Sandbrachschwalbe im Süden Sri Lankas

Winzige Sandkörner wirbeln hoch. An der Südküste Sri Lankas windet es schon wieder sehr anständig. Sand und Salz liegt in der Luft. Die Kombination aus Wind, Sandverwehungen und praller Sonne läßt nicht viele Besucher den schönen Strand nur 100 Meter vom Hotel in den Dünen entfernt, genießen. Zuerst geht es an ein paar glattgeschliffenen Felsen vorbei nach Süden, Zwischen dicken Felsblöcken, halb im Meer stehend, sind einige Limikolen zu sehen. Direkt ins Auge fällt ein schmaler, grauer geduckt neben einem Felsen im Sand stehender Vogel auf. Der Vogel ist mit seinem blassen, sandigen Grau und dem schwarzen Hinterteil nur wenig von seinem Hintergrund aus Steinen, Felsen und Sand zu unterscheiden. Einzig der schwarze Schnabel mit dem Anflug von Rot an der Basis und der weiße Augenring fallen aus näherer Distanz auf.

Es ist eine einzelne Sandbrachschwalbe (Glareola lactea), die wirklich wunderschön zu sehen und auch auf gleicher Höhe zu fotografieren ist. Um sie auf gleicher Höhe zu fotografieren hocke ich mich in den Sand. Sie hat sich einen Platz auf dem Trockenen ausgesucht. Was sie in der heißen Ödnis macht, ist nicht klar. Daneben steht auch ein Flußuferläufer (Actitis hypoleucos). Auf einer Kante sind einige Wüstenregenpfeifer (Charadrius leschenaultii) zu sehen. Zuerst hatte ich mindestens 5 Steinwälzer (Arenaria interpres) auf einem der Felsen, die von Zeit zu Zeit von Wellenbrechern benetzt werden, gesehen. Für so eine – auf den ersten Blick – karge Küstenlandschaft sind das doch erstaunlich viele Vögel. Schließlich fliegt die Sandbrachschwalbe auf, doch nach wenigen Metern nimmt sie Platz – diesmal auf einem rundrückigen Felsen. Ich laufe noch weiter nach Continue reading Sandbrachschwalbe im Süden Sri Lankas

Eurasian Pygmy-Owls in Brandenburg

SperlingskauzWintertime is the best time to detect owls. And the Eurasian Pygmy-Owl (Glaucidium passerinum) is no exception to that pattern. The Rochauer Heide, an area of dense oak and pine forest some 60 km south of Berlin, lies in a monotonous peace in the wintry twilight. The oaks are bare and the pines and spruces give with their green the only change in the gray-brown of the forest. Then – about 5:30 p.m. – on this February evening, the monotonous, high-pitched call of the Eurasian Pygmy-Owl can be heard from a dense forest patch; not far from the well-developed dirt road. The slight east wind of the day has subsided; it is getting colder now at dusk. It should be around 0 ° C. Then even a second calling owl comes in. A second male feels addressed and also calls, but in a different, different pitch. First, the second caller is heard at a distance. But this Eurasian Pygmy-Owl feels provoked, flies along the forest path and finally sits right next to its rival. My location seems to be near the territorial border of the two male Eurasian Pygmy-Owls. Their encounter seems so shocking that both Eurasian Pygmy-Owls are now silent. The rival flies away again. Its silhouette is beautiful to be seen in front of the cloudless sky. Now the first – probably the territory owner – begins to sing in a higher pitch while the second Eurasian Pygmy-Owl male responds with a Continue reading Eurasian Pygmy-Owls in Brandenburg

Der Sperber und die Canon 1DX Mark III: allererste Erfahrungen

SperberIn der dusteren Dämmerung eines Winterabends sitzt plötzlich ein Sperbermännchen (Accipiter nisus) auf einem rostigen Brückengeländer. Eigentlich wollte ich vorbei fliegende Kraniche (Grus grus), Silberreiher (Ardea alba) oder Seeadler (Haliaeetus albicilla) von einem Beobachtungsturm an den Teichen bei Stangenhagen im südlichen Brandenburg mit der neuen Canon 1DX Mark III fotografieren. Die letzte halbe Stunde des Tages ist häufig besonders ergiebig. Außerdem kann man damit die Performance bei LowLight, das Rauschverhalten der Canon 1DX Mark III ausprobieren.

