Tag Archives: Graugans

Im Reich des Wachtelkönigs

RotschenkelSeltsam, rätschende Geräusche kommen nachts aus den Wiesen im Warthevorland. Das ist die Stimme des Wachtelkönigs (Crex crex), der auch Wiesenralle genannt wird. Dies ist eine der seltensten und gefährdetsten Vogelarten Deutschlands.

Den Wachtelkönig, der nur selten in der dichten Vegation auszumachen ist, aber dennoch der berühmteste Brutvogel des Odertals ist, sah ich in den letzten zwei Jahren gleich drei Mal auf einem Plattenweg von einem Grasdickicht ins andere huschen. Im Unteren Odertal werden in jedem Jahr um die 100 rufende Männchen gezählt. Das dürfte für Polen die weitaus größte und gleichzeitig stabilste Population sein. Die Wiesenbrüter im Unteren Tal der Warthe genießen einen Vorteil, der Naturfotografen die Arbeit schwer macht: In dem weiten Gebiet finden sie fast überall Pfützen, Wasserstellen und nahrungsreiche Uferzonen. Somit sind sie nach der Brutzeit nicht auf bestimmte Plätze angewiesen. Ich habe tagelang an vorher erkundeten Stellen in einem Tarnzelt gesessen, ohne zu einem vernünftigen Foto zu kommen, weil die Motive selbst für 400 mm- oder 500 mm-Brennweite unerreichbar waren. Am anderen Ende des Tümpels flogen Löffelenten (Anas clypeata) ein, Graureiher (Ardea cinerea) verjagten Artgenossen, Rotschenkel (Tringa totanus) führten ihre Jungen auf eine überschwemmte Wiese, Flußuferläufer (Actitis hypoleucos) sprinteten durchs Flachwasser, eine Großfamilie von Graugänse (Anser anser) führte die Jungen ins Wasser und Rehe wanderten Continue reading Im Reich des Wachtelkönigs

Graugänse ziehen über den Blankensee

GraugansSpätherbst ist die Zeit der Gänse in der Nieplitzniederung. Diese weite, teils intensiv landwirtschaftlich geprägte, Landschaft ist dann Heimat nicht nur nordischer Entenvögel sondern auch der Graugänse (Anser anser). Nasskaltes Wetter mit einem wolkenverhangenen Himmel darf einen Vogelbeobachter aber nicht abhalten, den rastenden und fliegenden Trupps einen Besuch abzustatten. Vielleicht findet man ja gerade bei richtig trübem Wetter mit tiefen Wolken in Verbindung mit Nieselregen eine Seltenheit. Man kann die ganze Szenerie aber auch einfach nur auf sich wirken lassen. Wenn sich morgens mit unglaublichem Getöse die großen Gänsescharen, die die Nacht vor dem Nieplitz-Delta verbracht haben, in Bewegung setzen, fährt es einem durch Mark und Bein. Traumhaft, wie ein Gänsetrupp nach dem anderen die eisige Wasserfläche verläßt um sich dann im Dämmerungslicht tief über den See fliegend auf zu den Äsungsflächen in der Umgebung zu begeben. Ein morgendlicher Ausflug zum Blankensee verschafft dem Frühaufsteher nicht nur eine wunderschöne Wasserlandschaft in einer Zeit des Übergangs vom Herbst zum Winter,  sondern auch viele wunderschöne Vogelbeobachtungen. Manchmal ist der Morgen von Minustemperaturen und einem klaren Himmel, dann wieder von Nebel geprägt. Neben den allgegenwärtigen Graureihern (Ardea cinerea) und Silberreihern (Ardea alba) sind auch immer mal wieder Continue reading Graugänse ziehen über den Blankensee

Weissbürzel-Strandläufer am Gülper See

WeißbürzelstrandläuferDer anfangs als Bairdstrandläufer (Calidris bairdii)  bestimmte Weißbürzelstrandläufer (Calidris fuscicollis) vom Gülper See sollte am Samstag, den 22. Juli beobachtet werden. Schon um 7:00 war ich die 2 Stunden angereist und stellte den Wagen am Südostausgang des kleinen Dörfchens Prietzen am Südende des Gülper Sees ab. Einige Birder waren schon unterwegs. Am Samstagmorgen  hatte aber noch niemand den Vogel in der Havelaue gesehen.

Der Weißbürzelstrandläufer war seit Mittwoch, 19. Juli, locker mit Flußregenpfeifern (Charadrius dubius), Flußuferläufern (Actitis hypoleucos)  und einem Zwergstrandläufer (Calidris minuta) vergesellschaftet auf den Sandflächen am Uferrand des dicht mit Mauserfedern bedeckten Südufers gesichtet worden. Der Weißbürzelstrandläufer war  hauptsächlich auf Nahrungssuche mit wenig Ruhephasen zu sehen und anfangs stetig bis abends anwesend.

