder sprang einer der beiden den gleichen Ast in kleinen Abständen herunter und der andere folgt ihm auf den Fuß – bzw. in ca. einem halben Meter Entfernung. Natürlich ebenfalls laut rufend. Continue reading Paarungsverhalten beim Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)

Expedition zum Mount Kupé Bushshrike – Equipment & Logistik

Bei einer Expedition zu dem  – im englischen als Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike bezeichneten – Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  war ich in den Bakossi Mountains sehr erfolgreich gewesen. Nach einem erfolglosen ersten Tag hatte ich zusammen mit den unverzichtbaren Guides am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers  „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden.

Die Bakossi Mountains sind  Teil der sogenannten Cameroon Mountain Arc im westlichen Landesbereich Kameruns. Hier herrscht eine Afrotropische Bergvegetation vor. Neben dem Halsbandwürger kommen als weitere endemische Arten u.a. das Kamerunfrankolin (Francolinus camerunensis) und Bannermanturako (Tauraco bannermani) vor

Insgesamt verbrachte ich an der im Blog zum Halsbandwürger-Paarungsritual beschriebenen Stelle an einem Bergkamm knapp 15 Minuten und schieße anfangs mit dem Canon EF 400mm 1:2.8 L IS II USM auf einem Gitzo-Stativ. Die häufigen Standortwechsel des Halsbandwürgers zusammen mit dem unerwartet niedrigen Standort des Vogels lassen mich dann zum Canon EF 200mm f/2L IS USM an der Canon EOS 5DS R wechseln. Trotz Belichtungszeiten mit 1/160 sec. später auch mit 1/80 sec. ermöglichte der vorzügliche Continue reading Expedition zum Mount Kupé Bushshrike – Equipment & Logistik

Strenuous hike for Mount Kupé Bushshrike

SchnäpperwürgerWe had a very good breakfast at 5:30. John-Pierre and his team were busy supplying us with a lot of food. We departed at 6:00 with our Rockjumper-guide along the Max’s Trail through farm bush with palms and banana trees up on Mt Kupé. The other option is the Shrike Trail which is a famous, but also very steep and narrow trail. Fortunately the climate is more comfortable here in the forests of the Eastern Moutain Arc than in the lowlands.

The initial stretches of the Max’s Trail is even, getting steeper in the open canopy forest and becomes insanely steep inside primary forest. The last patch we did inside primary forest, we did not see especially many birds. It was a fairly quiet forest. But he continued with our heads down our way up to the altitude where the Bushshrike can be found. Short stops along the way to catch our breath yielded a few nice birds such as Grey-throated Greenbul resp. Western Mountain Greenbul (Andropadus tephrolaemus) and 2 Yellow-billed Turacos (Tauraco macrorhynchus). A nice bird was a female of a African Shrike-flycatcher (Bias flammulatus or Megabyas flammulatus),

In contrast to a year later in the Bakossi Mountains, we did not even hear Mount Kupe Bushshrike (Chlorophoneus kupeensis) at an Continue reading Strenuous hike for Mount Kupé Bushshrike

Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

HalsbandwürgerEine Expedition zum Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  in die Bakossi Mountains konnte im Februar 2018 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Expedition konnten am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Das ist umso bemerkenswerter als man bisher davon ausgegangen war, daß die Population winzig sei und sich auf ca. 25 Individuen beschränken würde.

Callan Cohen und Michael Mills im ABC Bulletin 9.2 vom August 2002 schreiben, daß der hübsche auffällige Halsbandwürger einer der weltweit seltensten Vogelarten und eine der berühmtesten Vogelarten in Westafrika ist. Die Art wurde vom Naturforscher William Serle von den Hängen des Mount Kupé im Jahr 1951 beschrieben. Die Art blieb dann aber unerkannt, bis sie 1989 wiederentdeckt wurde.

Die Wiederentdeckung führte zu einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien des offensichtlich vom Aussterben bedrohten Halsbandwürgers. Nur sieben Paare wurden trotz jahrelanger intensiver Arbeit gefunden, aber die Erforschung der angrenzenden Berge führte kürzlich zur Entdeckung kleinerer Populationen in zwei nahe gelegenen Waldgebieten.

