Buntspecht an Spechtschmiede

BuntspechtEin heller Baumstamm steht mitten zwischen schwarzverkohlten Kiefern. Seltsam. Sollte dieser Baum vom Feuer ungeschoren sein? Erst auf den zweiten Blick stellt man fest, daß sich bei diesem Baum die Kiefernrinde schon komplett abgeschält hat. Oder sie wurde abgeschlagen. Am Boden liegen großflächig knorrige Rindenstücke, Späne und helles Bohrmehl. Daneben stehen unterschiedlich kahle Kiefern, die nach dem Waldbrand im letzten Sommer übrig geblieben sind. Der helle Baumstamm weist ein weiteres Merkmal auf. Er ist überall von ansehnlichen Löchern überzogen. Plötzlich kommt ein Buntspecht (Dendrocopos major) mit gut hörbarem Flügelschlag angeflogen, klammert sich mit seinen kräftigen Krallen in das helle Holz und fängt an, den Stamm hochzuklettern. Er hat ein Kiefernzapfenende im Schnabel. Schließlich kommt er an ein geeignetes Loch, holt einen vorhanden Zapfen heraus und klemmt den mitgebrachten Kiefernzapfen in das Loch.

Der Buntspecht ist wohl der professionellste Nutzer von Schmieden. Manchmal werden dabei natürliche Risse oder Nischen in Bäumen so bearbeitet, dass sie genau für ein bestimmtes Nahrungsobjekt passen. Oder – sicher wie in diesem Fall – der Specht nutzt die Gunst des Waldbrands und meißelt sich die passenden Löcher direkt in den geschwächten Baum. Vor allem jetzt im Winter sind Koniferensamen für den Buntspecht die Hauptnahrung.

Der Buntspecht ist der Zimmermann der Wälder. Sein wichtigstes Werkzeug ist der kräftige Meißelschnabel. Ihn benutzt er, um damit Höhlen in Stämme und dicke Äste zu hämmern. Dort kann er dann Käfer und Larven herauspicken oder eben auch einen Amboss anlegen, um Nüsse, Früchte und vor allem Kiefern-, Fichten- (Picea) oder Lärchenzapfen (Larix) aufzuhacken. Obwohl der Buntspecht insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Ernährung mit deutlichen jahreszeitlichen Veränderungen aufweist, besteht eine bedeutsame Nahrungsquelle einerseits aus Larven von Holzkäfern (Cerambycidae, Scolytidae, Buprestidae) und andererseits aus pflanzlicher Nahrung. Manches Pflanzenmaterial ist reich an Fett, insbesondere in Form von Nadelholzzapfen und in Form verschiedener Nüsse. Diese Art der Nahrungsgewinnung gewinnt als Winterfutter an Bedeutung.

Der Specht nutzt im Winter alle Schichten, vor allem die Baumkronen um sich einen Kiefernzapfen abzuzwacken. Von dort fliegt der Specht zu einem passenden Amboss-Baum, fliegt den Amboss aber nie direkt an, sondern fliegt meist unterhalb der Stelle an und klettert anschließend schnell, meistens gerade nach oben, aber auch abwärts an den best-passenden Amboß.

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