Das Südufer des Gülper Sees wird allerdings im Sommer von Tausenden rastenden Gänsen, ganz überwiegend Graugänsen (Anser anser), bevölkert. Über längere Zeiträume konnte der Weißbürzelstrandläufer zwischen den Graugänsen nicht Continue reading Weissbürzel-Strandläufer am Gülper See

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanDie Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Viele der Gebiete sind Naturschutzgebiete und weisen eine geringe Nutzungsintensität der Wiesen und Feldern auf. Die Abgelegenheit der Landschaft, die inmitten eines gering besiedelten Gebietes liegt, sorgt für die nötige Störungsfreiheit einiger seltener Arten wie dem Seeadler (Haliaeetus albicilla). Eine lockere und abwechslungsreiche Vegetationsstruktur sorgt dafür, dass nicht nur Beutegreifer viele unterschiedliche Futter- und Rastflächen finden. Auch für andere Vogelarten offener Feldflur, feuchter Wiesen und naturnaher Gewässer sind die Wiesen, Wasserflächen, Äcker und Feldern ein hochwillkommenes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet.

Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist. Wenn im Spätsommer und Herbst die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Die Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Brutgeschäft bei Graureihern in Stuttgart

GraureiherDie Brutvorbereitung der Graureiher (Ardea cinerea) am Max-Eyth-See, einem bekannten Erholungssee direkt bei Stuttgart, findet Anfang bis Mitte Februar statt. Dann besetzen die Graureiher ihre Horste. Die Nester werden ausgebessert oder neu gebaut. In dieser Zeit Ist es sehr lebhaft in der Kolonie. Unermüdlich suchen die Vögel auf dem Boden und in den Baumkronen nach abgebrochenen Zweigen. Haben sie dabei einen etwas dickeren erwischt, fliegen sie schwerfällig wieder zu den Horsten. Es werden auch Zweige von Bäumen abgerissen oder von anderen Horsten stibitzt. Diese Phase im Jahresablauf der Graureiher, eignet sich gut, um schöne Verhaltensbeobachtungen zu machen.

Der Max-Eyth-See ist Continue reading Brutgeschäft bei Graureihern in Stuttgart

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanNebel steigt aus den Flußauen, die Stille wird durchbrochen nur hier und da von den cru-cru-Rufen der Kraniche. Singschwäne (Cygnus cygnus) grasen die überschwemmten Wiesen ab, schütteln sich im Gegenlicht die Wassertropfen vom Schnabel. Wenig später dann die typischen leicht qäkenden Flugrufe von Gänsen. Wenn im Spätwinter und Vorfrühling die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist.

Die Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Texel im Winter: Schwanenfotografie

SingschwanDie anmutigsten und majestätischsten Vögel im winterlichen Texel sind die Schwäne. Die südlichste der westfriesischen Inseln ist die Insel Texel. Sie liegt am südwestlichen Rand des Wattenmeeres – schräg oberhalb von Amsterdam. Texel ist leicht zu erreichen, da die Autofähren fast stündlich von Den Helder nach De Horntje auf Texel herüberfahren. Auf Texel herrscht ein allgemein recht mildes Klima, welches sich durch die Auswirkungen des Golfstromes erklärt. Im vorletzten Jahr fuhr ich über Sylvester nach Texel. Ich wollte dort Schwäne beobachten und fotografieren. Als Übernachtungs- und Zielort auf der Insel wählte ich Oost, da sich die meisten Vögel im Nordosten der Insel aufhalten.

Den Preis für die anmutigsten und majestätischsten Vögel haben klar die Schwäne gewonnen. Höcker-, Zwerg- und Singschwäne (Cygnus sp.) sind im Winter immer auf Texel anzutreffen. 95% aller Schwäne auf Texel sollen Zwergschwäne sein, die sich zusammen in einer großen Schar von ca. 200 Tieren aufhalten. Der Zwergschwan (Cygnus columbianus) brütet Continue reading Texel im Winter: Schwanenfotografie

