Tag Archives: Kuhreiher

Ist der Mittelreiher nur eine Art unter Dreien?

MittelreiherDer Mittelreiher (Ardea intermedia) ist bereits lange in mehrere Unterarten unterteilt: den Pazifikmittelreiher (Ardea intermedia plumifera), den Afrikamittelreiher (Ardea intermedia brachyrhyncha) und den Mittelreiher der Nominatform. Der Mittelreiher wird während der Brutzeit einerseits durch seine üppigen Federn, insbesondere die sehr langen Rückenfedern, andererseits durch einen Mangel an Kopffedern artlich bestimmt. Es ist ein geschmeidiger Vogel, dessen Schnabel für einen mittelschweren im und am Wasser vorkommenden Reiher relativ kurz ist. Es hat einen langen Kopf und Hals, der im Stehen oder Fliegen häufig in S-Form gehalten wird. Die Kopf-Hals-Kombination wirkt (und ist) aber relativ kürzer als die des Silberreihers (Ardea alba). Im Flug ähnelt der Mittelreiher dem Silberreiher mit seinen schwungvollen und eher langsamen Flügelschlägen. In der Nichtbrutzeit kann es leicht mit anderen weißen Reihern verwechselt werden. Ein Unterscheidungsmerkmal zu dem Silberreiher in Afrika ist seine kleinere Größe, die allerdings nur im direkten Vergleich auffällt. Auch der relativ kürzere Schnabel, der kürzere Hals fällt nur im direkten Vergleich zu den außergewöhnlich langhalsigen Silberreiher auf. Schon eher auffällig sind die zweifarbigen (nicht komplett schwarzen) Beine und – auf Fotos am besten erkennbar – die dünne Linie des Schnabelspalts (analog zu einem Mundwinkel) die unterhalb des Auges endet und nicht – wie  beim Silberreiher – noch darunter entlang führt.

Afrikanische, asiatische und australische Mittelreiher scheinen sich in der Größe und in der Färbung zu unterscheiden. Die Färbungsdifferenzen betreffen sowohl die Färbung währen der Brut als auch während der (kurzen) Balzzeit. Es gibt Anhaltspunkte, daß auch die Balz selber also die dabei vorgebrachten Darbietungen je nach Unterart unterschiedlich sind. Dies legt nahe, dass die Muster der geografischen Variation und die taxonomischen Beziehungen untereinander überprüft werden sollten. Die disjunkte, kontinentale Verteilung der anerkannten Unterarten und die verwirrende individuelle und geografische Variabilität der Federfarbe legen nahe, dass das taxonomische Verhältnis zwischen afrikanischen, australischen und asiatischen Formen überprüft werden sollte. Es kann durchaus mehr als eine einzige Art in dieser Gruppe von mittelweißen Gefiederreihern geben und daß die ohne geographische Überlappung vorkommenden Populationen verschiedene Arten repräsentieren. Die Art kommt jedenfalls in anscheinend isolierten Populationen in Afrika, Südost- und Ostasien und Australien vor.

Die generische Position des Mittelreihers, der als Art immer wieder Irrgast in der West-Paläarktis ist, ist seit langem ein Rätsel. Oftmals als Gattung zwischen Ardea und Egretta (Casmerodius, Mesophoyx) oder aufgrund seiner extravaganten Federn Egretta zugeordnet, wurde in der Zwischenzeit durch DNA-Untersuchungen gezeigt, daß die Art genetisch näher an Ardea steht.

In Afrika kommt der Afrikamittelreiher (A. brachyrhyncha) südlich der Sahara vor, wobei Wüsten und Dschungel gemieden werden. In Ostafrika kommt sie im Nordsudan, im Nordwesten Äthiopiens, in Uganda, Kenia, Botswana, Tansania, Simbabwe und Sambia vor. In Westafrika ist der Vogel in Senegal, Guinea-Bissau, Nigeria und im Tschad ein Brutvogel, fehlt jedoch in der Wüste und im äquatorialen Regenwald. Im südlichen Afrika kommt die Art ebenfalls vor.

In Asien brütet der Asienmittelreiher in Nepal, Sri Lanka, Pakistan, Indien, China, Korea, Japan und Indonesien. In Australien kommt der Pazifikmittelreiher (A. plumifera) im Nordosten Westaustraliens, westlich von Queensland und südlich von Victoria vor. Große Brutkolonien gibt es im Binnenflusssystem von Murray-Darling in Südaustralien.

