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Als Vogelfotograf im Donaudelta

RosapelikanNur eine kleine Stechmücke leistet mir Gesellschaft. Vor mir sind nur die kehligen Kontaktrufe der Rosapelikane (Pelcanus crispus) direkt vor meinem dunklen Tarnzelt zu hören. Gerade mal die ersten Lichter der Morgendämmerung sind am Horizont zwischen Objektiv und Zeltluke zu sehen. In den unzugänglichen Schilfgebieten des Donaudeltas nisten die Rosapelikane in großen Kolonien und lassen sich dabei immer wieder in spektakulären Aktionen – u.a. auch Flugaufnahmen – ablichten. Sie bauen dort grobe Plattformen aus zusammengetragenen Zweigen, Röhricht und Schilf. Ihre Nester befinden sich in Europa ausschließlich am Boden, jedoch immer in Wassernähe. Meistens werden zwei kalkweiße Eier gelegt. Die Eltern wechseln sich beim Brüten ab. Während der Brutzeit müssen die Altvögel täglich zwischen zehn und fünfzig Kilometern zurücklegen, um genug Fisch für sich und die Jungen zu fangen.

Der frischgeschlüpfte Pelikan hat noch keine Federn, ist blind und hilflos. Anfangs tröpfeln die Eltern vorverdauten Fisch in den geöffneten Schnabel des Jungvogels. Nach einer Woche ist er kräftig genug, um sich die Nahrung aus dem Schlund der Eltern zu holen.

Ins Tarnversteck mußte ich mich begeben, um das interessante Brutverhalten der Rosapelikane fotografieren zu können. Dazu ist zuerst eine Genehmigung der Nationalparkverwaltung erforderlich. Mit dieser Genehmigung konnte ich am Rande der Kolonie in einem unwegsamen Schilfgebiet mit Hilfe Continue reading Als Vogelfotograf im Donaudelta