Tag Archives: Helgoland

Basstölpel; das Brutgeschäft

BasstölpelBrutkolonien der weißgefärbten Basstölpel (Morus bassanus) werden immer häufiger. Noch vor 30 Jahren lebten nicht einmal halb so viele Basstölpel auf dem Bass Rock, dem Inbegriff des Brutfelsen vor Schottlands Küste. Auch an anderen Stellen seines Verbreitungsgebietes hat dieser Vogel stark zugelegt. Überall sind die Brutkolonien dieser Vogelart im Wachsen begriffen. Im 20. Jahrhundert kam es zu einer anhaltenden Bestandszunahme von im Mittel 3% pro Jahr.

Im Zuge dieser Wiederzunahme erfolgte auch eine Ausweitung der Brutplätze, sodass sich die gegenwärtige Brutverbreitung von Ostkanada über Island bis nach Nordwestfrankreich erstreckt. Schon als es noch viel weniger von ihnen gab, haben Basstölpel immer dicht gedrängt in Kolonien gebrütet. Auf flachen Brutinseln befinden sich bis zu zweieinhalb Nester pro Quadratmeter. Und das, obwohl die Tiere zu den am Brutplatz aggressivsten Arten überhaupt gehören. Auf dem Nest sitzende Vögel sind pausenlos in Streitigkeiten mit ihren Brutnachbarn verwickelt. Wenn der spitze, kräftige Schnabel richtig trifft, kann sogar Blut fließen. Eierdiebstahl, Raub von Nistmaterial und Massenprügeleien sind an der Tagesordnung. Damit das Brutgeschäft in den oft riesigen Kolonien überhaupt erfolgreich verlaufen kann, haben die Tiere Continue reading Basstölpel; das Brutgeschäft

Basstölpel; eine Erfolgsgeschichte

BasstölpelVor dem ausnahmsweise mal stahlblauen Himmel schweben weiße Schneeflocken. Ebenfalls weiße Flecken leuchten in der Morgensonne beim Anblick auf die Brutkolonien der weißgefärbten Basstölpel (Morus bassanus) auf dem Felsen im Meer. Schemenhaft erhebt sich der längst erloschene Vulkan aus dem ansonsten Dauernebel in der Trichtermündung des Flusses Forth bei Edinburgh vor der schottischen Ostküste. „Bass Rock” heißt dieser nur ca. 20.000m² große Steilfelsen. Er hat einer Vogelart den Namen gegeben, die hier seit Urzeiten in großer Zahl zu Hause ist, dem Basstölpel. Knapp 50.000 der gut gänsegroßen Vögel teilen sich den immer knapper werdenden Platz auf dem steilen Felsen.

Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahrzehnten lebten nicht einmal halb so viele Basstölpel auf dem Bass Rock, nur gut 20.000 Tiere. Auch an anderen Stellen seines Verbreitungsgebietes hat dieser Vogel ebenfalls stark zugelegt, überall sind die Brutkolonien dieser Vogelart im Wachsen begriffen. Auch an anderen Stellen seines Verbreitungsgebietes hat dieser Vogel stark zugelegt. Continue reading Basstölpel; eine Erfolgsgeschichte

Weissbrauendrossel in der Westpaläarktis

WeißbrauendrosselDie Weißbrauendrossel (Turdus obscurus) ist sehr seltener Gast in Europa. Sie brüttet in der Taiga Sibiriens. In der einschlägigen Literatur findet man für Deutschland nur 12 Nachweise im 19. Jahrhundert und gar nur 4 Nachweise im 20. Jahrhundert bis 1979. Ein Fang im 19. Jahrhundert war zuerst fälschlich mit einer Rotdrossel (Turdus iliacus) – wahrscheinlich wegen des Überaugenstreifs – verwechselt worden. Eine der letzten Beobachtungen in Deutschland datiert vom Oktober 1994 von Helgoland. Nach einem Artikel der britischen Birder-Website www.birdguides.com war kurzzeitig Anfang November 2016 eine Weißbrauendrossel am Bolam Lake in Northumberland zu sehen. Die Drossel war wohl nur 2 Tage vor Ort. Trotzdem waren viele Twitcher aus ganz Europa (u.a. Schweden, Belgien, Frankreich und natürlich Großbritannien) vor Ort, um diesen Vogel aufzusuchen und teilweise auch tolle Fotos zu schiessen.

