Tag Archives: Kiebitz

Haubentaucher auf dem Altmühlsee

HaubentaucherEin Haubentaucher (Podiceps cristatus) sitzt aufrecht auf seinem Nest. Die Entfernung vom Steg beträgt nur 12 Meter. Am Altmühlsee haben sich die Haubentaucher an die Nähe des Menschen gewöhnt. Während der Brutzeit sitzt praktisch immer ein Altvogel auf dem schwimmenden Nest, nur wenige Zentimeter über der Wasserlinie. Der Partner sucht derweil nach Nahrung um den brütenden Altvogel mit kleinen Fischchen und Schwimminsekten zu versorgen. Früher im Jahr, so ab März/ April kann man ihr spektakuläres Balzverhalten beobachten. Brust an Brust richten sie sich im Wasser mit Nistmaterial im Schnabel auf und schließlich erfolgt auf einer der eigens zu diesem Zweck errichteten Plattformen aus abgebrochenen Schilfhalmen und Röhricht die Kopulation.

Die Haubentaucher sind am Altmühlsee so zutraulich, dass sie auf der Vogelinsel auch direkt neben dem Rundweg brüten. Sie scheuen sich dabei nicht unter den Holzbrücken hindurch zu tauchen, auch wenn Besucher darauf stehen. Man muss sich dann nur auf dem Holzsteg postieren und die anschwimmenden Vögel fotografieren. Continue reading Haubentaucher auf dem Altmühlsee

Altmühlsee: neue Vogelheimat im Fränkischen

BeutelmeiseFeine Rufe tönen aus dem Schilf. An Rohrkolben findet die Beutelmeise (Remiz pendulinus) das Material für ihr kunstvolles Nest. Mit dem Altmühlsee südöstlich von Nürnberg wurde ein künstliches Biotop geschaffen, das vor allem für zahlreiche Vogelarten mittlerweile zum unverzichtbaren Lebensraum wurde. Beutelmeisen, Feldschwirl (Locustella naevia), Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Blaukehlchen (Luscinia svecica) brüten hier, während zu den Zugzeiten auch immer wieder Irrgäste zu beobachten sind.

Der seit 1985 geflutete, etwa 450 Hektar große Altmühlsee ist Teil eines Großprojektes des Freistaates Bayern zur Überleitung von Wasser von der Donau in den Main. Er liegt gut 20 km südöstlich von Ansbach zwischen den Orten Gunzenhausen und Muhr am See. Das Gebiet zwischen Weidenbach und Gunzenhausen war vor dem Bau der Stauseen von zahlreichen Armen der Altmühl durchflossen und aufgrund der alljährlichen Überschwemmungen eine der größten zusammenhängenden Feuchtwiesenflächen Süddeutschlands, die ursprünglich weit über 1.000 Hektar umfasste. Viele Wiesenbrüter fanden dort ihre Reviere.

Mit dem Baubeginn des Ausgleichsbeckens 1978 veränderte sich das Gebiet nachhaltig: Ein großer Teil der Feuchtwiesen wurde Continue reading Altmühlsee: neue Vogelheimat im Fränkischen

Steppenkiebitz im Spreewald

SteppenkiebitzSeit mindestens dem 10. Juni 2018, hält sich inmitten des Teichgebiets der Schlepziger Teiche, nördlich von Lübben (Spreewald) ein adulter Steppenkiebitz (Vanellus gregarius) im Prachtkleid auf.  Er stand mit mit ca. 80 Kiebitzen (Vanellus vanellus) im hinteren Teil des Lachsluch 2, einem der fächerförmig angelegten Fischzuchtbecken, die am Rand trockengefallen waren und erkennbar Schlammbänke freigelegt hatten. Der Sommer ist noch frisch; daher gab es nur schmale Schlammränder, die dann aber auch vollumfänglich genutzt wurden. Die Limikolen  – also Kiebitze – sind quasi auf diesen Teich angewiesen um zu Baden und zu Ruhen. Denn alle anderen Teiche in der Umgebung sind gut gefüllt.

Auch am heutigen Sonntag hielt sich diese Ausnahmeerscheinung zwischen anderen Limikolen, Möwen und Enten auf einer trocken gefallenen Schlammbank vor einem Schilfgürtel auf. Der Steppenkiebitz konnte heute um die Mittagszeit ausführlicher – wenn auch in weiter Ferne – gesehen werden. Der Steppenkiebitz mit seinem beige-braunen Gefieder und dem schwarzen Bauch hebt sich gut von den grün-weißen Kiebitzen ab und ist daher – trotz der Entfernung – gut auch mit dem Fernglas zu entdecken. Zur Betrachtung sollte dennoch ein Spektiv herangezogen werden.

Nachdem in den letzten Tagen schon einige Birder vor Ort waren, konnte auch Continue reading Steppenkiebitz im Spreewald

Vogelzug in Nordjütland

AlpenstrandläuferStumm stehen in der Morgendämmerung frierende Birder mit spektakulär aufgebauten Spektivkombinationen auf den Dünen und anderen exponierten Stellen am äußersten „Zipfel” von Vendsyssel im Norden Dänemarks. Im Westen die Nordsee, im Osten die Ausläufer der Ostsee. Hier treffen Kattegat und das Skagerrak aufeinander.

Von Küste zu Küste sind es nur 4 bis 5 Kilometer, aber der landschaftliche Kontrast zwischen den wilden Dünen im Westen und dem flachen, relativ üppigen Wald- und Heideland, das sich bis zur Küste des Kattegat hinzieht, ist trotzdem beeindruckend. Die Landstraße verläuft hier nur wenige hundert Meter vom Meer entfernt, und die Flächen zwischen Straße und Strand sind öffentlich.