Der Mittelreiher erscheint nicht nur in der Größe zwischen großen und kleinen Reihern als Zwischenform zu stehen, sondern scheint auch in seiner Ökologie zwischen aquatischen Reihern und terrestrischen Reiher als Zwischenform seine Nahrung und sein Terrain zu suchen. Es gibt zwei verschiedene Hauptnahrungsgebiete (Flachwasser und Weideland), zwei Hauptnahrungsmittel (Fische und Insekten) und zwei saisonale Bereiche (Brutplätze in der Regenzeit und Aufenthaltsplätze in der Trockenzeit). Während der Brutzeit ernährt es sich in der Regel von Fischen in Feuchtgebieten und während der restlichen Zeit von Insekten und Eidechsen in feuchtem und trockenem Grasland. Er scheint auch vom Körperbau auf sein dichotomes Leben abgestimmt zu sein. Dabei ist sein Schnabel relativ kürzer und dicker ist als der des Silberreihers, jedoch relativ größer und dünner als die eines Kuhreihers (Bubulcus ibis). In ähnlicher Weise scheinen seine Bein- und Halsproportionen irgendwo in der Mittel zu liegen. Insofern ist vor allem sein englischer Name Intermediate Egret als auch der deutsche Name, Mittelreiher, trotz ihrer Trivialität sehr passend zu sein.

Außerdem zeigt der Mittelreiher eine erstaunliche Flexibilität im Verhalten. In den beiden Lebensräumen, Flachwasser und Weideland, werden die gleichen primären Stand- und Pirsch-Beutetechniken angewandt. Der Mittelreiher ist aber auch flexibel, wenn es darum geht, den Kopf wie ein Kuhreiher hin und her zu winden und zu schwingen. Er verfügt aber auch über die Fähigkeiten anderer typischer mittelgroßer Reihers, eine Reihe aktiver Beutesuch-Verhaltensweisen wie die Nahrungssuche im Flug oder in tiefem Wasser zu nutzen. Bemerkenswert ist die Tendenz zum saisonalem Zug, die es den Populationen ermöglicht, sich den jahreszeitlich und jährlich wechselnden Wasserbedingungen anzupassen, und die Fähigkeit, die Brutzeit geografisch und jährlich zu ändern, um dann und dort zu nisten, wo und wann aquatische Beutetiere in besonderer Anzahl vorkommt.

Es ist interessant, daß bird-lens.com bisher zwar alle 3 Arten bzw. Unterarten fotografieren konnte, der Afrikamittelreiher (Ardea intermedia brachyrhyncha) als am ehesten in der Westpaläarktis zu erwartende Mittelreiher jedoch nur einmal südlich von Ngaoundéré

in Kamerun angetroffen wurde. Der Pazifikmittelreiher (Ardea intermedia plumifera) ist ein recht häufiger Vogel um die Hauptstadt von Papua-Neuguinea, Port Moresby, und der Mittelreiher der Nominatform konnte sowohl im Bharatpur Bird Sanctuary (Keoladeo-Nationalpark) als auch in Sri Lanka angetroffen und fotografiert werden.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com auch gezielt Reisen an entfernte Orte in Asien, Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern, nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln, ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

Nektarvögel auf dem Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort in Ghana

KupfernektarvogelEin früher, frischer Morgen nach heftigem Regenguß in der Nacht. Ein auf den ersten Blick dunkler, auf den zweiten Blick intensiv violett-schwarz schillernder Vogel ist ein Kupfernektarvogel (Cinnyris cupreus). Immer wieder verrenkt sich das Männchen dieses eher kleinen Nektarvogels auf einem blattlosen Stängel. Zu welch akrobatischen Verrenkungen der Vogel in der Lage ist, wenn er z.B. sich maximal waagrecht streckt, damit den Schnabel weit geöffnet hat und sich dabei mit beiden Beinchen an den Halm klammert, ist schon eindrucksvoll.  Wenig später tauchen ähnlich gestaltete aber unscheinbar, gelb-grün gefärbte Vögel auf. Evtl. handelt es sich um einen Familienverband der Kupfernektarvögel. Ansonsten gibt es auch noch Exemplare des Grünkopf-Nektarvogel (Cyanomitra verticalis) und des Rotbauch-Nektarvogel (Cinnyris coccinigaster) zu bestaunen.