Waldsaatgänse im Havelland

Saatgans Die Havelaue westlich von Hohennauen –  nördlich von Rathenow – ist eine weite Ebene des norddeutschen Tieflandes. Bei Temperaturen um 0° liegt die Landschaft unter einer dicken Hochnebeldecke. Die Luft ist feucht-kalt und das Land liegt still. Die ergiebigen Regenfälle der vergangenen Tage haben die Wiesen überschwemmt. Teils liegen Wiesen und Weiden unter einer brüchigen Eisdecke. Träge fließt die Havel im Hintergrund. Ende Januar konnten direkt von der Straße nach Parey gut 50 Saatgänse (Anser fabalis) gesehen werden. Offensichtlich kamen sie zur Nahrungssuche auf die Felder und Wiesen. Die bevorzugten Übernachtungsplätze müssen wohl die Polder beim Grützer Bogen und Continue reading Waldsaatgänse im Havelland

Graureiher im Neckarraum

GraureiherReiher, Enten, Bläßrallen. Die Menge an Vögeln ist zu allen Jahreszeiten beeindruckend. Der Max-Eyth-See ist ein wahres Vogelparadies. Man würde das zunächst nicht erwarten, da das Gewässer ein bekannter Erholungssee direkt bei Stuttgart ist. Und doch haben Graureiher (Ardea cinerea) hier eine grosse Brutkolonie mit ca. 60 Nestern. Bei schönem Wetter sind auf dem See die Segel- und Tretboote unterwegs. Auf den Wiesen wird Fußball gespielt oder mit der ganzen Familie ein Grillfest gefeiert. Entsprechend groß ist dort die Unruhe. Es gibt jedoch auch einige Zonen, die die Boote nicht befahren dürfen. Diese Bereiche sind mit Pfosten und Seilen abgegrenzt. Durch dieses Nebeneinander von Erholungsflächen und Ruhezonen ist der Max-Eyth-See auch ein Vogelparadies. Auch ca. 50 Kormoran (Phalacrocorax carbo) leben dort und einige brüten auch. Seit einigen Jahren ist sogar das Brüten der seltenen Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) bekannt.

In der Nähe von Stuttgart, bei Mühlhausen, liegt der künstlich vergrößerte Max-Eyth-See. Er ist von verschiedenen Stuttgarter Continue reading Graureiher im Neckarraum

Fotografie in der Elbtalaue in Brandenburg

SaatgansDie Untere Mittelelbe Niederung ist ein wahres Juwel deutscher Flußlandschaften. Zum ersten Mal sah ich sie im Februar 1992 – in den Anfangsjahren nach der Wende in der DDR: die Elbtalaue zwischen dem mecklenburgischen Boizenburg und HaveIberg. Seither habe ich die Untere Elbe schon häufig besucht, um zu fotografieren. Vorher aber verweile ich meist auf einer Holztreppe am steil aufragenden Elbufer bei Boizenburg und genieße den atemberaubenden Blick über eine der letzten noch halbwegs intakten Urstrom-Landschaften Mitteleuropas. Die beste Gelegenheit zur Einstimmung auf einen schönen, produktiven Fototag. Ein besonderes Highlight an der Elbe ist die Vogelfotografie. Diese kann sehr schön aus dem Auto heraus betrieben werden. Äsende Gänse, Sing- oder Zwergschwäne (Cygnus sp.) lassen sich gut aus dem am Straßen- oder Wegrand parkenden und obendrein warmen Auto heraus fotografieren. Um genügend Abstand zu halten, sind Brennweiten von Continue reading Fotografie in der Elbtalaue in Brandenburg

Kurzschnabelgans im Spreewald bei Schlepzig

KurzschnabelgansSehr windiges Wetter, Graupel- und Schneeschauer waren angesagt. Aber als vormittags die Sonne durch die dicke Wolkendecke brach, sollte dieser Sonntag doch ein Birding-Tag werden. Schon seit fast einer Woche gab es die Meldung von mindestens 3 Kurzschnabelgänsen (Anser brachyrhynchus) in einem Trupp mit Grau-, Saat- und Blässgänsen in der Feldflur südlich von Schlepzig bei Lübben im Spreewald. Die Meldung wurde am Samstag, den 10. Januar 2015, noch mal bestätigt. Das war das Signal die gut 60 km vom Heimatort in den Spreewald zu fahren. Nach gut einer Stunde über kleine, verkehrsarme Landstraßen kam ich nach Schlepzig. Ein Vogelbeobachter war schon vor Ort.

Den Wagen hatte er am Zugang zu einem Feldweg stehen gelassen und sich dann unter einer Pappel mit seinem Spektiv zur Beobachtung eingefunden. Die Gänse standen aufmerksam aber ruhig auf der überschwemmten Wiese. Ich gesellte mich zu dem Kollegen und gerade als ich durch das Spektiv schauen wollte, flogen die Gänse ohne Hast, aber zügig in mehreren Trupps ab und landeten auf der östlichen Seite der Straße, die von Schlepzig nach Lübben führt. Der Kollege hatte genug gesehen. Ich außer Saat-, Bläß- und Saatgänsen noch nichts anderes. Alles hieß es Geduld zu haben. Zum Abschied wurde mir noch ein helles, wohl albinotisches Exemplar einer Saatgans im Abflug gezeigt.

