Tag Archives: Allium ursinum

Wiehengebirge und Teutoburger Wald

SchwarzspechtDer Schwarzspecht (Dryocopus martius) liebt Buchen. Deutschland ist ein Buchenland. Es gibt zahlreiche Waldtypen der Rotbuche (Fagus sylvatica) wie zum Beispiel Hainsimsen-Buchenwald, Perlgras-Buchenwald, etc. Früher – in ausgedehnten Urwäldern – war die Rotbuche die vorherrschende Baumart. Leider sind noch verbliebene Buchenwälder fast alle kulturell verändert oder forstlich genutzt. Oft fehlen Alt- und Totholzstrukturen. Über 200 Jahre alte Buchenbestände und Einzelbuchen sowie größere zusammenhängende Flächen sind sehr selten. Ausgedehnte Buchenwälder mit einsamen Waldpfaden, schattig kühle Tieflandbäche, die sich durch die Täler schlängeln, orchideenühersäte Kalk-Halbtrockenrasen, verwunschene Moore und leicht geschwungenen Hügel sind im Osnabrücker Land, dem Teutoburger Wald und dem Wiehengebirge zu finden.

Der Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald und Wiehengebirge ist nun über 50 Jahre alt. Er umfasst eine Fläche von 1.220 km² und hat den Kunstnamen „TERRA.vita“ angenommen. Er erstreckt sich auf den Höhenzügen weit nordwestlich von Osnabrück beginnend bis Bückeburg und Bielefeld

Verantwortlich für die Vielfalt der Lebensräume sind im Wesentlichen zwei Faktoren: die Grenzlage des Naturparks am Continue reading Wiehengebirge und Teutoburger Wald

Mittelspechte im Auwald

Vogelstimmen tönen durch den frühlingshaften Wald. Darunter ein merkwürdig quäkender Ruf. Er gehört dem Mittelspecht (Dendrocopus medius). Auf den ersten Blick könnte man ihn mit dem etwas größeren Buntspecht verwechseln. Aber die rote Kopfplatte und das rosa überhauchte Bauch- und Flankengefieder lassen doch eine sichere Unterscheidung zu. Der Mittelspecht ist ein typischer Auwaldvogel, der seine Bruthöhlen am liebsten in starken Ästen alter Stieleichen anlegt. Gerne legt der Mittelspecht seine Bruthöhle in Stämmen oder starken Ästen von geschädigtem oder faulem Holz an. Dort legt er ab Mitte April 5-6 weiße Eier Auch bei der Nahrungsbeschaffung spielen alte Eichen für ihn eine wichtige Rolle, denn in ihren Baumkronen und der reich strukturierten Borke leben unzählige Insekten.

Der Mittelspecht ist neben reich gegliederten Laubwäldern (vorzugsweise mit Eichen) auch auf ein mildes Klima angewiesen. In Bezug auf seine Nahrungsaufnahme hat der Mittelspecht ein deutlich anderes Verhaltensrepertoire als beispielsweise der Buntspecht (Dendrocopos major). So stochert der Mittelspecht eher Continue reading Mittelspechte im Auwald

Malá Fatra: Vögel des Frühlings in der Slowakei

NachtigallEin Ausflug in die Malá Fatra ist immer ergiebig. Von Bratislava ist das Gebiet in knapp 2 Stunden erreicht. So machten wir uns im zeitigen Frühjahr auf und erkundeten zuerst die Tallagen des Gebiets und erklommen alsdann die Hänge, die teilweise mit altem Baumbestand bewachsen sind. Dieses Jahr hatten wir das Glück zu einem recht späten Zeitpunkt noch wandernde Kröten (Bufo bufo) zu sehen, während im Unterholz schon der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava), auch Hohlknolliger Lerchensporn genannt, wuchs. Neben dem Hohlem Lerchensporn einem schönen Frühlingsblüher aus der Familie der Mohngewächse waren auch Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) und Bärlauch (Allium ursinum) zu finden. Der letzte Schnee des Winter war noch nicht lange getaut und der Frühling hatte gerade erst Einzug gehalten. Das hatte den Vorteil, daß das löcherige Kronendach der nur spärlich belaubten Bäume einen schönen Durchblick gewährte. Das machte es viel leichter, Vögel zu beobachten. Interessant war die Kombination von Schneeglöckchen im Unterholz des Waldes und singenden Halsbandschnäppern (Ficedula albicollis) oben in den Baumkronen. An den Bächen und kleinen Flüssen waren Wasseramseln (Cinclus cinclus) schon sehr Continue reading Malá Fatra: Vögel des Frühlings in der Slowakei