All posts by Jonas Kleinschmidt

Canon EOS 5DSR, ein Praxisbericht

Es ist noch nicht lange her, dass die Ansicht diskutiert wurde, dass niemand mehr als 12 Megapixel benötigen würde. Doch nachdem Nikon das Rennen um die Megapixel mit der D800 neu belebt hat, scheinen Pixel wieder ein Verkaufsargument zu sein. Mit dem aktuellen Vollformat-DSLR-Megapixel-Champion, der Canon EOS 5Ds, habe ich nun gut 1,5 Jahre Zeit verbracht. Das erlaubt, einige Erfahrungen in einem Blog zum Besten zu geben.

Die Frage ist natürlich, warum ein überzeugter und zufriedener Canon EOS 1D X – User eigentlich noch eine weitere Kamera. Es ist so, dass mich die Canon EOS 1D X fast immer voll überzeugte, aber eben auch nur fast immer. Insbesondere der laute Silent-Mode war für einige Anwendungen einfach zu laut. Als Vogelfotograf habe ich mich auf das Ablichten möglichst vieler Vogelarten für wissenschaftliche Zwecke spezialisiert. Weiterhin fiel mir ein, daß ich vor den Fotosessions viel in den unterschiedlichsten Weltgegenden unterwegs bin, im Gebirge auf 2.500m NN oder im Regenwald. Das Gewicht der Gesamtkombination spielt also eine große Rolle. Eine Canon EOS 1D X sind schwere, solide Apparate. Das weiß man oft zu schätzen. Es gibt aber auch Anwendungen, da braucht man was „Leichtes“. Das betrifft sowohl das Handling als auch das Gewicht im Rucksack auf dem Rücken. Diese Argumente allein führten zum Entschluss eine Canon EOS 5D Mark III zu kaufen. Und dann kam noch das Megapixel-Argument. Mehr als doppelt so viel Pixel wie an der Canon EOS 1D X sollten diese Continue reading Canon EOS 5DSR, ein Praxisbericht

Gelbbrauen-Laubsänger: Irrgast wegen Fehlorientierung in großen Kreisen?

Gelbbrauen-LaubsängerGelbbrauen-Laubsänger (Phylloscopus inornatus) werden zunehmend im im westlichen Europa gemeldet. Dazu paßt auch die Meldung vom Oktober 2016 nördlich von Potsdam. Die allgemeine Zunahme der Beobachtungen im westlichen Europa in den letzten Jahren wird sehr deutlich aus Angaben aus Großbritannien, dass die Art mittlerweile dort in manchen Gegenden in einigen Phasen des Herbstes der häufigste „Warbler“ sei. Auch auf Helgoland ist dieser „Irrgast“ im Oktober nicht selten.

Beim Gelbbrauen-Laubsänger handelt es sich um einen typischen kleinen Laubsänger mit feinem, spitzem Schnabel und relativ kurzem Schwanz. Vom Aussehen her ähnelt dieser Phylloscopus-Laubsänger einem Goldhähnchen (am ehesten einem Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla)). Je nachdem wie er sich positioniert, wirkt er nicht zierlicher als der heimische Zilpzalp (Phylloscopus collybita), obwohl seine Körperlänge um acht Millimeter kürzer ist. Die Oberseite ist olivgrün mit etwas hellerem Bürzel und Oberschwanzdecken. Zwei deutliche, aber unterschiedlich intensiv ausgeprägte Flügelbinden, die von den hellen Säumen der Armdecken hervorgerufen wurden, sind meist das auffälligste Merkmal. Der Oberkopf ist dunkelgrün mit sehr schwach angedeutetem hellerem Scheitelstreif. Namensgebend ist der grün-gelbe Überaugenstreif. Dieser Überaugenstreif reicht recht weit nach hinten und wird nach unten durch einen schwarzen Continue reading Gelbbrauen-Laubsänger: Irrgast wegen Fehlorientierung in großen Kreisen?

Keilschwanzammern auf Beutejagd an Termitenhaufen

KeilschwanzammerDicke Wolken hängen am Himmel. Es ist unangenehm schwül. Die ersten dicken Tropfen fallen auf die staubverkrustete Windschutzscheibe. Als wir den Eingang zur Fazenda passieren, muß ich doch mal an einem Termitenhaufen halten. Den dunkelbraunen Termitenhügel umgibt eine Wolke aus ziemlich dicken, weißlichen Insekten. 4 weiße Flügel und ein dicker weißer Körper schwirren um den Kegel des Hügels. Weitere Exemplare befinden sich am Fuß des Termitenhaufens. Termiten scheinen aus ihren Löchern zu schlüpfen, um den Hochzeitsflug einzuleiten. Die ersten Regentropfen haben sich als Katalysator, als Startschuß herausgestellt. Im einsetzenden Regen haben sich dann dort auch schnell die ersten Profiteure des Geschehens eingestellt. So sehe ich, daß sich eine Keilschwanzammer (Emberizoides herbicola) eingefunden hat, um sich an den ausfliegenden Termiten zu laben. Zuerst sehe ich eine der Keilschwanzammern, die auf der Spitze des Termitenhügels Platz nimmt und beherzt eine besonders dicke Termite an ihrem Körper packt. Wenig später ist die nächste Keilschwanzammer neben ihr zu sehen. Diese Keilschwanzammer hat nur einen kurzen – wohl abgebrochenen Schwanz – was ihrem Appetit aber augenscheinlich keinen Abbruch tut. Ich glaube, das Continue reading Keilschwanzammern auf Beutejagd an Termitenhaufen

Steppenweihen auf dem Zug

Spektakuläre Zahlen von Steppenweihen (Circus macrourus) und Rotfußfalken (Falco vespertinus) sind Anfang September an den Hauptdurchzugs-Orten zu erwarten. Diese Vögel sollten nun wieder an der rumänischen Schwarzmeerküste nördlich von Constanta in kopfstarken Trupp zu finden sein. Vor allem die dünn besiedelte Gegend um das Dorf Vadu mit ihren Stranddünen kann an manchen Tagen voll  mit Zugvögeln sein. Südlich des Donaudeltas erstreckt sich eine breite sandige Küstenlinie mit flachen Lagunen. Dies ist ein Teil der rumänischen Schwarzmeerküste. Das Gebiet der Dobrudja mit seinen weiter westlich gelegenen Steppenhabitaten ist eher im Frühjahr und Sommeranfang sehr produktiv. September ist die Migrationszeit für Rumänien im Herbst überhaupt; so dass eine gute Artenvielfalt gesehen werden kann. Viele der Vogelarten kommen in einer beträchtlichen Anzahl vor; das gilt insbesondere für Greifvögel. Man sieht aber auch Watvögel, Möwen, Reiher, Pelikane und Singvögel. Die Küste ist dafür ideal.

Aber auch in Deutschland ist es wichtig, bei Zugvogelbeobachtungen die Augen offen zu halten. Bei einer Sichtung einer Steppenweihe kann man zuerst an eine Wiesenweihe (Circus pygargus) denken. Auch andere Greife sind vom Flugbild auf Continue reading Steppenweihen auf dem Zug

Photographing flying Short-eared Owls

It is already some years ago, that I spent Christmas and New Year days at the coast of the Netherlands. Here I had my first sighting of a flying Short-eared Owls (Asio flammeus) in 2008.  It was my second encounter, after one individual of a Short-eared Owl I witnessed sitting in the sandy grass of the coast near Wilhelmshaven in northern Germany. Of course I wanted to photograph this beautiful and rare owl as well.

At my next visit to this area in December 2009 I was lucky enough to see 3 different Short-eared Owls at one spot in action. In the late afternoon this birds start to get active and fly over the polders in this area looking for prey. It is really a fascinating view to see this beautiful birds flying over the fields and then abruptly changing direction to catch their prey, mainly mice, on the ground.

Then in January the next year I went to Zeeland again. I had not made these images I wanted to take of these birds. I hoped that the Continue reading Photographing flying Short-eared Owls

Gelbkehl-Feinsänger auf dem Zomba Plateau/ Malawi

Gelbkehl-FeinsängerZuerst ist nur das farbige – wie ich meine gelbe – Auge zu sehen. Dann fallen auch die kanariengelbe Brust und das olivgrüne Gefieder auf. Erst zu Hause kann ich den Vogel als eine Yellow-throated Apalis oder auf Deutsch Gelbkehl-Feinsänger (Apalis flavigularis) bestimmen. In der älteren Bestimmungsliteratur wird diese Art noch als flavigularis – Subspezies der Bar-throated Apalis (Apalis thoracica) benannt. Na, super, das ist nämlich auch ein very-restricted range-Species.

Die Fahrt in Serpentinen im ersten Morgenlicht ist geschafft. Dann geht es weiter an der Trout Farm vorbei hoch den Dirt Track zum William´s Fall. Ein echter Traum dieser Wasserfall im schönsten Sommerlicht. An den Rändern steht sehr schöner Galeriewald. Leider ist diese wunderschöne Stelle nicht nur von Vögeln sehr gut besucht. Die Touris scheinen hier am Wochenende durchaus einzufallen, wie man anhand der vielen Verpackungsreste sehen kann. Immerhin kann ich aber einige Langschwanzstelzen (Motacilla clara) und einen Sternrötel (Pogonocichla stellata), der interessanterweise ganz ungeschützt auf einem blättrigen, staubigen Boden auf Nahrungssuche ist, sehen. Ich laufe dann mal den steilen Weg durch eine Kiefern-Plantage herunter zum Fluß und folge einem traumhaften, wenn auch steilen Weg, am tosenden Wild-Bach entlang mit sehr schöner Ufervegetation. Die Bäume entsprechen wohl weitgehend der urtümlichen Vegetationszusammensetzung. Die Bäume sind sicher auch voll mit Vögeln. Das Dumme ist nur, daß man sie nicht hört, da das Rauschen des Wassers alles übertönt. Hey, das sind doch die berühmten Weißschwanzhaubenschnäpper Continue reading Gelbkehl-Feinsänger auf dem Zomba Plateau/ Malawi

Uhus in Taunus-Steinbrüchen

UhuDer Einstellung der Jagd und Auswilderungs- und Ansiedlungsaktionen in den letzten Jahrzehnten ist es zu verdanken, dass der Taunus heute zu einem der am dichtesten mit Uhus (Bubo bubo) besiedelten Regionen in Deutschland gehört. Oft liegen die Steinbrüche, die von den großen Nachtjägern bewohnt werden, nur wenige Kilometer auseinander. Dabei besiedeln die Eulen nicht nur die großen aufgelassenen Abbaugebiete, sondern auch kleine, längst überwucherte Steinbrüche und sogar aktive Abbaugebiete, in denen unmittelbar an der Brutwand gearbeitet wird. Der eigentliche Brutplatz ist bei den Uhus meist nicht viel mehr als eine Mulde unter einem Überhang, der wenigstens etwas vor Regen schützt. Die Mulde ist praktisch nicht ausgepolstert und auch kaum von Steinen freigeräumt. Sobald die Junguhus schlüpfen, verdreckt die Mulde durch Nahrungs- und Kotreste zusehends. In Steinbrüchen sieht man die Spuren der Uhus gar  nicht selten an den Resten von Rupfungen und an Kotspritzern – insbesondere an Abbruchkanten. Reste von Rupfungen können von Igeldecken, halbe Tauben, Taubenfedern, Krähenfedern, Waldkauzfedern bis zu ausgewaschenem Gewölle reichen.

Nach einigen Wochen ist der Platz übersät mit Dreck, Rupfungsresten und Ungeziefer, so dass man das Nest schon aus einigen Metern Entfernung eher riecht als sieht. Werden die Jungvögel in den ersten Wochen noch ständig von den Eltern gewärmt, kommen die Alttiere später nur noch vorbei, um die Beute abzuliefern und sich anschließend irgendwo in die Felswand oder Continue reading Uhus in Taunus-Steinbrüchen

Abgebrannt: Pelzelnnachtschwalbe in Grassteppe

PelzelnnachtschwalbeAngesichts der Waldbrände im Süden Brandenburgs mit vielen Hundert Feuerwehrleuten im Einsatz mag es makaber erscheinen, dass Feuer für viele Vögel unabdingbar ist, um weiterhin in ihrem angestammten Habitat leben zu können. Einer dieser Vögel ist die Pelzelnnachtschwalbe – auch Weißflügel-Nachtschwärmer genannt – (Caprimulgus candicans), die in abgebrannten Teilen der Savanne auf dem Plateau im Bundesstaat Goias in Brasilien vorkommt.

Die Pelzelnnachtschwalbe ist eine seltene, wenig bekannte und bedrohte Art. Sie ist immer wieder Anlaß taxonomischer Diskussionen und ist auch unter dem Gattungsnamen Eleothreptus candicans und Hydropsalis candicans zu finden.  Wissenschaftler hatten im November 1997 eine männliche Pelzelnnachtschwalbe im Emas-Nationalpark im Bundesstaat Goiás gefunden. Das Exemplar befand sich auf einem Termitenhügel in einem kürzlich verbrannten Gebiet mit trockener Vegetation. Es wurde damals schon festgestellt, dass sich diese Nachtschwalbe sich auf verbrannte Gebiete zu spezialisieren schien. Eine Erklärung ist, dass im Zuge der Regenerierung verbrannter Vegetation ein hoher Überfluss an Insekten einstellt. Wissenschaftler empfehlen daher kontrollierte Verbrennungen, um nicht nur die Pelzelnnachtschwalbe, sondern auch Populationen anderer Tiere im Savannenhabitat des Das Emas-Nationalpark zu begünstigen.

Diese Nachtschwalbe ist eine relativ kleine Nachtschwalbe mit einem bemerkenswert ausgeprägten sexuellen Dimorphismus. Die Nachtschwalbe ist ein Bewohner der offenen Savannen Zentral-Südamerikas. Das extensive Weiß in den Flügeln und im Schwanz Continue reading Abgebrannt: Pelzelnnachtschwalbe in Grassteppe

A gourmet among woodpeckers: a Wryneck in Estonia

WendehalsHi-pitched callings are coming out of nowhere. Even the direction is not clear. In the poor light of the dawn I see a bird in flight. First I think of a Barred Warbler (Sylvia nisoria) or maybe a small female shrike like a Red-backed Shrike (Lanius collurio). Suddenly a Eurasian Wryneck (Jynx torquilla) hops around the woodland floor in search of a new anthill. It moves clumsily on flat ground, with its tail raised. With a few hammer blows from its bill, the wryneck breaks into the ants nest. Ants swarm out, but they do not have a chance. The Wryneck can hold 150 ants in its throat at any one time.

Afterwards the Wryneck flies to an oak tree, gripping the rough bark with its strong feet. It looks in holes in the bark for grubs and food items. The Eurasian Wryneck detects the tiny sound of a beetle moving behind the bark, and swiftly inserts its long tongue to catch the insect. The bird´s sharp, chisel-tipped bill enables it to smash into anthills. Specially adapted salivary glands keep its tongue sticky, so it can pick up ants with a flicking action. The tongue is also long Continue reading A gourmet among woodpeckers: a Wryneck in Estonia

Grauschnäpper und Gartenrotschwanz in Eichenhain am Waldrand

GartenrotschwanzEin niedriger Hain mit Stieleichen (Quercus robur), der über und über mit seinen Früchten, mit nicht ganz reifen Eicheln behangen schien, war an diesem warmen, aber bedeckten August-Sommertag der Anziehungspunkt für eine Vielzahl von Vögeln. Hier konnten 10 verschiedene Singvogelarten beobachtet werden. So jagte ein Familienverband von Grauschnäppern (Muscicapa striata) immer wieder aus dem Eichenhain und dem dahinter stehenden Kiefernwald hinaus auf eine Pferdeweide. Auch die Pfosten der Weide waren gern gesehene Jagdwarten. Am Waldrand fiel wenig später auch ein junger Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) auf. Dafür daß der Gartenrotschwanz in der Minderzahl war, konnte er sich gegenüber den Grauschäppern (sicher mind. 8 Exemplare) ganz gut durchsetzen. Trotzdem war die Konkurrenz – auch intraspezifisch – um die beste Jagdwarte unverkennbar. Immer wieder gab es Verfolgungsjagden, die in der Mehrzahl Artgenossen galt, ansonsten aber auch schon mal eine andere Vogelart betrag. Ein adulter und ein junger Pirol (Oriolus oriolus) stellten sich dann auch ein. Im hinteren Bereich waren es Buchfinken (Fringilla coelebs) und ein junger Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes), die sich zwischen Continue reading Grauschnäpper und Gartenrotschwanz in Eichenhain am Waldrand

Lammergeier at Mount Olymp/ Macedonia

BartgeierThe rush of wind through feathers is the only sound to break the silence as a huge bird glided by just a few meters from a crack high in the mountains around Mount Olymp. A Lammergeier or Bearded Vulture (Gypaetus barbatus) soars above the mountains, scavenging for a meal. It is the only species of bird that cracks open bones to feast on the marrow inside. Lammergeiers are able lifting large carcasses to great heights. Then they drop them onto the rocks below to break up the bones and access the marrow. Smaller bones are swallowed whole.

Like other mountainous areas of Greece, Mt Olympus has a fine selection of raptors and these include Egyptian Vulture (Neophron percnopterus), Eurasian Griffon (Gyps fulvus), Cinereous Vulture or Eurasian Black Vulture (Aegypius monachus), Short-toed Eagle (Circaetus gallicus), Levant Sparrowhawk (Accipiter brevipes), Golden Eagle (Aquila chrysaetos)  and Lanner Falcon (Falco biarmicus). A national park in the eastern part of the Olympus Mountains of northern Thessaly includes some of the most dramatic scenery in the whole of Greece and is popular with hikers as well as birders. Lammergeiers were regularly seen until a few years ago and they were thought to be no longer permanently resident in the area.

But this year, an adult Lammergeier has been seen and photographed on the 6th April in Mt. Olympus by Thomas Nikolopoulos. The Lammergeier in flight appeared with a Golden Eagle on the grey sky.  This is the first observation of an adult plumage bearded vulture since several years.

Two years ago, though, a 2nd-3rd calendar year bird was observed. Lammergeiers do occur in Crete, where the population is stable, at around 7 pairs. In the Alps the population has been increasing Continue reading Lammergeier at Mount Olymp/ Macedonia

Expedition zum Mount Kupé Bushshrike – Equipment & Logistik

Bei einer Expedition zu dem  – im englischen als Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike bezeichneten – Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  war ich in den Bakossi Mountains sehr erfolgreich gewesen. Nach einem erfolglosen ersten Tag hatte ich zusammen mit den unverzichtbaren Guides am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers  „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden.

Die Bakossi Mountains sind  Teil der sogenannten Cameroon Mountain Arc im westlichen Landesbereich Kameruns. Hier herrscht eine Afrotropische Bergvegetation vor. Neben dem Halsbandwürger kommen als weitere endemische Arten u.a. das Kamerunfrankolin (Francolinus camerunensis) und Bannermanturako (Tauraco bannermani) vor

Insgesamt verbrachte ich an der im Blog zum Halsbandwürger-Paarungsritual beschriebenen Stelle an einem Bergkamm knapp 15 Minuten und schieße anfangs mit dem Canon EF 400mm 1:2.8 L IS II USM auf einem Gitzo-Stativ. Die häufigen Standortwechsel des Halsbandwürgers zusammen mit dem unerwartet niedrigen Standort des Vogels lassen mich dann zum Canon EF 200mm f/2L IS USM an der Canon EOS 5DS R wechseln. Trotz Belichtungszeiten mit 1/160 sec. später auch mit 1/80 sec. ermöglichte der vorzügliche Continue reading Expedition zum Mount Kupé Bushshrike – Equipment & Logistik

Grünlaubsänger im Old-Growth-Forest von Oandu

GrünlaubsängerToller Taigawald ist hier nahe dem Örtchen Oandu im Lahemaa Nationalpark im Norden Estlands erhalten geblieben. Ein sogenannter Old-Growth-Forest-Trail verläuft zwischen uralten Laub- und Nadelbäumen. Immer wieder wird der Pfad über Bohlen geführt. Der Trail ist ein Waldlehrpfad. Verschiedene Info-Tafeln informieren über den alten Taigawald, seine Flora und Fauna. Im Verlauf der kleinen Wanderung konnten wir schon einige typische Bewohner dieses sich weit westlich ausbreitenden Taigawaldes entdecken. Aber dann an einem der Hinweisschilder des Lehrpfads. Ein Gesang, laubsängerhaft und doch weder Fitis (Phylloscopus trochilus) noch Zilpzalp (Phylloscopus collybita). Der Hinweis von einem entgegenkommenden Vogelbeobachter stimmt also: an einem der letzten Info-Tafeln des Weges singt tatsächlich ein Grünlaubsänger (Phylloscopus trochiloides). Laut schmettert er seine Strophen in den Taiga-Himmel. Zu sehen ist aber erstmal nichts. Die Singwarte befindet Continue reading Grünlaubsänger im Old-Growth-Forest von Oandu

Common Swift and Northern House-Martin: a bad year in Germany?

MehlschwalbeYou could read in May several times in the media that there were fewer Common Swifts (Apus apus) and Northern House-Martins (Delichon urbica) this year than in previous years. For example, a conservation organization reported on the results of the “Stunde der Gartenvogel”, which is equivalent  the RSPB Big Garden Birdwatch number of these fast-flying insectivores declined by 40% less compared to 2006, when the first garden birds count (Stunde der Gartenvogel) was heralded.

But is it possible to deduce the extent of the loss of insect-eating birds from a momentary impression?

Meanwhile, both species are already longer in the country and the breeding season is almost over. Thus, the number of Common Swift has already passed its zenith again and since the beginning of August, no adult or this year’s specimens are present at some colonies in Brandenburg. House-Martins will be still present for several weeks but have bred already as well.

Thus, there are now good preconditions for answering the question Continue reading Common Swift and Northern House-Martin: a bad year in Germany?

Influx of Rosy Starlings in Middle Europe

RosenstarRosy Starlings (Pastor roseus) are sociable and partly nomadic breeding birds of the steppes and semi-deserts of Central Asia and Southeastern Europe. Westward thrusts are usually associated with the mass propagation of grasshoppers. In Germany, Rosy Starlings are rare vagrants with few records per year, which usually affect rather inconspicuous pale-colored juveniles. At the moment, however, the chances of observing an attractive adult bird in partly breeding plumage are as good as virtually never before.

Currently there is a strong influx of Rosy Starlings. In the past two weeks, an unusually large number of adult Rosy Starlings have been found far to the west of their regular breeding grounds. Hundreds Continue reading Influx of Rosy Starlings in Middle Europe

Sandy beaches on Sylt

KnuttBar-tailed Godwits (Limosa lapponica), Eurasian Curlews (Numenius arquata), Spotted Redshanks (Tringa erythropus), Curlew Sandpiper (Calidris ferruginea) and – maybe – even one Terek Sandpiper (Xenus cinereus) in the backlight of the evening.  Some flocks of waders are flying in. Evening mood at the Lister Ellenbogen (elbow). You might think you are alone in the world.

North of the “Kampener Vogelkoje” begins the nearly thirteen square kilometer Listland dune area. The area reaching up to the Ellenbogen nature reserve is well known by the up to 35 meters high raised dunes. They are undoubtedly one of the scenic highlights of Sylt. Part of Listland is the northernmost recreational area in Germany: the Ellenbogen. This spot is characterized by beautiful beaches, natural dunes and the two photogenic beacons ” Ellenbogen West” and ” Ellenbogen East.” Since the elbow is a private property of Listland owners, the motorist has to pay a fee of about four euros when passing In the early morning, landscape photographs can be made well with the flat incident light, then the photographic equipment should already be set up, so that at the time of sunrise you are prepared. The early wake up will be rewarded with beautiful shots in excellent light and overall stress-free photography.

The island of Sylt in the north-western corner of Germany offers not only luxury vacationers but also nature photographers a lot of variety. The Wadden Sea, with its numerous bird species, wide Continue reading Sandy beaches on Sylt

Bird Island, die Vogelinsel der Seychellen

Auf Bird Island gibt es nur ein Touristencamp mit zwei Dutzend kleinen Bungalows, die unter maximaler Berücksichtigung des Naturschutzes verwaltet werden. Ziel ist es, das Zusammenleben von Touristen und den gefiederten Gästen der Insel, u.a. nämlich  Millionen von Rußseeschwalben, zu ermöglichen. Wenige Stunden auf der Insel reichen aus, um zu begreifen, dass hier die Vögel die wahren Hausherren sind. Ohne Scheu bleiben Noddiseeschwalben (Anous stolidus) auf dem abgebrochenen Stumpf einer Palme sitzen. Fast können wir sie mit den Händen anfassen. Überall treffen wir diese schokoladenbraunen Seeschwalben an. Sie sitzen auf den langen Rispenblättern der Kokospalmen oder dösen in der Mittagshitze in großen Gruppen am Sandstrand. Einige haben sich in den Schatten auf unserer Veranda zurückgezogen. Noddi-Seeschwalben nähern sich auch von selbst den Bungalows, völlig gleichgültig gegenüber der Präsenz des Menschen. Feenseeschwalben (Gygis alba) nisten auf der Insel und es ist nicht schwierig, einige Individuen beim Füttern der Jungen auf den nahe gelegenen Bäumen des Camps zu beobachten. Auf der Insel sind etwa zwanzig Vogelarten präsent, aber es sind die Rußseeschwalben (Sterna fuscata), die Bird Island einzigartig auf der Welt machen: von Mai bis Oktober nisten Millionen dieser Vögel auf der Insel.

Es ist schwer, die Erlaubnis zu erhalten, das Kerngebiet der Kolonie zu besuchen. Doch auch schon aus den Randbezirken, dort wo Spazierwege von und zum weiten Sandstrand führen, ist die Continue reading Bird Island, die Vogelinsel der Seychellen

Blyth’s Reed-Warbler at Matsalu Bay/ Estonia

BuschrohrsängerI am standing at the entrance to a beach area in North-western Estonia, which I had already used to photograph migrating waterfowl 2 days ago. At that time already, I had the impression that a Reed-Warbler is singing in the background. But at that time, I had it “checked off” as a “normal” Reed warbler – maybe a Marsh Warbler (Acrocephalus palustris). Now I’m not so sure and play in the same place, the transition zone of bushes, old reed and beach from the song of the Blyth’s Reed-Warbler (Acrocephalus dumetorum). After a few seconds of melodies, the reaction is prompt. Loud and clear, the Blyth’s Reed-Warbler sings its tune reminiscent of anything between a Marsh Warbler and an Icterine Warbler (Hippolais icterina). I stomp through thick herb layer, stinging nettles, winter rinse and the reeds. A Blyth’s Reed-Warbler appears at an old, dried-up reed stalk and sings against the alleged rival. He sings in the middle of the reeds. Interesting: this is actually ruled out in standard field guide for Western Palearctic by Killian Mullarney, Lars Svensson and Dan Zetterström. It then changes its perch and sits in a rowanberry. The reaction to playing the tape is prompt and unfortunately also associated with many site changes. Nevertheless, I use the time to look at this Blyth’s Reed-Warbler now more closely. He definitely looks much grayer than a Marsh Warbler. After a while, you also have the song in mind and can identify it very well. In Continue reading Blyth’s Reed-Warbler at Matsalu Bay/ Estonia

Das Orange-tufted Sunbird– ein Spezialist der Cameroon Highlands

Die hügelige Gegend mit dem üppigen Grün, den Farnbüschen und den Baumstreifen vermittelt einen Eindruck von Schottland. Außerdem ist es für afrikanische Verhältnisse richtig angenehm temperiert, um nicht zu sagen kühl.

Das soll eine top Stelle für Nektarvögel sein. Die im weiteren Verlauf zu sehenden Sunbirds sind fast alle neu für den Trip. Zuerst ist ein eher unscheinbares, gelb-oliver Nektarvogel zu sehen, der am Rande eines Busches zu sehen ist. So unscheinbar, wie nur ein Weibchen eines Nektarvogels sein kann. Ob es groß oder klein ist, kann man auf die Entfernung nur unzureichend erkennen. Damit könnten wir den seltenen – im englischen Orange-tufted Sunbird – Bouviernektarvogel (Cinnyris bouvieri) als Neuzugang vermelden. Wenig später taucht ein „Kollege“ dieser Art auf. Aha, der hat schon mehr Farbe zu bieten. Die Flügelschulter bzw. die Vorderkante ist schillernd grün und der Schwanz dunkel-blau am Ansatz. Ansonsten ist der Vogel aber ebenfalls eher gelb-oliv. Dann taucht auch noch ein Vogel auf, der bei gleichen Grundvoraussetzungen auch noch ein schillerndes blau mit einzelnen lila Blättchen aufweist. Offensichtlich die gleiche Art aber in unterschiedlichen Mauserphasen. So klar das einem nun erscheint, so sehr war ich doch durch die Meldung eines Rotbauch-Nektarvogels (Cinnyris coccinigaster) Continue reading Das Orange-tufted Sunbird– ein Spezialist der Cameroon Highlands

Buschrohrsänger: Sommergast in Estland

BuschrohrsängerTrotz des frühen Morgen beuteln Windböen die Sträucher und Bäume. Das hilft zwar gegen die Mücken. Aber es führt eben auch dazu, daß die Blätter der Büsche auch ganz ohne die Aktivität von Grasmücken und Rohrsängern bewegt werden. Das wird die Entdeckung des von mir an diesem Morgen gesuchten Buschrohrsängers (Acrocephalus dumetorum) nicht unbedingt einfacher machen. Buschrohrsängersind Langstreckenzieher, die recht spät im Jahr in ihre Brutgebiete im östlichen Mittel- und Nordeuropa ziehen. Aber nun, Ende Mai, sind sie auch an ihrer westlichen Grenze des Verbreitungsgebiets zu finden. Ich habe mir dazu die nordwestlichste Landspitze des Matsalu National Park in Estland ausgesucht. Ein kleines Örtchen, Puisenina, zieht sich wie ein langer Finger in die Matsalu Bay hinein.

Schon 2 Tage vorher, hatte ich mich dem Buschrohrsängersind widmen wollen. Es war mitten am Tag und es windete recht stark. Dieser Umstand und die Tageszeit ist der Vogelbeobachtung ja allgemein nicht zuträglich. Den Buschrohrsänger sahen wir dann auch nur kurz in einem sehr schilfigen Bereich in der Übergangszone zwischen Strauch- und Strandbereich; die Sichtungen waren aber immer nur so kurz, daß es zu keinem anständigen Foto kam. Continue reading Buschrohrsänger: Sommergast in Estland

Ptarmigan in Tyrol

AlpenschneehuhnA rattling, gibbering call is thrown back from the high rocky walls in echoes. After 1 minute, the call is repeated. Carefully, I try to approach the noise source. Unexpectedly, a Rock Ptarmigan (Lagopus mutus) appears between the boulders. After only two shots, the Ptarmigan is already disappeared.

In the middle of the mighty mountain range of the European Alps lies the province of Tyrol. Here you can follow untouched natural landscapes from the meadows in the valley over the alpine meadows and forests far up to rugged slopes in the high mountains.

Rugged peaks and countless, crystal-clear mountain lakes, which lie in the midst of idyllic pastures characterize Tyrol. Throughout the year, but especially in autumn, Tirol offers photo opportunities galore. They make every nature photographer’s heart beat faster. Tyrol is home to a typical bird species set for the subalpine and alpine elevations of the Alps in the upper mountain regions.

