Singing Cisticola at Nyika National Park

Weißbrauen-CistensängerIn the foothills of the Nyika National Park in western Malawi, a singing Singing Cisticola (Cisticola cantans) of the subspecies muenzneri could be heard. A little later, the Singing Cisticola is hidden on an acacia branch. When the song of the Singing Cisticola is played from the tape, it does not keep the bird in cover and it comes very nicely exposed on a branch over a stream. The song is generally very important for Cisticolidae-birds. In particular, the members of the genus Cisticola produce a variety of note types, from hard, harsh, rasping tones and sweet trills to plaintive bleats and musical whistles. Their songs are almost always unique and often give the best indication of species determination. As they look quite the same in the genus, this is often the best clue to their identity. A curious visual feature that accompanies the song in many styles is a blackish palate that is well visible in the blog´s Continue reading Singing Cisticola at Nyika National Park

Fischuhu in Sri Lanka

FischuhuIm Schatten des dicht bewachsenen Baums am Ufer steht ein imposanter Vogel und blinzelt von Zeit zu Zeit aus den ansonsten geschlossenen Lidern. Nur gelegentlich verdreht er den Kopf zu Seite. Ein wunderschön ausgewachsenes Exemplar des Fischuhus (Ketupa zeylonensis) hat mir mein Guide Thilina hier in Tissamaharama im Süden Sri Lankas gezeigt.

Mitten in der Stadt hatten wir einen Seitenweg genommen. Wir stellen den Van am Seitenrand ab. 4 Jungs kommen auf einem! Moped angesaust. Sie kennen die Eule von ihrem Tageseinstand sehr gut. Es handelt sich nicht wirklich um Vogelbeobachter, sie wissen nur, daß viele Birdwatcher diese Eule hoch auf ihrer Liste haben und führen dann die Enthusiasten zu den richtigen Stellen. Ein kleines Trinkgelt wird natürlich erwartet. Erst als wir unseren Van schon am Straßenrand abgestellt haben und an der Heckklappe stehen, sehe ich das ein schmaler Pfad zwischen sauber gekehrten dicht bewachsenen Gärten verläuft. Er führt zum Fluß. Zuerst steht man auf einem erhöhten Ufer. Die einzelnen Sandschichten – abhängig vom Wasserstand – sind gut zu erkennen. Es liegt hier natürlich auch Müll herum. Aber im Vergleich mit anderen Entwicklungsländern hält es sich sehr in Grenzen. Auf dem Sand laufend, sind wir nach 50 Metern auf dem Hochufer gegenüber einem dicken Baum angekommen. Einer der Jungen weist auf eine Stelle in mittlerer Höhe des imposanten Urwaldriesens. Als erstes sehe ich einen Continue reading Fischuhu in Sri Lanka

Boat-billed Herons at Rio Pixaim in Pantanal

KahnschnabelThe boat slowly chugs through the calm waters, so you can watch the numerous herons, kingfishers, cormorants, birds of prey and songbirds, which are in the bushes and in the trees on the banks. Suddenly the strange Boat-billed Heron (Cochlearius cochlearius) can be seen deep in the bushes at the Rio Pixaim gallery forest.

At 6 o’clock in the morning, when it is still reasonably cool and the sun has not yet risen, there is a wonderful atmosphere on the river. Sometimes even delicate veils of mist will rise above the surface of the water, but they dissolve quickly.

My  guide already became impatient, because after all, one can observe most of the mammals in the early morning. Already on the way to the boat you have to go through a bunch of Capybaras (Hydrochoerus hydrochaeris), which like to sit here on the riverbank.

As soon as the sun has risen, it gets hot in the boat. Partly the river banks are steep and loamy, but there are also small beaches where you can observe a well-camouflaged Sunbittern (Eurypyga helias), Bare-faced Curassows (Crax Fasciolata) and of course the capybaras. The Capybaras often disappear when approaching with a barking sound in the water, and then show-up well camouflaged to observe the boat between the blooming water hyacinths. Very early in the morning, the purple flowers of Anchored Waterhyacinths, called Continue reading Boat-billed Herons at Rio Pixaim in Pantanal

