Tag Archives: Calandrella rufescens

Die Kleine Feldlerche, ein Irrgast-Kandidat für die West-Paläarktis

Kleine FeldlercheDie Kleine Feldlerche oder Orientfeldlerche (Alauda gulgula) ist – obwohl sie im Grunde eine deutlich “östliche” Art ist – gar kein Irrgast-Kandidat für die West-Paläarktis. Denn die Art ist ein recht regelmäßig vorkommender Zugvogel und Wintergast in Israel. Die besten Beobachtungsplätze sind die Luzernefelder in den Tälern. Während der Zugzeiten werden diese Lerchen regelmäßig entlang der Mittelmeerküste gesehen. Die Kleine Feldlerche wird oft in kleinen Trupps von ca. 3-5 Vögeln gesehen; manchmal aber auch in größeren Konzentrationen im Winter. Es ist daher gut möglich, dass die Orientalische Feldlerche irgendwann in Westeuropa angetroffen wird. Daher ist es gut, die wichtigsten Merkmale zur Artbestimmung – gerade auch in Abgrenzung zu anderen Lerchen – parat zu haben.

Viele, mit der Kleinen Feldlerche vertraute, Beobachter erklären, wie auffallend anders die Kleine Feldlerche in ihrer Struktur ist als ihr naher Verwandter, die Feldlerche (Alauda arvensis). Natürlich kann die Art am ehesten mit der Feldlerche verwechselt werden, insbesondere mit den kleineren Rassen. Bei guter Sicht sollte der aufmerksame Beobachter jedoch das Auseinanderhalten der Arten Continue reading Die Kleine Feldlerche, ein Irrgast-Kandidat für die West-Paläarktis

Oriental Skylark versus Eurasian Skylark

Kleine FeldlercheThe Oriental Skylark (Alauda gulgula) is basically an “eastern” species.  Nonetheless, the species is a local migrant and winter visitor in Israel. The best places to observe them are the are alfalfa and lucerne fields in the valleys. During migration periods, these larks are regularly seen along the Mediterranean coast. The Lesser Skylark is often seen in small groups of about 3-5 birds, but sometimes in larger concentrations in winter. It is therefore quite possible that the Oriental Skylark will be encountered at some point in Western Europe. Therefore it is good to have the most important characteristics for species identification ready – especially in differentiation to the Eurasian Skylark.

Many observers familiar with the Lesser Skylark explain how strikingly different the structure of the Lesser Skylark is from its close relative, the Eurasian Skylark (Alauda arvensis). Of course, the species is most likely to be confused with the Eurasian Skylark, especially with the smaller subspecies. However, when visibility is good, the attentive observer should not perceive the separation of the species as a serious problem.

A trip to Sri Lanka gave the chance to observe and photograph several individuials of the nominate subspecies gulgula in Bundala Nationalpark in southern Sri Lanka. Alauda gulgula gulgula is spread as a breeding bird over almost the whole India subcontinent, from Continue reading Oriental Skylark versus Eurasian Skylark

Atlantischer Frühling auf Gran Canaria: Impressionen von der Frühjahrs-Studienreise 2015

LöfflerVom 22. April bis 4. Mai 2015 waren ornithologisch interessierte und naturbegeisterte Förderer und Freunde des Museum Koenig auf den Spuren atlantischer Artenvielfalt unterwegs. Ziel dieser Gemeinschaftsexkursion der AKG und des Brehm Fonds für Internationalen Vogelschutz war Gran Canaria, eine sonnenverwöhnte Insel der Kanaren. Insgesamt neun Personen hatten sich angemeldet, um unter der Leitung des bewährten Reiseführers und profunden Kenners der Kanaren, Dr. André Weller, bei traumhaftem Wetter eine Vielzahl von Lebensräumen mit zahlreichen seltenen bzw. endemischen Tier- und Pflanzenarten kennen zu lernen. Die Insel umfasst trocken-heiße Lebensräume wie die im Süden gelegenen Dünen von Playa del Ingles sowie die südlichen und zentralen Barrancos, aber auch feuchtere Lebensräume wie die Lagune von Maspalomas, die spektakulären Küstenfelsen von Anden Verde bis hin zu den Lorbeerwäldern im Norden. Auf einer Gesamtfläche von nur 1560 km2 bietet die annähernd kreisförmige Insel nicht nur Sonnenanbetern aus dem kältegeplagten, häufig verregneten Mitteleuropa Erholung und Entspannung, sondern wird ebenso gern von den zahlreichen Natur- und Wanderfreunden unter den jährlich immerhin ca. 4 Mio. Touristen frequentiert. Angesichts von nicht weniger als 14 Mikroklimazonen und einer Gesamthöhe von bis zu 1.950 m üNN (Pico Nieves) wird die Insel nicht zu Unrecht auch als Miniaturkontinent bezeichnet.

