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Schafstelzen bei der Fütterung: Fotografie-Tipps

WiesenschafstelzeEin frischer, dunstiger Frühsommermorgen mit der aufgehenden Sonne im Osten. Ein hoher Zischlaut weist auf einen Vogel mitten in der Agrarsteppe hin. Es ist eine Schafstelze (Motacilla flava), die sich mit ihrem Gelb jetzt im Sommer – anders als im Frühjahr auf dem Raps – sehr schön von den Getreidehalmen abhebt. Die Schafstelze hat 2 nahe Verwandte, die Bachstelze (Motacilla alba) und die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea). Alle Stelzen sind nicht so einfach zu fotografieren, denn sie sind munter und ständig – mit dem Schwanz wippend – in Bewegung.

Gegenüber ihren Verwandten, Bach- und Gebirgsstelze, ist die Schafstelze etwas kleiner und auch kurzschwänziger. Das kräftigere, klare, flächige Gelb der Kehle und der Unterseite, besonders beim Männchen, ist in der Leuchtkraft kaum zu überbieten. Als Lebensraum dienen der Schafstelze Viehweiden und Kulturland. Man sieht sie auf Wiesen und auf Brachflächen. In vielen Bundesländern ist sie aufgrund der immer intensiver betriebenen Landwirtschaft viel seltener geworden. Aus diesem Grund wird sie als gefährdete Vogelart eingestuft.

Ende März, sie waren anscheinend gerade erst aus dem Winterquartier gekommen, beobachtete ich einige Paare entlang der Dämme der Absetzbecken einer Zuckerfabrik. Auf vertrockneten, letztjährigen Wildstauden Continue reading Schafstelzen bei der Fütterung: Fotografie-Tipps

Das Blaukehlchen vor der Fotolinse

BlaukehlchenFriesische Nachtigall wird das Blaukehlchen (Luscinia svecica) zu Recht genannt. Dabei spielt nicht nur die Qualität des Gesangs eine Rolle. In seinem versteckten Umherlaufen am Boden unter den Büschen erinnert es ebenfalls an Nachtigallen. Gern stelzt es dabei den Schwanz auf. Sie ist nicht nur eine Schönheit unter den heimischen Singvögeln sondern – vor allem im Sommer und Herbst ein wahrer Heimlichtuer. Leider ist es in vielen Gebieten selten geworden und mancherorts vom Aussterben bedroht. Um ein singendes Blaukehlchen vor das Objektiv zu bekommen, bedarf es Ortkenntnis, Wissen über das Verhalten, ein wenig Glück und viel Geduld.

Als ich in den Rieselfeldern bei Münster zwischen Brombeer- und Weidengebüsch Vögel beobachtete, begegnete ich dem Blaukehlchen, einem der stimmgewaltigsten Singvögel unserer heimischen Vogelwelt. Seine Tonpalette reichte von scharfen, gepreßten Tönen bis hin zu spöttischen Imitationen verschiedener anderer Vögel. Am Anfang des Gesanges ist oft ein grillenartiges, rollendes Zirpen zu vernehmen. Eilig hob ich mein Fernglas und begann, diesen wunderbaren Sänger zu suchen. Mit gefächertem Schwanz saß das Blaukehlchen auf einem Weidenzweig und schien sich die pure Lebensfreude aus der Kehle zu singen. So sang es mal hier und mal dort. Ab und zu stelzte es auch seinen Schwanz, Continue reading Das Blaukehlchen vor der Fotolinse

Sperlingskauz am Waldstein

SperlingskauzNoch im Dunkeln geht es den Berg hoch. Die Markierungen führen einen über Waldwege und Forstpisten. Nach ca. 2, 5 Stunden und 4 km kann man den Endspurt zum Gipfel starten. Der Blick geht kurz vor dem Gipfel nach oben. Still sitzt dort ein Sperlingskauz (Glaucidium passerinum). Eine fetter Maus in den Fängen. Der Kopf ist praktisch auf den Rücken gedreht. Er bewegt sich nicht als ich vorsichtig die Kamera mit dem Canon 4,0/ 400 DO aus dem Rucksack hole.

Zum Glück spielt das Wetter mit. Windstill, aber dämmrig. Die Sonne ist noch nicht über den Horizont geklettert. Neugierig guckt der Sperlingskauz zu mir herunter. Es erstaunt mich immer wieder wie nahe ich mich einem Sperlingskauz nähern kann. Dieser Zwerg Continue reading Sperlingskauz am Waldstein

Egyptian Goose with water sprayers in the backlight

NilgansViolent hunting with water sprayers in the backlight. This is what the ambitious natural photographer likes to find in order to approach a bird species with action photographs. It pays additionally to photograph a colorful goose.

Interesting for the photographer are the preferred bathing places. They are visited by the birds with regularity. Here they clean the plumage extensively, so that the water splashes like crazy. In the backlight, the dynamics of the spraying water are especially effective. The striking white wings with black and green badges make the flight picture unmistakable and also a worthwhile motif. However, Egyptian Geese are not frequent flyers, and a flight shot requires some luck. Their combination of colors makes these birds appear to be less appealing at first sight. But nevertheless, these birds are extremely fascinating study objects for bird photographers: the combination of earth tones and metallic shining colors of the plumage, paired with pink legs and an orange iris convince the observer on the second glance that they are really very attractive birds.

Today, these sole members of the genus Alopochen are frequently found in many places. Its spread in Europe Continue reading Egyptian Goose with water sprayers in the backlight

Ohrentaucher auf der Ostsee vor Usedom

OhrentaucherSanft plätschern die Wellen an den flachen Sandstrand. Es ist wolkenlos. Die Sonne ist schon aufgegangen, wärmt aber nicht. Es ist kühl und der Dunst über der Ostsee lichtet sich erst. Jetzt im zeitigen Frühjahr sind die Strände gerade zu den Morgenstunden nur wenig überlaufen. Ab und zu ein Jogger, der an der Wasserkante entlang läuft. Perfekte Bedingungen um mit dem Spektiv die Ostsee nach überwinternden Vögeln abzusuchen. Gerade vor der Kiehnheide zwischen Karlshagen und Peenemünde in Ostvorpommern gelegen, bieten sich wunderschöne Beobachtungsmöglichkeiten. So auch an diesem wunderschönen Ostertag. In der Ferne schwimmen dann auch die ersten Ohrentaucher (Podiceps auritus).

Ansonsten waren in einiger Entfernung nur noch 4 Zwergsäger (Mergellus albellus) – 2x Männchen Continue reading Ohrentaucher auf der Ostsee vor Usedom

Birding in Chiles hohen Norden

RüsselbläßhuhnIn stockdunkler Nacht geht es von Arica, der Hauptstadt der Region de Arica y Parinacota im Norden von Chile über die Ruta 11 zum Lauca Nationalpark. Als ich nach gut 2-stündiger Fahrt auf gut ausgebauter Teerstraße im Lauca Nationalpark ankomme, sind die Vulkane von einer dichten Wolkendecke verhüllt. Nach einer eiskalten Nacht mit Temperaturen um -10° Grad folgt ein wunderschöner, klarer Morgen. Überwältigend ist der Anblick auf die majestätischen, schneebedeckten Vulkane Parinacota (6.342 Meter NN) und Pomerape (6.282 Meter NN), die sich in der Laguna Cotacotani spiegeln. Auf dem See befinden sich zahlreiche Nester von Rüsselblässhuhns (Fulica cornuta), die vor der prächtigen Vulkankulisse brüten. Die jungen Bläßhühner, die unter dem Gefieder ihrer Eltern hockten, steckten erst ihre kleinen Köpfe heraus, als die Sonne die Luft erwärmt. Die Bläßhuhneltern begaben sich dann abwechselnd auf Nahrungssuche. Die Lagunen, die auf 4.500 Höhenmeter liegen, sind umgeben von Lavagestein und bieten einen idealen Lebensraum auch für andere Wasservögel wie das Andenbläßhuhn (Fulica ardesiaca), der Anden-Flamingo (Phoenicopterus andinus), Andenmöwen (Larus serranus), Andengänse (Chloephaga melanoptera), 2 Arten von Continue reading Birding in Chiles hohen Norden

Vogelfotografie auf Sanibel Island

BraunpelikanHunderte verschiedener Wasservögel säumen die Ufer und suchen nach Nahrung, darunter Nashornpelikane (Pelecanus erythrorhynchos), Braunpelikane (Pelecanus occidentalis), Ohrenscharben (Phalacrocorax auritus), Schmuckreiher (Egretta thula), Kanadareiher (Ardea herodias), Silberreiher (Casmerodius albus), (weiße) Ibisse (Eudocimus albus), Rosalöffler (Ajaia ajaja). Einer der interessantesten Vögel ist der Kleine Blaureiher (Egretta caerulea). Wie ein Gaukler bewegt er sich beim Fischen durch das seichte Wasser, den Kopf in alle Richtungen schwenkend. Mal streckt er einen Flügel aus, mal beide, um das Wasser abzuschatten. Und das alles im Laufschritt. Irgendwann stößt er dann blitzartig zu, häufig mit Erfolg.

