Tag Archives: Haussegler

Krokodilwächter am Weissen Volta in Ghana

KrokodilwächterÜber das Wasser fliegt ein bläuliches Etwas mit schwarz-weißen Streifen. Plötzlich steht der Krokodilwächter  (Pluvianus aegyptius) direkt vor uns auf der Sandbankkante. Schon wenig später ist ein kratzender Ruf im Gacker-Stackato zu hören. Wir scheinen uns mitten in seinem Territorium zu befinden. Die umherlaufenden Birder einzusammeln, bedeutet, daß der Vogel sich dann hinter eine Sandwehe verzieht. Wenig später erscheint er aber wieder auf dem Kamm des Sandhügels und versucht Eindruck zu machen, zu imponieren.

Der Tag hatte um 5:30 mit dem Frühstück angefangen. Gegen 6:15 verliessen wir das Motel in Richtung Nord-Osten. Heute wollen wir einen längeren Ausflug machen, um den Weißen Volta (der auch Nakambé heißt) auszusuchen. Das Zielbird ist der Krokodilwächter, der im englischen Egyptian Plover genannt wird. Früher ist der Touranbieter, Birdquest, dafür nach Bolgatanga an der Grenze nach Burkina Faso gefahren. Das hatte zwar auch den Zweck, Schwarzschopfkiebitz (Vanellus tectus), Rothalsfalke (Falco chicquera) und Blaßspötter (Hippolais pallida) zu sehen. Aber das Zielbird des Ausflugs so weit in den Norden war ganz klar der Krokodilwächter. Inzwischen hat man eine besser zugängliche Stelle gefunden, die vom Mole National Park im Norden Ghanas deutlich schneller zu erreichen ist. Aber auch so ist der Krokodilwächter eine kleine Reise wert. Wir sind gut 2 Stunden – erst auf asphaltierter Straße, dann auf einer Piste – unterwegs, um den Vogel, den Krokodilwächter, auf seinem Lieblings-Habitat, den Sandbänken, zu Continue reading Krokodilwächter am Weissen Volta in Ghana

Frühjahrszug und Greifvögel in der Extremadura – April 2013, Reise des Brehm-Fonds

 Im Frühjahr 2013 wird vom Brehm-Fonds für internationalen Vogelschutz e.V. eine ornithologische Studienreise in die im Südwesten Spaniens gelegene Region Extremadura geführt. Sie umfasst die Provinzen Badajoz und Cáceres östlich der Grenze zu Portugal und ist nicht nur berühmt für die am besten erhaltenen mittelalterlichen Denkmäler in Spanien, sondern unter Naturliebhabern auch für ihre einzigartige Kombination von Eichenwäldern, Steppen, Agrarlandschaften, Seen und Felsregionen. Entsprechend artenreich (ca. 340 spp.) gestaltet sich die Vogelwelt; viele Vertreter haben hier ihre Verbreitungszentren für die Iberische Halbinsel bzw. Südwesteuropa. Das Spektrum reicht von beinahe alltäglichen Arten wie Rötelfalke, Blauelster und Kalanderlerche bis hin zu ausgesprochenen Raritäten wie Weißkopf-Ruderente, Zwerg- und Großtrappe, Spießflughuhn, Gleitaar, Blauracke und Häherkuckuck – Arten, die in Europa entweder nur hier vorkommen oder an den meisten anderen Orten bereits verschwunden sind. Die Liste bemerkenswerter Nachweise wächst beständig; erst im Frühjahr 2012 wurden erstmals Rüppellseeschwalbe und Haussegler nachgewiesen.

Ein Höhepunkt der Tour wird der Besuch des erst seit 2007 bestehenden Nationalparks Monfragüe nördlich von Trujillo Continue reading Frühjahrszug und Greifvögel in der Extremadura – April 2013, Reise des Brehm-Fonds