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Malindipieper, ein Endemit der Küstengrasländer Kenias

MalindipieperEin Pieper fliegt auf, als wir uns dem trockenen, mit niedrigem Gras bewachsenen Gebiet nähern. Unser Guide ruft sofort: das ist nicht das Malindipieper (Anthus melindae) sondern ein Weidelandpieper (Anthus cinnamomeus). Bereits am Sabaki River Delta hatten wir im schütter bewachsenen Grasland vergeblich nach dem Malindipieper gesucht. Unser Guide meint, daß die bisher sehr zuverlässig besiedelte Ebene aufgegeben wurde, weil Landwirtschaft den verfügbaren Lebensraum reduziert. In dem konkreten Fall am Sabaki River Delta soll wohl eine Salzproduktion aufgebaut werden. Die Politik scheint momentan entlang der Küste in die Salzproduktion investieren zu lassen. Das ist natürlich eine große Bedrohung. Die Flächen für die Salinen, also den Verdampfungsflächen, die technischen Anlagen und die Deiche werden natürlich den verfügbaren Lebensraum für diese Art dramatisch reduzieren. Aber auch die Umwandlung der Landwirtschaft einschließlich des Anbaus von Biokraftstoffen ist eine große Bedrohung. Insgesamt sieht er eine große Bedrohung für das Überleben dieser Art zumindest im näheren Umkreis von Malindi.

Im Arabuke-Sokoke Forest hat er das Malindipieper allerdings in der Nähe des sogenannten Elefantensumpfes sehen können. Da sei nämlich inzwischen weit und breit die einzige Stelle, um den Pieper zu sehen. Der Sumpf ist tatsächlich gar nicht schlecht. Unser Guide kann dem Gebiet trotzdem nicht so recht was abgewinnen, weil man nie wüßte, wann und ob Elefanten zum Trinken kämen. Da hilft dann Continue reading Malindipieper, ein Endemit der Küstengrasländer Kenias

East Coast Akalat in the east-african lowland forest of Arabuko-Sokoke/ Kenya

BlauflügelrötelA somewhat melancholy, often repeated melody from the dense undergrowth reveals the “tropical robin”. It is an East Coast Akalat (Sheppardia gunningi) of the subspecies sokokensis. We are in the so-called mixed forest. The beginning of our morning trip is not going well. However, a Red-legged Sun Squirrel (Heliosciurus rufobrachium), can be seen briefly on the edge of the track. Suddenly there is loud chirping from the dense bush. Here we leave the car, as obviously a Bird Party is on the way. Our guide says to hear an East Coast Akalat out in the thicket. We play the vocals from the East Coast Akalat by band. But unfortunately, there is nothing to see. Perhaps the large troop of Chestnut-fronted Helmetshrike (Prionops scopifrons) is responsible for the East Coast Akalat not venturing out. So we have to beat ourselves into the bushes. That turns out to be very productive. First of all, I see the Golden-rumped Elephant-shrew (Rhynchocyon chrysopygus) scurrying across the ground. Then we play the song of the East Coast Akalat from the tape again. This time we have a prompt response.

The East Coast Akalat comes first on a branch. Unfortunately he does not stay there for a long time, but at least I can photograph it in the semi-darkness. Only a short time later, it sits even very nicely exposed on a branch right on the track we passed in the jungle. The whole area looks very typical like the place at the Chintheche Inn on Lake Malawi, where I had already photographed the East Coast Continue reading East Coast Akalat in the east-african lowland forest of Arabuko-Sokoke/ Kenya

Das Rotkehlchen des Arabuko-Sokoke Forest: der Blauflügelrötel

BlauflügelrötelEtwas schwermütiger, häufig wiederholter Gesang aus dem dichten Unterholz verrät das „tropische Rotkehlchen“. Es ist ein Blauflügelrötel (Sheppardia gunningi) der Unterart sokokensis. Wir befinden uns im sogenannten Mixed Forest. Der Anfang unseres Morgentrips läßt sich nicht gut an. Allein ein Rotfüßiges Sonnenhörnchen (Heliosciurus rufobrachium), ist kurz mal am Pistenrand zu sehen. Plötzlich ist lautstarkes Gezwitscher aus dem dichten Busch zu hören. Hier verlassen wir den Wagen, da offensichtlich eine Bird-Party unterwegs ist. Unser Guide meint, einen Blauflügelrötel im Dickicht heraus zu hören. Wir spielen den Gesang vom East Coast Akalat von Band ab. Aber leider ist nichts zu sehen. Vielleicht ist der große Trupp mit Braunstirn-Brillenvangas oder Braunstirnwürgern (Prionops scopifrons) dafür verantwortlich, daß sich der Blauflügelrötel nicht heraustraut. Wir müssen uns also selber ins Gebüsch schlagen. Das stellt sich als ausgesprochen produktiv heraus. Als erstes sehe ich nun auch mal das Goldene Rüsselhündchen (Rhynchocyon chrysopygus) über den Continue reading Das Rotkehlchen des Arabuko-Sokoke Forest: der Blauflügelrötel