Unter Insidern bestens bekannt ist die Möglichkeiten, auf Sanibel Island zu guten Bildern an- und abfliegender Fischadler (Pandion haliaetus) zu kommen. Manche der Masten mit den mächtigen Nestern stehen in den Vorgärten der Bungalows direkt am Meer. Häufig steht im Garten ein alter Baumstamm, auf dem sich der Fischadlerhorst befindet. Hier sieht man während der Brutsaison den Altvogel mit drei oder vier Jungen im Nest sitzen. Der zweite Altvogel fliegt ständig aufs Meer hinaus und kommt mit großen Fischen zurück. Auf der Straße stehen manchmal bis zu zehn Fotografen mit ihren Tele-Kanonen. Gelegentlich zielen sie auch auf Schwarzmantelscherenschnabel (Rynchops niger) und Königsseeschwalbe (Sterna maxima), die direkt am Meer leben Continue reading Vogelfotografie auf Sanibel Island

Die winterliche Niederung der Unteren Havel

SingschwanDie Niederung der Unteren Havel ist eine der letzten naturnahen Flußauen in Deutschland. Zwischen dem brandenburgischen Rathenow und Havelberg in Sachsen-Anhalt mäandriert die langsam fließende Havel durch eine ausgedehnte Wiesenlandschaft des Naturparks Westhavelland, der über 700 vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Viele der Gebiete sind Naturschutzgebiete und weisen eine geringe Nutzungsintensität der Wiesen und Feldern auf. Die Abgelegenheit der Landschaft, die inmitten eines gering besiedelten Gebietes liegt, sorgt für die nötige Störungsfreiheit einiger seltener Arten wie dem Seeadler (Haliaeetus albicilla). Eine lockere und abwechslungsreiche Vegetationsstruktur sorgt dafür, dass nicht nur Beutegreifer viele unterschiedliche Futter- und Rastflächen finden. Auch für andere Vogelarten offener Feldflur, feuchter Wiesen und naturnaher Gewässer sind die Wiesen, Wasserflächen, Äcker und Feldern ein hochwillkommenes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet.

Auenwälder, offene Wasserflächen und ausgedehnte Feuchtwiesen prägen die Niederung der Unteren Havel. Ein Lebensraum, der in den frühen Morgenstunden am stimmungsvollsten ist. Wenn im Spätsommer und Herbst die Sonne im Morgengrauen die Feuchtigkeit aus den Wiesen und Bruchwäldern treibt, kann man in den nebligen Havelauen oft ein prachtvolles Lichtspiel erleben. Dichte Nebelschwaden steigen aus den Langgraswiesen auf, und das Morgenlicht taucht die Natur in immer neue Farben. Die Continue reading Die winterliche Niederung der Unteren Havel

Wasseramseln: eine fotografische Herausforderung

Über schnellfließenden, klaren, sauberen Flüssen und BächenWasseramsel ist mitunter der Flug eine dunklen Vogels zu erkennen. Im Tiefflug schießt er über das Wasser, umgeht dabei meisterhaft evtl. aus dem Wasser ragende Felsen und umgestürzte Bäume und ist auch schon um die nächste Biegung des Baches verschwunden. Für eine an Gefiederdetails orientierte genaue Artbestimmung dauert der Vorfall viel zu kurz. Zum Glück ist die Auswahl gering. Das Artenspektrum in dem Habitat ist überschau. Viel mehr als den Eisvogel (Alcedo atthis), die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) und die Wasseramsel (Cinclus cinclus) gibt es dort nicht.

Manchmal findet man Wasseramseln an den schönsten naturnahen Bächen, manchmal aber auch mitten in deutschen Innenstädten oder auch an Ausflugslokalen – gerade wenn es sich – wie bei dem Bild des Blogs – um alte Mühlen oder Wanderwege wie z.B. im Neandertal handelt. An letzteren Stellen sind Wasseramseln an menschliche Anwesenheit und Annäherung gewöhnt und reagieren nicht so scheu.

Die Hauptnahrung der ganzjährig bei uns verweilenden Wasseramseln stellen Wasserinsekten und Würmer dar, welche die Wasseramseln am Grund eines flachen Flusses oder Baches suchen. Um an diese Nahrungsquelle heranzukommen, schwimmen bzw. tauchen Wasseramseln unter Wasser oder laufen auf dem Grund eines Gewässers entlang. Kiesreiche Flachwasserbereiche mit Continue reading Wasseramseln: eine fotografische Herausforderung

Kiskunsag: ein Pussta-Juwel in Ungarn

TrielDer Winter hinterläßt ein grau-braunes Landschafskleid. Im zeitigen Frühjahr werden jedoch große Bereiche der Niederung überflutet, und die ausgedehnten Flachwasserbereiche stellen ein Eldorado für durchziehende Wat- und Wasservögel dar. Hauptsächlich sind es Uferschnepfen (Limosa limosa), Kampfläufer (Calidris pugnax) und andere langbeinige Limikolen, die sich neben diversen Entenarten in riesigen Schwärmen einfinden. Mit Glück sieht man in den Randbereichen auch die nur in Mäusejahren häufige Sumpfohreule (Asio flammeus) jagen, die in solchen Jahren in der Gegend auch brütet. Spätestens im Mai sind die meisten Flächen dann wieder ausgetrocknet, und nur in einigen Senken halten sich noch Gewässer. Aufgrund der starken Verdunstung entwickeln sich die meisten zu Sodaseen, an denen sich die an diesen extremen Lebensraum angepaßten Vogelarten wie Stelzenläufer (Himantopus himantopus), Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) und Continue reading Kiskunsag: ein Pussta-Juwel in Ungarn

Schmarotzerraubmöwen auf der Vogelinsel Handa/ Schottland

Schmarotzerraubmöwe

Erste Sonnenstrahlen geben der wilden nördlichen Szenerie einen in warme Farben gehüllten melancholischen Reiz. Das dumpfe Donnern der Wellenbrecher wird übertönt von durchdringenden Lauten, den Rufen einer unzählbaren Menge hier brütender Meeresvögel. Das ist Natur pur! Der Ort? Handa!

Handa Island bietet hier an ihren unwegsamsten und bedrohlichsten Klippen eine sichere Kinderstube für viele Arten von Alken, Möwen und auch für den Eissturmvogel (Fulmarus glacialis).  Die Insel an der Nord-Westküste ist ca. 50 Kilometer vom sturmumbrausten schottischen Nordkap entfernt gelegen. Ein wild zerklüftetes, vier Quadratkilometer großes und bis auf 150 Meter ansteigendes Eiland.

An einer Ansammlung von Häusern, die sich um einen kleinen Hafen gruppieren haben ortsansässige Fischer einen Fährverkehr eingerichtet. Es lassen sich vornehmlich interessierte Naturtouristen und passionierte Vogelkundler auf dieser Insel absetzen. Als wir eines schönen Morgens im Juli ankommen, stehen schon einige Autos und auch die dazu gehörigen Menschen drum herum. Sie sind offensichtlich aus einem eindeutigen Grund hier. Die Spektive, Ferngläser und dicken Objektive sprechen eine eindeutige Sprache. Wir habe Glück und kommen mit dem ersten Boot mit. Traumhaftes Licht am frühen Morgen. Einige dicke Wolken, ansonsten Continue reading Schmarotzerraubmöwen auf der Vogelinsel Handa/ Schottland

Bartmeisen als Nahrungsspezialisten im Schilf

Bartmeise,Bartmeisen (Panurus biarmicus) sind zumindest für die Westpaläarktis ganz besondere Nahrungsspezialisten des Schilfs. Dazu sind sie sehr geschickte Kletterer. Möchte man Bartmeisen beim Fressen beobachten, ist es eine gute Strategie an den Rändern größerer Schilfflächen wie z.B. an entlang größerer Seen Bartmeisentrupps, die an frei einsehbaren Stellen des Schilfsaums mit dem Fressen beginnen, eine Weile zu begleiten.

Bartmeisen suchen eher geduldig eine ergiebige Nahrungsquelle ab und lassen sich so eine Weile beobachten und sogar fotografieren. Bei der Nahrungssuche klettern die langschwänzigen Vögel die Halme empor, um an die Samen der Schilfwedel zu gelangen. Diese werden dann systematisch leer gefressen, wobei sich die kleinen Vögel als Meisterturner erweisen. Es wird wie Continue reading Bartmeisen als Nahrungsspezialisten im Schilf

Die Nachtigall: ein populärer, aber durch schleichenden Rückgang bedrohter Zugvogel

NachtigallDie Nachtigall (Luscinia megarhynchos) kommt als Zugvogel im April aus dem tropischen Afrika u.a. nach Deutschland. In Afrika hat sie in den Galeriewäldern der Savannenzonen überwintert. Als erstes treffen die Männchen ein. Das Nachtigallenmännchen beginnt es sofort laut zu singen, um den Nachbarn den eigenen Revieranspruch zu verkünden. Der Gesang der Nachtigall ist sehr strophenreich und wohltönend, besitzt aber auch charakteristische, schwermütige dü-dü-dü-Rufe und harte Schmetterstrophen. Gesang ist insgesamt die am meisten verbreitete Art der Partneranlockung unter Vögeln. Die Nachtigall desFotos hatte ihr Revier entlang eines Entwässerungskanals, der mit Erlen bestanden war, bezogen und schmetterte sein Lied in die frische Morgenluft.