Es dauerte eine Weile bis die Gänse wieder in der Nähe einfielen. Diesmal wieder auf der Continue reading Kurzschnabelgans im Spreewald bei Schlepzig

Halsbanddohlen im Havelland ??

HalsbanddohleDie nächsten Brutgebiete der Dohle der Subspezies soemmerringii, die im Deutschen auch Halsbanddohle genannt wird, liegen im Süden Finnlands. Das Heimatgebiet erstreckt sich aber über einen riesigen Bereich, der sich östlich bis an den Baikalsee, Sibirien und den Nordwesten der Mongolei erstreckt. Im Englischen wird diese Dohle (der ssp. soemmerringii) auch “russische Dohle” (Russian Jackdaw) genannt. Diese Subspezies ist für unsere Nachbarn im Westen eine echte Rarität. Während ssp. soemmerringii noch nicht mal offiziell auf der britischen Liste ist, wird sie zumindest als ein sehr seltener Wintergast in den Niederlanden geführt. Die Dohle (Corvus monedula soemmerringii) wird aber auch in Deutschland Continue reading Halsbanddohlen im Havelland ??

Gänse im Nuthe-Urstromtal

GraugansWildgänse aus dem arktischen Norden überwintern alljährlich zu Tausenden in Brandenburg auf den vielen Seen der Gegend südlich von Berlin und auch im ehemaligen Tagebaugebiet etwas weiter entfernt. Die Beobachtung dieser Wintergäste ist für Ornithologen wie auch für interessierte Naturfreunde eine ganz besondere Attraktion. Im vorliegenden Fall führte ein frühmorgendlicher Ausflug in das Rauhe Luch nördlich von Luckenwalde im Landkreis Teltow-Fläming. Die Sicht an diesem Herbstmorgen betrug unter 50 Meter und daß Tiere auf den abgeernteten Maisäckern stehen würden, war eher zu hören als zu sehen. Plötzlich rissen die Nebelschwaden über dem Acker direkt neben der Straße auf. Auf einmal waren Saatgänse (Anser fabalis), Graugänse (Anser anser), Kraniche (Grus grus) und Continue reading Gänse im Nuthe-Urstromtal

Taigasaatgänse im Binnenland Vorpommerns

Taiga Bean GooseIn der Friedländer Große Wiese vor allem südlich von Mariawerth  aber auch nördlich von Heinrichswalde konnten Anfang November in nur gut 2 Stunden am frühen Morgen gut 3000  Saatgänse (Anser fabalis)  gesehen werden. Offensichtlich flogen sie aus dem NSG “Galenbecker See” auf. Die bevorzugten Übernachtungsplätze müssen wohl der Polder 1 bei Heinrichswalde und der große überschwemmte Polder süd-östlich von Fleethof – ca. 10km westlich von Heinrichswalde – gewesen sein. Jedenfalls flogen Scharen von laut rufenden Gänsen so gegen 7:30 über die Polderdeiche hinweg in nördlicher Richtung. Später fuhr ich in die sogenannte Friedländer Große Wiese.

Die Friedländer Große Wiese ist durch teils asphaltierte bzw. betonierte Feldwege ohne Einfahrtbegrenzung sehr gut erschlossen. Als ich einige abgeerntete Maisfelder vor allem südlich von Mariawerth  passierte, hatte ich das Glück Saatgänse zusammen mit Kranichen (Grus grus) zu sehen. Da diese ebene Fläche – ein ehemaliges Kalkflachmoor – weit weg von dicht besiedeltem Land ist, gibt es hier weniger Störungen durch Jogger oder Leute, die mit ihren Hunden zu gehen als im süd-westlichen Teil Deutschlands. Die Situation ist also ganz anders als, die die im Blog „Cranes & Geese in Winter“ beschrieben wurde.  Die guten Zahlen an Gänsen auf den abgeernteten Maisfelder nicht so weit weg von der Straße waren doch erstaunlich. Ich fuhr so ziemlich alle Straßen und Feldwege in der Friedländer Großen Wiese ab. So sehe ich aber immer wieder große Trupps von Gänsen, die sehr unscheinbar auf den scheinbar leeren, abgeernteten Maisfeldern stehen. Sie können sich wirklich sehr gut tarnen. Nur wenn Gänse einfliegen, wird man häufig auf die Gänsescharen aufmerksam.

