Tag Archives: Bergfink

Nach Alaska für die WP-Birdlist?

DickschnabellummeWarum sollte man allen Ernstes 8.000 km und neuneinhalb Stunden in eine berüchtigte Regenecke mit hohen Preisen fliegen, um sich Vögel anzugucken, die in den meisten Fällen auch anderswo viel einfacher, angenehmer und billiger zu sehen sind. Gute Frage! Hierauf ein paar Antworten.

Eine Antwort ist, daß es einfach Spaß macht, sich vor allem in den Zugzeiten an der schiere Masse an verschiedenen Vogelarten zu begeistern. Was einem Nordamerikaner anspornt wie die Möglichkeit Saatgänse (Anser fabalis), Reiherenten (Aythya fuligula), Zwergsäger (Mergellus albellus), Uferschnepfe (Limosa limosa), Grünschenkel (Tringa nebularia), Bruchwasserläufer (Tringa glareola), Flußuferläufer (Actitis hypoleucos), Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) oder Bergfinken (Fringilla montifringilla) zu sehen, wird einem Birder der West-Paläarktis zwar eher ein müdes Lächeln entlocken.

Aber ein Grund ist auf dem Bild des Blogs schön zu sehen. Dickschnabellumme (Uria lomvia) sind an den normalerweise von WP-Birdern frequentierten Plätzen in Norwegen oder Schottland viel seltener als die allgegenwärtige Trottellumme (Uria aalge). Hier, auf den Alaska vorgelagerten Inseln ist das andersherum. Schön ist der weiße Streif am Schnabelwinkel der Dickschnabellumme (Uria lomvia)  zu sehen. Perfekte Gelegenheit, um ausgiebig Fotos dieses auch in der Westpaläarktis Continue reading Nach Alaska für die WP-Birdlist?

Zugvogelraritäten auf den Pribilofs

BruchwasserläuferDie kleine Saab-Propellermaschine ist schon seit gut einer Stunde über dem unendlichen nördlichen Pazifik unterwegs als in weiter Ferne ein brauner Streif Inseln im windgepeitschten Meer der Beringsee auftauchen. Das sind die Pribilofs. Wir steuern St. Paul an. Der Flug hat immerhin gut 3 Stunden mit Unterbrechung in einem verlassenen Nest gedauert. Braun ist die vorherrschende Farbe, die man beim Anflug auf St. Paul wahrnimmt. Mit Platz 2A hatte ich einen der vorderen Plätze ergattert und kann ganz gut auch den Rucksack unter dem Vordersitz unterbringen. Die Gepäckafubewahrung oberhalb der Sitze ist nämlich extrem schmal. Das sollte man als Fotograf beachten. Die Maschine hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Als die Turbo-Props am Flughafen von Anchorage angeschmissen wurden, denkt man, das kann doch nicht wahr sein. Es werden Oropax verteilt. Das Getöse der Maschinen wird man nur 3 Stunden lang nicht los.

Als wir näherkommen, sehen wir, daß es nicht nur braune Farbe auf der Insel gibt. Meterhohe Wellen aus einem dunkelblauen Meer brechen gegen die schroffe, felsige schwarzschimmernde Küste. Als wir landen, brechen auf einmal Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Sie verzaubern ruckzuck die wilde Landschaft. Der melancholische Charakter der offenen Tundra ist offenkundig. Als wir aus dem Flugzeug vor dem Hangar aussteigen, ist es auf einmal ganz ruhig. Was für ein Kontrast zu dem Lärm in der Maschine. Nur ab und zu erklingt der melancholische Fluggesang der Spornammer (Calcarius lapponicus) oder die hohen Triller der Beringstrandläufer  (Calidris ptilocnemis).

Baumfreie, Tundra-bedeckte Hügel prägen das Continue reading Zugvogelraritäten auf den Pribilofs

Pribilof: Inseln im windgepeitschten Meer

RotschnabelalkWeit draußen in der Beringsee, fast 500 km westlich vom Festland Alaskas und knapp 400 km nördlich der Aleuten, liegen die Pribilof-Inseln im windgepeitschten Meer der Beringsee. Angeblich sind die Inseln nach dem russischen Pelzhändler Gavrill Pribylov benannt, der im 18. Jahrhundert in St. George Island an Land ging. Die Witterung ist rau, die Wolken hängen tief, es regnet praktisch jeden Tag. Was also treibt Naturfreunde und Fotografen auf so schwer zugängliche, kalte, regenreiche und kulinarisch unterversorgte Inseln?

