Tag Archives: Estonian Nature Tours

Grünlaubsänger im Old-Growth-Forest von Oandu

GrünlaubsängerToller Taigawald ist hier nahe dem Örtchen Oandu im Lahemaa Nationalpark im Norden Estlands erhalten geblieben. Ein sogenannter Old-Growth-Forest-Trail verläuft zwischen uralten Laub- und Nadelbäumen. Immer wieder wird der Pfad über Bohlen geführt. Der Trail ist ein Waldlehrpfad. Verschiedene Info-Tafeln informieren über den alten Taigawald, seine Flora und Fauna. Im Verlauf der kleinen Wanderung konnten wir schon einige typische Bewohner dieses sich weit westlich ausbreitenden Taigawaldes entdecken. Aber dann an einem der Hinweisschilder des Lehrpfads. Ein Gesang, laubsängerhaft und doch weder Fitis (Phylloscopus trochilus) noch Zilpzalp (Phylloscopus collybita). Der Hinweis von einem entgegenkommenden Vogelbeobachter stimmt also: an einem der letzten Info-Tafeln des Weges singt tatsächlich ein Grünlaubsänger (Phylloscopus trochiloides). Laut schmettert er seine Strophen in den Taiga-Himmel. Zu sehen ist aber erstmal nichts. Die Singwarte befindet Continue reading Grünlaubsänger im Old-Growth-Forest von Oandu

Blyth’s Reed-Warbler at Matsalu Bay/ Estonia

BuschrohrsängerI am standing at the entrance to a beach area in North-western Estonia, which I had already used to photograph migrating waterfowl 2 days ago. At that time already, I had the impression that a Reed-Warbler is singing in the background. But at that time, I had it “checked off” as a “normal” Reed warbler – maybe a Marsh Warbler (Acrocephalus palustris). Now I’m not so sure and play in the same place, the transition zone of bushes, old reed and beach from the song of the Blyth’s Reed-Warbler (Acrocephalus dumetorum). After a few seconds of melodies, the reaction is prompt. Loud and clear, the Blyth’s Reed-Warbler sings its tune reminiscent of anything between a Marsh Warbler and an Icterine Warbler (Hippolais icterina). I stomp through thick herb layer, stinging nettles, winter rinse and the reeds. A Blyth’s Reed-Warbler appears at an old, dried-up reed stalk and sings against the alleged rival. He sings in the middle of the reeds. Interesting: this is actually ruled out in standard field guide for Western Palearctic by Killian Mullarney, Lars Svensson and Dan Zetterström. It then changes its perch and sits in a rowanberry. The reaction to playing the tape is prompt and unfortunately also associated with many site changes. Nevertheless, I use the time to look at this Blyth’s Reed-Warbler now more closely. He definitely looks much grayer than a Marsh Warbler. After a while, you also have the song in mind and can identify it very well. In Continue reading Blyth’s Reed-Warbler at Matsalu Bay/ Estonia

Fotografie der Doppelschnepfe am Balzplatz

DoppelschnepfeEs ist 22:21 als ich das erste Mal die klickenden Laute der Doppelschnepfe (Gallinago media) höre. Ich traue meinen Ohren nicht. Aber ein 6 Minuten später ist der Ruf schon wieder zu hören. Das ist ja deutlich früher als gestern. Vielleicht werde ich ja doch noch mit Tageslicht fündig. Dann sehe ich die Doppelschnepfe auch. Plötzlich steht sie da. Mitten auf dem Balzplatz putzt sie sich erstmal ausgiebig. Ich kann die ganze Zeit draufhalten. Die Sonne ist natürlich schon längst in einem dicken, roten Ball im Westen untergegangen. Aber die Tage sind lang in Estland, dem nördlichsten der baltischen Staaten. Tallinn liegt ungefähr auf der Höhe Stockholms. Das Licht ist also noch einigermaßen auskömmlich.

Dann fängt sie an zu balzen. Ein „Kollege“ antwortet aus dem hohen Gras. Die Vegetation direkt vor dem Tarnzelt ist zwar gemäht. Aber jenseits der offeneren Korridore geht der Bewuchs in eine dichtwüchsige Mähwiese über.

Nach dem ausführlichen Putzen, bei dem die Doppelschnepfe immer wieder über den Rücken in meine Richtung schaut und sich absichert, werden die schon mal  gespreizt und in Position gebracht. Schön sind die weißen Schwanzspitzen und der kastanienbraune Absatz des Schwanzes zu erkennen. Dann fängt sie an zu balzen. Ein „Kollege“ antwortet aus dem hohen Gras.

Leider wird das Licht innerhalb recht kurzer Zeit schlechter sodaß ich fürchte, früher als geplant, auf Blitzfotografie ausweichen zu müssen. Für die „normale“ Fotografie ist es schon fast zu dunkel. Anfangs starte ich mit 1/60 sec und muß dann auch noch runter auf 1/15 sec.. Zum Glück gibt es den Live-View-Modus. Damit kann ich das Geschehen auf dem Monitor verfolgen, was tatsächlich deutlich einfacher geht. Dann ist es einfach zu dunkel. Die Kamera tut sich jedoch mit dem Blitz und im Live-View-Modus erstaunlich leicht. In der Doppelschnepfen-Galerie ist das Ergebnis dieses wunderschönen Abends zu bewundern. Ich stelle den Blitz von Continue reading Fotografie der Doppelschnepfe am Balzplatz

Great snipe on a lek in Estonia

DoppelschnepfeTo photograph a male Great Snipe (Gallinago media) displaying on a lek in the wide-stretched lowlands of northern Middle Europe, was the target. In a project in collaboration with scientists from Estonian University of Life Sciences is was possible to perform this task in one of the remaining habitats which used to be so typical for this species. It occurred until the 19th century in the Netherlands, Germany, Denmark, Finland and the lowlands of Sweden and Norway – sometimes in remarkable abundancy.

Whereas in the western parts of Middle Europe the loss and deterioration of important floodplain meadow and marshland habitat led numbers of Great Snipe decline dramatically, wide river valleys with extensive grassy meadows are still existent in the low-populated Estonia.

As mentioned, the main objective of a trip to Estonia was, to photograph the Great Snipe in its ancestral habitat, the lowlands of Continue reading Great snipe on a lek in Estonia