Die Natur bewegt sich am nördlichen Ende Jütlands in einem ständigen Kreislauf zwischen Geben und Nehmen. An der Westküste vor Gammelskagen bröckelt die Küste ab, doch nördlich davon lagert sich das weggespülte Material wieder an, so daß Continue reading Vogelzug in Nordjütland

Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

KampfläuferDie ersten Kampfläufer (Calidris pugnax) stehen wie aufgereiht entlang einer Betonstraße. Zwar noch nicht ganz im Prachtkleid, aber doch schon imposante Persönlichkeiten.

Es herrscht traumhafter Sonnenschein. Die Nachmittagssonne ist nach einem bewölkten Tag doch noch heraus gekommen. Trotzdem oder gerade deswegen herrscht aber ein strammer Ostwind, der einem warme Kleidung nahelegt. Die Kampfläufer stehen praktisch direkt auf der Piste, denn tatsächlich ist das Wasser so hoch, daß diese als letzte in der näheren Umgebung noch trocken geblieben ist. im weiteren Verlauf plätschert das Wasser sogar über die Betonplatten. Gerade das Wechselspiel von trockenen und nassen Stellen zieht die Kampfläufer ebenso an, wie die vielen Lachmöwe (Larus ridibundus). Ich versuche mich langsam mit dem Wagen zu nähern. Doch fast alle Kampfläufer fliegen im letzten Moment ab – spätestens wenn die Scheibe herunter gelassen wird. Vielleicht ist es besser, sich den Kampfläufer auf einer niedrigeren Ebene zu nähern. Gesagt, getan.

Beim nächsten Mal halte ich weiter entfernt vom Kampfläufer, der mich aufmerksam mustert, aber nicht wegfliegt. Vorsichtig öffne ich Continue reading Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

Fototips für den Dümmer

Großer BrachvogelIm Frühjahr und Herbst suchen tausende durchziehende Vögel auf den Verlandungsflächen nach Futter. Aber auch selten gewordene Brutvogelarten wie Kiebitz (Vanellus vanellus), Bekassine (Gallinago gallinago), Uferschnepfe (Limosa limosa), Großer Brachvogel (Numenius arquata) und Rotschenkel (Tringa totanus) haben hier eine Heimat (noch).

Im zeitigen Frühjahr steigen über den Wiesen Große Brachvögel auf, um trillernd ihre Revieransprüche anzuzeigen. Der flötende Ruf des Brachvogels ist ebnso wie die anderen hübschen Flugrufe ein unverwechselbarer Bestandteil dieses Landschaft. Die feuchten Niedermoorböden am Dümmer bieten nicht nur den Großen Brachvögeln ein gutes Nahrungsrevier. Gegen Abend ist in Deichnähe das vibrierendes Meckern der Bekassine zu hören, welches diese seltsamen Geräusche im Sturzflug mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt.

Bedeutsam ist der Dümmer für Brutvögel ausgedehnter Röhrichtflächen und Verlandungszonen sowie des Feuchtgrünlandes. Röhrichtbewohner wie Rohrschwirl (Locustella luscinioides), Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Continue reading Fototips für den Dümmer

Der Dümmer, ein bedrohter Lebensraum in Niedersachsen

UferschnepfeIm zeitigen Frühjahr steigen über den Wiesen immer wieder Große Brachvögel (Numenius arquata) auf, um trillernd ihre Revieransprüche anzuzeigen. Der flötende Ruf des Brachvogels ist ein unverwechselbarer Bestandteil dieses Landschaft. In der Ferne kann man einige Uferschnepfen (Limosa limosa) beobachten, wie sie mit ihren langen Schnäbeln im Boden nach Futter stocherten. Die feuchten Niedermoorböden am Dümmer bieten nicht nur den Großen Brachvögeln ein gutes Nahrungsrevier. Auch bei den Uferschnepfen ist die Balz um diese Jahreszeit in vollem Gange. Dabei steigt das Männchen mit seinem monoton vorgetragenen, zweisilbigen Ruf steil auf. Taumelnd läßt es sich dann aus der Höhe niederfallen, fängt den Sturz kurz über dem Boden ab, um erneut aufzusteigen. Die Rufe werden ständig wiederholend vorgetragen und mit dem pendelnden Flug wird anderen Artgenossen das Territorium signalisiert. Gegen Abend ist in Deichnähe ein dumpfes, vibrierendes Meckern am Himmel zu hören. Es stammte von einem Männchen der Bekassine (Gallinago gallinago), welches dieses seltsame Geräusch im Sturzflug der Balz mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt. Mein erster Eindrücke ist überwältigend. Auf den ersten Blick zeigt sich eine intakte Naturlandschaft, ein Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Die meisten Wiesen werden nämlich mehr oder weniger intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Ich besuchte zum ersten Mal um das Jahr 1990 die südliche Moorniederung am Dümmer. Gerade im zeitigen Frühjahr bietet diese Landschaftsform ihr abwechslungsreichstes Bild. Die weite ebene Niedermoorniederung wird teilweise als Acker, teils als Wiese oder Weide genutzt. Sie ist von Knicks und einzelnen holzgesäumten Gräben durchzogen. Kleine Baumgruppen in den Continue reading Der Dümmer, ein bedrohter Lebensraum in Niedersachsen

Kanadapfeifente in den Körziner Wiesen bei Beelitz/ Brandenburg

Kanadapfeifente oder Amerik. PfeifenteIn ornitho.de kam an Karfreitag 2018 die Meldung herein, daß eine Nordamerikanische Pfeifente oder  Kanadapfeifente (Anas americana) zusammen mit den „normalen“ Pfeifente (Anas penelope) sowie Knäkenten (Anas querquedula) und Löffelenten (Anas clypeata) gesehen worden sei.

