Heidelerche singt den Frühling ein

Zuerst hört man nur einen zarten Gesang im Tal. Dann wird die Melodie immer klarer. Jemand begrüßt trotz strammen Westwind den Frühling an diesem sonnigen Spätwinter-Nachmittag. Es ist eine Heidelerche (Lullula arborea), die im weiteren Verlauf der Wanderung aus einem lichten Kiefernwald schön zu hören ist. Als wir den Waldrand passiert haben, wird der Gesang immer stärker und klarer. Da ist sie dann auch in ca. 40 m Höhe vor dem stahlblauen Himmel des Hohen Fläming auch zu sehen. Immer wieder schwirrt der Flügel, dann aber schwebt sie – teils mit angezogenen Flügeln – im Wind und hält dabei den Kopf gegen die Windrichtung. Sie fliegt auf dem Punkt; direkt über uns. Dabei wird fleißig gesungen. Trotz der Höhe in der sich der kleinen Vogel herumtreibt, muß ich ihn dabei mal mit meiner neuen Canon EOS 1DX Mark III am Canon EF 400mm f/4 DO IS II USM fotografieren. Ich will dabei auch feststellen, wie gut der Autofokus sich an dem unscheinbaren „Punkt“ am kontrastarmen blauen Himmel abarbeitet.

Der Versuch, mit der Imitation des Fluggesangs die Heidelerche zum Singen in tieferen Sphären zu veranlassen, scheitert. Die Heidelerche läßt sich durch den künstlichen Gesang gar nicht groß beeindrucken.

Die Canon EOS 1DX Mark III hat sich bei diesem – sicher nicht besonders anspruchsvollen – Test gut bewährt. Dazu muß man allerdings wissen, daß ich bei dem Vorvorgängermodell, der EOS 1 DX, das Verhalten des Autofokus als besonders störend empfunden hatte, wenn relativ kleine Motive gegen einen kontrastarmen Hintergrund fotografiert werden. Das Verhalten der EOS 1 DX bei AF unmöglich hatte ich bereits in einem eigenen Blog beschrieben.

Dabei hatte ich bei Vogellaufnahmen gegen einen klaren, blauen oder grauen, im Grunde aber wenig oder gar unstrukturierten Himmel festgestellt, dass ich die zugegebenermaßen bei weitem nicht formatfüllenden Motive immer wieder aus dem Fokus verlor und die EOS 1 DX nach einigen Fokussierversuchen das Objektiv – wie z.B. das Canon EF 600mm f/4L IS III USM Objektiv – auf die Naheinstellgrenze von 4,5 Metern stellt. Dabei blinkte die grüne Anzeige im Sucher und signalisiert, daß eine automatische Fokussierung nicht möglich ist. Damit ist z.B. der Kranichtrupps in der Luft in vielen Fällen für den Fotografen verloren, da sich aus der Naheinstellgrenze nun wirklich nicht schnell manuell scharf stellen läßt. Da hilft nur, einen HiIfspunkt am Horizont zu suchen und es noch mal probieren. Manchmal hilft aber nur manuell auf „Unendlich“ umzustellen, was bedeutet, daß man auch noch den AF-Betrieb auf One Shot AF stellen sollte, da sonst (im Modus AI Servo AF) manuelle Korrekturen direkt wieder revidiert werden. Insgesamt also ein lästiges und u.U. langwieriges Verfahren. Zuerst hatte ich natürlich den Verdacht, daß die Funktion „Schärfestellung wenn AF unmögl. (in der AF-Registerkarte 4) auf „Off“ gestellt war. Das war aber nicht der Fall. Eine intensive Rückfrage beim Kundendienst von Canon in Willich konnte mir auch nicht weiterhelfen.

Ich meinte mich erinnern zu können, dass es bei anderen Kameramodellen so war, dass der Autofokus – wenn er das Motiv nicht finden konnte – auf „Unendlich“ gestellt hat. Der Unterschied in der Fotografie z.B. einer im Singflug fliegenden Heidelerche ist gravierend. Während der Autofokus auf Unendlich das Motiv wenigstens ansatzweise noch als Silhouette zeigt und dann ohne Probleme scharfstellt, wenn man die AF-Points auf den Vogel zentriert, ist man bei Einstellung „Naheinstellgrenze“ total verloren. Ich habe dieses Verhalten als sehr störend empfunden und wollte nun wissen, wie sich die Canon EOS 1DX Mark III schlägt.

Als Ergebnis läßt sich festhalten: Das von mir bei der alten EOS 1 DX beobachtete Fehlverhalten ist augenscheinlich komplett behoben worden. Ich brauche nicht zu betonen, daß die Funktion „Schärfestellung wenn AF unmögl. (in der AF-Registerkarte 4) auf „On“ gestellt war.

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