Ein ziemlich grauer Braunflügel-Mausvogel an Kenias Ostküste

Braunflügel-MausvogelDicke Wolken stehen vor der Sonne, die noch tief am Himmel steht. Das Resort hat einen tollen, etwas erhöht gelegenen Aussichtspunkt. Wunderschönes Wetter, ganz, ganz leichte Brise. Es ist gar nicht kühl, so um die 24° C. Mit dem Stativ und dem Spektiv hoffe ich, etwas auf dem Meer zu entdecken. Doch das Felsen-Inselchen ist zu weit draußen, sodaß ich nur Seeschwalben wahrnehme. Immerhin der elegante Flieger um die Insel mit der dunklen Oberseite und den leuchtend weißen Unterseiten könnte eine Sooty Tern sein. Sogar einen Kaffee gibt es. Das ist wirklich super, daß man den in der Suite selber kochen kann – auch wenn der Nescafe nicht wirklich gut schmeckt. Die Vegetation hier am Aussichtspunkt ist dicht und scheint sehr natürlich zu sein. Ich wundere mich, daß bei dem tollen Küsten-Scrub so wenig – wenn nicht „überhaupt keine“ – Bewegung an Vögel drin ist. Eine Menge Schmetterlinge sind zu bewundern, Hummeln, Bieren, Wespen, aber nichts sonst. Auf einmal hängt ein schlanker, großer Vogel in einem Astgewirr, den ich auf Anhieb als Mousebird bestimme. Dann folgt ein ganzer Trupp, der wenig später weiter gen Norden verschwindet. Anhand der Fotos komme ich ganz schön ins Grübeln. Der erste Eindruck ist: ein graues Mousebird. Interessant sind grüne Farbstreifen und ein Farbklecks auf dem linken Flügel. Fast so als wäre der Vogel mit einem gemalerten Treppengeländer in Continue reading Ein ziemlich grauer Braunflügel-Mausvogel an Kenias Ostküste

Malindi Pipit (Anthus melindae) in the Arabuke-Sokoke Forest/ Kenya

MalindipieperA Pipit takes flight as we approach the dry, low grassy area. Our Guide calls immediately: this is not Malindi Pipit (Anthus melindae) but an African Pipit (Anthus cinnamomeus). Already on the Sabaki River Delta we had searched for the Malindi Pipit in the sparsely vegetated grasslands in vain. Our Guide says that the previously highly populated plain has been abandoned because agriculture reduces available habitat. In the specific case on the Sabaki River Delta probably a salt production should be established. Politicians currently seem to be investing in salt production along the coast. This is of course a big threat. The areas for the salines, i.e. the evaporation areas, the technical facilities and the dikes will of course dramatically reduce the available habitat for this species. But the transformation of agriculture, including the cultivation of biofuels, is also a major threat. Overall, he sees a great threat to the survival of this species, at least in the vicinity of Malindi.

In the Arabuke Sokoke Forest, however, he was able to see the Malindi Pipit near the so-called elephant swamp. Because there is nowhere around but the only place to see the Pipit. The swamp is not bad at all. Nevertheless, Our Guide cannot feel comfortable in the area, because you never know when and if elephants would Continue reading Malindi Pipit (Anthus melindae) in the Arabuke-Sokoke Forest/ Kenya

Sokoke-Eule im Arabuko-Sokoke Forest an Kenias Ostküste

SokokeeuleUnser lokaler Guide, David, verlässt uns mit Andeutungen. Es ist inzwischen unheimlich heiß. Mein Gott, was für ein Wetter. Jetzt stehen wir angeblich kurz vor der Sichtung der Sokokeeule (Otus ireneae), die im englischen Sokoke Scops-Owl genannt wird. Da können wir nicht einfach umkehren. Auch wenn es noch zu heiß ist. Und siehe da: David steht auf der Piste weiter unten und winkt. Er hat vielleicht den Tageseinstand der Sokokeeule gefunden. Wir laufen ihm hinterher über schmale Pfade in den niedrigen Wald mit vielen dünnen Bäumchen. Sicher eine Elefanten-Piste. Dann nach einigen 100 Metern geht es auf einen noch schmaleren Pfad und dann zeigt er an einem dürren Bäumchen hoch. Das Bäumchen wirkt schmächtig und ist auch gar nicht hoch. Wenn es knapp 4 Meter sind, ist es hoch. Es ist dürr und hat nur oben eine Andeutung einer Krone, die man nun wirklich nicht Kronendach nennen kann. Sie formt immerhin eine blätterlose Kugel aus. Wow, inmitten dieses „Altars“ aus Blättern steht eine graue Eule mit feinen schwarzen Streifen. Es ist ein Männchen der Sokokeeule. Ein super Vogel, den wir zum Glück mit dem Stativ super aufnehmen können. Echt eindrucksvoll. Wie klein und winzig die ist. Toll. Das Weibchen der Sokokeeule soll derweil auf den Eiern Continue reading Sokoke-Eule im Arabuko-Sokoke Forest an Kenias Ostküste