Zur Beobachtung von Nektarvögeln wie dem Kupfernektarvogel ist ein Golfplatz in Afrika augenscheinlich sehr gut geeignet. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß es sich beim hoteleigenen Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort am Rande von Elmina natürlich nicht um einen natürlichen Lebensraum handelt. Trotzdem weist der Golfplatz einige wichtige Merkmale der umliegenden Savannenregion auf. Der hoteleigene Golfplatz ist gleichzeitig auch ein Vogelparadies, in dem man über einen längeren Zeitraum sicher Continue reading Nektarvögel auf dem Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort in Ghana

Krokodilwächter am Weissen Volta in Ghana

KrokodilwächterÜber das Wasser fliegt ein bläuliches Etwas mit schwarz-weißen Streifen. Plötzlich steht der Krokodilwächter  (Pluvianus aegyptius) direkt vor uns auf der Sandbankkante. Schon wenig später ist ein kratzender Ruf im Gacker-Stackato zu hören. Wir scheinen uns mitten in seinem Territorium zu befinden. Die umherlaufenden Birder einzusammeln, bedeutet, daß der Vogel sich dann hinter eine Sandwehe verzieht. Wenig später erscheint er aber wieder auf dem Kamm des Sandhügels und versucht Eindruck zu machen, zu imponieren.

Der Tag hatte um 5:30 mit dem Frühstück angefangen. Gegen 6:15 verliessen wir das Motel in Richtung Nord-Osten. Heute wollen wir einen längeren Ausflug machen, um den Weißen Volta (der auch Nakambé heißt) auszusuchen. Das Zielbird ist der Krokodilwächter, der im englischen Egyptian Plover genannt wird. Früher ist der Touranbieter, Birdquest, dafür nach Bolgatanga an der Grenze nach Burkina Faso gefahren. Das hatte zwar auch den Zweck, Schwarzschopfkiebitz (Vanellus tectus), Rothalsfalke (Falco chicquera) und Blaßspötter (Hippolais pallida) zu sehen. Aber das Zielbird des Ausflugs so weit in den Norden war ganz klar der Krokodilwächter. Inzwischen hat man eine besser zugängliche Stelle gefunden, die vom Mole National Park im Norden Ghanas deutlich schneller zu erreichen ist. Aber auch so ist der Krokodilwächter eine kleine Reise wert. Wir sind gut 2 Stunden – erst auf asphaltierter Straße, dann auf einer Piste – unterwegs, um den Vogel, den Krokodilwächter, auf seinem Lieblings-Habitat, den Sandbänken, zu Continue reading Krokodilwächter am Weissen Volta in Ghana

Erschöpfte Dreizehenmöwe am Deich in Noord-Holland

DreizehenmöweEndlich kommt die Sonne nach stürmischen, wolkenverhangenen Tagen heraus. Den Morgen muß man nutzen. Ich fahre zum Hondsbossche Zeewering. Der Absperrdeich zwischen Petten und Camperduin ist nun vollständig in eine Sanddüne umgewandelt worden. Ein Paradies für Vögel. Ich fahre aufmerksam das Wat- und Wiesenvogelreservat „De Putten“ östlich der Straße entlang des Deichs ab. Auf der anderen Seite macht mich ein weißes Etwas aus Federn neugierig. Es ist eine junge Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla), die sich offensichtlich nach den Stürmen der letzten Tage und Nächte auf dem grasbewachsenen Seitenstreifen ausruht. Sie macht keinerlei Anstalten vor dem vorbeifahrenden Auto zu flüchten und genießt einfach die Sonnenstrahlen. Das muß ich unbedingt fotografieren. Ich drehe den Wagen und halte vorsichtig das Tele aus dem Wagen heraus. Ohne schreckhafte Reaktion kann ich auf 10 Metern Entfernung einige schöne Fotos machen. Hoffentlich kann diese kleine Möwe ihre Ruhe auch bewahren, wenn die ersten Spaziergänger mit Hunden auf dem parallellaufenden Fußgänger- und Radweg entlangkommen.

Nachdem ein Kuhreiher (Bubulcus ibis) in dem ausgedehnten Continue reading Erschöpfte Dreizehenmöwe am Deich in Noord-Holland