Buntspecht an Spechtschmiede

BuntspechtEin heller Baumstamm steht mitten zwischen schwarzverkohlten Kiefern. Seltsam. Sollte dieser Baum vom Feuer ungeschoren sein? Erst auf den zweiten Blick stellt man fest, daß sich bei diesem Baum die Kiefernrinde schon komplett abgeschält hat. Oder sie wurde abgeschlagen. Am Boden liegen großflächig knorrige Rindenstücke, Späne und helles Bohrmehl. Daneben stehen unterschiedlich kahle Kiefern, die nach dem Waldbrand im letzten Sommer übrig geblieben sind. Der helle Baumstamm weist ein weiteres Merkmal auf. Er ist überall von ansehnlichen Löchern überzogen. Plötzlich kommt ein Buntspecht (Dendrocopos major) mit gut hörbarem Flügelschlag angeflogen, klammert sich mit seinen kräftigen Krallen in das helle Holz und fängt an, den Stamm hochzuklettern. Er hat ein Kiefernzapfenende im Schnabel. Schließlich kommt er an ein geeignetes Loch, holt einen vorhanden Zapfen heraus und klemmt den mitgebrachten Kiefernzapfen in das Loch.

Der Buntspecht ist wohl der professionellste Nutzer von Schmieden. Manchmal werden dabei natürliche Risse oder Nischen in Bäumen so bearbeitet, dass sie genau für ein bestimmtes Nahrungsobjekt passen. Oder – sicher wie in diesem Fall – der Specht nutzt die Continue reading Buntspecht an Spechtschmiede

Vogelbeobachtungen im Brief Garden, Sri Lanka

CeylonpapageichenUnser Tuk-tuk-Chauffeur verläßt die Küstenstraße. Der Weg von der Küste zur Gartenanlage führt von Aluthgama aus erst durch die quirlige, überwiegend von Moslems bewohnte kleine Stadt Dharga. Danach passiert man Reisfelder und fährt in eine zusehends ländlicher erscheinende Gegend. Einen Wegweiser sehen wir nicht, aber unser Eranda kennt sich ja zum Glück aus. Nach circa einer halbstündigen Fahrt ist das Ziel erreicht und man steht vor dem leuchtend gelb gestrichenen Portal, das von üppig wucherndem Grün umgeben ist. Nach gut 20 Kilometern Fahrt sind wir angekommen. Auf dem kleinen Parkplatz stehen gerade mal 2 Autos. Ein schmiedeeisernes Gitter hält eine Glocke bereit. Man läßt uns nach dem Läuten in eine zauberhafte Welt eintreten. Die erste Überraschung: die Gartenanlage und das dazugehörige Haus können nur gegen ein Entgelt von inzwischen 2.000 Rupien (SLR) besichtigt werden. Die bezahlen wir natürlich auch noch. Obwohl: umgerechnet sind das ja 10,- €/ Person.

Wir empfinden den Garten – trotz der mit Ahungalla ( unserem Hotelstandort) vergleichbaren Schwüle – von der Temperatur her als vergleichsweise angenehm. Er ist ein Platz, der Ruhe ausstrahlt. Man sieht, daß der Architekt den Garten im Einklang mit der Natur bauen wollte. Er ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Es ist natürlich weiterhin schwül-warm bei der Besichtigung, aber äußerst interessant, denn jede Biegung zeigt neue Continue reading Vogelbeobachtungen im Brief Garden, Sri Lanka

Birding Berlin: Ducks in winter in Charlottenburg Palace

A splash drops of water, a wild tumult. Just a moment ago the two male Mallards (Anas platyrhynchos) had been standing side by side on the ice-plate. Now they quarrel like crazy. Diving, swimming, fluttering and finally escaping, they obviously let their aggression run wild. Most of the short but intense fights end with the fact that one of the males gets through and drives his rival away with a bite in the tail. The defeated duck flies a short distance; and after a few minutes they are together again on the ice – as if nothing had happened. Since the winter temperatures are now also noticeable in the middle of Berlin, large areas of the large ornamental pond – the Karpfenteich (i.e. carp pond) – are covered in ice in the western part of the park in Charlottenburg Palace Park. Only a small part, located in close proximity to the tributary to the river Spree, has remained an open water surface, which is the center of attraction for many waterfowl such as Eurasian Coot (Fulica atra) and Tufted Duck (Aythya fuligula). Goosanders (Mergus merganser) are also well represented. Even a male Northern Pintail (Anas acuta) appeared, but it looked quite pale, suggesting an escaped ornamental bird or a hybrid. Grey Heron (Ardea cinerea) is standing on the shore quite close to the trails in the park. The ornamental park in the middle of the city of Berlin is a very special bird paradise. Partly natural water surfaces form a beautiful combination with the more than 100 years old thick Beeches and Oaks. For managed parks, the park has an amazing amount of old wood.