Die ersten Ornis waren trotz des naß-kalten Wetter mit Regenschauern schon vor Ort. Es schien, als hätten sich alle an die Etikette gehalten. Das Gebiet ist nämlich Wiesenvogelbrutgebiet und darf auf keinen Fall betreten werden. Auf den überschwemmten Wiesen waren die „normalen“ Pfeifenten mit Krickenten (Anas crecca) klar in der Überzahl. Aber auch ein paar Stockenten (Anas platyrhynchos) und auch die Knäkenten waren anwesend. Inmitten des Trupps der europäischen Pfeifenten schwamm dann tatsächlich die Nordamerikanische Pfeifente. Ein Männchen mit einer gut erkennbaren weißen Kopfplatte. Es handelt sich wohl um vorjähriges Individuum. So waren die Schirmfedern eher bräunlich-schwarz und beige-bräunlich gesäumt und nicht rein weiß.

Die Entfernung war allerdings recht weit. Am besten war die Nordamerikanische Pfeifente mit dem Spektiv zu sehen. Das Bild ist Continue reading Kanadapfeifente in den Körziner Wiesen bei Beelitz/ Brandenburg

Fotografie an den Nasspoldern der Oder

SeeadlerAn den Poldern in Nordost-Brandenburg, an der deutsch-polnischen Grenze zwischen Stützkow und der Teerofenbrücke werden jährlich Mitte November die eisernen Schieber in den so genannten Einlassbauwerken an der Oder geöffnet. Von da an bis Mitte April, wenn die Tore wieder geschlossen werden, funktionieren diese Bereiche des Nationalparks als Flussaue. Bei hohem Pegelstand der Oder überfluten die Polder oft so schnell, dass hier auch überwinternde Greife bei der Jagd nach flüchtendem Kleingetier kaum zur Ruhe kommen. Und nach wasserreichen Frühjahren leben Störche und die Reiher aus den beiden Brutkolonien im Nationalpark bis in den Mai hinein von Fischen in den Senken, die den Weg zurück in die Oder nicht geschafft haben.

Der Naturraum Odertal war von 1992 bis 2006 Gegenstand eines großen Naturschutzprojektes, das u.a. von den Projektförderern BMU/BfN und dem Land Brandenburg finanziert wurde. Dabei sollte eine noch weitgehend intakte Flussauen-landschaft in ihrem naturnahen Zustand erhalten und – wo erforderlich – verbessert werden. Die nördlichen, in den Wintermonaten überstauten Bereich (Nasspolder) sollten zu großen Teilen in eine natürliche Entwicklung übergeben. Schilfröhrichte und Großseggenbestände breiteten sich weiter aus. Auch die Entwicklung zu standortstypischen Auenwäldern wurde angestrebt.

Einige Flächen sind als Kernzone 1 geschützt, also frei von jeglicher Continue reading Fotografie an den Nasspoldern der Oder

Meeresbuchten im Wattenmeer

SäbelschnäblerDas Besondere des niedersächsischen Wattenmeeres sind vor allem die Ostfriesischen Inseln und die drei großen Meeresbuchten Dollart, Leybucht und Jadebusen. Jede Insel, jede Bucht und jeder Küstenabschnitt ist für sich eine Reise wert. Wer Naturfotografie im Wattenmeer betreiben will, hat also die Qual der Wahl.

Ein sehr interessantes Gebiet um Vögel zu sehen und zu fotografieren befindet sich in der Leybucht. Die Leybucht bei Greetsiel ist wohl sogar eines der interessantesten Gebiete Ostfrieslands. Sie zeigt auch, daß Watt nicht gleich Watt ist. Je nach Lage zum Meer kann man verschiedene Watttypen unterscheiden. Die sogenannten Buchtenwatten sind im Dollart, der Leybucht und im Jadebusen zu finden,

Eine Reihe von künstlichen Biotopen auf der Straße von Hauen zum berühmten Pilsumer Leuchtturm bietet die Möglichkeit, in den frühen Morgenstunden gute Vogelaufnahmen zu machen. Säbelschnäbler und Lachmöwen brüten dort. Mit etwas Glück sieht man auch Löffler auf der Nahrungssuche Zur Zugzeit sammeln sich Ringelgänse (Branta bernicla), Graugänse (Anser anser), Nonnengänse oder Weißwangengänse (Branta leucopsis) und Bläßgänse, auch Blessgans genannt, (Anser albifrons). Nordöstlich von Greetsiel liegen seewärts die Gebiete „Buscher Heller“ und „Mittelplate“. Dort brüten in den Salzwiesen insgesamt 1.000 Paare Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta). Das dürfte das größte Brutvorkommen Continue reading Meeresbuchten im Wattenmeer

Kiebitz – Junges im Seewinkel/ Burgenland

KiebitzLeise warnt der Kiebitz (Vanellus vanellus) mitten im Wasser stehend. Das ist sonst so gar nicht seine Art. Das schrille „kie-wi“ als Kontaktlaut und das „chä-chuit, wit-wit-wit-wit“ sowie „chiu-witt“ sind sonst die Lautäußerungen, die man mit diesem ungefähr taubengroßen Watvogel verbindet. Hört man die Rufe, weiß man sofort, was ihnen ihren Namen eingetragen hat. Die Vögel beeindrucken mit ihren spektakulären Balz- und Revierflügen, die durch seitlich kippende Sturzflüge und senkrechtes zu-Boden-Trudeln gekennzeichnet sind. Da sie sehr territorial sind, gehen sie jeden Eindringling – vor allem Artgenossen und andere Watvögel – sofort an. Auch Menschen werden im Flug beeindruckt. Nun aber stand der oberseits grünlich-grau schillernde mit der weißen Unterseite und schwarzem Brustband still im seichten Tümpel. Ich halte den Wagen an. Die kleine Landstraße inmitten des Seewinkels im Osten Österreichs führt direkt an salzigen Pfützen, den sogenannten, Laken vorbei. Nur spärlich ist das Ufer mit Seggen und Gräsern bedeckt. Dann taucht auch der Partner direkt am Ufer auf. Er kommt direkt auf mich zu. Wenig später sehe ich den Grund des „mutigen“ Verhaltens. Ein, zwei Junge, richtige Federbälle, treiben sich am Ufer herum. Wohl erst wenige Tage alt, erkunden sie nach einigen Minuten ohne Scheu vor dem Auto die Gegend. Mißtrauisch beäugt die Mutter die Kleinen, die nach einer Weile furchtlos die Welt der seichten Lake erkunden.

