Nektarvögel auf dem Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort in Ghana

KupfernektarvogelEin früher, frischer Morgen nach heftigem Regenguß in der Nacht. Ein auf den ersten Blick dunkler, auf den zweiten Blick intensiv violett-schwarz schillernder Vogel ist ein Kupfernektarvogel (Cinnyris cupreus). Immer wieder verrenkt sich das Männchen dieses eher kleinen Nektarvogels auf einem blattlosen Stängel. Zu welch akrobatischen Verrenkungen der Vogel in der Lage ist, wenn er z.B. sich maximal waagrecht streckt, damit den Schnabel weit geöffnet hat und sich dabei mit beiden Beinchen an den Halm klammert, ist schon eindrucksvoll.  Wenig später tauchen ähnlich gestaltete aber unscheinbar, gelb-grün gefärbte Vögel auf. Evtl. handelt es sich um einen Familienverband der Kupfernektarvögel. Ansonsten gibt es auch noch Exemplare des Grünkopf-Nektarvogel (Cyanomitra verticalis) und des Rotbauch-Nektarvogel (Cinnyris coccinigaster) zu bestaunen.

Zur Beobachtung von Nektarvögeln wie dem Kupfernektarvogel ist ein Golfplatz in Afrika augenscheinlich sehr gut geeignet. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß es sich beim hoteleigenen Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort am Rande von Elmina natürlich nicht um einen natürlichen Lebensraum handelt. Trotzdem weist der Golfplatz einige wichtige Merkmale der umliegenden Savannenregion auf. Der hoteleigene Golfplatz ist gleichzeitig auch ein Vogelparadies, in dem man über einen längeren Zeitraum sicher Continue reading Nektarvögel auf dem Golfplatz des Coconut Grove Beach Resort in Ghana

Blauparadiesvogel im Bergland des Tari

BlauparadiesvogelHeute ist ein Ausflug im Umfeld der Ambua Lodge in den Southern Highlands angesagt. Nach dem Frühstück fahren wir los. Es ist noch ziemlich dunkel, aber kein Regen. Die Zielarten unserer vormittäglichen Beobachtungen sollen der Blauparadiesvogel (Paradisornis rudolphi) und der Kragenparadiesvogel (Lophorina superba) sein.

Unser Guide, Benson, treibt uns zur Eile. Nach kurzer Fahrt, Stopp am Rande einer kleinen Siedlung und im Eilmarsch führt uns Benson auf schmalen Pfaden über Berg und Tal bis unterhalb einer Anhöhe. Hier ist eine unsichtbare Grenze, wir dürfen nicht mehr weiter. Das Dorf jenseits der Grenze gibt keine Genehmigung zum Betreten ihrer Fluren, Gärten und Äcker. Als wir nach abenteuerlicher Kletterei, erst steil auf glitschig-lehmigen Trail den Berg zu einem Bach hinunter, dann das gleiche wieder hinauf auf einem kleinen landwirtschaftlich genutzten Plateau auf ca. 1.900 m NN ankommen, bietet sich in der Ferne ein schöner, nebelverhangener Blick auf alte Urwaltbäume. Hier sollen also die Paradiesvögel vorkommen. An Kleinvögeln nennt Benson noch die Tasmanienwachtel (Synoicus ypsilophorus) und den Insellaubsänger (Phylloscopus poliocephalus), der auch New Guinea Leaf-warbler genannt wird, und in dem Gebiet wohl der Unterart giulianettii angehören dürfte. Unser zweiter Guide, Peter, nimmt mich nach kurzer Zeit zur Seite. Er hätte da für meine Kamera noch eine ganz Continue reading Blauparadiesvogel im Bergland des Tari

Willie Wagtail at a nest

GartenfächerschwanzRight from the boat in a loop of the Kwatu River (one of the tributaries of the mighty Fly River), we discover an open-topped bowl of the Willie Wagtail (Rhipidura leucophrys) which is also written Willie-wagtail. I have to photograph the nest with the 3 nestlings. We see how an adult Willie Wagtail has brought a dragonfly to its brood. Early in the nestling period, the chicks are unable to eat such large prey, but they are now fairly well developed and almost ready to leave the nest.