Als der Sperber regungslos auf dem Brückengeländer sitzt, versuche ich sofort auf ihn zu fokussieren. Das gelingt mir nicht auf Anhieb. Vielleicht, weil ich als AF-Messfeldauswahl die in einer großen Zone ausgewählt hatte. Als ich Einzelfeld AF stelle, stellt die Kamera scharf und läßt den ruhig sitzenden Sperber auch nicht mehr los. Der Vogel scheint konzentriert auf ein Blickfeld, das sich auf gleicher Höhe befindet. Vielleicht ist er aber auch durch die geringe Lichtintensität beeinträchtigt. Jedenfalls bekommt er meine Aktivitäten aus dem Turm – Höhenunterschied so 4 – 5 Meter – herunter nicht mit und läßt sich so gut in mehreren Schritten fotografieren. Ich starte – noch von den Flugaufnahmen – von einer 1/ 500sec und gehe in Stufen herunter auf 1/30 sec. Beim Silent Continue reading Der Sperber und die Canon 1DX Mark III: allererste Erfahrungen

Goldregenpfeifer in Kiebitztrupp

GoldregenpfeiferEin Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) im Trupp der Kiebitze (Vanellus vanellus) ist auch in den Niederungen der Nieplitz und Nuthe nicht alltäglich. Im zeitigen Frühjahr oder zu Herbstbeginn sieht man auf den überschwemmten Wiesen große Kiebitzschwärme, die hin und wieder mit einigen Goldregenpfeifern vermischt sind.

Nun sind die Wiesen leicht überschwemmt. Es war auffällig, wie der Goldregenpfeifer auf synchrones Verhalten mit den Kiebitzen im Trupp achtete. Wenn die ebenfalls locker assoziierten Stare (Sturnus vulgaris) auffliegen, rührt er sich gar nicht wenn auch die Kiebitze bei der Nahrungssuche bleiben. Einmal konnte ein vorbei schnürender Rotfuchs (Vulpes vulpes) den ganzen Trupp in den Aufmerksamkeit-Modus bringen. Da zwischen dem Limikolen-Trupp und dem Weg des Fuchses aber eine große Wasserfläche war, blieben alle Watvögel auf ihrer Wiese.

Goldregenpfeifer erspäht man zwischen den großen Kiebitztrupps am besten mit dem Spektiv. Der weiter interessierte Beobachter sollte sich die Unterscheidungsmerkmale zwischen dem Pazifischen Goldregenpfeifer (Pluvialis fulva) und dem amerikanischen Goldregenpfeifer, dem Wanderregenpfeifer (Pluvialis dominica), einprägen die dem hiesigen Goldregenpfeifer sehr ähnlich sehen. Diese beiden Irrgäste im Binnenland zu beobachten dürfte sich aber als extrem schwer herausstellen.

Der Goldregenpfeifer ist im Binnenland fast nie aus der Nähe zu fotografieren. Auf dem Zug in Deutschland kann man sich da jahrelang erfolglos abquälen. Begegnungen mit Goldregenpfeifern sind bei uns (vielleicht abgesehen vom Zug auf Helgoland) recht Continue reading Goldregenpfeifer in Kiebitztrupp

Oriental Skylark versus Eurasian Skylark

Kleine FeldlercheThe Oriental Skylark (Alauda gulgula) is basically an “eastern” species.  Nonetheless, the species is a local migrant and winter visitor in Israel. The best places to observe them are the are alfalfa and lucerne fields in the valleys. During migration periods, these larks are regularly seen along the Mediterranean coast. The Lesser Skylark is often seen in small groups of about 3-5 birds, but sometimes in larger concentrations in winter. It is therefore quite possible that the Oriental Skylark will be encountered at some point in Western Europe. Therefore it is good to have the most important characteristics for species identification ready – especially in differentiation to the Eurasian Skylark.

