Tag Archives: Acrocephalus palustris

Neuer Rückzugsort für den Gartenrotschwanz nach Waldbrand

GartenrotschwanzDie Kameras des Waldbrandüber-wachungssystems schlagen Alarm. Ein Feuer ist zwischen Hennickendorf und Märtensmühle entdeckt worden. Es handelt sich nach Angaben des Landesbetriebes Forst um einen Kiefernjungbestand.

Gut 50 Feuerwehrleute bewachten die Brände jeweils über Nacht. Das Feuer zu löschen war nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr nicht möglich, da der Standort in der Nähe einer ehemaligen Kaserne liegt und sich dort noch alte Munition befinden könnte, die durch die Flammen explodieren könnte.

Später heißt es, daß von einem Holzstapel aus der Brand gelegt wurde. Es ist Juni im berühmt-berüchtigten Hitzesommer 2019. Die Vegetation ist trocken, die Feuersbrunst breitet sich rasend schnell aus. Winde treiben sie in einem 500 bis 1000 Meter breiten Streifen voran, bis der Brand an Wegen und Freiflächen von der Feuerwehr kontrolliert und schließlich zum Erliegen gebracht werden kann. Bei Hennickendorf loderte es damit auf etwa 60 Hektar. Der Brand bringt aber nicht nur Zerstörung, sondern auch neue Chancen. Damit für die Natur Neues entstehen kann, muss Altes vergehen. Das Waldbrandgebiet sieht im Jahr des Brands tatsächlich furchtbar aus. Wie eine schwarze Ödnis, wie eine Mondlandschaft sieht es teilweise aus. Doch schon bald wird sich das Leben dann explosionsartig ausbreiten.

Farbenprächtige Blütenmeere sind in der Anfangszeit nach einem Continue reading Neuer Rückzugsort für den Gartenrotschwanz nach Waldbrand

Schilfrohrsänger: aggressives Verhalten im Frühling

SchilfrohrsängerEin Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) singt aggressiv von einem umgeknickten Schilfhalm im alten Röhricht der Teiche südlich des kleinen Dorfes Stangenhagen bei Trebbin in Brandenburg. Die Schilfrohrsänger sind erst wenige Tage in ihren Brutrevieren und reagieren spontan und vehement auf die Imitation von Artgenossen, um ihr Territorium zu verteidigen. Der Schilfrohrsänger läßt beim geringsten Anklingen der arttypischen Strophen die Flügel vibrieren, macht sich dabei größer auch mit einem aufgeplusterten Bauch –und Brustgefieder und singt sein Lied lauthals heraus. Dazwischen macht der Vogel kleine vertikale und horizontale Sprünge und springt insbesondere zwischen den vertikalen Stielen des Schilfrohrs, um einen besseren – exponierteren – Zweig oder Halm zu finden. Nur selten wird in der Konfliktsituation das Lied von dem exponierten Schilfhalm für einen seiner sonst typischen Liedflügen unterbrochen.

Insgesamt liefert der Schilfrohrsänger ein lautes und kräftiges Gemisch angenehm klingender Musikpassagen ab, die im artlichen Vergleich frei von den harten, strengen, klappernden Passagen durchsetzt sind, die man sonst vom Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) gewohnt ist. Der Gesang des Schilfrohrsängers ist schneller, weniger rhythmisch als das Lied von Teichrohrsänger. Mimikry kommt gelegentlich vor. Das Lied des Schilfrohrsängers ist aber auch abrupter, lebhafter, weniger fließend und flüssig als das von Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris).

Bei einer individuenbezogenen Betrachtung zeigt sich in Studien, Continue reading Schilfrohrsänger: aggressives Verhalten im Frühling

Buntspecht an verkohlten Kiefernstamm

BuntspechtDort wo im Sommer die Flammen bei einigen der größten Waldbrände in Brandenburg der vergangenen Jahre wüteten, sind rund 90 Prozent der Bäume nicht mehr zu retten. Dort, wo die angekohlten Stämme bereits entfernt wurden, sieht man bereits jetzt Grün wachsen. Dazwischen stehen noch verkohlte Kiefernstämmchen, die der Harvester wohl übersehen hat. Da ein Großteil Fläche schon abgeräumt ist nutzt der Buntspecht (Dendrocopos major) dankend dieses verbrannte Kiefernstämmchen, um die Fläche zu überblicken und sich gleichzeitig vor den neugierigen Augen des Fotografen zu verbergen.

