Little Bee-eaters and a bridal gift

ZwergspintWatching and photographing the colorful Bee-eater is always a great experience. The (European) Bee-eater (Merops apiaster), which also occurs in Germany, is only one representative of a whole family, which has its stronghold in the tropics, especially in Africa. A common representative in Kenya is the Little Bee-eater (Merops pusillus), which occurs in a large part of sub-Saharan Africa. I was especially happy that I was able to photograph this Bee-eater on the approach of the branch and that it also took along its prey, a fat hoverfly. The courtship is a very special ritual between the Bee-eaters. The male brings his beloved a bride gift in the form of a fat wasp, bee or dragonfly. Bee-eaters, according to their name, like to present striped insects. At that moment in the Taita Hills Wildlife Sanctuary in eastern Kenya in October she, the female, sits for a while next to or behind him and does not appear immediately interested. Perhaps as a bride, she is waiting for the male to offer her the wedding gift even more invitingly. She adorns herself, but Continue reading Little Bee-eaters and a bridal gift

Gebirgsstelzen im Warnowtal/ MV

GebirgsstelzeIm herbstlichen Flußtal fliegt im wippenden Flug ein gelb-schwarzer Vogel über das Wasser. Es ist eine Gebirgsstelze (Motacilla cinerea). Der Bach hat sich seinem Durchbruchstal in der Nähe von Groß Görnow nördlich von Sternberg (knapp 30 km Luftlinie östlich des Schweriner Sees) eine abwechslungsreiche Strecke mit Stromschnellen, Stein- und Baumhindernissen und zahlreichen Windungen ausgesucht. Ich bin unterwegs im Naturpark Sternberger Seenland. Hier hat sich die Warnow vor Millionen Jahren 40 m tief ins Erdreich gegraben und ein beeindruckendes Durchbruchstal hinterlassen. Eine Kanufahrt vom Sternberger See aus führt durch wildromantische Natur auf schlängelnden Flussläufen des eiszeitlich geprägten Warnowtals.

Bei den meisten der Bachläufe im nördlichen Mecklenburg, so auch der Warnow, handelt es sich um Kerbtalbäche, die in Folge von Erosionswirkung ein Sohlenkerbtal gebildet haben. Einige weitere Bäche weisen eine für Mecklenburg-Vorpommern relativ hohe Fließgeschwindigkeit auf. Die Durchbruchstäler nehmen bei den Kerbtalbächen eine Sonderstellung ein. Hier erfolgte der Durchtritt der Bäche durch Eisrandlagen. Das Durchbruchstal der Warnow Continue reading Gebirgsstelzen im Warnowtal/ MV

Wildlife in The SPERRGEBIET / Namibia

RiesentrappeOnly after I have held many talks and signed a pile of paper, I get access to the “Sperrgebiet”, a diamond restricted area. Not only the precious stones benefited from the enormous security measures. Incidentally, the most protected nature reserve in the world was created – an African wilderness that is not in the public eye because it is so difficult to access. This makes birdwatching and photography as appealing as it is complicated. Of many settlements of the Diamond era, only ghost towns remain, which are recaptured by the desert again. The ruins of these ghost towns are populated by animals. In addition to birds such as the Kori bustard (Ardeotis kori), reptiles also feel at ease here.

The restricted area is larger than many states in Europe and is only permeated by a few dust tracks. Only where gems are extracted, it is worth to maintain connecting routes. The remaining slopes are quickly reclaimed from the desert. An off-road vehicle is therefore indispensable. Nevertheless, many areas of the restricted area were simply not accessible.

Since the operators of the mines are no longer interested in nature, the infrastructure is correspondingly poor. Detailed maps are not available, there are no Rangers and few other people who can help Continue reading Wildlife in The SPERRGEBIET / Namibia

Schwarzkehlchen: ein später Sommergast in der Nuthe-Niederung

SchwarzkehlchenSpinnweben hängen tropfennass zwischen Gräsern, Stauden und vertrockneten Sonnenblumen. Der Tag startet mit Nebel, der sich nun besonders in den weiten Flußauen bildet. Auch jetzt – Mitte Oktober – kann man in weiten Landesteilen noch einen Hauch von Altweibersommer genießen. Denn die Temperaturen klettern tagsüber auf fast 20 °C. Die Sonne geht aber erst spät auf.

Ein Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola), wohl ein Weibchen, sitzt noch klamm auf einer umgeknickten, vertrockneten Sonnenblume. Ein Bild Ton in Ton.  Es ist schon Zeit für den Zug in die Winterquartiere. So spät der Zeitpunkt – Mitte Oktober – auch sein mag. Der Vogel ist hier in Nuthe-Urstromtal im Süden Brandenburgs nicht allein.