Die Antwort ist schnell gegeben. Die Inseln beherbergen wohl die größten Seevogelkolonien der nördlichen Hemisphäre. Vor allem die Insel St. George verzeichnet das größte Vorkommen an Seevögeln in der nördlichen Hemisphäre.

In diesem Archipel herrscht ein unglaublicher Reichtum an Fischen und anderen Meerestieren. Viele der aus dem Meer ragenden Felsklippen sind daher von Seevögeln vereinnahmt. Mehr als 2,5 Millionen Seevögel von 230 Arten nisten auf den Pribilofs.

Die Pribilof-Inseln werden auch das “Galapagos des Nordens” genannt. Mit seinen riesigen Kolonien Continue reading Pribilof: Inseln im windgepeitschten Meer

Oster-Zugtag vor Usedom/ Vorpommern

RohrammerFrohe Ostertage. Der Ostersamstag war nach einem schmuddelig-grauen Karfreitag schon recht warm und windstill gewesen. Gegen Abend frischte der Wind dann von Süd auf. Jetzt   gab es für die ersten Zugvögel kein Halten mehr. Am Morgen des Ostersonntags, waren bei Sonnenaufgang die ersten Trupps von Singvögel und vielen, vielen Tauben zu sehen. Trotz der Geschwindigkeit mit der die Singvögel durchzogen, waren doch die typischen Flugbilder – u.a. die hellen Flügelfenster der Buchfinken (Fringilla coelebs) – gut zu sehen. Dabei waren auch Kohlmeisen (Parus major), Rohrammern (Emberiza schoeniclus), Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) und Bergfinken (Fringilla montifringilla) sehr gut in großen, meist artreinen Trupps zu beobachten. Die meisten Trupps zogen entlang des Usedomer Steilhangs und flogen der niedrigen Topographie der Küstenlinie folgend in Richtung Heringsdorf nur noch in ca. 10m Höhe entlang. Als wollte er den anstehenden Zug gen Osten begrüßen, trällerte ein Girlitz (Serinus serinus) sein wunderschönes Frühlingslied aus einer hohen Buche gen Osten. Der Hit waren aber die kopfstarken Trupps von Ringeltauben (Columba palumbus), die immer mal wieder knapp über Baumwipfel-Höhe angeflogen kamen und im schnellen Flug gen Osten hasteten.

Der Winter war zwar nicht sehr kalt, hatte ich sauber doch länger hingezogen. Der März 2016 zeigte sich bisher nicht wirklich frühlingshaft. Die Temperaturen wichen im Norden und Osten 1 bis 2 Grad von den langjährigen Erwartungen nach unten ab, im Westen Continue reading Oster-Zugtag vor Usedom/ Vorpommern

Singvögel am Habicht-Luderplatz

EichelhäherWintereinbruch in Deutschland. Aber für die Habichtfotografie muß man doch nach Norwegen fahren. Früh geht es los. Der Luderplatz liegt mitten in einem schönen, urtümlichen Kiefernwäldchen. Jetzt – so gegen um 6:45 – ist es in dem recht geschlossenen Kiefernwald natürlich noch sehr dunkel. So gegen 08:00 Uhr scheinen sich die Lichtverhältnisse zu verbessern. Nun beim ersten Licht sind auch die ersten Eichhörnchen zu sehen. Immer wieder wippen sie aufgeregt mit dem Schwanz. Später sind auch mal die ersten Vögel zu hören. Ich tippe mal auf Häher im Hintergrund, aber es sind auch Meisen dabei. Und dann tatsächlich: Die Kohlmeisen (Parus major) und schließlich auch einige, wenige Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) sind die ersten. Noch im ersten Büchsenlicht sind sie zu sehen. Dann sind wenig später aber auch andere Meisenarten zu sehen. Zuerst Weidenmeise (Poecile montanus), Tannenmeise (Periparus ater) und Haubenmeise (Lophophanes cristatus). Wenig später dann auch der erste Eichelhäher (Garrulus glandarius). Insgesamt 3 Exemplare zähle ich. Die Meisen und dann auch die Eichhörnchen liefern sich mit den Eichelhähern ein Wettrennen und die Körner und das Fett. Sie scheinen recht hungrig. So richtig klar ist mir die doch sehr aufwändige Fütterung der Singvögel direkt am Habicht-Luderplatz nicht. Da der Habicht (Accipiter gentilis) sehr vorsichtig Continue reading Singvögel am Habicht-Luderplatz