Da der Gesang meist aus dichtem Unterholz vorgetragen wird, bleibt der ohnehin sehr unscheinbare, oberseits rotbraune, unterseits fahl graubraune Vogel dem Beobachter häufig Continue reading Die Nachtigall: ein populärer, aber durch schleichenden Rückgang bedrohter Zugvogel

Schwanennest in Tundra

SingschwanBei eisigen Temperaturen und Schneefall bauen jedes Jahr im Naturreservat Børselvdalen im Norden Norwegens Singschwäne (Cygnus cygnus) ihre Nester. Der Schwanenvogel stand bereits kurz vor dem Aussterben, doch glücklicherweise hat sich die Population wieder erholt. An den Seen und in den ausgedehnten Torfmooren im Norden Norwegens sind Singschwäne zwar teilweise sogar direkt von der Straße aus zu sehen. Jedoch müssen Naturfotografen viel Zeit und Geduld mitbringen, wollen sie die scheuen Singschwäne und ihren Nachwuchs bei all ihren Aktivitäten in der Brut- und Führungszeit fotografieren.

Singschwäne beginnen zu nisten, sobald die Gewässer eisfrei sind, auch dann wenn es gelegentlich noch schneit. Wenn der erste Schnee fällt, verlassen die Singschwäne den Norden Skandinaviens und ziehen zum Überwintern an die Küsten von Nord- und Ostsee. Erst Ende März treten sie wieder den Rückflug in ihre Brutgebiete an, die dann noch immer von Schnee bedeckt sind. Sie treffen stets Anfang April auf den noch nicht ganz eisfreien Gewässern ein, wo sie mit den nötigen Fettreserven eintreffen, um die eisigen Temperaturen auszuhalten, die zu dieser Jahreszeit Norwegen beherrschen. Jedes Jahr kommen auch am Fluß Børselva zuerst die Familienclans an. Das sind die erwachsenen Vögel mit Continue reading Schwanennest in Tundra

Balz und Brutplatzwahl der Haubentaucher

Great Crested Grebe on nestHaubentaucher (Podiceps cristatus) sind recht häufige Vögel in Deutschland. Die Population ist dabei weitgehend konstant. Nach schwerer Verfolgung im 19. Jahrhundert wird eine deutliche Erholung der Bestände seit der Mitte des 20. Jahrhunderts beobachtet. Die Taucher profitieren vor allem von der Steigerung der Nahrungsmittelversorgung von kleinen Fischen in nährstoffreichen Gewässern.

Manchmal sind auch in unmittelbarer Nähe des Wohnortes Haubentaucher zu beobachten. Ein solches Gebiet ist gerade mal 10 km entfernt und eigentlich als Erholungsgebiet mit Tretbooten, Schwimmern bekannt und als Anglertreffpunkt und Hundeauslauftreff gefürchtet. Eigentlich konnte ich mich nicht an eine Ufervegetationszone mit Schilf oder Binsen erinnern. Ich hatte den Eindruck, daß es dort nur Stockenten (Anas platyrhynchos) aushalten würden. Diese werden sogar regelmäßig kiloweise mit Brot gefüttert. Bei der Suche nach einer Möglichkeit, den Autofokus meiner neu gekauften Kamera, einer Canon EOS 1 Mark IV mit einem Canon 400mm f 4,0 DO, zu testen, erinnerte ich mich an Continue reading Balz und Brutplatzwahl der Haubentaucher

Die Reuselse Moeren als Vogelbeobachtungsgebiet

BaumpieperWer die im Blog über die niederländischen Moorgebiete (Veen) beschriebenen Gebiete besuchen will oder auf dem Weg nach Texel, einen fotografischen Zwischenstopp einlegen will, dem bietet sich ein Abstecher zu dem Naturreservat Reuselse Moeren an. In der Nähe der Kleinstadt Bladel nicht weit von Eindhoven an der holländisch-belgischen Grenze – gut erreichbar über die A67 – liegt bei der Gemeinde Reusel das reizvolle Moor- und Heidegebiet, das für Naturfotografen ein lohnendes Fotoziel mit exzellenten Aufnahmemöglichkeiten darstellt.

Die Reuselse Moeren umfaßt eine Fläche von ungefähr 150 Hektar mit Hochmoorresten, kleinen, trockenen und feuchteren Heidegebieten, Weiden- gebüschen, Gagelsträuchern und einigen Magerwiesen.

Die Reuselse Moeren schützen eine typische niederländische Wald- und Moorlandschaft. Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) und Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) Continue reading Die Reuselse Moeren als Vogelbeobachtungsgebiet

Bartmeisen: Fotografie im Winter am See

BartmeiseBartmeisen (Panurus biarmicus) sind sehr geschickte Kletterer. Ein vielleicht nicht erwartete gute Foto-Möglichkeit besteht im Winter. Dann wenn eine Einfall sibirischer Kälte einen richtigen Winter mit vereisten Seeflächen zaubert. Es ist ein hinreißendes Schauspiel, die zierlichen Bartmeisen, in der großen Kälte zu kleinen Federbällchen aufgeplustert, auf dem glatten Eisparkett umherlaufen und manchmal ausrutschen zu sehen. Bisweilen verweilten sie und saugen dann die Sonnenwärme in sich auf. Sonnenbaden ist auch zu anderen Jahreszeiten sehr beliebt. Ein sehr schönes Fotomotiv. Für den Fotografen bedeutete das die Horizontale auf dem Eis zu suchen, um eine interessante Perspektive zu gewinnen. Allein dazu muß es einige Tage vorher stark gefroren haben, da man mit seinem Gewicht sonst einbricht. Ein Tarnzelt braucht man nicht. Eine gute Fotografierposition reicht vollkommen aus. Dabei ist auf die richtige Höhe zu den Schilfstengeln und ausreichend Manövrierraum zu achten, um auch mal kurzfristig auf Standortverlagerungen der Bartmeisen reagieren zu können. Ansonsten verhalten sich die Vögel kooperativ. Sie sind mehr mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Den Menschen scheinen sie nicht in ihrem Feindbild zu führen, während das plötzliche Auftauchen eines Greifvogels wie eines Sperbers (Accipiter nisus) oder eines Continue reading Bartmeisen: Fotografie im Winter am See

Patience for a G(h)ost-Hawk

Habicht….no birds and no squirrels to hear around. Snow is falling. The table for the Goshawk (Accipiter gentilis) finally is beautifully covered with snow. This gives great pictures from the Northern Goshawk – if he is coming. After a while, the first Chicadees are to be seen. First Blue Tits (Cyanistes caeruleus) and Great Tits (Parus major) and finally the rest of the bunch: Willow Tits (Poecile montanus), Coal Tits (Periparus ater) and Crested Tit (Lophophanes cristatus). All can be observed around the feeders filled to the top with grain. A little later, the first Eurasian Jay (Garrulus glandarius) arrives. At some time in the morning, there a intensively calling Eurasian Jays is to be heard. Is there about the Goshawk? Maybe just sitting in the neighborhood on a branch? Waiting for a secure situation to feed? Nothing to see. It’s almost midday and I’m already a bit discouraged. I am sitting here for more than 6 hours and I still have not triggered a single shot. Continue reading Patience for a G(h)ost-Hawk

Tips für die Gänsefotografie auf Texel

Nonnengans/ WeisswangengansNeben Ringelgänsen und Zwergschwänen bieten die westfriesischen Inseln und die angrenzenden Küstenregionen im Winter hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten auch für andere Vogelarten. Auch in den Niederlande ist das Wattenmeer für viele nordische Vogelarten Rast-, Ruhe- und Winterquartier. Gänse und Schwäne bevölkern zu Tausenden das Watt, die Salzwiesen und die küstennahen Feuchtgebiete. Die südlichste der westfriesischen Inseln ist die Insel Texel. Sie liegt am südwestlichen Rand des Wattenmeeres.
Texel ist leicht zu erreichen, da die Autofähren fast stündlich von Den Helder nach De Horntje auf Texel herüberfahren. Auf Texel herrscht ein allgemein recht mildes Klima, welches sich durch die Auswirkungen des Golfstromes erklärt.

Im letzten Jahr fuhr ich über Sylvester nach Texel. Ich wollte dort die Wintergäste beobachten und fotografieren. Als Übernachtungs- und Zielort auf der Insel wählte ich Oost, da sich die meisten Vögel im Nordosten der Insel aufhalten. Hier gibt es auch einige Seen und Gräben, an denen sich die Vögel vom Auto gut beobachten lassen. Direkt in der Nähe von Oost in Richtung Qudeschild (direkt östlich von Den Burg) gibt es mehrere kleinere Binnenseen, die für Continue reading Tips für die Gänsefotografie auf Texel

Handa, a Scottish bird island

SkuaSpray foam feet high. The air is impregnated to the saturation limit in puccinellia. Metre-high waves crash against the craggy, rocky shores that extend indomitable and majestic into the air. Just having left the small fishing port of Tarbet in County Lairg, Highland in a calm sea, a beautiful sound between a rocky coast and a rocky island enchants the visitor. The crossing to the bird island is short-lived. The landing site is an unaffected looking, lonely sandy beach. But this is the east side facing away from the Atlantic sea. On the west side, the world looks very different. Sun rays breaking through the cloud cover giving the wild scenery wrapped in warm colors a melancholy charm. The air is filled with the piercing cries of a countless multitude of seabirds. Despite cold, wind and water they have set their breeding colony on Scotland’s west coast.