Bereits der relativ trockene Süden hat für naturkundlich interessierte Besucher seine Reize. Die rund 8 km langen und bis zu 5 km Kilometer breiten Dünen von Maspalomas, Continue reading Atlantischer Frühling auf Gran Canaria: Impressionen von der Frühjahrs-Studienreise 2015

Dupontlerche in Gefahr durch Windkraftanlagen in Spanien

DupontlercheWindkraft wird gerne als „grüne“ Energie, d.h. umweltfreundliche oder ökologische Energie bezeichnet. Was den CO-2-Ausstoß angeht, ist das natürlich richtig. Die ökologischen Risiken dagegen finden erst allmählich Eingang in das Bewußtsein der Öffentlichkeit. In Deutschland wird vor allem der Rote Milan, Milvus milvus, als Vogelart genannt, die sich als eines der größten Hindernisse für den Windkraft-Ausbau in Deutschland darstellt. Das Kollisionsrisiko für den Rotmilan wird bei den Diskussionen besonders herausgestellt. Während in Deutschland Windkraftanlagen meistens auf landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen und nun zunehmend Waldstandort genutzt werden (sollen), haben andere Länder noch ganz andere Risiken. In Ländern wie Spanien und Rumänien bestehen noch ausgedehnte (Pseudo-)Steppenhabitate. Diese Gebiete werden häufig als Ödland bezeichnet und sind damit prädestinierte Standorte für neue Windfarmen. Der Flächenverbrauch, der mit der Aufstellung von Windrädern gerade in – angeblich –  unproduktiven Continue reading Dupontlerche in Gefahr durch Windkraftanlagen in Spanien

The Dupont‘s Lark at Las Almoladeras in Spain

Dupont's Lark on a stoneAlthough recent research and an action plan by SEO regards the Dupont‘s Lark (Chersophilus duponti) as highly on risk in Almeria, this area is still worth a try.  This Lark is probably one of the highly thought-after bird species if travelling to and birdwatching in southern Spain. I photographed it in mid May 2002. First choice for this lark in southern Spain probably is Cabo de Gata. This is a Parque Natural with almost 50,000 ha (exactly 49,696 ha). Cabo de Gata comprises a Biosphere Reserve of the UNESCO. In general this large area extends from the western side of Cabo de Gata around to the eastern coast as far north as Carboneras. For birdwatchers the best sites are the sierra of Cabo de Gata, the salinas of Cabo de Gata, and a series of steppe areas, of which I tried Las Amoladeras which is Continue reading The Dupont‘s Lark at Las Almoladeras in Spain

Dupontlerche (Chersophilus duponti) im Steppengebiet von Belchite

DupontlercheDiese seltene Lerche hatte ich ja schon Mitte Mai 2002 in Las Almoladeras im Naturpark Cabo de Gata in südlichen Spanien gesehen. Die Dupontlerche (Chersophilus duponti) ist wahrscheinlich eine der am intensivsten gesuchten Vogelarten der Westpaläarktis. Zumindest dann, wenn man zur Vogelbeobachtung in Spanien unterwegs ist. Jetzt – 12 Jahre später wolle ich auf einem Kurztrip nach Nordspanien wieder die Beobachtung dieser Lerche verbuchen können.

Mein Ziel sind diesmal die Las Estepas de Belchite, ein Trockengebiet parallel zum Ebro. Besonders von Interesse ist erstens das sogenannte Refugio de Fauna Silvestre de la Lomaza de Belchite und zweitens das La Reserva Ornitologica Continue reading Dupontlerche (Chersophilus duponti) im Steppengebiet von Belchite

Die Dupontlerche in Las Almoladeras in Spanien

Dupont's Lark on a stoneDie Dupontlerche (Chersophilus duponti) ist wahrscheinlich eine der am intensivsten gesuchten Vogelarten der Westpaläarktis. Zumindest dann, wenn man zur Vogelbeobachtung in Südspanien unterwegs ist. Ich fotografierte sie Mitte Mai 2002. Die erste Wahl für die Beobachtung dieser Lerche ist wahrscheinlich Cabo de Gata. Dies ist ein Naturpark mit annähernd 50.000 ha (genau 49.696 ha). Cabo de Gata ist Bestandteil eines Biosphärenreservats der UNESCO. Das Gebiet erstreckt sich von der Westseite des Cabo de Gata bis zur Ostküste bei Carboneras. Für Vogelbeobachter die besten Standorte sind die Sierra Cabo de Gata, die Salinen von Cabo de Gata, und eine Reihe von Steppengebiete , von denen ich Las Amoladeras besuchte, das allgemein als aus ornithologischer Sicht produktivste Stelle gilt. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass dieser Bereich relativ leicht zugänglich ist. Für einen ersten Besucher ist es am besten das Besucherzentrum ” Las Amoladeras ” zu besuchen. In der Ausstellung des Besucherzentrums werden archäologische Funde im Naturpark Cabo de Gata ist sowie Aspekte der Natur gezeigt. Besucher können ein Mosaik von Ökosystemen kennenlernen.

Das Besucherzentrum Las Almoladeras liegt nur 20 km süd- östlich von Almería. Um dorthin zu gelangen, fahren Sie am besten Continue reading Die Dupontlerche in Las Almoladeras in Spanien