Nur noch wenige der an- und verbrannten Kiefern stehen noch im Randbereich. Hier schält sich die Kiefernrinde schon flächig ab. Flächig schwarze Rinde wechselt mit hellbraunen Stellen ab, die helle Fraßgänge der Käferlarven zeigen. Am Boden liegen großflächig knorrige Rindenstücke und helles Bohrmehl. Traurig sehen die restlichen fast kahlen Kiefern nach dem Waldbrand im letzten Sommer aus.

Ein großer Profiteur der Waldbrandflächen ist der auf holzbewohnende Käfer spezialisierte Buntspecht. Er kommt grundsätzlich in allen Wäldern aber auch in Grünanlagen vor. Obwohl der Buntspecht insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Ernährung mit deutlichen jahreszeitlichen Veränderungen aufweist, besteht eine bedeutsame Nahrungsquelle aus Larven von Holzkäfern (Cerambycidae, Scolytidae, Buprestidae). Picken und Hämmern sind die häufigsten Nahrungstechniken für diesen Specht, insbesondere außerhalb der Brutzeit. Dazu hebelt, reißt und pickt er intensiv Rindenstücke ab. Bekannt ist er für das Arbeitet mit Ambossen um vor allem Kiefern-, Fichten- (Picea) oder Lärchenzapfen (Larix) und Nüsse als Nahrung zu nutzen.

Der Buntspecht ist nicht nur der Zimmermann der Wälder. Sein wichtigstes Werkzeug ist der kräftige Meißelschnabel. Ihn benutzt er, um Käfer und Larven aus der Rinde zu picken oder Nüsse aufzuhacken. Vor allem aber hämmert er damit Höhlen in Stämme und dicke Äste. Was dem Vogel selbst als Brutplatz dient, bietet auch vielen anderen Tieren Lebensraum und Unterschlupf: Kohlmeisen (Parus major), Wildbienen, Eichhörnchen und viele andere Höhlenbewohner profitieren davon, dass der Buntspecht viel mehr Höhlen zimmert, als er selbst braucht. Zum Höhlenbau bevorzugt der Buntspecht vor allem Baumarten mit weichem Holz und morsche bzw. abgestorbene Stämme. Wenn das Männchen eine Höhle gezimmert hat, legt das Weibchen dort bis zu sechs weiße Eier ab, die sie dann  etwa zwei Wochen lang ausbrütet.

Noch steht das verkohlte Kiefernstämmchen traurig auf weiter Fläche. Ohne zu große Eingriffe übernimmt aber schnell die Sukzession schon im nächsten Frühjahr die Regie. Schnell wachsen winzige Weidenröschen (Epilobium sp.). Dann sind viele neue Baumarten im ehemaligen Kiefernwald zu sehen. Dazu gehört sicher die Eberesche (Sorbus aucuparia), zwischendurch auch mal die eine oder andere Birke als Pionierbaumart. Auf den demnächst zum Teil aufgeforsteten, zum Teil aber auch der natürlichen Sukzession überlassenen Brandflächen werden nächstes Jahr wohl Baumpieper (Anthus trivialis), Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), Feldschwirl (Locustella naevia)  und Goldammer (Emberiza citrinella) als Reviervögel festzustellen sein. Diese Arten können erst durch die Öffnung des Bestandes so weit ins Waldesinnere vordringen. Wie lange das dauert, ist noch nicht zu sagen. Prompt wird – das ist heute schon zu sagen –auf den gefällten Arealen die Heidelerche (Lullula arborea) zu hören sein.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com neben dem Besuch der näheren Umgebung auch gezielt Reisen an entfernte Orte wie Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