Stabbursdalen: Eulen und Spechte

DreihzehenspechtIn Norwegen, dem Land der Fjords, der Fjells, der endlosen Wälder, der weiten Moore und Seen, liegt der reizvolle Stabbursdalen-Nationalpark. In seiner urwaldartigen Landschaft machen sich auf leisen Schwingen die Vögel der Nacht auf die Jagd. Wer in die geheimnisvollen Augen der versteckt lebenden Eulen des Stabbursdalen-Nationalparks schauen will, muss jedoch viel Geduld mitbringen. Durch seine faszinierende Landschaft mit steilwandigen Felsschluchten, tosenden Wasserfällen und blumenreichen Schwemmwiesen bahnen sich die Flüsse Stabburselva und weitere Flüsse mit ihren zahlreichen Seitenarmen den Weg. Urwaldartige Mischwald- und Fichtenbestände säumen die Flüsse und Bäche, wohingegen auf den trockenen Flächen beerenkrautreiche Kiefernwälder überwiegen. Bis in den Mai hinein ist die Landschaft des Stabbursdalen-Nationalparks mit einer weißen Schneedecke überzogen. Auf dem Stabburselva stapeln sich dann krachend die Eisschollen.

Gut 100 Vogelarten finden im Nationalpark und dessen Umland ihren Lebensraum. Davon brüten viele Arten in diesem Gebiet. Moore und Sümpfe, wie das üppige Feuchtgebiet Luobbal, sind wichtige Rast- und Nistgebiete, die ideale Brutmöglichkeiten für Limikolen und Wasservögel bieten. Der Fitis (Phylloscopus trochilus) ist der häufigste Continue reading Stabbursdalen: Eulen und Spechte

Hakengimpel in Lappland

HakengimpelWelcher Ornithologe träumt nicht mal von einer Hakengimpel – Beobachtung; am besten natürlich im Winter bei einer Invasion in einem norddeutschen Städtchen. Ok, in Südschweden kommt der Hakengimpel (Pinicola enucleator) schon etwas häufiger vor. Aber dennoch: um gute Fotos des Hakengimpel zu bekommen, führt ein Weg wohl nicht um einen Aufenthalt in seinem eigentlichen Winterquartier vorbei.

Berühmt ist inzwischen das Gasthaus (oder Lodge) Neljän Tuulen Tupa entlang der Nationalstraße 4 nördlich von Inari. Man kann dort in einer der Hütten schlafen und viele Aktivitäten wie Sauna, Schwimmbad etc.) genießen. Das besondere an Neljän Tuulen Tupa ist aber der Umstand, daß es eine der zuverlässigsten und einfachsten Stellen in Finnland ist, um einige Singvögel der Taiga wie den Hakengimpel (Pinicola enucleator), den Unglückshäher (Perisoreus infaustus), die Lapplandmeise (Poecile cinctus), die grau-weißliche Unterart der Weidenmeise (Poecile montanus), den Polarbirkenzeisig (Acanthis hornemanni) oder Continue reading Hakengimpel in Lappland

Habicht am winterlichen Luderplatz

HabichtIn den Tiefen des norwegischen winterlichen Küstenwaldes bin ich schon vor 6:00 morgens unterwegs. Es ist stockdunkel. Früh war ich mit Ole Martin Dahle aufgebrochen, um noch im Dunkeln in einem Hide zur Habichtfotografie zu sein. Bei einer sehr erfolgreichen Adlerfotografie in Nord-Trondelag hatte es nur erfolglose Versuche mit dem Habichtansitz im Jahr 2013 gegeben. Diesmal war ich etwa 90 Minuten früher auf dem Weg, um möglichst weit vor der Aktivitätszeit des Habichts in meinem Versteck zu sein. In der Nacht zuvor hat es geschneit. Nun ist die Luft kalt und das Land liegt still unter einer dünnen, vereisten Schneedecke. Fast ein richtiger Winter, dazu Schnee. Ideale Bedingungen für die Habichtfotografie. Wir fahren eine schmale Straße aus dem Ort heraus und schon wenig später stellt Ole den Wagen Continue reading Habicht am winterlichen Luderplatz

Leuzistischer Buchfink an Winterfütterung in Niedersachsen

ChaffinchBei einem Besuch eines Fotoansitzes vor einer Winterfütterung in der Nähe der kleinen Stadt Salzhemmendorf hatte ich das Glück, einige Buchfinkenfotos eines leuzistischen, männlichen Exemplars (Fringilla coelebs) zu machen. Das war am 30. Januar 2014. Ich sah diesen ungewöhnlichen Buchfink meist in Gemeinschaft zusammen mit einigen seiner Artgenossen und einigen, wenigen Bergfinken (Fringilla montifringilla). Der männliche Buchfink mit der interessanten Farbverteilung schien Continue reading Leuzistischer Buchfink an Winterfütterung in Niedersachsen

Mäusebussarde im Schnee am Köder

Common Buzzard in FlightIst es möglich Mäusebussarde (Buteo buteo) im Winter, am besten noch im Schnee, in guter Anzahl zu beobachten und zu fotografieren. Ist das möglich mitten im bevölkerungsreichen, Deutschland? Ja, das ist es!