Northern Wheatear (Oenanthe oenanthe), Meadow Pipit (Anthus pratensis), Common Rock Thrush or Rufous-tailed Rock Thrush (Monticola saxatilis) or Alpine Accentor (Prunella collaris) are examples from the songbird comunity.

A summary rating of Tyrol is currently not possible. However, due to Continue reading Ptarmigan in Tyrol

Alpine birds in the Haut Chaumes / Vosges

SteinrötelThe mountain meadows in the Vosges are very attractive in summer time. Beside birds of the alpine zone one sees some interesting plants like Yellow Gentian (Gentiana lutea), Mountain arnica (Arnica montana), Alpine Pasqueflower (Pulsatilla alpina), Mountain Pansy (Viola lutea). Northern Wheatears (Oenanthe oenanthe), Meadow Pipits (Anthus pratensis) and Skylarks (Alauda arvensis) are certainly the most common species of birds, but some rare bird species live in the cliffs and boulder fields as well. If you are lucky, you may spot the Common Rock Thrush or Rufous-tailed Rock Thrush (Monticola saxatilis) or other “high mountain species” such as Alpine Accentor (Prunella collaris).

The scratching sound is unmistakable. Not necessarily the nature lover would consider this as singing. But that’s exactly what it is. With that, the Northern Wheatear is defending his territory. Although the Wheatear is not afraid to present itself openly, it is not so easy to spot the small, black and white colored bird on one of the boulders.

It is even more difficult to discover the Common Rock Thrush. Continue reading Alpine birds in the Haut Chaumes / Vosges

Rostmantelwürger im Dzalanyama Forest/ Malawi

RostmantelwürgerEin Neuntöter – mitten in der afrikanischen Waldsavanne. Das kann doch nicht sein. Und so ist es auch. Dies hier ist ein Rostmantelwürger.

Wir sind schon den ganzen Vormittag auf schmalen, sandigen Wegen im Gebiet des Dzalanyama Forest Reservats unterwegs Das Licht ist immer noch etwas trüb; die Wolken wollen einfach nicht verschwinden. Schließlich brennt sich die Sonne ihren Weg. Dann geht es schnell. Als die Sonne herauskommt, wird es sehr schnell sehr heiß. An einer der vielen Forstwege biegen wir vom Hauptweg ab. Der Weg wird immer schlechter. Rechts und links herrscht lichter Savannenwald mit viel Brachystegia, dem typischen Baum der afrikanischen Savanne. Dazwischen stehen hohe Gräser, die nun in der Trockenzeit, trocken sind. Kein Gelände, mit dem man auf Anhieb ein reiches Vogelleben verbinden würde. Doch wir sind keine 200m weiter hinein gefahren, da ist er zu sehen: ein Souza’s Continue reading Rostmantelwürger im Dzalanyama Forest/ Malawi

Vögel im Golfhotel auf Praslin/Seychellen

HirtenmainaDas Constance Lemuria in Grand’Anse Praslin ist ein toller Ausgangspunkt, um in gepflegter Atmosphäre der Vogelbeobachtung auf der Insel Praslin, einer der größeren Insel der Seychellen, nachzugehen.

So sollte laut einem Tripreport Chinadommel (Ixobrychus sinensis) an einem der Golfteiche vorkommen. Dazu heißt es ja „… Yellow Bittern, Ixobrychus sinensis, can also be seen in the pools around the golf course at Lemuria Resort – although it is a private hotel so it may not be possible to get in the grounds.” Ich denke zu mir: “Die Chinadommel könnte mir noch meine Liste vervollständigen. „ Gegen 15:00 brechen wir auf. Fast eine Stunde Warterei auf den Bus strapaziert unsere Nerven dann doch zu sehr. Als wir gerade auf das Taxi warten, kommt der Bus natürlich angefahren. Wir sind dann doch froh, das Taxi für 150 SR bestellt zu haben, da die Bushaltestelle und der Drop-off an der Hotelrezeption einigen gehörigen Fußmarsch bedeutet hätte. So werden wir direkt vor die Rezeption gefahren. Dort holen wir uns die Bestätigung im Resort spazieren gehen zu können noch mal ab und sind auch schon unterwegs auf die nördlich gelegene Golfanlage. Super gelegen. Auf dem kurzgeschnittenen Gras des Golfplatzes treiben sich doch einige Vögel herum. Massen vor allem an Hirtenmainas (Acridotheres tristis), einige Continue reading Vögel im Golfhotel auf Praslin/Seychellen

Möwen am „Roten Kliff” bei Kampen/ Sylt

SilbermöweWunderschön liegt das „Rote Kliff” hinter dem Strand von Kampen im Abendlicht. Genug Wind, um die Segelflieger unter den Meeresvögeln zu befriedigen, herrscht praktisch immer. Sylt, Nordsee, Brandung, Wind und Möwengeschrei gehören zusammen. Elegant patrolliert eine Silbermöwe (Larus argentatus) an der Kliffkante entlang. Silbermöwen sind eindrucksvolle Flieger, die durch rosa-fleischfarbenen Beine und einen blaugrauen Mantel bzw. Flügeldecken gekennzeichnet sind.

Ein sehr guter Ort zur Aufnahme fliegender Meeresvögel besteht von der 30 Meter hohe Steilkante des Roten Kliffs zwischen Wenningstedt und Kampen auf der nördlichen Seite der Insel Sylt. Das unter anderem aus Feuerstein, Rhombenporphyr und Rapakivigranit bestehende Kliff ist in Teilen bereits von den heftigen Sturmfluten der Vergangenheit gezeichnet ist,

Parken kann man direkt bei dem romantisch in den Dünen gelegenen Edel-Lokal, der Sturmhaube. Parken kann man auf Sylt in der Nebensaison fast überall umsonst. Es geht auf Bohlen ein paar Continue reading Möwen am „Roten Kliff” bei Kampen/ Sylt

Senegaltriel auf Sandbank bei Edea / Kamerun

SenegaltrielSo schön der Morgen mit seinem Licht war. Nun ziehen dicke Wolken auf. Es ist noch nicht Regenzeit. Aber hier, nicht weit von der Küste, bei Douala kommen immer mal wieder Regengüsse herunter. Träge fließt der mächtige Sanaga dahin. Wir versuchen uns mit dem Kanu – eher einen Einbaum – flussabwärts wieder an Land zu retten, bevor der Wolkenbruch mit Macht seine Wassermassen entlädt. Die letzte Sandbank in der Mitte des Flusses ist schon fast genommen.

Still steht ein Paar des Senegaltriels (Burhinus senegalensis) vor einem stark verschilften Ufer. Unser Bootsführer ruft zum Aufbruch. Die ersten Regentropfen sind schon auf dem Wasser zu sehen. Doch ich muß diesen – auch für die Westpaläarktis relevanten – Vogel gebührend ablichten. Einer der Vögel läuft auf eine Sandbank hinaus und wunderschön im ersten Regen. Als wir uns weiter nähern, ruft er auch. So nähern wir uns mit dem Boot schließlich bis auf 10 Meter dem Senegaltriel, der im englischen Senegal Thick-knees heißt.

Schon während der Rockjumper-Tour im April 2017 waren wir mit dem Senegaltriel im Benoue Nationalpark fündig geworden. Diesmal war der Eindruck aber noch deutlich stärker.  Würde man den Senegaltriel hier nicht erwarten,  wäre die Gefahr groß, ihn für einen Continue reading Senegaltriel auf Sandbank bei Edea / Kamerun

Kleiber an Nisthöhle in Estland

Kleiber (europ.)In dem baltischen Staat Estland mit seiner flachen Topographie ist ein wild schäumender Fluß eine Seltenheit. Die Meldung auf der lokalen Birderplattform für Estland, daß hier eine Zitronenstelze (Motacilla citreola) gesichtet worden, war, machte daher neugierig. Nach einem erfolgreichen Foto-Shooting der Doppelschnepfe (Gallinago media) in der Nähe von Haapsalu wartete ein Aufenthalt im Lahemma NP auf mich. Bei einem Besuch des alten Wasserkraftwerks von Kunda können wir wunderschön ein Paar des Kleibers (Sitta europaea) an seiner Bruthöhle beobachten.

An einem Park mit seinem Clubhaus parken wir den Wagen. Wir laufen durch den anständig mückenverseuchten Park. Der Kunda Hydro-electric Dam ist wirklich sehenswert. Eine tief eingeschnittene Schlucht und ein aufgestauter Fluß der vormals auf natürliche Weise einen recht anständigen Höhenunterschied überwand. Na, gut. Nur so macht ein Wasserkraftwerk Sinn. Eine Continue reading Kleiber an Nisthöhle in Estland

Königsweber am Sanaga/ Kamerun

KönigsweberTräge fließt der mächtige Sanaga dahin. Im Morgengrauen hatten wir ein kleines hölzernes Boot bestiegen. Nun liegt der weite Fluß vor uns. Dunst und tiefstehende Morgenwolken tauchen die Flußlandschaft in ein wunderschönes Licht. Ich hatte schon befürchtet, daß der Morgenausflug buchstäblich ins Wasser fallen könnte. Als wir – noch in der Dunkelheit – an der verabredeten Stelle ankamen, war niemand da. Aber ein paar Minuten später sahen wir zwei Kerle, die in einem erstaunlichen Tempo einen Kanu – eher einen Einbaum – flussabwärts paddelten. Wenige Minuten später hatten wir das Kanu auch schon geentert und starteten die Reise. Große Sandbänke in der Mitte des Flusses waren unsere erste Station. Afrikanische Scherenschnäbel (Rynchops flavirostris) konnten dort ausgiebig in ihren Formationsflügen bewundert werden. Der eigentliche Ziel-Vogel, die Graubrachschwalbe (Glareola cinerea) war ebenfalls erstaunlich häufig. Dazu etliche Flußuferläufer (Actitis hypoleucos), die das sandige Ufer der Sandbänke patrollierten.

Schließlich fuhren wir den Fluss weiter hinunter zu einer offensichtlich schon länger etablierten Sandbank. Sie war zu einer Continue reading Königsweber am Sanaga/ Kamerun

Strenuous hike for Mount Kupé Bushshrike

SchnäpperwürgerWe had a very good breakfast at 5:30. John-Pierre and his team were busy supplying us with a lot of food. We departed at 6:00 with our Rockjumper-guide along the Max’s Trail through farm bush with palms and banana trees up on Mt Kupé. The other option is the Shrike Trail which is a famous, but also very steep and narrow trail. Fortunately the climate is more comfortable here in the forests of the Eastern Moutain Arc than in the lowlands.

The initial stretches of the Max’s Trail is even, getting steeper in the open canopy forest and becomes insanely steep inside primary forest. The last patch we did inside primary forest, we did not see especially many birds. It was a fairly quiet forest. But he continued with our heads down our way up to the altitude where the Bushshrike can be found. Short stops along the way to catch our breath yielded a few nice birds such as Grey-throated Greenbul resp. Western Mountain Greenbul (Andropadus tephrolaemus) and 2 Yellow-billed Turacos (Tauraco macrorhynchus). A nice bird was a female of a African Shrike-flycatcher (Bias flammulatus or Megabyas flammulatus),

In contrast to a year later in the Bakossi Mountains, we did not even hear Mount Kupe Bushshrike (Chlorophoneus kupeensis) at an Continue reading Strenuous hike for Mount Kupé Bushshrike

Vögel der Steppen Valencias

GänsegeierEin Flug nach Spanien ist immer mal für eine Woche drin. Die spanische Provinz Valencia wurde daher im Sommer aufgesucht, in der Hoffnung, etwas zu entspannen und ein Gefühl für die Vogelfreuden eines Landes zu bekommen, das normalerweise im Mainstream-Tourismus versinkt. Als gewöhnlicher Besucher der bekannteren Vogelbeobachtungsdestination von Andalusien hatte ich nicht zu viel erwartet, aber war angenehm überrascht von der Anzahl und Vielfalt der dort heimischen Vogelbewohner – und zwar praktisch von dem Moment an, als ich aus dem Flugzeug stieg. Eines Tages machte ich mich auf den Weg in den Steppenlebensraum außerhalb von Castilla de la Mancha. Dieses Gebiet ist mit einer unglaublichen Vielfalt an Lebensräumen und ausgezeichneten Gebieten zur Vogelbeobachtung gesegnet.

Ein Halt auf dem winzigen Friedhof von Bonete auf dem Weg in die Castilla de la Mancha bedeutete, dass wir einen kleinen See und ein paar Bäume entdecken konnten. Dabei sahen wir sehr schön Schmutzgeier (Neophron pernocterus), den Maurensteinschmätzer (Oenanthe hispanica), die Reiherente (Aythya fuligula), eine einsame Kolbenente (Netta rufina). Ein echtes Highlight war das gelb- Continue reading Vögel der Steppen Valencias

Eurasian Hobby in the Belziger Landschaftswiesen

BaumfalkeA misty and chilly morning. After weeks without rain, the drizzling rain kept going already for a while. A wet falcon was sitting crooked on a pole in some distance. Obviously not very comfortable in the rain. The view through the scope revealed a Eurasian Hobby (Falcon. subbuteo), also known as the Northern Hobby rested on a post with larger prey. In this position a Common Kestrel (Falco tinnunculus)  would be the first bet, if you are looking only superficially.

Often you will observe Hobbies in flight. Hobbies catch dragonflies and are hirundine or swift specialists, usually taking the prey by surprise in the air, and even dismantling and eating them there.

With its moustache and its rank, slender body, with blue-tinged slaty upperparts and black-streaked underparts which have a subtle buffy tinge these falcons should be not mistaken for any other raptor. But Continue reading Eurasian Hobby in the Belziger Landschaftswiesen

Weißrückenspecht in Park in Estland

WeissrückenspechtNach einem erfolgreichen Foto-Shooting der Doppelschnepfe (Gallinago media) will ich mich zum Abschluß dem Gutspark des Haeska Manor House widmen. Der zur Pension umgebauten Gutshof weist einen weitläufigen Park mit vielen alten Bäumen auf. Neben einen paar schönen alten Eichen gibt es auch alte Linden. In alten Parkanlagen soll – wie mir einheimische Naturschützer sagten – der Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos) recht häufig sein. Sie meinten sogar, daß in den alten Parks der Gegend der Weißrückenspecht sogar der häufigste Specht sei. Was für eine Verkehrung der Verhältnisse zu Deutschland! Ich kann dann im weiteren Verlauf sowohl Grauschnäpper (Muscicapa striata) als auch Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) sehen und schön fotografieren. Amseln (Turdus merula) flitzen die ganze Zeit zwischen Rasen und Unterholz. Der Hit sind aber die vielen brütenden Wacholderdrosseln (Turdus pilaris), die intensiv warnen, wenn sich jemand ungebührlich einem Nest mitten auf einer Asthöhle nähert. So kann ich endlich auch mal ein paar schöne Aufnahmen von der Wacholderdrossel machen. Von einem Weißrückenspecht – oder überhaupt von Spechten – ist aber weit und breit nichts zu sehen. Es ist auch nicht die richtige Jahreszeit. Die beste Zeit ist der April. Dann trommeln sie intensiv und markieren ihr Revier.

Plötzlich höre ich ein länger anhaltendes Trommeln. Eindeutig ein Specht. Und wohl zu lang, um zu einem Buntspecht (Dendrocopos major) zu gehören. Es könnte natürlich noch ein trommelnder Continue reading Weißrückenspecht in Park in Estland

Orange-tufted Sunbird in the Cameroon Mountains

BouviernektarvogelThe hilly area with the lush greenery, the fern bushes and the tree strips gives an impression of Scotland. In addition, it is – at least for African conditions – really pleasant tempered, not to say cool.

This should be a top spot for nectar birds? My doubt is answered within minutes. The sunbirds to be seen in the further course are almost all new for the trip. First, a rather inconspicuous yellow-olive Sunbird can be seen. It appears on the edge of a bush below as in the valley. As inconspicuous as only a female of a sunbird can be. Whether it is large or small, is hard to judge in the distance. But our guide is very experienced and he announce the rare Orange-tufted Sunbird (Cinnyris bouvieri) as a newcomer for our trip list. A little later, a “colleague” of this species appears. Oh, well, it has more colors to offer. The wing shoulder or the leading edges of the wings are dazzling green and the tail dark blue at the base. Otherwise, the Continue reading Orange-tufted Sunbird in the Cameroon Mountains

Fotografie der Doppelschnepfe am Balzplatz

DoppelschnepfeEs ist 22:21 als ich das erste Mal die klickenden Laute der Doppelschnepfe (Gallinago media) höre. Ich traue meinen Ohren nicht. Aber ein 6 Minuten später ist der Ruf schon wieder zu hören. Das ist ja deutlich früher als gestern. Vielleicht werde ich ja doch noch mit Tageslicht fündig. Dann sehe ich die Doppelschnepfe auch. Plötzlich steht sie da. Mitten auf dem Balzplatz putzt sie sich erstmal ausgiebig. Ich kann die ganze Zeit draufhalten. Die Sonne ist natürlich schon längst in einem dicken, roten Ball im Westen untergegangen. Aber die Tage sind lang in Estland, dem nördlichsten der baltischen Staaten. Tallinn liegt ungefähr auf der Höhe Stockholms. Das Licht ist also noch einigermaßen auskömmlich.

Dann fängt sie an zu balzen. Ein „Kollege“ antwortet aus dem hohen Gras. Die Vegetation direkt vor dem Tarnzelt ist zwar gemäht. Aber jenseits der offeneren Korridore geht der Bewuchs in eine dichtwüchsige Mähwiese über.

Nach dem ausführlichen Putzen, bei dem die Doppelschnepfe immer wieder über den Rücken in meine Richtung schaut und sich absichert, werden die schon mal  gespreizt und in Position gebracht. Schön sind die weißen Schwanzspitzen und der kastanienbraune Absatz des Schwanzes zu erkennen. Dann fängt sie an zu balzen. Ein „Kollege“ antwortet aus dem hohen Gras.

Leider wird das Licht innerhalb recht kurzer Zeit schlechter sodaß ich fürchte, früher als geplant, auf Blitzfotografie ausweichen zu müssen. Für die „normale“ Fotografie ist es schon fast zu dunkel. Anfangs starte ich mit 1/60 sec und muß dann auch noch runter auf 1/15 sec.. Zum Glück gibt es den Live-View-Modus. Damit kann ich das Geschehen auf dem Monitor verfolgen, was tatsächlich deutlich einfacher geht. Dann ist es einfach zu dunkel. Die Kamera tut sich jedoch mit dem Blitz und im Live-View-Modus erstaunlich leicht. In der Doppelschnepfen-Galerie ist das Ergebnis dieses wunderschönen Abends zu bewundern. Ich stelle den Blitz von Continue reading Fotografie der Doppelschnepfe am Balzplatz

Steppenkiebitz im Spreewald

SteppenkiebitzSeit mindestens dem 10. Juni 2018, hält sich inmitten des Teichgebiets der Schlepziger Teiche, nördlich von Lübben (Spreewald) ein adulter Steppenkiebitz (Vanellus gregarius) im Prachtkleid auf.  Er stand mit mit ca. 80 Kiebitzen (Vanellus vanellus) im hinteren Teil des Lachsluch 2, einem der fächerförmig angelegten Fischzuchtbecken, die am Rand trockengefallen waren und erkennbar Schlammbänke freigelegt hatten. Der Sommer ist noch frisch; daher gab es nur schmale Schlammränder, die dann aber auch vollumfänglich genutzt wurden. Die Limikolen  – also Kiebitze – sind quasi auf diesen Teich angewiesen um zu Baden und zu Ruhen. Denn alle anderen Teiche in der Umgebung sind gut gefüllt.

Auch am heutigen Sonntag hielt sich diese Ausnahmeerscheinung zwischen anderen Limikolen, Möwen und Enten auf einer trocken gefallenen Schlammbank vor einem Schilfgürtel auf. Der Steppenkiebitz konnte heute um die Mittagszeit ausführlicher – wenn auch in weiter Ferne – gesehen werden. Der Steppenkiebitz mit seinem beige-braunen Gefieder und dem schwarzen Bauch hebt sich gut von den grün-weißen Kiebitzen ab und ist daher – trotz der Entfernung – gut auch mit dem Fernglas zu entdecken. Zur Betrachtung sollte dennoch ein Spektiv herangezogen werden.

Nachdem in den letzten Tagen schon einige Birder vor Ort waren, konnte auch Continue reading Steppenkiebitz im Spreewald

Great snipe on a lek in Estonia

DoppelschnepfeTo photograph a male Great Snipe (Gallinago media) displaying on a lek in the wide-stretched lowlands of northern Middle Europe, was the target. In a project in collaboration with scientists from Estonian University of Life Sciences is was possible to perform this task in one of the remaining habitats which used to be so typical for this species. It occurred until the 19th century in the Netherlands, Germany, Denmark, Finland and the lowlands of Sweden and Norway – sometimes in remarkable abundancy.

Whereas in the western parts of Middle Europe the loss and deterioration of important floodplain meadow and marshland habitat led numbers of Great Snipe decline dramatically, wide river valleys with extensive grassy meadows are still existent in the low-populated Estonia.

As mentioned, the main objective of a trip to Estonia was, to photograph the Great Snipe in its ancestral habitat, the lowlands of Continue reading Great snipe on a lek in Estonia

Streit bei Bruchwasserläufern

BruchwasserläuferFotoarbeiten mit Limikolen haben ihren ganz besonderen Reiz. Zahlreich sind sie während der Zugzeiten in Mitteleuropa zu beobachten. Dann sind auch mal spektakuläre Aufnahmen praktisch auf Augenhöhe möglich. Es ist noch dunkel als ich in dem Feuchtgebiet ankomme. Die Sterne schimmern zwar am Firmament; es scheint aber doch recht diesig zu sein. Es ist noch dunkel, wenn auch die Dämmerung nicht mehr weit ist.

Ich lege mich lang hin auf eine Luftmatratze. Ein Bruchwasserläufer (Tringa glareola) kommt als erster auf der nahrungsreichen Flachwasserzone einiger Ponds an. Sofort fängt er an zu stochern und kommt immer wieder formatfüllend am Fotografen vorbei. Es ist nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten. Ein Tarntuch habe ich mir über den Kopf gezogen und dann auch noch den Hut drauf. So bin ich zwar von den Umrissen nicht als Mensch auszumachen, aber der Überblick ist dadurch natürlich erschwert. Man guckt eben immer nur mit dem verengten Winkel des 600er.

Als nächstes kommt ein kleiner weißer Bursche angeflogen. Es ist ein Zwergstrandläufer (Calidris minuta), der ebenfalls ausgiebig am Rand der Pfütze – eher auf dem Sand selber – nach Nahrung sucht. Dann kommt ein weiterer Bruchwasserläufer angeflogen. Es dauert nicht lange, dann stellt der Bruchwasserläufer, der zuerst an der Pfütze war, fest, daß dieses Revier viel zu klein für 2 Bruchwasserläufer ist. Ein kurzes Gegenüberstehen, die Flügel Continue reading Streit bei Bruchwasserläufern

Auf die Kehle kommt es an: Schwarzkehlchen

Schwarzkehlchen (europ.)In der Reihe von Rotkehlchen (Erithacus rubecula), Braunkehlchen (Saxicola rubetra) und Blaukehlchen (Luscinia svecica) darf das (europäische) Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) natürlich nicht fehlen. Es ist auf Anhieb in einem ähnlichen Habitat zu Hause wie das Braunkehlchen. In einer offenen, buschreichen Landschaft mit überwiegend kargem Bewuchs lebt dieser Sänger, der in Gestalt und Verhalten dem Braunkehlchen sehr ähnlich ist. Das auffallend kontrastreich gefärbte Männchen unterscheidet sich vom männlichen Braunkehlchen durch den schwarzen Kopf und die weißen Halsseiten. Außerdem fehlt der hellen Streifen über dem Auge wie er beim Braunkehlchen zu finden ist. Das Schwarzkehlchen sitzt meistens auf dem Boden oder noch häufiger auf einer exponierten Buschspitze. Es singt von seiner Warte aus oder präsentiert sich ebenfalls im Singflug. Das kontrastreich gefärbte Schwarzkehlchen trägt sein Lied häufig von der Spitze eines einzeln stehenden Busches in der ansonsten offenen Landschaft vor.

Der Bestand dieser Art hat, wie bei vielen anderen Ödland- und Wiesenbrütern auch, stark abgenommen, da sein Lebensraum, die Continue reading Auf die Kehle kommt es an: Schwarzkehlchen

Raufusshühner im Toten Gebirge

AlpenschneehuhnSchroffe Gipfel und unzählige, glasklare Gebirgsseen, die inmitten idyllischer Almen liegen, prägen das Tote Gebirge. Das ganze Jahr über, aber besonders im Herbst, bietet das Tote Gebirge Fotomotive in Hülle und Fülle. Sie lassen das Herz jedes Naturfotografen höher schlagen. Von manchem Berg im Toten Gebirge bietet sich ein herrlicher Blick auf das gegenüberliegende Dachstein-Massiv.

Das Tote Gebirge beherbergt eine für die subalpine und alpine Höhenstufe der Alpen typische Artengarnitur. Aus dem Toten Gebirge liegen zwar die Ergebnisse mehrerer vogelkundlicher Untersuchungen vor. Eine zusammenfassende Bewertung des Gebiets ist derzeit aber noch nicht möglich. Aufgrund der Größe des Gebietes sind jedoch repräsentative Populationen typischer Arten und Vogelgemeinschaften der hochmontanen, subalpinen und alpinen Stufe erfasst.

Das Tote Gebirge liegt im Herzen Österreichs und ist das Grenzgebirge zwischen den Bundesländern Steiermark und Oberösterreich. Die gewaltige, stark zerfurchte Urlandschaft stellt mit einer Fläche von nahezu 400 Quadratkilometern die größte Karstfläche der Ostalpen dar. Sie ist geprägt von den saftig grünen Continue reading Raufusshühner im Toten Gebirge

Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

HalsbandwürgerEine Expedition zum Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  in die Bakossi Mountains konnte im Februar 2018 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Expedition konnten am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Das ist umso bemerkenswerter als man bisher davon ausgegangen war, daß die Population winzig sei und sich auf ca. 25 Individuen beschränken würde.

Callan Cohen und Michael Mills im ABC Bulletin 9.2 vom August 2002 schreiben, daß der hübsche auffällige Halsbandwürger einer der weltweit seltensten Vogelarten und eine der berühmtesten Vogelarten in Westafrika ist. Die Art wurde vom Naturforscher William Serle von den Hängen des Mount Kupé im Jahr 1951 beschrieben. Die Art blieb dann aber unerkannt, bis sie 1989 wiederentdeckt wurde.

Die Wiederentdeckung führte zu einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien des offensichtlich vom Aussterben bedrohten Halsbandwürgers. Nur sieben Paare wurden trotz jahrelanger intensiver Arbeit gefunden, aber die Erforschung der angrenzenden Berge führte kürzlich zur Entdeckung kleinerer Populationen in zwei nahe gelegenen Waldgebieten.

Callan Cohen und Michael Mills schreiben, daß trotz der vielen Ornithologen und Vogelbeobachter, die das Gebiet besuchen, Continue reading Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

Dickschnabellummen auf dem Frühjahrszug im Westen Alaskas

GelbschopflundDer Frühjahrszug im Westen Alaskas läßt sich am besten von St. Lawrence beobachten. Gambell ist dabei wirklich das Eldorado für Vogelfotografen und Freitzeit-Birder. Eine der Besonderheiten sind die kopfstarken Trupps der Dickschnabellumme (Uria lomvia). Der Vogel hat wie alle Alkenvögel einen länglichen Körper, die Vögel wirken aber doch pummeliger und durchaus tonnenförmig. Dickschnabellumme schlagen beim Zug entlang der Küste schnell mit den Flügeln und vollziehen teilweise abrupte Richtungsänderungen. Von den wendigen Manövern abgesehen, ist der Flug gerade und entspricht dem, was man von Alken sonst so gewohnt ist. Immer wieder ziehen sie zu Dutzenden – häufig in V-Form –in einiger Entfernung vom Strand vorbei. Andere Seevögel, gerade die Enten, kommen da deutlich näher an „The Point“ heran, um diese Landspitze zu umfliegen. Immer wieder sind andere Vögel in den Dickschnabellummen-Trupps involviert. Manchmal sind es Trottellummen (Uria aalge). Die Dickschnabellumme wirkt jedoch Continue reading Dickschnabellummen auf dem Frühjahrszug im Westen Alaskas

Flight photography of the Red Kite

It takes no special effort to see a Red Kite (Milvus milvus) in Brandenburg. But to be successful with more than a photograph of proof takes more. It is of little interest to scan a Red Kite at a distance or high up in the sky. The straight-forward search flight can go seamlessly into a steep downward slide with slightly angled wings up to the bottom of the earth’s surface. This is the opportunity to be found for the right photographer. The uprise-flight following the pushing down with wide, elastic wing flaps is particularly impressing for shots. A freshly mown meadow attracts the Red Milan when the tractors are still mowing.

Once the correct location has been discovered, a whole series of conditions have to be fulfilled in order to be able to press the trigger with success. Good light conditions alone are not enough. In the spring or in the summer the light before 5:00 pm is much too steep, the contrasts too hard and the blue portion in the sky is much too high. The wind must coincide with the sun’s position, as the Red Kites stand against the wind in flight. Flying with the wind, their position changes so quickly that the kite is lost from the viewfinder.

Besides Red Kites, Black Kites (Milvus migrans) are also looking for food during the summer months. Commonly both species hunt together. If the above-mentioned conditions are fulfilled, the Continue reading Flight photography of the Red Kite

Fotografie des Buntkopf-Felshüpfer im Campo Maan National Park

Wir sind immer noch recht früh da. So gegen 16:00 sind wir am Platz. Ich bekomme vom Ranger des NP-Büros einen Platz zugewiesen, der etwas im Vergleich zum April zurückgesetzt erscheint. Aber mit meinem Canon EF200mm f/2.0L IS USM bin ich ja gut gewappnet. Ich baue das mitgebrachte Dreibein-Höckerchen auf und plaziere das 200er mit der EOS 5 DsR auf das Gitzo G1588 Einbeinstativ. Daneben lege ich die EOS 1 DX mit dem Canon EF85mm f/1.8 USM für den Fall, daß der Buntkopf-Felshüpfer auf einmal direkt vor mir steht. Das war ja im April kurz der Fall gewesen. Beide Kameras stelle ich erstmal auf Silent-Mode. Ich ändere das aber nach einer Weile bei der EOS 1 DX, da ich der Ansicht bin, daß – wenn ich sie benutze – nun wirklich Not am Mann ist und es dann auf das laute Klacken auch nicht mehr ankommt. Da ist dann im Zweifel Geschwindigkeit gefragt. Zum Glück denke ich noch daran, den Bildstabilisator beim EF200mm f/2.0L IS USM einzuschalten. Dann bin ich bereit. Ich bin noch unschlüssig, ob ich eher das EF200mm f/2.0L IS USM oder das EF85mm f/1.8 USM in die Hand nehmen soll. Die Sitzposition ist auf dem Höckerchen schon ok; aber stundenlanges Sitzen ist vielleicht auch nicht angeraten.