Callan Cohen und Michael Mills schreiben, daß trotz der vielen Ornithologen und Vogelbeobachter, die das Gebiet besuchen, Continue reading Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

Mount Kupé Bushshrike – some aspects on equipment & logistics

I had been very successful in the Bakossi Mountains with the Mount Kupe Bushshrike (Telophorus kupeensis) – also known as Serle’s Bushshrike. After an unsuccessful first day on an expedition in these Afrotropic mountains, my indispensable guides and me encountered a total of 7 individuals of the Mount Kupe Bushshrike until the end of the second day; including 4 sightings and 3 only heard individuals elsewhere in the forest.

The Bakossi Mountains are part of the so-called Cameroon Mountain Arc in the western country of Cameroon. Here an Afrotropic mountain vegetation prevails. In addition to the Mount Kupe Bushshrike other endemic species like e.g. Mount Cameroon Francolin (Francolinus camerunensis) and Bannerman’s Turaco (Tauraco bannermani) contribute to the wealth in biodiversity.

Overall, I spent nearly 15 minutes at the site where a pair of the Mount Kupe Bushshrike displayed a mating ritual (as described in the blog). Initially I shot with the Canon EF 400mm 1: 2.8L IS II USM from a Gitzo tripod. The frequent relocation of the Mount Kupe Bushshrike along with the unexpectedly low-level location of the bird inside the forest let me switch to the Canon EF 200mm f / 2L IS USM on the Canon EOS 5DS R. Despite exposure times of 1/160 sec. – later also with 1/80 sec. – the excellent image stabilizer allowed shots from the hand. A total of 183 pictures were shot on the occasion, of which 26 pictures were reasonably acceptable and a few were good enough. The image of the Mount Kupe Bushshrike Continue reading Mount Kupé Bushshrike – some aspects on equipment & logistics

Mount Kupé Bushshrike – eine Erfolgsgeschichte

HalsbandwürgerEin frischer, sonniger Februarmorgen in den Bakossi Mountains. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Suche haben wir am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers (Telophorus kupeensis) „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Nach intensiver Suche am Morgen war endlich ein territoriales Paar des Halsbandwürgers (Telophorus kupeensis) – im englischen als Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike bekannt – gefunden.

Die Vögel sind sogar recht niedrig im Waldinnern – schon fast im Unterholz –zu finden. Auf den (wenigen) Fotos, die in den Image-Datenbanken zu finden sind, wird dieser nur sehr lokal vorkommende Buschwürger nur im Kronendach im Gegenlicht wiedergegeben. Wir übersteigen Lianen und umgestürzte Baumstämme und stehen dann knapp unter der Oberkante eines Bergkamms.  Etwas weiter unterhalb am Abhang treibt sich das Paar des Serle’s Bushshrike (Mount Kupe Bushshrike) in nicht mehr als 1 Meter Höhe im nicht zu dichten, aber moos- und flechtenbewachsenen Unterholz herum.

Zuvor war aber harte Arbeit zu erledigen. Die erste für den Halsbandwürger bekannte Stelle erweist sich als unergiebig. Wir laufen den immer enger werdenden Pfad weiter. Es ist nun 8:00 und sehr angenehm im Wald. Die Sonne bestrahlt schon die ersten Hänge. Am 2. Spot halten wir, um die Stimme des Halsbandwürgers abzuspielen und ihn vielleicht hervor zu locken. Dort hatte ihn der lokale Guide auf jeden Fall schon einige Male gesehen. Zuerst sehen wir aber wieder „nur“ einen Bergtrogon (Apaloderma vittatum), im dichten Blätterdach. Plötzlich: In weiter Ferne antwortet der Halsbandwürger mit seinen typischen rauchig-kratzigen Continue reading Mount Kupé Bushshrike – eine Erfolgsgeschichte