Birding parks in big cities are often surprisingly good. Berlin is a great place to combine a city trip with a birding excursion. A U-bahn ticket for the trip to Sophie-Charlotte Platz is cheap. From here it is only a short walk along Schlossstrasse to the Charlottenburg Palace. The extensive gardens here are home for many bird species, Continue reading Birding Berlin: Ducks in winter in Charlottenburg Palace

Stentorrohrsänger in Sri Lanka

StentorrohrsängerImmer wieder ist Bird-lens unterwegs, um die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis zu befriedigen. Damit stand nun eine Reise im Winter nach Sri Lanka an. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com gefragt, wo man im Winter gut birden kann und ein paar Vögel fotografieren kann, die in Europa entweder nur in den Randgebieten vorkommen oder nur als Irrgäste vorkommen. Nun, da ist man mit Sri Lanka genau richtig. Dies ist ein schönes Land mit guter Infrastruktur und exzellenten Vögel; darunter eben auch viele, die in Sri Lanka überwintern und in Europa als Seltenheitsgäste geführt werden.

Wir entschieden uns für den Süden Sri Lankas. Hier befindet man sich in der sogenannten Dry Zone, der Trockenzone. Diese kann allerdings – anders als der Name suggeriert – durchaus mit ausgedehnten Feuchtgebieten – sei es in Form von Salinen oder auch Schilfgebieten und Reservoirs – aufwarten. An einem frühen Morgen machten wir uns auf in den Bundala National Park Continue reading Stentorrohrsänger in Sri Lanka

Preussweber auf Urwaldbaum in Ghana

PreussweberIm dampfenden Tiefland-Regenwald Ghanas stehen wir schon seit der Morgendämmerung in bis zu 45 Meter Höhe auf dem so genannten Canopy Walkway. Trotz der Höhe geht der Urwaldriese noch sicher die gleiche Höhe noch einmal nach oben – bis das Kronendach erreicht ist. Kein Wunder, daß der Baum auf den unsere Plattform angebracht ist, Nahrungsraum in jeder Hinsicht sein kann. Der Blick muß immer wieder nach oben gerichtet werden. Ein gelbes Blitzen läßt uns aufschauen. Ein kleiner gelb-schwarzer Kobold untersucht zügig und zielstrebig den dicken Seitenast. Einmal läuft er auf der hellen Rinde, dann wieder wird kopfunter die Unterseite inspiziert. Manchmal schaut er über den dicken Ast und schaut dabei wie über eine Brüstung. Es ist ein recht kleiner Webervogel, der aber mit seinen intensiven Farben punkten kann. Es ist ein Preussweber (Ploceus preussi). Die Ausbeute bei der Nahrungssuche kann sich sehen lassen. Sie besteht hauptsächlich aus Insekten, wie Grashüpfern (Orthoptera) Schmetterlingen (Lepidoptera). Im dokumentierten Fall aber eben auch aus Spinnen (Araneae). Hauptsache, es handelt sich um rindenlebende Arthropoden.

Der Preussweber untersucht die Rinde von Baumstämmen im Regenwald von Guinea über Ghana, Kamerun bis in den Kongo. Er untersucht dabei die glatten Rinden genauso wie Äste, die mit Epiphyten bedeckt sind. Die Futtersuche soll wohl selten unter 10 m Höhe stattfinden. In der einschlägigen Literatur wird der Webervogel als leidlich gesellig beschrieben. Er soll in der Regel Continue reading Preussweber auf Urwaldbaum in Ghana

Laubsänger im Schwebeflug

Es werden immer mal wieder verschiedene Arten von Laubsänger der alten Welt beobachtet, die sich von Pollen und Nektar ernähren. Diese Angewohnheit wird normalerweise während der Migrationsperioden festgestellt und wird von Wissenschaftlern als Metholde zum Aufbau von Energie nach oder vor Langstreckenflügen in Verbindung gebracht. Bisher wurden vor allem ziehende Phylioscopus- Laubsänger beim Besuch der Blüten verschiedener Pflanzenarten beobachtet, darunter Eukalyptusbäume, Aloen und Kapern. Die Tatsache, dass das Naschen von Nektar (Nektarivorie) nicht nur auf Zugvögel beschränkt zu sein bracht, beweist dieses Fotos, das einen Kanarenzilpzalp (Phylloscopus canariensis) auf der Insel Teneriffa zeigt, der die Blumen eines Zierbananenbaums besucht. Obwohl diese Angewohnheit bisher noch sehr selten beobachtet bzw. fotografiert wurde, hat dieses Individuum offensichtlich gelernt, an den Corollas zu schweben und daraus Nektar fast wie ein Kolibri (Trochilidae) oder Nektarvogel (Nectariniidae) zu trinken. Man erkennt, dass diese Art kein Zugvogel ist, weil der Kanarenzilpzalp eine einheimische Art der Kanaren ist, die allerdings nah verwandt mit mitteleuropäischen Zilpzalp (Phylloscopus collybita) oder auch dem Spanischen Zilpzalp (Phylloscopus ibericus) ist. Der Continue reading Laubsänger im Schwebeflug