Many observers familiar with the Lesser Skylark explain how strikingly different the structure of the Lesser Skylark is from its close relative, the Eurasian Skylark (Alauda arvensis). Of course, the species is most likely to be confused with the Eurasian Skylark, especially with the smaller subspecies. However, when visibility is good, the attentive observer should not perceive the separation of the species as a serious problem.

A trip to Sri Lanka gave the chance to observe and photograph several individuials of the nominate subspecies gulgula in Bundala Nationalpark in southern Sri Lanka. Alauda gulgula gulgula is spread as a breeding bird over almost the whole India subcontinent, from Continue reading Oriental Skylark versus Eurasian Skylark

Schillereisvogel vor Beutestoss im Mole NP

SchillereisvogelEin blaues Zucken im Schatten eines überhängenden Busches direkt am Wasser. Das ist das erste, was wir wahrnehmen. Der im englischen Shining Blue Kingfisher genannte Schillereisvogel (Alcedo quadribrachys) hat sich eine Warte direkt am Wegesrand auf einem überhängenden Ast, ca. 1m – also in Augenhöhe – über dem Wasser vor uns eingerichtet. Still sitzt der wunderschöne Vogel keine 8 Meter vor uns. Von Zeit zu Zeit macht der Kopf eine ruckartig nach oben gerichtete Bewegung. Der Hals wird länger. Manchmal wird der Winkel des nach unten gerichteten Schnabels geringfügig geändert. Unregelmäßig zuckt der ebenfalls oberseits blaue Schwanz des Vogels. Wir bewundern den Eisvogel eine Weile. Schließlich fängt der Shining Blue Kingfisher an aufgeregt mit den Flügeln zu zucken und diese hoch über seinen Körperschwerpunkt zu heben. Der Zeitpunkt des Beutestoßes steht offensichtlich unmittelbar bevor. Vielleicht hat der er seine potentielle Beute schon erspäht. In der Perspektive, in der wir uns auf dem schmalen Pfad an diesem umfangreichen Wasserloch befinden, können wir keine Fische im Wasser erkennen. Dafür ist das Waser auch zu trübe. Der Shining Blue Kingfisher ist so Continue reading Schillereisvogel vor Beutestoss im Mole NP

Neotropic Cormorants along the Transpantaneira/ Brazil

BrasilscharbeA few kilometers the Transpantaneira officially begins, a bridge give views to a very open countryside. There is busy fighting in the low water beside the bridge. It is fascinating to observe the fish-catching Neotropic Cormorants (Phalacrocorax brasilianus). A feast for the eyes are the Cormorants, who playfully fetch the fish out of the water, hold them with their beak tips, do throw fish at 20m before my eyes and devour them. Again and again one appears, sometimes it has even impaled a fish with his lower beak. The fish are not big; it could be a small catfish species. Nevertheless, the Neotropic Cormorants obviously take an extensive play with the prey. It seems that a mutual fish hunt is also carried out in the group, with several individuals swimming in a row on the water. This is all associated with a lot of excitement in the group and mutual assertiveness gives nice action packed pictures.

The Neotropic Cormorants inhabits the Americas from the southern USA to Tierra del Fuego. The species is quite easy to determine. Features indicative of an Neotropic Cormorant are a pointed rear surface of the featherless skin connecting the lower jaw of the beak with the bird’s neck, a long, wedge-shaped tail and a rather small beak with little pronounced thickening at the top. Like all cormorants, the Neotropic Cormorants prefers to prey trailing fish under water and then catching it. The hunt is often done in groups, Continue reading Neotropic Cormorants along the Transpantaneira/ Brazil