Jetzt im März beginnt die Brutzeit der Kiebitze und damit Continue reading Kiebitz – Junges im Seewinkel/ Burgenland

Land im Takt der Gezeiten: das Wattenmeer

BrandgansIm Takt der Gezeiten offenbart sich dem Naturfotografen die Weite der Nordseelandschaft mit einem ständig wechselnden Gesicht. Dem ewigen Zusammenspiel der Kräfte von Sonne und Mond, Ebbe und Flut, Wind und Wellen verdankt das Wattenmeer seine Existenz. Zahllose Brut- und Zugvögel finden in der weiten Wattlandschaft einen geeigneten Lebensraum. Norderney, die am dichtesten besiedelte Insel im deutschen Wattenmeer, ist Heimat der letzten Kornweihen (Circus cyaneus) Deutschland und wird zu Recht als Vogelparadies bezeichnet. Seeschwalben, Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta), Rotschenkel (Tringa tetanus), Ringelgänse (Branta bernicla), Graugans (Anser anser) und viele andere Wasservögel sind dort zu finden, ebenso wie der seltene Eurasische Löffler (Platalea leucorodia) oder Raubvögel wie Turmfalken (Falco tinnunculus), Rohrweihen (Circus aeruginosus) und Bussarde. Die Vögel sind aus ihren Überwinterungsgebieten in Südeuropa und Afrika zurück und haben ihre Brutgebiete auf Norderney wieder sicher erreicht.

Auf den Wiesen brüten der Kiebitz (Vanellus vanellus) und der Austernfischer (Haematopus ostralegus). Die Rotschenkel (Tringa tetanus) rufen von ihrer Sitzwarte auf den Zaunpfosten entlang der Salzwiesen.

Die Ostfriesischen Inseln liegen zwischen dem Dollart und dem Continue reading Land im Takt der Gezeiten: das Wattenmeer

Der Rickelsbüller Koog, das nördlichste Naturschutzgebiet Deutschlands

SingschwanDas Vogelparadies zwischen Wiesen und Watt deint zehntausenden Zugvögel als Rastgebiet. Zugvögel verbringen alljährlich in dem 535 Hektar großen Naturschutzgebiet an der deutsch-dänischen Grenze mindestens einige Tage, um „aufzutanken“. Rund 150 verschiedene Arten sind hier schon beobachtet worden, darunter Alpenstrandläufer (Calidris alpina), Große Brachvögel (Numenius arquata) und Austernfischer (Haematopus ostralegus). Auf offenen Flächen bauen Wiesenvögel wie Wiesenpieper (Anthus pratensis) und Feldlerche (Alauda arvensis) ihre Nester, und im Schutze des Schilfes leben Enten. Ab Ende März besetzen die Brutvögel den Koog. Etwa 50 verschiedene Brutarten sind bisher nachgewiesen, darunter auch so seltene Arten wie Lachseeschwalbe (Gelochelidon nilotica), Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus) und Grauammer (Emberiza calandra). Zu den gefiederten Gästen, die das ganze Jahr im Koog bleiben, gehören Kiebitz (Vanellus vanellus) Austernfischer, Rotschenkel (Tringa totanus) und Stockenten(Anas platyrhynchos). Was den Ricksbüller Koog besonders attraktiv macht, ist seine Vernetzung mit den umgebenden Naturräumen wie etwa dem dänischen Margrethe-Koog oder dem Wattenmeer vor dem Landesschutzdeich.

Der Rickelsbüller Koog ist ein idealer Ausgangspunkt für die Vogelbeobachtung und Exkursionen am Rande des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.   Das Naturschutzgebiet Continue reading Der Rickelsbüller Koog, das nördlichste Naturschutzgebiet Deutschlands

Limikolen am Neusiedler See

KiebitzDie Landschaft im östlichsten Zipfel Österreichs ist eine typische Pusztalandschaft mit zahlreichen, kleinen, flachen Salzseen, den so genannten Lacken, und dem nur etwas über einen Meter tiefen Neusiedler See. Sie wird daher der Seewinkel genannt. Mit einer Fläche von zirka 320 km2, die fast zur Hälfte mit hohem Schilf bewachsen ist, gilt er als der größte Steppensee Europas und beeinflusst das Klima in diesem Gebiet maßgeblich. Das ist in dieser Region sehr mild – bereits im Mai herrschen manchmal schon Temperaturen von über 30°C. Zum Glück weht fast immer ein leichter Wind, denn wenn dieser mal ausbleibt, wird die Hitze unerträglich.

Fast das ganze Jahr über ist Saison. Wir besuchten den Neusiedler See sowohl im Frühjahr und Sommer, als auch im Herbst und stellten fest, dass für die Tierfotografie die Monate April bis Mitte Juli die Continue reading Limikolen am Neusiedler See

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanDie Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Viele der Gebiete sind Naturschutzgebiete und weisen eine geringe Nutzungsintensität der Wiesen und Feldern auf. Die Abgelegenheit der Landschaft, die inmitten eines gering besiedelten Gebietes liegt, sorgt für die nötige Störungsfreiheit einiger seltener Arten wie dem Seeadler (Haliaeetus albicilla). Eine lockere und abwechslungsreiche Vegetationsstruktur sorgt dafür, dass nicht nur Beutegreifer viele unterschiedliche Futter- und Rastflächen finden. Auch für andere Vogelarten offener Feldflur, feuchter Wiesen und naturnaher Gewässer sind die Wiesen, Wasserflächen, Äcker und Feldern ein hochwillkommenes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet.

Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist. Wenn im Spätsommer und Herbst die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Die Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Limikolen auf dem Zug im Fläming

BekassineNach starken Niederschlägen funkeln Wasserflächen in der intensiv landwirtschaftlich genutzte  Hügellandschaft des Niederen Flämings im Süden Brandenburgs. Diese temporären Flächen sind schon ab Juli ein Rastgebiet für eine erstaunliche Anzahl  von Watvögeln. Diese treten darüber hinaus in einer beachtlichen Arten-Diversität auf. Große Limikolenbestände, insbesondere die der Kiebitze (Vanellus vanellus), Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) und Kampfläufer (Calidris pugnax) werden für den Landkreis Teltow-Fläming für die Nuthe-Nieplitz-Niederung und die Umgebung des Rangsdorfer Sees beschrieben. An diesen Plätzen in der weiträumigen Nuthe-Notte-Niederung – einer stark verzweigten Niederungslandschaft auf Moorböden oder nährstoffarmen Sandböden – rasten diese Zugvögel im Bereich flach überstauter Feuchtwiesen, schlammiger Uferzonen sowie auf kurzrasigen Grünland- und Ackerstandorten. In der Nuthe-Nieplitz-Niederung Continue reading Limikolen auf dem Zug im Fläming

Young Whinchat on summer morning

BraunkehlchenA fresh morning. Thick layers of fog are lying over the wetlands of the Nuthe floodplain south of Berlin. The weather forecast was perfect and everywhere there were numerous motives. So I took advantage of every free minute in the morning to be outside. The meadows along the river offer a diverse habitat structure. One family of Whinchats (Saxicola rubetra) with at least 2 juveniles were seen in uncut grassland. I placed the car not far from a pole inside the meadow, hoping a young Whinchat, I had seen before, to return. After a while the recently fledged Whinchat really returned to the pole. In the first morning light, it started to preen and stretch the wings. Obviously it wanted to get rid of their youngster’s feather dress. Successful, as it seems. With a surprised look, the young Whinchat looked after the flying plume.

The area south of Berlin has a lot to offer in terms of nature. In addition to the natural richness this is a legacy of the division of Germany, which has prevented the city´s spread after the end of the 2nd World War like in no other city. This means, that even today you often have to pass the city limits only in order to stand in the middle of nature. One of these areas is the Continue reading Young Whinchat on summer morning

Gleitaar im Randowbruch/ Untere Oder

GleitaarSeit mindestens dem 27. Juni 2016 gibt es Berichten in Ornitho.de zufolge eine gute Chance, dass Vogelbeobachter mit einem über das Ziel hinaus geschossenen Sommervogel Bekanntschaft machen können. So wurde im nord-östlichen Brandenburg ein Gleitaar (Elanus caeruleus)  beobachtet. Der aktuelle Standort des Gleitaar ist im Randowbruch nördlich des Ortsteil Wendemark. Hier treibt er sich vorwiegend über den Feldern und feuchten Wiesen herum. Der Greif sei nicht sehr mobil und kann stundenlang auf einem Holunderbusch im ziemlicher Entfernung ruhend beobachtet werden. Wenn er nach ausgiebiger Gefiederpflege zur Jagd ansetzt ist er dann sehr gut, wenn auch manchmal ziemlich weit entfernt beim Rüttelflug zu sehen. Einmal in Jagdstimmung nutzt er durchaus verschiedene Ansitzpunkte um von dort aus den nächsten Rüttelflug einzuleiten.

Geduld ist also notwendig. Bei dem Aufenthalt am Samstag verbrachten wir gut 4 Stunden bevor der Gleitaar mit einem Schütteln des Gefieders die Jagd einleitet.

Letztes Jahr veranlaßte eine übersommernde, immature Steppenweihe (Circus macrourus) im Havelländischen Luch einen Einfall von Ornis in Brandenburg. Auch diese Art wurde auf ornitho.de gemeldet und konnte bei einem Besuch des Turms bei Buckow, mitten im Havelländischen Luch, sehr schön im Flug beobachtet werden.

Bei der Bewertung der Fotos gab es einige Irritationen, da Continue reading Gleitaar im Randowbruch/ Untere Oder

Kiebitz mit Springschwanz als Beute

KiebitzAprilwetter. Mal ziehen graue Wolken über das Land. Dann wieder scheint die Sonne. Nun ist die Landschaft nicht nur vom Jubilieren der vielen Singvögel erfüllt, sondern auch von den hohen, quietschenden Rufen balz- oder imponierfliegender Kiebitze (Vanellus vanellus). Um sich zu stärken sucht der Kiebitz nun auch gerade umgebrochene Äcker auf. Dort ist er manchmal zu sehen, wie er bedächtig die Ackerkrume absucht, dann wieder vorwärts rennt, von Zeit zu Zeit den Kopf senkt und dann wieder verharrt. Der Beobachter wartet auf den großen Regenwurm, den der Kiebitz aus dem Boden holt. Doch häufig sieht man – augenscheinlich – nichts. Erst die DetailaufnahmeKiebitz zeigt dann, daß der Kiebitz bei der Nahrungssuche durchaus erfolgreich war. Nur war der das mit einer Beute, die so klein ist, daß sie schnell übersehen wird. So auch bei dieser Aufnahme aus der Niederungslandschaft der Nieplitz. Die Detailaufnahme zeigt den Schnabel des Kiebitzes mit einem kleinen Arthropoden. Wahrscheinlich ein Springschwanz. Diese Urinsekten werden auch Collembolen genannt. Sie sind nur 1 bis 2 mm groß. Sie sind bei Gärtner –und damit auch Landwirten – nicht sehr beliebt. Denn Springschwänze richten Schäden an Keimlingen an. Hier betätigt sich der Kiebitz also als Ungeziefervernichter.

