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Die Fotografie von Kernbeißern: gar nicht so leicht

Als eine der größeren, farbenprächtigen Singvögel zeichnen sich Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) durch ihre leuchtenden braun-orange-grauen Farben und ihre ungewöhnlich großen Schnäbel mit den kräftigen Kiefern aus. Kernbeißer sind wahre Schönheiten. Bekannt sind sie für die Fähigkeit mit ihren Schnäbeln, die Kerne von Weißdorn, Kirsche und sogar Zwetschgenkrerne „knacken“ zu können. Wie alle Finken benutzen Kernbeißer die Schneide an der Rückseite ihres Schnabels, um einen Kern zu halten, während sie ihn aufbrechen und gekonnt das Innere des Kerns mit ihren Zungen herausziehen.

Kernbeißer lieben es, sich von Samen der Hainbuche oder Weißbuche (Carpinus sp.) zu ernähren. Wenn Sie ein geeignetes Gebiet finden, steuern sie mit Vorliebe die Bäume an, die im Spätherbst mit Samen beladen sind. Häufig sind dann zwar viele Kernbeißer zu sehen, die durch die Äste huschen. Aber es ist normalerweise schwierig, sie durch die (restlichen) Blätter hindurch klar zu sehen. Die Vögel verhalten sich sind normalerweise eher unauffällig; trotz ihres farbenfrohen Gefieders. Außerdem verbringen sie große Teile des Jahres hoch in Baumkronen, wo sie vom Boden aus naheliegenden Gründen, schwer zu beobachten Continue reading Die Fotografie von Kernbeißern: gar nicht so leicht

Amseln im Schnee

AmselIn der Nacht hat es geschneit. Nun ist die Luft kalt und das Land liegt still wie in Watte gepackt unter einer 10 cm dicken Schneedecke. Richtiger Winter, dazu Schnee und auch noch Sonnenschein. Ideale Bedingungen für einen Spaziergang auf einem Parkfriedhof. Von den Singvögeln hört man nur vereinzelt ein verhaltenes Zwitschern. Bei aufmerksamer Betrachtung offenbart ein solcher Schneespaziergang Erstaunliches. Eine mit frischem Schnee überzogene Landschaft hat immer etwas Unberührtes. Die Wege sind nicht zu erkennen. Ich laufe auf purem Weiß. Dies in der Überzeugung, heute morgen der Erste zu sein, der hier seine Fußspuren hinterlässt – doch weit gefehlt! Vor mir waren schon andere unterwegs: Feldhasen hoppelten querfeldein von den Wiesen herüber und ein Fuchs (Vulpes vulpes) schnürte über die ausladende Allee des Hauptweges.

Auf dem Friedhof sind über den Winter ständig mehrere Amseln anzutreffen. Die Amsel (Turdus merula) gehört zu über das Jahr zu den Frühaufstehern und abends ist sie einer der letzten. Aber jetzt sind die Tage kurz Continue reading Amseln im Schnee

Fischadler in Speyside

FischadlerWelcher Ornithologe träumt nicht mal von einer Fischadler – Beobachtung bei der man dem Adler direkt ins Nest gucken kann. Oder den Adler beim Anflug an´s Nest ablichten kann. Ok, in Ost-Deutschland kommt der Fischadler (Pandion haliaetus) schon etwas häufiger vor. Aber aus Artenschutzgründen ist der Zugang streng reglementiert. Das ist auch gut so. Gut, daß es dennoch Wege zu schönen Fischadlerfotos gibt. Um gute Fotos des Fischadler zu bekommen sollte einen ein Besuch in die Speyside mitten in Schottland führen. Dies ist eine berühmtenGegend für – zumindest britische Verhältnisse – seltene Vögel wie Steinadler (Aquila chrysaetos), Ohrentaucher (Podiceps auritus) und Kornweihe (Circus cyaneus).

Also führte uns ein Flug Mitte Juli bei einer reinen Flugzeit von 1,5 Stunden nach Edinburgh. Nach einem Start in Düsseldorf bei strahlendem Sonnenschein erwartet uns dort tristes Grau und Nieselregen um die 12 ° Celsius. Der Wetterbericht ließ auch nichts Gutes ahnen, denn das durchwachsene Wetter soll die nächsten 2 Tage anhalten. Ich nahm an dem sehr unübersichtlichen Flughafen von Edinburgh den Continue reading Fischadler in Speyside