Ein Kuhreiher in Noord-Holland

KuhreiherEine Meldung in www.waarneming.nl verhieß eine schöne Abwechslung in dem auch ansonsten nicht gerade (vogel-)artenarmen nordholländischen Küstenstreifen. Ein Kuhreiher (Bubulcus ibis) war in einem ausgedehnten Wiesenvogelreservat gesichtet worden. Kleine Sträßchen durchziehen die Gegend nördlich der stark von Touristen frequentierten Gemeinde Camperduin bei Bergen. Der erste Anlauf war insofern erfolgreich, daß ein weißes Etwas auf einer Wiese gesichtet wurde. Und das auch noch von einem Nicht-Birder. Gleich ein Volltreffer! Wobei man sagen muß, daß es ansonsten auch keinen Mangel an weißen Vögel gibt, denn die Möwen sind ausgesprochen kopfstark vor allem mit Sturmmöwen (Larus canus) und Silbermöwen (Larus argentatus) vertreten. Aber das war eindeutig der Kuhreiher. Der gelbe Schnabel, das helle Auge und die geduckte Haltung unterstrich seinen grimmigen Gesichtsausdruck. Für ein Foto war der Reiher aber doch zu weit entfernt. Auf dem Rückweg war der Reiher dann auch verschwunden und ich vermutete, daß man es wohl bei einer Beobachtung belassen müßte. Am nächsten Tag führte uns der Ausflug in die überschwemmten Wiesen von Petten and Hardingerpolder. An fast der gleichen Stelle stand diesmal der Kuhreiher keine 20 Meter von der Straße entfernt auf einer Wiese. Diesmal mußte ich dann doch ein Foto schießen. Eine solche Gelegenheit darf man sich nicht entgehen lassen. Die Straße ist allerdings sehr eng und rechts und links droht sofort der Absturz in einen Entwässerungskanal.  Zum Glück war der Verkehr sehr schwach, sodaß die Fotos zu keinem Verkehrsstau führten. Am Continue reading Ein Kuhreiher in Noord-Holland

Jungfernkraniche in der Wüste Thar

WeißohrbülbülTausende von Jungfernkranichen (Anthropoides virgo) fallen im Herbst bei Kichan in der Wüste Thar ein. Jungfernkraniche ist die kleinste aller Kranicharten. Jungfernkraniche trotzen auf ihrer Migrationsroute aus dem Norden Asiens in das warme Rajasthan, im Westen Indiens, den widrigsten Bedingungen. Auf ihrem Weg überqueren die Tiere sogar den Himalaya. Schon Anfang Oktober kommen die ersten Familien aus ihren Brutgebieten im Norden Zentralasiens. Ende Dezember erreichen die Kraniche südlich von Jodhpur und in der Region um Kichan, weiter nordöstlich Zahlen von über 6.000 Individuen.

Die Kraniche sind an sich schon hübsche Vögel, aber die Beziehung zwischen Mensch und Tier macht ihn zu einem besonderen Lebewesen. Sie sind Teil der Religion einer Sekte. Diese füttert die Kraniche mit Getreide, und die Vögel sind dadurch weniger scheu gegenüber den Einheimischen, nicht aber unbedingt auch gegenüber fremden Fotografen, wie ich eines Tages feststellte. Ich beobachtete, wie eine Frau Wasser an der Wasserstelle des Dorfes holte. Die Kraniche hielten kaum beim Trinken inne und gingen allerhöchstens ein paar Schritte zurück. Obwohl sie nicht wegflogen oder in Panik gerieten, als ich mich ihnen ebenfalls zu Fuß näherte, liefen sie so weit weg, dass ich sie mit meiner langen Linse nicht mehr erreichen konnte. Mit dem Auto war ich am nächsten Tag erfolgreicher. Aber die Wüste Thar ist nicht nur für Kraniche ein Überwinterungsgebiet.

Weit verbreitet sind z.B. das Wachtelfrankolin  (Francolinus pondicerianus). Die Schwarzen Milane (Milvus migrans), sind natürlich Continue reading Jungfernkraniche in der Wüste Thar

Little Egret at Ponta Delgada, Flores

SeidenreiherA white bird standing calm near the sea. It is the Little Egret (Egretta garzetta). A small heron. As you would expect from a heron, this bird is beautiful, graceful and shows long legs, neck and beak. A solitary and patient fisherman, the bird is waiting for low tide to make ambushes in still waters on the rocks. On other occasions, the Little Egret risk more and hunt patiently near the surf. As its name indicates this heron is small, of dimensions clearly inferior to Grey Heron (Ardea cinerea) and the Great Egret (Casmerodius albus). Compared with the herons that regularly visit the Azores, only Cattle Egret (Bubulcus ibis) is smaller than the Little Egret.

All its feathers are white and limpid. On the chest they are longer and form a tuft, in a kind of bib. Also on the back of the head you can see two elongated plumes, but only during the breeding season. Its beak is black and straight and the eyes are yellow. The legs are also black, but the toes, quite characteristic, are bright yellow.

In case of doubt in the identification of this species in the field it is to be remembered that both the Great Egret (Casmerodius albus) and the Cattle Egret have the yellow beak. Although the legs are all Continue reading Little Egret at Ponta Delgada, Flores

Schieferfalken am Roten Meer in Süd-Ägypten

SchieferfalkeEin Stoß aus dem blauen Abendhimmel. Braune Federn in der Luft. Der Zusammenstoß dauert nicht lange. Dann ist das Spektakel auch schon vorbei und der Falke in den niedrigen Mangroven verschwunden. Wieder hat ein ziehender Singvogel sein Leben ausgehaucht. Ein Schieferfalke (Falco concolor) hat wieder mal unweit seines Brutplatzes zugeschlagen.