Der glückliche Finder war am Nachmittag mit dem Hund seiner Eltern unterwegs und wollte nur eine Schleife um den Park drehen Continue reading Weissbrauendrossel in der Westpaläarktis

Ein sibirischer Irrgast: der Gelbbrauen-Laubsänger

Gelbbrauen-LaubsängerEin leise rufendes Gewusel in Hochstauden. Alljährlich findet ein ausgeprägter Zug von Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) statt. Es lohnt sich aber genauer hinzusehen. In den gemischten Trupps können sich nämlich kleine Vertreter der Phylloscopus-Laubsänger aufhalten. Einer davon, der Gelbbrauen-Laubsänger (Phylloscopus inornatus), stammt wie die später im Jahr ziehenden Goldhähnchen-Laubsänger (Phylloscopus proregulus) aus den Taigawälder zwischen der Insel Sachalin im Ochotskischen Meer, Petschora und Ural.

Beim Gelbbrauen-Laubsänger handelt es sich um einen typischen kleinen Laubsänger mit feinem, spitzem Schnabel und relativ kurzem Schwanz. Vom Aussehen her ähnelt dieser Phylloscopus-Laubsänger einem Goldhähnchen (am ehesten einem Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla)). Je nachdem wie er sich positioniert, wirkt er nicht zierlicher als der heimische Zilpzalp (Phylloscopus collybita), obwohl seine Körperlänge um acht Millimeter kürzer ist. Die Oberseite ist olivgrün mit etwas hellerem Bürzel und Oberschwanzdecken. Zwei deutliche, aber unterschiedlich intensiv ausgeprägte Flügelbinden, die von den hellen Säumen der Armdecken hervorgerufen wurden, sind meist das auffälligste Merkmal. Der Oberkopf ist dunkelgrün mit sehr schwach angedeutetem hellerem Scheitelstreif. Namensgebend ist Continue reading Ein sibirischer Irrgast: der Gelbbrauen-Laubsänger

Osterausflug auf die Greifswalder Oie

TrauerenteSeeenten wie Eisenten (Clangula hyemalis), Trauerenten (Melanitta nigra) oder Bergenten (Aythya marila) im Tiefflug über der Ostsee. Noch dazu im Prachtkleid. Dies alles ist auf einem Ausflug mit der MS „Seeadler“ der Apollo-Reederei auf die Greifswalder Oie – der nord-östlichen Insel Deutschlands – möglich. Die Insel liegt nördlich von Usedom im nördlichen Vorpommern mitten in der Ostsee.

Wie bereits in anderen Blog über das Zuggeschehen beschrieben, lohnt es sich im Frühjahr und Herbst die ziehenden Trupps nicht nur der Singvögel genauer abzusuchen. In gemischten Ententrupps können sich nämlich auch andere Vertreter der Melanitta -Seeenten aufhalten. Das sollte über Ostern mal von Peenemünde aus getestet werden. Bei herrlichstem Wetter ging es pünktlich um 9.45 Uhr mit der MS „Seeadler“ hinüber zur Greifswalder Oie. Als die MS „Seeadler“ den Peenestrom verlassen hatte und den Peenemünder Haken passiert sind in der Ferne schon ziehende Mittelsäger (Mergus serrator),  Kormorane (Phalacrocorax carbo), Pfeifenten (Anas penelope), Reiherenten (Aythya fuligula), Eisenten, Trauerenten und Lachmöwen (Chroicocephalus ridibundus bzw. Larus ridibundus) zu sehen.