Der Kiebitz brütet in ebenen offenen Landschaften, die Continue reading Kiebitz mit Springschwanz als Beute

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanNebel steigt aus den Flußauen, die Stille wird durchbrochen nur hier und da von den cru-cru-Rufen der Kraniche. Singschwäne (Cygnus cygnus) grasen die überschwemmten Wiesen ab, schütteln sich im Gegenlicht die Wassertropfen vom Schnabel. Wenig später dann die typischen leicht qäkenden Flugrufe von Gänsen. Wenn im Spätwinter und Vorfrühling die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist.

Die Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Gemeinsame Jagd bei Kornweihen

KornweiheKornweihen (Circus cyaneus) eng beisammen im Jagdgebiet hatte ich schon häufiger gesehen. Erstmalig konnte aber im letzten Jahr eine gemeinsame, offensichtlich abgestimmte Jagd von mehreren Kornweihen beobachtet werden. Ein phantastisches, akrobatisches  Schauspiel im Havelland. Das Havelländische Luch bei Buckow – westlich von Berlin – stellt eine einzigartige Niederungslandschaft dar. Eigentlich bekannt als das Trappengebiet Deutschlands, stellt es im Winter Überwinterungshabitate vor allem für Greife zur Verfügung. Verschiedene Arten von fliegenden Beutegreifern wie Continue reading Gemeinsame Jagd bei Kornweihen

Terschelling: Vogelfotografie auf einer Westfriesischen Inseln

KornweiheIn den letzten Strahlen der untergehenden Sonne leuchtet die Dünenlandschaft in zarten Rottönen. Wenn am späten Nachmittag der Himmel nach einem Regentag aufreißt, leuchtet der nasse Strand im warmen Sonnenlicht. Dann weiß ich, warum ich hier bin. Seitdem ich die Naturfotografie für mich entdeckte, zählt das niederländische Wattengebiet zu meinen bevorzugten Fotozielen. Fotografisch habe ich Texel am besten erkundet, aber auch Terschelling, Vlieland, Ameland und Schiermonnikoog sind für die Naturfotografie bestens geeignet.

Die Naturlandschaften auf Terschelling bieten viel: Rotschenkel (Tringa tetanus) flöten ihren Gesang von einem Zaunpfosten entlang der Salzwiesen. Die Dünen beherbergen eine große Brutkolonie von Möwen. Auf den Wiesen z.B. auf dem Platz, wo der Rettungshubschrauber für Notfälle bereit gehalten wird, kann man Kiebitze (Vanellus vanellus) mit ihren lauten, durchdringenden Flugrufen sehen. Ein Austernfischer (Haematopus ostralegus) verteidigt lautstark sein Revier gegen aufdringliche Nachbarn. Auch Brutpaare der seltenen Kornweihe (Circus cyaneus) leben auf der Insel und sind frühmorgens im schwebenden Nahrungsflug über den Dünen zu entdecken. Ein Ausflug zu der Schwesterinsel Norderney erbrachte diese schönen Vogelbilder der Kornweihe in der Galerie.

Weite Strände zum Meer hin, kleine Wälder, Dünenlandschaften, Polder und hinter dem Deich die einzigartigen Salzwiesen. Die Westfriesischen Inseln in den Niederlanden haben gerade Continue reading Terschelling: Vogelfotografie auf einer Westfriesischen Inseln

Wiesenweihen im Jagdflug im Havelländischen Luch

WiesenweiheGemeinsam fliegende Wiesenweihen (Circus pygargus) im Jagdgebiet kann man gelegentlich – meist aber aus weiter Distanz – sehen. Vor allem in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden kurz vor der Dämmerung kann die Jagd mehrerer Wiesenweihen beobachtet werden. Besonders ergiebig ist das Gebiet des Havelländischen Luchs bei Buckow. Beobachtungstürme bei Buckow und bei Garlitz bieten Beobachtern hervorragende Möglichkeiten, den Weihenflug aus erhöhter Perspektive und relativ nah mitzuerleben. Dabei sind im Spätsommer alle möglichen Kleider beider Geschlechter schön im Flug von Beobachtungstürmen zu bewundern. Ein elegant nur einen Meter über der Graslandschaft daher gleitendes Männchen in eine immaturen Kalenderkleid im frühen Morgenlicht ist ein phantastisches Schauspiel im Havelland. Das Havelländische Luch bei Buckow – westlich von Berlin – stellt eine einzigartige Niederungslandschaft dar. Eigentlich bekannt als das Trappengebiet Deutschlands, stellt es im Sommer das Bruthabitat für Vögel der Agrarlandschaft zur Verfügung.

Schön sind Wiesenweihen beim niedrigen Suchflug, dann plötzlichen Halt während des Flugs mit anschließendem Sturzflug Continue reading Wiesenweihen im Jagdflug im Havelländischen Luch

Grosstrappen bei der Balz im Morgengrauen

GrosstrappeTanzende Großtrappen (Otis tarda) im Morgengrauen. Das muß doch ein tolles Fotoprojekt sein. An einem Märzmorgen scheint alles perfekt. Nach einer Schlechtwetterperiode, hatte es am Vorabend aufgeklart und die Wettervorhersage hatte Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt.

