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Afrikanische Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris) im Chobe Nationalpark

Afrikanischer ScherenschnabelMorgendlicher Dunst steht über der weiten Flußebene. Tief gebückt stehen auf einer Sandbank Dutzende von schwarz-weiß gefärbten Vögeln mit einem auffallend langen roten Schnabel. Das sind die heißt ersehnten Afrikanischen Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris). Als wir die Flußbiegung schon eine Weile hinter uns gelassen haben, setzt sich der ganze Trupp mit schwerem, kraftvollen Flügelschlag in Bewegung. Zuerst dreht der Trupp eine Runde über dem Rastplatz. Dann geht der Trupp in den Tiefflug über. Der schwarz-weiß gefärbte, etwa seeschwalbengroße Vogel mit den langen, eleganten Flügeln, der ein paar Zentimeter über ruhigem Wasser fliegt, schwebt zur Beutejagd parallel zur Wasseroberfläche. Plötzlich fährt er seinen überdimensional großen, seitlich abgeflachten und scharfkantigen Unterschnabel aus und zieht ihn, flache Flügelschläge vollführend, durch die oberen Wasserschichten. Er fliegt so lange bis sein Schnabel mit einem Fisch in Berührung kommt. Kurz darauf klappt er den Schnabel abrupt zu, und ein kleiner silberner Fisch verschwindet zappelnd im Schlund des erfolgreichen Jägers.

Diese spektakuläre Art des Beutefangs lässt sich heutzutage bei drei Vogelarten beobachten: den Scherenschnäbeln der Gattung Continue reading Afrikanische Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris) im Chobe Nationalpark

Braunkehlchen in der Hostelerie de la Sangha in Edéa/ Kamerun

 BraunkehlchenWährend Deutschland noch unter zweistelligen Minusgraden bibbert, machen sich die ersten Zugvögel im afrikanischen Winterquartier offensichtlich schon auf den Rückweg. Ein Paar Braunkehlchen (Saxicola rubetra) konnte am 23. Februar am Flußufer des Sanaga Flusses bei der Stadt Edéa entdeckt werden. Während die Schafstelzen (Motacilla flava) schon die ganze Weile recht zahlreich zu beobachten waren, war das Paar Braunkehlchen das erste, das auf einer zweiwöchigen Reise durch das südliche Kamerun zu sehen war.

Ich mache einen kleinen Rundgang in der beginnenden Mittagshitze am Steilufer entlang des Flusses. Hier hatte ich am Abend vorher in der Abenddämmerung einen Stelzenpieper (Anthus pallidiventris) im Gras gesehen. Vielleicht sind hier auch einige Zugvögel zu sehen? ich werde nicht enttäuscht. So sehe ich sehr schön zuerst ein männliches Braunkehlchen. Es nutzt einen abgeschlagenen Rohrstecken als Warte. Immer wieder harrt es – den Kopf nach unten richtend – auf dieser Jagdwarte aus, um dann zwischen das Continue reading Braunkehlchen in der Hostelerie de la Sangha in Edéa/ Kamerun