Schnell passieren wir die Insel Runde und sehen in der Ferne schon die Oie. Da die See nicht zu rau ist, ist es möglich die Continue reading Osterausflug auf die Greifswalder Oie

Tienschan-Laubsänger auf Greifswalder Oie/ Mecklenburg-Vorpommern

Tienshan-Laubsänger Nicht allzu lang nach der Meldung in ornitho.de bezüglich eines Gelbbrauen-Laubsänger (Phylloscopus inornatus) am Fahrlander See ist nun noch ein weiterer vagabundierender Vertreter der Gattung Phylloscopus in Deutschland aufgetaucht. Ein Tienshan-Laubsänger (Phylloscopus humei) wurde auf der Greifswalder Oie der nord-östlichen Insel Deutschlands in der Ostsee gesehen. Die Insel liegt nördlich von Usedom im nördlichen Vorpommern. Diese Beobachtung eines Tienschan-Laubsängers ist die erste Meldung für 2015. Dagegen hielt sich vom 1. bis zum 13. November 2014 auf Helgoland ein Tienschan-Laubsänger auf.

Wie bereits in dem Blog über den Gelbbrauen-Laubsänger bei Potsdam beschrieben, lohnt es sich im Herbst die ziehenden Trupps der Singvögel genauer abzusuchen. In gemischten Trupps können sich nämlich kleine Vertreter der Phylloscopus-Laubsänger aufhalten. Häufig wird der Tienschan-Laubsänger in demselben Trupp mit Meisen und Goldhähnchen (Regulus sp.) und Continue reading Tienschan-Laubsänger auf Greifswalder Oie/ Mecklenburg-Vorpommern

Gelbbrauen-Laubsänger am Fahrlander See/ Potsdam

Gelbbrauen-LaubsängerDas Laub der Weiden färbt sich langsam. Die anderen Bäume sind schon viel weiter und zeigen das leuchtende Rot des Herbstes. Ein wunderschönes Sonnenwetter herrscht an diesem kühlen Herbsttag mit einem leichten Ostwind. Eine Meldung in ornitho.de wies auf einen Gelbbrauen-Laubsänger (Phylloscopus inornatus) am Fahrlander See hin. Die Stelle ist sehr gut zu erreichen. Ein Plattenweg geht fast bis zum Ufer. Von da sind es nur ein Schritte bis zu der Location. Das war also kein großes Problem. Intensiv suchte ich die Fundstelle ab. Sie wies eine Mischung aus niedrigen Weiden, Röhricht und von Anglern niedergetrampelten Gras auf. Leider vergeblich. Schon den ganzen Morgen hatte Ornithologen nach dem Irrgast Ausschau gehalten. Am heutigen Tag war keine Meldung erfolgt. Sollte der Gelbbrauen-Laubsänger nach nur einem Tag schon wieder verschwunden sein?

Die Absuche des weiter westlich gelegenen Auenwaldgürtels des Fahrländer Sees erwies sich hinsichtlich eines Gelbbrauen-Laubsänger als unergiebig. Dafür war eine ausgeprägter Zug des Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) zu beobachten. Auch Meisen (Parus sp.) waren sehr gut vertreten. statt. Das Highlight war eine Waldschnepfe (Scolopax rusticola), die auf dem Trampfelpfad eine Verschnaufpause eingelegt hatte und bei Annäherung aufflog. Beim Auffliegen konnte sehr schön der rostfarbene Continue reading Gelbbrauen-Laubsänger am Fahrlander See/ Potsdam

Vermehrtes Auftreten von Rotfussfalken in Mitteleuropa

RotfußfalkeMindestens 3 Rotfußfalken (Falco vespertinus) waren aus dem Oderbruch gemeldet worden. Von Berlin ist der Ort leider nur über eine lange Anfahrt über eine radargespickte und mit LKW´s reich gesegnete Landstraße zu erreichen. Aber die Beobachtung wollte ich mir nicht entgehen lassen. Bei meiner Ankunft sitzt ein Weibchen vor Sonnenaufgang auf einer trockenen Kirsche, die ihr wohl als Tagesrastplatz dient. Dann kommen ganz schnell noch 2 Männchen und ein diesjähriges Exemplar. Alle 3 . Rotfußfalken kommen gemeinsam aus südöstliche Richtung angeflogen und landen gezielt auf dem Kirschbaum. In den Morgenstunde ist erst ausgiebiges Putzen angesagt. Dann erfolgt gegen 8:00 Uhr der gemeinsame Abflug aller Rotfußfalken zum ehemaligen Luzernefeld, das nur so von Mäusen wimmelt. Später widmen sich 2 Individuen einem großen Stoppelacker und gehen dann zur weiteren Bodenjagd über.