Vogelvielfalt nach Waldbrand

FeldschwirlMitten in einem ehemaligen Kiefernstangenwald ist der monotone, schwirrende Gesang des Feldschwirls (Locustella naevia) am frühen Morgen aus den hohen gelb-grauen Pfeifengras schön zu hören. Ein Gesang, der noch vor 1 Jahr auf dieser Fläche praktisch unmöglich zu hören war. In Brandenburg verbrannten 2018 über 1.600 ha Wald, darunter auch große zusammenhängende Flächen. Nach einem solchen Ereignis sind nicht selten 90 % der Bäume nicht zu retten und die Flächen sind binnen 36 Monaten wieder aufzuforsten. Neben der Angst vor dem Borkenkäfer werden auch immer wieder die Stoffverluste durch Auswaschung angeführt. Diese sind in den ersten Jahren nach einem Waldbrand am höchsten, da in dieser Periode die Versickerung ihr Maximum aufweist, die Mineralisierung erhöht ist und die Nährstoffaufnahme durch Pflanzen fehlt bzw. sehr gering ist. Auch der durch Humusverluste verschlechterte Wasserhaushalt der Waldbrandfläche ist ein Problem. Als primäres waldbauliches Ziel wird deshalb die Bodenbedeckung bzw. Wiederbewaldung der Brandfläche genannt.

Trotzdem, ein dichter Kieferwald wird hier nicht wieder entstehen. Der Waldumbau soll den Forst vielfältiger und brandsicherer machen. Die Kiefer wird zwar weiter deutlich dominieren. Für die Continue reading Vogelvielfalt nach Waldbrand

Young Warbler as an ID-challenge in southern Brandenburg in Germany

SumpfrohrsängerIn the beginning of August I shot the image of a drab warbler near a pond in southern Brandenburg. I did not realize the bird at that moment, as the whole willow bush in a otherwise highly agricultural land was quite busy with migrating birds, e.g. Sedge Warbler (Acrocephalus schoenobaenus) well. I think, I remember that “Marsh Warbler” was my first thinking? The slender appearance on one of the images would be a hint. But he greyish tinged legs, the shape and colour of the bill and especially the head pattern made me think of a Sylvia-Warbler. The brownish cap could be some pollution/ pollen, yes. But I thought this not very useful in August.  What really irritated me were the colour and the contrast in the tertial fringes, which was the reason I had the impression that the bird looks a hybrid between a Blackcap (Sylvia atricapilla) and a Common Whitethroat (Sylvia communis). Looking at the images with 2 month in between, I was more in the direction of thinking of a young Blackcap due to the whitish eyering and the shape of the bill. Continue reading Young Warbler as an ID-challenge in southern Brandenburg in Germany

Eurasian Reed-Warbler in a jungle of reed

Reed seems a monotonous habitat. In early spring, the reeds of the previous years are uniform and stand close to each other; pale gray, sometimes brown. Peeling stalk layers of the reed already provide for the maximum of visual variety. Otherwise: a sea of ​​vertical stems. But like the right sea, the reed “sea” is inhabited. And this habitat is both species-rich and individual-rich. One of the inhabitants is the Eurasian Reed-Warbler (Acrocephalus scirpaceus). Its plumage is as grayish-brownish as its surroundings. Like its habitat, this bird ist drab, this bird has no obvious features for the birder. A closer relative is Savi’s Warbler (Locustella luscinioides), which is colored brown, too. Like the Savi’s Warbler the tail of the Eurasian Reed-Warbler is slightly wedge-shaped, but not as strong and broad as in the Locustella- Warblers.

What is striking, though, are the song of the inhabitants of the sea of reed. This applies to the Reed-Warbler as well as for the Locustella- Warblers. Here is the Eurasian Reed-Warbler to advantage. Its song consists of a continuous, strongly rhythmic rarely accelerating performed scandals. As a rule, simple and short, relatively quiet and slowly recited elements are introduced; the louder body with constant pause lengths usually ends abruptly after different durations. Its singing can probably not be described as well-sounding. The singing is rather scratchy. But not so rough and deep compared to the Great Reed-Warbler (Acrocephalus arundinaceus), which also lives in extensive reeds. The bird sometimes sings in the cover of the reed; but also like to sing in dense bushes. In choral singing with neighbors, it does not keep the Eurasian Reed-Warbler Continue reading Eurasian Reed-Warbler in a jungle of reed

Buschrohrsänger im Norden Deutschlands

BuschrohrsängerLetztes Jahr Ende Mai/ Anfang Juni hatte ich das Glück, an einem Küstenstück in Estland im Matsalu National Park in Estland einen Buschrohrsänger (Acrocephalus dumetorum) zu entdecken. Darüber hatte bird-lens.com ja bereits berichtet.

Ein Buschrohrsänger hat auch in diesem Spätfrühjahr viele Birder nach Norden verfrachtet. Diese wollten einen Buschrohrsänger entweder am Regenrückhaltebecken Wohldorf in  Hamburg oder bei Stockelsdorf in der Nähe von Lübeck beobachten.