Unter den beobachteten Gänsen waren Continue reading Taigasaatgänse im Binnenland Vorpommerns

Northern Harrier (Circus cyaneus) on Norderney

Northern HarrierNorderney, the most densely populated island in the german Wadden Sea is with good reason called a bird paradise. Terns, Pied Avocet (Recurvirostra avosetta), Common Redshank (Tringa tetanus) , Brent Geese (Branta bernicla), Greylag Geese (Anser anser)and many other birds of water are to be found there, as well as the rare Eurasian Spoonbill (Platalea leucorodia), or raptors as Kestrels, Marsh Harriers (Circus aeruginosus) and Buzzards. The birds are back from their wintering grounds in southern Europe and Africa and have reached their breeding grounds on Norderney safe.

On the meadows at the airport breed Northern Lapwing (Vanellus vanellus), Eurasian Oystercatcher (Haematopus ostralegus) defend clamoring their turf against intrusive neighbors in the Grohdeheller, Common Redshank (Tringa tetanus) flutes from their perch on the fence posts along the salt marshes in the Grohdepolder and the dunes to the east of the island host again a large breeding colony of gulls. Breeding pairs of the rare Northern Harrier (Circus cyaneus) live on the island, too. The Northern Harrier, Circus cyaneus, also called the Hen Harrier was the main reason to arrange a trip to Norderney in early May this year. Finally the Northern Harriers have returned from their wintering areas. On a trip to China – on Happy Island – Northern Harrier could be photographed very successfully on migration  -interesting enough only females. The courtship and breeding period should now be photographed.

For shots of the beginning of courtship, it was too late. Beginning and mid of April you can observe Continue reading Northern Harrier (Circus cyaneus) on Norderney

Snowy surprise for Cranes & Geese in nature reserve Kuehkopf-Knoblochsaue in Germany

Tundra Bean Goose

Although the winter’s chill hold finally broke last week the wintertime is not over, already. The mild conditions and temperatures of up to around 8 degrees did not last for a long time. By 19th a Scandinavian high pressure was fully in charge and a strengthening easterly flow and increasing cloud cover ensured that temperatures were soon heading all the way back down again.

Not only the common songbirds responded well to the rapidly lengthening days and the suddenly mild conditions but also the first returning cranes. But these are early days indeed for spring migrants.

So it was quite a surprise to find at least 7 Common Crane (Grus grus) on an open field in the mist of the snow in the northern part of the nice Nature Reserve One called Knoblochaue. Together with its sister reserve Kuehkopf this reserve is famous for being the best riparian forest location not too far south of Frankfurt. The nature reserve (in german: Naturschutzgebiet or NSG) is a European Reserve und an excellent birding spot year-round.

As nice images of the Bean Goose of the (Sub-)species Tundra Bean Goose (Anser (fabalis) serrirostris), were still missing on bird-lens.com, I decided to visit the meadows on the northern side of the reserve called Continue reading Snowy surprise for Cranes & Geese in nature reserve Kuehkopf-Knoblochsaue in Germany

Early fall images from the Leinetal/ Hannover

The valley of the river „Leine“ and the surrounding hills called “Leinebergland” is not famous of being one of Germany´s birding hot spots. But a excursion to that charming countryside between the cities of Hildesheim to the east and Hameln to the west has to offer surprisingly good locations to shoot images of excellent birds.
Having been spend one day on invitation of Wolf-Dieter Peest has been very productive – as you can see in the gallery. Wolf-Dieter offers Wildlife Workshops but also the chance to sit in one (or more) of his hides located on ponds, small streams or at the border of agricultural fields. The Leinebergland 30 km south of the city of Hannover, with its many gravel pits, is a paradise for nature photographers. In the early 70s many gravel mining pits were built along the line between Hanover and Göttingen. Having exploited these areas, the remaining ponds and lakes are now on the way back to nature again and offer a new habitat to a huge number of animal and plant species. Many of these ponds are real paradises for nature lovers and the nature- of course. A description of the locations written in german, you will find here!
Wolf-Dieter managed to lease a good number of attractive properties over the last 15 years. There are ideal conditions for a photographic passion to shoot images of wild birds on close distance.
Wolf-Dieter´s favorite bird is the Common Kingfisher (Alcedo atthis). Here in that countryside the kingfisher finds the habitat they need. Steep walls of mud or broken steep edges on disused gravel pits. It is said, that nowhere in Germany you will find a better location Continue reading Early fall images from the Leinetal/ Hannover