Save landing for Black-tailed Godwit Christiansieneson

UferschnepfeA satellite transmitter packed on a juvenile Black-tailed Godwit (Limosa limosa) called “Christiansieneson” recorded a save landing the Inner Niger Delta in Mali. The Black-tailed Godwit has made the more than 4,100 kilometers from the wetlands of the Duemmer (south of Bremen in northern Germany) down to the African wintering area in record time and virtually in one go. This was the result of the evaluation of a satellite transmitter, which the young bird had received as one of 25 Black-tailed Godwits in the LIFE project ” Wiesenvoegel “, which means Meadow birds. The project is managed by the Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Since 2018, 25 Black-tailed Godwits had been equipped with satellite transmitters. These satellite transmitters are extremely light at five grams and are worn like a backpack.

Unlike most of his conspecifics, “Christiansieneson” flew the route without long stops and did not take the “classical” route of other tracked birds. On July 15, the juvenile was located at lunchtime in the breeding area, on July 16, the Godwit already flew over Algeria. Just under 55 hours after leaving Duemmer, the bird finally reached the Inner Niger Delta in Mali. “Christiansieneson” flew on average 74 kilometers per hour.

The evaluation of the birds equipped with satellite transmitter in 2019 in the EU bird sanctuary Duemmer shows that these migrate Continue reading Save landing for Black-tailed Godwit Christiansieneson

Rotfussfalken im Niederen Fläming

RotfußfalkeDer frühe Morgen hatte schon einen Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) auf dem Zug ergeben. Die sanfte Hügellandschaft des Niederen Fläming ist stark landwirtschaftlich geprägt. Daher bilden Beregnungsanlagen und Strommasten bereits Landmarken. Ein Pumpwerk in der Nähe von Bochow wird mit Stromleitungen an das E-Netz angeschlossen. Auf den Leitungen sitzen zwei recht zierliche Vögel, die schon aus der Ferne wahrnehmbar sind. Ich frage mich, ob es sich um Turteltauben handelt? Ein Blick durch das Spektiv zeigt aber das mein zweiter Gedanke sich bestätigt: es sind zwei einjährige Rotfußfalken (Falco vespertinus). Schnell ist ein Belegfoto geschossen. Der Sonnenstand zwingt mich aber, eine Runde zu drehen damit ich die Sonne für bessere Aufnahmen im Rücken habe. Dabei muß ich unter der Stromleitung mit den beiden Rotfußfalken hindurch fahren. Das scheucht sie auf erstaunlich geringe Entfernung auf. Die Rotfußfalken kreisen. Wenig später nehmen sie wieder Platz auf der Stromleitung. Einer der Rotfußfalken fliegt dann ab, fegt in bemerkenswerter Geschwindigkeit über das abgeerntete Kartoffelfeld, steigt dann auf und rüttelt. Wenig später geht er unter und kommt wohl mit einem Heupferd in den Fängen wieder hoch.

Ich tippe bei beiden Vögeln auf einjährige Weibchen. Dann fliegt auch der zweite Vogel über die weite Ebene davon. Wenig später sehe ich einen der Rotfußfalken plötzlich aus westlicher Richtung in Continue reading Rotfussfalken im Niederen Fläming

Krokodilwächter am Weissen Volta in Ghana

KrokodilwächterÜber das Wasser fliegt ein bläuliches Etwas mit schwarz-weißen Streifen. Plötzlich steht der Krokodilwächter  (Pluvianus aegyptius) direkt vor uns auf der Sandbankkante. Schon wenig später ist ein kratzender Ruf im Gacker-Stackato zu hören. Wir scheinen uns mitten in seinem Territorium zu befinden. Die umherlaufenden Birder einzusammeln, bedeutet, daß der Vogel sich dann hinter eine Sandwehe verzieht. Wenig später erscheint er aber wieder auf dem Kamm des Sandhügels und versucht Eindruck zu machen, zu imponieren.

Der Tag hatte um 5:30 mit dem Frühstück angefangen. Gegen 6:15 verliessen wir das Motel in Richtung Nord-Osten. Heute wollen wir einen längeren Ausflug machen, um den Weißen Volta (der auch Nakambé heißt) auszusuchen. Das Zielbird ist der Krokodilwächter, der im englischen Egyptian Plover genannt wird. Früher ist der Touranbieter, Birdquest, dafür nach Bolgatanga an der Grenze nach Burkina Faso gefahren. Das hatte zwar auch den Zweck, Schwarzschopfkiebitz (Vanellus tectus), Rothalsfalke (Falco chicquera) und Blaßspötter (Hippolais pallida) zu sehen. Aber das Zielbird des Ausflugs so weit in den Norden war ganz klar der Krokodilwächter. Inzwischen hat man eine besser zugängliche Stelle gefunden, die vom Mole National Park im Norden Ghanas deutlich schneller zu erreichen ist. Aber auch so ist der Krokodilwächter eine kleine Reise wert. Wir sind gut 2 Stunden – erst auf asphaltierter Straße, dann auf einer Piste – unterwegs, um den Vogel, den Krokodilwächter, auf seinem Lieblings-Habitat, den Sandbänken, zu Continue reading Krokodilwächter am Weissen Volta in Ghana