Nicht zuletzt mit dem Aufkommen von Ornitho.de oder den Meldungen über Club 300 wird immer wieder von den verrücktesten Sichtungen berichtet. Als Beispiel sei da nur der Schwarzbrauenalbatros (Thalassarche melanophris) genannt, der Mitte Juli von Sylt, zuletzt vom Continue reading Vermehrtes Auftreten von Rotfussfalken in Mitteleuropa

Red-throated Diver: Migration in May in front of Nordkyn/ Norway

SterntaucherA moment ago it had rained. Now again, you are standing in the most beautiful sunshine. Well, that one is on the lee side of the lighthouse, because the east wind whistles pretty much. In a distance on the horizon you see migratory birds flying ahead against the heavy wind towards the Barents Sea.

In the distance, migrating Red-throated Diver (Gavia stellata) can be discovered. They are not the only migratory birds. Other seabirds are on the trip as well. There are King Eider (Somateria spectabilis), Long-tailed Ducks (Clangula hyemalis), Black Scoter (Melanitta nigra) and Northern Gannet (Morus bassanus), all can be seen on off-shore over the rough sea. Now – in early May – the passage of Red-throated Divers has reached its peak and Red-throated Divers make with the largest group of migrating birds. Again and again you can hear a strange cackle. After a while, normally you observe a Red-throated Loon (Gavia stellata) close to see at or above the lighthouse. But the main part of Red-throated Divers pulls over the open sea. Even from a long distance you can recognize them well due to their characteristic flight pattern. The feet Continue reading Red-throated Diver: Migration in May in front of Nordkyn/ Norway

Vogelreichtum auf schottischer Inselwelt

KrähenscharbeFelsnadeln, die aus dem schäumenden Meer emporsteigen. Abweisend auf den ersten Blick, doch voller Leben, wenn man in den Sommermonaten in die Nähe kommt. Wenn von Schottland die Rede ist, muß man unbedingt auch auf den Vogelreichtum der Inselwelt vor der Küste hinweisen. Orkney, Shetland oder St. Kilda sind weltbekannt, aber nicht so einfach und schnell zu erreichen, wie die kleinen Inseln nur einige Meilen vor der schottischen Ostküste nahe Edinburgh. Am bekanntesten ist sicher der berühmte Boss Rock oder die Isle of May. Kurz hinter der schottischen Grenze in England, sind die Farne Islands ein perfektes Ziel für Naturfotografen. Jede dieser Inseln kann für einige Stunden pro Tag betreten werden und bietet hervorragende Fotomöglichkeiten. Der Bass Rock ist der namensgebende Vogelfelsen für den Basstölpel (Morus bassanus). Außer auf Helgoland kenne ich nirgends bessere Fotomöglichkeiten für diese Art. Die Isle of May einige Meilen vor Anstruther beherbergt vor allem Tordalken (Alca torda), Papageitaucher (Fratercula arctica), Krähenscharben (Phalacrocorax aristotelis) und Trottellummen (Uria aalge).  Ein vergleichbares Artenspekturm gilt für die Farne Islands. Hier kommen zusätzlich noch Continue reading Vogelreichtum auf schottischer Inselwelt

Lummen in der Steilwand

TrottellummeDas Leben in der abschüssigen Steilwand einer Vogelinsel wie Helgoland, Handa (Schottland) oder Hornöya (bzw. Hornøya in Nord-Norwegen) ist durch Alkenvögel geprägt. Viele Hundert kleine, dunkle, pinguinartige Vögel leben auf den steilen Abschnitten. Auf minimalem Grund und Boden nisten Dickschnabellummen (Uria lomvia) und Trottellummen (Uria aalge) in Felsnischen. Beide nah verwandten Arten legen nur ein einziges Ei auf den nackten Fels, an dem sie sich selber oft auch nur mit Mühe halten können. Eng aneinander geschmiegt geben sich die Tiere gegenseitig Windschutz. Jeder Neuankömmling wird mit Kopfnicken und Verbeugungen höflich begrüßt. Dieses Verhalten ist wohl eine Geste vieler Koloniebrüter, um die Aggression gegenüber dem Nachbarn zu senken. Das einzige Ei hat eine spezielle Anpassung an das Nistbiotop: einseitig ungewöhnlich spitz zulaufend, rollt das Ei auf der Bahn eines Kreisbogens und fällt deswegen nicht so ohne weiteres die Klippe hinunter. Zwanzig Tage werden die Küken mit Mini-Fischen gefüttert, bis die noch nicht flugtüchtigen Federknäuel sich todesmutig in die Tiefe stürzen. Das ist der berühmte Lummensprung.