Nachdem ich mich sortiert habe, paßt soweit alles vorzüglich. Die Nester scheinen im Vergleich zum letzten Besuch im April 2017 deutlich weiter vorgesetzt. Das erkennt man schon an den Kotflecken auf den Felsbrocken darunter. Auf diesen Felsbrocken Continue reading Fotografie des Buntkopf-Felshüpfer im Campo Maan National Park

Der Russheckensänger, ein seltener westpaläarktischer Vogel

RussheckensängerAls Bewohner der heißen, trockenen Halbwüsten und Savannen mit vereinzelten Sträuchern oder Akazienbüschen und Hainen von Dattelpalmen, ist dieser langbeinige, elegante Heckensänger mit seinem langem, abgestuftem und meist hoch gespanntem Schwanz ein seltener Gast in der Westpaläarktis. Auf der  Wunschliste vieler Vogelbeobachter und Fotografen steht er daher ganz oben. Die Rede ist vom Rußheckensänger (Cercotrichas podobe)!

Während einer Rockjumper-Tour im Norden Kameruns im April 2017 besuchte bird-lens.com auch den weiten Sahel-Gürtel im nördlichen Kamerun. Hier war der Rußheckensänger sogar recht häufig. Normalerweise konnte ein Rußheckensänger schon vom Wagen aus oder kurz nachdem wir das Auto verlassen hatten, gesehen werden. Gerne hielt er sich auf in offeneren Bereichen und nicht nur in niedrigen, dornigen Gebüschen auf.

Der Rußheckensänger gilt in seinen Kernlebensräumen als verbreitet oder sehr verbreitet. Allgemein wird er als sesshafter Bewohner dieses heißen und trockenen Habitats betrachtet, obwohl es offensichtlich zu kurzen Wanderungsbewegungen kommt, da die Art als regelmäßiger Winterbesucher südlich von Äthiopien und Somalia dokumentiert ist. Als Irrgast wurde er aus Continue reading Der Russheckensänger, ein seltener westpaläarktischer Vogel

Schwarzspecht an Bruthöhle

SchwarzspechtMächtige Hammerschläge schallen weit durch den morgendlichen Wald und die über die feuchten Wiesen. Die anschließenden weit tragenden Rufe bestätigen die Vermutung. Der Schwarzspecht (Dryocopus martius) ist im Revier. Im weiteren Verlauf wird, nicht weit von den Lautäußerungen, auch der Brutbaum gefunden. Es ist eine Pappel, die der Sturm vor nicht allzu langer Zeit in der Mitte abgeknickt hat. Der untere, nun abgestorbene Stamm, weist im oberen Vierteil eine große, leicht ovale Öffnung auf. Es ist wohl keine brand-neue Höhle. Dafür wirkt der Rand der Höhle nicht frisch genug; doch weisen Holzspäne am Boden auf eine Überarbeitung der Höhle, diesmal für Brutzwecke, hin.

Wenig später kommt der Schwarzspecht – ein Männchen – angeflogen. Um den eigentlichen Brutbaum herum, sind die Schwarzspechte erstaunlich ruhig. Ohne Lautäußerung wird der Baum unterhalb des Brutlochs angeflogen. Dann sichert der Schwarzspecht zur Seite, nach oben. Dann verschwindet er sodaß Continue reading Schwarzspecht an Bruthöhle

Wiesenweihen über Fläminghügeln

WiesenweiheErst seit ein paar Tagen schweben wieder weiß-graue schlanke Greifvögel über den Hügeln des Fläming. Zuerst wurden Männchen der Wiesenweihe (Circus pygargus) gesichtet. Über den gelb-blühenden Rapsfeldern ist nun der fantastische Flug der grazilen Weihen zu sehen. Mal hoch oben in Luft, dann wieder tief über den Feldern. Sofort nach Ankunft startete das Männchen mit seinen Tänzen in der Luft. Jetzt kommt es darauf an, daß das Paar eine enge Bindung bildet und sich auf das Geschäft des Nistplatzfindens, Nestbaus und der Brut stürzen kann. Dazwischen werden die Wiesenweihen gefordert sein, den ein oder anderen frechen Eindringling, wie eine Rabenkrähe (Corvus corone) oder einen Schwarzen Milan (Milvus migrans) zu verjagen.

Die Wiesenweihe legt eine Gelege mit zwischen 3 und 7 Eiern (in der Regel vier) über einen Zeitraum von einer Woche. Nur das Weibchen bebrütet die Eier über einen Zeitraum von 27 bis 40 Tagen. Derweil füttert das Männchen das Weibchen über diesen Zeitraum und im Anschluß während der Jungenaufzucht. Wenn die Umstände günstig sind und es sich um ein großes Gelege handelt, wird auch das Weibchen zu jagen beginnen. Ansonsten wird sie Continue reading Wiesenweihen über Fläminghügeln

Heidemoore in der Wahner Heide

Schwarzkehlchen (europ.)Die leuchtend weißen, weithin sichtbaren Blüten des Wollgrases wiegen sich sanft im Wind. Sie bieten einen herrlichen, unschuldigen Anblick. An manchen Standorten bildet diese Pflanze wogende Teppiche, über denen verschiedene Libellenarten nach Beute jagen. Ein männliches Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) wippt auf einem vorjährigen Staudenstengel und überwacht sein Revier am Rand der Wasserfläche. Die Heide-Moor-Landschaft ist zu allen Jahreszeiten wahrhaftig fotografisch besonders lohnenswert.

Mein bevorzugtes Fotorevier waren lange die Heidemoore in der Wahner Heide im Südosten Kölns. Bis vor einigen Jahren wurde die Wahner Heide als militärisches Übungsgebiet genutzt. Der sandige Untergrund kam bei dem Übungsbetrieb zu Tage. Die Heide-Moor-Landschaft besteht überwiegend aus Sandheiden, die trockenere Bereiche einnehmen, während sich in Dünentälern Feuchtheiden und Heidemoore mit nährstoffarmen Stillgewässern gebildet haben.

Heiden sowie Heidemoore zählen zu den besonders bedrohten Continue reading Heidemoore in der Wahner Heide

Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

KampfläuferDie ersten Kampfläufer (Calidris pugnax) stehen wie aufgereiht entlang einer Betonstraße. Zwar noch nicht ganz im Prachtkleid, aber doch schon imposante Persönlichkeiten.

Es herrscht traumhafter Sonnenschein. Die Nachmittagssonne ist nach einem bewölkten Tag doch noch heraus gekommen. Trotzdem oder gerade deswegen herrscht aber ein strammer Ostwind, der einem warme Kleidung nahelegt. Die Kampfläufer stehen praktisch direkt auf der Piste, denn tatsächlich ist das Wasser so hoch, daß diese als letzte in der näheren Umgebung noch trocken geblieben ist. im weiteren Verlauf plätschert das Wasser sogar über die Betonplatten. Gerade das Wechselspiel von trockenen und nassen Stellen zieht die Kampfläufer ebenso an, wie die vielen Lachmöwe (Larus ridibundus). Ich versuche mich langsam mit dem Wagen zu nähern. Doch fast alle Kampfläufer fliegen im letzten Moment ab – spätestens wenn die Scheibe herunter gelassen wird. Vielleicht ist es besser, sich den Kampfläufer auf einer niedrigeren Ebene zu nähern. Gesagt, getan.

Beim nächsten Mal halte ich weiter entfernt vom Kampfläufer, der mich aufmerksam mustert, aber nicht wegfliegt. Vorsichtig öffne ich Continue reading Kampfläufer auf dem Frühjahrszug an der Warthe

Waders at Lake Neusiedl

SäbelschnäblerMost people thinking about Austria have immediately snow, mountains and hiking in mind. A very different, but extremely interesting picture, is offered for the birder in Burgenland, in the area around the lake Neusiedl. The question is, however, is a bird paradise at the same time also a photographer´s paradise? The landscape in the easternmost tip of Austria is a typical Puszta landscape with numerous, small, flat salt lakes, the so-called “Lacken”, and a big water body but only one meter deep the Lake Neusiedl (German: Neusiedler See) or Fertő. With an area of ​​about 320 km², which is almost half covered with high reeds, it is considered to be the largest steppe lake in Europe and has a decisive influence on the climate in this area. This is very mild in this region. Temperatures in excess of 30 ° C may already prevail in May. Fortunately there is almost always a gentle breeze. Otherwise when the breeze fails, the heat becomes unbearable.

Almost all year round is tourist season. We visited Lake Neusiedler in spring and summer, as well as in autumn, and found that the months April to mid July were the most interesting for animal photography. In early summer, the meadows around Neusiedler See are transformed into a colorful flower carpet. The autumn Continue reading Waders at Lake Neusiedl

Dreizehenmöwen im Fowlsheugh RSPB

DreizehenmöweDer Lärm ist durchdringend. In den Felsen nisten offensichtlich viele Seevögel. Wir stehen erst kurze Zeit direkt am Absturz des Kliffs. Da kommt auch schon die erste Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla) praktisch im Wind stehend, angeflogen.

Ohne die Beschreibung in den einschlägigen Feldführern wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Das Fowlsheugh RSPB ist zwar gar nicht weit südlich von Stonehaven, aber die Gegend hier ist schon sehr einsam. Nur ein paar Häuschen stehen direkt am Kliff. Außer uns ist offensichtlich keiner im Gebiet. Nur 2 Angler haben sich unten am Felsenstrand eingenistet. Leider gibt es kein B&B weit und breit. Das Reservat ist nur ein paar Meilen die Küste südlich von Stonehaven entfernt. Eigentlich könnte man einen schönen Küstentrail entlang der Klippen nehmen. Wir laufen nur die ersten 200m die Klippen entlang. Die ganze Szenerie ist nicht so spektakulär wie Handa. Aber immerhin! Und man ist viel näher dran. Continue reading Dreizehenmöwen im Fowlsheugh RSPB

Fraser’s Sunbird with young in Campo Maan National Park/ Cameroon

Not only does the Campo Maan National Park have to offer the Gray-necked Rockfowl (Picathartes oreas), but also a lot of other birds that you will not find in other parts of the world. One Highlight was a sequence of shots of a Fraser’s Sunbird feeding its young at the edge of Campo Maan National Park.

After we had observed successfully the shy Bare-cheeked Trogon (Apaloderma aequatoriale), the birding luck left us a bit in the course of the day trip. The heat of the day is now fully reflected on the shady jungle paths. A small group of birds, which feed on caterpillars, have white dark circles. My guide taps on a African Yellow White-eye (Zosterops senegalensis). Well, so yellow had not at all on the stomach. At first perplexed, we end up with the species determination at a Sunbird. After all, it could be the purely insectivorous Scarlet-tufted Sunbird or Fraser’s Sunbird (Deleornis fraseri). That´s it!

Fraser’s Sunbird could be beautifully watched slipping through the Continue reading Fraser’s Sunbird with young in Campo Maan National Park/ Cameroon

Waldschepfe auf Flores/ Azoren

WaldschnepfeUnerwartet war ich schon ganz am Anfang der Reise nach Flores auf einer einsamen Straße mit einer im feuchten Gras stehenden Waldschnepfe (Scolopax rusticola) erfolgreich gewesen. Wenige Tage später sollte ich wieder bei dieser, bei den einheimischen Jägern sehr beliebten Jagdbeute, erfolgreich sein. Auf dem Rückweg von den auf dem zentralen Plateau liegenden Vulkankrater, den sogenannten Lagoas, klapperte ich aus Gewohnheit noch einmal diese enge dichtbewaldete Straße hin zur Hauptstraße zwischen Faja und Santa Cruz ab. Gerade ist die Sonne durch die dichten Wolken gebrochen und hinterläßt einen zauberhaften milchigen Eindruck. Die Erde und der Wald dampfen geradezu.

Und siehe da. Im dichtesten Nebel steht ein Vogel auf dem Schotter inmitten eines lokalen Steinbruchs. Die Entfernung zur vorherigen Beobachtung sind keine 500 Meter. Ich kann sie beim Vorbeifahren gerade noch aus dem Augenwinkel wahrnehmen. Jetzt bloß nicht anhalten. Ich fahre weiter, hole die Kamera heraus und fahre dann wieder zurück. Es ist eindeutig die Waldschnepfe. Sie hat sich inzwischen etwas in Richtung Haldenrand bewegt. Ich halte trotzdem nicht und fahre die nächste Einfahrt zum Steinbruch Continue reading Waldschepfe auf Flores/ Azoren

African Pied Hornbill in the dust bath in the Campo Maan National Park / Cameroon

ElstertokoOn the way back from the Campo Maan National Park after a very successful search for the Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas) we drive on the last day straight into a hollow and then look over a ridge, which makes the track in the slightly wavy national park. Before us, dust swirls in the middle of the dirt track. A group of African Pied Hornbills does not only just hang around in the adjacent trees, but also on the ground. The African Pied Hornbill (Tockus fasciatus) with their red lower bill belong to the subspecies fasciatus and they really look so beautiful. Although the track does not look too dusty, it seems to exert an uncanny attraction on the birds. Some individuals of the African Pied Hornbills are already flying away when we come over the top with our car. But one bird – probably a female – remains sitting and takes a long dusty bath. I let the driver stop the car and also turn off the engine. So, I can take some distance shots with the Canon EF400mm f / 2.8L IS II USM lapped on the side mirror. Then I let it get closer two more times. The bird does not fly off. Of course, the female of African Pied Hornbill does not let us out of her sight. First, she secures, but then she ducks deep into a hollow and throws up the dust so that the plumage is completely covered. Only when we are up to 25 meters, she flies out of the lying posture and disappears on a perch in a low tree. This day was almost the most successful birding morning of the last days.

Campo Maan is Hornbill -Country with the possibility of White-crested Hornbill (Tockus albocristatus), Red-billed Dwarf Hornbill (Tockus camurus), African Pied Hornbill (Tockus fasciatus), Piping Hornbill (Ceratogymna fistulator), Continue reading African Pied Hornbill in the dust bath in the Campo Maan National Park / Cameroon

Wespenbussard am Strassenrand in Kamerun

WespenbussardAuf der Rückfahrt aus dem Campo Maan National Park und einem Stop am sehr schön zu überblickenden Nyong River muß der Fahrer kurz vor Edea doch mal vehement auf die Bremse treten. Ein toller Greif sitzt im schönsten Abendlicht in einem niedrigen Baum; keine 50 m von der Straße entfernt. Seine schlanke Gestalt lassen mich direkt an einen Wespenbussard denken; wobei mich die weiße Kehle und der helle, an den Flanken nur leicht gestrichelte Bauch doch ziemlich stutzig macht.  Ich lasse den Wagen kurz halten, dann aber weiterfahren. Für ein gutes Foto sind wir schon zu weit vorbeigefahren. Dann lieber wenden und wieder auf die Höhe des Vogels fahren, um dort am östlichen Straßenrand zu halten und von dort dann eine besser Foto-Schußposition zu haben. So passiert es auch. Wir halten auf der Straßenseite des Vogels und ich öffne vorsichtig die Beifahrertür. Das bringt den Vogel auch gar nicht aus dem Konzept. Aufmerksam beobachtet er den Boden. Ein paar Fotos kann ich von der Seite des Wagens schießen. Erst als ich mich vom Fahrzeug löse und auf ihn zulaufen will, da fliegt er weg. Zuerst fliegt er nur ein Stück weiter, dann aber nach weiterer Annäherung doch hinter einen nicht einsehbaren Hügel.

Der cremig-helle Bauch macht mich auch auf bei der Betrachtung der Fotos zu Hause stutzig. Nur ein paar dunkle Spots und Streifen sind an den Flanken zu sehen. Dazu 2 Streifen in halber Bauchhöhe. Das hat doch der Wespenbussard (Pernis apivorus) eigentlich gar Continue reading Wespenbussard am Strassenrand in Kamerun

Immigrant from Africa: the Egyptian Goose

NilgansIf you are looking for the Egyptian Goose (Alopochen aegyptiacus) you have to memorize the typical chatter of this species, because the deliberately calling male Egyptian Goose does not hide. Originally native to Africa, the Egyptian Goose is no longer an exception in Germany.

Today, these sole members of the genus Alopochen are frequently found in many places. Its spread in Europe originated in Great Britain, where it was released. The population rapidly increased. As the English Channel is not a serious geographic barrier, it was only a matter of time before the first birds appeared on the European mainland. Since 1980, the Egyptian Goose has been established in Germany and its population has already reached an impressive size. Egyptian Geese now belong to the familiar inventory of many lakes and ponds.

The long-necked and high-legged Egyptian Geese are about 70 cm tall and weigh up to two and a half kilos. Male and female are same-colored. They show a pronounced pairing behavior. When Egyptian Geese lead young, they can be quite aggressive against observers or photographers. However, usually every bigger location has a pair that is particularly cute. Then even extreme wide angles can replace the longer tele lenses of 600 or even 800 mm.

Although usually the Egyptian Geese occupy a wide range Continue reading Immigrant from Africa: the Egyptian Goose

Fototips für den Dümmer

Großer BrachvogelIm Frühjahr und Herbst suchen tausende durchziehende Vögel auf den Verlandungsflächen nach Futter. Aber auch selten gewordene Brutvogelarten wie Kiebitz (Vanellus vanellus), Bekassine (Gallinago gallinago), Uferschnepfe (Limosa limosa), Großer Brachvogel (Numenius arquata) und Rotschenkel (Tringa totanus) haben hier eine Heimat (noch).

Im zeitigen Frühjahr steigen über den Wiesen Große Brachvögel auf, um trillernd ihre Revieransprüche anzuzeigen. Der flötende Ruf des Brachvogels ist ebnso wie die anderen hübschen Flugrufe ein unverwechselbarer Bestandteil dieses Landschaft. Die feuchten Niedermoorböden am Dümmer bieten nicht nur den Großen Brachvögeln ein gutes Nahrungsrevier. Gegen Abend ist in Deichnähe das vibrierendes Meckern der Bekassine zu hören, welches diese seltsamen Geräusche im Sturzflug mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt.

Bedeutsam ist der Dümmer für Brutvögel ausgedehnter Röhrichtflächen und Verlandungszonen sowie des Feuchtgrünlandes. Röhrichtbewohner wie Rohrschwirl (Locustella luscinioides), Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Continue reading Fototips für den Dümmer

Dorngrasmücke im südlichen Kamerun

DorngrasmückeAuf dem Rückweg von einer erfolgreichen Wanderung am Mount Cameroon gibt es noch eine westpaläarktische Überraschung zu beobachten. Die Ausläufer des Berges sind schon stark landwirtschaftlich genutzt. Anfangs läuft uns eine Schafstelzen (Motacilla flava) vor die Füße.

Wir sind nun kurz vor dem lokalen Gefängnis – Fotografieren verboten! In einem kleinen Gebüsch werde ich auf einen Vogel durch seine Bewegung aufmerksam. Hey, die rostbraune Flügelzeichnung mit den schwarzen Flügelkanten auf einem graubraunen Rücken, einem grauen Kopf und den Anflug eines Augenrings kenne ich doch irgendwo her. Der Vogel wirkt kleiner als unsere Garten- oder Mönchsgrasmücke. Die Kehle wirkt reinweiß. Ja, das muß eine Dorngrasmücke  (Sylvia communis) sein. Ein Foto zu schießen dauert zu lange; außerdem will ich keine Scherereien mit den Offiziellen haben. Dafür kann ich mir im Fernglas das Weibchen vom Dorngrasmücke ausführlich angucken. Es paßt sehr gut. Dafür paßt die Verbreitungskarte der Dorngrasmücke, die im Buch „Birds of Western Africa“ von Nik Borrow und Ron Demey in der 2nd Edition von Helm Field Guides aufgezeigt wird nicht so gut. Der Vogel kommt sonst deutlich weiter nördlich vor. Nur ein paar „Kreuzchen“ sind für den Bereich um den Mount Cameroon in dem Buch vermerkt. Ich bin mir trotzdem ganz sicher. Die grundsätzliche Habitatbeschreibung – niedrige, schüttere Vegetation und Gärten – passen auch sehr gut zur Beobachtungsgegend. Als ich mich dann doch entschließe, ein Foto zu machen, fliegt der Vogel – wohl ziemlich sicher ein Weibchen – davon und läßt sich auch nicht mehr auffinden.

Ich recherchiere dann ein wenig. Die Dorngrasmücke ist ein Zugvogel, der in Westafrika vom Südrand der Sahara bis zum Continue reading Dorngrasmücke im südlichen Kamerun

Mount Kupé Bushshrike – some aspects on equipment & logistics

I had been very successful in the Bakossi Mountains with the Mount Kupe Bushshrike (Telophorus kupeensis) – also known as Serle’s Bushshrike. After an unsuccessful first day on an expedition in these Afrotropic mountains, my indispensable guides and me encountered a total of 7 individuals of the Mount Kupe Bushshrike until the end of the second day; including 4 sightings and 3 only heard individuals elsewhere in the forest.

The Bakossi Mountains are part of the so-called Cameroon Mountain Arc in the western country of Cameroon. Here an Afrotropic mountain vegetation prevails. In addition to the Mount Kupe Bushshrike other endemic species like e.g. Mount Cameroon Francolin (Francolinus camerunensis) and Bannerman’s Turaco (Tauraco bannermani) contribute to the wealth in biodiversity.

Overall, I spent nearly 15 minutes at the site where a pair of the Mount Kupe Bushshrike displayed a mating ritual (as described in the blog). Initially I shot with the Canon EF 400mm 1: 2.8L IS II USM from a Gitzo tripod. The frequent relocation of the Mount Kupe Bushshrike along with the unexpectedly low-level location of the bird inside the forest let me switch to the Canon EF 200mm f / 2L IS USM on the Canon EOS 5DS R. Despite exposure times of 1/160 sec. – later also with 1/80 sec. – the excellent image stabilizer allowed shots from the hand. A total of 183 pictures were shot on the occasion, of which 26 pictures were reasonably acceptable and a few were good enough. The image of the Mount Kupe Bushshrike Continue reading Mount Kupé Bushshrike – some aspects on equipment & logistics

Buchfink mit Insektenflügel am Schnabel

Auf dem Zug kommen Buchfinken (Fringilla coelebs) häufig in großen Ansammlungen vor, die neben vegetarischer Nahrung auf umgebrochenen Feldern auch immer wieder zu wilden Flügen auf schwärmende Insekten nach Fliegenschnäpperart aufbrechen. Dazu werden kurze Flüge aus einem Strauch unternommen. Für das menschliche Auge sind nur viele schwärmende Insekten in der Luft zu sehen.

Das Handbuch der Vögel Mitteleuropas im Band 14/II (5. Teil). Passeriformes von Urs N. Glutz von Blotzheim, weiß da mehr. Der Jagdflug soll wohl vor allem Dipteren dienen. Die Fluginsekten scheinen recht klebrig gewesen zu sein. Viele der Bilder der Anfang April in einem Holunder aufgenommenen Buchfinken weisen einen klebrigen Überzug oder Film auf den Schnäbeln auf. Das würde auch das recht häufige Schnabelputzen an den Holunderzweigen erklären.

Das schöne Bild des Blogs zeigt jedenfalls einen Flügel, der sich nicht beabsichtigt an der Spitze des Schnabels klebt. Wenig später hatte Continue reading Buchfink mit Insektenflügel am Schnabel

Orange Weaver near nest on Sanaga River

KönigsweberThe sun was already up and shining. The mighty Sanaga River laid in beautiful light in front of us. A small wooden boat was hired for this morning to pick us up at a sand pit at the shore of the river for a morning trip on the water. When we arrived, nobody was there. But some more minutes later we saw two guys heavily paddling a small canoe down river. We embarked the canoe only minutes later and started the trip. Large sandbanks in the middle of the river were our first stop. Eventually we made our way down the river to some more matured sandbank, which has become well vegetated islands. The banks of these islands were quite steep and the water in front so deep that the driver of the canoe could not fix the boat with his long wooden stick. Maneuvering the boat with the paddles against the currents, I saw a typical weaver nest hanging less than half a meter above water level on reed. I tried to tape the Orange Weaver (Ploceus aurantius) with its call. Only a fraction of time, a small yellow bird with an orange wash on the head and breast appeared: the male of the Orange Weaver. What a bird!

The Orange Weaver was one of the highlights on a Rockjumper trip in April 2017. But at that time we saw 3 birds on our final birding Continue reading Orange Weaver near nest on Sanaga River

Der Dümmer, ein bedrohter Lebensraum in Niedersachsen

UferschnepfeIm zeitigen Frühjahr steigen über den Wiesen immer wieder Große Brachvögel (Numenius arquata) auf, um trillernd ihre Revieransprüche anzuzeigen. Der flötende Ruf des Brachvogels ist ein unverwechselbarer Bestandteil dieses Landschaft. In der Ferne kann man einige Uferschnepfen (Limosa limosa) beobachten, wie sie mit ihren langen Schnäbeln im Boden nach Futter stocherten. Die feuchten Niedermoorböden am Dümmer bieten nicht nur den Großen Brachvögeln ein gutes Nahrungsrevier. Auch bei den Uferschnepfen ist die Balz um diese Jahreszeit in vollem Gange. Dabei steigt das Männchen mit seinem monoton vorgetragenen, zweisilbigen Ruf steil auf. Taumelnd läßt es sich dann aus der Höhe niederfallen, fängt den Sturz kurz über dem Boden ab, um erneut aufzusteigen. Die Rufe werden ständig wiederholend vorgetragen und mit dem pendelnden Flug wird anderen Artgenossen das Territorium signalisiert. Gegen Abend ist in Deichnähe ein dumpfes, vibrierendes Meckern am Himmel zu hören. Es stammte von einem Männchen der Bekassine (Gallinago gallinago), welches dieses seltsame Geräusch im Sturzflug der Balz mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt. Mein erster Eindrücke ist überwältigend. Auf den ersten Blick zeigt sich eine intakte Naturlandschaft, ein Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Die meisten Wiesen werden nämlich mehr oder weniger intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Ich besuchte zum ersten Mal um das Jahr 1990 die südliche Moorniederung am Dümmer. Gerade im zeitigen Frühjahr bietet diese Landschaftsform ihr abwechslungsreichstes Bild. Die weite ebene Niedermoorniederung wird teilweise als Acker, teils als Wiese oder Weide genutzt. Sie ist von Knicks und einzelnen holzgesäumten Gräben durchzogen. Kleine Baumgruppen in den Continue reading Der Dümmer, ein bedrohter Lebensraum in Niedersachsen

Grey Pratincole at Sanaga River/ Cameroon

GraubrachschwalbeThe black eyestripe which curves down behind the eye, the light chestnut nape, and the white supercilium features a small beauty: the Grey Pratincole (Glareola cinerea). Add a light grey for the upperparts and a white rump with a black tail you are ready with the ID.

The excursion to the Sanaga River in the South Province, Cameroon was the target of my last birding part during a trip in February. We departed from the nice Hostelerie de la Sangha in Edea. At least close to Douala it is easiest here to pick up Grey Pratincole and the African Skimmer (Rynchops flavirostris). Additionally, Preuss’s Swallow (Hirundo preussi) and some waders were present as well. Coming from Douala we just passed the center of Edea and just after the second large bridge over the river take the first tarmac road left which goes to Dizangue. Soon it becomes a dirt road and after about 10 km from the turnoff the road comes close to the river.

The large sandbanks in the middle of the river were our first stop. We found the African Skimmers and the Grey Pratincoles immediately. Senegal Thick-knee (Burhinus senegalensis), Common Greenshank (Tringa nebularia), Common Sandpiper (Actitis hypoleucos), Little Stint (Calidris minuta), several Kentish (Snowy) Plover (Charadrius alexandrinus) were present in low numbers as Continue reading Grey Pratincole at Sanaga River/ Cameroon

Buchfinken-Trupps auf dem Frühjahrszug

Wie bunt-bemalte Eier im Osterstrauch sitzen dieser Tage Buchfinken (Fringilla coelebs) und andere Singvögel in den Gehölzen der Feldmark im südlichen Brandenburg. Nicht nur im abendlichen Sonnenlicht ein ganz besonderer Anblick. Immer wieder fliegen kopfstarke Trupps aus Holunderbüschen in die angrenzenden Felder, die gerne schon mit dem ersten Kohl bestanden sein können oder aus abgeernteten, schon umgebrochenem Acker bestehen. Da werden dann die Reste von der herbstlichen Maisernte aufgegriffen. In recht kurzen, unregelmäßigen Abständen fliegen die Finken, dazwischen auch immer wieder Bergfinken (Fringilla montifringilla), zurück in einen Strauch. Es kommt auch immer wieder zu wilden Flügen auf schwärmende Insekten nach Fliegenschnäpperart, die aus dem Strauch unternommen werden. Für das menschliche Auge sind die vielen Insekten – wohl vor allem Dipteren – fast nicht zu sehen. Für die Buchfinken scheint es zu genügen. Diese Fluginsekten scheinen aber recht klebrig gewesen zu sein. Etliche Buchfinken weisen nämlich auf den Bilder einen Film auf den Schnäbeln auf, was das Continue reading Buchfinken-Trupps auf dem Frühjahrszug

Besuch beim Buntkopf-Felshüpfer in Campo Maan National Park

Eine der Gründe für die 2-wöchige Tour nach Kamerun war, deutlich bessere Aufnahmen vom Buntkopf-Felshüpfer (Picathartes oreas) zu schießen. Der im englischen Grey-necked Rockfowl oder Red-headed Picathartes genannte, sehr ursprünglich aussehende Regenwaldbewohner war schon im April 2017 der Hauptgrund dem Campo Maan Nationalpark einen Besuch abzustatten.

Die Fahrt zum Campo Maan Nationalpark war zwar langwierig aber doch letztendlich erfolgreich. Nun mußte nur noch der Weg durch den Dschungel zu den großen Granitfelsen im Brutgebiet des Buntkopf-Felshüpfers bewältigt werden. Der Pfad ist ziemlich durchgewachsen. Der lokale Guide muß daher mit der Machete vorlaufen und ihn freischneiden. Im Matsch sieht man aber dann doch auch noch Fußabdrücke, die noch nicht so lange hersein können. Eine gewisse touristische Frequenz scheint also vorhanden zu sein. Anders als im April sehen wir aber auf dem ganzen Weg nicht einen anderen der Waldvögel. Dann taucht auch schon eine Ansammlung von Riesen-Kieseln im Dunkel des Waldes auf. Das ist wieder ausgesprochen eindrucksvoll. Wie eine dunkle Burg tauchen die in einander verkeilten Felsblöcke aus dem Dämmerlicht des Primärwaldes auf. Meterdicke Baumriesen umstehen die Felsblöcke. Continue reading Besuch beim Buntkopf-Felshüpfer in Campo Maan National Park

Kanadapfeifente in den Körziner Wiesen bei Beelitz/ Brandenburg

Kanadapfeifente oder Amerik. PfeifenteIn ornitho.de kam an Karfreitag 2018 die Meldung herein, daß eine Nordamerikanische Pfeifente oder  Kanadapfeifente (Anas americana) zusammen mit den „normalen“ Pfeifente (Anas penelope) sowie Knäkenten (Anas querquedula) und Löffelenten (Anas clypeata) gesehen worden sei.

Die ersten Ornis waren trotz des naß-kalten Wetter mit Regenschauern schon vor Ort. Es schien, als hätten sich alle an die Etikette gehalten. Das Gebiet ist nämlich Wiesenvogelbrutgebiet und darf auf keinen Fall betreten werden. Auf den überschwemmten Wiesen waren die „normalen“ Pfeifenten mit Krickenten (Anas crecca) klar in der Überzahl. Aber auch ein paar Stockenten (Anas platyrhynchos) und auch die Knäkenten waren anwesend. Inmitten des Trupps der europäischen Pfeifenten schwamm dann tatsächlich die Nordamerikanische Pfeifente. Ein Männchen mit einer gut erkennbaren weißen Kopfplatte. Es handelt sich wohl um vorjähriges Individuum. So waren die Schirmfedern eher bräunlich-schwarz und beige-bräunlich gesäumt und nicht rein weiß.