The nests of Fantails of the family Rhipiduridae in general are smooth, bowl-shaped structures. Both sexes contribute to the nest- building process, which takes 8-15 days. The first stage involves twisting spider’s webs around the chosen branch or fork to create a platform. The second involves building up the outer walls with rootlets, bark strips and plant fibers. During the final stage the whole structure is plastered with spiders’ webs, which are gathered using the head or body and then wiped over the cup to bind the materials together. The nest of the Willie Wagtail is comparatively robust and therefore usually built on top of a broad branch or other level surface.

Because incubation begins with the last egg, hatching is synchronous in Fantails, and as a result it is usual for all members of a brood to fly within a period of a few hours. Observations of this Continue reading Willie Wagtail at a nest

Schmalschnabelbülbül beim Verzehr eines Heupferds in Ghana

SchmalschnabelbülbülSchon eine Weile hat der Schmalschnabelbülbül (Andropadus gracilirostris) die Blätter direkt vor unserer Plattform am bis zu 45 Meter hohen Canopy Walkway genaustens inspiziert. Scheu zeigt er dabei nicht. Plötzlich steht er auf einem flechtenbewachsenen waagrechten Ast auch nicht weit von uns und hat ein recht großes, grüne Heupferd (Orthoptera sp.) im Schnabel. Das Heupferd wird erstmal auf dem Ast abgelegt. Dann schnappt sich der Schmalschnabelbülbül das Heupferd an einem der Flügel und hält es eine Weile. Der Schmalschnabelbülbül scheint sich noch unsicher über das weitere Verfahren. Jedenfalls hebt und senkt der Schmalschnabelbülbül das Insekt ohne mit dem Schnabel ein anderes Körperteil zu greifen. Plötzlich schnappt der Schmalschnabelbülbül zu und der Heuhüpfer ist nun mit seinem Körper quer im Schnabel. Nun greift er doch immer wieder neu zu, legt das Insekt ab und greift wieder zu. Ein beeindruckendes Schauspiel hoch über dem dampfenden Tiefland-Regenwald Ghanas.

Zwischen den Urwaldriesen des Kakum Nationalparks gibt vom Boden bis unter das Kronendach viel zu sehen. So hatte uns schon ein recht kleiner Webervogel mit seinen intensiven Farben und seine behende Nahrungssuche beeindruckt. Es war ein Preussweber (Ploceus preussi). Auch bei ihm besteh das Nahrungsspektrum hauptsächlich aus Insekten, wie Grashüpfern (Orthoptera) Schmetterlingen (Lepidoptera) oder auch aus Spinnen (Araneae).

Ein mehrtägiger Aufenthalt im Kakum-Nationalpark lohnt sich auf jeden Fall. Dieser Park ist einer der bekanntesten Nationalparks in Ghana. Der Park liegt nördlich von Cape Coast und Elmina in der Nähe des Städtchens Abrafo und ist damit über eine teils schlechte Straße recht gut erschlossenen. Von Elmina sollte man ungefähr 1,5 Stunden Fahrzeit einkalkulieren. Fast die gesamte Parkfläche wird  Continue reading Schmalschnabelbülbül beim Verzehr eines Heupferds in Ghana

Long-eared Owls in Hungary in winter

WaldohreuleIn a small side street of the sleepy town of Balmazújváros in eastern Hungary, almost in the city center next to the church, up to 10 Long-eared Owl (Asio otus) have been hiding in large trees for years. A bizarre sight that makes every photographer or birdwatcher’s heart beat faster. Long-eared Owls are not uncommon in almost any countryside in Europe. However, they are difficult to observe outside winter time. They usually sleep during the day and only become active during the pitch-dark night.

The ecological requirements of the Long-eared Owl largely coincide with those of the Eurasian Kestrel (Falco tinnunculus), the Eurasian Magpie (Pica pica) and the Carrion Crow (Corvus corone). The two latter are also the most important nest suppliers, as Long-eared Owls themselves do not build nests.

In winter, Long-eared Owls concentrate in the vicinity of particularly nutritious habitats with high vole densities or mass sleeping places of small birds. Some wintering sites have been regularly visited by dozens to more than 100 Long-eared Owls for years, not infrequently also in cemeteries and parks with a good food supply.