Auch aus anderen Ecken Brandenburgs werden vereinzelt Exemplare gemeldet. So gab es zuletzt Meldungen aus dem Spreewald, dem Naturpark Heideseen, den Poldern an der Oder und vor allem aus dem Tagebau Welzow-Süd. Gerade die Renaturierungsgebiete mit ihren Ackerbrachen weisen schon seit Wochen rastende Schwarzkehlchen auf. Der Lebensraum ist in der heutigen Zeit nämlich nicht mehr häufig. Das Schwarzkehlchen besiedelt Brachflächen, Ödland, sowie Heide- und Wiesenlandschaften.

Das Weibchen ist (wie auf dem Bild erkennbar) deutlich matter als ein Männchen gezeichnet. Der dominierende Ton ist rötlich-braun. Gerade die Unterseite ist bräunlich gefärbt, Kopf und Rücken sind grau. Schwarzkehlchen sitzen gerne auf recht exponierten Warten, auffallend ist sonst das häufige Flügelzucken und Schwanzwippen. In Continue reading Schwarzkehlchen: ein später Sommergast in der Nuthe-Niederung

Beutespektrum des Uhus

UhuFedern, Reste von Kröpfungen und weiße Kotspritzer in einer Felsnische können auf ein Uhu-Vorkommen hinweisen. Die Spannbreite der Nahrungsreste gibt das weite Nahrungsspektrums des Uhus (Bubo bubo) als Opportunist wieder und so finden sich hauptsächlich Tiere als Beute, die im jeweiligen Revier häufig vorkommen, also meist Mäuse (Microtus sp. und Arvicola sp.) und Ratten (Rattus sp.).

Es gibt aber auch Spezialisten, die sich auf ein bestimmtes Spektrum von Beutetieren konzentrieren, wobei zwei bis vier Arten häufig die Mehrheit der Nahrung ausmachen. Die primäre Beuteart variiert je nach Region, besteht jedoch hauptsächlich aus kleinen Säugetieren wie Wühlmäusen, Ratten, Mäusen, Kaninchen und Hasen. In Europa sind als die fünf wichtigsten Beutearten folgenden Arten bekannt: die Wanderratte (Rattus norvegicus), die inzwischen in fast allen Teilen Europas ihre Verbreitung hat. Weiterhin die Feldmaus (Microtus arvalis), der europäische Igel (Erinaceus concolor), die Wasserschermaus (Arvicola amphibius) und das europäische Kaninchen (Oryctolagus cuniculus). Die Anzahl wird eher von kleinen Nagetieren, die Biomasse aber von etwas größeren Säugetieren wie Continue reading Beutespektrum des Uhus

Young Warbler as an ID-challenge in southern Brandenburg in Germany

SumpfrohrsängerIn the beginning of August I shot the image of a drab warbler near a pond in southern Brandenburg. I did not realize the bird at that moment, as the whole willow bush in a otherwise highly agricultural land was quite busy with migrating birds, e.g. Sedge Warbler (Acrocephalus schoenobaenus) well. I think, I remember that “Marsh Warbler” was my first thinking? The slender appearance on one of the images would be a hint. But he greyish tinged legs, the shape and colour of the bill and especially the head pattern made me think of a Sylvia-Warbler. The brownish cap could be some pollution/ pollen, yes. But I thought this not very useful in August.  What really irritated me were the colour and the contrast in the tertial fringes, which was the reason I had the impression that the bird looks a hybrid between a Blackcap (Sylvia atricapilla) and a Common Whitethroat (Sylvia communis). Looking at the images with 2 month in between, I was more in the direction of thinking of a young Blackcap due to the whitish eyering and the shape of the bill. Continue reading Young Warbler as an ID-challenge in southern Brandenburg in Germany

Canon Kamera-Einstellungen für Vogelfotografen, Teil 2

Im Blog zu den Canon Kamera-Einstellungen für Vogelfotografen war ich ja schon auf die zu präferierten Einstellmöglichkeiten an den modernen DSLRs eingegangen. Dabei hatte ich bereits darauf hingewiesen, daß man am besten im RAW-Format bei maximaler Bildgröße aufnehmen sollte. Auch auf die Vorteile des automatischen Weißabgleichs (AWB) war ich ja bereits eingegangen.