Die Entfernung war allerdings recht weit. Am besten war die Nordamerikanische Pfeifente mit dem Spektiv zu sehen. Das Bild ist Continue reading Kanadapfeifente in den Körziner Wiesen bei Beelitz/ Brandenburg

CAMEROON – a birding trip to south-western Cameroon

HalsbandwürgerINTRODUCTION

Having participated in a Rockjumper Trip to Cameroon with a 3-week itinerary in April 2017 I knew that Cameroon is likely the number 1 birding destination in Western Africa with a big potential of seeing more but in a 3-week itinerary in a group of 11 participants. A trip list in April of 537 (of which 393 photographed) species for 3 weeks and an increase of my global bird list by as many as 319 species to 4.449 species was not a bad result. But overall, photography, an intensive feeling for nature and sometimes silence on the birding spot came short. Ok, no wonder with the many participants plus 2 leaders, guides, porters etc..

Right at the end of the trip to Cameroon in April 2017, I had considered making a second trip – but different. This time it should be a real photography trip. As a ground agent I realized, that Jean-Pierre Somon (jeanpierre.somon@yahoo.fr) might be able to arrange the trip. I wanted to focus on 3 locations:

 

  • Bakossi Mountains for the Mt. Kupe Bushshrike.
  • Sanaga River for African Skimmer and Grey Pratincole
  • Campo Ma’an NP for the Red-headed Picathartes or Grey-necked Rockfowl.

I opted for mainly camping in Campo-Ma’an-NP as well as in the Bakossi Mountains. For the birds of the Sanaga River I wanted definitely to take a boat in the early morning. Starting point: the Continue reading CAMEROON – a birding trip to south-western Cameroon

Out of area Common Whitethroat in Cameroon

DorngrasmückeA Common Whitethroat (Sylvia communis) is a common warbler in the Western Palaearctic. But not in February. The same is true, if you see the Common Whitethroat in in the litoral province in southern Cameroon. On a way back from a successful hike on Mount Cameroon, we were lucky to be surprised by this Western Palaearctic visitor near the foothills of the highest mountain of Western Africa.

After having spent almost the whole on the mountain, we were hiking already back through agricultural land. In a small shrub above the fist outskirtst of the local town Buea, I became aware of a bird by its movement. The rust-brown wings with the black wing edges on a gray-brown back, a gray head and a hint of an eye ring I know but somewhere. The throat looks pure white. Yes, that must be a Whitethroat. Taking a photo takes too long. Besides, I do not want to have any trouble with the officials because we are right in front of the local prison. For that I can look in the binoculars in detail what turn out to be a female of the Whitethroat.

With the ID I am fine, but the distribution map of the Whitethroat, which is shown in the book “Birds of Western Africa” ​​by Nik Borrow Continue reading Out of area Common Whitethroat in Cameroon

Flug der Rotmilane über dem Fläming

Roter MilanSchon im zeitigen Frühjahr schweben rötliche-braune Greifvögel über den Hügeln des Fläming. Vor allem über Wiesen aber auch über den gelbblühenden Rapsfeldern ist der fantastische Flug der trotz ihrer Größe elegant wirkenden Roten Milane (Milvus milvus) zu bewundern. Mal hoch oben in Luft, dann wieder tief über den Feldern. Immer wieder bin ich beeindruckt von dem minutenlangen Segeln ohne einen Schwingenschlag, wobei der tief gegabelte Stoß durch sichtbare Bewegungen um die Längsachse die Funktion des Seitenruders übernimmt. Der geradeaus gerichtete Suchflug wird zwischendurch von einigen Kreisen unterbrochen. Es ist offensichtlich, daß Milane Spaß am Fliegen haben, denn auch ohne offensichtlichen Streitgrund beobachtet man gerade bei gutem Flugwetter immer wieder spielerische Scheinangriffe auf einen tiefer fliegenden Artgenossen. Dabei wirft sich dieser mit einer Seitenrolle blitzschnell auf den Rücken, um dem Angreifer die Fänge abwehrbereit entgegenzuhalten. Anschließend rasen beide in einer Spirale auf den Erdboden zu, steigen wieder auf und fliegen einen Looping. Sehr elegant und leicht wirkt der Flug der Gabelweihe, wie der Rote Milan auch genannt wird, obwohl er mit den Weihen nicht verwandt ist.

Es bedarf nun nicht mehr erheblicher Anstrengungen, einen Roten Milan überhaupt zu fotografieren. Über den Hügeln des Fläming ist der Vogel ein ständiger Gast. Vor die Kamera muß man ihn aber schon noch bekommen. Wenig interessant ist, ihn in weiter Entfernung oder hoch oben abzulichten. Der geradeaus gerichtete Suchflug in einer Suchflughöhe zwischen 10 und 40 m wird zwischendurch von einigem Kreisen in der Luft unterbrochen. Dann folgt ein schnelles, mehr oder weniger steiles Abwärtsgleiten mit leicht gewinkelten Flügeln bis dicht über die Erdoberfläche. Das ist Continue reading Flug der Rotmilane über dem Fläming

Photography of Grey-necked Rockfowls between rocks in Cameroon

After having arrived in the rock-cut cathedral of giant boulders to see the Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas), called also the Red-headed Picathartes, in the Campo Maan National Park in April 2017, we settle down to wait. Be patient and wait. This is the motto.

We are still pretty early. It is just 4:00 pm. I got assigned a place by the Ranger of the NP office, which seems a bit reset compared to last April. But with my Canon EF200mm f / 2.0L IS USM I’m well prepared. I set up the three-legged stool and adjust the 200 with the EOS 5 DsR to the Gitzo G1588 monopod. In addition, I arrange the EOS 1 DX with the Canon EF85mm f / 1.8 USM in case the Grey-necked Rockfowl is suddenly in front of me. That had happened briefly in April; too short for the lens attached at that time. I switch both cameras on Silent Mode. But I change that after a while with the EOS 1 DX, because I think that – when I use the EOS 1 DX – it is really hardship and then noise does not matter anymore. In this case speed is more needed. Luckily, I still remember to turn on the image stabilizer on the EF200mm f / 2.0L IS USM. Then I am ready. I’m still undecided whether I should rather take the EF200mm f / 2.0L IS USM or the EF85mm f / 1.8 USM in the hand. The sitting position is ok on the stool; but sitting for hours is perhaps not recommended.

After I sorted everything I feel prepared. The nests of the Picathartes seem to be much further compared to their last visit in Continue reading Photography of Grey-necked Rockfowls between rocks in Cameroon

Raubwürger in winterlichen Sonnenblumenfeld

RaubwürgerMan weiß nicht, welches Agrarprogramm in Brandenburg gerade en vogue ist. Tatsache ist, daß vor diesem Winter viele Agrarflächen in Brandenburg mit Sonnenblumen bepflanzt wurden. Diese sind nun – im März – weitgehend vertrocknet, bieten aber vielen Tieren eine gute Nahrungsgrundlage, um über den Winter zu kommen. Davon konnte man sich heute im Niederen Fläming in der Nähe von Hohengörsdorf  überzeugen. Mitten in einem recht neuen Windpark waren Sonnenblumen hektarweise angepflanzt und konnten mindestens 2 Raubwürger (Lanius excubitor) ernähren. Immer wieder erklommen sie die abgestorbenen Fruchtkörbe der Sonnenblumen, um von dort aus zu ihren Nahrungsflügen zu starten. Ein Exemplar des Raubwürgers konnte besonders gut in verschiedenen Posen an und auf den Sonnenblumen fotografiert werden.

Der Vogel mit seinem grau-schwarzen Gefieder und – in diesem Fall – mit den ausgeprägten weißen Abzeichen ist zwar nicht viel größer als ein Star. Aber er wirkt deutlich massiger. Der Raubwürger ist ein gar nicht so seltener Wintergast auf den freien Flächen des südlichen Brandenburgs. Schon beim Blick durch das Fernglas fiel aber der insgesamt sehr helle Eindruck des Gefieders auf. Wie auf dem Foto des fliegenden Vogels zu erkennen ist, sind die Oberdecken der Flügel von einem ausgeprägten Weiß charakterisiert. Dazu kommt die – ebenfalls auf dem Foto – erkennbare Farbe der Oberschwanzdecken. Diese sind weißlich und nicht grau, wie bei der hier brütenden Nominatform.

Auch die weiße Stirn legt nahe, daß es sich um die Unterart homeyeri handeln könnte. Die Zeichnungen im Kosmos-Naturführer: Continue reading Raubwürger in winterlichen Sonnenblumenfeld

Mount Kupé Bushshrike – eine Erfolgsgeschichte

HalsbandwürgerEin frischer, sonniger Februarmorgen in den Bakossi Mountains. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Suche haben wir am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers (Telophorus kupeensis) „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Nach intensiver Suche am Morgen war endlich ein territoriales Paar des Halsbandwürgers (Telophorus kupeensis) – im englischen als Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike bekannt – gefunden.

Die Vögel sind sogar recht niedrig im Waldinnern – schon fast im Unterholz –zu finden. Auf den (wenigen) Fotos, die in den Image-Datenbanken zu finden sind, wird dieser nur sehr lokal vorkommende Buschwürger nur im Kronendach im Gegenlicht wiedergegeben. Wir übersteigen Lianen und umgestürzte Baumstämme und stehen dann knapp unter der Oberkante eines Bergkamms.  Etwas weiter unterhalb am Abhang treibt sich das Paar des Serle’s Bushshrike (Mount Kupe Bushshrike) in nicht mehr als 1 Meter Höhe im nicht zu dichten, aber moos- und flechtenbewachsenen Unterholz herum.

Zuvor war aber harte Arbeit zu erledigen. Die erste für den Halsbandwürger bekannte Stelle erweist sich als unergiebig. Wir laufen den immer enger werdenden Pfad weiter. Es ist nun 8:00 und sehr angenehm im Wald. Die Sonne bestrahlt schon die ersten Hänge. Am 2. Spot halten wir, um die Stimme des Halsbandwürgers abzuspielen und ihn vielleicht hervor zu locken. Dort hatte ihn der lokale Guide auf jeden Fall schon einige Male gesehen. Zuerst sehen wir aber wieder „nur“ einen Bergtrogon (Apaloderma vittatum), im dichten Blätterdach. Plötzlich: In weiter Ferne antwortet der Halsbandwürger mit seinen typischen rauchig-kratzigen Continue reading Mount Kupé Bushshrike – eine Erfolgsgeschichte

Singdrosseln bei Zugstau

SingdrosselNicht nur dieses Jahr ist von einem kalten März geprägt, der schon fast am Klimawandel zweifeln läßt. Auch vor 5 Jahren gab es dieses spätwinterliche Phänomen. Während eines kurzen Ausflug bei sonnigem Wetter und ziemlich klarem Himmel, aber einem frischen, kalten Wind am Morgen des 26. März 2013 durch den oberen Taunus bei Bad Soden erlebte ich viele Zugvögel darunter 50 Singdrossel (Turdus philomelos) und mehr als 100 Buchfinken (Fringilla coelebs) in unmittelbarer Nähe zu den Gehöften des Dorfes, in dem ich wohnte.  Bemerkenswert bei der Sichtung der Buchfinken war das Geschlechterverhältnis, das Männchen klar bevorzugte;  allesamt in schönem Brutgefieder.

Bemerkenswert bei den Singdrosseln  waren die beobachteten Zahlen. Die Singdrossel n versuchten, sich zwischen trockenem Gras oder Erdklumpen zu verstecken, um sich mit Nahrung zu stärken. All dies wurde durch die eisigen Böen erschwert, die die Drosseln nach Möglichkeit zu vermeiden suchten. Schließlich, mit dem Auto als bewegliches Versteckt, konnte ein kleiner Trupp von Singdrosseln in perfektem Licht fotografiert werden. Die typischen Pfeilmarkierungen auf dem Bauch sind gut zu sehen. Continue reading Singdrosseln bei Zugstau

Grey-necked Rockfowl in Campo Maan National Park / Cameroon

One of the reasons for a 2-week tour to Cameroon was to take much better shots of the Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas). Called also the Red-headed Picathartes, the very primitive-looking rainforest dwellers were already the main reason to visit Campo Maan National Park in April 2017.

The drive to Campo Maan National Park was tedious but ultimately successful. Now only the way through the jungle to the large granite rocks in the breeding area of ​​the Grey-necked Rockfowlhad needed to be mastered. The path has grown pretty much. The local guide must therefore run ahead with the machete and cut it free. In the mud you can see but also footprints, which cannot be so long ago. Thus a certain tourist frequency seems to exist. Unlike in April, we do not see any other of the forest birds along the way. In fact it is really quite in the shade of the trees. Then the impressive collection of giant pebbles appears in the darkness of the forest. Like a dark castle, the blocks of Continue reading Grey-necked Rockfowl in Campo Maan National Park / Cameroon

Die ersten Singdrosseln für 2018

SingdrosselNachdem schon letzte Woche mit einer Warmfront die ersten Singdrosseln (Turdus philomelos) Singdrosseln in Brandenburg eingetroffen waren, sind nun recht viele im Gebiet. Die werden sicher nicht nur im Land brüten sondern auch weiterziehen. Bei einem aktuellen Kälteeinbruch, kann sic h die hier abgebildete Singdrossel offensichtlich nicht entscheiden, ob sie dem Wind trotzen und die Sonne genießen oder ob sie sich vor dem Wind verstecken soll.

Aktuell sind überhaupt viele Drosseln zu beobachten. Gestern war ein ganz beachtlicher, zahlenstarker Trupp von Rotdrosseln (Turdus iliacus) in einem Erlensumpf unterwegs. Der Trupp schien artrein zu sein und umfaßte überschlägig mindestens 30 Exemplare. Häufig werden Rotdrosseln gesehen wenn sie mit Singdrosseln auf dem Zug sind. Sie kommt dann in viel kleineren Anzahlen vor.

Besonders auffällig sind die zahlenstarken Trupps mit Buchfinken Continue reading Die ersten Singdrosseln für 2018

Erfahrungen mit PhotoRec 7.0

PhotoRec 7.0 von Christophe Grenier war meine letzte Hoffnung, Daten, die ich schon seit fast einem Jahr verloren glaubte, doch auf einer SD-Karte, die in einer Canon EOS 5 DsR war, wiederherstellen zu können.

PhotoRec ist ein Recoveryprogramm, das – wie der Programmtyp schon erahnen lässt – darauf spezialisiert ist, verloren gegangene und versehentlich gelöschte Dateien wiederherzustellen.

Normalerweise wird ja zu Recht darauf hingewiesen, keine weiteren Dateien auf dem Laufwerk beziehungsweise auf der Karte zu speichern, sobald der Verlust von Dateien bemerkt wird, um sicherzustellen, dass die gelöschten Daten nicht durch neue Einträge überschrieben werden.

Mein erster Versuch war, Recuva zu installieren und die Datenrettung damit zu versuchen. Dieses Programm konnte dann auch prompt eine Menge Dateien finden, ignorierte sie dann aber. Ich hatte keine Ahnung, wie ich damit verfahren sollte. So probierte ich dann PhotoRec 7.0 aus. Ich kann nur sagen, daß es wirklich ein super Programm für die Datenwiederherstellung ist. Continue reading Erfahrungen mit PhotoRec 7.0

The Mount Kupé Bushshrike in the Bakossi Mountains

HalsbandwürgerA fresh, sunny morning in the Bakossi Mountains. The initial stretches of the trail are even for a fairly distance, getting steeper and even insanely steep inside the core primary forest. The last patch we did inside primary forest before getting to one of the territorial spots of the Serle’s Bushshrike – better known as Mount Kupe Bushshrike (Telophorus kupeensis), we did not see especially many birds. It was a fairly quiet forest. Finally, we have found a territorial pair of Serle’s Bushshrike or Mount Kupe Bushshrike. The birds are even quite low to detect inside the forest – almost just above the undergrowth. We pass lianas and fallen tree trunks and then stand just below the top of a ridge. A little further down the slope, a couple of the Serle’s Bushshrike (Mount Kupe Bushshrike) cling to twigs and branches in a not too dense, but mossy and lichen-covered undergrowth. It is very similar to the habitat description “Primary forest with relatively open understorey, sometimes on steep hillsides; at 930-1550 m “, which is described in the Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Editions, Barcelona.

Obviously, the two birds have chosen a special place and perform something like a dance, which is only known to a few ornithologists and is very observable. Definitely a mating display; a reminiscence Continue reading The Mount Kupé Bushshrike in the Bakossi Mountains

Benefits der Vogelbeobachtung

AbeilleitrupialWie in einem Artikel in birdguides.com über Raritäten beschrieben wird, hat eine neue Studie, die von einem Team unter Leitung der Universität von New South Wales (UNSW) in Sydney durchgeführt wurde, ergeben, daß der Vogel der lokalen Wirtschaft 223.851 US$ eingebracht hat. Damit wurden die beachtlichen positiven wirtschaftlichen Auswirkungen dokumentiert, die das Birdwatching auf die lokale Wirtschaft haben kann.

Die Ankunft eines Abeilleitrupials (Icterus abeillei) im ländlichen Pennsylvania Ende Januar 2017 löste wahre Wellen der Begeisterung in der US-Vogelbeobachterszene aus. Das hat damit zu tun, daß es sich beim Abeilleitrupial zwar um einen amerikanischen Vogel handelt, der aber trotzdem als so unwahrscheinlich erschien, sodaß man tatsächlich von dem am wenigsten erwarteten Irrgast des Jahres 2017 reden kann. Dieser, aus den zentralen mexikanischen Gebieten bekannte, Vogel ist eigentlich ein Endemit Mexikos und war nun etwa 5.000 km von seinem üblichen Verbreitungsgebiet entfernt zu beobachten. Damit stellt er vielleicht sogar einen Lifer für das Gebiet der American Birding Association (ABA) da. Es gibt zwar eine frühere Meldung aus dem San Diego County in Kalifornien. Das datiert aber schon aus dem Continue reading Benefits der Vogelbeobachtung

Mountain Robin-Chat on red ants road at Mount Cameroon

During the night, a heavy thunderstorm had fallen with heavy downpours over Douala and the southwestern province. Now in the early morning a few birds are on the hiking trail. In an open site, some specialists have found themselves plundering an ant-train. Unlike in South America, these birds actually seem to eat the ants themselves. Anyway, I quickly see at least 4 Garden Bulbuls (Pycnonotus barbatus gabonensis), at least 2 Mountain Robin-Chat (Oreocossypha isabellae or Cossypha isabellae) and at least 1 Brown-chested Alethe (Chamaetylas poliocephala). The Brown-chested Alethe is much shyer than the other birds. Nevertheless, she can be photographed perfectly on a perch. A young Mountain Robin-Chat is so engaged in his search for food that it lets me easily approach up to 6 meters. The Mountain Robin-Chat proceeds always in the same way. First it walks to an exposed part on the side of the ant trail, lowers the head as if it should think, and then pecks in a fraction of a second. Whether picking was successful, I cannot judge at the minuteness of the loot. All the while, I have to make an image at a time. Sometimes the Garden Bulbuls approach this site after disappearing and try to move the Mountain Robin-Chat away from its best place. In the short term, that also has success. But quickly, the young Mountain Robin-Chat is back in place and just keeps going. Continue reading Mountain Robin-Chat on red ants road at Mount Cameroon

Kiebitz – Junges im Seewinkel/ Burgenland

KiebitzLeise warnt der Kiebitz (Vanellus vanellus) mitten im Wasser stehend. Das ist sonst so gar nicht seine Art. Das schrille „kie-wi“ als Kontaktlaut und das „chä-chuit, wit-wit-wit-wit“ sowie „chiu-witt“ sind sonst die Lautäußerungen, die man mit diesem ungefähr taubengroßen Watvogel verbindet. Hört man die Rufe, weiß man sofort, was ihnen ihren Namen eingetragen hat. Die Vögel beeindrucken mit ihren spektakulären Balz- und Revierflügen, die durch seitlich kippende Sturzflüge und senkrechtes zu-Boden-Trudeln gekennzeichnet sind. Da sie sehr territorial sind, gehen sie jeden Eindringling – vor allem Artgenossen und andere Watvögel – sofort an. Auch Menschen werden im Flug beeindruckt. Nun aber stand der oberseits grünlich-grau schillernde mit der weißen Unterseite und schwarzem Brustband still im seichten Tümpel. Ich halte den Wagen an. Die kleine Landstraße inmitten des Seewinkels im Osten Österreichs führt direkt an salzigen Pfützen, den sogenannten, Laken vorbei. Nur spärlich ist das Ufer mit Seggen und Gräsern bedeckt. Dann taucht auch der Partner direkt am Ufer auf. Er kommt direkt auf mich zu. Wenig später sehe ich den Grund des „mutigen“ Verhaltens. Ein, zwei Junge, richtige Federbälle, treiben sich am Ufer herum. Wohl erst wenige Tage alt, erkunden sie nach einigen Minuten ohne Scheu vor dem Auto die Gegend. Mißtrauisch beäugt die Mutter die Kleinen, die nach einer Weile furchtlos die Welt der seichten Lake erkunden.

Jetzt im März beginnt die Brutzeit der Kiebitze und damit Continue reading Kiebitz – Junges im Seewinkel/ Burgenland

Fahlente auf Malta

Während die Fahlente (Anas capensis) ein häufiger Vogel im südlichen Afrika ist, ist die im englischen Cape Teal genannte kleine Ente eine sehr seltene Erscheinung in Regionen nördlich der Sahara. So war die beobachtete (und fotografierte) Fahlente im Is-Simar Nature Reserve, Malta, am 28. Januar 2017 vielleicht die größte Twitcher-Nachricht dieser besagten Woche für die Westpaläarktis. Der Vogel schien ausgehungert, war sehr scheu und wurde an den folgenden Tagen nicht mehr gesehen.

Die Fahlente kommt vor allem in der Republik Südafrika (RSA) vor, wo sie nicht selten ist und im westlichen Teil der RSA (Western Cape, North-West Province und Free State Province) besonders weit verbreitet ist. Die Ente bevorzugt salziges, brackiges Wasser, die sogenannten Vleis. Gerne werden stark verkrautete Lebensräume mit dichtem Schilf angenommen. Das wundert es nicht, daß auch in Abwasserteichen sehr häufig ist. Die Fahlente weist ein gewisses nomadisches Verhalten auf, obwohl sie selten mehr als 250 km fliegt. Sie ernährt sich hauptsächlich von Insekten. Aber ca. 25% ihrer Diät besteht auch aus Pflanzenmaterial. Nach der Brut werden die Küken sofort von ihrer Mutter ins Wasser geführt, da sie instinktiv tauchen und schwimmen können. Sie bleiben fast 2 Monate bei ihrer Mutter, danach beginnen sie sich selbstständig zu machen.

Die Fahlente unternimmt selten lange Flüge durch das südliche Afrika. Gewöhnlich lebt sie in permanenten Feuchtgebieten und Continue reading Fahlente auf Malta

Kraniche im abendlichen Duett

KranichEin Paar Kraniche (Grus grus) stehen auf der Wiese in der einfallenden Dämmerung. Sie haben sich offensichtlich gesucht und gefunden. Während es in Deutschland schon Ende Januar zu einem beeindruckenden Heimzug der Kraniche gekommen war, hatten sich dann über 3 Wochen arktische Temperaturen mit zweistelligen Minusgraden gebildet. Die Kraniche konnte das offensichtlich nicht beeindrucken.

In der untergehenden Sonne, liefen sie über eine abgemähte Feuchtwiese am Rande eines ausgedehnten Feucht- und Schilfgebiets. Immer wieder liefen sie aufeinander zu, nachdem sie kurz vorher noch eigene Wege gegangen waren. Wenn Sie aufeinander zugingen und insbesondere wenn sie nah beieinander standen, trompeteten sie ihre Zweisamkeit hinaus. Der Atem quoll aus beider Rachen und bildeten schön sichtbare Dampfschwaden in der eisig kalten Abendluft. Continue reading Kraniche im abendlichen Duett

Where and how to photograph Hawfinches

Right now, there is a large invasion of Hawfinches (Coccothraustes coccothraustes) recorded for Great Britain. The peak took place in fall 2017, and good numbers have remained during the winter months. With fewer than 1,000 breeding pairs in Britain, Hawfinch populations are critically low and the bird is Red-listed as a Bird of Conservation Concern, according to the RSPB.

On the continent – especially in the eastern parts, Hawfinches are not as rare as in the western part of Europe. But to photograph them, is tricky enough.

Hawfinches are notable for their bright brown-orange-grey colors and for their unusually large beaks and strong jaws. Hawfinches are real beauties. Famous are their beaks, which can shear open hawthorn, cherry and even damson stones. Like all finches, Hawfinches use the cutting edge at the back of their bills to hold a stone while they crack it open and skilfully extract the kernel with their tongues.

Hawfinches love to feed on hornbeam seeds. If you find a suitable Continue reading Where and how to photograph Hawfinches

Braunkehlchen in der Hostelerie de la Sangha in Edéa/ Kamerun

 BraunkehlchenWährend Deutschland noch unter zweistelligen Minusgraden bibbert, machen sich die ersten Zugvögel im afrikanischen Winterquartier offensichtlich schon auf den Rückweg. Ein Paar Braunkehlchen (Saxicola rubetra) konnte am 23. Februar am Flußufer des Sanaga Flusses bei der Stadt Edéa entdeckt werden. Während die Schafstelzen (Motacilla flava) schon die ganze Weile recht zahlreich zu beobachten waren, war das Paar Braunkehlchen das erste, das auf einer zweiwöchigen Reise durch das südliche Kamerun zu sehen war.

Ich mache einen kleinen Rundgang in der beginnenden Mittagshitze am Steilufer entlang des Flusses. Hier hatte ich am Abend vorher in der Abenddämmerung einen Stelzenpieper (Anthus pallidiventris) im Gras gesehen. Vielleicht sind hier auch einige Zugvögel zu sehen? ich werde nicht enttäuscht. So sehe ich sehr schön zuerst ein männliches Braunkehlchen. Es nutzt einen abgeschlagenen Rohrstecken als Warte. Immer wieder harrt es – den Kopf nach unten richtend – auf dieser Jagdwarte aus, um dann zwischen das Continue reading Braunkehlchen in der Hostelerie de la Sangha in Edéa/ Kamerun

“Die Vögel Mitteleuropas im Porträt ” ein weiteres Bestimmungsbuch zu den Vögeln Mitteleuropas ist nun erhältlich

Ende Dezember 2017 wurde vom Quelle & Meyer Verlag ein neues Bestimmungsbuch zu den Vögeln Mitteleuropas angekündigt. Es heißt „Die Vögel Mitteleuropas im Porträt“ und enthält alles Wissenswerte zu über 600 Vogelarten. Es stammt von den bekannten Autoren Hans-Joachim Fünfstück und Ingo Weiß, die auch an anderen Standardwerken des Quelle & Meyer Verlags zu den Vögeln Mitteleuropas mitgearbeitet haben. In gestraffter Form porträtiert dieses Werk umfassend sämtliche in Mitteleuropa vorkommenden Vogelarten. Neben Informationen zur Taxonomie und Namengebung, erfährt der Benutzer alles Wesentliche zu Größe, Gewicht, Verhalten, Lebensräume, Nahrung, Fortpflanzung, Schutzstatus u.v.a.m. Die Verbreitungsangaben sind durch Karten unterlegt und auf dem aktuellen Stand. Die enthaltenen Grafiken ermöglichen einen schnellen Überblick über wichtige Phasen im Jahreslauf der meisten Vogelarten. Damit ist dieses Buch sowohl ein kompetenter Begleiter bei vogelkundlichen Beobachtungen, ein profunder Wissensspeicher bei allen Fragen rund um die mitteleuropäische Vogelfauna und eine sinnvolle Ergänzung zu reinen Bildbestimmungsbüchern. Bird-lens.com ist stolz aus seinem Portfolio an Arten der Westpaläarktis zu einem solchen Standardwerk maßgeblich zuarbeiten zu können.

Bird-lens.com hat bereits zu vielen weiteren hochwertigen wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Vogelbüchern Beiträge geliefert. Die Bilder in dem hochwertig Continue reading “Die Vögel Mitteleuropas im Porträt ” ein weiteres Bestimmungsbuch zu den Vögeln Mitteleuropas ist nun erhältlich

Nachlese: der Herbst 2017 auf Corvo/ Azoren

SeidenreiherIn einem Artikel über Birding in Corvo  in bird-guides.com beschreibt David Monticelli das Jahr 2017 auf Corvo als wahrhaft ein Mega-Jahr.

Corvo hat sich im Western Palearctic (WP) –Ranking sowieso einen erstaunlichen Ruf erworben. Vor allem im Herbst sind dort immer wieder nearktische Raritäten zu erwarten. Die Liste der registrierten Arten der Neuen Welt wächst von Jahr zu Jahr und erreichte Anfang November 2017 105. Wie zu erwarten ist, steigt natürlich auch die Zahl der Vogelbeobachter

Während sich eine gewisse Beharrlichkeit der Besuche auf lange Sicht sicher auszahlt, ist der Aufenthalt im Herbst am „Ende der Welt“ auch vom Landschafterlebnis und dem Gefühl zusammen mit anderen Birdern Raritäten zu finden, besonders.

Bisher hat sich noch jeder Herbst in Bezug auf die Anzahl und die Qualität der beobachteten Arten deutlich von anderen Jahren unterschieden. Manche Jahre sind aber besonders durch anhaltende nearktische Ankünfte auf der Insel während des gesamten Oktobers gekennzeichnet. Eine gewisse – wenn auch nicht systematische – Korrelation scheint mit überdurchschnittlichen zyklonalen Aktivitäten im Nordatlantik an den vorangegangenen Tagen zusammen zu hängen. Das war besonders für die Jahre 2012 und 2015 so. Für 2017 galt das ganz besonders. Continue reading Nachlese: der Herbst 2017 auf Corvo/ Azoren

Land under water in Poland

RotschenkelIn the 18th century settlers made the long, marshy lowland area of ​​the Warta and the river Netze habitable. Individual farmsteads and villages from that time can still be seen from the dike of the Warta. None of the houses has no stork nest.

Today, only the diked areas at the Warta estuary reminds of the original landscape. The meadows between Kostrzyn and Slonsk are gradually being drained here via an old trench and canal system.

