Category Archives: Vogelreisen

Weißkehlkarakara in Patagonien

WeißkehlkarakaraEin Weißkehlkarakara (Phalcoboenus albogularis) fliegt am spärlich bewachsenen Hang entlang durch das Schneetreiben. Endlich nimmt er Platz auf hellem steinigem Sand. Der Weißkehlkarakara scheint in die Weite Patagoniens zu schauen. Ein schönes Bild.

Patagonien ist ein Land der Gegensätze. Patagonien, das sturmgepeitschte Südende des Südamerikanischen Kontinents, zieht Reisende in seinen Bann. Je weiter man nach Süden kommt und je schmaler das Land wird, desto weiter und endloser scheint die Landschaft zu werden. Unvermittelt ragen schroffe Berge wie Fangzähne aus der Ebene. Wolkenfetzen jagen über den Himmel.

Die Betrachtungen der Fels- und Eislandschaften so berühmter Bergmassive wie Fitz Roy, Cerro Torre und die Torres del Paine sind atemberaubend. Die türkisblauen Gletscherseen darunter bilden einen perfekten Kontrast. Das oft wechselnde Wetter und der starke Wind sind ein ständiger Begleiter in Patagonien und verstärken noch die Rauheit dieses Landstrichs.

Blaue Gletscher schimmern im weichen Licht des Südens, ihr Eis knirscht, knackt und kracht. So in Argentiniens wohl schönsten Nationalpark “Los Glaciares” mit dem imposanten Gletscher “Perito Moreno” und seinen bis zu 70 m hohen Eistürmen.

Von diesen stürzen immer wieder mächtige Eisbrocken in den “Lago Argentino”. Dieses aussergewöhnliche Naturwunder ist ein echter Genuß. Karge Grasflächen ziehen sich bis zum Horizont, scheinbar Continue reading Weißkehlkarakara in Patagonien

Geier in Alquezar/ Aragon

GänsegeierDie Bedrohung durch BSE, die Rinderwahnsinns-krankheit, bedeutet, dass spanische Landwirte gesetzlich verpflichtet sind, tote Schafe auf ihrem Land wegzuschaffen. Dies ist per se erst einmal eine sehr schlechte Nachricht für Geier, die natürlich auf totes Vieh angewiesen sind, um sich davon zu ernähren. Um die Geier zu erhalten, haben die spanischen Behörden jedoch eine Reihe von Fütterungsstationen eingerichtet, an denen Schlachtabfälle speziell für Geier bereitgestellt werden. Infolgedessen hat die Anzahl der Geier, insbesondere der Gänsegeier (Gyps fulvus), eher zugenommen als abgenommen, und Vogelbeobachter erhalten wunderbare Beobachtungsmöglichkeiten. Neben einer beträchtlichen Anzahl von Gänsegeiern ist es auch möglich, den seltenen Lämmergeier oder  Bartgeier (Gypaetus barbatus) und im Sommer Schmutzgeier (Neophron percnopterus) an diesen Standorten zu sehen.

Gänsegeier mögen nicht selten sein, aber sie sind eine der beeindruckensten Vögel Europas. In der Sierra de Guara sind Besucher eingeladen, an drei Fütterungsstationen Geier zu beobachten. Wie gut jeder Standort zu einem bestimmten Zeitpunkt ist, hängt davon ab, wie kurz zuvor Schlachtabfälle bereitgestellt wurden. Wenn es kein frisches Futter gibt, suchen die Vögel woanders nach Aas. Hervorragend ist auf jeden Fall die Futterstelle in der Nähe von Alquezar.

Sie ist die größte und spektakulärste Futterstelle. Die Schlachtkörper werden regelmäßig von Lastwagen zur Verfügung gestellt, die direkt auf das eingezäunte Areal fahren und Haufen von Schlachtabfällen entsorgen. Es ist auch der Ort, der die beste Continue reading Geier in Alquezar/ Aragon

Seebären und Dominikanermöwen in Namibia

DominikanermöweEin Strand so weit das Auge reicht. Die Luft ist aber erfüllt von einem unbeschreiblichen Gestank. Die karge Landschaft der Namibwüste wird nur von wenigen Tieren besiedelt. Das Leben an der Küste ist umso üppiger. Tausende Südafrikanische Seebären (Arctocephalus pusillus) liegen auf den Klippen und felsigen Hängen. Im November kommen die Robben in großer Zahl an Land, um ihre Jungen zu gebären und sich anschließend wieder zu paaren. Bald bevölkern Zehntausende Seebären die Küste, und es herrscht ein riesiges Chaos. Zwischen den Bullen gibt es ständig Streit um die besten Plätze, und nur die Stärksten können einen Weibchen- Harem um sich versammeln. Kämpfe um die Vorherrschaft werden mit vollem Körpereinsatz und spitzen Zähnen ausgetragen. Entsprechend vernarbt ist die Haut alter Bullen. Doch der Einsatz lohnt sich, denn nur wer viele Konfrontationen gewinnt, kann sein Erbanlagen an die nächste Generation weitergeben.