Halbautomatische Belichtungssteuerung

Verwenden Sie halbautomatische Modi wie Av oder Tv. Es ist nachvollziehbar, am Beginn der Vogelfotografie im Programmautomatik-Modus P zu fotografieren. Man hat jedoch keine Kontrolle über die resultierende Belichtung. Verwenden Sie stattdessen die halbautomatischen Modi. Diese sind einfach zu bedienen und liefern sehr gute Ergebnisse, die Sie steuernd in die Aufnahmesituation agieren lassen. Beginnen Sie mit dem Blendenprioritätsmodus oder Verschlußzeitenautomatik (Av). Viele Profis nutzen diesen Modus. Hier können Sie die Blende auswählen (die die resultierende Schärfentiefe definiert), während die Kamera die Verschlusszeit für Sie auswählt. Ein Segen digitaler Kameras ist die automatische ISO-Einstellung. Diese wird Ihnen in Kombination mit der Verschlußzeitenautomatik ermöglichen, sich viel besser auf das Geschehen zu konzentrieren.

Da viele Vogelaufnahmen eher Zeit- als Tiefenschärfekritisch sind, nutze ich aber noch häufiger die Gelegenheit eine Verschlusszeit vorher einzustellen. Nicht nur bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Blendenautomatik (TV) von Vorteil. Hier können Sie die Verschlusszeit auswählen mit der Sie eine Flugaktion festhalten, einfrieren oder (fortgeschritten:) verwischen können. Dabei wählt die Kamera die Blende für Sie aus. Auch hier kombiniert die Auto-ISO-Einstellung sehr gut, um trotz kurzer Zeiten noch eine ausgeglichene Belichtung zu ermöglichen. Die Verwendung des manuellen Modus ist dagegen deutlich aufwändiger und – bis auf die Continue reading Canon Kamera-Einstellungen für Vogelfotografen, Teil 2

Pomarine Jaeger deep in hinterland in Germany

SpatelraubmöwePomarine Jaegers (Stercorarius pomarinus) are high-arctic gulls, which spend most of the non-breeding season offshore in the Atlantic. Thus, a Pomarine Jaeger is a very unusual sighting in Germany, especially for inland states like Brandenburg. End of September a Pomarine Jaeger was seen on the Gülper See.

The Gülper See (lake) in the Havelaue west of Rhinow is always worth a visit. However, it was a small sensation when a Pomarine Jaeger was observed on September 26th and 27th, 2019 – and thus before the storm depression Mortimer. The immature Pomarine Jaeger of the dark morphe was first observed resting on the water. In the further course the bird was photographed very nicely in flight and on the meadow opposite the lakeshore. More often it was parasitic to Caspian Gulls (Larus cachinnans). Whether it was very successful, remained open. Later, she was at least with a large perch ashore, which the Jaeger “bit by bit” cranked.

The next day the Pomarine Jaeger was last seen and photographed swimming on the lake. A short time later the bird was observed in a vigorous battle with a Caspian Gull on the water surface. This Continue reading Pomarine Jaeger deep in hinterland in Germany

Malindipieper, ein Endemit der Küstengrasländer Kenias

MalindipieperEin Pieper fliegt auf, als wir uns dem trockenen, mit niedrigem Gras bewachsenen Gebiet nähern. Unser Guide ruft sofort: das ist nicht das Malindipieper (Anthus melindae) sondern ein Weidelandpieper (Anthus cinnamomeus). Bereits am Sabaki River Delta hatten wir im schütter bewachsenen Grasland vergeblich nach dem Malindipieper gesucht. Unser Guide meint, daß die bisher sehr zuverlässig besiedelte Ebene aufgegeben wurde, weil Landwirtschaft den verfügbaren Lebensraum reduziert. In dem konkreten Fall am Sabaki River Delta soll wohl eine Salzproduktion aufgebaut werden. Die Politik scheint momentan entlang der Küste in die Salzproduktion investieren zu lassen. Das ist natürlich eine große Bedrohung. Die Flächen für die Salinen, also den Verdampfungsflächen, die technischen Anlagen und die Deiche werden natürlich den verfügbaren Lebensraum für diese Art dramatisch reduzieren. Aber auch die Umwandlung der Landwirtschaft einschließlich des Anbaus von Biokraftstoffen ist eine große Bedrohung. Insgesamt sieht er eine große Bedrohung für das Überleben dieser Art zumindest im näheren Umkreis von Malindi.