Today only a few farmers graze their cattle and horses here. Therefore, herbaceous thickets and willow bushes are increasingly spreading to many areas that have long been no longer cultivated in today’s national park. The easiest way to get to the national park is from Kostrzyn via the main road 133 to Slonsk, a larger village that used to have city rights in former times. After entering the village turn left at a grocery store to take the road to Przyborow. In this village, a paved road leads to the right of the paved road to a concrete country road, which ends for cars at a bridge with a sheltered hut. Behind it, the concrete runway meanders over three kilometers along the Postomia to the Warta. Another easy-to-access gateway starts at Przyborow, on the right off the main road, just opposite a simple shop. The bumpy side path leads down to the causeway along the canal, where Great Grebes (Podiceps cristatus) are often seen. Sometimes Red-necked Grebes (Podiceps grisegena) or Grey Herons (Ardea cinerea) can be found there, and seagulls (Larus spec.) and Cormorants (Phalacrocorax carbo) almost always Continue reading Land under water in Poland

Wie fotografiert man ein Alpenschneehuhn

AlpenschneehuhnIn einem vorherigen Blog wurde bereits kurz beschrieben, daß man sich entweder in den Norden Europas oder hinauf in die Alpen begeben muß, um ein Alpenschneehuhn in Europa zu sehen. Alpenschneehühner (Lagopus muta) stehen zu Recht ganz oben auf der Wunschliste sowohl von Fotografen als auch von Vogelbeobachtern. Ein Tip ist das nördliche Skandinavien im Winter. Ein Alpenschneehuhn zu finden ist eine Sache, aber zu wissen, wie man sie fotografieren kann, ist noch mal eine andere Herausforderung.

Sobald man ein Alpenschneehuhn gefunden hat, muss man sich vorsichtig, aber zielstrebig nähern. Das Vorgehen kennen Fotografen, die sich einem Sanderling (Calidris alba) an der Küste nähern, der am Spülsaum nach Nahrung sucht. Das Wichtigste in diesem Ansatz ist, unter dem Vogel zu bleiben. Wenn man versucht, von einem höheren Hang zu kommen oder über einen Felsblock zu steigen, bringt man den Vogel fast sicher zum Abflug. Wenn man ein Alpenschneehuhn unterhalb der eigenen Standortposition findet, ist es am besten, zu einer Stelle unterhalb des Alpenschneehuhns zu gehen und dann wieder aufzusteigen, sobald man sich unterhalb des Vogel wähnt. Vom Herankriechen ist eher abzuraten, da dies dem Alpenschneehuhn suspekt erscheint. In einiger Reichweite liegen zu bleiben, ist jedoch in Ordnung; sofern man die Kälte abpolstern oder vertragen kann.

Sobald man sich in akzeptabler Reichweite wähnt, sollte man eine ruhige Position einnehmen und darauf warten, dass etwas passiert. Continue reading Wie fotografiert man ein Alpenschneehuhn

The Yellow-legged Gull on the Azores

MittelmeermöweThe appearance of a black head mask or cap makes the Azorean subspecies of the widespread Yellow-legged Gull (Larus michahellis atlantis) interesting. Although in the Azores several species of gulls of holartic origin might show-up, the best bet throughout the archipelago is always a Yellow-legged Gull.

About the size – a bit smaller – of other gulls of the genus Larus like the Herring Gull (Larus argentatus), the identification of a Yellow-legged Gull of the subspecies atlantis is quite straight-forward, at least if you are looking for adult birds. The general tone of the plumage of the back and wings is grey. The wing tip is black with white spots. The throat, chest and abdomen white is white with a variable extent of black streaking on the head (the cap!). The beak is strong and yellow with a red spot almost on the tip. The legs are yellow – sometimes shining bright yellow. The eyes are white with a red orbital ring, which is even identifiable on some distance.

Although the Yellow-legged Gull is preferably marine, it also frequents other biotopes, usually on the coast, such as beaches, ports, marinas, beaches, coastal cliffs and pastures

These gulls nestle throughout the Azores in good numbers throughout the year. Look for them on the water-filled volcanic caldeiras as well. From time to time they like to swim and bathe in the sweet water of these lagoas.

The Yellow-legged Gull nestles mainly on the coasts of the Iberian Peninsula and France, on the islands of the Azores and Madeira and the Canaries, the Mediterranean and the Black Sea. In winter it is distributed along the European Atlantic coast, from Denmark to Western Sahara, and along the Mediterranean coast. On the sea, this Gull has a markedly coastal distribution, not moving towards waters beyond the continental shelf. Similarly in the Azores it uses the waters near the coast, and may be further from the latter in the post-nuptial period

Most of the population is sedentary and even young birds disperse relatively short distances. Some individuals can make wider dispersive movements and ringed birds on islands of the Atlantic were observed in the first two years of life in the United Kingdom, northern France, southern Spain and Morocco.

In order to satisfy the growing demand for top shots of the rarer species of Western Palearctic, Bird-lens.com has undertaken dedicated trips to nearby and distant bird areas. This is to be able to do anything to provide excellent images of the birds of the Western Palearctic. Sometimes the yield of images is enriched by bird species, which are very unlikely to show-up in the Western Palearctic. The results in images even of rare Western Palearctic birds are very good. The beautiful image of the blog is only a first impression of what you will find in behind “Picture Shop” very soon. Simply contact bird-lens.com if you need an image of a bird before the newest images are online.

A Birdwatching Guide to Brandenburg and Berlin: a new field guide

The east of Germany, especially Brandenburg and Berlin is one of the »hotspots« for birdwatching in Germany with a rich variety of birds and many rare species.

Until recently, trips has to be fully based on the birding guide for North-east Germany (Vögel beobachten in Ostdeutschland; Wagner and Moning 2009, Franckh-Kosmos Verlag). This splendid book with clear maps and numbered stake-outs brought already many birdwatchers to several good birding sites you might not have heard of before.

If you try bird-lens.com as a guidance, a good intro for the spring visitor you will find here: http://www.bird-lens.com/2017/04/11/observation-site-for-spring-migration-on-the-river-oder/

In the meantime, a new field guide was published: White: A Birdwatching Guide to Brandenburg and Berlin. Roger White has created an outstanding field guide for his Continue reading A Birdwatching Guide to Brandenburg and Berlin: a new field guide

Fotografie von Seevögeln: Wann und wo

BasstölpelSeevögel sind generell sehr dankbare Fotoobjekte. Die Möglichkeiten die Kombination aus Brutgeschäft und Luftkämpfen vor steilen Klippen fotografisch zu nutzen, ist außergewöhnlich. Manchmal führt an den besten Gebieten ein schmaler Pfad dicht am Brutfelsen entlang. Wenn dann morgens die Sonne scheint, herrschen ideale Bedingungen für Aufnahmen von brütenden und anfliegenden Seevögeln wie Gryllteisten (Cepphus grylle), Trottellummen (Uria aalge), Tordalken (Alca torda), Papageitaucher (Fratercula arctica), Sturmmöwen (Larus canus), Mantelmöwen (Larus marinus), Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla), und Krähenscharben (Phalacrocorax aristotelis). Der Vorteil ist, daß die Vögel im Flug überhaupt nicht scheu sind.

Der Futterneid ist groß. Mit Kampfszenen ist immer zu rechnen. Möwen packen sich manchmal an den Schnäbeln und fallen kreisend 20 bis 30 Meter abwärts. Aufnahmen von wie Pfeile ins Wasser stoßender Basstölpel (Morus bassanus) sind vom Boot aus möglich. Von St. Abb’s an der Ostküste Englands kann man beim Continue reading Fotografie von Seevögeln: Wann und wo

Great Bittern at Colfiorito in Umbria

RohrdommelIn early January, the weather forecast announced a Siberian high above the Mediterranean and the Italian west coast. After a few mild winters, the upcoming cold now seemed to reverse the trend of recent years. In fact, temperatures dropped on the Italian peninsula, especially in northern Italy and in the center of the southern Apennines  lower than in the last 10 years.

The wetland Colfiorito in Umbria is located at about 800 meters altitude on a karst plateau in the central Apennines. Due to the altitude, snow and cold temperatures are not uncommon, but this year it was extreme. The temperatures were between -5 ° C and -12 ° C every day in the early morning and often remained below 0 ° C during the day.

The marshland was quickly frozen, and after a few days the ice was Continue reading Great Bittern at Colfiorito in Umbria

Wo fotografiert man ein Alpenschneehuhn im Winter

AlpenschneehuhnAlpenschneehühner (Lagopus muta) stehen wohl ganz oben auf der Wunschliste von Vogelbeobachtern und Fotografen. Das gilt erst recht für Diejenigen, die Skandinavien aus verschiedensten Gründen im Winter besuchen – u.a. um Prachteiderenten (Somateria spectabilis) im Hafen von Berlevag zu fotografieren. Ein Alpenschneehuhn zu finden ist eine Sache, aber zu wissen, wo man sie fotografieren kann, ist noch mal eine andere Herausforderung. Ich brauchte zwischen März und Mai mehrere Reisen, um Alpenschneehühner zu sehen und zu fotografieren. Alpenschneehühner gehören definitiv zu meinen Lieblingsvögeln.

Man muß sich schon in den Norden Europas oder hinauf in die Alpen begeben, um ein Alpenschneehuhn in Europa zu sehen. Alpenschneehühner kommen selten aus ihren Sommerplätzen von den höchsten Bergen herunter. Sie kommen leider nicht zu Fütterungsstationen und es gibt keine bequemen Verstecke, in die man sich hinsetzen und warten kann. Man muß sich zwangsläufig mit ihrem Lebensraum und ihren Bedingungen auseinandersetzen, um Zeit mit diesen fabelhaften Vögeln zu verbringen. Kurz: man muß sich auf Alpenschneehühner einlassen.

Erst wenn man mitten im Foto-Abenteuer steckt, merkt man, wie Continue reading Wo fotografiert man ein Alpenschneehuhn im Winter

Blutbrustwürger am Mount Kupe/ Kamerun

BlutbrustwürgerAuf Augenhöhe einen Blutbrustwürger (Malaconotus cruentus) im lichten Berg-Regenwald zu entdecken ist ein ganz besonders Privileg eines Birding-Trips am Mount Kupe. Schon bei unserem Aufstieg sehen wir nach den ersten 100 Höhenmetern, daß sich vom Mt. Kupe über den Mt. Oko bei Kumbo bis zum Mt. Cameroon eine Kette von Berg-Regenwäldern erstreckt.

Schnell sehen wir etliche Urwaldspezialisten, wie das Schuppenbartvogel (Pogoniulus scolopaceus) oder die Gelbschnabel-Bartvogel (Trachyphonus purpuratus) im Kronendach. Eindrucksvolle Vögel. Vor allem wenn man sie im Spektiv richtig gut sehen kann. Der Blick hoch in das Kronendach ist recht anstrengend. Als Dave aber einen großen, kräftigen Vogel hoch oben zwischen Epiphyten und Moosen des Kronendachs findet, sind alle Blicke wieder nach oben gerichtet. Diese Aufsitzerpflanzen genannten Pflanzen wurzeln ja nicht im Boden, sondern auf Stämmen, Ästen und Blättern. Epiphyten nutzen andere Pflanzen lediglich als Lebensraum und entziehen ihnen keine Mineralstoffe. Sie siedeln im Continue reading Blutbrustwürger am Mount Kupe/ Kamerun

„Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen“ ist nun erhältlich

Mitte Dezember 2017 wurde vom Quelle & Meyer Verlag ein neues Bestimmungsbuch zu den Flugbildern mitteleuropäischer Vögel angekündigt. Es heißt „Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen“ und enthält viel Wissenswertes zu fast 500 Vogelarten. Auch dieses Werk stammt u.a. von dem bekannten Autoren Hans-Joachim Fünfstück. Auch der renommierte Experte Dr. Wolfgang Fiedler, der bereits am Kompendium der Vögel Mitteleuropas oder an dem Buch  “Die Vögel Mitteleuropas sicher bestimmen, Schlüssel zur Art-, Alters- und Geschlechtsbestimmung” mitgearbeitet hatte, ist wieder mit dabei. Als Dritten im Bunde konnte man Werner Nachtigall gewinnen. Alle Autoren haben auch an anderen Standardwerken des Quelle & Meyer Verlags zu den Vögeln Mitteleuropas mitgearbeitet. Dieses Bestimmungsbuch schließt eine Lücke, denn es widmet sich ausschließlich dem Aspekt, die Vögel in Aktion – also in fliegender Bewegung – anzusprechen und richtig zuzuordnen. Die entscheidenden Merkmale sind in die Flugbilder der 468 beschriebenen Arten eingearbeitet, so dass der Benutzer sofort sieht, auf welches Detail er bei seiner Beobachtung achten muss, um zu einem verlässlichen Bestimmungsergebnis zu gelangen. Wenn Continue reading „Die Vögel Mitteleuropas im Flug bestimmen“ ist nun erhältlich

Tor zu Afrikas Tierwelt: South Luangwa Nationalpark/ Sambia

BindenfischeuleEndlich wird die Ankunft auf dem kleinen Mfuwe Flughafen über Bordlautsprecher angesagt. Hier gibt es vielleicht die letzte Gelegenheit zum Geldwechseln. Die Abholung durch den Tour Operator erfolgt zuverlässig. Nach etwa 20 km, vorbei an kleinen Ansiedlungen und sehr afrikanisch anmutenden Straßenläden, steht man endlich an der Pforte ins Reich der Tiere. Um 30 US-Dollar pro Person und 15 Dollar je Fahrzeug wird man am Parkeingang ärmer. Achtung. Es gibt auch eine Gebühr für „Commercial Filming & Sound Recording“, die ebenfalls 60 US-Dollar/Person/Tag beträgt. Mit aufwändiger Kameraausrüstung sollte man also eine gewisse Zurückhaltung an den Tag legen und sich nur als gewöhnlicher Tourist ausgeben. Aber auch andere afrikanische Nationalparks lassen sich Profitätigkeiten sehr teuer bezahlen.

Diesseits der Grenze des Nationalparks und des Luangwa-Flusses gibt es zahlreiche Lodges; auch wenn auf der offiziellen Karte auf Anhieb nur die Kapani Lodge ausgewiesen wird. Dazu gibt es einfachere Camps und Campingplätze in traumhafter Lage am Luangwa-Fluss. Die werden garantiert – meist nachts – auch von Elefanten- und Hippos besucht. Am anderen Flussufer sonnen sich Krokodile, tummeln sich Paviane und Impalas. Der Ruf des Schreiseeadlers (Haliaeetus vocifer) ist dann der endgültige Beweis. Das ist Afrika!

Eine absolute Empfehlung ist das Croc Valley Camp mit Continue reading Tor zu Afrikas Tierwelt: South Luangwa Nationalpark/ Sambia

Swifts over Sanager River/ Cameroon

MohrenseglerSwifts (Apodiformes) in the family Apodidae are small birds which spend the majority of their lives flying. These birds have very short legs and never settle voluntarily on the ground, perching instead only on vertical surfaces. Many swifts have long swept-back wings which resemble a crescent or boomerang. There are 13 species occurring in Cameroon. In a Rockjumper trip to Cameroon in April 2017, swifts were encountered almost every day with Little swift (Apus affinis) and African palm-swift (Cypsiurus parvus) being by far the most common.  The best shots of Swifts and Swallows during the trip you will finde in the gallery “Swift and Swallows over Sanaga River in Cameroon” .

Common Swift (Apus apus) are probably the 3rd most abundant and could be seen and photographed especially in the lowlands near the Sanaga River close to Edea in the south-west corner of Cameroon. A gallery of flying birds of Sanager river – Swallows and Swifts – show the great potential for birders and photographers.

Numbers of Common Swifts are declining throughout Europe. A third of British Swifts e.g. have been lost since 1995. But the reasons underpinning this decline are unclear. Scientists of the British Trust for Ornithology (BTO ) are involved in a project aiming to address Continue reading Swifts over Sanager River/ Cameroon

Gänsegeiervorkommen in Deutschland im Jahr 2014

GänsegeierDer im Blog vom 5. Januar 2014 beschriebene subadulte Gänsegeier (Gyps fulvus) im Wonnegau bei Worms ist nun im Journal „Seltene Vögel in Deutschland 2014“ (s. S 10) in einen größeren Kontext gestellt worden. Dabei wurde zusammengestellt, daß dieser große Greif auch an vielen anderen Orten in Deutschland gemeldet wurde. Mit 21 Nachweisen 2014 bestätigte der Gänsegeier damit seinen Status als seltener, aber regelmäßiger Gast in Deutschland. So wurde er u.a. von Schleswig-Holstein vom 15.2.-13.3.2014 von Fehmarn, von Niedersachsen am 22.5.2014 bei Wittingen im Kreis Gifhorn oder am 5.7.2014 von Preten, Kreis Lüneburg, von Mecklenburg-Vorpommern am 29.3.2014 von der Ortschaft Dranske auf Rügen, von Nordrhein-Westfalen am 2.2.2014 von Warstein-Hirschberg im Kreis Soest, am 18.5.2014 aus Grefrath im Kreis Viersen, am 22.5.2014 von Hilden in der Nähe von Düsseldorf, von Hessen am 18.5.2014 von Gambach im Wetteraukreis gemeldet.

Der Vogel, der in Rheinland-Pfalz vom 2.-26.Januar 2014 aus der Nähe von Dirmstein im Kreis Bad Dürkheim war der Gast, der Continue reading Gänsegeiervorkommen in Deutschland im Jahr 2014

Erschöpfte Dreizehenmöwe am Deich in Noord-Holland

DreizehenmöweEndlich kommt die Sonne nach stürmischen, wolkenverhangenen Tagen heraus. Den Morgen muß man nutzen. Ich fahre zum Hondsbossche Zeewering. Der Absperrdeich zwischen Petten und Camperduin ist nun vollständig in eine Sanddüne umgewandelt worden. Ein Paradies für Vögel. Ich fahre aufmerksam das Wat- und Wiesenvogelreservat „De Putten“ östlich der Straße entlang des Deichs ab. Auf der anderen Seite macht mich ein weißes Etwas aus Federn neugierig. Es ist eine junge Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla), die sich offensichtlich nach den Stürmen der letzten Tage und Nächte auf dem grasbewachsenen Seitenstreifen ausruht. Sie macht keinerlei Anstalten vor dem vorbeifahrenden Auto zu flüchten und genießt einfach die Sonnenstrahlen. Das muß ich unbedingt fotografieren. Ich drehe den Wagen und halte vorsichtig das Tele aus dem Wagen heraus. Ohne schreckhafte Reaktion kann ich auf 10 Metern Entfernung einige schöne Fotos machen. Hoffentlich kann diese kleine Möwe ihre Ruhe auch bewahren, wenn die ersten Spaziergänger mit Hunden auf dem parallellaufenden Fußgänger- und Radweg entlangkommen.

Nachdem ein Kuhreiher (Bubulcus ibis) in dem ausgedehnten Continue reading Erschöpfte Dreizehenmöwe am Deich in Noord-Holland

Pochard: a bird population in decline

TafelenteThe fate of the Common Pochard is discussed intensively in the relevant forums. Scientific research suggests that the sex ratio of the populations of Common Pochard (Aythya ferina), a medium-sized diving duck, in Europe and North Africa has changed. This could play a role in the decline of the species in the Western Palearctic.

Sex ratio results have just been published in the Wildfowl & Wetlands Trust (WWT) Journal Wildfowl. These conclusions show that populations are becoming increasingly “masculine”. Using the data obtained in January 2016, the researchers compared counts from surveys conducted in January 1989 and January 1990 in the same region. The proportion of men in the total population was 62% in the years 1989 to 1990 and in 2016 this disparity even increased to 71%.

Interesting clues for the pochard, a bird in a sharp population descent, provides an investigation of ZIMMERMANN, H. (2010), which was published in: Brut und Mauser der Tafelente Aythya ferina im Naturschutzgebiet Fischteiche in der Lewitz (Breeding and moulting of the pochard Aythya ferina in the nature reserve fish ponds in the Lewitz) in Orn. Newsletter Meckl.-Vorp. 46: 367-373.

The fish ponds in the Lewitz are a traditional breeding and moulting area of the Common Pochard in Mecklenburg-Vorpommern in Continue reading Pochard: a bird population in decline

Nationalpark Snowdonia

AlpenstrandläuferIch stehe am Ufer des Llyn Llydaw, einem tiefen und klaren Bergsee, im Herzen des Snowdonia Nationalparks. An den Ufern des Sees steigen die steilen, baumlosen Hänge des Yr Wyddfa auf, den die Engländer Mount Snowdon nennen. Er ist mit rund 1.000 Metern NN der höchste Berg in Wales und der touristische Mittelpunkt des Snowdonia Nationalparks. Selbst an klaren Sommertagen wehen eigentlich immer Wolkenfetzen  um den Gipfel.

Der Nationalpark Snowdonia liegt im Norden von Wales. Der Nationalpark erstreckt sich auf eine Fläche von 2.200 km². Raue Bergrücken mit schroffen Gipfeln durchziehen ihn. Zwischen dem Geröll an seinen Hängen plätschern unzählige Bergbäche dem nahen Meer entgegen. Im Sommer kommt Farbe in das ansonsten graubraune Landschaftsbild. Grüne Wiesen, gelber Stechginster und violette Heide überziehen dann die Berghänge mit einem bunten Blütenteppich.

Tierfotografen kommen vor allem am südlichsten Zipfel der Isle of Anglesey auf ihre Kosten. Von Newborough an der A 4080 kann man Continue reading Nationalpark Snowdonia

Alpen- und Taigabirkenzeisige im Winter

AlpenbirkenzeisigIm letzten ornitho-Newsletter Hessen 10/2017 wird sehr schön mit einer Bestimmungshilfe auf die  Unterscheidung zwischen Taigabirkenzeisigen bei dem im Winter immer wieder starkem Einflug und dem heimischen Alpenbirkenzeisig eingegangen.

Zum Glück ist in unseren Breiten nur mit Alpen- und Taigabirkenzeisigen zu rechnen ist. In Brandenburg wohl erst 2 Nachweise des Polarbirkenzeisigs dokumentiert. Ansonsten sind diese Birkenzeisige durch ihren reinweißen Bürzel und die vergleichsweise geringe Flankenstrichelung, speziell im hinteren Körperbereich auffällig. In dem Beitrag wird auch auf einen besonders hellen Taigabirkenzeisig eingegangen, der an einen Polarbirkenzeisig erinnert. Jedoch ist der Schnabel deutlich zu groß und es fehlt die beige Kopftönung. Der Schnabel ist eigentlich bei einen Polarbirkenzeisig deutlich kleiner sein, hat eine recht hohe Basis und ist am Oberschnabel auch sichtlich stärker befiedert als bei den „normalen“ Birkenzeisige im Vergleich.

Je nach der verwendeten Systematik werden Birkenzeisige in 2 Arten: Birkenzeisig  (Carduelis flammea) und den Polarbirkenzeisig Continue reading Alpen- und Taigabirkenzeisige im Winter

Ein Kuhreiher in Noord-Holland

KuhreiherEine Meldung in www.waarneming.nl verhieß eine schöne Abwechslung in dem auch ansonsten nicht gerade (vogel-)artenarmen nordholländischen Küstenstreifen. Ein Kuhreiher (Bubulcus ibis) war in einem ausgedehnten Wiesenvogelreservat gesichtet worden. Kleine Sträßchen durchziehen die Gegend nördlich der stark von Touristen frequentierten Gemeinde Camperduin bei Bergen. Der erste Anlauf war insofern erfolgreich, daß ein weißes Etwas auf einer Wiese gesichtet wurde. Und das auch noch von einem Nicht-Birder. Gleich ein Volltreffer! Wobei man sagen muß, daß es ansonsten auch keinen Mangel an weißen Vögel gibt, denn die Möwen sind ausgesprochen kopfstark vor allem mit Sturmmöwen (Larus canus) und Silbermöwen (Larus argentatus) vertreten. Aber das war eindeutig der Kuhreiher. Der gelbe Schnabel, das helle Auge und die geduckte Haltung unterstrich seinen grimmigen Gesichtsausdruck. Für ein Foto war der Reiher aber doch zu weit entfernt. Auf dem Rückweg war der Reiher dann auch verschwunden und ich vermutete, daß man es wohl bei einer Beobachtung belassen müßte. Am nächsten Tag führte uns der Ausflug in die überschwemmten Wiesen von Petten and Hardingerpolder. An fast der gleichen Stelle stand diesmal der Kuhreiher keine 20 Meter von der Straße entfernt auf einer Wiese. Diesmal mußte ich dann doch ein Foto schießen. Eine solche Gelegenheit darf man sich nicht entgehen lassen. Die Straße ist allerdings sehr eng und rechts und links droht sofort der Absturz in einen Entwässerungskanal.  Zum Glück war der Verkehr sehr schwach, sodaß die Fotos zu keinem Verkehrsstau führten. Am Continue reading Ein Kuhreiher in Noord-Holland

Ungeheuerwiesen in winter

KornweiheThis winter wildlife heaven is often full of birds. Probably the most spectacular (and noisy) are the thrushes and European Starlings (Sturnus vulgaris) to feast on the unfrozen meadows. Northern Harrier (Circus cyaneus) winter out on the remote parts of the meadows, but will regularly hunt the lakes and wetland down to the shores of Blankensee. In the hawthorn and crab apple trees you might see Redwings (Turdus iliacus) and hundreds of Fieldfares (Turdus pilaris). Both Whooper Swan (Cygnus cygnus) and – to a lesser extent – Tundra Swan (Cygnus columbianus) over-winter near the Ungeheuerwiesen and occasionally drop in for a feed or even to spend the night. Frozen days might even reveal the usually shy Water Rail (Rallus aquaticus) as it is forced to leave the cover of vegetation in the ditches to find something to feed.

An excellent stake-out is an observation tower on the south-eastern edge of the Ungeheuerwiesen. Photographic opportunities are ideal for flying birds. It results in options to take pictures of the birds from above as well as to take pictures at eye level. Continue reading Ungeheuerwiesen in winter

Der Schneefink im Zauberberg

Schneefink„Dann gab es Schneestürme, die den Aufenthalt in der Balkonlaube überhaupt verhinderten, da das stöbernde Weiß massenweise hereintrieb und alles, Boden und Möbel, dick bedeckte. Ja, es konnte auch stürmen in dem gefriedeten Hochtal. Die nichtige Atmosphäre geriet in Aufruhr, sie war so ausgefüllt von Flockengewimmel, daß man nicht einen Schritt weit sah. Böen von erstickender Stärke versetzten das Gestöber in wilde, treibende, seitliche Bewegung, sie wirbelten es von unten nach oben, von der Talsohle in die Lüfte empor, quirlten es in tollem Tanz durcheinander, – das war kein Schneefall mehr, es war ein Chaos von weißer Finsternis, ein Unwesen, die phänomenale Ausschreitung einer über das Gemäßigte hinaus- gehenden Region, worin nur der Schneefink, der plötzlich in Scharen zum Vorschein kam, sich heimatlich auskennen mochte.

Jedoch liebte Hans Castorp das Leben im Schnee. Er fand es…“

Der Schneefink (Montifringilla nivalis) ist interessanterweise der einzige im Zauberberg benannte Vogel (abgesehen vom Steinadler) . Für den Roman »Der Zauberberg« von Thomas Mann ist Natur aber Continue reading Der Schneefink im Zauberberg

Der Graustreifentyrann in Bolivien

GraustreifentyrannKurz sitzt der ansonsten rastlos umher fliegende Graustreifentyrann (Hemitriccus flammulatus) auf einem Ästchen. Das Unterholz ist stockduster. Nur durch die Bewegungen wird man überhaupt auf den kleinen Vogel aufmerksam. Die Kombination aus hellem und dunklem Olive-Grau läßt ihn im Dickicht immer wieder untertauchen.

Früh am Morgen war ich aufgewacht. Draußen ist es noch diesig; dicke Wolken stehen am Himmel. Aber der Morgen ist eigentlich gar nicht so schlecht. Ich könnte den im englischen Flammulated Bamboo-Tyrant genannte Graustreifentyrann versuchen,  zu fotografieren. Es ist stickig-warm und der Himmel bleibt bedeckt – trotz der Morgenstunde. Ich packe also mein 2,8/300 und den MZ-5 ein. Schon nach wenigen Metern Wanderung mit dem Gepäck auf dem Rücken klebt das Hemd am Körper. Der Hauptpfad durch das Hotel Flora und Fauna- Gelände von Robin ist wirklich ein Gedicht. Hügeliger Forest, der noch mit beeindruckenden Urwaldriesen bestanden ist. Man nennt ihn den Ocorotu Forest. Super. Ich bin sehr beeindruckt, obwohl Robin meint, dass dies noch nicht mal der ursprüngliche Forest sei. Der Graustreifentyrann ist schon recht früh immer wieder aus dem Unterholz zu hören. Ich folge dem Verlauf des Pfades, der in ein Bachbett hinunter führt. Von da geht es wieder den Berg hoch. Just an dieser Stelle umflatterten uns vor ein paar Tagen die größten Fledermäuse, die ich je gesehen habe. Es sind wohl False Vampire Bat (Vampyrum spectrum). Sie heißen im deutschen Große Spießblattnase. Wie der Gattungsname, Continue reading Der Graustreifentyrann in Bolivien

Tafelente: ein Vogel im Sinkflug

TafelenteDas Schicksal der Tafelente (Aythya ferina) wird intensiv in den einschlägigen Foren diskutiert. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass sich das Geschlechterverhältnis der Tafelentenpopulationen in Europa und Nordafrika verändert hat. Dies könnte eine Rolle beim Rückgang der Art in der westlichen Paläarktis spielen.

Diese Ergebnisse, die gerade im Wildfowl & Wetlands Trust (WWT) Journal Wildfowl veröffentlicht wurden, zeigen, dass Populationen zunehmend “männlicher ” werden. Unter Verwendung der im Januar 2016 gewonnenen Daten verglichen die Forscher Zählungen aus Erhebungen, die im Januar 1989 und im Januar 1990 in derselben Region durchgeführt wurden. Der Anteil der männlichen Vertreter an der Gesamtpopulation betrug in den Jahren 1989 bis 1990 schon 62 %. Und im Jahr 2016 stieg dieses Mißverhältnis sogar auf 71 %.

Angesichts der Tatsache, dass das Geschlechterverhältnis bei Ausschlüpfen ungefähr 1:1 beträgt, weist diese starke, zunehmende männliche Tendenz bei erwachsenen Vögeln auf eine niedrigere Continue reading Tafelente: ein Vogel im Sinkflug

Mount Cameroon: a heaven for little birds

FarncistensängerArriving from the Northern Extension of the Rockjumper Rainforest & Rockfowl 2017 – tour we were more than tired as we had arrived on a late flight from Garoua via Yaoundé. To postpone the breakfast to get some sleep was not advisable. The birds do not sleep during the day. And: the morning hours are the most productive. We had a very good breakfast and shortly later our Rainforest & Rockfowl started off with a visit to Mount Cameroon. We were delighted to have a beautiful morning, after heavy rain the previous night, and there was an excited buzz in the air for the anticipation of great birding which lay ahead. We were not to be disappointed and the forest was alive and active throughout the day but especially in the morning.

For 10 minutes we entered the vans to get the first kilometers uphill done before we saw the fields below Mount Cameroon in front of us. We then headed up the mountain on muddy – and in cases – some slippery trails. In comparison to other trails this route is not as steep and narrow. Fortunately the climate is more comfortable here than in the lowlands.

Right in the beginning we had several brown-headed beauties, which show well after a while. Behavior and my anticipation looked for Grey Apalis. But the chestnut-browns color of the head did not seem to fit the description of a grey-brown head. The „Field Guide to the Birds of Western Africa“ (Helm Field Guides) von Nik Borrow and Continue reading Mount Cameroon: a heaven for little birds

Birding at Ponta do Albernaz on Flores

KiebitzregenpfeiferIn the north of the island of Flores, there are two top birding locations, distanced only about 3km from each other. The one is the village Ponta Delgada to the east, a small site with less than 400 inhabitants, and the lighthouse on the edge of Ponta do Albernaz on the western edge. The lighthouse at Ponta do Albernaz is the most powerful lighthouse of the Azores.