Mitte Dezember, wenn im Süden Afrikas Hochsommer herrscht, werden die meisten Robbenbabys geboren. Sofort finden sich dann Dominikanermöwen (Larus dominicanus) ein und stürzen sich auf die Nachgeburten. Es ist eine Zeit des Überflusses.

Gerne werden die Robbenplätze am Rande von den Dominikanermöwen in Besitzt genommen. So sind sie immer nah an den Nahrungsgründen. Hier lassen sich viele einzelne Altersstadien der Dominikanermöwen erleben. Manchmal baden die Möwen, manchmal verfolgen sie sich im Himmel wenn man wieder eine Dominikanermöwe eine besonders „leckere“ Beute gemacht hat. Continue reading Seebären und Dominikanermöwen in Namibia

Indian Cormorants mit Nistmaterial im Anflug in Tissamaharama

Die Tissamaharama Tanks im Süden Sri Lankas sind ein Vogelparadies. Diese Stauseen sind künstlich angelegte Reservoirs zur Bewässerung der Reisfelder, die aber wohl schon zu Königs Zeiten erbaut wurden und einen recht naturnahen Eindruck machen. Ein Großteil der Fläche ist mit Seelilien (Water Lillies) bedeckt, die aber offensichtlich inzwischen mit schwimmenden Geräten abgeschöpft werden. Für die Vögel ist das kein Abbruch. Sie sind auch so in großen Massen da. Von der Sandungama Road können wir wunderschön auf den Tissa Lake im Osten Tissamaharamas schauen. Die Bäume – sie werden Rain Trees genannt – sind voller Flughunde, die in ihre Flughaut mehr oder weniger eingewickelt „abhängen“. Dazu kommt eine tolle Kormoran-Kolonie. Ich muß natürlich ausgiebig die an- und abfliegenden Kormorane mit der EOS 1 DX am Canon-Objektiv EF 600/4.0 L IS II USM auf dem Gitzo-Stativ aufnehmen. Wir können alle 3 in Sri Lanka heimischen Phalacrocorax -Kormoranarten sehen. Dazu kommt natürlich noch der Anhinga (Anhinga melanogaster). Immer wieder fliegen vor allem die Braunwangenscharben (Phalacrocorax fuscicollis) mit Nistmaterial Continue reading Indian Cormorants mit Nistmaterial im Anflug in Tissamaharama

Ist der Mittelreiher nur eine Art unter Dreien?

MittelreiherDer Mittelreiher (Ardea intermedia) ist bereits lange in mehrere Unterarten unterteilt: den Pazifikmittelreiher (Ardea intermedia plumifera), den Afrikamittelreiher (Ardea intermedia brachyrhyncha) und den Mittelreiher der Nominatform. Der Mittelreiher wird während der Brutzeit einerseits durch seine üppigen Federn, insbesondere die sehr langen Rückenfedern, andererseits durch einen Mangel an Kopffedern artlich bestimmt. Es ist ein geschmeidiger Vogel, dessen Schnabel für einen mittelschweren im und am Wasser vorkommenden Reiher relativ kurz ist. Es hat einen langen Kopf und Hals, der im Stehen oder Fliegen häufig in S-Form gehalten wird. Die Kopf-Hals-Kombination wirkt (und ist) aber relativ kürzer als die des Silberreihers (Ardea alba). Im Flug ähnelt der Mittelreiher dem Silberreiher mit seinen schwungvollen und eher langsamen Flügelschlägen. In der Nichtbrutzeit kann es leicht mit anderen weißen Reihern verwechselt werden. Ein Unterscheidungsmerkmal zu dem Silberreiher in Afrika ist seine kleinere Größe, die allerdings nur im direkten Vergleich auffällt. Auch der relativ kürzere Schnabel, der kürzere Hals fällt nur im direkten Vergleich zu den außergewöhnlich langhalsigen Silberreiher auf. Schon eher auffällig sind die zweifarbigen (nicht komplett schwarzen) Beine und – auf Fotos am besten erkennbar – die dünne Linie des Schnabelspalts (analog zu einem Mundwinkel) die unterhalb des Auges endet und nicht – wie  beim Silberreiher – noch darunter entlang führt.