Der Vogel wechselt häufig zwischen Weidenbüschen und zeichnet sich durch sein unermüdliches Singen, teilweise mit Imitationen von Amsel, Rauchschwalbe, Blaumeise, Kleiber, Bluthänfling, Feldsperling und Buchfink aus. Nach vorläufigen Beobachtungen legt der Vogel allerdings nachmittags eine längere Gesangspause ein

Es werden auch vermehrt Sichtungen in Holland und im Vereinigte Königreich. Da Vögel mehr oder weniger regelmäßig (und zunehmend) gefangen werden, stellt sich natürlich die Frage nach den Gründen.

Bereits im Juni letzten Jahres hatte bird-lens.com über Feldmerkmale des Buschrohrsängers berichtet. Ich bin nun auf Continue reading Buschrohrsänger im Norden Deutschlands

Karmingimpel im Murnauer Moos

KarmingimpelAusgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz bei der Gaststätte “Ähndl“. Heute steht eine Rundwanderung im Murnauer Moos auf dem Programm. An einem kleinen Schilfstreifen sind bald aufgeregte, schwätzende, kräftige Laute zu hören. Da die Rufe sehr schnell vorgetragen werden und sie sich nicht wirklich entscheiden können, ob sie zu einem Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) oder einem Gelbspötter (Hippolais icterina) gehören sollen, wird schnell klar, dass hier ein Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) ganz ausgezeichnet andere Vögel imitiert. Im Gebüsch sind unzählige Gartengrasmücken (Sylvia borin) zu hören und gelegentlich auch zu sehen. Tatsächlich ist praktisch auf jedem Baum und jedem Busch mindestens eine Grasmücke zu sehen oder zu hören. Auch Fitisse (Phylloscopus trochilus) sind in kopfstarker Zahl in den Weichhölzern entlang des Schilfs unterwegs. Während wir von weiter weg auch den scharfen, weit tönenden Gesang eines Braunkehlchens (Saxicola rubetra) lauschen, hören wir plötzlich den markanten Ruf des Gimpels. Ein wunderschönes Männchen des Karmingimpels (Carpodacus erythrinus) ist schon nach kurzer Zeit auf einem niedrigen Schwarz-Erlenstrauch (Alnus glutinosa) zu sehen.

In der Ferne sind immer wieder Braunkehlchen zu sehen, die im Prachtkleid auf einzelnen Halmen ihren Gesang vorgetragen haben.  Neben den Braunkehlchen sind auf den Rohrhalmen die Männchen der Rohrammer (Emberiza schoeniclus) zu sehen und zu hören.

Die gelben Unterseiten der Schafstelze (Motacilla flava) sind immer wieder schön zu sehen, wenn sie im bogenförmigen Flug über die Continue reading Karmingimpel im Murnauer Moos

Feldmerkmale des Buschrohrsängers

BuschrohrsängerEine mitteleuropäische Entdeckung eines Buschrohrsängers (Acrocephalus dumetorum) im Feld erfolgt erstaunlich selten – wenn man sieht, wie nah die westliche Verbreitungsgrenze dieser Art ist. Über die Beobachtung eines Buschrohrsängers im Matsalu National Park in Estland hatte bird-lens.com ja bereits berichtet. Es wird wohl an der Ähnlichkeit mit den beiden heimischen Rohrsängerarten, Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) und Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) liegen. So sind Meldungen wie die in ornitho.de vom 1. Oktober 2017 („..Bestimmung nachträglich anhand von Bildern. Bei Nachsuche am 22.10. von mir nicht mehr wiedergefunden.“) auch nicht verwunderlich.