Chinarohrsänger in Thailand

ChinarohrsängerWer sich noch fragt, wo man im Winter birden kann, der sollte sich überlegen, nach Thailand zu fliegen. Ein schönes, Land mit guter Infrastruktur und exzellenten Vögel; darunter eben auch viele, die in Thailand überwintern und in Europa als Seltenheitsgäste geführt werden. Ein wirkliches Top-Gelände für die Vogelbeobachtung sind die Laem Pak Bia Watertreatment Plants in der Provinz Phetchaburi südlich von Bangkok. Die Becken dienten der versuchsweisen Abwasserklärung und gehören – laut den angeschlagenen Karten – dem König höchstselbst. Man hat Becken angelegt, die im biologischen Reinigungsverfahren mit Röhricht das Wasser reinigen sollen. Die teils sumpfigen, mit Wasser bestandenen oder trockenen, mehr oder weniger großen Becken sind ein perfekter Platz um viele der üblichen, heimischen und aber auch ungewöhnliche Vögel Thailands zu sehen. Das gilt insbesondere im Winterhalbjahr.

So schlagen mich schon nach wenigen Metern im Gebiet die unheimlich vielen Weissbart-Seeschwalbe (Chlidonias hybridus) in ihren Bann. Diese schönen Seeschwalben haben sich direkt am ersten Becken versammelt und sammeln Kleinst-Insekten von der Wasseroberfläche im eleganten Flug auf. Die Bedienungsmannschaften der Abwasserbehandlungsbecken sind sehr nett. Das Tor ist auch morgens früh entweder schon offen oder man öffnet es für den einfahrenden Vogelbeobachter. Ein tolles Bild so im ersten Morgenlicht. Wenig weiter ist auf dem Damm zwischen zwei Absetzbecken an diesem Morgen auch mal ein Pieper zu sehen, den ich als Orient-Spornpieper (Anthus rufulus) identifiziere. Mein Continue reading Chinarohrsänger in Thailand

Sonnenaufgang im Bosque del Apache/ New Mexico

SchneegansPechschwarzer Himmel; die Sterne stehen glasklar am Himmel. Morgens um 5:30 zeigt das Thermometer – 9° C an. Das Canon EF 600mm 1:4L IS II USM ist bereits auf dem Stativ montiert, die Kamera aber bleibt vorläufig noch geschützt in der Jackentasche. Etwas später wird es im Osten langsam heller und ich merke, dass ich nicht mehr allein bin. Weitere gut 20 fröstelnde Naturfotografen warten hier. Alle Fotografen lassen ihre Teleobjektive in Richtung Osten zeigen. Eine letzte Kontrolle der Einstellungen von ISO-Zahl, Autofokus und Blende. Die Spannung steigt mit jeder Minute, die ersten Vogelrufe kommen aus der Dämmerung. Endlich ist es soweit: Tausende von Schneegänse (Chen caerulescens) fliegen plötzlich auf und füllen den nun orange-roten Himmel, begleitet von einem ohrenbetäubenden Lärm aus Flügelschlägen und Rufen. Ich beginne zu fotografieren, 1/15 Sekunde scheint mir nicht unbedingt eine optimale Einstellung. Aber um die Dynamik des Fluges ins Bild zu setzen, sollte man sich mit dem Möglichen (im ISO-Bereich) arrangieren. Das an ein Maschinengewehr erinnernde Geratter der Kameraauslösungen liegt in der Luft. Alle Fotografen sind extrem konzentriert: der eine schimpft, weil der Ausschnitt der anfliegenden Vögel doch nicht paßt, der andere, weil seine Digitalkameras doch etwas länger braucht, um die Bildserie auf dem Speicherkarte zu speichern. Nach 20 Minuten ist alles vorbei. Die Schneegänse sind auf dem Weg zu den Maisfeldern, wo sie sich den Tag aufhalten werden, um der Nahrungssuche nachzugehen. Nur ein paar vereinzelte Kanadakraniche (Grus canadensis) Continue reading Sonnenaufgang im Bosque del Apache/ New Mexico

Der Forbesregenpfeifer in Ghana

ForbesregenpfeiferEs ist unglaublich heiß. Wenn man den klimatisierten Bus verläßt, wird man umgehend von extrem lästigen Bienen angegriffen. Wir sind auf der Suche nach dem im englischen Forbes’s Plover (Charadrius forbesi) genannten Forbesregenpfeifer.