What drives this rather large number of long-eared owls to set up quarters exactly here will probably remain their secret. The choice of location does not mean that they have to settle for a lot of traffic noise and a lot of people, but of course one or the other curious person passes by. But people are peaceful and only look up from Continue reading Long-eared Owls in Hungary in winter

Waldschnepfen auf dem Herbstzug

WaldschnepfeDie Nächte beginnen nun früh. Auf dem Rückweg von einer Wanderung kann man in der Dämmerung nun wieder häufiger einen unauffällig gefärbten, aber doch recht großen, Waldvogel aufscheuchen. Es ist wieder die Zeit auf Waldschnepfen (Scolopax rusticola)  zu achten. Die Bemerkungen in ornitho.de in den letzten Tagen in Brandenburg lauten „…umherfliegend, auffliegend aus lockerem Gebüsch am Graben, Fliegt in ca. 5 m Höhe am Waldrand entlang, möglicherweise Abflug zum Weiterzug“… usw. zeigen aber, daß es sich um Momentbeobachtungen handelt.

Die Daten von ornitho.de zeigen auffällig viele Beobachtungen mit dem einsetzenden Herbstzug vor allem ab Anfang Oktober. Die Wiederfunde in Deutschland beringter Brutvögel stammen vor allem aus Frankreich und Großbritannien, teilweise auch von weiter südwestlich. Es wird jedoch angenommen, dass ein guter Teil der deutschen Brutvögel hier auch überwintert.

So häufig wie auf den Azoren – wie z.B. bei Reise nach Flores – wird man die Waldschnepfe nicht von einer einsamen Straße im feuchten Gras stehend sehen können. Auf dem Rückweg vom zentral liegenden Plateau klapperte ich im Oktober noch einmal eine enge dichtbewaldete Straße ab. Gerade war die Sonne durch die dichten Wolken gebrochen. Im dichtesten Nebel stand dann eine Waldschnepfe auf dem Schotter inmitten eines kleinen lokalen Continue reading Waldschnepfen auf dem Herbstzug

Fahnennachtschwalbe: Männchen balzt in der Nacht

FahnennachtschwalbeAls die Abenddämmerung hereinbricht, ertönten leise aus der Savanne die schnurrenden Rufe der Afrika-Zwergohreule (Otus senegalensis). Die Dunkelheit bricht ein. Wir wollen den Tag mit einem der  unglaublichsten Vögel der Savanne beenden. Eine männliche Fahnennachtschwalbe (Caprimulgus longipennis) in vollem Brutkleid soll auf einem Gelände mit kargen Steinen inmitten der dicht bewachsenen Savanne seine Balzflüge über ihr Territorium durchführen. Männchen und Weibchen dieser Art versammeln sich nämlich an diesen Balzarenen (den sogenannten Leks) unmittelbar nach Einbruch der Dunkelheit auf freiem Stellen in der Savanne. Dabei treffen sich die Männchen sowohl am Boden als auch in der Luft. Sie laufen dabei manchmal in abrupten Bewegungsstößen aufeinander zu, bewegen sich aber auch im Kreis 1–8 m über dem Boden und stürzen sich manchmal im Tiefflug über einen anderen Vogel, der am Boden sitzt. Im Gegensatz dazu werden Weibchen von Männchen angebalzt, indem das Männchen vor der Landung mit leisen Klick-Geräuschen umherfliegt. Daraufhin landen die weiblichen Fahnennachtschwalben in der Nähe oder fliegen mit zitternden Flügelschlägen um die Männchen herum, während sie ebenfalls rufen.

Die Fahnennachtschwalbe wird nach ihren Standarten benannt. Hier sollte man sich darüber im Klaren sein, dass “Standarte” so etwas wie eine Flagge bedeutet. Die männliche Fahnennachtschwalbe hat extrem langgestreckte, zweitinnerste Continue reading Fahnennachtschwalbe: Männchen balzt in der Nacht

Collared Plover on a sandbar in the Pantanal

Azararegenpfeifer oder Schlankschnabel-RegenpfeiferA tiny white-gray-brown bird runs swiftly ahead of me on the sands of the Rio São Lourenço, which is called Rio Cuiabá as well. It is a Collared Plover (Charadrius collaris). I lie down on the sand and let the bird come. It walks here, sometimes there. But over time the wader gets closer and closer. I decide to take a few photos with the 4.0 / 500 on the monopod from the plover, but also from the other waders on the sandbanks. Who knows when to find them again?