Beim Aufbruch am frühen Morgen, standen tatsächlich die Sterne am Himmel. Keine Wolke bedeckte den Himmel und auch von dem Temperaturen her war es wie versprochen. Eines der Gebiete für Großtrappen liegt eine gute halbe Stunde vom Wohnort entfernt und wegen der schmalen Landstraßen muß man doch etwas aufpassen. Die Morgensonne warf schon einen Streifen über den östlichen Horizont, als ich  mich dem Versteck näherte. Breite Entwässerungsgräben ziehen sich am Rand des ausgedehnten Wiesengebiets entlang. Das sorgt für recht hohe Luftfeuchtigkeit. In Kombination mit den tiefen Temperaturen Continue reading Grosstrappen bei der Balz im Morgengrauen

Joined hunting with Hen Harrier

KornweiheThe lowlands of the Havellaendische Luch at Buckow – 50 km west of Berlin – as an unique area of meadows and fields. Actually known as the top territory in Germany to observe Great Bustards (Otis tarda), it is a perfect winter habitats, especially for wintering raptors as well. Different species of flying predators such as Red Kite (Milvus milvus), Northern Harrier (Circus cyaneus), Common Buzzard (Buteo buteo), Rough-legged Buzzard (Buteo lagopus), Merlin (Falco columbarius) and sometimes a Short-eared Owl (Asio flammeus) use the high diversity of the meadows , pastures and fields around to pick up their food. The White-tailed Eagle (Haliaeetus albicilla) is a feeding guest, too. Unlike the species mentioned above, he does not keep up with mice but tries to chase the many Geese grazing in the area. Unfortunately, he also attacks some of the precious Great Bustards (Otis tarda).

While visiting the Havelländische lynx very interesting observations of hunting Northern Harriers chasing songbirds Continue reading Joined hunting with Hen Harrier

Fuchs von Kornweihe gejagt

FuchsDer kalte Ostwind pfeift kühl über das flache Land. Dicke Nebelschwaden verdecken den Himmel. Die Dämmerung hat gerade erst dem ersten Morgenlicht Platz gemacht. Außer ein paar Mäusebussarden (Buteo buteo) und Rauhfußbussarden (Buteo lagopus) zeigt das weite Land wenig Leben. Doch da: ein Fuchs versucht die Wiesen möglichst unbehelligt von einem seiner Jagdgebiete zum nächsten Revier zu überbrücken. Da kommt die scheinbar ungestörte Weide gerade recht. Also schnürt er los. Doch ganz unbemerkt ist seine Anwesenheit nicht geblieben. Was ist das nur? Er sichert und beobachtet sorgsam den Luftraum. Da kommt schon eine weibliche Kornweihe (Circus cyaneus) im niedrigen Flug, Continue reading Fuchs von Kornweihe gejagt

Merlin im Fiener Bruch – Brandenburg

MerlinAls holarktischer Brutvogel ist der Merlin (Falco columbarius) in ausreichender Zahl nur im Winterhalbjahr in Mitteleuropa anzutreffen. Vor allem im Oktober und bis Mitte November kommen dazu Durchzügler, die den kleinsten einheimischen Falken auch für ortsansässige Ornithologen erlebbar und beobachtbar machen.

In dem Zusammenhang soll erwähnt werden, daß die nähere und weitere Umgebung von Berlin auch ein Paradies für Vogelbeobachter ist. Einer dieser Gebiete um Berlin ist der Fiener Bruch bei Continue reading Merlin im Fiener Bruch – Brandenburg

Tüpfelsumpfhühner an den Reckahner Teichen in Brandenburg

TüpfelsumpfhuhnAm Vorabend hatten sich teilweise dicke Wolken breit gemacht. Nun sind aber Sterne am Himmel zu sehen. Die Wolkenlücken sind deutlich größer. Ein schöner Morgen kündigt sich an. Gegen 5:00 mache ich mich auf den Weg. Das Ziel sind die Reckahner Teiche / Kloster Lehnin etwas südlich der A2 bei der Stadt Brandenburg. Ein besonderes Vogelparadies bilden verschiedene noch in Bewirtschaftung befindliche Fischteiche in der Nähe des kleinen Dorfes Reckahn. Für bewirtschaftete Teiche Continue reading Tüpfelsumpfhühner an den Reckahner Teichen in Brandenburg

Bartmeisen am Blankensee, Brandenburg

BartmeiseVon den kleinen Flachlandflüssen Nuthe und Nieplitz wird südwestlich von Berlin eine einzigartige Niederungslandschaft begrenzt. Ein besonderes Vogelparadies ist mitten drin der flache (nur ca. 60cm tiefe) Blankensee, der über einen ausgedehnten Röhrichtgürtel verfügt. Dieser soll angeblich bis zu 300 Meter breit sein. Verschiedene Rohrsängerarten (Acrocephalus sp.), Blaukehlchen (Luscinia svecica) und Bartmeisen (Panurus biarmicus) besiedeln den See. Ein Bohlensteg mitten Continue reading Bartmeisen am Blankensee, Brandenburg

Triel (Burhinus oedicnemus) bei Erding

TrielIn praktisch baumloser, freier Feldflur westlich des Erdinger Vororts Siglfing in Bayern ist (bzw. war bis zum 6. Juni) ein Triel (Burhinus oedicnemus) zu bewundern. Seit Anfang dieser Woche ist der Triel dort zu sehen Der Triel wurde das erste Mal am Dienstag, 3. Juni 2014 von Ingo Weiss und Christian Wagner beobachtet. Der Vogel war natürlich nicht immer auf Anhieb zu sehen. Aber er ist nicht recht mobil und ist in der Regel in einem überschaubaren Gebiet Continue reading Triel (Burhinus oedicnemus) bei Erding

Steinadler (Aquila chrysaetos) an der Laguna de Gallocanta

SteinadlerDiesen großen Greifvogel hatte ich zuletzt erst noch Ende November in Norwegen angetroffen. Eigentlich wollte ich Kraniche (Grus grus) in ihrem Rast- und Überwinterungsgebiet hier oben auf gut 1.000 m Höhe NN beobachten und fotografieren. Diese Vögel brüten in Deutschland, Fennoskandia und in den Baltischen Staaten und nehmen dann eine westliche Zugroute durch Europa zu den Wintergebieten. Man schätzt, daß die Gesamtzahl der Vögel, die entlang der westlichen Route ziehen, bis zu 70.000 Individuen zählen. Die meisten davon 50.000—60.000, überwintern hauptsächlich in Spanien. Der Rest dann  in Portugal  und Marokko. Besonders ist, daß teils 70.000 Individuen im Oktober auf dem Wegzug und dann wieder im Februar/ März auf dem Heimzug zu sehen sind. In der Überwinterungsperiode sind deutlich weniger Individuen an der Lagune anzutreffen. Die Anzahl der überwinterenden Vögel ist wohl auch abhängig von dem, was die Bauern gerade anpflanzen.