The visitor is first simply overwhelmed when the first rays of the wild scenery of moss and rocks give off warm colors wrapped in melancholy charm. In the distance the Continue reading Handa, a Scottish bird island

Blauracken (Coracias garrulus): Fotografie in der Brutzeit

BlaurackeBlauracken (Coracias garrulus) sind nicht nur wegen ihrer rasanten, ausgelassenen Balzflüge ein bevorzugtes Fotografierobjekt. Auch im Sitzen wirken sie mit ihrer ganzen Schönheit in tintenblau, violett, himmelblau und Grautönen sehr fotogen. Ein guter Platz für sitzende Blauracken ist die nähere Umgebung der Brutröhre, wo sich Blauracken gerne auf bevorzugten sitzwarten – gerne auch mit Nahrung im Schnabel – ablichten lassen.

Wenn die Eiablage beginnt, sollte man den unmittelbaren Brutstandort insbesondere aus Gründen des Artenschutzes meiden. An der Bruthöhle sind auch keine überragenden Aufnahmen möglich. Die Blauracke schlüpft während Brut- und Fütterungsphase schnell in die Continue reading Blauracken (Coracias garrulus): Fotografie in der Brutzeit

Blauracken in ihren Brutgebieten

BlaurackeWenn ab April die Blauracken (Coracias garrulus) ihre tollkühnen und ausgelassenen Balzflüge vollführen, zeigen sie laut „rackend” bei taumelnden Sturzflügen ihre ganze Schönheit. Das Tintenblau ihrer Schwingen (beim Sitzen nur ganz schwach erkennbar) raubt dem Betrachter förmlich den Atem. Es ist allerdings etwas schwer, sicher vorauszusagen, wann die Blauracken in ihren Brutgebieten zu finden sind. So treffen sie in Spanien im April ein, in Ungarn dagegen erst im Mai. In den nördlicheren Ländern wie Polen, wo die Blauracke in Auwäldern brütet, kann es noch später werden. Besonders schöne Ergebnisse kann man während der Paarbildung erzielten. Dann sind die Vögel lärmend, auffällig und verteidigen ihre Reviere gegen Rivalen, da sie oft in geringen Abständen voneinander brüten. In der Nähe der künftigen Bruthöhle kann man sie häufig allein oder als Paar auf beliebten Sitzwarten beobachten und aus dem Tarnzelt heraus fotografieren. Wichtig für den Fotografen ist, daß sich keine Leitungen im Revier der Blauracken befinden, ansonsten sitzen die Vögel mit großer Wahrscheinlichkeit darauf, was als Gegenlichtaufnahme gegen einen grauen Himmel fotografisch nicht allzu ergiebig ist. In der Gegend von Caceres in Spanien nisten die Blauracken in Nistkästen an Hochspannungsmasten. Der Beobachter wird sich darüber freuen, der Fotograf aber weiter nach „natürlicheren” Sitzwarten suchen.

Selbst mit guten Autofokus der neuesten Generation Continue reading Blauracken in ihren Brutgebieten

Lummen in der Steilwand

TrottellummeDas Leben in der abschüssigen Steilwand einer Vogelinsel wie Helgoland, Handa (Schottland) oder Hornöya (bzw. Hornøya in Nord-Norwegen) ist durch Alkenvögel geprägt. Viele Hundert kleine, dunkle, pinguinartige Vögel leben auf den steilen Abschnitten. Auf minimalem Grund und Boden nisten Dickschnabellummen (Uria lomvia) und Trottellummen (Uria aalge) in Felsnischen. Beide nah verwandten Arten legen nur ein einziges Ei auf den nackten Fels, an dem sie sich selber oft auch nur mit Mühe halten können. Eng aneinander geschmiegt geben sich die Tiere gegenseitig Windschutz. Jeder Neuankömmling wird mit Kopfnicken und Verbeugungen höflich begrüßt. Dieses Verhalten ist wohl eine Geste vieler Koloniebrüter, um die Aggression gegenüber dem Nachbarn zu senken. Das einzige Ei hat eine spezielle Anpassung an das Nistbiotop: einseitig ungewöhnlich spitz zulaufend, rollt das Ei auf der Bahn eines Kreisbogens und fällt deswegen nicht so ohne weiteres die Klippe hinunter. Zwanzig Tage werden die Küken mit Mini-Fischen gefüttert, bis die noch nicht flugtüchtigen Federknäuel sich todesmutig in die Tiefe stürzen. Das ist der berühmte Lummensprung.

Mit flatternden Flügeln trudeln die Jungen in die Tiefe und stürzen ins Meer, nur durch ihr geringes Gewicht und das Continue reading Lummen in der Steilwand

Puffins, the black-red-white clowns of bird rocks

PapageitaucherA high level of  noise prevails especially in the breeding season on a typical bird cliff. Right in the middle an attentive observer might discover a colorful, stocky fellow with bright orange feet and beaks. Resting on the edge of the cliff, as if it is not concerned of all the fuss. This is the Atlantic Puffin (Fratercula arctica). You can see Puffins often in more or less large groups standing on rocky outcrops. Observing this bird for a while, you might see how a puffin after another flying – in a bumblebee-like flight and then gladly land to join its peers. Not only for the tourists this is a very popular species. So elegant and skillfully Puffins act underwater, so clumsy they act on landing and when staggering on the cliffs. That is why Puffin gain this special benevolence of many tourists of bird colonies. He acts as the needy comedians among seabirds, which you simply must give his sympathy.

Often you can see Continue reading Puffins, the black-red-white clowns of bird rocks

Fotografie der Vögel am Beinn Eighe/ Schottland

SteinadlerDer Weg ist steil, die Sonne brennt – schottlanduntypisch – von einem fast wolkenlosen Himmel, die Schweißperlen stehen uns Wanderern auf der Stirn. Da fällt ein großer Schatten auf uns. Der Blick geht gegen den Himmel. Wir können es kaum glauben. Direkt über uns zieht gemächlich und ohne uns offensichtlich zu beachten ein ausgewachsener Steinadler (Aquila chrysaetos). Vielleicht ist er auf der Suche nach einem Moorschneehuhn (Lagopus lagopus)? Die weiten Schwingen, die langen „Finger“ und der keilförmige Schwanz sind sehr gut zu bestimmen. Der Adler würdigt uns nach einem nochmaligen Kreisen keines Blickes. Es gibt zahlreiche Paare von Steinadlern in der Region zu finden. So auch im Ben Wyvis National Nature Reserve und in den Reservaten der Inseln Rum und Eigg. Aber den Steinadler so schön zu sehen, war die Wanderung am Beinn Eighe schon wert.

Malt Whiskey, Schafe auf grünen Weide, Continue reading Fotografie der Vögel am Beinn Eighe/ Schottland

Hornöya: Bastion der Alken auf Varanger

TordalkKaum hat das Boot den kleinen Fischerhafen von Vardö verlassen, ist die Vogelinsel auch schon zu sehen. Sonnenstrahlen brechen durch die dichte Wolkendecke und geben der wilden Szenerie einen in warme Farben gehüllten melancholischen Reiz. Das Tuckern des Bootsmotors und das Rauschen der Wellen wird übertönt durch die durchdringenden Rufe einer unzählbaren Schar Wind, Wasser und Kälte trotzender Meeresvögel, die hier am Ende Europas ihre Brutkolonie eingerichtet haben.

Dem Varangerreisenden ist nicht nur das Halbinselinnere sondern ein Besuch des Vogelfelsens Hornöya (Hornøya) östlich von Vardö unbedingt anzuraten. Gut erreichbar mit einem durch ortsansässige Fischer betriebenen Fährverkehr, lassen sich vornehmlich interessierte Naturtouristen und passionierte Vogelkundler auf Hornöya aber auch auf den Vogelfelsen Ekkeröy bei Vadsö und Reinöya bei Vardö absetzen. Die Vermittlung des Bootes für die kurze Überfahrt ist einerseits beim Verkehrsamt Vardö möglich. Andererseits kann man für den Vogelfelsen Ekkeröy bei Vadsö wohl auch direkt im Hafen nachfragen. Die Abfahrtszeiten sind teils ungewöhnlich und die Überfahrt an Sonn- und Feiertagen kann sehr teuer sein.

Schnell legt das Boot an einer Treppe im Fels an. Ein gutes Gleichgewichtsgefühl sollte man mitbringen, wenn man Continue reading Hornöya: Bastion der Alken auf Varanger

Blauracken-Fotografie

BlaurackeMit ihren strahlenden Farben ist die Blauracke ein außergewöhnlich attraktives Motiv für Vogelfotografen. Mit rauhen Rufen markieren die Blauracken ihre Brutreviere: „Rack-rack-rack”, ein rollendes raues Krächzen in den Baumkronen. Roller heißt die Blauracke (Garrulus coracias) daher auch in England.

Die Blauracke ist ein Vogel von exotischer Farbenpracht, mal türkis, mal tintenblau, von kräftiger, krähenartiger Statur, mit mächtigem, hakigen Schnabel und der oben beschriebenen charakteristischen rauhen Stimme.

Die Blauracke (Coracias garrulus) hat etwa die Größe eines Eichelhähers (Garrulus glandarius). Sie ist aber ein Vertreter der Racken und damit mit den Krähenvögeln nicht Continue reading Blauracken-Fotografie

Dippers – photography along streams and rivers

WasseramselPhotographing White-throated Dippers (Cinclus cinclus) in the natural habitat normally means to shoot on a black bird with partially white underparts with nesting material in the beak for the nest building. These are the classic photos that you see of dippers. They fly preferably to and from exposed spots, as stones outstanding on the water. Fast flowing, clear rivers and streams have become rare in all over Europe due to the increasing changes in the landscape and the pollution in our latitudes.