Weissbauch-Seeadler im Lunugamvehera NP in Sri Lanka

Weißbauch-SeeadlerWenn man ein Adler-Fan und der Ansicht ist, daß es an der Wolga Massen an Seeadlern (Haliaeetus albicilla) gibt oder gar der Ansicht ist, daß Brandenburg dicht mit dieser Vogelart besiedelt ist, der muß wirklich in den Lunugamvehera Nationalpark im Süden Sri Lankas fahren. Eine solche Dichte an großen Greifen wie hier am Weheragala Reservoir habe ich wirklich noch nicht gesehen. Nun gut, der Weißbauch-Seeadler (Haliaeetus leucogaster), der im Englischen White-bellied Sea-eagle oder White-bellied Fish-Eagle genannt wird, kommt nicht so mächtig daher wie der Seeadler; das Gewicht ist ja auch deutlich geringer (max. knapp 4 kg gegen über knapp 7 kg). Dafür ist die Spannbreite aber mit über 2 Metern ebenfalls eindrucksvoll. Der Seeadler ist hier natürlich ebenfalls etwas größer. Das besonders Eindrucksvolle an diesem frühen Morgen ist der recht langsame Hin- und Herflug einzelner Weißbauch-Seeadler vor einem grünen Dschungelhintergrund. Immer wieder fliegt ein Weißbauch-Seeadler ein und schwebt dann in einen alten Baumriesen hinein. Tolle Flugbilder bei einem schönen Hintergrund.

Das liegt zum einen an der exzellenten Position auf einem ca. 25 Meter hohen Staudamm an dem der Weißbauch-Seeadler auf gleicher Höhe entlang fliegt. Zum anderen liegt es an recht geringen Ansprüchen an die Scharfstell-Technik. Der Autofokus an der Canon EOS 1 DX hat genügend Zeit auf das fliegende Ziel scharf zu stellen. Continue reading Weissbauch-Seeadler im Lunugamvehera NP in Sri Lanka

Influx of Eurasian Jay in autumn 2019

EichelhäherEurasian Jay (Garrulus glandarius) are not pronounced migratory birds, which can be seen from their flapping flight style and their wide, rounded wings. The Jay´s body is more made to fly from tree to tree, less to cover longer distances. Small migratory movements probably take place annually, but are hardly noticed due to the wide distribution of the species.

Birds from the north and east fly in irregularly, however. In such cases, there are significant migratory movements of thousands of jays that extend far into Central Europe. Extraordinary years of influxes were in 1978, 1983, 1996, 2004 and 2010. Now in autumn 2019 there was another strong jay influx. From the beginning of September, observations of Eurasian Jays migrating in Germany and double-digit flock sizes were reported. It became particularly noticeable from the second decade of September. Not only in Germany, but also in some neighboring countries such as the Netherlands, Belgium, Austria and Switzerland, a strong appearance of Eurasian Jays was registered. Flocks of up to 200 Eurasian Jay and four-digit daily totals were recorded at various points. The maximum was reached in Germany in early October. Some bird watchers, who systematically counted migratory birds at Überlingen on the northern shore of Lake Constance, had an unforgettable day. More than 42,000 jays roaming through were recorded on that day. After that, however, the phenomen quickly calmed down and in mid-October jays were only seen in large numbers in southern Germany, until normal levels were reached again in early November and no more unusual migratory movements were reported. The whereabouts of the birds are unclear. The troops have presumably disbanded and the jays are scattered across the landscape. How many individuals were ultimately involved in the invasion can hardly be estimated. In view of the high daily totals at different observation points, a number in the six-digit range can be assumed in any case. Where did the jays come from? The question of the origin of birds is usually difficult to answer.

In combination with the high number of migratory birds along the southern Baltic coast, there are some indications that the Eurasian Jays may have derived from areas to the east. Additonally, while in Continue reading Influx of Eurasian Jay in autumn 2019

Steppenspötter oder Buschrohrsänger in Sri Lanka?