Ein Ausflug zum Wadi el-Gemal Delta beginnt an einem „Parkplatz“. Bäume, Palmen, dichte Vegetation und sogar eine Info-Tafel. Hier hat man sich mal Mühe gegeben. Aber dann ist wohl das Geld ausgegangen. Schade, denn die Gegend hätte  mehr Aufmerksamkeit verdient. Aus einem Palmenhain scheuchen wir 5 Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) auf. Wunderschön ist dann unser erster Schieferfalke herüber fliegend zu sehen. Es ist sehr windig und dabei trotzdem heiß. Am Strand, der erstaunlich steinig ist, treiben sich etliche Reiher herum. Es scheinen vor allem Continue reading Schieferfalken am Roten Meer in Süd-Ägypten

Abenteuer: eine Autofahrt zum Keoladeo-Nationalpark

Indian RollerEs ist November. Diesmal steht eine Reise nach Arunachal Pradesh an. Durch Verzögerungen beim Inlandsflug sind noch 3 Tage übrig. Jetzt kann man natürlich die Zeit in Neu Delhi , der Hauptstadt Indiens, verbringen. Angeblich leben auf dem Gebiet Neu-Delhis nur knapp 250. 000 Menschen, doch sind es doch zumindest im Großraum Delhi mehrere Millionen. Natur muß da zurückstehen. Trotzdem gibt es praktisch innerhalb der Stadtgrenzen einige interessante Gebiete, wie z.B. Sultanpur, und in der Nähe befindet sich auch noch Keoladeo, ein Nationalpark im indischen Bundesstaat Rajasthan, der bereits Gegenstand eines Blogs war. Er wird auch Bharatpur Bird Sanctuary genannt. Der Nationalpark liegt nicht allzu weit südlich der Stadt Neu Delhi. Da ich schon einiges über dieses Vogelparadies gelesen hatte, entschied ich mich für das Keoladeo Ghana Bird Sanctuary.

Von Deutschland führte die Reise zuerst nach Amman, dann nach einem Zwischenstop nach Neu Delhi. Eigentlich hatte ich mit dem Hotelbesitzer des Birder´s Inn, direkt am Parkeingang gelegen, über das Internet ausgemacht, daß ich gegen einen Aufpreis vom Flughafen abgeholt werde. Als ich gegen 8:00 mit der Passkontrolle und dem Gepäck durch bin und das Geld in indischer Währung abgehoben habe, muß ich mich aber doch auf die Suche nach einem Taxi nach Bharatpur machen. Der Abholdienst mit seinem Jimney ist nämlich nicht da. Ein Taxi-Vermittler spricht mich an. Ich handle ihn auf 3.500 IR – also knapp 42,- € – für die reine Fahrt in Continue reading Abenteuer: eine Autofahrt zum Keoladeo-Nationalpark

Cattle Egret taking a shower under a lawn sprinkler

This species of heron is renown to spend a lot of time close to livestock like grazing cattle and grab insects and worms that their hooves disturb. But on these pictures you can see, that the Cattle Egret feels attracted to other human environment as well. Weather the egret seeks the spray of the lawn sprinkler in search of insects and worms or weather it just like a cool shower running along its feathers is not clear.  But anyway, a great impression which couldn´t be missed. Without haste the bird marched under the spray of the water from one side of the green rondell to the other.  The images were shot in March 2012 in the park called Green Mubazzarah near Al Ain/ UAE at the foot of the Hajar Mountains. Green Mubazzarah is a picnic area with streams, grass and chalets at the northern base of Jebel Hafeet before the road starts to climb upwards towards the summit of Jebel Hafeet. Lawn sprinklers are abundant and in full action in the mornings to preserve the green in a extremely desert environment. The green in the desert does not only attract Cattle Egret and other birds present year-round in that area like Chukar, Grey Francolin, Laughing Dove und Eurasian Collared-Dove but also many migrating birds like e.g. Blue Rock-Thrush, Rufous-tailed Rock-Thrush, Eurasian Hoopoe, Pied, Northern, Isabelline and Desert Wheatear, Wagtails and Water Pipits.
The birding strategy is to go early in the morning. The official opening times is: 9am to 9pm, but cleaning service start right after dawn so you might be able Continue reading Cattle Egret taking a shower under a lawn sprinkler