Mit flatternden Flügeln trudeln die Jungen in die Tiefe und stürzen ins Meer, nur durch ihr geringes Gewicht und das Continue reading Lummen in der Steilwand

Black-capped Petrel in the western Palearctic

TeufelssturmvogelA report of a Black-capped Petrel (Pterodroma hasitata) from the Northern Sea, maybe Heligoland, would be the Mega of the year. Even better, than the Black-browed Albatross (Thalassarche melanophris) which spend several weeks around the sea bird colony along the red cliffs on this sole off-shore island of Germany. In general observations of pelagic or oceanic birds are rare from the Northern Sea. Too shallow and too much secluded from the open big oceans, reports of seabirds of the Northern Sea normally refer only to some sightings of Cory’s Shearwater (Calonectris diomedea) or Manx Shearwater (Puffinus puffinus). Reports of Continue reading Black-capped Petrel in the western Palearctic

Blyth’s Reed-Warbler on Greifswald Oie

BuschrohrsängerAccording to reports in Ornitho.de a Blyth’s Reed Warbler (Acrocephalus dumetorum) had been seen today – July 9th 2014 – on this tiny island in the Baltic Sea again.

After reports from the island of the Greifswald Oie earlier in the year and from the off-shore island of Heligoland there were increasingly Continue reading Blyth’s Reed-Warbler on Greifswald Oie

Blyth’s Reed-Warbler (Acrocephalus dumetorum) in north-east Germany

BuschrohrsängerAccording to reports in Ornitho.de and Club 300.de there is a good chance that bird watchers and Twitcher of the North Central Europe can increasingly observe Blyth’s Reed Warbler (Acrocephalus dumetorum) comparatively to the west.

After reports from the tiny island of the Greifswald Oie and from the off-shore island of Heligoland now comes a message from Continue reading Blyth’s Reed-Warbler (Acrocephalus dumetorum) in north-east Germany

Buschrohrsänger in Peenemünde in Vorpommern

BuschrohrsängerBerichten in Ornitho.de und dem Club 300.de zufolge gibt es eine gute Chance, dass Vogelbeobachter und Twitcher des Nordens Mitteleuropas zunehmend Buschrohrsänger (Acrocephalus dumetorum) vergleichsweise westlich beobachten können.

Nun kommt nach Meldungen von der Greifswalder Oie und von Helgoland auch eine Meldung Continue reading Buschrohrsänger in Peenemünde in Vorpommern

Great Grey Shrike, Lanius excubitor in the Hochtaunus near Frankfurt

Northern ShrikeDuring a short trip to a hiking site near my hometown in the Hochtaunus just 25km from downtown Frankfurt I could observe a beautiful Great Grey Shrike, Lanius excubitor. This Northern Shrike could be seen in perfect light in the afternoon of the 20th of February in an area called Viehweide (cattle pasture) northwest of the small village Schloßborn near both to the highest peak of the Taunus, the Grosser Feldberg, and the fashionable town of Koenigstein im Taunus.

The bird was already observed by Eleonore Gothe on the 18th of February.

This was my first sighting for this winter in the Taunus. One of the last Great Grey Shrikes I could see was on Helgoland in the Suedhafen area last October.

In his „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“, Band 13/II „Passeriformes, Sittidae – Laniidae“ Urs N. Glutz von Blotzheim mentioned that migration of the Great Grey Shrike, Lanius excubitor, (also called Northern Shrike), back to breeding grounds has been reported between mid of February until beginning of April with peaks in March. In so far the observation could still fit for a wintering ground observation or a sighting during migration.