Ich habe mir einen Kurztrip Anfang März vorgenommen. Bei tollem Sonnenwetter und Continue reading Steinadler (Aquila chrysaetos) an der Laguna de Gallocanta

Northern Harrier (Circus cyaneus) on Norderney

Northern HarrierNorderney, the most densely populated island in the german Wadden Sea is with good reason called a bird paradise. Terns, Pied Avocet (Recurvirostra avosetta), Common Redshank (Tringa tetanus) , Brent Geese (Branta bernicla), Greylag Geese (Anser anser)and many other birds of water are to be found there, as well as the rare Eurasian Spoonbill (Platalea leucorodia), or raptors as Kestrels, Marsh Harriers (Circus aeruginosus) and Buzzards. The birds are back from their wintering grounds in southern Europe and Africa and have reached their breeding grounds on Norderney safe.

On the meadows at the airport breed Northern Lapwing (Vanellus vanellus), Eurasian Oystercatcher (Haematopus ostralegus) defend clamoring their turf against intrusive neighbors in the Grohdeheller, Common Redshank (Tringa tetanus) flutes from their perch on the fence posts along the salt marshes in the Grohdepolder and the dunes to the east of the island host again a large breeding colony of gulls. Breeding pairs of the rare Northern Harrier (Circus cyaneus) live on the island, too. The Northern Harrier, Circus cyaneus, also called the Hen Harrier was the main reason to arrange a trip to Norderney in early May this year. Finally the Northern Harriers have returned from their wintering areas. On a trip to China – on Happy Island – Northern Harrier could be photographed very successfully on migration  -interesting enough only females. The courtship and breeding period should now be photographed.

For shots of the beginning of courtship, it was too late. Beginning and mid of April you can observe Continue reading Northern Harrier (Circus cyaneus) on Norderney

Emergency landing for lapwings

Northern LapwingShorebirds as the Northern Lapwing (Vanellus vanellus), are heavily suffering from the return of winter. The return of the winter in the past two weeks with temperatures down to minus two-digit nummbers also in the western part of Germany is devastating for waders. Due to observations of the Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HG ON) [engl.: Hessian Society for Ornithology and Nature Conservation] in the Main-Kinzig district especially many Northern Lapwings on route from the wintering areas in Africa and southern Europe to their breeding grounds in the north were forced for ​​an emergency landing. This in search of food and to protect from snow and cold temperatures.

In this situation one can observe to the phenomenon Continue reading Emergency landing for lapwings

Migratory birds herald spring

Common Cranes flying overLast weekend, you could observe heavy traffic in the skies over Frankfurt/ Germany. Although winter is not ready to lower its grip the first returning migrants already point to the imminent end of the cold season. In recent weeks, Eurasian Skylarks  (Alauda arvensis), and Northern Lapwings (Vanellus vanellus), were seen already on their return. Particularly striking are currently the Common Cranes  (Grus grus) flying in wedge-shaped formations over western Germany.  On the 9th of march you could see at least 30 individuals over the outskirts of Kelkheim/ Main-Taunus-Kreis. The southern slopes of the Taunus are one of the pathways of the western migration corridor of these tall, slender birds before they are heading further north of the Wetterau

For the Bay of Cologne, which is 200km further north located, the long-term statistical average is between 5th and 13th of March. What this mean in terms of quantity you can see by the fact that highest count in crane observation was made by the NABU Aachen (further to the west), who observed more than 8,000 cranes in the region between that time period (5th and 13th of March in 1991).

The birds spend the winter mainly in sunny Spain or France. Their main wintering area is located in the Extremadura in western Spain. There, the cranes in the clear Mediterranean oak forests searched for the fruits of holm and cork oaks. On the way back to their breeding grounds, the cranes Germany crossed on quite a narrow corridor toward the southern shores of the Baltic sea in the state of Mecklenburg-Vorpommern.
But there are even more flocks of birds expected in the coming weeks: Blackcaps (Sylvia atricapilla), Continue reading Migratory birds herald spring

An early Common Gull, Larus canus on Romania´s Black Sea coast

September is fall migration time in Romania´s Black Sea coast. After having seen the spectacular mass migration of Red-footed Falcon, Falco vespertinus, in an area south of the Danube Delta with its wide stretch of a sandy shoreline with shallow lagoons we arrived at the sandy beach near the little town of Vadu. The shoreline was dotted with gulls (Common Black-headed Gull, Larus ridibundus, Yellow-legged Gull, Larus michahellis, and Mediterranean Gull, Larus melanocephalus, Little Gull, Larus minutus and some Caspian Gull, Larus cachinnans. Additionally Gull-billed Tern, Sterna nilotica,  Sandwich Tern, Sterna sandvicensis and Common Tern, Sterna hirundo,) and waders (Common Ringed Plover, Charadrius hiaticula, Eurasian Curlew, Numenius arquata and Sanderling, Calidris alba). A blog describing what could be seen on that excellent birding spot will follow very soon on the 30th of October 2012.

One observation of a gull was remarkable. A gull in non-breeding plumage was swimming not too far from the shore. Heavy streaks on the neck were clearly visible and the bill showed a black ring on grey ground. A black area below/in front of the eye underlined the head markings even more. Only checking the images at home, it was possible to identify this gull as a Common (or Mew) Gull, Larus canus moulting in 2nd winter plumages. According to local ornithologists the Common Gull in September is an unusual record. Usually the Common (or Mew) Gull, Larus canus is starting to appear on its wintering grounds Continue reading An early Common Gull, Larus canus on Romania´s Black Sea coast