But if you find such a river or a stream, you might be lucky to watch a bird which is not really striking in terms of appearance and plumage coloration. The life – however – is so unique that it has a special place among our native songbirds. It is the White-throated Dipper (Cinclus cinclus). Almost the size of a Common Starling (Sturnus vulgaris) it shows a short-tailed, plump, dark brown body with a white throat.

The main food White-throated Dippers lingering year-round in its breeding habitat provide water insects, especially mayflies and caddisflies (Trichoptera). White-throated Dippers hunt them at the bottom of a shallow river or stream. To gain access to this food source, White-throated Dippers dive underwater or run on the bottom of a river. They can swim Continue reading Dippers – photography along streams and rivers

Frühlingsboten: Balzgesang bei Singvögeln

DorngrasmückeDie Vielfalt der Vogelstimmen ist geradezu überwältigend, denn jede Vogelart hat ihren eigenen, unverwechselbaren Gesang. Damit die Strophen auch möglichst weit hörbar sind, müssen sie zum einen laut genug sein, zum anderen sollten sie möglichst aus einer erhöhten Position vorgetragen werden. Vogelarten, die wie die Lerchen ursprünglich in baumlosen Steppenlandschaften beheimatet waren, tragen daher ihre Gesangsstrophen vorwiegend im Flug vor. Auch Baumpieper (Anthus trivialis), Girlitz (Serinus serinus), Birkenzeisig (Acanthis cabaret),  Vögel also, die in der offenen Kulturlandschaft leben, führen Balzflüge vor, während sie singen. Dies gilt auch für die Dorngrasmücke (Sylvia communis). Andere Grasmücken (Sylvia sp.) und auch die Braunkehlchen (Saxicola rubetra), die im dichten Buschwerk ihr Zuhause haben, veranstalten während der Balz von Zeit zu Zeit Luftspiele, um auch optisch auf sich aufmerksam zu machen.

Vögel, die im dichten Wald leben, wie Buchfinken (Fringilla coelebs), Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) und Continue reading Frühlingsboten: Balzgesang bei Singvögeln

Nilgans im Palmengarten/ Frankfurt

Egyptian GooseHeftige Revierkämpfe mit Wasserspritzern im Gegenlicht. Das ist es, was der ambitionierte Naturfotograf gerne findet, um sich einer Vogelart auch mit Aktionaufnahmen zu nähern. Da kann es auch nicht schaden, eine farbenprächtige, ja geradezu bunte Gans zu fotografieren. Eine solche Gans ist die Nilgans (Alopochen aegyptiacus) un der dazu gehörige Ort der Palmengarten im Westen der Innenstadt von Frankfurt/ Main.  Man kann die Nilgans leicht identifizieren. Sie ist ein exotischer Gast, der sich von seiner ursprünglichen Heimat Afrika aus zunehmend nach Europa verbreitet. Die Art ist im Niltal und südlich der Sahara zuhause.

Dort ist sie weit verbreitet in Sümpfen, an Seen und Flüssen. Die Behauptung, daß sie nicht scheu ist und man sehr nah an sie heran kommt, erweist sich im Frankfurter Umland schnell als Trugschluß. Im Palmengarten, einem botanischen Continue reading Nilgans im Palmengarten/ Frankfurt

Belziger Landschaftswiesen – wichtig nicht nur für Grosstrappen

GrosstrappeZwei nebeneinander stolzierende Trapphähne zu sehen, ist ein seltenes Schauspiel geworden. Vom einst großflächigen Verbreitungsgebiet der Großtrappe (Otis tarda) konnten deutschlandweit nur drei Brutgebiete erhalten werden. Das Gebiet der Belziger Landschaftswiesen nördlich von Bad Belzig ist eines dieser letzten Großtrappen-Einstände. Das Land Brandenburg war stets die Hochburg der Großtrappen in Deutschland. Deshalb wurde der Vogel auch der „Märkische Strauß“ genannt.  Während die Landbesitzer die Vögel gerne jagde, klagten Bauern immer wieder über Schäden auf den Feldern. Lebten 1939 in der damaligen Mark Brandenburg noch etwa 3.400 Trappen, so sanken die Bestände in den folgenden Jahrzehnten rapide. Heute kann man Großtrappen wieder in Brandenburg beobachten, wenn sie im Morgengrauen mit aufgeplusterten Gefieder balzen. Ein Muß für den Naturliebhaber und auch ein tolles Fotoprojekt. Dabei sind nicht nur die opulenten Balzrituale sondern durchaus auch Rivalenkämpfe zu beobachten.

Unter den Bedingungen der heutigen Landwirtschaft Continue reading Belziger Landschaftswiesen – wichtig nicht nur für Grosstrappen

Gesang: Singvögel bei der Balz

BlaukehlchenGesang ist die wohl verbreitete Art der Partneranlockung unter Vögeln. Das Blaukehlchen (Luscinia svecica) des Fotos hatte sein Revier entlang eines Entwässerungskanals bezogen und schmetterte sein Lied in die frische, morgendliche
Frühlingsluft. Auch die Feldlerche als ganz früher Frühlingsbote ist ein bekannter – wenn auch zunehmend seltenerer – Sänger.

Im Gegensatz zu den Rufen, die beide Geschlechter hervorbringen und das ganze Jahr über zu hören sind, wird der Reviergesang meist nur von den Männchen zur Paarungszeit vorgetragen. Wenn mit dem beginnenden Frühjahr Continue reading Gesang: Singvögel bei der Balz

Fotografieren von Wasseramseln im natürlichen Habitat

WasseramselWasseramsel (Cinclus cinclus) mit Nistmaterial für den Nestbau. Das sind die klassischen Fotos, die man von Wasseramseln sieht. Sie fliegen dabei bevorzugt exponierte Stellen wie z.B. aus dem Wasser herausragende Steine an. Schnellfließende, klare und saubere Flüsse und Bäche sind aufgrund der zunehmenden Landschaftsveränderungen und der Umweltverschmutzungen in unseren Breiten rar geworden. Dort, wo es jedoch noch solche Flüsse und Bäche gibt, kann man mitunter einen Vogel beobachten, welcher von der Erscheinung und der Gefiederfärbung her zwar nicht zu den auffälligen Vögeln gehört, dessen Lebensweise aber so einzigartig ist, daß der Vogel eine Sonderstellung unter den bei uns heimischen Singvögeln einnimmt. Es ist die Wasseramsel (Cinclus cinclus). Kennzeichnend für die etwa starengroße Wasseramsel ist ein kurzschwänziger, plumper, dunkelbrauner Körper mit weißem Kehl- und Brustlatz.

Die Hauptnahrung der ganzjährig bei uns verweilenden Wasseramseln stellen Wasserinsekten, insbesondere Eintagsfliegen und und Köcherfliegen (Trichoptera) Continue reading Fotografieren von Wasseramseln im natürlichen Habitat

Singschwäne locken Besucher

SingschwanDas Westhavelland ist ein beliebter Rastplatz für die Singschwäne (Cygnus cygnus). Ein paar Hundert Tiere rasten seit Ende Oktober in den Havelauen. Im Gegenlicht sass dieser Trupp in einer seicht überschwemmten Weide und jedes Mal, wenn der Schnabel wieder aus dem Wasser empor kam, spritzten die Wassertropfen im schönsten Gegenlicht. Der Singschwan
sieht seinem Gattungsvetter, dem bekannten Höckerschwan sehr ähnlich. Allerdings ist der Schnabel beim Singschwan gelb und weist eine schwarze Spitze auf, die bis zu den „Nasenlöchern“ reicht. Noch auffallender sind aber die Unterschiede in der Continue reading Singschwäne locken Besucher

Fotografie in der Elbtalaue in Brandenburg

SaatgansDie Untere Mittelelbe Niederung ist ein wahres Juwel deutscher Flußlandschaften. Zum ersten Mal sah ich sie im Februar 1992 – in den Anfangsjahren nach der Wende in der DDR: die Elbtalaue zwischen dem mecklenburgischen Boizenburg und HaveIberg. Seither habe ich die Untere Elbe schon häufig besucht, um zu fotografieren. Vorher aber verweile ich meist auf einer Holztreppe am steil aufragenden Elbufer bei Boizenburg und genieße den atemberaubenden Blick über eine der letzten noch halbwegs intakten Urstrom-Landschaften Mitteleuropas. Die beste Gelegenheit zur Einstimmung auf einen schönen, produktiven Fototag. Ein besonderes Highlight an der Elbe ist die Vogelfotografie. Diese kann sehr schön aus dem Auto heraus betrieben werden. Äsende Gänse, Sing- oder Zwergschwäne (Cygnus sp.) lassen sich gut aus dem am Straßen- oder Wegrand parkenden und obendrein warmen Auto heraus fotografieren. Um genügend Abstand zu halten, sind Brennweiten von Continue reading Fotografie in der Elbtalaue in Brandenburg

Eurasian Wryneck and other birds in Bulgaria

Eurasian WryneckI am now back from a trip to Bulgaria for quite a while. As I wrote already in the Bee-eater-Blog, the main purpose was to photograph European Bee-eater (Merops apiaster). But as I mentioned in the recent blog, Bulgaria is full of wildlife which could be found relatively easy. As most of the mornings were spent with Bee-eaters or in a hide for Eurasian Golden Orioles (Oriolus oriolus), evening photo sessions quite often were spent roaming along country roads in the car and photographing any birds I encountered. I came up with pretty good results. There were many passerine birds present. I came across with Crested Lark (Galerida cristata), Eurasian Linnet (Carduelis cannabina), Black-headed Bunting (Emberiza melanocephala), Lesser Whitethroat (Sylvia curruca), Northern Wheatear (Oenanthe oenanthe), Lesser Grey Shrike (Lanius minor), Continue reading Eurasian Wryneck and other birds in Bulgaria

European Bee-eaters in Bulgaria

European Bee-eater at branchI am just back from a trip to Bulgaria. The purpose was to photograph European Bee-eater (Merops apiaster) during a busy young feeding period. Honestly this was the main target of the trip. The birds had arrived in Bulgaria for quite a while. Thus feeding of the young were almost finished. Feeding on their breeding tube. This was a bit disappointing. However I still had good photo opportunities of this incredibly adorable birds.