The Mount Kupé Bushshrike in the Bakossi Mountains

HalsbandwürgerA fresh, sunny morning in the Bakossi Mountains. The initial stretches of the trail are even for a fairly distance, getting steeper and even insanely steep inside the core primary forest. The last patch we did inside primary forest before getting to one of the territorial spots of the Serle’s Bushshrike – better known as Mount Kupe Bushshrike (Telophorus kupeensis), we did not see especially many birds. It was a fairly quiet forest. Finally, we have found a territorial pair of Serle’s Bushshrike or Mount Kupe Bushshrike. The birds are even quite low to detect inside the forest – almost just above the undergrowth. We pass lianas and fallen tree trunks and then stand just below the top of a ridge. A little further down the slope, a couple of the Serle’s Bushshrike (Mount Kupe Bushshrike) cling to twigs and branches in a not too dense, but mossy and lichen-covered undergrowth. It is very similar to the habitat description “Primary forest with relatively open understorey, sometimes on steep hillsides; at 930-1550 m “, which is described in the Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Editions, Barcelona.

Obviously, the two birds have chosen a special place and perform something like a dance, which is only known to a few ornithologists and is very observable. Definitely a mating display; a reminiscence Continue reading The Mount Kupé Bushshrike in the Bakossi Mountains

Buntkopf-Felshüpfer – ein Picathartes – in Kamerun

Buntkopf-FelshüpferDer Nachmittag ist ganz dem Buntkopf-Felshüpfer (Picathartes oreas), der im englischen Grey-necked Rockfowl oder Grey-necked Picathartes genannt wird, gewidmet. Zuerst war die Frage der richtigen Ausrüstung zu klären. Es war klar, daß ich das Canon EF 400 / 1:4,0 L Do IS USM mitnehmen wollte. Dazu dann die Canon EOS-1D X, die Gewähr für rauscharme, hochauflösende Bilder bei akzeptablen Belichtungszeiten in den zu erwarteten dämmrigen Verhältnissen der Cave bieten sollte. Die Canon EOS 5DS R blieb am Camp, da ihre ASA-Empfindlichkeiten nur eingeschränkt zu nutzen sind. Zusätzlich kam erstmals auf diesem Trip das Canon EF 85mm 1:1,8 USM Tele Objektiv zum Zug. Das Canon 85 mm – f/1.8 USM sollte als ein vielseitiges, kleines Tele die notwendige Lichtstärke – im Fall des Falles – mitbringen. Dazu noch ein leichtes Stativ von Gitzo – das ich besser im Zelt gelassen hätte.

Dann Aufbruch: Wir erwarteten eine mühsame Wanderung für Stunden durch tropische Hitze in diesem Tieflandregenwald-Nationalpark. Manche Leute sagen, dass sich der Vogel erst nach Continue reading Buntkopf-Felshüpfer – ein Picathartes – in Kamerun

Grey-necked Picathartes in Campo-Ma’an National Park/ Cameroon

Buntkopf-FelshüpferNow the afternoon was for the Grey-necked Picathartes or Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas). We expected an arduous trip of hiking for hours through tropical heat in the National Park. Some people say, that the bird only appears after rain storms. If this would be true, we would be unlucky, as on our first day in the park’s interior, it did not rain. We had only one more day in the park – but rain seemed likely enough for the next days. I cannot confirm, that the particiapants of the trip showed sights of anxiety and gloom. But never you know. On trips prior to ours the bird had not been seen.

But already with the hike we were lucky. We had a short, pleasant and fairly easy hike with lots of good birds to at “cave” formed of several enormous boulders where the birds build mud nests on the sides of the rocks during the breeding season. We hoped that no rain was needed as our guides told us, that this species checks on its breeding site every afternoon or during dusk. We arrived early in the hope that the birds would appear in some natural light. Maybe earlier than normally to expect. One of the local guides tried to show as the nest a bit too much. We almost shouted through the forest to keep him from removing the nest. The Continue reading Grey-necked Picathartes in Campo-Ma’an National Park/ Cameroon