The view is breathtaking, with the neighboring island of Corvo in the background. The lighthouse is accessed via an isolated roadway that extends to the western edge of Flores.

Here is the first point of arrival of the migratory birds to the island of Flores in fall. But Ponta Delgada is equally important for breeding seabirds. In Ponta Delgada, the small port and the old soccer field should be visited. The small port was productive and is always worth a view:

  • Spotted Sandpiper (Actitis macularia),
  • Red Knot (Calidris canutus) and
  • Little Stint (Calidris minuta)

were really good birds besides the 1 – 3 individuals of Ruddy Continue reading Birding at Ponta do Albernaz on Flores

Nockberge: ein österreichischer Biosphärenpark

RauhfusskauzDer Name Nocke bezeichnet die runden Formen der bis zu 2.400 m hohen Berge im Süden der österreichischen Alpen. Als Bestandteil der Gurktaler Alpen bestehen die Nockberge vorwiegend aus kristallinen Gesteinsarten und zählen erdgeschichtlich zu den ältesten Gebirgen Österreichs. Die geologische Besonderheit dieser Berglandschaft ist jedoch der rund drei Kilometer breite Kalk- und Dolomitgesteinszug, der den Nationalpark durchzieht. Vor allem dank dieser besonderen geologischen Verhältnisse entwickelte sich in den Nockbergen eine äußerst vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. 1987 als Nationalpark Nockberge gegründet, wurden die Nockberge 2012 in einen Biosphärenpark nach Konzept der UNESCO umgewandelt. Im Unterschied zu den Nationalparks, die dem Schutz von Wildnisgebieten dienen, sind die Biosphärenparks Kulturlandschaften. Die Nockberge sind vom bäuerlichen Leben geprägt, wie es hier seit Jahrhunderten gepflegt wird. Die Almwirtschaft ist der Garant für den Erhalt der weiten Wiesenflächen mit ihrer typischen Blumen.

Besonders die Vogelwelt ist mit einigen besonderen Vertretern in den Nockbergen vertreten. Genannt werden sollen nur Steinadler (Aquila chrysaetos), Steinhuhn (Alectoris graeca), Birkhuhn (Tetrao tetrix), Auerhuhn (Tetrao urogallus), Alpenschneehuhn (Lagopus muta), Mornellregenpfeifer (Charadrius morinellus), Uhu (Bubo bubo), Sperlingskauz (Glaucidium passerinum), Rauhfusskauz (Aegolius funereus), Continue reading Nockberge: ein österreichischer Biosphärenpark

Schöne Bilder bei schlechtem Wetter

TannenmeiseRegenwetter ist für den Naturfotografen in mancherlei Hinsicht Erfolg versprechend. Bei schlechtem Wetter sind im Wald viel weniger Besucher unterwegs, so dass die Tiere ungestört und dadurch weniger scheu sind. Voraussetzung ist allerdings eine sehr robuste Fotoausrüstung, die auch noch bei anhaltendem Nieselregen zuverlässig arbeitet. Unter solchen Bedingungen habe ich meine Canonausrüstung – bestehend kameraseitig aus einer Canon EOS 1D X – immer wieder besonders schätzen gelernt. Bei Regenwetter hat man die besten Chancen, neben vielen Waldvögeln wie der hier abgebildeten Tannenmeise (Periparus ater) im Fichtenwald auch mal Hirsche und Wildschweine auf Waldwiesen anzutreffen. Unter normalen Umständen bemerkt das Wild eine Annäherung schon lange bevor man selbst die Tiere zu Gesicht bekommt. Hin  gegen erzeugen Regentropfen ein gleichmäßiges Hintergrundgeräusch, das die eigenen Geräusche, die auch beim vorsichtigsten Anpirschen entstehen, überdeckt. Für Continue reading Schöne Bilder bei schlechtem Wetter

Long-tailed Tit ssp. caudatus in Germany

SchwanzmeiseA flock of Chickadees and Tits in the middle of the mountains right in the middle of Germany in hazy weather with low-lying clouds combined with drizzle, chilly wind from the west might contain white-headed Long-tailed Tits, which are normally immediately counted as Aegithalos caudatus caudatus.

The Long-tailed Tit (Aegithalos caudatus) exhibits complex global variation with 19 subspecies recognized. The can be divided into three groups: the caudatus group in northern Europe and Asia. The europaeus group in southern and western Europe, north-east China, and Japan. The alpinus group is confined to Mediterranean Europe and south-west Asia.

The subspecies caudatus of the Long-tailed Tit (Aegithalos caudatus)  breeds in Fenno-Scandinavia, Eastern Europe, the largest part of the former Soviet Union, parts of China and Japan, North and South Korea and Mongolia. Since the appearance of the relevant parts of field guides in european languages, this subspecies is located more westernly and southernly than indicated before. Long-tailed Tits are resident or non-migratory bird species with an invasive occurrence in some years, often finding vast numbers in the Baltic countries and in Northwest Europe.

Several subspecies of the Long-tailed Tits occur in the southern and western parts of the area of subspecies caudatus. These subspecies belong to the so-called alpinus / europaeus assemblage. The distribution area of ​​europaeus extends northwestern to Belgium, Continue reading Long-tailed Tit ssp. caudatus in Germany

Schwarzspecht in Schlafbaum

SchwarzspechtDie Nuthe-Nieplitz-Niederung ist in den trockenen Bereichen von Kiefernwäldern, manchmal richtigen Kiefernplantagen, geprägt. Ein Buchenstamm-Spezialist wie der Schwarzspecht (Dryocopus martius) dürfte es also in diesem Naturgebiet südlich von Berlin schwer haben. Trotzdem ergab eine Kartierung in den Jahren 2007 und 2008 erstaunliche Erkenntnisse. So wurden im SPA der Nuthe-Nieplitz-Niederung auf ca. 5500 ha 22 Schwarzspechte kartiert.

Da der Schwarzspecht in Sachen Höhlenbäume recht wählerisch ist, eine bemerkenswerte Zahl. Zur Anlage von Brut- und Schlafhöhlen bevorzugt der Schwarzspecht nämlich keine Nadelbäume, sondern alte Buchen. Diese Vorliebe macht den Schwarzspecht normalerweise zu einem typischen Bewohner von Mischwäldern des Mittellandes. Die wenigen Buchen in der Nuthe-Nieplitz-Niederung, die dick genug sind, sind daher heißbegehrt.

“Kliööh“ klingt es durch den winterlichen Wald. 5 dicke Buchen Continue reading Schwarzspecht in Schlafbaum

Sanft und kontrolliert schwenken: ProMediaGear GKJr. Katana Junior Teleneiger

Laut Werbetext geht es beim ProMediaGear GKJr. Katana Junior Teleneiger um die ultimative Verbindung zwischen Größe, Gewicht und Funktionalität. Üblicherweise werden für Aufnahmen fliegender Vögel Systeme wie der Wimberley Head oder auch ein Sachtler-Hydroneiger. Besonders amerikanische Naturfotografen schwören auf die vielfältigen Systeme von Wimberley Head.

Viele Systeme sind aber recht schwer und auch teuer. Bisher hatte ich die meisten Stativaufnahmen von einem massiven Burzynski Kugelkopf aus gemacht. Das ist zwar für Flugaufnahmen eigentlich überhaupt nicht geeignet, da sich die beiden Feststellschrauben nie so fein einstellen lassen, daß man von einer Kombination aus Stabilität und Flexibilität sprechen kann.

Außerdem haben sie den entscheidenden Nachteil, dass sie sich schlecht bis gar nicht (Wimberley Head) für die Landschafts- und Makrofotografie eignen, so dass hierfür zusätzlich ein Kugelkopf mitgeführt werden muss. In Alaska, bei der Fotografie von Continue reading Sanft und kontrolliert schwenken: ProMediaGear GKJr. Katana Junior Teleneiger

Northern Waterthrush on the Poço do Ferreiro in Flores / Azores

DrosselwaldsängerA green bird slips through dense vegetation right on the side of a beautiful, silent forest lake. Hiking should go to Poço do Ferreiro, also called Lagoa da Pato. I want to look at an area without tourists, which can be overcrowded during the day. I am a little disappointed. There is already a car in the parking lot although it is only 8:45 am. So I’m not alone. Thick clouds are in the sky. The clouds are also hanging over the plateau as well and have shrouded the upper parts of the cliffs in fog. This reinforces the impression of the falling waterfalls all the more. I have not been standing on the elevated bank edge for a long time. Right next to a lily pad I see movement. I can hardly believe my eyes. Green-grey, a bird slips between the leaves and the stem of the aquatic plant. Hey, the guy with the thick, white, superciliary is not a native bird – at least not one I’ve had seen already. Anyway: otherwise you can see only the yellow of the Grey Wagtail (Motacilla cinerea) on or near the water. Crouched posture and a thick, white superciliary: Yes, this is clearly a Northern Waterthrush or in Portuguese Mariquita -boreal. In any case, it is a Seiurus noveboracensis. Suddenly – without even being able to take a picture – the bird disappears. Fortunately, the Northern Waterthrush Continue reading Northern Waterthrush on the Poço do Ferreiro in Flores / Azores

Finken gönnen sich Sonnenblumen

GrünfinkIm Herbst sieht man inzwischen auch in Brandenburg immer wieder Felder mit schon überreifen Sonnenblumen. Offensichtlich werden sie bewußt erst spät – oder gar nicht – abgeerntet. Wahrscheinlich handelt es sich um eine sogenannte “Blühstreifen”- Maßnahme, die finanziell gefördert wird. Es scheint, daß dies besonders auf Flächen passiert, die mindestens 3 Jahre als Acker genutzt wurden. Meist wird solch ein Feld in einer Breite von 6 bis max. 12 m neben Mais-Monokulturen angelegt. Es werden neben Sonnenblumen und Senf noch einige Blühpflanzen mehr ausgesät. Die Maßnahme ist jedenfalls für die Finken im Herbst eine willkommene Gelegenheit sich noch mal richtig voll  zu fressen bevor der Winter für karge Kost sorgt.

Es lohnt sich an solchen Feldern zu halten und auf die einfliegenden Vögel zu warten. Geduld wird belohnt. Nach einer Weile kommen nach und nach verschiedene Vögel angeflogen. U.a. sind dann schnell Grünfinken (Carduelis chloris)  – wie in dem Bild des Blogs -, Stieglitze (Carduelis carduelis) und Feldsperlinge (Passer montanus) zu sehen. Wenig auffällig, aber auch schnell mal mit dabei kommen Goldammern (Emberiza citrinella) angeflogen. Es lohnt sich einen genauen Blick – am besten mit einem Spektiv – auf die Trupps der Ammern zu werfen. Manchmal ist noch eine Rohrammer (Emberiza schoeniclus) auf dem Zug Continue reading Finken gönnen sich Sonnenblumen

Graugänse ziehen über den Blankensee

GraugansSpätherbst ist die Zeit der Gänse in der Nieplitzniederung. Diese weite, teils intensiv landwirtschaftlich geprägte, Landschaft ist dann Heimat nicht nur nordischer Entenvögel sondern auch der Graugänse (Anser anser). Nasskaltes Wetter mit einem wolkenverhangenen Himmel darf einen Vogelbeobachter aber nicht abhalten, den rastenden und fliegenden Trupps einen Besuch abzustatten. Vielleicht findet man ja gerade bei richtig trübem Wetter mit tiefen Wolken in Verbindung mit Nieselregen eine Seltenheit. Man kann die ganze Szenerie aber auch einfach nur auf sich wirken lassen. Wenn sich morgens mit unglaublichem Getöse die großen Gänsescharen, die die Nacht vor dem Nieplitz-Delta verbracht haben, in Bewegung setzen, fährt es einem durch Mark und Bein. Traumhaft, wie ein Gänsetrupp nach dem anderen die eisige Wasserfläche verläßt um sich dann im Dämmerungslicht tief über den See fliegend auf zu den Äsungsflächen in der Umgebung zu begeben. Ein morgendlicher Ausflug zum Blankensee verschafft dem Frühaufsteher nicht nur eine wunderschöne Wasserlandschaft in einer Zeit des Übergangs vom Herbst zum Winter,  sondern auch viele wunderschöne Vogelbeobachtungen. Manchmal ist der Morgen von Minustemperaturen und einem klaren Himmel, dann wieder von Nebel geprägt. Neben den allgegenwärtigen Graureihern (Ardea cinerea) und Silberreihern (Ardea alba) sind auch immer mal wieder Continue reading Graugänse ziehen über den Blankensee

Helmeted Manakin in Pantanal

HelmpipraThe Helmeted Manakin  (Antilophia galeata) is one of the most striking and colorful birds of Brazilian forests. Several species of Manakins occur from the Amazon or Atlantic Forest, but the Helmeted Manakin –  the soldadinho in Portugues – is an exclusive species of riparian forests of the central-western Brazilian and the forests of the Pantanal lowland, with only a small distribution area in Bolivia and Paraguay.

As in most species of the family, the male is very flashy. Body all black, contrasting with the living red of the top of the head and back. A longer feathery wad is held high or over the beak, being marked by the shape and giving clue to the common name of the bird. The female and the young males are uniform green except for the beak, legs and eyes. The forehead feathers are Continue reading Helmeted Manakin in Pantanal

Schneeammer in der Döberitzer Heide

SchneeammerSchnee liegt in der Luft. Ein sehr strammes Windchen aus West mit Böen um die 8 Bofort zieht über die Ebene in der Döberitzer Heide ganz in der Nähe des Rastplatzes Wüste.  Die Piste ist ausgefahren und zieht sich durch eine Heide- und Ginsterlandschaft, die unter einer dunkelgrauen Wolkendecke liegt. Plötzlich fliegt ein Vogel von einer Pfütze in der Fahrspur auf und zeigt seine leuchtend weißen Flügelabzeichen.  Der Blick durch das Fernglas bestätigt die Vermutung. Es ist eine Schneeammer  (Plectrophenax nivalis). Damit hätte ich hier nicht gerechnet. Nach ein paar Belegfotos, die die Schneeammer weitgehend klaglos auf relativ kurze Distanz über sich ergehen läßt, fliegt sie in einem weiten Bogen über die weite, menschenleere Heidelandschaft an einen weiteren Platz in der offenen Landschaft. Die Auswertung der Fotos ergibt, daß es sich bei dem recht hohen Anteil an Schwarz im Federkleid um ein Weibchen im Schlichtkleid handelt. Das läßt mich an meine Beobachtung einer  Schneeammer auf Flores im Oktober dieses Jahres zurückdenken. Auf dem höchsten Berg der zu den Azoren gehörenden Insel Flores hatte ich sie auf über 900 m NN auf dem Morro Alto gesehen; in einer kargen, tatsächlich an Tundra Continue reading Schneeammer in der Döberitzer Heide

Female Pygmy Sunbird in northern Cameroon

Grünbrust-NektarvogelOn a thorny acacia tree is quietly sitting a bird. I shot some photos and head off with the group. Someone noticed a Senegal Eremomela (Eremomela pusilla) at that moment. And indeed: what I saw at home was – on first sight – the image of a yellow warbler

But a Senegal Eremomela? I was skeptical. I could see only a hint of a pale white supercilium. The back and mantle were uniform and not green, becoming brighter yellowish green on the rump. And the throat and upper breast were as bright lemon yellow as the lower breast, belly and vent. The bill was blackish with a pale part only in the beginning and the legs are not pale brownish but grey. I asked for help in ID at www.birdforum.net. After some confusion with the Continue reading Female Pygmy Sunbird in northern Cameroon

Die Tatra in der Slowakei: Kleines Gebirge mit großer Vielfalt

RauhfusskauzMitten in Europa, wo wir daran gewöhnt sind, dass jeder Quadratzentimeter Natur vom Menschen genutzt oder zumindest gepflegt wird, kann sich die Natur in einem kleinen Gebirge im Norden der Slowakei weitgehend frei entfalten. Die Tatra ist ein Gebirgszug, der Länge nach von Ost nach West rund 6o km und an seiner breitesten Stelle gerade einmal knapp 77 km misst. Inmitten des nördlichen Karpatenbogens, im slowakisch-polnischen Grenzraum der Westkarpaten, ragt die Tatra als ein Hochgebirgsmassiv aus der Ebene empor. Um dieses Hochgebirge vor schädlichen menschlichen Zugriffen zu schützen, wurde es bereits vor über 60 Jahren zum Nationalpark erklärt. Eingebettet in eine wilde und unwirtliche Landschaft bietet der Nationalpark Raum für Wildnis, für Wälder, die noch wie Urwälder wachsen können. Und das mitten in Mitteleuropa. Diese Wälder unterliegen einem ständigen Wandel. Alte und geschwächte Bäume werden nicht gefällt und aus dem Wald entfernt, sondern bleiben stehen, bis sie vom Wind umgeworfen oder vom Schnee niedergedrückt werden. Die Tatra hat so ein großen Potenzial für den Schutz von Wildnis und stellt ein riesiges Betätigungsfeld für den Naturliebhaber dar. Die naturnahen Wälder verschaffen auch Insekten einen Lebensraum. Sie profitieren von den Totholzmassen, die es im Wirtschaftswald nicht gibt. Damit erklärt sich auch das Vorkommen von sieben verschiedenen Spechtarten, die im Continue reading Die Tatra in der Slowakei: Kleines Gebirge mit großer Vielfalt

Neugieriger Neuntöter vor Beutefang

NeuntöterEs ist noch Spätsommer. Aber die Nacht war wolkenlos und daher kühl gewesen. Insekten versuchen sich in der Morgensonne aufzuwärmen. Eine Heuschrecke kletterte dazu auf einen gerde von der Sonne beschienenen Pfahl. Das weckt die Neugier eines jungen Neuntöter (Lanius collurio). Erregt fliegt er einen nicht weit entfernten Maishalm an. Er behält die Situation genau im Auge und flattert dabei mit den Flügeln. Das schöne Flügelmuster jugendlicher Neuntöter ist dabei sehr schön zu sehen. Dass die Heuschrecke sich perfekt auf dem Eichenpfahl tarnt und nun ganz still hält, nützt ihr nun nichts mehr. Die Neugier des kleinen Killers ist geweckt. Wenig später umrundet er den Pfahl und greift sich das Insekt, das in der Länge gut die Hälfte seiner eigenen Körpergröße ausmacht. Schnell ist die Heuschrecke am Abdomen gegriffen und wird an einen sicheren Ort „auseinander“ genommen und verzehrt.

In Brandenburg ist der Neuntöter im Sommerhalbjahr noch ein verbreiteter Vogel. Besonders 2017 war ein gutes Jahr mit vielen Vorkommen. So war auch bei einer kleinen Wanderung um den Riebener See ein Neuntöter mit seiner aufgespießten Feldgrille (Gryllus campestris) entdeckt worden. Sie war offensichtlich gerade erst auf das lose Ende eines Wildschutzgitters um einen Apfelbaum Continue reading Neugieriger Neuntöter vor Beutefang

Der ungewöhnlich „gemeine“ Star

StarEin Star (Sturnus vulgaris) hockt auf einem Weidepfahl auf den Azoren. Überall, wo ich Vögel fotografiere, sehe ich Stare. Manchmal allein, vor allem im Herbst in großen Schwärmen. Dese Vögel sind inzwischen sehr häufig in vielen Ländern der Welt. In den USA sind sie „eingewandert“ und werden daher als European Starlings genannt. Auf den Azoren wird er Estorninho-malhado gerufen.

Wegen seiner Allgegenwart werden Stare entweder gar nicht beachtet oder – vor allem in den Gegenden, in denen sie ausgesetzt wurden (so in den USA) – allgemein als Schädlinge betrachtet. Auch deutsche Winzer sind von Staren nicht immer begeistert.

Von der allgemeinen Bevölkerung werden sie häufig einfach ignoriert. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch ein wunderschönes Federkleid und ein unglaubliches Repertoire an Gesängen und Lauten. Die erwachsenen Vögel haben ein irisierend, schwarzes Federkleid und im Winter ist es mit weißen Flecken oder Tropfen gesprenkelt. Abhängig vom Winkel des Lichteinfalls reflektieren die schwarzen Federn glänzend grün oder lila. Continue reading Der ungewöhnlich „gemeine“ Star

Endemische Gebirgsstelze auf Flores/ Azoren

GebirgsstelzeWeite hügelige Landschaft Hortensienhecken (Hydrangea macrophylla) und dicken Moospolstern. Dazwischen ein Bach, der zu Tal strömt. Immer wieder sind hier gelbe, langschwänzige Vögel zu sehen. Das typische Habitat der endemischen Gebirgsstelze (Motacilla cinerea patriciae), die hier Lavandeira heißt. Sie ist auch sonst in erstaunlich vielen Habitaten – auch in solchen in denen sie in Mitteleuropa sonst gar nicht vorkommt – zu finden. Eine Gebirgsstelze scheint sich einen Schutthaufen direkt neben der Straße mit dem Bach im Hintergrund als Revierwarte ausgesucht zu haben. Ich beschließe, den Wagen abzustellen und einfach zu warten, bis sie wieder Ausschau hält.

Vom Leuchtturm bei Ponta do Albernaz und Ponta Delgada kommend, beschließe ich den betonierten Weg vom Leuchtturm hoch zu fahren. Spontan entscheide ich mich dann einen Schotterweg in der Mitte des langgezogenen Hangs zu benutzen. Man fährt doch erstaunlich weit über Land bis man endlich wieder auf der Hauptstraße nach Santa Cruz ist.  Tiefe Wolken hängen über der Insel. Das Licht ist damit recht düster. Der Westwind ist weiterhin sehr stramm. Teils kommt er aus Nord. Das Tal ist aber Continue reading Endemische Gebirgsstelze auf Flores/ Azoren

Die Haubenmeise: eine Besonderheit von Nadelwäldern

Die Haubenmeise (Lophophanes cristatus) ist eine kleine Meise ist immer sehr aktiv in Bäumen und unverwechselbar mit ihrem auffälligen Kamm. Dem Kenner gibt die Haubenmeise mit ihren typischen Rufen einen ersten Anhaltspunkt um nach ihnen zu suchen. Die Rufe weisen ein dünnes, aufsteigendes “zee-zee-zee-cheera-cheera” auf. Dieses wird meist von einem tiefem, schnurrendem “brrrrr” gefolgt.

Die Haubenmeise bevorzugt Nadelwälder (Picea abies, Pinus sylvestris) gemischt mit einigen Laubbäumen, vor allem in den nördlichen Teilen ihres Vorkommens. Für Mittel-, Süd- und Südwesteuropa weitet sich die Diversität der Lebensräume. Dann kommt die Haubenmeise auch z.B. in offenem Wald mit einer dichten Bodenschicht und in urwaldartigen Laubwäldern mit zerfallenden Bäumen und Stümpfen vor.

Diese Art ist im Vereinigten Königreich ein seltener Vogel, der bei Birdwatchern entsprechend hoch im Kurs steht. Man kann nur in Schottland diesen liebenswerten Vogel, in den schottischen Highlands in den alten kaledonischen Wäldern sehen. Die  Haubenmeise ist dort ein Kiefernspezialist. Hier kommt er nur Continue reading Die Haubenmeise: eine Besonderheit von Nadelwäldern

Goldcrest, bathing under waterfall on Flores

WintergoldhähnchenWalking a steep trail in search of North-American vagrants under the high cliffs near the little village of Ponta da Fajã on the west coast of Flores eventually I came to a waterfall right beside the hiking trail. I took a rest and was surprised to notice some movement close to the constant shower of water. I looked through the binoculars and saw a Goldcrest (Regulus regulus) feeding in the wet mosses on one side of the waterfall which falls down for 30 meters in a little pond. Quite a strange – and open – habitat for a Goldcrest. Obviously the main task was to search for food, but several times the bird raised the wings and it looked as if it was bathing under the waterfall.

Although quite a common bird on mainland Europe, this small, chubby and restless passerine bird (the smallest bird in Europe) is undoubtedly one of the favorite companions during hiking walks inside dense forests and natural scrub of the island of Flores. Its constant hissing, combined with its innate curiosity, make this bird an easy species to observe, as long as you are patience and listen to its high-pitched calls. Its nesting in Portugal is restricted to the Continue reading Goldcrest, bathing under waterfall on Flores

Ausflug nach Corvo/ Azoren

SanderlingUm 9:00 sind wir auf dem Parkplatz oberhalb des Walfang-Museums in Santa Cruz, der alten Fabrica da Baleia do Boqueirao. Die Fahrt startet am Porto do Boqueirao. Unten wartet schon Carlos auf uns, der – trotz Nebensaison – sogar das ganze Boot für diesen Trip voll bekommt. Ok, ein Samstag bei schönem Wetter. Bei nicht zu rauer See geht es rüber gen Corvo. Es wird der direkte Weg genommen. Der Trip dauert doch eine gute Stunde, was für Menschen mit Seekrankheit ein echter Alptraum sein kann.

Ich halte Ausschau nach pelagischen Vögeln. Aber den Dunklen Sturmtaucher (Puffinus griseus), oder einen Wellenläufer (Oceanodroma leucorhoa), die jemand Mitte Oktober mal zwischen Corvo und Flores gesichtet habe, sehe ich nicht. Nur Gelbschnabel-Sturmtaucher (Calonectris borealis). Endlich kommen wir am Hafen von Corvo an. Es ist leicht bewölkt und angenehm mild. Am Hafen warten schon Vans, die jetzt die Insassen der Boote hochfahren.

Es stellt sich heraus, daß die meisten Touristen sich hochfahren lassen und dann gleich wieder für den gleichen Preis (5,- €/ Person) wieder herunter bringen lassen. Wir aber wollen die schöne Caldeira über der dicke Nebelwolken sehen, richtig genießen und Continue reading Ausflug nach Corvo/ Azoren

Aosta Sanctuary RK430, Rucksack für Tele-Objektive mit angesetzter Sonnenblende

Nach sehr positiven Erfahrungen mit dem Lowepro Flipside 300 wollte ich mit einem zusätzlichen Modell die bereits im dem Lowe Pro Flipside 300- Blog beschriebenen Unzulänglichkeiten angehen. Dieser Rucksack sollte natürlich weiterhin handlich sein, als Bordgepäck ohne Schwierigkeiten bei allen Airlines akzeptiert werden und einen guten Wetterschutz bieten.

Schon in den Flipside 300 passte einiges rein: EOS 1- Profikameras EOS 1 DX mit angesetzten Canon 4,0/70 – 200mm EF oder dem Canon EF 400mm f/4.0 DO IS USM oder dem Sigma 120-300 f 2.8 APO EX DG OS HSM. In der verschließbaren Tasche passen noch das Canon Speedlite 430EX II rein.

Der Wermutstropfen: Eine Kombination des Sigmas mit dem Canon ESO 1 DX passt perfekt – natürlich nicht mit angesetzter Gegenlichtblende in den Lowe Pro Flipside 300. Das gleiche gilt für die Kombination der EOS 1- Profikameras mit dem Canon EF 400mm f/4.0 DO IS USM. Bei letzterem Objektiv fehlen genau 2 cm in der Länge. Schade.

Ich habe dann etwas recherchiert und mir beim Zubehör-Spezialisten für Naturfotografie Isarfoto Bothe die Telerucksäcke angeschaut. Ich entschied mich für den kleineren Aosta Sanctuary RK430, der ein 2,8/300 mm, 4/400 mm oder 2,8/400-mm-Objektiv (teils) mit angesetzter Kamera aufnehmen sollte.

Folgende Merkmale kennzeichnen die Aosta Sanctuarys, die ich hier direkt kommentiere:

– doppelter (nicht besonders solider) Reißverschluss mit Griff für das Hauptfach zum schnellen Öffnen und Schließen. Konstruktionsbedingt höheren – für einen Reißverschluss ungewöhnlichen – Belastungen ausgesetzt und nach einiger Zeit Continue reading Aosta Sanctuary RK430, Rucksack für Tele-Objektive mit angesetzter Sonnenblende

Carolinakrickente im Jahr 2014

Carolinakrickente, Amerik. Krickente,Die im Blog vom 25. März 2014 beschriebene Carolinakrickente (Anas carolinensis) – oder Amerikanische Krickente – aus Nordamerika ist nun im Journal „Seltene Vögel in Deutschland 2014“ (s. S 7) beschrieben worden. Dabei wurde zusammen gestellt, daß diese nahe Verwandte unserer  Krickente (Anas crecca) auch an anderen Orten in Deutschland gemeldet wurde. So in Mecklenburg-Vorpommern vom 1.-9.11.2014 sowie am 26.11.2014 vor dem Wampener Riff im Kreis Vorpommern-Greifswald, und in Schleswig-Holstein vom 13.-15.5.2014 im Oldensworter Vorland, Kreis Nordfriesland, sowie am 6.6.2013 im Hauke-Haien-Koog und am 7.6.2013 im Beltringharder Koog (beide Kreis Nordfriesland). Trotz des geringen zeitlichem und räumlichem Abstands soll es sich bei den beiden Vögeln im Juni um verschiedene Individuen gehandelt haben.

In den Rieselfeldern war die Art seit mindestens dem 16.03.14 auf dem Teich E1 zu sehen. Die männliche Carolinakrickente hielt Continue reading Carolinakrickente im Jahr 2014

Yellow-billed Cardinal in Pantanal

MantelkardinalDespite being at the edge of its eastern distribution, the Yellow-billed Cardinal (Paroaria capitata) is so common in the Pantanal,  that you hardly can miss it. Besides being one of the most colorful birds of the Pantanal, it is also one of the most common along the rivers, corixos and bays of the Pantanal plain. Form groups of up to a few dozen in feeders, such as at the farm Pouso Alegre and on the salted meat blankets drying in the sun.

The Yellow-billed Cardinal inhabits the riverside in various strata of vegetation. During the flood season, they join the rising waters, reaching places far from the rivers. They colonize farmhouses and other structures created by human action, remaining year-round in the place when there is food. They catch insects, other invertebrates and seeds on the ground. They live in groups throughout the year, although there are strong disputes between them for space or food.

Male and female are identical, with the characteristic red of the head contrasting with the rest of the colors and with the yellow bill.

Young birds come out of the nest with their backs and bill gray. The head is brown. The juvenile birds are sticking to their parents in flocks as of December. In the following months, they begin to change their plumage until they have moulted in the definitive colors. Continue reading Yellow-billed Cardinal in Pantanal

Schellente auf dem Planalto Central von Flores/ Azoren

SchellenteNach dem wenig ergiebigen Absuchen der Lagoa Raza geht die Fahrt weiter über die von den Einheimischen Planalto Central genannte Gegend, die in weiten Teilen von dem Kessel der Ribeira Grande eingenommen wird. Aus dem Augenwinkel bemerken wir eine feuchte Stelle bzw. eine richtig kleinen Teich. Wir halten umgehend am Straßenrand an. Und tatsächlich im Fernglas sehe ich das was für die Azoren eine Rarität ist: eine weibliche olho-dourado, also eine Schellente (Bucephala clangula). Der Blick durch das Spektiv bestätigt die Identifikation. Gut ist der braune Kopf und der graue Rücken zu sehen. Die Ente wirkt auf mich nur etwas sehr dunkel. Aber das kann man ja noch näher begutachten. Super, dazu muß ich jetzt näher aber ran und auch am besten fotografieren. Leider muß man dazu eine Kuhweide Continue reading Schellente auf dem Planalto Central von Flores/ Azoren

Little Egret at Ponta Delgada, Flores

SeidenreiherA white bird standing calm near the sea. It is the Little Egret (Egretta garzetta). A small heron. As you would expect from a heron, this bird is beautiful, graceful and shows long legs, neck and beak. A solitary and patient fisherman, the bird is waiting for low tide to make ambushes in still waters on the rocks. On other occasions, the Little Egret risk more and hunt patiently near the surf. As its name indicates this heron is small, of dimensions clearly inferior to Grey Heron (Ardea cinerea) and the Great Egret (Casmerodius albus). Compared with the herons that regularly visit the Azores, only Cattle Egret (Bubulcus ibis) is smaller than the Little Egret.