Hinzu kommt, daß der Vogel nicht so eindeutig singt, auch ein guter Imitator ist, daß man auf Anhieb an einen Buschrohrsänger. Die Meldung in ornitho.de vom Donnerstag, 22. Juni 2017 ist da symptomatisch. Ein Buschrohrsänger in Bielefeld sang mehrmals kurz, Teile erinnern an Sumpfrohrsänger, Teile an Gelbspötter. Man grenzte die Artbestimmung dann über den Lebensraum (Hecken/Bäume in einem bebauten Gebiet) ein. Man hat also nicht nur die Rohrsänger, vor allem den Sumpfrohrsänger, sondern auch noch Gelbspötter (Hippolais icterina) oder sogar Orpheusspötter (Hippolais polyglotta) auseinander zu halten. Erstaunlich – oder auch nicht – hoch ist der Prozentsatz an Fängen, so u.a. im Fanggarten Continue reading Feldmerkmale des Buschrohrsängers

Blyth’s Reed-Warbler at Matsalu Bay/ Estonia

BuschrohrsängerI am standing at the entrance to a beach area in North-western Estonia, which I had already used to photograph migrating waterfowl 2 days ago. At that time already, I had the impression that a Reed-Warbler is singing in the background. But at that time, I had it “checked off” as a “normal” Reed warbler – maybe a Marsh Warbler (Acrocephalus palustris). Now I’m not so sure and play in the same place, the transition zone of bushes, old reed and beach from the song of the Blyth’s Reed-Warbler (Acrocephalus dumetorum). After a few seconds of melodies, the reaction is prompt. Loud and clear, the Blyth’s Reed-Warbler sings its tune reminiscent of anything between a Marsh Warbler and an Icterine Warbler (Hippolais icterina). I stomp through thick herb layer, stinging nettles, winter rinse and the reeds. A Blyth’s Reed-Warbler appears at an old, dried-up reed stalk and sings against the alleged rival. He sings in the middle of the reeds. Interesting: this is actually ruled out in standard field guide for Western Palearctic by Killian Mullarney, Lars Svensson and Dan Zetterström. It then changes its perch and sits in a rowanberry. The reaction to playing the tape is prompt and unfortunately also associated with many site changes. Nevertheless, I use the time to look at this Blyth’s Reed-Warbler now more closely. He definitely looks much grayer than a Marsh Warbler. After a while, you also have the song in mind and can identify it very well. In Continue reading Blyth’s Reed-Warbler at Matsalu Bay/ Estonia

Buschrohrsänger: Sommergast in Estland

BuschrohrsängerTrotz des frühen Morgen beuteln Windböen die Sträucher und Bäume. Das hilft zwar gegen die Mücken. Aber es führt eben auch dazu, daß die Blätter der Büsche auch ganz ohne die Aktivität von Grasmücken und Rohrsängern bewegt werden. Das wird die Entdeckung des von mir an diesem Morgen gesuchten Buschrohrsängers (Acrocephalus dumetorum) nicht unbedingt einfacher machen. Buschrohrsängersind Langstreckenzieher, die recht spät im Jahr in ihre Brutgebiete im östlichen Mittel- und Nordeuropa ziehen. Aber nun, Ende Mai, sind sie auch an ihrer westlichen Grenze des Verbreitungsgebiets zu finden. Ich habe mir dazu die nordwestlichste Landspitze des Matsalu National Park in Estland ausgesucht. Ein kleines Örtchen, Puisenina, zieht sich wie ein langer Finger in die Matsalu Bay hinein.

Schon 2 Tage vorher, hatte ich mich dem Buschrohrsängersind widmen wollen. Es war mitten am Tag und es windete recht stark. Dieser Umstand und die Tageszeit ist der Vogelbeobachtung ja allgemein nicht zuträglich. Den Buschrohrsänger sahen wir dann auch nur kurz in einem sehr schilfigen Bereich in der Übergangszone zwischen Strauch- und Strandbereich; die Sichtungen waren aber immer nur so kurz, daß es zu keinem anständigen Foto kam. Continue reading Buschrohrsänger: Sommergast in Estland

Sumpfrohrsänger als Spötter der afrikanischen Vogelwelt

SumpfrohrsängerDer Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), ist einer der besten Spötter der Vogelwelt. Viele andere Vögel imitieren Geräusche ihrer Umgebung, aber Sumpfrohrsänger waren die ersten, bei denen herausgefunden wurde, daß sie sowohl Vogelstimmen aus ihrem Sommer- als auch aus dem Winterquartier imitieren. Ein sehr schöner Artikel von Ulf Elman „Marsh warbler mimicking identified African and European bird sounds in recording“ beschreibt auf Englisch, wie jetzt die Arten gefunden wurden, die der Sumpfrohrsänger aus seinem Winterquartier imitiert.

