Tag Archives: Handbook of the Birds of the World

Mount Kupé Bushshrike – searching for a rare bird

HalsbandwürgerOne of the top birds of the Bakossi Mountains is Serle’s Bushshrike (Telophorus kupeensis) – better known as Mount Kupe Bushshrike. This fresh morning had started almost exactly like the previous, unsuccessful birding morning. But this time we take another trail. At the very beginning, we see the remains of a camp where scientists had conducted ornithological surveys (ringing schemes, etc.). In conduct of the trip, reliable locations for Mount Kupe Bushshrike should be found. We will be playing the voice of Serle’s Bushshrike (better known as Mount Kupe Bushshrike) too and perhaps lure it out. Along the way, the local guides had seen the bird at least. The bird activity is amazingly good. The Blackcap Illadopsis (Illadopsis cleaveri) or better Black-capped Illadopsis and Yellow Longbill (Macrosphenus flavicans) can be heard. The first known location of the Mount Kupe Bushshrike proves to be unproductive. We then continue along the ever-narrowing path. It is now 8:00 am and very pleasant in the forest. The sun is already shining on the first slopes. At the 2nd spot we stop to play the raucous song of Serle’s Bushshrike and maybe lure it out. The local guide had definitely seen it on this spot several times. But first we see “only” a Bar-tailed Trogon (Apaloderma vittatum), in the dense foliage. Suddenly, in the far distance, a Bushshrike answers. For a while I play the tape with its rasping calls. In between, the local guide is very good at mimicking the bird’s Continue reading Mount Kupé Bushshrike – searching for a rare bird

Weissbrauen-Zistensänger im Nyika Nationalpark

Weißbrauen-CistensängerIn den Ausläufern des Nyika-Nationalparks im Westen Malawis ist  ein singender Weißbrauen-Zistensänger  (Cisticola cantans) der Unterart muenzneri zu hören. Wenig später ist der Weißbrauen-Zistensänger  auf einem Akazienzweig etwas verborgen zu sehen. Als der Gesang des Weißbrauen-Zistensängers vom Band abgespielt wird, hält es den Vogel nicht in der Deckung und er kommt sehr schön exponiert auf einen Zweig über einem Bach. Das Lied ist für die Halmsängerartigen (Cisticolidae) im Allgemeinen sehr wichtig. Insbesondere die Mitglieder der Gattung Cisticola produzieren eine Vielzahl von Notentypen, von harten, raspelnden Tönen und süßen Trillern bis hin zu Klagen und musikalischen Pfeifen. Ihre Songs sind fast immer unverwechselbar und geben oft den besten Hinweis auf eine Artbestimmung. Ein merkwürdiges visuelles Merkmal, das das Lied bei vielen Arten begleitet, ist ein schwärzlicher Gaumen, der bei Continue reading Weissbrauen-Zistensänger im Nyika Nationalpark

Prachtkleiber in den zentralen Hochländern Papua-Neuguineas

PrachtkleiberHinter einem tonigen Erdwall entlang einer bergigen Straße zu einer Kupfermine waren hohe Rufe zu hören. Kleine schwarze Vögel hüpften einen flechtenbewachsenen Ast entlang. Ganz typisch wie die eurasischen Kleiber.

Das kann es aber hier im zentralen Hochland Papua-Neuguineas nicht sein. Nun hatte ich also doch ein wunderschönes Paar des Prachtkleibers, die auch Schwarze Sittella (Daphoenositta miranda) genannt werden, gefunden. Diese Art gehört zur Familie der Neosittidae. Die Art  ist in mehreren Berggebieten in Neuguinea – sogar in 3 verschiedenen Unterarten – zu finden. Über diesen nahen Verwandten der häufigsten Spiegelkleibers (Daphoenositta chrysoptera) ist wenig bekannt. Sogar Wikipedia zeigt nicht viel mehr. Für mehr Details zum Prachtkleiber sei auf das – Handbook of the Birds of the World (HBW) Volume 12, auf der Seite 641 verwiesen oder auf ihre relevante Website. Die Unterart kuboriensis kommt in den zentralen Continue reading Prachtkleiber in den zentralen Hochländern Papua-Neuguineas

Paarungsverhalten beim Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)

HalsbandwürgerEin territoriales Paar des im englischen Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike genannten Halsbandwürgers war – wie in einem vorherigen Blog beschrieben – bei einem Balzritual fotografiert worden.