All its feathers are white and limpid. On the chest they are longer and form a tuft, in a kind of bib. Also on the back of the head you can see two elongated plumes, but only during the breeding season. Its beak is black and straight and the eyes are yellow. The legs are also black, but the toes, quite characteristic, are bright yellow.

In case of doubt in the identification of this species in the field it is to be remembered that both the Great Egret (Casmerodius albus) and the Cattle Egret have the yellow beak. Although the legs are all Continue reading Little Egret at Ponta Delgada, Flores

Snow Bunting, a migrating passerine on Flores/ Azores

SchneeammerThe Snow Bunting (Plectrophenax nivalis) is one of the few migratory passerines to be found on a regular basis to visit the Azores archipelago in general and Flores in particular. Maybe only the Northern Wheatear (Oenanthe oenanthe) of the subspecies leucorhoa, the Greenland Wheatear is recorded as often on Flores, the westernmost island of the archipelago.

The morning of the 11th of October 2017 turned to be sunny, but started quite cloudy and in the higher parts of the inner plateau with fog with visibility that was only 10 meters. On return to the northern coast I decided to pay the highest peak of Flores, the Morro Alto, a short visit. Still, at 10:00 moist atlantic air clouded the Pico da Sé. Wind was blowing and one little bird, brightly colored in a creamy yellow and some dominance of white in the wing plumage jumped over the volcanic gravel around the antennas erected on Continue reading Snow Bunting, a migrating passerine on Flores/ Azores

Der Rickelsbüller Koog, das nördlichste Naturschutzgebiet Deutschlands

SingschwanDas Vogelparadies zwischen Wiesen und Watt deint zehntausenden Zugvögel als Rastgebiet. Zugvögel verbringen alljährlich in dem 535 Hektar großen Naturschutzgebiet an der deutsch-dänischen Grenze mindestens einige Tage, um „aufzutanken“. Rund 150 verschiedene Arten sind hier schon beobachtet worden, darunter Alpenstrandläufer (Calidris alpina), Große Brachvögel (Numenius arquata) und Austernfischer (Haematopus ostralegus). Auf offenen Flächen bauen Wiesenvögel wie Wiesenpieper (Anthus pratensis) und Feldlerche (Alauda arvensis) ihre Nester, und im Schutze des Schilfes leben Enten. Ab Ende März besetzen die Brutvögel den Koog. Etwa 50 verschiedene Brutarten sind bisher nachgewiesen, darunter auch so seltene Arten wie Lachseeschwalbe (Gelochelidon nilotica), Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus) und Grauammer (Emberiza calandra). Zu den gefiederten Gästen, die das ganze Jahr im Koog bleiben, gehören Kiebitz (Vanellus vanellus) Austernfischer, Rotschenkel (Tringa totanus) und Stockenten(Anas platyrhynchos). Was den Ricksbüller Koog besonders attraktiv macht, ist seine Vernetzung mit den umgebenden Naturräumen wie etwa dem dänischen Margrethe-Koog oder dem Wattenmeer vor dem Landesschutzdeich.

Der Rickelsbüller Koog ist ein idealer Ausgangspunkt für die Vogelbeobachtung und Exkursionen am Rande des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.   Das Naturschutzgebiet Continue reading Der Rickelsbüller Koog, das nördlichste Naturschutzgebiet Deutschlands

Pelagischer Trip in den Vereinigten Arabischen Emiraten

ArabiensturmtaucherKurz nach 14:00 Uhr geht es  mit dem Boot los. Der Fahrer ist ein einheimischer Skipper, der sonst wohl Sportfischer mit raus nimmt. Man merkt und sieht, daß Treibstoff bzw. dessen Kosten keine Rolle spielt. Die beiden dicken Yamaha-Motoren haben zusammen 600 PS (wenn ich die Aufschrift richtig lese). Direkt im Hafen sehen wir schon mal eine Sandbank mit Hemprichmöwe (Larus hemprichii), Heringsmöwe (Larus fuscus), Dünnschnabelmöwe (Larus genei), Flußseeschwalbe (Sterna hirundo) und Lachmöwe (Larus ridibundus) (teilweise schon mit der Prachtkleid-Kapuze). Bei den Großmöwen sind nun direkte Vergleiche möglich. So hat eine Großmöwe perfekt das Aussehen, das im “Gulls of Europe, Asia & North America” von Olsen et.al. für Continue reading Pelagischer Trip in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Common Moorhen at Ribeira do Ferreiro/ Fajã Grande

TeichhuhnThe general area of Fajã Grande has a great potential for Birdwatching. Die different habitats include lagoons, streams, woods, coastal areas, small pastures, agricultural fields and 1 little lake. This is a place of magnificent beauty. Take the parking spot on the road between 2 bridges and walk from the main road up to the lake.

By a pedestrian, partly steep path in good condition of less than 1 km you will come to the center of Ribeira do Ferreiro. Here is located a lake also called Lagoa dos Patos or Alagoinha. Numerous waterfalls are feeding a pond, used by ducks. This is also the place where you can observe the resident Common Moorhen (Gallinula chloropus) which is called the Galinha-d’água in portugues. Considered a subspecies endemic by some authors, it has been Continue reading Common Moorhen at Ribeira do Ferreiro/ Fajã Grande

Ein Gürtelfischer auf Corvo/ Azoren

GürtelfischerNachdem wir die 6 km-Wanderung vom Kraterrand hinter uns gebracht haben, statten wir dem Alten Hafen, dem Porto Antigo von Corvo einen Besuch ab. Der Porto Antigo ist leicht zu finden. Direkt unterhalb von 3 alten Windmühlen befindet sich die betonierte Rampe ins Meer. Dicke Wellen mit ihrer Gischt hüllen den Hafen in eine salzige Feuchtigkeit. Die Wellen rollen von Süden an und stoßen damit direkt auf die Einfahrt des Hafens. Gestern waren hier Weißstirnregenpfeifer (Charadrius semipalmatus), Drosseluferläufer (Actitis macularia) und der Gürtelfischer (Megaceryle alcyon) gesichtet worden. Vor allem der im portugiesischen  Guarda-rios-cintado genannte Gürtelfischer hatte es mir angetan. Der fehlte noch auf meiner WP-Liste. Wir stellen uns auf die weiße Mauer mit Blick von oben auf den Hafen und genießen erst mal den Blick. In der Ferne grüßt schon wieder Flores. Es ist auffallend schwül-warm. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und – insbesondere – im Vergleich zu der Kühle im Nebel oberhalb der Caldeira ist es richtig warm hier unten. Auf einmal fliegt ein grauer Vogel ein. Er fliegt einen Vulkanfelsen an, wird von einer schäumenden Welle überrascht und fliegt wieder hoch. Anschließend rüttelt er über dem weißen Schaum. Super, das ist der Continue reading Ein Gürtelfischer auf Corvo/ Azoren

Vagrant Glossy Ibis on Flores

SichlerIn the north of the island of Flores, there are some excellent birding locations. Basically these sites are between the village Ponta Delgada to the east and the lighthouse on the edge of Ponta do Albernaz on the west. The lighthouse at Ponta do Albernaz is the most powerful lighthouse of the Azores. The view is breathtaking, with the neighboring island of Corvo in the background.The lighthouse is accessed via an isolated roadway that extends to the western edge of Flores.

Here is the first point of arrival of the migratory birds to the island of Flores in fall. But beginning of October might be too early. Besides an Greenland Wheatear (Oenanthe oenanthe leucorhoa) there was nothing special to see on the 3rd of October. We drove to the small village Ponta Delgada and behind a bend in the road we immediately noticed a dark slender bird with a long bill standing in ditch made by a water hole for cattle. With not doubt: a Glossy Ibis (Plegadis falcinellus). Reluctantly the bird started to fly. Instantly calling it Continue reading Vagrant Glossy Ibis on Flores

Woodcocks on Flores

WaldschnepfeDue to its stealthy habits the Woodcock (Scolopax rusticola) is one of the least observed regular birds in Europe. Essentially active at twilight and at night the Woodcock is the least known birds among the islands of the Azores as well. It is, however, one of the most unique species of the Azorean avifauna. The fact that Scolopax rusticola (named Galinhola in portugues) has different names on different islands, Cagarrona (Santa Luzia, Pico); passaroa (Terra do Pão, Pico); marreca (by several people in some localities of Pico) indicates, that people have something in mind with this bird.

The Woodcock is essentially resident on the island and breeding records are noticed from all the islands, with the exception of Santa Maria and Graciosa. Although the occurrence of migratory individuals (a bird was ringed in São Miguel in 2006 and recaptured a few months later in France), the real importance of these Continue reading Woodcocks on Flores

Rotflügelstare (Onychognathus neumanni) in Kamerun

RotflügelstarEin dicht bevölkertes und trotzdem dicht bewachsenes Stadtteilgebiet im Hochland von Bamenda liefert eine der Höhepunkte einer Kamerunreise. Es sind fliegende Rotflügelstare (Onychognathus neumanni).  Wir sind auf dem Weg zurück nach Bamenda. Nicht weit hinter dem Ortseingang biegen wir ab und landen in einer Sackgasse. Dort steigen wir aus und laufen an ein paar Büro-/ Regierungsgebäuden entlang bis wir vor einem gußeisernen Tor stehen. Hier befindet sich eine Farm, die Bauernhof zu nennen, noch deutlich übertrieben wäre. Die Eigentümer scheinen fremden Besuch gewohnt zu sein. Jedenfalls laufen wir zwischen Gemüsebeeten den leicht abschüssigen Hang hinunter bis wir an einem Berghang direkt hinter den Gärten landen. Wir stehen nun am Steilhang direkt hinter den Lehmhütten; das ist also der Backyard eines Bauernhofes.

Ein atemberaubender Blick über die Stadt eröffnet sich von hier. Unten ist der Krach zu hören und die Lebhaftigkeit der Stadt gut zu erkennen. Eindrucksvoll wirken die tollen Felsen, die den Talkessel umrahmen. Dort sollen sich die Neumann’s Starling genannten Rotflügelstare herumtreiben. Wir stellen uns auf die spärlich Continue reading Rotflügelstare (Onychognathus neumanni) in Kamerun

Der Rostzügel-Todityrann am Nest

Rostzügel-TodityrannEin Aufenthalt auf der Farm Pouso Alegre Lodge, direkt an der sogenannten Transpantaneira, nur 33 km südlich des Zugangs zum Pantanal bei Pocone gelegen, hat manche Überraschung bereit. Eines Morgens nehme ich auf meinem Morgenspaziergang Bewegung direkt entlang des Weges wahr. Ein kleiner Vogel mit einem quer-liegenden Grashalm verschwindet schnell im Dickicht. Ich kann dann die Stelle sehen, in die der im englischen Rusty-fronted Tody-Flycatcher genannte Rostzügel-Todityrann (Poecilotriccus altirostris) fleißig sein Nistmaterial einträgt. Es scheint sich um ein erhöhtes Cerrado-Inselchen zu handeln, das gut mit dicht stehenden Stämmchen verschlossen ist. Trotzdem verschaffe ich mir Zugang zu diesem nur 3 Meter im Durchmesser messenden „Wäldchen“. Ich stehe wenig später praktisch direkt vor seinem hängenden Nest. Nur wenig später kommt der Vogel auch schon mit weiteren trockenen Grashalmen. Wie man in der Gallerie-Sequenz zum Rostzügel-Todityrann sieht, kommt ein Vogel wenig später dann sogar mal mit einer toten Spinne, die ebenfalls beim Nestbau verwendet werden soll. Später stellt sich Continue reading Der Rostzügel-Todityrann am Nest

Common Cranes in Zingst/ Mecklenburg-Vorpommern

KranichWho wants to observe the huge accumulations of Common Cranes (Grus grus) in fall, will find excellent opportunities near the seaside resort of Zingst in Mecklenburg-Vorpommern. Zingst and Darß were declared a National Park in 1990 due to their natural coastline and the unique so-called Boddenlandschaft. Together with the Fischland, they form a peninsula in the course of the Mecklenburg coast between Rostock and Stralsund.

When we started the first exploration on an early October morning, the sky was still pitch black. We headed south and wanted to be in front of the cranes at the known feeding grounds. But when we reached the town of Barth, the sky was already reddened by the morning sun, and crowds of wild geese and cranes were already calling out loudly over the city on the way to the harvested fields for finding food. So we were too late. Nevertheless, we stopped briefly, because it was not possible to concentrate on the road, as we were fascinated by the spectacle of the birds in the sky above us. Continue reading Common Cranes in Zingst/ Mecklenburg-Vorpommern

Roter Felsenhahn im Manu- Nationalpark

Andenklippenvogel oder AndenfelsenhahnNebelschwaden ziehen vom Fluß im Tal her hoch. Keine halbe Stunde nachdem ich im stockdunklen Morgen in das Versteck gehuscht war, ist es auch schon hell. Der Tag bricht an, auch wenn es mitten im Astgewirr doch immer noch dämmrig ist. Hier befindet sich mitten im Nebelwald die legendäre Stelle, an der man den spektakulären Roten Felsenhahn (Rupicola peruviana) auf einem Ast bei der Balz fotografieren kann.

Über baumlose Andenpässe und vorbei an kleinen Dörfern geht es im Geländewagen in Richtung Nordosten zum Rio Kosnipata. Nachdem man einen Paß in 4.000 m Höhe überwunden hat und der Übergang von der Trockenzone zur ewig feuchten Nebelregion hinter einmen liegt, kommt man auf 1.500 m NN ans Ziel: das Tal des Rio Kosnipata am südöstlichen Rand des Manu- Nationalparks. In der Nähe der schlichten Unterkunft mit dem verheißungsvollen Namen „Cock-of-the-Rock-Lodge” steht ein Tarnversteck. Dieses ist die sagenumwobene Stelle, an der man den orange-roten Roten Felsenhahn formatfüllend fotografieren kann. Schon am Morgen war ich die paar hundert Meter zu einem Versteck gelaufen. Bis Mittag war es am ersten Tag in dem Versteck etwas oberhalb Continue reading Roter Felsenhahn im Manu- Nationalpark

Vögel im Hôtel Transcam in Ngaoundéré / Kamerun

WeisshaubenturakoAuf dem Weg von Garoua zur Ngaoundaba Ranch kehren wir im Hotel Transcam ein. Am interessantesten ist das Nest des Baglafechtweber (Ploceus baglafecht) direkt über dem Autoparkplatz vor dem Hotel. An dem Nest wird eifrig gebaut. Wenn man nach oder durch N’gaoundere muss, ist das Hôtel Transcam das erste Haus am Platz. Für überschaubares Geld kann man eine gute Unterkunft bekommen. Auch das Frühstück soll mit guten Kaffee, Croissant etc. akzeptabel sein. Über funktionierendes WIFI in der Lobby und freundliches Personal verfügt das Hotel ebenfalls. Allerdings, das Hotel ist vermutlich aus dem 1970iger Jahren und daher recht alt. Das merkt man auch. Wir konnten uns dort dem Mittagsbuffet widmen. Das Essen war reichlich mit Reis, verschiedenen Salaten und etlichen Fleischsorten. Außerdem hatten wir auf der Fahrt richtig Hunger bekommen. Viele Alternativen hätten wir uns in der lebhaften Stadt auch nicht überlegen können. Das Bier war kalt und schmeckt auch.

Nach dem Essen widmen wir uns dem üppigen Grün des Hotels. Der Hotelgarten stellt sich als sehr produktiv heraus. Schon vor dem Continue reading Vögel im Hôtel Transcam in Ngaoundéré / Kamerun

Steppenweihe wieder am Schröcker Feld bei Marburg

SteppenweiheWie im Juli 2014 ist nun auch Anfang September eine Steppenweihe (Circus macrourus) über dem Schröcker Feld bei Marburg gesichtet worden. Gegen Abend (19:15 Uhr) war die männliche Steppenweihe im 2. Kalenderjahr auf dem Schröcker Feld kurz gesichtet worden. bevor der Vogel hinter einer Anhöhe verschwandt. Leider war eine kurzzeitige Nachsuche erfolglos, doch das war bei den bisherigen Sichtungen auf den Höhen oberhalb des Lahntals auch nicht anders gewesen.

Bei den Beobachtungen des im Blog Steppenweihe – Weihentreff auf dem Schröcker Feld bei Marburg beschriebene Greif im Juli 2014 dürfte es sich um eine Einzelbeobachtung gehandelt haben. Ab dem 19. Juli 2014, hielt sich auf dem Plateau östlich von Marburg, das Schröcker Feld genannt wird, eine männliche Steppenweihe (auf. Die Weihe wirkte sehr hell, fast weiß, hatte aber – wie auf dem Foto des fliegenden Männchens der Steppenweihe erkennbar – einen schmutzigen Anflug auf der Oberseite und wurde daher Continue reading Steppenweihe wieder am Schröcker Feld bei Marburg

Eurasian Thick-knee (Burhinus oedicnemus) in Croatia´s karstic landscape

TrielOn the southern edge of the island Pag you can enjoy the ample stony lowlands of the island´s disorientating karstic landscape. With large, sideways eyes, the Eurasian Thick-knee peers into the twilight. It is still almost dark; only the first glimmer of the morning over the mountains on the coast of Croatia is visible. A family group of Eurasian Thick-knees stands quietly on the edge of a gravel road. It is the two parents and a young one. The feathers of the young Eurasian Thick-knee are still standing on and off on the head. As the car slowly approaches and then stops, the Eurasian Thick-kneee runs without too much haste into the wide landscape of the karstic steppe. A little later they are swallowed by darkness.

It is just a coincidence that on the way back, a revival is possible. A former farmyard is covered with higher grasses. Suddenly, one Eurasian Thick-knee appears. Before, the bird was so well hidden in the grass-stone mosaic that one of the Eurasian Thick-knee parents’ now stands only 10 meters from the car. The bird remains motionless. The reason is obvious a little later. A young bird with its up and down standing feathers on its head stands between the grasses. If the Eurasian Thick-knee parents were alone, they would Continue reading Eurasian Thick-knee (Burhinus oedicnemus) in Croatia´s karstic landscape

Kappengeier in Kamerun

KappengeierDer Kappengeier (Necrosyrtes monachus) ist aufgrund des Bestandrückgangs in vielen Teilen Afrikas eine Critically Endangered Species seit den 1990er Jahren.

Interessant ist, daß es offensichtlich unterschiedliche Strategien des Kappengeier in Bezug auf die Habitatwahl gibt. Im Gegensatz zu den Kappengeiern in Westafrika, die oft die Nähe des Menschen – wohl aufgrund der Nahrungsverfügbarkeit – suchen und entsprechen leicht beobachtet werden können, ist der Kapuzengeier im südlichen Afrika deutlich schwerer zu finden. In erster Linie kommt er in geschützte Gebieten vor, die eine niedrige menschliche Bevölkerungsdicht aufweisen. Diese Unterschiede in der Habitatwahl haben dazu geführt, dass er dort, wo wissenschaftlichen Forschung am besten möglich ist, relativ schlecht untersucht wurde. Dieser Mangel an Wissen verhindert jetzt ein Verständnis der besonderen Gefahrensituation dieses Continue reading Kappengeier in Kamerun

TARNZELT von Stealth Gear

Stealth Gear 2-Personen- TarnzeltDer ein oder andere hat vielleicht meine Erfahrungsberichte u.a. zum Canon EF 400mm f/4.0 DO IS USM oder zu den EOS 1– Profikameras (Canon EOS 1DX, Canon EOS 1DX Mark II und Canon EOS 1D IV) schon gelesen. Nun möchte ich meine Erfahrungen mit einem Tarnzelt mitteilen. Seit kurzem bin ich Besitzer eines Stealth Gear 2-Personen- Tarnzelt Extreme Professional Wildlife Square Hide. Dazu habe ich mir noch einen Walkstool Comfort in der Höhe 45 cm zugelegt. Wichtig ist die Walkstool Steady Bodenspinne, die ein Einsinken des Stuhls in weniger festem Untergrund, so u.a. an Seen und Flüssen, gut verhindert. Tarnzelte sind für den Vogelfotografen ein unentbehrliches Hilfsmittel. Auch in Mitteleuropa sind die Fluchtdistanzen der Tiere groß und häufig ermöglicht erst eine gute Tarnung Aufnahmen von Arten an bestimmten, fest vorgegebenen Plätzen wie Nahrungsgründen, Sitzwarten und im Nestumfeld. Es ist selbstverständlich, daß auf besonders störungsempfindliche Arten nur sehr zurückhaltend mit dem Tarnzelt angesessen werden darf.  Auch bei der Singvogel-Fotografie kann ein Tarnzelt erhebliche Vorteile bringen. Denn nur wenn sich die Tiere unbeobachtet fühlen, zeigen sie ihr natürliches Verhalten.

Bisher besaß ich – schon seit Jahren – ein BIRDLAND Tarnzelt Camouflage, das mit den Maßen 100×120 und einer Höhe von 140 cm punkten konnte. Es war damals der Klassiker, der bei Isarfoto als sehr leichtes (1,7 kg mit Zubehör) Kuppelzelt mit geringem Continue reading TARNZELT von Stealth Gear

White-rumped Sandpiper in Brandenburg at Gülper lake

WeißbürzelstrandläuferThe White-rumped Sandpiper (Calidris fuscicollis) – initially recorded as Baird’s Sandpiper (Calidris bairdii) – from Lake Gülper was intended to be observed on Saturday, July 22nd. Already at 7:00 am I arrived after 2 hours’ drive at the southeast corner of the small village Prietzen at the south end of Lake Gülper. Some birders had already placed their cars along the road. But on Saturday morning nobody had seen the bird in the Havelaue already.

Since Wednesday, July 19, the White-rumped Sandpiper had been seen loosely associated with river Little Ringed Plover (Charadrius dubius), Common Sandpiper (Actitis hypoleucos) and a Little Stint (Calidris minuta) on the sands on the banks of the southern shore. The White-rumped Sandpiper was busily searching for food with little resting phases. The bird was steadily to be seen until evening.

The southern shore of Lake Gülper is, however, crowded in summer by thousands of resting geese, predominantly Greylag Goose (Anser anser). For longer periods of time, White-rumped Sandpiper could not be found between the Greylag Geese. Thus, e.g. on Friday, July 21, 2017 between 7:45 and 8:00 pm, the bird could only be discovered after a White-tailed Eagle (Haliaeetus albicilla) had flushed all the Greylag Geese. Before that, he had not been seen Continue reading White-rumped Sandpiper in Brandenburg at Gülper lake

Vorkommen der Steppenweihe in Deutschland im Jahr 2014

SteppenweiheDie im Blog vom 29. Juli 2014 beschriebene männliche Steppenweihe (Circus macrourus) vom Schröcker Feld bei Marburg ist nun im Journal „Seltene Vögel in Deutschland 2014“ (s. S 11) zusammen mit anderen Vorkommen gewürdigt worden. Dabei wurde zusammengestellt, daß dieser schöne Greif auch an vielen anderen Orten in Deutschland gemeldet wurde.

Vom Wesselburenerkoog (Kreis Dithmarschen) in Schleswig-Holstein über den Tagebau Welzow-Süd in Brandenburg bis zum Loisach-Kochelsee-Moor (Kreis Garmisch-Partenkirchen) in Bayern reicht die Liste.

Bei den Beobachtungen des im Blog Steppenweihe – Weihentreff auf dem Schröcker Feld bei Marburg  beschriebene Greif im Juli 2014 dürfte es sich um eine Einzelbeobachtung gehandelt haben. Ab dem 19. Juli 2014, hielt sich auf dem Plateau östlich von Marburg, das Schröcker Feld genannt wird, eine männliche Steppenweihe auf. Die Weihe wirkte sehr hell, fast weiß, hatte aber – wie auf dem Foto Continue reading Vorkommen der Steppenweihe in Deutschland im Jahr 2014

Schwarzstörche an der Elbe/ Wittenberg

SchwarzstorchDie Meldung in ornitho.de machte hellhörig. Mitte August  waren 19 Schwarzstörche (Ciconia nigra) zusammen abends gegen 19:00 Uhr in der Nähe eines Klödener Riß genannten Altelbearms gesichtet worden. 13 Schwarzstörche wurden als überwiegend Familienverbänden angehörig auf einem Feld identifiziert und 6 Schwarzstörche rasteten auf einem Baum. Klöden in Sachsen-Anhalt ist auch vom südlichen Brandenburg gut zu erreichen. Es liegt gut 25 km süd-östlich von Wittenberg.

Und tatsächlich konnten bei einer Kontrolle der Umgebung beim Klödener Riß 2 einfliegende Schwarzstörche beobachtet werden. Ich erwartete sie im weiteren Verlauf an dem Altarm entdecken zu können. Leider ist der an vielen Stellen sehr zugewachsen. Umso größer war das Erstaunen, insgesamt 6 Schwarzstörche zusammen mit etlichen Graureihern (Ardea cinerea) und 1 Silberreiher (Ardea alba) auf Continue reading Schwarzstörche an der Elbe/ Wittenberg

Triel in Karstlandschaft

TrielMit großen, seitwärts stehenden Augen guckt der Triel (Burhinus oedicnemus) in die Dämmerung. Gerade erst ist der erste Morgenschimmer über den Bergen an Kroatiens Küste zu erkennen gewesen. Ein Familientrupp steht still am Rand der Schotterpiste. Es sind die beiden Eltern und ein Junges, das noch auf- und abseits stehenden Federn auf dem Kopf aufweist. Als der Wagen langsam heranfährt und dann hält, laufen die Triele ohne allzu große Hast in die Weite der Karststeppe. Wenig später hat sie die Dunkelheit verschluckt.

Es ist purer Zufall, daß auf dem Rückweg noch ein mit höheren Gräsern bewachsenes ehemaliges Bauernhofgelände abgefahren wird. Plötzlich steht ein Triel auf. Vorher war er in dem Gras-Stein-Mosaik so gut verborgen, daß eines der Elterntiere nun nur gut 10 Meter neben dem Wagen steht. Regungslos bleibt der Vogel stehen. Der Grund ist wenig später zu sehen. Ein Jungvogel mit seinen auf- und abseits stehenden Federn auf dem Kopf steht zwischen den Gräsern. Wären die Triel-Eltern allein, wären sie wohl einfach nur Continue reading Triel in Karstlandschaft

Flammulated Bamboo-Tyrant (Hemitriccus flammulatus) in the Ocorotu Forest/ Bolivia

GraustreifentyrannShortly, the Flammulated Pygmy-Tyrant (Hemitriccus flammulatus) undertakes a sally-strike maneuver to glean arthropod prey from the surfaces of leaves and twigs. Than it sits on a branch. The undergrowth is pitch dark. It is only through its flight-movements that the little bird is noticed. Frequently it vocalizes its high-pitched call. The Flammulated Pygmy-Tyrant is a tiny olive-grey bird – like many species in the family Tyrannidae.

Early in the morning I had woken up. Outside it is still hazy; thick clouds are covering the sky. I decide, I could try to photograph the Flammulated Pygmy-Tyrant. It is humid and the sky remains covered. So I pack my rucksack with a 2.8 / 300 lens and a MZ-5- flash. After just a few meters hike with the rucksack on the back, the shirt sticks to the wet body. The main path through the hotel Flora and fauna grounds of Robin is really a dream. Hilly forest, which still exists with impressive jungle giants. It is called the Ocorotu Forest. I am really impressed. The Flammulated Pygmy-Tyrant can be heard already from the undergrowth. I follow the course of the path that leads down into a brook bed. From there it goes up the hill again. Just at this point a few days ago I encountered the biggest bats I have ever seen. They are probably False Vampire Bat (Vampyrum spectrum)

As the genus-name, Vampyrum, suggests, the False Vampire Bat were mistaken for bloody vampire bats. But they are carnivores Continue reading Flammulated Bamboo-Tyrant (Hemitriccus flammulatus) in the Ocorotu Forest/ Bolivia

Weißrückenspecht im Paklenica National Park

WeissrückenspechtWeiche Kontaktrufe verraten einen Specht. Ein Blick durch das Fernglas: eindeutig Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos). Sehr gut sind die weißen Bänder auf den zusammen gefalteten Flügeln zu erkennen. Eher wie ein Kleinspecht (Dendrocopos minor) sieht er aus. Nur größer. Dann sehe ich ihn auch eindeutig im Fernglas. Der Weißrückenspecht, der mir seinen Rücken zukehrt, scheint aber ein doch Jungtier zu sein. Ich muß Heidi, die es anfangs gar nicht kapiert, noch anhalten. Ein kurzes “Kichern”. Ich erkenne, daß es 2 Vögel sind. Einer wirkt leicht unfertig, etwas zerzaust. Wohl ein Jungvogel. Der andere wahrscheinlich eines der Elterntiere. Aus dem Augenwinkel sehe ich dann die 2 Weißrückenspechte aufsteigen und dann auch schon wegfliegen. Schnell verschwinden die beiden Spechte den Hang hinauf. Kurz entschlossen hechte ich hinterher. Nach gut 30 Metern harre ich aber aus. Ich spiele die Kontaktrufe von Band ab. Auch das typischen lang anhaltende Trommeln soll den Specht locken. Leider keine Rückmeldung. Es macht wohl keinen Sinn den Weißrückenspecht durch den kroatischen Karst weiter zu verfolgen.

Der Hang wirkt auf Anhieb sehr offen. Jedoch liegt und steht eine Menge Totholz im Steilhang. Dazwischen große Felsblöcke, die Continue reading Weißrückenspecht im Paklenica National Park

Oriental Reed-Warbler in Laem Pak Bia Watertreatment / Thailand

Chinarohrsänger2 warblers are calling out of the reeds in the early morning in the middle of Thailand. The one is a Black-browed Reed-Warbler (Acrocephalus bistrigiceps) this is clear. Checking some older images I stumbled over an Acrocephalus-Warbler, which at the time, I called a Blunt-winged Warbler (Acrocephalus concinens). I shot the image in January 2011 in the Laem Pak Bia Watertreatment plant in middle Thailand. I checked the Helm ID-guide “Warblers of Europe, Asia, and North Africa” and I start thinking due to the streaks on the breast and the thick bill it might have been a Oriental Reed-Warbler (Acrocephalus orientalis) instead. I opened a threat in www.birdforum.com.

Quite shortly, a specialist confirmed the ID with the words “…is indeed an Oriental Reed Warbler. Note in particular combination of grey streaked breast, strong supercilium, rather heavy bill and blue-grey legs.”