Buschrohrsänger
Blyth’s Reed-Warbler

Während eines Aufenthalts an der Westküste Sri Lankas schoss bird-lens.com Bilder von einem mutmaßlichen Acrocephalus-Rohrsänger im Briefs Garden, einem Ziergarten in der Nähe der Westküste. Sofort dachte ich an einen Buschrohrsänger (Acrocephalus dumetorum), konnte aber die Art nicht wirklich bestätigen. Das lag nicht zuletzt daran, dass der Lebensraum – eine Gartenhecke – für die Art recht seltsam erschien. bird-lens.com hat dann die Experten von birdforum.net um Rat gefragt. Einige hielten den Vogel für einen BRW (wie der Buschrohrsänger aufgrund seines englischen Namens Blyth’s Reed-Warbler abgekürzt wird), andere sahen einen Steppenspötter (Iduna rama) auf den Bildern. Die Proportionen des abgebildeten Vogels, der lange, ungerundete Schwanz, der allgemeine Farbtons des Gefieders und der Farbe der Beine würden eher für den Steppenspötter sprechen. Der Steppenspötter wird manchmal taxonomisch auch als Unterart des Buschspötters (Iduna oder Hippolais caligata rama) angesehen. Es handelt sich um einen Continue reading Steppenspötter oder Buschrohrsänger in Sri Lanka?

Invasion der Eichelhäher

EichelhäherEichelhäher (Garrulus glandarius) sind vor allem sesshafte Vögel und keine ausgeprägten Zugvögel. Fast alle Wiederfunde von Eichelhähern mit britischem Ring konnten bei einer Studie Örtlichkeiten innerhalb eines Umfelds von 50 km Entfernung zugeordnet werden.

Der Eichelhäher ist ein Allesfresser. Während während der Brutzeit wirbellose Tiere, insbesondere Raupen und Käfer (Coleoptera), die Hauptrolle spielen, stellt sich der Vogel am Ende des Sommers auf eine große Auswahl an Samen und Beeren um. Verzehrt werden Bucheckern, Kastanien und Eicheln. Das macht den Eichelhäher abhängig von der

Es ist aber bekannt, daß in einigen Jahren im Herbst, wahrscheinlich abhängig vom Ausfall der Eichel- oder Nußernte, Absetzungbewegungen aus den Brutgebieten und Invasionen in besser geeignete Ausweichquartiere stattfindet. Dann kann es zu auffälligen Einflügen von Vögeln aus dem Norden und Osten kommen. Hierbei sind Wanderbewegungen Tausender Eichelhäher zu beobachten. Auffällige Invasionsjahre waren 1983, 1996, 2010 und zuletzt im Herbst 2019. So mehrten sich ab Anfang September in Deutschland Beobachtungen ziehender Eichelhäher, dabei Continue reading Invasion der Eichelhäher

Woodpeckers as indicators of natural forest ecosystems

WeißrückenspechtCentral Europe is an old cultural landscape in which practically no area has been able to preserve its natural state. The far-reaching anthropogenic changes also affect the remaining type of forest strongly, that it is not known exactly what they look like under natural conditions. Largely unchanged forests can only be found on small remaining areas in some higher mountains and in the far east of Central Europe. Naturally, around 95% of Germany’s area would be covered with forest. The European beech or Common Beech (Fagus sylvatica) would probably occupy around 70% of the country’s area as the predominant tree species in western Germany. Due to their specific diet and the associated high degree of specialization, woodpeckers are particularly suitable as indicators for near-natural forest ecosystems. From this, the anthropogenic changes in the forests can be derived. The wealth of woodpecker species in Europe reflects quite well the strength of human influence on the originally forested landscapes. In almost all European countries, the clade of woodpeckers would probably be represented with 7 to 8 species if there would be still larger natural forest areas. The sensitivity of the woodpecker to habitat changes and thus its suitability as an ecological indicator increases with the degree of specialization and ranges from the “habitat generalist” Great Spotted Woodpecker (Dendrocopos major) to the highly endangered White-backed Woodpecker (Dendrocopos leucotos) and Three-toed Woodpecker (Picoides tridactylus).

Several studies, among others in the Bialowieza forest show that the White-backed Woodpecker is the most sensitive species of woodpeckers. It can only find optimal conditions in strictly Continue reading Woodpeckers as indicators of natural forest ecosystems