Die Vögel waren dabei ziemlich niedrig im Waldinnern – schon fast im Unterholz –zu finden. Dazu überstiegen wir Lianen und umgestürzte Baumstämme und standen dann knapp unter der Oberkante eines Bergkamms.  Etwas weiter unterhalb am Abhang war ein Paar des Halsbandwürgers in nicht mehr als 1 Meter Höhe im nicht zu dichten, aber moos- und flechten bewachsenen Unterholz von Zeit zu Zeit zu sehen. Das Habitat entsprach dabei gut der Habitatbeschreibung “Primary forest with relatively open understorey, sometimes on steep hillsides; at 930–1550 m”, die im Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Editions, Barcelona zu finden ist.

Die beiden Vögel hatten sich offensichtlich einen besonderen Platz ausgesucht und führten den offensichtlich nur wenigen Ornithologen bekannten Tanz, ein Paarungsritual, auf. Im Verlauf dieses „Tanzes“ hüpfte ein Individuum des Halsbandwürgers minutenlang einen moosbewachsenen Ast im Unterholz hoch und sein Partner folgt ihm ebenfalls – rauhe Nasallauten ausstoßend. Dann wieder sprang einer der beiden den gleichen Ast in kleinen Abständen herunter und der andere folgt ihm auf den Fuß – bzw. in ca. einem halben Meter Entfernung. Natürlich ebenfalls laut rufend. Continue reading Paarungsverhalten beim Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)

Mount Kupé Bushshrike – eine Erfolgsgeschichte

HalsbandwürgerEin frischer, sonniger Februarmorgen in den Bakossi Mountains. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Suche haben wir am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers (Telophorus kupeensis) „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Nach intensiver Suche am Morgen war endlich ein territoriales Paar des Halsbandwürgers (Telophorus kupeensis) – im englischen als Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike bekannt – gefunden.

Die Vögel sind sogar recht niedrig im Waldinnern – schon fast im Unterholz –zu finden. Auf den (wenigen) Fotos, die in den Image-Datenbanken zu finden sind, wird dieser nur sehr lokal vorkommende Buschwürger nur im Kronendach im Gegenlicht wiedergegeben. Wir übersteigen Lianen und umgestürzte Baumstämme und stehen dann knapp unter der Oberkante eines Bergkamms.  Etwas weiter unterhalb am Abhang treibt sich das Paar des Serle’s Bushshrike (Mount Kupe Bushshrike) in nicht mehr als 1 Meter Höhe im nicht zu dichten, aber moos- und flechtenbewachsenen Unterholz herum.

Zuvor war aber harte Arbeit zu erledigen. Die erste für den Halsbandwürger bekannte Stelle erweist sich als unergiebig. Wir laufen den immer enger werdenden Pfad weiter. Es ist nun 8:00 und sehr angenehm im Wald. Die Sonne bestrahlt schon die ersten Hänge. Am 2. Spot halten wir, um die Stimme des Halsbandwürgers abzuspielen und ihn vielleicht hervor zu locken. Dort hatte ihn der lokale Guide auf jeden Fall schon einige Male gesehen. Zuerst sehen wir aber wieder „nur“ einen Bergtrogon (Apaloderma vittatum), im dichten Blätterdach. Plötzlich: In weiter Ferne antwortet der Halsbandwürger mit seinen typischen rauchig-kratzigen Continue reading Mount Kupé Bushshrike – eine Erfolgsgeschichte

Remarks to wintering Solitary Sandpipers (Tringa solitaria) in the Pantanal

EinsiedelwasserläuferDuring scientific research in the northern Pantanal between the 20th of December 2012 and the 10th of January 2013 I often observe Solitary Sandpipers along the muddy ditches on a farm. Of the two subspecies of the solitary sandpiper recognized the subspecies present probably was Tringa solitaria solitaria which usually has a more well-defined streak between the eye and the bill which are clearly visible on the images shot. On the other hand Tringa solitaria cinnamomea typically lacks these streaks, being more finely spotted and speckled instead. First I saw the Solitary Sandpiper (Tringa solitaria) on the muddy fringes of small pools, where you could see them from wooden bridges crossing these waters. There were no more but 3 individuals which you could see at one time. In between 10 days the water level rose by about half a meter. After that you only saw Solitary Sandpipers on muddy pieces of grassland between leaves of grass. These patches were characterized by highly degraded grassland, where cattle used to feed on quite recently.

The Solitary Sandpipers were never numerous and obviously preferred the open muddy shores of various types of pools. In „Birds of Brazil, The Pantanal & Cerrado of Central Brazil“ von J. Gwynne, Continue reading Remarks to wintering Solitary Sandpipers (Tringa solitaria) in the Pantanal