Afrikanische, asiatische und australische Mittelreiher scheinen sich in der Größe und in der Färbung zu unterscheiden. Die Continue reading Ist der Mittelreiher nur eine Art unter Dreien?

Sandbrachschwalbe im Süden Sri Lankas

Winzige Sandkörner wirbeln hoch. An der Südküste Sri Lankas windet es schon wieder sehr anständig. Sand und Salz liegt in der Luft. Die Kombination aus Wind, Sandverwehungen und praller Sonne läßt nicht viele Besucher den schönen Strand nur 100 Meter vom Hotel in den Dünen entfernt, genießen. Zuerst geht es an ein paar glattgeschliffenen Felsen vorbei nach Süden, Zwischen dicken Felsblöcken, halb im Meer stehend, sind einige Limikolen zu sehen. Direkt ins Auge fällt ein schmaler, grauer geduckt neben einem Felsen im Sand stehender Vogel auf. Der Vogel ist mit seinem blassen, sandigen Grau und dem schwarzen Hinterteil nur wenig von seinem Hintergrund aus Steinen, Felsen und Sand zu unterscheiden. Einzig der schwarze Schnabel mit dem Anflug von Rot an der Basis und der weiße Augenring fallen aus näherer Distanz auf.

Es ist eine einzelne Sandbrachschwalbe (Glareola lactea), die wirklich wunderschön zu sehen und auch auf gleicher Höhe zu fotografieren ist. Um sie auf gleicher Höhe zu fotografieren hocke ich mich in den Sand. Sie hat sich einen Platz auf dem Trockenen ausgesucht. Was sie in der heißen Ödnis macht, ist nicht klar. Daneben steht auch ein Flußuferläufer (Actitis hypoleucos). Auf einer Kante sind einige Wüstenregenpfeifer (Charadrius leschenaultii) zu sehen. Zuerst hatte ich mindestens 5 Steinwälzer (Arenaria interpres) auf einem der Felsen, die von Zeit zu Zeit von Wellenbrechern benetzt werden, gesehen. Für so eine – auf den ersten Blick – karge Küstenlandschaft sind das doch erstaunlich viele Vögel. Schließlich fliegt die Sandbrachschwalbe auf, doch nach wenigen Metern nimmt sie Platz – diesmal auf einem rundrückigen Felsen. Ich laufe noch weiter nach Continue reading Sandbrachschwalbe im Süden Sri Lankas

Schillereisvogel vor Beutestoss im Mole NP

SchillereisvogelEin blaues Zucken im Schatten eines überhängenden Busches direkt am Wasser. Das ist das erste, was wir wahrnehmen. Der im englischen Shining Blue Kingfisher genannte Schillereisvogel (Alcedo quadribrachys) hat sich eine Warte direkt am Wegesrand auf einem überhängenden Ast, ca. 1m – also in Augenhöhe – über dem Wasser vor uns eingerichtet. Still sitzt der wunderschöne Vogel keine 8 Meter vor uns. Von Zeit zu Zeit macht der Kopf eine ruckartig nach oben gerichtete Bewegung. Der Hals wird länger. Manchmal wird der Winkel des nach unten gerichteten Schnabels geringfügig geändert. Unregelmäßig zuckt der ebenfalls oberseits blaue Schwanz des Vogels. Wir bewundern den Eisvogel eine Weile. Schließlich fängt der Shining Blue Kingfisher an aufgeregt mit den Flügeln zu zucken und diese hoch über seinen Körperschwerpunkt zu heben. Der Zeitpunkt des Beutestoßes steht offensichtlich unmittelbar bevor. Vielleicht hat der er seine potentielle Beute schon erspäht. In der Perspektive, in der wir uns auf dem schmalen Pfad an diesem umfangreichen Wasserloch befinden, können wir keine Fische im Wasser erkennen. Dafür ist das Waser auch zu trübe. Der Shining Blue Kingfisher ist so Continue reading Schillereisvogel vor Beutestoss im Mole NP

