Tag Archives: Dompfaff

Singvögel am Habicht-Luderplatz

EichelhäherWintereinbruch in Deutschland. Aber für die Habichtfotografie muß man doch nach Norwegen fahren. Früh geht es los. Der Luderplatz liegt mitten in einem schönen, urtümlichen Kiefernwäldchen. Jetzt – so gegen um 6:45 – ist es in dem recht geschlossenen Kiefernwald natürlich noch sehr dunkel. So gegen 08:00 Uhr scheinen sich die Lichtverhältnisse zu verbessern. Nun beim ersten Licht sind auch die ersten Eichhörnchen zu sehen. Immer wieder wippen sie aufgeregt mit dem Schwanz. Später sind auch mal die ersten Vögel zu hören. Ich tippe mal auf Häher im Hintergrund, aber es sind auch Meisen dabei. Und dann tatsächlich: Die Kohlmeisen (Parus major) und schließlich auch einige, wenige Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) sind die ersten. Noch im ersten Büchsenlicht sind sie zu sehen. Dann sind wenig später aber auch andere Meisenarten zu sehen. Zuerst Weidenmeise (Poecile montanus), Tannenmeise (Periparus ater) und Haubenmeise (Lophophanes cristatus). Wenig später dann auch der erste Eichelhäher (Garrulus glandarius). Insgesamt 3 Exemplare zähle ich. Die Meisen und dann auch die Eichhörnchen liefern sich mit den Eichelhähern ein Wettrennen und die Körner und das Fett. Sie scheinen recht hungrig. So richtig klar ist mir die doch sehr aufwändige Fütterung der Singvögel direkt am Habicht-Luderplatz nicht. Da der Habicht (Accipiter gentilis) sehr vorsichtig Continue reading Singvögel am Habicht-Luderplatz

Habicht am winterlichen Luderplatz

HabichtIn den Tiefen des norwegischen winterlichen Küstenwaldes bin ich schon vor 6:00 morgens unterwegs. Es ist stockdunkel. Früh war ich mit Ole Martin Dahle aufgebrochen, um noch im Dunkeln in einem Hide zur Habichtfotografie zu sein. Bei einer sehr erfolgreichen Adlerfotografie in Nord-Trondelag hatte es nur erfolglose Versuche mit dem Habichtansitz im Jahr 2013 gegeben. Diesmal war ich etwa 90 Minuten früher auf dem Weg, um möglichst weit vor der Aktivitätszeit des Habichts in meinem Versteck zu sein. In der Nacht zuvor hat es geschneit. Nun ist die Luft kalt und das Land liegt still unter einer dünnen, vereisten Schneedecke. Fast ein richtiger Winter, dazu Schnee. Ideale Bedingungen für die Habichtfotografie. Wir fahren eine schmale Straße aus dem Ort heraus und schon wenig später stellt Ole den Wagen Continue reading Habicht am winterlichen Luderplatz

Dompfaffe auf Durchzug am Grossen Feldberg

Eurasian BullfinchGimpel, Pyrrhula pyrrhula, werden im Volksmund auch Dompfaff genannt. Diese farbenprächtigen Finkenvögel sind nun wieder auf dem Durchzug am Großen Feldberg, dem höchsten Berg des Taunus zu beobachten. Auch letztes Jahr konnten sie dort an den Vogelbeeren mit anderen Zugvögeln gesehen werden. Meist ziehen sie in kleinen Gruppen,  seltener in Scharen von hundert Vögeln. Ein Teil der Vögel, die hier gebrütet haben, sind in südlichere Gefilde abgezogen. Sie werden nun nach und nach von den angekommenen und den immer noch ankommenden Brutvögeln vom Norden und Nordosten, ersetzt. Unter den Neuankömmlingen sind auch immer wieder die sogenannten Tröter, Gimpel der Subspezies (ssp.) pyrrhula. Diese Continue reading Dompfaffe auf Durchzug am Grossen Feldberg

Gimpel: Weiß-rote-schwarze Bällchen in Bewegung

Bullfinch with wings upDompfaffe, Pyrrhula pyrrhula, werden in den Vogelbestimmungsbüchern heute meistens „Gimpel“ genannt. Diese farbenprächtigen Finkenvögel sind nun wieder verstärkt an den Futterplätzen zu beobachten. Auch letztes Jahr konnten sie dort mit anderen überwinternden Vögeln gesehen werden. Das Lieblingsfutter meiner in den letzten Wintern beobachteten und fotografierten Dompfaffe ist ein aus Rindertalg und Haferflocken hergestelltes Fettgemisch. Im Laden sind sie als Meisenknödel zu kaufen. Aber auch die ausgelegten Sonnenblumenkerne werden gerne verzehrt. Besonders auffällig ist das sehr aggressive Verhalten der Gimpel untereinander. Sind mehrere Exemplare in der Nähe, ist das Fotografieren oft nicht möglich, denn kaum fliegt ein Vogel den Futterplatz an, wird es schon vom nächsten verjagt. Vor allem die Männchen sind teils recht aggressiv. Aufgrund der Aufnahmesituationen im Winter fotografiert man manchmal bei langsamen Belichtungszeiten. Hier kann man aus der Not eine Tugend machen. Bei 1/30 sec. sind die Gimpel nur noch schemenhaft zu sehen. Dafür kommt die Dynamik des Streits umso besser zur Geltung. Dis ist schön zu sehen in der Galerie. Zu lange Belichtungszeiten dürfen es allerdings nicht sein, da dann nur noch Farben zu erkennen sind.

Es ist immer wieder ein faszinierendes Erlebnis, wenn sich nicht nur die Gimpel einfinden, sondern auch Rotkehlchen (Erithacus rubecula), Goldammer (Emberiza citrinella), Kleiber (Sitta europaea), Meisen (Parus sp.) Buchfinken (Fringilla coelebs) und manchmal sogar Continue reading Gimpel: Weiß-rote-schwarze Bällchen in Bewegung