Die Spießbekassine als Irrgast in Europa

SpießbekassineDie Gattung Gallinago bereitet Vogelbeobachtern nicht unerhebliche Schwierigkeiten bei der Identifizierung vor Ort. Dies ist auf ein sehr ähnliches allgemeines Gefiedermuster und die eher zurückgezogenen Lebensweise zurück zu führen. Die meisten Beobachtungen entstehen von aufgescheuchten Vögeln, die vom Beobachter wegfliegen. In der Westpaläarktis ergeben sich die meisten Schwierigkeiten zwischen den gleich groß aussehenden Bekassine (Gallinago gallinago) und der Doppelschnepfe (Gallinago media). Die Wahl zwischen diesen beiden Arten sollte jedoch die Möglichkeit noch andere paläarktische Schnepfe insbesondere die Spießbekassine (Gallinago stenura), nicht ausschließen. Die Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) soll hier nicht thematisiert werden, da sie durch den kurzen Schnabel deutlich anders wirkt und auch sich im Abflug stark von den Gallinago-Schnepfen unterscheidet.

Die Aufnahme der Zeichnung der Spießbekassine in einen beliebten europäischen Feldführer hat die Aufmerksamkeit der Beobachter auf die Art gelenkt. Allerdings ist die dort gegebene kurze Beschreibung im Feld von eher geringem Nutzen.

Weltweite Verbreitung Die Spießbekassine brütet in ganz Sibirien, vom westlichen Uralvorland bis nach Anadyrland. Die Identifizierung des Feldes am Boden ist nicht einfach, da die Continue reading Die Spießbekassine als Irrgast in Europa

Kraniche im Rambower Moor

KranichSüd-östlich des malerischen Prignitz-Dörfchen Rambow öffnet sich der Blick in eine weite Ebene. Schilf und flache Gewässer sind schon von weitem zu sehen. Dazwischen stehen in der winterlichen Sonne hohe graue Gestalten. Es sind Kraniche (Grus grus), die hier mitten im Winter rasten. Sie heben sich wunderbar von dem gold-gelb der Schilfstengel hinter ihnen ab. Die Vögel sind schon in großer Distanz auszumachen. Im Rambower Moor kommen im März bis zu 1500 Kraniche zur nächtlichen Rast zusammen. Jetzt sind es natürlich viel weniger. Vielleicht ist es aber auch noch zu früh am Tag und auch zu sonnig. Dann verbringen die Kraniche mehr Zeit auf Maisfeldern und kommen erst später zu ihrem Rastplatz im Moor.

Eigentlich sollten sie nun in ihren Winterquartieren in Spanien und Frankreich sein. Doch scheint der Winter bisher nicht so grimmig zu sein, dass es sich lohnen würde, die weite Reise auf sich zu nehmen.

Das Rambower Moor bietet ihnen gute Bedingungen nicht nur für die Brut, sondern auch für die Rast und vielleicht auch die Überwinterung. In den flachen Gewässern finden sie Schutz vor Feinden, und der Tisch ist reich gedeckt für die grauen Vögel. Zu Dutzenden stehen sie im seichten Wasser. In der Überwinterungsphase treffen sich die Vögel in kopfstarken Gruppen, die sich an den nächtlichen Schlaf­plätzen dann wiederum mit anderen Verbänden zusammenschließen. Während der Rast bietet die Gruppe den Vögeln Schutz vor Feinden – je größer desto besser. Immer wieder zeigen die Kraniche ihre weit ausgebreiteten Schwingen, so als wollten sie jetzt schon mit den Balztänzen beginnen. Ansonsten wird vor allem gefressen. Die Kraniche lassen Continue reading Kraniche im Rambower Moor