I decided to spent at least four days with these colourful birds. Thanks to the help and advice of a friend who worked the area one year ago, I easily found a good site and decided to pitch a tented hide. This on top of an escarpment of a sand pit. There were also sandbanks next to the Bee-eaters colony. But the perspective on top was best. To my delight 2 or sometimes even 3,4,5 birds were landing on a perch, flying away, landing again. What a spectacle. There was plenty of action.

As the Bee-eaters are more active feeding early in the morning, I decided to come back at dawn. This time I set – up my hide before the sunrise and to my big relieve birds started to turn up again with the first light. As the name suggests bees are on the top of the menu for bee – eaters, but they are chasing dragonflies, Continue reading European Bee-eaters in Bulgaria

Rackenvögel in Bulgarien: ein Fototrip

BlaurackeNicht nur dem Bienenfresser (Merops apiaster) war ich bei einem Fototrip nach Bulgarien auf der Spur. Wie bereits beschrieben, war der Hauptzweck einer Reise nach Bulgarien, Bienenfresser in der Brutzeit aus sicherer Distanz aus einem Tarnzelt zu fotografieren.

Aber auch sonst hat sich der Trip gelohnt. Wie man in der Galerie sieht, ist Bulgarien Continue reading Rackenvögel in Bulgarien: ein Fototrip

Bulgarien ein erstklassiges Ziel für östliche Vogelarten

KappenammerWie bereits beschrieben, war der Zweck einer Reise nach Bulgarien Bienenfresser während der Fütterungsperiode der Jungen aus sicherer Distanz zu fotografieren. Insgesamt hatte ich sehr gute Fotomöglichkeiten dieser unglaublich entzückenden Vögel. Ich beschloss, mit diesen bunten Vögeln mindestens vier Tage fotografisch zu verbringen.

Da es während eines Sommertages sehr heiß in Bulgarien werden kann, habe ich meine Foto-Sessions normalerweise Continue reading Bulgarien ein erstklassiges Ziel für östliche Vogelarten

Fototrip nach Bulgarien: dem Bienenfresser auf der Spur

BienenfresserBienenfresser (Merops apiaster) sind sicher eine der begehrtesten Fotografierobjekte bei den in Deutschland vorkommenden Vogelarten. Zwar gibt es inzwischen vermehrt Ansiedlungen auch in der Mitte Deutschlands, so in Sachsen-Anhalt oder auch in der Pfalz, vom Kaiserstuhl ganz zu schweigen, doch sind die Brutplätze zu Recht geheim um die niedrigen Bestandszahlen nicht zu gefährden. Ganz anders verhält sich das in den südlichen und südöstlichen Ländern Europas.

Bulgarien ist für die Vogelfotografie geradezu Continue reading Fototrip nach Bulgarien: dem Bienenfresser auf der Spur

Dupontlerche in Gefahr durch Windkraftanlagen in Spanien

DupontlercheWindkraft wird gerne als „grüne“ Energie, d.h. umweltfreundliche oder ökologische Energie bezeichnet. Was den CO-2-Ausstoß angeht, ist das natürlich richtig. Die ökologischen Risiken dagegen finden erst allmählich Eingang in das Bewußtsein der Öffentlichkeit. In Deutschland wird vor allem der Rote Milan, Milvus milvus, als Vogelart genannt, die sich als eines der größten Hindernisse für den Windkraft-Ausbau in Deutschland darstellt. Das Kollisionsrisiko für den Rotmilan wird bei den Diskussionen besonders herausgestellt. Während in Deutschland Windkraftanlagen meistens auf landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen und nun zunehmend Waldstandort genutzt werden (sollen), haben andere Länder noch ganz andere Risiken. In Ländern wie Spanien und Rumänien bestehen noch ausgedehnte (Pseudo-)Steppenhabitate. Diese Gebiete werden häufig als Ödland bezeichnet und sind damit prädestinierte Standorte für neue Windfarmen. Der Flächenverbrauch, der mit der Aufstellung von Windrädern gerade in – angeblich –  unproduktiven Continue reading Dupontlerche in Gefahr durch Windkraftanlagen in Spanien

Hainburg an der Donau: Bienenfresser an der Brutröhre

BienenfresserSchon ein süd-östliches Flair weist die Stadt Hainburg, direkt an der Donau liegend, auf. Die Stadt zwischen Wien und Bratislava in unmittelbarer Nähe zur slowakischen Grenze hat aber auch einige Naturschönheiten zu bieten. Eine dieser Kostbarkeiten befindet sich nicht weit von der Donau am Hundsheimer Berg. In der Nähe der Ortschaft befindet sich ein Hide, ein versteckter Continue reading Hainburg an der Donau: Bienenfresser an der Brutröhre

Varanger: Vogelarten auf dem Hochfjell und an der Küste in Nordnorwegen

Papageitaucherwie in dem Blog über das quirlige Odinshühnchen bereits beschrieben, gibt es insgesamt auf Varanger mehr als 300 Vogelarten. Das Hochfjell bietet andere Arten als die Küste rund um den Fjord. Der Fjell ist ein Gebirgszug, der im Inneren zu durchaus beeindruckender Höhe – bis ca. 500 Meter – ansteigt und ein wahrhaftes Tundragesicht zeigt. Bekassine (Gallinago gallinago), Zwergstrandläufer (Calidris minuta), Meerstrandläufer (Calidris maritima) und Mornellregenpfeifer (Charadrius morinellus) sollten für den Continue reading Varanger: Vogelarten auf dem Hochfjell und an der Küste in Nordnorwegen

Odinshühnchen im Finnarksommer am Varangerfjord in Nordnorwegen

Red-necked PhalaropeDas quirlige Odinshühnchen (Phalaropus lobatus) habe ich nun schon eine ganze Weile auf dem Wasser kreisend bewundert. Jetzt muß ich doch mal meine Kamera holen. Schnell ist die Aufrüstung auf ein Stativ gesetzt und ganz ohne Tarnung kann ich auf einer Insel im Varangerfjord ausgiebig Aufnahmen des wunderschönen Vogels machen. Das Odinshühnchen ist in Deutschland meistens auf dem Wegzug – und dann im Schlichtkleid – zu entdecken. Hier auf Varanger treffe ich  jetzt, im Mai das Odinshühnchen in seinem Bruthabitat im Prachtkleid an. Auf Tümpeln und Seen im Strandbereich bis hinauf in´s Fjell trifft man die agilen Odinshühnchen nun an. Dort sind auch Sterntaucher (Gavia stellata) und Prachttaucher (Gavia arctica) recht häufig. Die Odinshühnchen kann man am besten an einem kleinen See fotografieren, der auf einer Vadsö vorgelagerten, über eine Brücke jedoch gut erreichbaren Insel liegt. Von der am südlichen Rand der Varanger – parallel zum Fjord – verlaufenden Straße ist die Straße und auch die Brücke schon gut zu erkennen. Ganz in der Nähe steht ein Luftschiffmast von Amundsens erfolgreicher Nordpolüberquerung im Luftschiff Norge.
Jetzt im Mai ist Balzzeit, aber hier versammeln sich im Juni/Juli auch oft mehr als 100 Odinshühnchenweibchen vor der Abreise zum Süden. Am Varangerfjord gibt es überhaupt vielfältige Fotografiermöglichkeiten wie in der VarangerGalerie erkennbar. Für den Naturfotografen ist Continue reading Odinshühnchen im Finnarksommer am Varangerfjord in Nordnorwegen

Birds in courtship and singing behaviour

Great Reed-WarblerWith the beginning of spring, the days get longer and the birds awaken to seemingly new life. For the males now the time of the highest activity begins. Everyone is keen to conquer a territory and find a mate. For this purpose, the birds have developed a variety of optical and acoustic methods, and specific behaviors in the course of their evolutionary history.

