Strandläufer auf dem Streng am Rietzer See

AlpenstrandläuferEine bemerkenswerte – für das Binnenland ungewöhnliche – Vielzahl von Watvögeln war über ornitho.de für den sogenannten Streng am Rietzer See, westlich von Potsdam und südlich der Stadt Brandenburg, gemeldet worden. Hervorzuheben war vor allem die Meldung von Knutts (Calidris canutus),  die im Binnenland erst recht eine Ausnahme sind. Kurz entschlossen ging die Sonntags-Exkursion also zum Rietzer See.

Der Rietzer See ist ein mehr als 1.000 Hektar großes Naturschutzgebiet. Das Naturschutzgebiet liegt in der Gemeinde Kloster Lehnin etwa sechs Kilometer südöstlich der Stadt Brandenburg an der Havel und gut 20 Kilometer westlich von Potsdam.

Im südwestlichen Bereich eines Überschwemmungsgebiets – des Strengs – befindet sich ein Beobachtungsturm, von dem aus ein weiter Teil der Fläche beobachtet werden kann. Schon nach wenigen Minuten nach unserer Ankunft war ein Trupp von gut 6 Alpenstrandläufern (Calidris alpina) am schlammigen Ufer zu beobachten. Die Alpenstrandläufer hatte ich schon vor einigen Jahren auf dem Niederen Fläming auf dem Zug beobachten können. Intensiv und hastig stechen sie ihren Schnabel in den feuchten Schlamm und bevorzugen die ganz flachen überstauten Bereiche, die wahrscheinlich über und über mit Insekten auf der Schlamm- und Wasserfläche bedeckt sind. Auch die feuchten Schlammflächen werden gerne angenommen. Wenig später kommen 2 Regenpfeifer dazu. Diese werden zuerst als Flussregenpfeifer (Charadrius dubius), später jedoch als Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula), angesprochen.

Nach den Knutts halte ich anfangs umsonst Ausschau. Einige schon länger im Turm weilende Beobachter teilen mir aber mit, daß sich diese großen Strandläufer hinter den Schilfhalmen im östlicheren Teil verborgen halten würden. Wenig später sind die grauen Strandläufer dann aber schön zu erkennen. Im Vergleich zu ihren Gattungsgenossen, den Alpenstrandläufern, lassen sie es aber deutlich ruhiger angehen und picken Nahrung mit ihren Schnabel von der Oberfläche des feuchten Schlamms ab. Die Alpenstrandläufer und die Sandregenpfeifer widmen sie sich derweil der Nahrungssuche. Nur einmal gibt es einen Warnruf und der ganze Trupp fliegt wie auf ein Kommando davon. Man kann jedoch keinen Luftfeind am Himmel erkennen. Die Watvögel drehen eine Runde und fallen dann wieder auf der Schlammfläche des flachen Gewässers ein.

Auch andere Limikolen sind zu sehen. Ein Rotschenkel (Tringa totanus) fliegt ein und wenig später taucht im dem Alpenstrandläufer-Trupp auch ein  weiblicher Kampfläufer (Philomachus pugnax)  auf. Wenig später ist auch noch ein Grünschenkel (Tringa nebularia) zu sehen. Wir sind sehr beeindruckt. Eine solche Diversität an Limikolen hätten wir nicht erwartet. Auch auf der Wasserfläche gibt es Bemerkenswertes zu sehen. Schön sind immer wieder die Trupps mit vorbeilfliegenden Löffelenten (Anas clypeata)  zu sehen. Bemerkenswert sind 2 Brandgänse (Tadorna tadorna) in der Mauser, die ebenfalls auf dem See zu erkennen sind.

Zum Abschluß ist noch ein Braunkehlchen (Saxicola rubetra) im Schilf direkt vor dem Beobachtungsturm zu sehen.

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