In the Laem Pak Bia Watertreatment plant, there are pools designed to purify the water a biological cleaning process with reeds. Continue reading Oriental Reed-Warbler in Laem Pak Bia Watertreatment / Thailand

Cameroon Olive-Greenbul (Phyllastrephus poensis) near Bamenda in the Cameroon Highlands

BamendabülbülA dark olive-brown bird moves between twigs and branches. The trees are on the slope above the crater lake are not so high. This allows for very nice pictures of birds, which would otherwise be rather up in the canopy – largely invisible from the ground. This time, the brown bird with the striking beak is not a banded wattle-eye. At first sight it reminds me of an Terrestrial Brownbul (Phyllastrephus terrestris). But this Brownbul is a bird more confined to a variety of thickly vegetated habitats in evergreen forests mostly in the lowlands and coastal scrub of southern and eastern Africa. This medium-sized, relatively elongated, simple-looking bird is a Greenbul with a relatively long and fine beak. Lores, throat and the side parts of the face are light grey. While the tail appears rather brown, the predominant color of the wings and the back is olive. This is the Cameroon Olive-Greenbul (Phyllastrephus poensis), which is – unlike the previously seen Cameroon Montane Greenbul (Andropadus montanus) – not particularly olive green. We are lucky, because the species is limited in its distribution only to the ecoregion of the Cameroon mountains although the bird is not so rare in its distribution range.

The trip to the crater lake Lake Awing was already very productive. A young Banded Wattle-eye (Platysteira laticincta) and one of the parents could already be seen along a ridge above the lake. A very Continue reading Cameroon Olive-Greenbul (Phyllastrephus poensis) near Bamenda in the Cameroon Highlands

Bekassine im Balzflug

BekassineTräge fließt der Fluß dahin. Die Wiesen sind von der Schneeschmelze und den ergiebigen Regenfällen weiträumig überschwemmt. Dunkle Wolken trieb der Wind den ganzen Tag vor sich her. Gegen Abend klart es auf. Kühl ist es immer noch; aber fast wolkenlos. Bald wird die Abenddämmerung einfallen. Da ist irgendwo hoch über den Wiesen und Weiden ein dumpfes, vibrierendes Meckern am Himmel zu hören. Es stammte von einem Männchen der Bekassine (Gallinago gallinago), welches dieses seltsame Geräusch mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt. Im Sturzflug der Balz sind nicht nur die beiden Federn zwischen Flügeln und Schwanz zu erkennen. Auch die Schwanzfedern sind weit gefächert und lassen im Fernglas die bunten Farben erkennen. Immer wieder steigt der Vogel auf und läßt sich dann wieder fallen. Damit markiert er sein Revier und signalisiert seine Ausdauer. Das ganze Spektakel des Balzflugs kann Stunden dauern. Zwischendurch ruft die Bekassine im Flug. Durch den langen, nun geöffneten Schnabel und die weit abgespreizten Federn wirkt der Vogel deutlich imposanter, als wenn man ihn auf dem Boden sieht. Dort ist er trotz seines „tick-e-tick“ – Rufens (das an das Geräusch einer großen Wanduhr erinnert) sehr unscheinbar und erstaunlich gut getarnt.

Es ist sehr eindrucksvoll, wie die Bekassinen teils weit im Süden über den nur noch seicht überschwemmten Wiesen des Gebietes fliegen, rufen und auf und nieder sausen und dabei ihre arttypischen Trommelgeräusche über die Wiesen schallen lassen. Dann wieder sind es 2 oder gar 3 Bekassinen, die direkt über dem Weg durch Continue reading Bekassine im Balzflug

Weissschwanzkiebitz in Deutschland im Jahr 2014

WeißschwanzkiebitzDer im Blog vom 28. April 2014 beschriebene Weißschwanzkiebitz (Vanellus leucurus)  auf der Kuhweide in der Wetterau ist nun im Journal „Seltene Vögel in Deutschland 2014“ (s. S 14-15) zusammen mit anderen Vorkommen aufgeführt worden. Dabei wurde zusammengestellt, daß diese Seltenheit in Hessen auch an einigen anderen Orten gemeldet wurde. Zuerst tauchte der adulte Weißschwanzkiebitz im  NSG Mittlere Horloffaue, auf der Kuhweide bei Hungen auf. Nachdem die Art vom 26.-29.4.2014 im NSG Mittlere Horloffaue sowie am 5.5.2014 von dem Renaturierungsgebiet Par-Allna südlich von Marburg gesichtet wurde, konnte sie am 7.5.2014 in Stadtallendorf-Erksdorf (ebenfalls Kreis Marburg-Biedenkopf) beobachtet werden. Sichtungen aus Baden-Württemberg betrafen den Zeitraum vom 15.-17.Mai 2014 vom Rohrsee im Kreis Ravensburg. Es wird vermutet, daß die Beobachtungen in Hessen einem mehrfach beobachteten Individuum zuzurechnen sein dürften, das sich langsam in nördlicher Richtung bewegte. Es erscheint unwahrscheinlich, dass auch der Nachweis in Baden-Württemberg diesen Vogel betraf.

An dem Wochenende hielt sich diese Ausnahmeerscheinung zwischen anderen Limikolen und Enten in den Gräben und vor allem zwischen den Seggen entlang der Gräben des NSG Mittlere Continue reading Weissschwanzkiebitz in Deutschland im Jahr 2014

Congo Serpent-Eagle (Dryotriorchis spectabilis) in the Cameroon lowlands

SchlangenbussardDriving from Edea down to Kribi in April 2017 we managed to catch a bird, unobtrusively crouching on a branch of a medium-sized tree right along the road. The bird had large eyes, but was sitting right in the open. Wow, this was the Congo Serpent-Eagle (Dryotriorchis spectabilis) is a medium-sized eagle that occurs in densely forested areas throughout western and central Africa. Normally prey is spotted in dark forest, either on a tree trunk, in foliage, or on the ground. But they also hunt along roads and forest clearings and may perch over rivers.

The Congo Serpent-Eagle is part in the family Accipitridae, and is classified in the monotypic genera Dryotriorchis. This species is found in West and Central Africa, with its range stretching from Sierra Leone south to Angola and west to the Democratic Republic of Congo. The Congo Serpent-Eagle (Dryotriorchis spectabilis spectabilis) is found in upper Guinean forests of Western Africa, while Congo Serpent-Eagle (Dryotriorchis spectabilis batesi) is found in lower Guinean forests in the south of Cameroon and Gabon.

Although monotypic, it seems to be closely related to Circaetus- Snake-Eagles like the Short-toed Snake-Eagle (Circaetus gallicus) and is possibly a link between these and the Asian genera Spilornis – Serpent-Eagles like the Crested Serpent-Eagle (Spilornis cheela). This Continue reading Congo Serpent-Eagle (Dryotriorchis spectabilis) in the Cameroon lowlands

Weissbürzel-Strandläufer am Gülper See

WeißbürzelstrandläuferDer anfangs als Bairdstrandläufer (Calidris bairdii)  bestimmte Weißbürzelstrandläufer (Calidris fuscicollis) vom Gülper See sollte am Samstag, den 22. Juli beobachtet werden. Schon um 7:00 war ich die 2 Stunden angereist und stellte den Wagen am Südostausgang des kleinen Dörfchens Prietzen am Südende des Gülper Sees ab. Einige Birder waren schon unterwegs. Am Samstagmorgen  hatte aber noch niemand den Vogel in der Havelaue gesehen.

Der Weißbürzelstrandläufer war seit Mittwoch, 19. Juli, locker mit Flußregenpfeifern (Charadrius dubius), Flußuferläufern (Actitis hypoleucos)  und einem Zwergstrandläufer (Calidris minuta) vergesellschaftet auf den Sandflächen am Uferrand des dicht mit Mauserfedern bedeckten Südufers gesichtet worden. Der Weißbürzelstrandläufer war  hauptsächlich auf Nahrungssuche mit wenig Ruhephasen zu sehen und anfangs stetig bis abends anwesend.

Das Südufer des Gülper Sees wird allerdings im Sommer von Tausenden rastenden Gänsen, ganz überwiegend Graugänsen (Anser anser), bevölkert. Über längere Zeiträume konnte der Weißbürzelstrandläufer zwischen den Graugänsen nicht Continue reading Weissbürzel-Strandläufer am Gülper See

Steinhühner auf Pag/ Kroatien

SteinhuhnEin Ausflug zum Kolansko Blato sollte sich als ausgesprochen gut für Beobachtungen des Steinhuhns (Alectoris graeca) heraus stellen. Kurz vor der Straße zwischen Kolan und Novalja haben wir richtig Glück. Zuerst steht ein Paar des Steinhuhns auf einer niedrigen steinernen Mauer. Dann sind noch viel mehr dort  und lassen sich super fotografieren. Auch ein/ zwei Jungvögel ist dabei.  Sind die schon von diesem Jahr? Die Landschaft ist von einem Muster heller (Kreidefels-)Mauern und kleinräumiger Feldern gekennzeichnet und entspricht damit der weiter südlich am Velo Blato bei Povljana. Die Straßen sind schmal und führen mitten durch diese alte bäuerliche Landschaft. Die Höhe über dem Meeresspiegel beträgt mal gerade 50m NN.

In einer in Limicola veröffentlichten Studie zum rezenten Vorkommen und Status des Steinhuhns, Alectoris graeca, in Deutschland von H.-G. Bauer et. al werden als potenzielle Brutstandorte im deutschen Alpenland steile bis schroffe Hanglagen mit vornehmlich Südwest­ bis Südostexposition genannt. Die Standorte  sind  stein-­  bzw.  felsdurchsetzt  oder  auf  karstigem  Grund  und mit subalpinen bis alpinen Rasengesellschaften sowie meist mit Zwergsträuchern bestanden.  Besonders  in  den  unteren, Continue reading Steinhühner auf Pag/ Kroatien

Erster Erfahrungsbericht mit der Canon EOS 1 DX Mark II

Als zufriedener Canon EOS 1D X und ehemaliger EOS 1D Mark IV – User wollte ich irgendwann natürlich auch die nächste Generation dieses Profimodells testen. Über die Jahre hatte ich festgestellt, daß mich sowohl die Canon EOS 1D Mark IV oder auch die D1 X fast immer voll überzeugte, aber eben auch nur fast immer. Bei beiden kritisiere ich den lauten Silent-Mode. Weiter war ich davon überzeugt, daß es inzwischen technische Verbesserungen in der AF-Verfolgung geben müsste. Trotz iTR AF in der Canon EOS 1D X waren die Ergebnisse gerade vor strukturierten Hintergrund nicht wirklich überzeugend. Fliegende Vögel stellen die Technik eben nicht nur aufgrund ihrer Geschwindigkeit sondern auch aufgrund des vielfältigen Lebensraums vor einige Herausforderungen.

Vögel im Flug zu fotografieren ist eine der anstrengendsten aber auch erfüllensten fotografischen Herausforderungen. Die Vögel in Continue reading Erster Erfahrungsbericht mit der Canon EOS 1 DX Mark II

Beobachtungen der Schuppenkopfprinie im Norden Kameruns

SchuppenkopfprinieDie Schuppenkopfprinie (Spiloptila Clamans) ist ein weiterer hervorragender Beitrag zum Portfolio der westlichen paläarktischen Vögel für bird-lens.com. Obwohl erst vor kurzem in der Grenze der westlichen Paläarktis begegnet ist, ist dieser sympathische kleine Vogel, der in der Sahelregion heimisch ist, sehr willkommen.

Im April 2017 ging bird-lens.com auf eine Birding-Rockjumper-Tour im nördlichen Kamerun. Von Waza NP am 10. April kommend, erreichten wir nach einem super-frühen Aufbruch im Waza Camp am frühen Morgen die Felder nördlich der kleinen Ortschaft Mora. Die Felder, die wir erkunden wollten, sind nur wenige Kilometer von Mora direkt von der Durchgangsstraße aus zu erreichen. Das Gebiet ist durch kleinteilige Landwirtschaft geprägt, die an einem sehr sandigen Ort vollzogen wird. Ein hartes Geschäft für die Bauern. Zuerst war das begehrte Lerchenlaufhühnchen (Ortyxelos meiffrenii) auf der Wunschliste. Die Gruppe hatte ihre ganze Aufmerksamkeit auf diese selten anzutreffende Spezies gerichtet. Obwohl wir unsere Wanderung um 7.15 Uhr begannen, erwartete uns eine lange, heiße Exkursion. Bald liefen wir in einer Kette zielstrebig über die ausgedörrte Sahellandschaft. Wir mussten auf die dornigen Sträucher der Feldumgrenzungen genauso achten wie auf Löcher Continue reading Beobachtungen der Schuppenkopfprinie im Norden Kameruns

Junge Rohrweihe am Köder

RohrweiheEin traumhafter Hochsommermorgen mit Morgennebel über den Feldern. Die Tage im Sommer scheinen manchmal vogelleer. Doch am frühen Morgen ist die Aktivität unübersehbar.  Die Reste eines Rehs liegt gut 25 Meter vor dem tonnenförmigen Hide. Gespannt warte ich auf die Ankunft des Schreiadlers (Aquila pomarina). Diese mittelgroßen Greife sind im Osten Deutschland, vor allem in Vorpommern, eine nicht so ungewöhnliche Erscheinung. Es ist aber nicht leicht, ein Exemplar aus nächster Nähe zu fotografieren. Zuerst tut sich gar nichts. Dann aber beobachte ich einige Pferde, die den Köder ausgiebig beäugen. Sie stehen nebeneinander in „sicherer“ Entfernung und halten den Köder gut im Blick. Irgendetwas scheint faszinierend und angsteinflößend gleichzeitig zu sein. Irgendwann steht auf einmal eine junge Rohrweihe (Circus aeruginosus), die direkt auf dem Köder Platz nimmt. Nachdem sie sich versichert hat, daß außer den Continue reading Junge Rohrweihe am Köder

Buntkopf-Felshüpfer – ein Picathartes – in Kamerun

Buntkopf-FelshüpferDer Nachmittag ist ganz dem Buntkopf-Felshüpfer (Picathartes oreas), der im englischen Grey-necked Rockfowl oder Grey-necked Picathartes genannt wird, gewidmet. Zuerst war die Frage der richtigen Ausrüstung zu klären. Es war klar, daß ich das Canon EF 400 / 1:4,0 L Do IS USM mitnehmen wollte. Dazu dann die Canon EOS-1D X, die Gewähr für rauscharme, hochauflösende Bilder bei akzeptablen Belichtungszeiten in den zu erwarteten dämmrigen Verhältnissen der Cave bieten sollte. Die Canon EOS 5DS R blieb am Camp, da ihre ASA-Empfindlichkeiten nur eingeschränkt zu nutzen sind. Zusätzlich kam erstmals auf diesem Trip das Canon EF 85mm 1:1,8 USM Tele Objektiv zum Zug. Das Canon 85 mm – f/1.8 USM sollte als ein vielseitiges, kleines Tele die notwendige Lichtstärke – im Fall des Falles – mitbringen. Dazu noch ein leichtes Stativ von Gitzo – das ich besser im Zelt gelassen hätte.

Dann Aufbruch: Wir erwarteten eine mühsame Wanderung für Stunden durch tropische Hitze in diesem Tieflandregenwald-Nationalpark. Manche Leute sagen, dass sich der Vogel erst nach Continue reading Buntkopf-Felshüpfer – ein Picathartes – in Kamerun

European Nightjar feeding habit

ZiegenmelkerWhen the sun has set and dusk turns to darkness, a discreet purring is heard often over the heath in Brandenburg´s landscape south of Berlin. The rhythmic purr of the Eurasian or European Nightjar (Caprimulgus europaeus) is increasing in volume in the background. The time lags between the purring of the Nightjar become shorter more and more. Finally, the male begins to patrol its territory. Slow, excessive wing beats enhance the impression of a relevant actor in the night theatre. It is beautiful to admire the white spots on the tail edge and the primaries. Only a few moment, this event takes place; then the Nightjar has disappeared already in the adjacent ash grove.

Like all members of the family, the European Nightjar (Caprimulgus europaeus) is an almost exclusively aerial feeder that feed in continuous hawking flight, which may be rather erratic as they pursue their prey. European Nightjars hunts moths, beetles and Continue reading European Nightjar feeding habit

Auf die Kehle kommt es an: Braunkehlchen

BraunkehlchenVon den farbenfrohen, bunten Drosselvögeln gibt es in Deutschland vier verschiedene Arten. Die bekannteste ist wohl das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) mit leuchtend rot gefärbter Brust. Dieser meisterliche Sänger mit seinen klaren Strophen brütet vor allem in Gärten, unterholzreichen Wäldern und Parks. Im Winterhalbjahr sind sie neugierig und oft wenig scheu. Rotkehlchen sind beispielsweise auf Friedhöfen oder in Parks sehr leicht zu fotografieren, da sie hier an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt sind. Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) ist dagegen in einem ganz anderen Habitat zu Hause. Das männliche Braunkehlchen ist leicht an der bräunlichen Brust und Kehlregion sowie dem unverkennbaren hellen Streifen über dem Auge zu erkennen. Der Bestand dieser Art hat, wie bei vielen anderen Wiesenbrütern auch, stark abgenommen, da sein Lebensraum  – die Feuchtwiesen  – in zunehmendem Maße entwässert und intensiv bewirtschaftet wird. Neben dem Nahrungsangebot fehlen ihm häufig geeignete Singwarten, auf denen das Männchen sein Lied präsentiert, oder es startet von hieraus seinen auffälligen Balzflug.

Durch die vielen Insekten, die sich im Rapsfeld tummeln, werden die Braunkehlchen magisch von diesen gelb blühenden Feldern Continue reading Auf die Kehle kommt es an: Braunkehlchen

White-backed Woodpecker in the Croatian Karst Mountains

Soft contact calls reveal a woodpecker nearby. A view through binoculars: clearly a White-backed Woodpecker (Dendrocopos leucotos). The white ribbons on the folded wings can be seen very well. He looks more like a Lesser Spotted Woodpecker (Dendrocopos minor). Only bigger. A short “giggle”. I realize that there are 2 birds. One is only a bit disheveled. Probably a juvenile bird. The other probably one of the parents. The two woodpeckers quickly disappear up the slope. I decide to go afterwards. After a good 30 meters, I wait. I play the contact calls from a tape. Also the typical long-lasting drumming is played to lure the woodpecker. But sorry, no feedback. It makes no sense to pursue the White-backed Woodpecker through the Croatian Karst.The slope looks very open right away. However, there is a lot of deadwood in the steep slope. In between are large limestone rock blocks, which also hinder a speedy advance. After all, a good sighting which really impressed me.

We had planned a mountain hike through the upper parts of the Paklenica National Park. Walking already for half a day through a very pretty mixed deciduous forest I was quite surprised Continue reading White-backed Woodpecker in the Croatian Karst Mountains

Senegaltriel in ausgetrockneten Bachbett/ Kamerun

SenegaltrielStill steht ein Paar des Senegaltriels (Burhinus senegalensis) unter einer Abbruchkante des ausgetrockneten Bachbetts. Gut, daß wir uns im Schatten eines Nebenlaufes des Benoue Rivers befinden. Die Hitze ist unerträglich. Wir sind auf der Suche nach der Adamawa Turtle-Dove. Diese Taube, dunkler als die anderen Turtle Doves, hält sich wohl gerne in beschatteten Nebenläufen des Benoue Rivers auf.

Auf der Suche nach der Taube und in Erwartung von Schatten laufen wir einen schmalen Zufluß –ohne Wasser – zum Hauptstrom hinein. Das Bachbett ist ausgetrocknet. Dicht wachsen die Lianen vom Ufer her in das Flußbett hinein. Im Schatten einiger großer Bäume tummeln sich einige Vögel. Der Grund ist klar: es steht Wasser an. Nicht viel, aber genug, um Vögeln ein Bad oder auch Wasser zum Trinken zu ermöglichen. Ein Cabanis’s Bunting ist als erstes beim Trinken zu beobachten. Dann auch ein Lesser Honeyguide, der ein hochwillkommener Neuzugang ist. Ein Greater Honeyguide, eine Continue reading Senegaltriel in ausgetrockneten Bachbett/ Kamerun

Fiery-breasted Bushshrike in the Cameroon Highlands

BlutbrustwürgerTo discover a Fiery-breasted Bushshrike (Malaconotus cruentus) in the mountain rainforest of south-western Cameroon is a very special privilege of a birding trip. As soon as we started to climb a hiking trail at Mount Kupe, we saw the mountain chain of Mt. Kupe, Mt. Oko near Kumbo and Mt. Cameroon. A beautiful chain of mountain rainforests.

Right in the beginning we could observe some of the primeval forest specialists, such as Speckled Tinkerbird (Pogoniulus scolopaceus) or the Yellow-billed Barbet (Trachyphonus purpuratus) in the canopy. Impressive birds. Especially when you can see them in the spotting real good. The view up into the canopy is quite exhausting – if you perform it for a while. But when our bird guide was able to detect a large, powerful bird high up between epiphytes and mosses of the canopy, all eyes were directed upwards again. These plants occur only in areas with frequent rainfall and high humidity. For this purpose, the light tropical rainforest of Mount Kupes is predestined. It is a Fiery-breasted Bushshrike, a colorful bird from the family of Bush shrikes (Malaconotidae). The Fiery-breasted Bushshrike first stands on a thick branch and moves there without great haste. Despite its striking colors, it still looks very unobtrusive and can easily be overlooked. He reminds me a bit of a Cutia (Cutia nipalensis), one member of the Shrike Babblers from the Continue reading Fiery-breasted Bushshrike in the Cameroon Highlands

Little Greenbuls fly catching insects in the rain

Having been in Campo Ma’an National Park in southern Cameroon already the 2nd day, we experienced a heavy thunderstorm with endless rain. Probably not the first front of the rainy season brought heavy rain and thunder – and myriads of flying insects.

Just outside our basic camp, birds made sallies into the air, to catch insects that started flying in the rain. It is amazing what the combination of the Canon 400mm f4.0 DO IS USM and the EOS 1DX can perform in the rainy weather. Then the question quickly arose: “What bird do the photos show?” immediately I supposed a Greenbul or Bulbul. A Common or Garden Bulbul (Pycnonotus barbatus) show the great flight recordings certainly not. I recalled in my notes, that besides swallows and swifts, Chestnut-capped Flycatcher (Erythrocercus mccallii) and some Sunbirds had also participated in the flycatching orgy during the rain on the clearing that day.

After consultation with an ornithologist specialized in African Continue reading Little Greenbuls fly catching insects in the rain

Neuntöter und aufgespiesste Beute in Brandenburg

NeuntöterBei einer kleinen Wanderung um den Riebener See konnte eine aufgespießte Feldgrille entdeckt werden. Sie war offensichtlich gerade erst auf das lose Ende eines Wildschutzgitters um einen Apfelbaum aufgespießt worden. Der ggf. „Zuständige“ und Verantwortliche konnte wenig später gerade 100m weiter ebenfalls auf einem Haltpfosten für einen Kirschbaum beobachtet werden. Es handelte sich um einen männlichen Neuntöter (Lanius collurio), der stoisch auf dem Pfosten sitzen blieb. Die geduldige Näherung war sehr gut möglich. Auf kurze Distanz konnten Fotos geschossen werden bevor er aufflog. Er flog in Richtung seiner Beute, dreht leicht auf einen abgestorbenen Holunderstrauch; verschwand dann aber. Er kam leider nicht zurück, so daß wir den Ausgang der Geschichte der Phantasie überlassen müssen.

Bei der aufgespießten Beute handelt es sich wohl um die Feldgrille (Gryllus campestris). Dieses Insekt ist zwar als lautstarke Wiesenbewohnerin bekannt. Ihr unermüdliches Zirpen dominiert von den ersten warmen Frühlingstagen bis in den August hinein die sandige Brandenburger Landschaft. FeldgrilleDie Feldgrille zu sehen, ist aber viel schwieriger. So bleibt der „Zirper“ selbst dem Publikum meist verborgen. Die Continue reading Neuntöter und aufgespiesste Beute in Brandenburg

Steinhuhn: Beobachtungen auf Pag/ Kroatien

SteinhuhnSterne funkeln von einem wolkenlosen Firmament. Es ist 3:25 – und damit eigentlich mehr als eine Stunde zu früh. Denn der Sonnenaufgang ist erst für 5:16 angekündigt. Das Steinhuhn (Alectoris graeca) fehlt aber noch in meiner persönlichen Liste der Vögel Mitteleuropas. Da kann man auch schon mal früh aufstehen. Wenig später ist im Osten schon ein Schein von Dämmerung zu erkennen. Es windet ein wenig – für morgens früh sogar ziemlich viel. Ob das das Steinhuhn vom Rufen abhält? Wie auch immer. Ich fahre erst mal aus dem Ort, halte und höre auch schon eindeutig Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus). Die Rufe kommen aus einem kleinen Wäldchen direkt gegenüber dem neu erbauten Supermarkt.

Ich bin zwar etwas müde, bei solchem Anfang geht es aber direkt viel besser. Dann fahre ich die Hauptstraße von Povljana nach Pag. Dabei passiere ich noch im Dunkeln den Malo Plato und die an Malo Blato angrenzenden Meeresbucht (Uvala Mlinica). Auch hier entdecke ich bzw. höre ich den Ziegenmelker; ebenfalls aus einem winzigen Kiefernwäldchen. Beim rund 80 ha großen Malo Blato („Kleiner Sumpf“) handelt es sich um ein brackisches Seggen-Binsen-Feuchtgebiet, in dem zahlreiche Paare der Montagu’s Harrier (Circus pygargus) brüten. Gestern hatten wir ja schon im Continue reading Steinhuhn: Beobachtungen auf Pag/ Kroatien

Grey-necked Picathartes in Campo-Ma’an National Park/ Cameroon

Buntkopf-FelshüpferNow the afternoon was for the Grey-necked Picathartes or Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas). We expected an arduous trip of hiking for hours through tropical heat in the National Park. Some people say, that the bird only appears after rain storms. If this would be true, we would be unlucky, as on our first day in the park’s interior, it did not rain. We had only one more day in the park – but rain seemed likely enough for the next days. I cannot confirm, that the particiapants of the trip showed sights of anxiety and gloom. But never you know. On trips prior to ours the bird had not been seen.

But already with the hike we were lucky. We had a short, pleasant and fairly easy hike with lots of good birds to at “cave” formed of several enormous boulders where the birds build mud nests on the sides of the rocks during the breeding season. We hoped that no rain was needed as our guides told us, that this species checks on its breeding site every afternoon or during dusk. We arrived early in the hope that the birds would appear in some natural light. Maybe earlier than normally to expect. One of the local guides tried to show as the nest a bit too much. We almost shouted through the forest to keep him from removing the nest. The Continue reading Grey-necked Picathartes in Campo-Ma’an National Park/ Cameroon

Blue-crowned Motmot in Pantanal

Blauscheitel-MotmotThe Blue-crowned Motmot (Momotus momota) is so common in the Pantanal,  that you hardly can miss it. Besides being one of the most colorful birds of the Pantanal, it is also one of the most spectacular birds of the Pantanal by the colorful and unique shape of the tail feathers. The bird is specialized in hunting insects and small vertebrates from a fixed landing.

The song is similar to that of an owl, most often emitted in the lightening and darkening, although it can be heard at any time of day and night. It starts with a short, severe, accelerated call (understood as udu or hard). When another Blue-crowned Motmot responds, they accelerate the singing and increase the number of “udus”.

Although it activates its calls all day, it is impressive how difficult it is seeing it in the shadows of the vegetation, despite the intense color of the body and head, besides the size of the tail. The bright green of the plumage is yellowish on the belly and chest. Around the red eyes, a large black mask is ending in two ends. Ripping the entire mask, the intense cobalt blue is lighter and more extensive on the Continue reading Blue-crowned Motmot in Pantanal

Der Bamendabülbül – ein Spezialist der Cameroon Highlands Ökoregion

BamendabülbülDer Ausflug zum Kratersee Lake Awing war bereits sehr ergiebig an diesem Morgen. Von einem Weg entlang eines Grats oberhalb des Sees konnte bereits ein junger Bamendalappenschnäpper (Platysteira laticincta) und ein Elternteil gesehen werden. Ein ganz dunkler Vogel mit einem gelben Augenrand ist der Schwarzbauchweber (Ploceus melanogaster). Still und unscheinbar schlüpft ein ganz grüner Vogel durch das Geäst. Ich hatte mich ein wenig von der Gruppe, die sich lautstark und mit vielen Fingerzeigen den dann und wann aus der Tiefe des am Kraterrand befindlichen Waldes emporsteigenden Vögeln widmet, abgesondert. Bei dem grün-gelben Vogel handelt es sich wohl um den sehr versteckt lebenden Einfarbbülbül (Andropadus montanus). Ich kann leider nur ein paar unscharfe Belegfotos machen.

Ein weiterer dunkelbrauner Vogel streift plötzlich durch das Geäst. Die Bäume stehen ja hier am Hang und reichen nicht so in die Höhe. Das ermöglicht sehr schöne Aufnahmen von Vögeln, die sich sonst eher im Kronendach – weitgehend unsichtbar vom Boden aus – herumtreiben. Diesmal ist der braune Vogel mit dem markanten Schnabel kein Bamendalappenschnäpper  oder Banded Wattle-eye. Dieser mittelgroße, relativ langgestreckte, schlicht aussehende Vogel ist ein Greenbul mit relativ langem und feinem Schnabel. Brauen, Kehle und die Teile der Gesichtsseiten sind hell-grau. Während der Schwanz eher braun erscheint, ist die vorherrschende Farbe der Schwingen und des Rückens oliv. Auffallend sind die bläulich-grauen Beine und Füsse. Dies ist der Continue reading Der Bamendabülbül – ein Spezialist der Cameroon Highlands Ökoregion

Vogelfotografie auf den Pribilof Inseln

RotschnabelalkInseln im windgepeitschten Meer der Beringsee. Wellenberge werden von weißem Schaum gekrönt. Die Luft ist bis zur Sättigungsgrenze mit salziger Feuchtigkeit getränkt. Meterhohe Wellen brechen gegen die schroffe, felsige Küste. Auf einmal brechen Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Sie verzaubern die wilde Landschaft mit warmen Farben und enthüllen den melancholischen Charme der offenen Tundra. Hier ist es ganz ruhig. Nur ab und zu erklingt der melancholische Fluggesang der Spornammer (Calcarius lapponicus) oder die hohen Triller der Beringstrandläufer  (Calidris ptilocnemis),  die hier in eigenen Unterart vorkomme. An den Klippen geht es dagegen ganz anders zu. Die Luft ist mit den stechenden, eindringlichen Schreien einer ungezählten Vielzahl von Seevögeln erfüllt. Vielköpfige Brutkolonien vor allem von Alken trotzen Kälte, Wind und Wasser

Wie bereits in einem Blog über die Pribilof-Inseln hat Brutvogel-Hotspot beschrieben, ist der Besucher zunächst einfach nur überwältigt, wenn er auf den Klippen hoch über dem Meer steht und die wild Landschaft am Ende der Welt, geprägt von Moos, Nässe und Felsen in sich einsaugt. Unten, am Fuß der Klippen, brechen die Wellen in der Brandung des Pazifiks an den Fels. Darüber haben die Seevögel ihre Kindergärten – manchmal in den rauesten und gefährlichsten Abschnitten der Klippen – angelegt.

Baumfreie, Tundra-bedeckte Hügel prägen das Landschaftsbild der Pribilofs. Dafür beherbergen sie die größte Seevogelkolonie der nördlichen Hemisphäre mit 98 Prozent der Weltpopulation der Klippenmöwe (Rissa brevirostris). Außerdem findet sich hier Continue reading Vogelfotografie auf den Pribilof Inseln