Tag Archives: Columba livia

Dreizehenmöwen im Fowlsheugh RSPB

DreizehenmöweDer Lärm ist durchdringend. In den Felsen nisten offensichtlich viele Seevögel. Wir stehen erst kurze Zeit direkt am Absturz des Kliffs. Da kommt auch schon die erste Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla) praktisch im Wind stehend, angeflogen.

Ohne die Beschreibung in den einschlägigen Feldführern wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Das Fowlsheugh RSPB ist zwar gar nicht weit südlich von Stonehaven, aber die Gegend hier ist schon sehr einsam. Nur ein paar Häuschen stehen direkt am Kliff. Außer uns ist offensichtlich keiner im Gebiet. Nur 2 Angler haben sich unten am Felsenstrand eingenistet. Leider gibt es kein B&B weit und breit. Das Reservat ist nur ein paar Meilen die Küste südlich von Stonehaven entfernt. Eigentlich könnte man einen schönen Küstentrail entlang der Klippen nehmen. Wir laufen nur die ersten 200m die Klippen entlang. Die ganze Szenerie ist nicht so spektakulär wie Handa. Aber immerhin! Und man ist viel näher dran. Continue reading Dreizehenmöwen im Fowlsheugh RSPB

Habichte in Berlin

HabichtAm Vortag hatten sich teilweise dicke Wolken breit gemacht. Nun sind aber Sterne am Himmel zu sehen. Die Wolkenlücken sind deutlich größer. Ein schöner Morgen kündigt sich an. Gegen 4:00 habe ich mich auf den Weg gemacht. Das Ziel sind die Gärten / Parkanlagen im Schlosspark Charlottenburg, der Görlitzer Park, der Große Tiergarten und die Botanische Anlage Blankenfelde in Pankow, alle in der Stadt Berlin gelegen. Ein besonderes Vogelparadies bilden hier die teils mehr als 100 Jahre alten dicken Buchen und Eichen. Für bewirtschaftete Parkanlagen verfügen die mitten in der Stadt gelegenen Parks und Gärten über teils erstaunlich viel Altholz. Der Aufenthalt am frühen Morgen ist nicht dem Landschaftseindruck geschuldet. Es gilt vielmehr, hier die Suche nach dem Habicht (Accipiter gentilis) aufzunehmen.

Der ehemals vor im Wald und aus dem Wald heraus über das Feld jagende Vogel zieht mehr und mehr in die Stadt. Berlin ist weltweit die Stadt mit der höchsten Habicht-Dichte pro Hektar. Dort Continue reading Habichte in Berlin

Krähenscharben an Bulgariens Steilküsten

KrähenscharbeEine wunderschöne, naturnahe Steilküste im zeitigen Frühjahr im Nordwesten von Bulgarien. Hier ist auch die Heimal der Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis desmarestii).  Die  hier auftretende Subspezies desmarestii kommt nur im Mittelmeer und am Schwarzen Meer vor und wird im Englischen als Mediterranean Shag bezeichnet.

Krähenscharben weisen die gleiche dunkle, leicht violett glänzende Fäbrung auf, wie ihre nördlichen Kollegen der Nominatform Phalacrocorax aristotelis aristotelis. Der auf dem Foto des Blogs erkennbare aufgestellte Büschel wird durch Kopffedern hervorgerufen, die während der Brutzeit im späten Winter besonders zur Schau gestellt werden.

Während der winterlichen Brutzeit bilden Krähenscharben nicht zu dichte Kolonien und nisten in Felsspalten, Felsbändern, Höhlungen innerhalb der Kreideklippen oder zwischen Continue reading Krähenscharben an Bulgariens Steilküsten

Abenteuer: eine Autofahrt zum Keoladeo-Nationalpark

Indian RollerEs ist November. Diesmal steht eine Reise nach Arunachal Pradesh an. Durch Verzögerungen beim Inlandsflug sind noch 3 Tage übrig. Jetzt kann man natürlich die Zeit in Neu Delhi , der Hauptstadt Indiens, verbringen. Angeblich leben auf dem Gebiet Neu-Delhis nur knapp 250. 000 Menschen, doch sind es doch zumindest im Großraum Delhi mehrere Millionen. Natur muß da zurückstehen. Trotzdem gibt es praktisch innerhalb der Stadtgrenzen einige interessante Gebiete, wie z.B. Sultanpur, und in der Nähe befindet sich auch noch Keoladeo, ein Nationalpark im indischen Bundesstaat Rajasthan, der bereits Gegenstand eines Blogs war. Er wird auch Bharatpur Bird Sanctuary genannt. Der Nationalpark liegt nicht allzu weit südlich der Stadt Neu Delhi. Da ich schon einiges über dieses Vogelparadies gelesen hatte, entschied ich mich für das Keoladeo Ghana Bird Sanctuary.

Von Deutschland führte die Reise zuerst nach Amman, dann nach einem Zwischenstop nach Neu Delhi. Eigentlich hatte ich mit dem Hotelbesitzer des Birder´s Inn, direkt am Parkeingang gelegen, über das Internet ausgemacht, daß ich gegen einen Aufpreis vom Flughafen abgeholt werde. Als ich gegen 8:00 mit der Passkontrolle und dem Gepäck durch bin und das Geld in indischer Währung abgehoben habe, muß ich mich aber doch auf die Suche nach einem Taxi nach Bharatpur machen. Der Abholdienst mit seinem Jimney ist nämlich nicht da. Ein Taxi-Vermittler spricht mich an. Ich handle ihn auf 3.500 IR – also knapp 42,- € – für die reine Fahrt in Continue reading Abenteuer: eine Autofahrt zum Keoladeo-Nationalpark

Adventure: driving to the Keoladeo National Park

Sarus Crane, pair on field

It is November. A trip to Arunachal Pradesh in north-eastern India is scheduled. Due to delays in domestic flights I find out, that there are still three days left . Now you can spend the time in New Delhi, the capital of India, of course. According to some strange statistics the human population of New Delhi barely exceeds 250,000 people, but there are still at least several million in the Delhi area. Nature must stand back there. Nevertheless, there are practically some interesting areas within the city limits, such as Sultanpur, and in the vicinity is also Keoladeo, a national park in the Indian state of Rajasthan, which has been object of a blog on www.bird-lens.com already.. It is also known as Bharatpur Bird Sanctuary. The national park is not too far south of the city of New Delhi. Since I had already read about this bird paradise, I opted for the Keoladeo Ghana Bird Sanctuary.

From Germany, the first part of the trip went to Amman, then after a stopover to New Delhi. Actually I had arranged with the hotel directly located at the park entrance – the Birder’s Inn – that I get a lift from the airport at additional costs. The Birder’s Inn is quite recommended on the Internet for a stay in the area. When I accomplished the passport control, baggage claim and the retriev of money in Indian currency at an ATM, I must go and look for a taxi to Bharatpur. The pick-up service is in fact not there. A taxi agent speaks to me. I start in a bargain and get him down to 3,500 IR – this is roughly 42,- Euro – for the one-way driving southward. Then I think to use the morning hours for some more birding nearer to the airport. That is still on the way and a good location might be Sultanpur. Ok, that for additional costs. So in total now again Continue reading Adventure: driving to the Keoladeo National Park