Remarkably otherwise there were 8 Ravens (Corvus corax) and at least 5 Red Kites (Milvus milvus). Although Red Kites breed in the Taunus and these Kites seem to stay and feed in the area, they will probably go further north in the near future. The german Birdnet is full with migration counts of Red Kites – sometimes in good numbers (as 37 individuals migrating in north-eastern direction in the Landkreis Waldeck-Frankenberg in northern Hesse).
Moreover, 8 Eurasian Buzzards (Buteo buteo) could be seen. Very interesting to see 5 Common Buzzard with 2 Kites trying to Continue reading Great Grey Shrike, Lanius excubitor in the Hochtaunus near Frankfurt

Cranes on China’s Helgoland, PART II

I was happy to experience a trip to Happy Island at the end of October. A 10-day trip in 2007. So far so good concerning the character of Happy Island in comparison to the vagrant hotspot Helgoland. What Helgoland does not have are resting cranes. But on Happy Island you could see a total of 4 types very well. These were, of course, above all, our “normal” Cranes, Grus grus, then White-naped Crane, Grus vipio, Red-crowned Crane, Grus japonensis, and eventually even a single Sandhill (Canada) Crane, Grus Canadensis. For the last one this was  only the third time ever that there has been an observation on Happy Island. Also Siberian Crane, Grus leucogeranus, Hooded Crane, Grus monacha and Demoiselle Crane, Anthropoides virgo have allegedly already been proven. Happy Island is considered to be (one of) the best location to watch the East Asian migration. Hope that this is true for the future, too. During my visit in 2007, extensive construction work was in progress to make the island more interesting for “normal” day trippers and to improve touristic infrastructure. Ditches and canals were dug to pedal with small boats. But, the ongoing construction work had some good advantages, too. The excavated material was used to provide quite a high hill of sand piling up in the middle of the island. This turned out to be an ideal vantage point to watch the migration of the mornings. Passing birds on eye-level (sometimes 10 meters) were a perfect experience. The derelict (but cheap) beach huts were demolished in the following year to my visit without temporary replacement. The future will show whether Happy Island can continue to be China´s Helgoland China – perhaps with better accommodation!

A nice selection of bird images of that trip can be seen in the gallery. In a different gallery you also find impression of the landscape of that nice Continue reading Cranes on China’s Helgoland, PART II

Cranes on Happy Island, Chinas´s Helgoland, Part I

China’s Helgoland? Is there such a thing? Well, it depends on what you consider to be the specific characteristic of the “Shijiu Tuo Island” or “Bodhi Island” (in English simply “Happy Island”) mentioned island.

Shijiu Tuo Island or simple Happy Island, about 3 hours drive from the seaside resort of Beidaihe located on the Yellow Sea to the east, is at first appearance rather like one of the Northern Sea islands as Texel, Norderney or even Wangerooge. This applies both to the topography as well as the distance from the mainland. Happy Island is not an off-shore island. Therefore it only takes a small boat to bring passengers to the island – in about the same time what it takes to ship from Harlinger Siel to Wangerooge.

Beidaihe is located east of Beijing – about 300 km from the international airport.

The resort has been in the international media at the beginning of August 2012, as this year the Chinese leadership resided in this seaside town to a multi-week retreat to prepare for the upcoming change in power. Previously, the communist party retreats were held regularly in the summer in the nice place. Large parts of the state bureaucracy were carted in the hot months to Beidaihe with its convenient seaside climate. Security is of course very strict at that time but in October / November – the best time for bird migration observation – the resort is very quiet and not crowded. Perfect conditions to go for the beach or in the park adjacent to the Lotus Hills – the Lian Feng Mountain Park – to look after local and migrating birds. So far so good. But now more to Happy Island.

Happy Island at the widest point is only 1.5 kilometers wide and 3.5 kilometers long. Albeit this island offers an impressive diversity of habitats – as does Helgoland. There are grasslands, sandy beaches, small ponds, dense coastal scrub, sand dunes, shrimp ponds and – in the middle a collection of trees that could be almost called a small wood. The wood is picturesquely located right around a Buddhist temple.