Singing is probably the most common type of attracting a mate among birds. In contrast to the calls produced by both sexes and which can be heard all year, singing is usually presented only by the males during the mating season. Many of our native birds here in Germany, such as Robins, Tits or Blackbirds start to sing already in late winter. Thus they are among the most striking signs of spring. Then gradually new voices add to the concert Continue reading Birds in courtship and singing behaviour

Zwergtrappenfotografie in der Estremadura

Zwergtrappe in der BalzDie Sonne steht noch hoch am Himmel, obgleich es fast 18:00 Uhr ist. Soweit das Auge reicht: Steppe, unterbrochen hin und wieder von erodierten Felsen. Über dem Boden flimmert die Luft. Im Auto herrscht unbeschreibliche Hitze. Nachdem letztes Jahr die Winterniederschläge der Estremadura ausgeblieben sind, wirkt alles vertrocknet. Und doch wimmelt es von Bodeninsekten, vornehmlich Heuschrecken, die die Fahrwege in einem grünen Dunkelgrau erscheinen lassen. Immer wieder müssen die ins Wageninnere eingedrungenen Insekten entfernt werden. Doch das Fenster muß offenbleiben. Nicht wegen der Hitze, sondern wegen eines eigenartigen Vogels. Schließlich wollen wir ihn hören. Jetzt muß man ruhig sitzen bleiben. Keine allzu hektischen Bewegungen mache. Auch nicht, wenn allzu lästige Mücken um den Kopf schwirren.

Die Steppen von Caceres und Trujillo sind berühmt für ihre Continue reading Zwergtrappenfotografie in der Estremadura

Little Bustard (Tetrax tetrax) photography in Extremadura

Littel Bustard male in displayThe sun is still high in the sky, although it is almost 6:00 pm. As far as the eye can see : steppe, interrupted now and then by eroded rocks . Above the ground , the air shimmers . In the car there is indescribable heat. After last year’s winter precipitation had failed in the Extremadura, everything looks withered. And yet it teems with soil insects, especially grasshoppers. It let the routes appear in a green. Dark- gray colour. Again and again Continue reading Little Bustard (Tetrax tetrax) photography in Extremadura

Baffin Shackleton Snow Boot, customer review

Baffin Men's Shackleton Snow BootAfter some reviews-blogs had been written in bird-lens.com about photo equipment as the Canon EOS 1 Mark IV or the Canon EOS 1DX and the Canon 400mm f4 DO I think, I write also a short experience review of the Baffin Men’s Shackleton Snow Boot, because I ‘m often asked about my experiences not only with camera staff but also personal equipment which in many cases are as important for successful photo shootings as the photo gear is.

With my Meindl Hiking boots (Meindl Ortler) I have been very satisfied all the time until the beginning of April this year when I spend 4 days photographing Great Grey Owl (Strix nebulosa) in the vicinity of Oulu in Finland. Finding the Great Grey Owl (Strix nebulosa) can be hard stuff, but even harder to prevent loosing her. To walk/ run behind the owl means walking in 1,5 meters of harsh snowcover, sometimes breaking through the icy cover, sometimes not. This in temperatures between -20° and -5°. It did not take a long time and my feet were deeply frozen whatever socks you wrap around them.
Maybe I should clarify, that I am a bird photographer, who is specialized on photographing as many species of birds for scientific purposes as possible. The subjects to shoot brought me to Varanger in Northern Norway in February or to Finland in early April. Now I trip to Norway was scheduled again. End of November for Golden Eagle (Aquila chrysaetos) s. The experience of Finland should not repeat. So I bought a pair at the german Outdoor Shop “Globetrotter” for roughly 300,- €.

After 7 days in use I can Continue reading Baffin Shackleton Snow Boot, customer review

White-tailed Eagle catching fish in Norway

White-tailed EagleWhite-tailed Eagle (Haliaeetus albicilla) are now at least in the eastern part of Middle Europe (as East Germany or Poland) a familiar sight . Nevertheless, it is not easy to photograph an eagle on close range. The animals are not extremely shy towards people, but they show respect and thus quite a distance from people , as it should be for wildlife.

So if you want to photograph wild eagles in Europe, you have several opportunities (including one in East German) or you do it right the first time. As far as I find out, there’s no better place to go than the Norwegian fishing village Lauvsnes near Flatanger in the province of North – Trøndelag, 200 km north-west of Trondheim. Here in the middle of Norway, Ole Martin Dahle has managed to gain confidence of some White-tailed Eagles. For several years, he offers with his company Norway Nature boat trips where you can watch the White-tailed Eagles during prey capture. Ole is noticeable in his many years of experience and he offers a professional service.

After I had observed and photographed the impressive Golden Eagle (Aquila chrysaetos) at the bait Continue reading White-tailed Eagle catching fish in Norway

Canon EOS 1DX: some aspects of Dynamic range and Noise

100% crop of Golden Eagle at baitAfter blogging a review of the Canon EOS 1DX some people asked me wether I can subscribe what is written there and wether it is possible to show proof of what is said, that the dynamic range has improved significantly over the Mark IV.

Some tests in photo laboratories show, that Dynamic range of Canon EOS 1DX benefits from having “only” 18 million pixels with a full frame sensor. For this you get a high dynamic range and a better signal / noise ratio. The test showed a total dynamic range of nearly 11 stops at the low ISO settings in a RAW file. At 100 ISO RAW files, they found a usable dynamic range (while taking into account noise) of 7 stops and at a 6400 ISO jpg file still 6 stops.

The sensor of the Canon EOS 1D X use a new feature where there is no space between the pixels, and as much as possible of the incident light is actually converted into signal.  This is new in a professional Canon Continue reading Canon EOS 1DX: some aspects of Dynamic range and Noise

Seeadler fangen Fisch in Norwegen

White-tailed EagleSeeadler (Haliaeetus albicilla) sind nun ja zumindest im Osten Deutschland eine vertraute Erscheinung geworden. Trotzdem ist es nicht leicht, ein Exemplar aus nächster Nähe zu fotografieren. Die Tiere sind gegenüber Menschen zwar nicht extrem scheu, sie halten aber doch so großen Abstand zu Menschen, wie es sich für Wildtiere gehört.

Wenn man also in Europa wilde Seeadler fotografieren möchte, kann man sich in Deutschland bei einem ostdeutschen Anbieter melden oder man macht es gleich richtig. So viel ich herausbekam, gibt es keinen besseren Ort als das norwegische Fischerdorf Lauvsnes in der Nähe von Flatanger in der Provinz Nord-Tröndelag, 200 Kilometer nordwestlich von Trondheim. Hier in der Mitte Norwegens hat es Ole Martin Dahle geschafft, das Vertrauen einiger Seeadler zu gewinnen. Schon seit einigen Jahren bietet er mit seinem Unternehmen Norway Nature Bootstouren an, bei denen man den Seeadlern beim Beutefang zuschauen kann. Ole merkt man seine langjährige Erfahrung an und er bietet seinen Gästen einen professionellen Service.

Nachdem ich bereits den eindrucksvollen Steinadler (Aquila chrysaetos) am Köder auf einem winterlichen Fütterungsplatz beobachtet und fotografiert hatte, wollte ich in der Woche auf Einladung von Ole Martin Dahle hier in der Nähe von Trondheim auch den Seeadler fotografieren. Die Ausbeute kann sich sehen lassen. Der Trip war sehr produktiv – wie Sie in der Galerie sehen.

Am Vormittag um 10:00Uhr  ging es mit dem Boot raus auf´s Wasser. Schon bald Continue reading Seeadler fangen Fisch in Norwegen

Steinadler am Fuchsköder in Norwegen

Golden EagleIst es möglich, den eindrucksvollen Steinadler (Aquila chrysaetos) am Köder im Winter zu beobachten und zu fotografieren? Und das in zuverlässig und in anständiger Anzahl? Ist das möglich, in Europa? Ja, das ist es!
Ole Martin Dahle, auch der „Adler- Mann“, genannt, hat mehrere Fotoverstecke in der Wildnis Norwegens eingerichtet.

Circa 1 Woche habe ich auf Einladung von Ole Martin Dahle nördlich von Trondheim verbracht. Die Ausbeute kann sich sehen lassen. Der Trip war sehr produktiv – wie Sie in der Galerie sehen. Ole bietet nicht nur Wildlife Workshops an, sondern offeriert auch die Möglichkeit, in eine (oder mehrerer) seiner Fotoverstecke auf Bergrücken oder in der Mitte von Kiefernwäldern zu sitzen. Es ist auch möglich – auch im Winter – mit dem Boot raus auf den Fjord zu fahren, um sich der Seeadler – Fotografie zu widmen.

Ole hat einige wunderschön gelegene Grundstücke in den letzten Jahren gemietet, weitere Standorte für seine Hides besitzt er selber. Die Verstecke liegen nicht weit von Forststraßen oder Wegen entfernt. Sie sind also fußläufig in akzeptabler Zeit zu erreichen sodaß man nicht völlig abgekämpft mit der schweren Fotoausrüstung am Versteckt ankommt. Auf der anderen Seite sind sie so weit von der öffentlichen Infrastruktur entfernt, daß man sich mitten in der Wildnis fühlt und selbst Motorengeräusche praktisch nicht zu vernehmen sind. Man ist wirklich mitten drin. Folglich gibt es ideale Bedingungen um seiner fotografischen Leidenschaft nachzugehen und Continue reading Steinadler am Fuchsköder in Norwegen

Golden Eagle at fox bait in Norway

Golden EagleIs it possible to observe and photograph Golden Eagle (Aquila chrysaetos) at the bait in wintertime in good numbers with good reliability? Is this possible in Europe? Yes, it is!

Ole Martin Dahle, known as the Eagle Man, has several hides out in the wilderness of Norway. Having been spent one week on invitation of Ole Martin Dahle has been very productive – as you can see in the gallery. Ole offers Wildlife Workshops but also the chance to sit in one (or more) of his hides located on mountain ridges or in the middle of pine forests. It is also possible in winter to go out in the fjord for White-tailed Eagle-photography.