Das Tal des Flusses “Leine” und die umliegenden waldbedeckten Höhen namens “Leinebergland” sind nicht direkt bekannt als die Hot Spots der Vogelbeobachtung in Deutschland. Aber im Winter wird die reizvolle Landschaft zwischen den Städten Hildesheim im Osten und Hameln im Westen von Vogelbeobachter und Vogelfotografen aufgesucht, um Bilder von Mäusebussarden und anderen Vögel an Winterfutterstellen zu machen.

Nachdem ich schon die Jahre vorher im Winter in Salzhemmendorf war (s. Blog auf englisch) wollte ich diesmal auf Einladung von Wolf-Dieter Peest einen weiteren Tag bei Schnee in einem seiner neuen Ansitze verbringen. Das stellte sich als sehr produktiv heraus – wie man in der Galerie sehen kann. Wolf-Dieter Wildlife bietet Workshops für die digitale Fotografie und Continue reading Mäusebussarde im Schnee am Köder

Spechte an der Winterfütterung

Great Spotted WoodpeckerVor ein paar Jahren schon war ich Gast bei einem professionellen Betreiber einer Winterfütterung für Greife. Tolle Aufnahmebedingungen, schöne Landschaft, super Vögel. Nur leider eine ganz Ecke von meinem Zuhause in der Eifel entfernt. „Das kann ich auch“, dachte ich. Es stellte sich dann doch als nicht so einfach heraus. Da gab es dann Probleme mit dem Landwirt, dem das Grundstück gehörte, dann mit dem Jagdpächter. Aber schließlich war es so weit. Ein großer Vorteil meines aus Holz und Teppichresten gezimmerten Ansitzes besteht darin, daß er sich zwar unmittelbar am Waldrand, andererseits aber nur etwa 200 m von meiner Wohnung entfernt befindet. Natürlich macht man sich beim Bau des Ansitzes und der Anlage des Futterplatzes so seine Gedanken über die zu erwartenden Gäste. Neben Meisen, verschiedenen Finken und Amseln war auch der Buntspecht (Picoides major) fest eingeplant. Diese bei uns häufigste Spechtart lebt ja nicht nur in Wäldern aller Art, sondern auch in städtischen Parkanlagen und in größeren Gärten. Schon nach kurzer Zeit zählte der Buntspecht zu den regelmäßigen Gästen vor der Winterhütte, aus der heraus ich in einem Abstand von 3,5 bis 7 m meine Aufnahmen machte. Meist kündigte er sich mit einem lauten „Kikk“ an, bevor er dann im wellenförmigen Flug angesaust kam. Das Lieblingsfutter meiner in den letzten Wintern beobachteten und fotografierten Buntspechte ist ein aus Rindertalg und Haferflocken hergestelltes Fettgemisch, das landläufig als Meisenknödel bekannt ist. Haselnüsse werden recht wenig beachtet, Walnüsse geliebt und Continue reading Spechte an der Winterfütterung

Vogelzug am Stockert in der Eifel

Haubenmeise in SchleheEin schöner Tag im Herbst. Indian Summer wie er im Buche steht. Diesmal soll es in die Eifel gehen, zu einem Berg, der Stockert genant wird und südlich von Euskirchen gelegen ist. Hier kann man den Vogelzug der am Tag ziehenden Vogelarten sehr gut beobachten. Es war noch dunkel, als ich ankam. Das erste Vogelgezwitscher konnte aber bereits gehört werden. Es waren vor allem Meisen, deren Rufe noch in den Bäumen zu hören waren. Dann ging es sehr schnell. Innerhalb weniger Minuten waren die Büsche voll. Natürlich waren vor allem Kohlmeisen (Parus major) und Blaumeisen (Cyanistes caeruleus) in den Schlehen und Hagebutten zu sehen. Ein wunderbarer Kontrast zu den blauen und roten Früchten, die übervoll an den Zweigen hingen. Die Zugunruhe hatte offensichtlich auch zwei Spezies von Meisen gepackt, die in der Regel nicht mit der offenen Landschaft, sondern eher mit Nadelbäumen in Wäldern in Verbindung gebracht werden. So waren gut 5 Tannenmeisen (Periparus ater) und auch mindestens 3 Haubenmeisen (Lophophanes cristatus) zu beobachten, die für eine Weile auf den Ästen einer Schlehe ausgeruhten. Nur kurz – ca. 2 Minuten – dann waren sie wieder weg.