Urwaldvögel im Kakum Nationalpark in Ghana

Rotnasen-GrüntaubeDer Anstieg vom Besucherzentraum dauert eine Weile. Aber nach ca. 20 Minuten stehen wir in einer Unterstellhütte vor den Hängebrücken. Die Hängebrücken verbinden jeweils eine Plattform, die an einen dicken Urwaldbaum befestigt ist, miteinander. Zuerst befinden sich die Plattformen noch im Hangbereich befindet und sind daher eher geschützt ist. Trotz des stark bewölkten Morgens genießen wir einen tollen Blick auf den Regenwald. Es ist dunstig um nicht zu sagen richtig neblig. Es gibt heute auch immer wieder Nieselregen. Wir sehen schnell 2 Waldschnäpper (Fraseria ocreata) ganz in der Nähe der Plattform, die wir schon im März mit Birdquest produktiv genutzt hatten am Morgen. Wenig später sind auch Kastanienflügelstare (Onychognathus fulgidus) zu sehen. Der Weißschopf-Hornvogel (Tockus albocristatus) kündigt sich schon mit seinen Rufen an. Außerdem sind im Hangbereich der Alexanderbülbül (Andropadus curvirostris) und der Schuppenstirnbülbül (Phyllastrephus albigularis) zu hören. Ganz nahe muß der Prachtglanzstar (Lamprotornis splendidus) sein, denn seine Rufe sind laut und deutlich zu vernehmen. Anfangs ist er aber nur zu hören. Wir laufen dann auch mal zu der Plattform, die wir schon im März so produktiv am Morgen genutzt hatten. Der Blick ist hier doch deutlich offener. Ein Hit ist dann der Waldhopf (Phoeniculus castaneiceps), der sich nicht weit über uns auf und um die dicken Äste eines Urwaldriesen Continue reading Urwaldvögel im Kakum Nationalpark in Ghana

Papuahornvögel im Überflug in Papua

PapuahornvogelPapuahornvögel (Aceros plicatus) fliegen imposant über die Szenerie am Ok Menga – Tal. Nach einem frischen Morgen und einem heftigen Regenguß in der Nacht geht es zum Ok Menga – Tal am Rande des Regenwalds um eine Exkursion vom Rand der Minenstraße zu starten. Der Platz an der Straße in Richtung Kiunga hat es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Die Fahrt geht über ca. 12 km Schlaglochpiste vom Feinsten steil bergauf. Am Ziel, am Rande des Regenwaldes, wird der Fluß gestaut. Der Verlauf muß offensichtlich andauernd mit einem Bagger in Schuß gehalten wird. Hier sind wir nicht unbedingt in einer Gegend, die man ein kleines Vogelparadies am Rande des Regenwaldes nennen würde. Aber man kann sehr schön von der Straße ins Tal und in die gegenüberliegenden Hänge gucken.

Hier sehen wir auf Anhieb eine Greisenkrähe (Corvus tristis). Im Hintergrund ist immer wieder eine markante Stimme zu hören. Diese gehört dem Rotbauchkuckuck (Cacomantis castaneiventris), der aber wohl sehr heimlich ist und selten zu sehen ist. Unten an dem Damm ist leider nicht die hier gelegentlich vorkommende Salvadoriente (Salvadorina waigiuensis) zu sehen. Immerhin sehen wir etwas weiter oben sind 2 sehr agile Orangebrust-Zwergpapagei (Cyclopsitta gulielmitertii) bei der ausgiebigen Suche nach Nahrung in Continue reading Papuahornvögel im Überflug in Papua

Schlangenhalsvögel am Anhinga Trail in den Everglades

Amerikanischer SchlangenhalsvogelIm Wassergraben entlang des Besucherweges wimmelt es von Fischen. Plötzlich taucht ein spitzer, dolchartiger Schnabel dicht vor uns aus dem Wasser auf. Ihm folgt ein langes Stück Hals. Wie eine Schlange gleitet der Schlangenhalsvogel (Anhinga anhinga)  geräuschlos durchs Wasser. Sein wasserdurchlässiges Gefieder mindert den beim Tauchen störenden Auftrieb und unterdrückt jegliches Plätschern. Eine Weile sehen wir den schlanken Vogelkörper noch unter uns durch das ziemlich klare Wasser dahingleiten. Jetzt gilt es aufzupassen. Geschickter noch, auf jeden Fall aber spektakulärer als Kormorane (Phalacrocorax carbo) stellen sie unter Wasser Fischen nach. Wie eine Harpune setzen Schlangenhalsvögel ihren spitzen Schnabel ein. Der lange Hals, der vor dem Zustoßen S-förmig zurückgebogen wird, funktioniert wie eine angespannte Feder und erlaubt unter Wasser blitzschnelles Zustoßen, um den anvisierten Fisch zu durchbohren. Am Anhinga-Trail in Floridas Everglades bieten sich ideale Voraussetzungen, um die schwarzen Fischjäger zu beobachten. Durch eine besondere Scharnier- und Muskelanordnung am 8. und 9. Halswirbel lassen diese Vögel blitzschnell den Kopf gegen einen Fisch vorschnellen. Sie harpunieren den Fisch indem sie ihn mit dem geschlossenen Schnabel durchbohren. Anschließend suchen sie sich einen Continue reading Schlangenhalsvögel am Anhinga Trail in den Everglades