Ole managed to lease attractive properties over the last years, other locations he owns by himself. Consequently, there are ideal conditions for a photographic passion to shoot images of wild birds on close distance.

In wintertime the chances to shot breath-taking images of Golden Eagle are Continue reading Golden Eagle at fox bait in Norway

Vredestein Wintrac 4 Extreme: Erfahrungsbericht

Vredestein Wintrac 4 Extreme LaufflächeIn einem Test hatte ich gelesen: „Stärken: niedriger Rollwiederstand, ordentliche Leistungen auf Schnee. Schwächen: reduzierte Reaktion auf Lenkbewegungen, durchschnittliche Aquaplaningsicherheit.“

Als Vogelfotograf habe ich mich auf das Ablichten möglichst vieler Vogelarten für wissenschaftliche Zwecke spezialisiert. Bei der Reifenwahl habe ich meine Bedürfnisse genau geprüft. Ich fahre  viel in den unterschiedlichsten Gegenden, im Gebirge bis auf 2.500m NN, in Lappland oder auch in karstigen Gebirgen um das Mittelmeer. Auf den regelmäßigen Reisen sehe ich eine Kombination von Feldwegen, Landstraßen und Schnellstraßen. Alle Straßen befinden in unterschiedlichen Stadien der Reparatur und der Oberflächenbeschaffenheit. Natürlich muß ich auch auf Autobahnen fahren. Im letzten halben Jahr habe ich so um die 15.000 Kilometer gefahren.

Bisher hatte ich hinten Goodride SU307 AWD und vorne Goodyear Wrangler HP AllWeather. Der Reifensatz war vom (gewerblichen) Verkäufer des Wagens als Verkaufsargument montiert worden. Nun stand ein Winterbesuch in Norwegen, genauer in Trondheim an. Mein Jeep Grand Cherokee  war zwar ein guter Performer mit der Kombination auf Matsch. Mein Händler empfiehl mir Allwetterreifen. Aber für die Reise wollte ich sicher gehen. Ich habe jetzt einen Satz Vredestein Wintrac 4 Extreme 235/65 R 17 für meinen Grand Cherokee gekauft – insbesondere für den zu erwartenden Schnee.

Das Auto eines Freundes (ebenfalls Jeep Grand Cherokee) war sogar bei der leichtesten Schneedecke Continue reading Vredestein Wintrac 4 Extreme: Erfahrungsbericht

Kites slow wind power expansion not only in Germany

Black KiteConservation initiatives and strictly protected birds of prey such as the Red Kite, Milvus milvus prove as a barrier to wind power development not only in Germany. As in Germany, the situation is in Austria. Near the new wind farm which is under construction on the outskirts of Grosskrut, Mistelbach district, an ornithologist in Austria discovered the endangered raptor. Right through the of the almost finished towers of the wind farm flew a Red Kite, Milvus milvus. As well as the Red Kite a Black Kite, Milvus migrans, was hovering over the fields around Grosskrut. Later the ornithologist could spot even a young bird of the Red Kite.

Not only in Germany, people discover a new view to nature. The ornithologist described above stood up for years against the construction of wind turbines and has therefore developed to a conservationists. Consequently, evidence photos and descriptions of the observations were sent to the Birds organization “Bird Life”.

The Red Kite was already the subject of frequent blogs on www.bird-lens.com. Thus e.g. here or here. The Red Kite is a characteristic bird of Central European landscapes. Although about 65% of the world’s population of the Red Kites are found in Germany, Austria is home to a healthy population, too. For full-time ornithologists sightings of the kites are not uncommon. Although the Red Kite was formerly located mainly in eastern Czech Republic to the Marchauen, the bird spreads out now in the neighborhood of the WEinviertel (Wine quarter) near Vienna. One commenter in a local newspaper Continue reading Kites slow wind power expansion not only in Germany

Milane bremsen Windkraft-Ausbau nicht nur in Deutschland

Black KiteNaturschutz-Initiativen und streng geschützte Greifvögel wie der Rote Milan, Milvus milvus, erweisen sich nicht nur in Deutschland als Hindernis für den Ausbau der Windenergie. Ähnlich wie in Deutschland (s. Blog) ist die Situation in Österreich. In der Nähe des in Bau befindlichen neuen Windparks am Ortsrand von Großkrut, Bezirk Mistelbach, entdeckte ein Ornithologe den auch in Österreich vom Aussterben bedrohten Greif. Mitten durch die fertiggestellten Türme des Windpark flog ein Rotmilan, Milvus milvus. Der Rotmilan schwebte über die Äcker rund um Großkrut ebenso wie auch ein Schwarzer Milan, Milvus migrans. Später konnte dann sogar ein Jungvogel des Rotmilans gesichtet werden.

Nicht nur in Deutschland entdecken die Menschen ihre Natur neu. Der o.a. Ornithologe macht sich seit Jahren gegen die Errichtung von Windkraftanlagen stark und wurde aus diesem Grund zum Vogelschützer. Konsequenterweise wurden dann Beweisbilder und Beschreibungen der Beobachtungen an die Vogelschutz-Organisation „Bird Life“ geschickt.

Der Rote Milan war ja schon häufiger Gegenstand der Blogs auf www.bird-lens.com. So u.a. hier. Der Rotmilan ist einer der Charaktervögel der mitteleuropäischen Landschaften. Etwa 65% des Weltbestandes des Rotmilans kommen zwar in Deutschland vor, aber auch Österreich Continue reading Milane bremsen Windkraft-Ausbau nicht nur in Deutschland

Red Kites slow wind power expansion

Red Kite

Conservation initiatives and the strictly protected red kite, Milvus milvus prove to be the biggest obstacles to wind power development in Germany . The ambitious goals of both the current federal government and especially the red-green state governments are in danger .

In particular, the requirement to use increasingly forest sites as locations for 200 -meter high wind turbines, met with criticism. One example is in Baden-Wuerttemberg. In the focus of the current debate is a forest about five hectares in size to be cut down in the middle of the “Great Hau” at Horb in the Black Forest to establish windmill farm. But the forest is not only a popular recreational area, it is also home to many protected animals . For decades, the forest has been converted to quite a natural forest, which is particularly rich in species. Again there are the Red Kites that curb further expansion of wind power .

In the specific case at least it did not take long until a citizens’ initiative formed against the plans of the town of Horb . There were information-events, petitions and a forest festival, visited by hundreds of citizens. Also, the Conservation Assosiation “Nabu” rejected the site due to nature protection reasons. However, the city was fiercely determined . “We knew that only the Red Kite can help now,” said a representative of a local conservation initiative. In fact, the initiative could rely on the strictly protected raptor. Today, the wind farm project is stopped. The authorities in Karlsruhe gave priority to the protection of that species .

The case Horb illustrates the dilemma for the green-red state government. In the second year after the change of government nothing can be seen from a wind power boom. Just nine plants were built in the Southwest in 2012. From the target to increase the proportion of wind power in the country from 1 to 10 percent by 2020, Green-Red is miles away. And especially nature conservation activists and protected species such as Continue reading Red Kites slow wind power expansion

Rotmilane bremsen Windkraft-Ausbau

Red KiteNaturschutz-Initiativen und der streng geschützte Rote Milan, Milvus milvus, erweisen sich als größte Hindernisse für den Windkraft-Ausbau in Deutschland. Der Rote Milan war ja schon häufiger Gegenstand der Blogs auf www.bird-lens.com. So z.B. hier oder hier. Der Rotmilan ist ein Charaktervogel der mitteleuropäischen Landschaften. Etwa 65% des Weltbestandes des Rotmilans kommt in Deutschland vor. Die ehrgeizigen Ziele zur Energiewende sowohl der aktuellen Bundesregierung als auch vor allem der grün-roten Landesregierungen geraten mit der Rücksicht auf den Roten Milan in Gefahr.
Vor allem die Forderung nun verstärkt Waldstandorte als Standorte für 200 Meter hohe Windkraftanlagen zu nutzen, stößt auf Kritik. Ein Beispiel ist aus Baden-Württemberg. So sollten etwa fünf Hektar Wald mitten im “Großen Hau” bei Horb im Schwarzwald abgeholzt werden um Rotoren aufzustellen. Der Wald ist aber nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, er ist auch Heimat viele geschützter Tiere. Seit Jahrzehnten wurde der Wald zum naturnahen Plenterwald umgestaltet, er ist deshalb besonders artenreich. Hier kommt der Rote Milan in einem guten Bestand vor. Aber auch andernorts sind es immer wieder Rotmilane, die den weiteren Windkraft-Ausbau bremsen.

In dem konkreten Fall jedenfalls dauerte es nicht lange, bis sich eine Bürgerinitiative gegen die Pläne der Stadt Horb bildete. Es gab Info-Abende, Unterschriftenlisten und ein Waldfest, zu dem viele Bürger kamen. Auch der Naturschutzbund Nabu lehnte den Standort ab. Doch die Stadt war wild entschlossen. “Wir wussten, dass uns nur noch der Rotmilan helfen kann”, sagte ein Vertreter einer lokalen Naturschutzinitiative. Tatsächlich war auf den streng geschützten Greifvogel Verlass. Heute ist das Windpark-Projekt Continue reading Rotmilane bremsen Windkraft-Ausbau