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Vögel in der Enipeas-Schlucht am Olympus/ Nordgriechenland

MauerläuferDer Name Enipeas kommt von einer Meeresgottheit. Nach der griechischen Mythologie ist es die Schlucht Enipeas, wo der Musiker Orpheus von Mänaden verschlungen wurde. Sie waren die unsterblichen weiblichen Anhänger des Dionysos, der Gott des rituellen Wahnsinns und der Ekstase. Es ist kein Wunder, dass der Waldweg mit Holzbrücken, der den Enipeas-Fluss überquert, geheimnisumwittert ist. Der 9 km lange Weg führt zu einer wichtigen historischen Stätte auf dem Olymp – der Heiligen Grotte des Hl. Dionysos-Klosters. St. Dionysus verbrachte seine Zeit in Meteora, dann auf dem Berg Athos, in dem er ein frommes Leben führte. Viele Mönche kamen, um seine weisen Worte zu hören.

Litochoro in den Ausläufern der Abhänge des Olymp ist die erste Station nach der Ankunft am internationalen Flughafen von Thessaloniki. Von hier aus ist die bekannte Schlucht im Nationalpark am Berg Olympus das Ziel. Von Litochoron aus fährt man in einer halben Stunde über eine gut ausgebaute Straße nach Prionia. Dieser alte Sägewerkstandort liegt in 1.100 Metern Höhe und ist heute eine Raststation für Olymp-Besucher.

Auf dem Weg kann man eine Reihe von unterschiedlichen Vegetationszonen und Habitaten von typisch mediterraner Macchia an den unteren Hängen durch Buchenwälder (Fagus sp.), Griechische Tannen oder Kefalonische Tanne (Abies cephalonica) und Continue reading Vögel in der Enipeas-Schlucht am Olympus/ Nordgriechenland

Vogel- und Tierwelt am Bollenberg/ Elsass

BienenfresserDie Steppe scheint sich bis zum Horizont zu erstrecken. Gras in gedämpftem Grün, die Luft vibriert vom Gesang der Feldlerchen (Alauda arvensis) und Grillen. Aus der lückigen Vegetation leuchten Blumen in satten Farben. Doch man befindet sich weder in der Provence noch in der Toskana sondern am Bollenberg, in der Vorbergzone der Vogesen am Rand der südlichen Oberrheinebene. In der Nachbarschaft der Stadt Rouffach und der Dörfer Westhalten und Osenbach, etwa 25 km südlich von Colmar, gibt es noch Reste einer Kulturlandschaft, die anderswo schon längst der Flurbereinigung zum Opfer gefallen ist. Das Gebiet weist ein Mosaik aus Weinbergen, Flaumeichenwäldern, Trockenrasen, niedrigen Gebüsch, Lesesteinhaufen, Hohlwegen, Löß-Steilwänden und  Trockenmauern aif. Hier leben viele Tiere und Pflanzen, die vor vielen 1.000 Jahren aus dem Mittelmeerraum an den Oberrhein gewandert sind. Dazu gehören die meisten Orchideen, aber auch die Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) und vielleicht der Bienenfresser (Merops apiaster).

Der Bienenfresser brütet seit spätestens 1990 wieder alljährlich in der Oberrheinebene, nicht nur am Kaiserstuhl im südlichen Baden-Württemberg. Die Bienenfresser brüteten verteilt über weite Bereiche des Kaiserstuhls. Nur vereinzelt beträgt die Entfernung Continue reading Vogel- und Tierwelt am Bollenberg/ Elsass