Beim Beobachten und Fotografieren war klar zu erkennen, dass das Zuggeschehen in vollem Gange ist. Gesang und andere territoriale Verhaltensweisen waren selten zu sehen und beschränkten sich wenn auf den frühesten Morgen. Was für ein wunderschöner, früher Morgen an einem sonnigen Tag. Allerdings ziemlich kalt in den ersten Stunden. Dazu ein wahres Vergnügen – auch unter dem Gesichtspunkt der Ornithologie. Zusätzlich Continue reading Vogelzug am Stockert in der Eifel

Birding around Frankfurt Airport – Schwanheimer Duene

Eurasian Golden-OrioleThere are not too many foreign birdwatchers coming to the middle of Germany for just birding. But Frankfurt Airport (FRA) is the gateway to continental Europe. Many airlines use the Airport as a hub for connecting flights all over the world. If you have spare time between two flight and you are a birdwatcher, you might be interested to know, where you can find good places to stretch your legs, enjoy fresh air and enjoy birding for typical european birds. One of these places is only 15 minutes away from the Frankfurt Airport. This is the Schwanheimer Duene (Dunes of Schwanheim) located in a southern outskirt of Frankfurt. In so far, the area is more or less the same distance than the Langener Waldseen. But whereas these lakes, situated just 2 km east of the runway of Frankfurt AP, are a highly frequented recreation area in summertime, the Schwanheimer Duene is especially good in spring and summer. Thus an excellent alternative to the Langener Waldseen which are very productive in wintertime.

The Schwanheimer Duene is one of the few inland dunes in Europe. It was established after the last ice age of sands that have been blown out of the riverbed of the River Main. Then, a forest grew on it. In the last century farmers cleared the forest and put on cherry meadows. Several dry periods ended these attempts in the second half of the 19th Century. The dune devasted and started to wander. Between 1882 and 1890 the dune moved aground to its present location.

Following the desolation a  typical plant community of inland dune developed, which can be encountered up to nowadays. This plant community is called Continue reading Birding around Frankfurt Airport – Schwanheimer Duene

Birding around Frankfurt Airport: Langener Waldseen

Gavia stellata

Frankfurt Airport (FRA) is the gateway to continental Europe. Many airlines use the airport as a hub for connecting flights all over the world. If you have spare time between two flight and you are a birdwatcher, you might be interested to know, where you can find good sites to stretch your legs, enjoy fresh air and enjoy birding for typical european birds. One of these places – only 10 minutes away from the Frankfurt Airport – are the Langener Waldseen. These artificial lakes are situated just 2 km east of the runway and are a highly frequented recreation area with an oper-air swimming area. But wintertime is quiet and goods birds – including some vagrants – can be seen on the most western lake. This lake is still an active gravel spit, thus access especially for the best site is more or less tolerated and cannot be guaranteed.

Good birds to be seen on the lake in wintertime here on a regular basis are Canada Goose (Branta canadensis), Little Grebe (Tachybaptus ruficollis), Great Crested Grebe (Podiceps cristatus), Gadwall(Anas strepera),  Common Pochard (Aythya ferina), Tufted Duck (Aythya fuligula) and  Common Goldeneye (Bucephala clangula). At the beginning of December 2012 there was an influx of cold temperatures in Germany. Shortly after a Red-throated Loon (Gavia stellate), Smew (Mergellus albellus) ,  Common Merganser (Mergus merganser ) and a male Red-crested Pochard  (Netta rufina) as well as up to 10 Velvet Scoter  (Melanitta fusca) showed up. The woods hold all 6 species of continental woodpeckers (incl. Black, Middle-spotted and Grey-faced Woodpecker) and vast numbers of Hawfinch (Coccothraustes coccothraustes ) and Bramblings (Fringilla montifringilla) in the winter. Mistle Thrush (Turdus viscivorus) are often heard and sometimes seen in the canopy of the many pine trees.  For the last winters 1 Great Grey (Northern) Shrike (Lanius excubitor) used the area as a wintering ground. I have seen large flocks of Common Crane moving overhead in late October from this site.

For direction it is recommended to take a taxi Continue reading Birding around Frankfurt Airport: Langener Waldseen