Im Arabuke-Sokoke Forest hat er das Malindipieper allerdings in der Nähe des sogenannten Elefantensumpfes sehen können. Da sei nämlich inzwischen weit und breit die einzige Stelle, um den Pieper zu sehen. Der Sumpf ist tatsächlich gar nicht schlecht. Unser Guide kann dem Gebiet trotzdem nicht so recht was abgewinnen, weil man nie wüßte, wann und ob Elefanten zum Trinken kämen. Da hilft dann Continue reading Malindipieper, ein Endemit der Küstengrasländer Kenias

Der Weisshaubenhäherling, ein invasiver Vogel

WeißhaubenhäherlingEin drosselgroßer Vogel mit einer weißen Haube hüpft auf dem Boden direkt vor mir herum und wirft die auf dem Boden liegenden Blätter zur Seite. Der Vogel ist ein Weißhaubenhäherling (Garrulax leucolophus). Mit seinem auffallend weißen Schopf wirft er die Blätter wirklich in alle Richtungen. Der Vogel suchte offensichtlich nach Nahrung. Wenig später bekam er Verstärkung, die sich erstmal auf Ästen im Schatten eines Busches aufhielten und die Situation sondierten. Schließlich war eine ganze Familie von insgesamt acht Vögeln zu beobachten. Der Weißhaubenhäherling hat viel Ähnlichkeit mit anderen Vögel der gleichen oder ähnlichen Familien, wie z.B. dem Grauscheitel-Säbler (Pomatostomus temporalis) aus Australien. Der Weißhaubenhäherling gehört zur Familie der Leiothrichidae. Es kommt in Wäldern und Gestrüpp im Himalaya Nord- und Nordostindiens ebenso vor wie in Südosttibet, Sumatra, Myanmar und Thailand.

Der Weißhaubenhäherling ist leicht an seinem breiten, weißlichen Schopf, der schwarzen Maske, den weißlichen Unterteilen, dem kastanienroten Obergefieder und den rötlichen Flanken zu erkennen. Es ist in der Regel in kleinen Trupps zu sehen, die Rufe ausstoßen, die wie ein schnelles Rattern klingen. Er kommt in einer Vielzahl von Lebensräumen vor, darunter in immergrünen und Continue reading Der Weisshaubenhäherling, ein invasiver Vogel

American Golden Plover near Tarifa at the Playa de los Lances

WanderregenpfeiferAs the morning dawns on an early October day at the Playa de los Lances, west of Tarifa at the southern tip of Spain, only two fighting sanderlings (Calidris alba) con be observed and photographed. Apart from that, there are Common Ringed Plover (Charadrius hiaticula), Kentish Plover (Charadrius alexandrinus), Bar-tailed Godwit (Limosa lapponica), Dunlin (Calidris alpina) and at least one or two Curlew Sandpiper (Calidris ferruginea) in the estuaries of the periodic water courses to take pictures. In addition there are some Black-bellied Plover (Pluvialis squatarola) and one European Golden-Plover (Pluvialis apricaria). Wait a moment!?

A Golden Plover here at the tidal seam? This is a very unusual habitat! The golden plover, I have to be suspicious and necessarily see if this was not an American Golden Plover (Pluvialis dominica), possibly even from 29.9 from an Ian Ford and then again from 3.-4.10 as a juvenile copy at Playa de los Lances, Tarifa was seen by David Cuenca Espinosa. And indeed, the exact image analysis actually results in a juvenile American Golden Plover (Pluvialis dominica), which runs along the beach in the first sun. Good to see the large hand primary projection and the protruding feathers over Continue reading American Golden Plover near Tarifa at the Playa de los Lances

Vögel im Morne Seychelles Nationalpark/ Seychellen

DickschnabelbülbülDer Morne Seychellois (oder Morne Seychelles) Nationalpark begleitet uns schon eine Weile entlang der kurvenreichen Straße, die von Ost nach West mitten über die Insel führt.

Wir nahmen die Sans Soucci-Road hoch nach Mission. Wie versprochen, sind die endemischen Dickschnabelbülbül (Hypsipetes crassirostris), hier an dem phantastischen Viewpoint und auch schon am Parkplatz sehr zutraulich und lassen sich gut fotografieren. Der Blick von dem überdachten Aussichtspunkt ist toll und wir können sogar unser Hotel erkennen.

Jetzt wird es richtig abenteuerlich. Wir suchen die Seychelleneule (Otus insularis). Dazu steuern wir einen Wanderweg an, der am Morne Blanc entlang führt. Genau, hier ist der Casse Dent-Trail. In einer Kurve, die von einem Bach unterquert wird, halte ich. Hier müßte der Einstieg sein. Meine Frau mustert mich mit kritischem Blick. Ich halte ihrer Prüfung stand und versuche, keinerlei Anzeichen von Unbehagen zu zeigen. Ein winziges Schild. Der Wanderweg ist also ausgeschildert. Das Bächlein verläuft parallel zum Pfad und verschwindet anschließend – auf der anderen Straßenseite – in einem tiefen, dunklen Tal. Mit dem GPS lokalisiere ich unseren Standort. Die Höhe messe ich mit gut 400m NN ein und Continue reading Vögel im Morne Seychelles Nationalpark/ Seychellen