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Malindipieper, ein Endemit der Küstengrasländer Kenias

MalindipieperEin Pieper fliegt auf, als wir uns dem trockenen, mit niedrigem Gras bewachsenen Gebiet nähern. Unser Guide ruft sofort: das ist nicht das Malindipieper (Anthus melindae) sondern ein Weidelandpieper (Anthus cinnamomeus). Bereits am Sabaki River Delta hatten wir im schütter bewachsenen Grasland vergeblich nach dem Malindipieper gesucht. Unser Guide meint, daß die bisher sehr zuverlässig besiedelte Ebene aufgegeben wurde, weil Landwirtschaft den verfügbaren Lebensraum reduziert. In dem konkreten Fall am Sabaki River Delta soll wohl eine Salzproduktion aufgebaut werden. Die Politik scheint momentan entlang der Küste in die Salzproduktion investieren zu lassen. Das ist natürlich eine große Bedrohung. Die Flächen für die Salinen, also den Verdampfungsflächen, die technischen Anlagen und die Deiche werden natürlich den verfügbaren Lebensraum für diese Art dramatisch reduzieren. Aber auch die Umwandlung der Landwirtschaft einschließlich des Anbaus von Biokraftstoffen ist eine große Bedrohung. Insgesamt sieht er eine große Bedrohung für das Überleben dieser Art zumindest im näheren Umkreis von Malindi.

Im Arabuke-Sokoke Forest hat er das Malindipieper allerdings in der Nähe des sogenannten Elefantensumpfes sehen können. Da sei nämlich inzwischen weit und breit die einzige Stelle, um den Pieper zu sehen. Der Sumpf ist tatsächlich gar nicht schlecht. Unser Guide kann dem Gebiet trotzdem nicht so recht was abgewinnen, weil man nie wüßte, wann und ob Elefanten zum Trinken kämen. Da hilft dann Continue reading Malindipieper, ein Endemit der Küstengrasländer Kenias