Gemäß seiner Einschätzung wird die Imitationsleistung des Sumpfrohrsänger von keiner anderen Vogelart übertroffen. Sein Nachsingen der Gesänge anderer Vögel ist wirklich bemerkenswert. So wurde von Françoise Dowsett-Lemaire untersucht welche, der in der Literatur über 100 europäischen Vogelarten und mehr als 100 afrikanischen Vogelarten durch das Sumpfrohrsänger nachgeahmt werden. Eine Ausarbeitung Continue reading Sumpfrohrsänger als Spötter der afrikanischen Vogelwelt

Junge Ringeltaube auf Holunderstrauch

RingeltaubeDer Blick sucht die Weite des Havelländische Luch bei Buckow  ab. Weihen, vor allem Rohrweihen(Circus aeruginosus) und Wiesenweihen (Circus pygargus) finden hier ein perfektes Jagdgebiet. Vor allem in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden kurz vor der Dämmerung kann die Jagd mehrerer Weihenarten beobachtet werden. Beobachtungstürme bei Buckow und bei Garlitz bieten Beobachtern hervorragende Möglichkeiten, den Weihenflug aus erhöhter Perspektive und relativ nah mitzuerleben. Aber auch sonst stellt diese einzigartige Niederungslandschaft einen guten Lebensraum für Vögel dar. Direkt am Beobachtungsturm bei Buckow steht ein Holunderstrauch der Art Schwarzer Holunder (Sambucus nigra). Er ist keine 8 Meter vom Turm entfernt und oben schon recht kahl. Mit seinen vertrockneten, flechtenbewachsenen Zweigen bietet er auf Augenhöhe mit dem Beobachtungsfenster des Turms einen guten Platz, um aufgebaumte Vögel aus erhöhter Perspektive und sehr nah zu erleben. Dieser Holunder scheint ein ganz besonderer Anziehungspunkt zu sein.

Meist sind es Singvögel, die die erhöhte Warte nutzen. Eine Überraschung war dann aber doch, daß plötzlich auf der Holunderspitze eine dunkel wirkende Taube saß. Wie sich beim zweiten Blick herausstellte, handelte es sich um eine junge Ringeltaube (Columba palumbus). Arttypisch ist Continue reading Junge Ringeltaube auf Holunderstrauch

Eurasian River Warblers discovered near Frankfurt

SchlagschwirlThere is proof of a Eurasian River Warblers (Locustella fluviatilis) around Idstein in the Taunus region about 40 km north from Frankfurt city center. The area is called the “Hintertaunus”. According to a report in Continue reading Eurasian River Warblers discovered near Frankfurt

Irish Bird Trip to the Frankfurt area in Germany; 16thMay-19th May 2014

Black KiteWe flew in from Kerry airport Ireland and landed at Hahn to met by Johannes Ferdinand from Bird-Lens our bird guide.  During our stay we had no rain, some cloud in the mornings and plenty of sunshine all day. We saw a total of 113 birds including lifers Marsh Warbler (Acrocephalus palustris), Wood Warbler (Phylloscopus sibilatrix), Middle Spotted Woodpecker (Dendrocopos medius), Eurasian Eagle-Owl (Bubo bubo), and adult Black-necked or Eared Grebe (Podiceps nigricollis), European Pied Flycatcher (Ficedula hypoleuca) and Bluethroat (Luscinia svecica). Johannes had organised our trip to Continue reading Irish Bird Trip to the Frankfurt area in Germany; 16thMay-19th May 2014

Nachweis des Schlagschwirls (Locustella fluviatilis) im Hintertaunus

SchlagschwirlAm 21.05.14 konnte auf eine Meldung in Ornitho.de bei einem Besuch der Umgebung von Idstein im Hintertaunus ca. 40 km nördlich vom Frankfurt Stadtmitte ein singender Schlagschwirl entdeckt werden. Es wurden Fotobelege gemacht. Der Gesang war schon aus einer Entfernung von gut 100 Meter sehr gut zu vernehmen. Der Schlagschwirl sang auf einem recht kleinen Weidengebüsch – dem kleinsten in der Umgebung – ausdauernd. Von dort wechselte der Schlagschwirl gelegentlich in das angrenzende vorjährige Schilf, um dann wieder in die Reihe mit Weidengebüschen zu fliegen. Der Aktionsradius betrug während der Continue reading Nachweis des Schlagschwirls (Locustella fluviatilis) im Hintertaunus