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Afrikanische Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris) im Chobe Nationalpark

Afrikanischer ScherenschnabelMorgendlicher Dunst steht über der weiten Flußebene. Tief gebückt stehen auf einer Sandbank Dutzende von schwarz-weiß gefärbten Vögeln mit einem auffallend langen roten Schnabel. Das sind die heißt ersehnten Afrikanischen Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris). Als wir die Flußbiegung schon eine Weile hinter uns gelassen haben, setzt sich der ganze Trupp mit schwerem, kraftvollen Flügelschlag in Bewegung. Zuerst dreht der Trupp eine Runde über dem Rastplatz. Dann geht der Trupp in den Tiefflug über. Der schwarz-weiß gefärbte, etwa seeschwalbengroße Vogel mit den langen, eleganten Flügeln, der ein paar Zentimeter über ruhigem Wasser fliegt, schwebt zur Beutejagd parallel zur Wasseroberfläche. Plötzlich fährt er seinen überdimensional großen, seitlich abgeflachten und scharfkantigen Unterschnabel aus und zieht ihn, flache Flügelschläge vollführend, durch die oberen Wasserschichten. Er fliegt so lange bis sein Schnabel mit einem Fisch in Berührung kommt. Kurz darauf klappt er den Schnabel abrupt zu, und ein kleiner silberner Fisch verschwindet zappelnd im Schlund des erfolgreichen Jägers.

Diese spektakuläre Art des Beutefangs lässt sich heutzutage bei drei Vogelarten beobachten: den Scherenschnäbeln der Gattung Continue reading Afrikanische Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris) im Chobe Nationalpark

Tor zu Afrikas Tierwelt: South Luangwa Nationalpark/ Sambia

BindenfischeuleEndlich wird die Ankunft auf dem kleinen Mfuwe Flughafen über Bordlautsprecher angesagt. Hier gibt es vielleicht die letzte Gelegenheit zum Geldwechseln. Die Abholung durch den Tour Operator erfolgt zuverlässig. Nach etwa 20 km, vorbei an kleinen Ansiedlungen und sehr afrikanisch anmutenden Straßenläden, steht man endlich an der Pforte ins Reich der Tiere. Um 30 US-Dollar pro Person und 15 Dollar je Fahrzeug wird man am Parkeingang ärmer. Achtung. Es gibt auch eine Gebühr für „Commercial Filming & Sound Recording“, die ebenfalls 60 US-Dollar/Person/Tag beträgt. Mit aufwändiger Kameraausrüstung sollte man also eine gewisse Zurückhaltung an den Tag legen und sich nur als gewöhnlicher Tourist ausgeben. Aber auch andere afrikanische Nationalparks lassen sich Profitätigkeiten sehr teuer bezahlen.

Diesseits der Grenze des Nationalparks und des Luangwa-Flusses gibt es zahlreiche Lodges; auch wenn auf der offiziellen Karte auf Anhieb nur die Kapani Lodge ausgewiesen wird. Dazu gibt es einfachere Camps und Campingplätze in traumhafter Lage am Luangwa-Fluss. Die werden garantiert – meist nachts – auch von Elefanten- und Hippos besucht. Am anderen Flussufer sonnen sich Krokodile, tummeln sich Paviane und Impalas. Der Ruf des Schreiseeadlers (Haliaeetus vocifer) ist dann der endgültige Beweis. Das ist Afrika!

Eine absolute Empfehlung ist das Croc Valley Camp mit Continue reading Tor zu Afrikas Tierwelt: South Luangwa Nationalpark/ Sambia