The surrounding sea impresses the observer with wide mud flats at low tide. This is an excellent food area for migratory and native birds – such as our North Sea islands. Here waders as Oystercatchers (Haematopus ostralegus), Pacific Golden Plover (Pluvialis fulva), Mongolian Plover (Charadrius mongolus), Greater Sand Plover (Charadrius leschenaultii), Eurasian Curlew (Numenius arquata), Spotted Redshank (Tringa erythropus), Marsh Sandpiper (Tringa stagnatilis), Greenshank (Tringa nebularia), Green Sandpiper (Tringa ochropus) and Dunlin (Calidris alpina) can be seen. Rarities are Pectoral Sandpiper (Calidris melanotos) and finally Far Eastern Curlew (Numenius madagascariensis). One of the highlights is Nordmann’s Greenshank (Tringa guttifer), who is the almost annually observed. Unfortunately I draw a blank on that bird as I missed the Great Knot (Calidris tenuirostris), who is also a scarce passing migrant. A special feature is the observation opportunities for the otherwise very rare Saunders’s Gull (Larus saundersi) and Relict Gull (Larus relictus). Both could be photographed beautifully. So far, the impressive number of 408 species has been proven for the island, of which only 29 are valid as breeding species and 379 as migratory.

The Fall – from September to mid-November – is a very favorable season for bird watching Continue reading Cranes on Happy Island, Chinas´s Helgoland, Part I

Great Grey Shrike, Lanius excubitor on Helgoland

During a trip in the 1st half of October 2012 to experience migrating birds on Helgoland several remarkable sighting could be noted. Just one sighting very short. A beautiful Great Grey Shrike, Lanius excubitor, could be seen in perfect light in the afternoon of the 13th of October in the area of the former Suedhafen (southern harbor) of the tiny offshore island of Helgoland in the Northern Sea, roughly 50 km out of sea from the shores of Friesland. Later on there were seen 2 more individuals on that day. On the next days, Sunday, the 14th and Monday, the 15th of October only 1 Great Grey Shrike could be seen on Helgoland.

This was the first sighting for the fall migration. The last observation of the Great Grey Shrike has been on the 17th of April on that island. Although not a regular sighting on Helgoland, the Great Grey Shrike does not qualify to be rare enough to be listed in the category “Rare birds – day by day” as you can see on the superb website of the Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Helgoland e.V. (OAG)

In his „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“, Band 13/II „Passeriformes, Sittidae – Laniidae“ Urs N. Glutz von Blotzheim mentioned that migration of the Great Grey Shrike, Lanius excubitor, (also called Northern Shrike), at the coast Continue reading Great Grey Shrike, Lanius excubitor on Helgoland

Rare buntings in the western Palearctic

For middle Europe, Urs N. Glutz von Blotzheim listed 16 species of buntings of the genus Emberiza plus the Corn Bunting, Miliaria calandra, of the genus Miliaria, the Snow Bunting, Plectrophenax nivalis, of the genus Plectrophenax the Lapland Bunting (also known as Lapland Longspur), Calcarius lapponicus, of the genus Plectrophenax in his „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“, Band 14/III „Emberizidae“. In total there are 19 species of buntings occurring in the west-center part of the Western Palearctic. The List of the birds of the whole Western Palearctic count for 25 species in this respect.

Of the rarer species of buntings some species occure as vagrants from the northern or eastern parts of Asia, as the Pine Bunting, Emberiza leucocephalos, the Yellow-browed Bunting, Emberiza chrysophrys, the Rustic Bunting, Emberiza rustica, Chestnut Bunting, Emberiza rutila, the Red-headed Bunting, Emberiza bruniceps, the Black-faced Bunting, Emberiza spodocephala and finally the Little Bunting, Emberiza pusilla. The plumage normally is quite drab due to their bush- and ground-dwelling lifestile a rare bunting is not easy to identify. This is particulary true for the females. Here you can find some images in the gallery of the rarer species of buntings.

Of the rarer species of buntings only the Little Bunting can be found with some regularity mainly in fall in western Europe. In Germany Little Buntings were observed at the Lisdorf Beringungsstation on the 13th of Oct 2011 and in Mecklenburg at the Greifswalder Oie on the 25th of Sept. 2011. On the Island of Helgoland, Little Buntings are twitched several times during the fall migration. On the other hand Helgoland was a temporary home for the Rustic Bunting, Emberiza rustica, Continue reading Rare buntings in the western Palearctic