Fotografieren im Bosque del Apache National Wildlife Refuge

SchneegansDas Reservat Bosque del Apache weist eine typisch amerikanische, komfortable Park-Infrastruktur auf. Durch den Bosque del Apache führt einer der typischen nord-amerikanischen „Wild Drives“, eine befahrbare und sehr gut in Schuß gehaltene Schotterstraße. Sie erschließt das gesamte Gebiet. Zumindest durchquert sie die Gebiete, die auch besucht werden sollen. So darf die auf den Karten als “seasonal road” ausgewiesene Piste nur zwischen dem 1. April und dem 30. September befahren werden. Zum Schutz der Vögel darf sie während der übrigen Zeit auch zu Fuß nicht betreten werden. Die Gesamtlänge der Piste im Reservat ist insgesamt knapp 25 Kilometer lang. Das Bosque del Apache National Wildlife Refuge ist ein Tierreservat der Sonderklasse. Es befindet sich in der ehemaligen Überflutungszone des Rio Grande, der hinter einem Damm versteckt direkt am Reservat wenig spektakulär vorbeifließt. Das National Wildlife Refuge ist im Grunde eine künstlich angelegte, 230 km² große Sumpflandschaft, in deren Teichen und Feldern sich während der Wintermonate Abertausende Gänse, Enten und Kraniche alljährlich versammeln. Der Zugang zum alljährlich ist ab einer Stunde vor Sonnenaufgang bis zu einer Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt. Entlang der Straße befinden sich mehrere Haltestationen, wo eine Holzplattform den Besuchern erlaubt, Landschaft und Vögel zu beobachten. Welche Station sich am meisten lohnt, hängt stark vom Wasserstand ab. Dieser wird von der Reservatsverwaltung saisonabhängig geregelt. Außerdem ist die Windrichtung bedeutsam. Normalerweise ist in der ersten Tagesetappe das so genannte „Fly Deck“, optimal geeignet, um den morgendlichen Massenstart der Gänse im Gegenlicht zu fotografieren. Continue reading Fotografieren im Bosque del Apache National Wildlife Refuge

Nektarvögel auf dem Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort in Ghana

KupfernektarvogelEin früher, frischer Morgen nach heftigem Regenguß in der Nacht. Ein auf den ersten Blick dunkler, auf den zweiten Blick intensiv violett-schwarz schillernder Vogel ist ein Kupfernektarvogel (Cinnyris cupreus). Immer wieder verrenkt sich das Männchen dieses eher kleinen Nektarvogels auf einem blattlosen Stängel. Zu welch akrobatischen Verrenkungen der Vogel in der Lage ist, wenn er z.B. sich maximal waagrecht streckt, damit den Schnabel weit geöffnet hat und sich dabei mit beiden Beinchen an den Halm klammert, ist schon eindrucksvoll.  Wenig später tauchen ähnlich gestaltete aber unscheinbar, gelb-grün gefärbte Vögel auf. Evtl. handelt es sich um einen Familienverband der Kupfernektarvögel. Ansonsten gibt es auch noch Exemplare des Grünkopf-Nektarvogel (Cyanomitra verticalis) und des Rotbauch-Nektarvogel (Cinnyris coccinigaster) zu bestaunen.

Zur Beobachtung von Nektarvögeln wie dem Kupfernektarvogel ist ein Golfplatz in Afrika augenscheinlich sehr gut geeignet. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß es sich beim hoteleigenen Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort am Rande von Elmina natürlich nicht um einen natürlichen Lebensraum handelt. Trotzdem weist der Golfplatz einige wichtige Merkmale der umliegenden Savannenregion auf. Der hoteleigene Golfplatz ist gleichzeitig auch ein Vogelparadies, in dem man über einen längeren Zeitraum sicher Continue reading Nektarvögel auf dem Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort in Ghana