Invasion der Eichelhäher

EichelhäherEichelhäher (Garrulus glandarius) sind vor allem sesshafte Vögel und keine ausgeprägten Zugvögel. Fast alle Wiederfunde von Eichelhähern mit britischem Ring konnten bei einer Studie Örtlichkeiten innerhalb eines Umfelds von 50 km Entfernung zugeordnet werden.

Der Eichelhäher ist ein Allesfresser. Während während der Brutzeit wirbellose Tiere, insbesondere Raupen und Käfer (Coleoptera), die Hauptrolle spielen, stellt sich der Vogel am Ende des Sommers auf eine große Auswahl an Samen und Beeren um. Verzehrt werden Bucheckern, Kastanien und Eicheln. Das macht den Eichelhäher abhängig von der

Es ist aber bekannt, daß in einigen Jahren im Herbst, wahrscheinlich abhängig vom Ausfall der Eichel- oder Nußernte, Absetzungbewegungen aus den Brutgebieten und Invasionen in besser geeignete Ausweichquartiere stattfindet. Dann kann es zu auffälligen Einflügen von Vögeln aus dem Norden und Osten kommen. Hierbei sind Wanderbewegungen Tausender Eichelhäher zu beobachten. Auffällige Invasionsjahre waren 1983, 1996, 2010 und zuletzt im Herbst 2019. So mehrten sich ab Anfang September in Deutschland Beobachtungen ziehender Eichelhäher, dabei wurden auch zweistellige Truppgrößen gemeldet.

Typischerweise leben Eichelhäher allein und sind nur selten in größerer Anzahl, ggf. mit dem Nachwuchs anzutreffen. Es entwickeln sich aber im Spätsommer und Herbst ziemlich große Ansammlungen, die möglicherweise mit sogenannter eruptiver Aktivität, also der Vorbereitung einer Invasion, verbunden sind. Bei solchen sporadischen Invasionsbewegungen bilden sich Schwärme, bei der sich manchmal mehrerer hundert Exemplare zusammenschließen, irgendwann, mit ausholenden Flügelschlägen hoch in den Himmel steigen und dabei ein besonderes Schauspiel abgeben.

Einige besonders auffällige Ereignisse seien genannt. So gab es im September 1983 einen bemerkenswerten Einflug durch Südschweden, die in dem größten bisher bekannten Einflug in Großbritannien ihren Höhepunkt fand. Im Herbst 1999 trafen beträchtliche Ansammlungen in Dänemark aus Schweden ein. Solche Phänomene treten auch im Osten des weitgefaßten Verbreitungsgebiets auf. Diese sind jedoch viel weniger dokumentiert. Meldungen darüber gibt es immerhin regelmäßig aus Ussuriland in Südostrussland und aus dem Nord-Altai-Gebiet.

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