In addition to the Pied Lapwings (Vanellus cayanus) I dedicate a lot of time especially to the Collared Plover. With their chestnut-brown neck, gray-brown mottled coat and pure white bottoms, they are very rich in contrast. There is also a black chest band. The male I photograph has a white forehead bounded by a black frontal strip and at the bottom by a black eyestripe. Strikingly are the long pinkisj legs. Collared Plovers differ from most similar species of plovers by the narrow black breast band.

Actually, I wanted to make my way back today via the Transpantaneira. A rain front is announced. If the road is soaked and I have to drive with snow chains, I must pull these down before each bridge, because otherwise I will irrevocably disassemble the bridge and my land cruisers, too. The chains get caught in no time in the fixing iron or in the protruding nails.

Other sympatric Charadrius plovers occurring in similar habitats look very similar. One of them is Snowy Plover (Charadrius nivosus), the American representative of our Kentish Plover (Charadrius Continue reading Collared Plover on a sandbar in the Pantanal

Preuss’s Weaver creeping on giant primeval forest tree

PreussweberIn the steaming lowland rainforest of Ghana we are standing since dawn up to 45 meters above ground on the so-called Canopy Walkway since dawn. Despite the height of the jungle giant, we are not standing in the canopy. No wonder the tree on which our platform is mounted can be a resource of food in every respect and any altitude. The gaze must always be directed upwards and downwards. A yellow flashing makes us look up. A small yellow-black goblin quickly and purposefully examines the thick side branch of the tree. Once it runs on the light bark, then again the mossy bottom is inspected. It is a rather small weaver bird, but it can score with its intense colors. It is a Preuss’s Weaver (Ploceus preussi). The yield in foraging can be seen on one of the images. It consists mainly of insects, such as grasshopper (Orthoptera) butterflies (Lepidoptera). In the documented case – see the gallery of Preuss´s Weaver – the bird fed from spiders (Araneae).

The Preuss’s Weaver examines the bark of tree trunks in the rainforest of Guinea via Ghana, Cameroon to the Congo. It examines the smooth bark as well as branches that are covered with epiphytes. The foraging should probably take place less than 10 m in height. It is said, that they are foraging usually in pairs. But we did not see single individuals.

The photographed Preuss’s Weaver – sometimes referred to as Golden-backed Weaver – is a male who is recognizable by his Continue reading Preuss’s Weaver creeping on giant primeval forest tree

Invasion von Hakengimpeln in Deutschland?

HakengimpelAm 6. November 2019 flogen 11 sehr große und langschwänzige Finken nach Norden über den Königshafen an der Lister Nehrung auf Sylt. Leider zogen die Vögel stumm über den Beobachter hinweg. Außerdem waren gegen den dunkelgrauen Himmel keine Färbungsdetails zu erkennen. Von der Silhouette waren es aber mit ziemlicher Sicherheit Hakengimpel (Pinicola enucleator).

Für den mit Hakengimpeln aus dem Norden Skandinaviens vertrauten Beobachter ist diese Beobachtung des Brutvogels der borealen Nadelwälder absolut nachvollziehbar. Allerdings liegt der letzte Nachweis des Hakengimpels in Deutschland bereits mehr als 25 Jahre zurück. Laut einschlägiger Forenmitteilungen könnte die Chance auf einen neuen Nachweis und damit einen zusätzlichen Eintrag in der Deutschlandliste in den kommenden Wochen so groß sein wie lange nicht. In Skandinavien wird derzeit eine südwärts gerichtete Massenwanderung mit Nachweisen bis in den Süden Schwedens und Dänemarks beobachtet.

Die ersten Vögel erreichten Dänemark am 27. Oktober. An dem Tag wurden bis zu sechs Exemplare in Skagen gesehen wurden. Ähnlich Continue reading Invasion von Hakengimpeln in Deutschland?

