Beutespektrum des Uhus

UhuFedern, Reste von Kröpfungen und weiße Kotspritzer in einer Felsnische können auf ein Uhu-Vorkommen hinweisen. Die Spannbreite der Nahrungsreste gibt das weite Nahrungsspektrums des Uhus (Bubo bubo) als Opportunist wieder und so finden sich hauptsächlich Tiere als Beute, die im jeweiligen Revier häufig vorkommen, also meist Mäuse (Microtus sp. und Arvicola sp.) und Ratten (Rattus sp.).

Es gibt aber auch Spezialisten, die sich auf ein bestimmtes Spektrum von Beutetieren konzentrieren, wobei zwei bis vier Arten häufig die Mehrheit der Nahrung ausmachen. Die primäre Beuteart variiert je nach Region, besteht jedoch hauptsächlich aus kleinen Säugetieren wie Wühlmäusen, Ratten, Mäusen, Kaninchen und Hasen. In Europa sind als die fünf wichtigsten Beutearten folgenden Arten bekannt: die Wanderratte (Rattus norvegicus), die inzwischen in fast allen Teilen Europas ihre Verbreitung hat. Weiterhin die Feldmaus (Microtus arvalis), der europäische Igel (Erinaceus concolor), die Wasserschermaus (Arvicola amphibius) und das europäische Kaninchen (Oryctolagus cuniculus). Die Anzahl wird eher von kleinen Nagetieren, die Biomasse aber von etwas größeren Säugetieren wie Igeln, Hasen und Kaninchen dominiert.

Es sind aber immer wieder auch Vogelreste zu entdecken. Von Taubenfedern, Krähenfedern, Bunspechtfedern bis zu Eulenfedern ist immer mal was dabei. Morgens früh hat man am Brutplatz schon mal die Gelegenheit, die erwachsenen Uhus mit Beute zu vor der Übergabe an die Jungen zu beobachten. Leider sind dann auch immer wieder Schleiereulen (Tyto alba) und Waldkäuze (Strix aluco) unter den Beutetieren, die der Uhu auch aus Gründen der Konkurrenzminderung schlägt. Einige Schleiereulenrupfungen konnten wir entdecken, aber auch ein im selben Steinbruch brütender Turmfalke (Falco tinnunculus) musste Teile seiner Brut als Tribut an den Uhu zahlen. Die unerfahrenen Jungfalken wurden jedes Jahr zum Teil Opfer der großen Eule.

In einem von mir beobachteten Fall die häufigsten Beutetiere Ringeltauben (Columba palumbus). Es waren aber auch auffällig viele Igel unter den Beutetieren, die an der Kante des Steinbruches an bestimmten Stellen regelrecht als Vorrat abgelegt wurden. In einem untersuchten Gewölle konnte sogar mal ein Froschskelett nachgewiesen werden.

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