Birding in Chobe Nationalpark/ Botswana

Afrikanischer ScherenschnabelIn the first morning light a mokoro-boat splits the shallow waves of the early river. Silence lies over the wide river plain in the morning haze. The birding specials in the area around the Chobe River in the north of Botswana, characterized by flood plains, grasslands and riparian woods along the river courses, are real treats for avid birders. The bird list is characterized by many species that love the proximity to the water. These include White-backed Night Heron (Gorsachius leuconotus), Slaty Egret (Egretta vinaceigula), African Darter (Anhinga rufa), African Marsh Harrier (Circus ranivorus), African Finfoot (Podica senegalensis), Pel’s Fishing Owl (Scotopelia peli), Half-collared Kingfisher (Alcedo semitorquata), Giant Kingfisher (Megaceryle maxima) and – last not least – the African Skimmer (Rynchops flavirostris).  But also other beautiful and/ or rare birds like White-fronted Bee-eater (Merops bullockoides), Red-necked Falcon (Falco chicquera), Meyer’s Parrot (Poicephalus meyeri), Swamp Boubou (Laniarius bicolor), Holub’s Golden Weaver (Ploceus xanthops) and Brown Firefinch (Lagonosticta nitidula). Regular guests from the western Palearctic from October on are Great Reed Warblers (Acrocephalus arundinaceus) and Thrush Nightingales (Luscinia luscinia).

When we’ve left the river bend behind the lodge for a while, a flock starts moving with a heavy, powerful wing beat. Perched low on a sandbank were standing dozens of black and white colored birds with a strikingly long red bill. These are the long-awaited African Skimmer. First, the flock turns a round over the resting sandbar. Then the flock descends into low altitude flight. The black-and-white-colored, roughly tern-sized birds with their long, elegant wings fly a few centimeters above calm water, hovers prey-hunting parallel to the water surface – as you might want to see from the Skimmers at River Sanaga in Cameroon. Suddenly they pull out their oversized, laterally flattened and sharp-edged lower beak and pull it, flattening its wings, through the upper layers of water. They fly until their beaks come into contact with a fish. Shortly thereafter, it closes his beak abruptly, and a small silver fish disappears wriggling in the throat of the successful hunters.

The beaks of the Skimmers have over thirty special adaptations to the hunting technique in the skull and neck area – such as horn-like Continue reading Birding in Chobe Nationalpark/ Botswana

Uhus und ihre Jungen

Uhu - JungesIm zeitigen Frühjahr ist der typische, rhythmische Ruf bzw. Gesang eines Uhus (Bubo bubo) zu hören. Ich dachte sofort an einen aufgelassenen Steinbruch. Dicke weiße Kotspritzer in einer Felsnische bestärkten mich in dem Verdacht. Auch Federn und Reste von Kröpfungen waren zu entdecken. Taubenfedern, Krähenfedern, Bunspechtfedern und Waldkauzfedern waren zu erkennen. Kein Zweifel, der Uhu hatte ein Terrain erobert. Wenig später stand fest, daß ein Uhupaar brütet. Erstaunlich war, dass die Brut in einem Gebiet stattfand, in dem es teilweise unruhig zuging. Das Gelände des Steinbruchs zog immer wieder Moto-Cross-Fahrer an und auch Mineraliensammler fanden sich hin und wieder ein. Das alles schien den Uhu nicht sehr zu stören. Trotzdem wurde natürlich durch die örtliche Naturschutzgruppe darauf geachtet, dass diese Störungen minimal blieben.  Zuerst noch im Privatbesitz eines Abbaubetriebs wurde der Steinbruch mittlerweile von einem Naturschutzverein angekauft, so dass in Zukunft solche Störungen vermieden werden können.

Auch in den folgenden Jahren war das Uhu-Paar erfolgreich. 2017 wurden zwei Junge aufgezogen und in diesem Jahr sind es wieder 2 Jungtiere. Natürlich kann man noch nicht voraussagen, ob alle überleb en werden. Aber es zeigt sich ganz deutlich, daß der Uhu wieder zu einem festen Faunen-Bestandteil dieser Gegend geworden ist.

Erstaunlich war, dass der Uhu einer alten Brutnische über die Continue reading Uhus und ihre Jungen