Der Forbes’s Plover muß jetzt einfach mal gefunden werden. Wir fahren zu einem ebenen Gebiet mitten in der Trockensavanne Zentralafrikas, das wohl in der Regenzeit überschwemmt wird. Wie uns der Guide erklärte, sind diese Stellen dann in der Trockenzeit nicht bewachsen. Praktisch beim Erscheinen auf der Fläche können wir einen Forbesregenpfeifer ausmachen. Die Aufregung ist groß. Unsere Guides bedeuten uns, daß wir aus dem Bus heraus fotografieren sollen. Die Regenpfeifer würden sonst schnell das Weite suchen. Also stehen alle auf und reissen die Fenster auf bzw. ziehen sie mit Kraft zur Seite. Bei manchen bleibt es beim Versuch. Da sich die Fenster überlappen, ist ein offenes Fenster für den einen, ein doppelt geschlossenes Fenster für den anderen. Also müssen alle Reisenden nach einer Weile einsehen, praktisch aus nur wenigen Fensterausschnitten ihre Fotos schießen zu können. Die Forbesregenpfeifer stellen sich aber als recht genügsam heraus. Wir sehen mindestens 4 Exemplare, wobei nicht ganz klar ist, ob es sich um Paare handelt oder doch um Forbesregenpfeifer, die ihre Territorien verteidigen. Interessant ist jedenfalls, daß wir am Vortag das Gebiet bereits besucht hatten, und keinen einzigen Forbesregenpfeifer zu Gesicht bekamen. Auf einmal tauchen auch noch weitere Forbesregenpfeifer auf der anderen Seite des Busses akuf. Und als unser Guide dann noch deren Rufe abspielt, sind alle mehr als befriedigt. Unser Local Guide schießt sogar wieder Fotos mit den Handys derjenigen, die auf eine Spiegelreflex-Kamera verzichtet hatten. Auch ich bin mehr als zufrieden. Ich kann zwischenzeitlich sogar die Kameras am Canon EF 400mm 1:4 DO IS II USM wechseln. Super! Und das alles ohne das Auto zu verlassen Continue reading Der Forbesregenpfeifer in Ghana

Weissstorch erbeutet Ratte

WeißstorchZuletzt gelang bird-lens.com eine seltene und ungewöhnliche Vogelbeobachtung. Mit der Kamera wurde festgehalten, wie ein Weißstorch (Ciconia ciconia) eine große Ratte verspeist.

Der Weißstorch wird im Volksmund auch als Meister Adebar bezeichnet. Gerne wird seine Vorliebe für Frösche kolportiert. Aber auch Mäuse und andere Nager schmecken dem Storch sehr. So wird auch mal ein Maulwurf für Zwischendurch nicht verschmäht. Dass sogar ausgewachsene Wanderratten auf seinem Speiseplan stehen, ist hingegen nicht so gewöhnlich. Anfang Juni konnte eine solch opulente Storchenmahlzeit beobachtet und mit einer Kamera festgehalten werden.

Es handelt sich wirklich um einen seltenen Schnappschuß. Weit musste ich mich nicht von zu Hause fortbewegen. Die Wiesen und einige Viehweiden werden in den Niederungen im Süden Brandenburgs schon früh gemäht. Im Juni ist – abhängig vom Wetter – schon die zweite Mahd zu beobachten. Schon die erste Mahd ist für unsere Störche in den Wiesengebieten von großer Bedeutung. Durch intensive Düngung erfolgt ein starkes Wachstum des Grases. Bei hohem Grasbestand und dichtem Wuchs sind die Wiesen aber für den Storch nur eingeschränkt nutzbar. Anders sieht die Lage in extensiv genutzten Wiesenabschnitten aus, da hier durch eingeschränkte Düngung die Halmdichte niedriger liegt und damit die Sichtbarkeit auf Bodenorganismen für die Störche auch bei größerer Halmhöhe bestehen bleibt. Mit Einsetzen des Grasschnittes bei der Mahd verbessert sich die Situation für die Weißstörche schlagartig. Nun haben sie freie Sicht auf ihre Beutetiere. Zudem werden bei den Mäharbeiten viele Bodentiere aufgeschreckt, Mäuse und deren Nester ausgemäht, viele Bodenorganismen durch die Bearbeitung für den Storch sind leicht erkennbar. Sucht man Störche während der Mahd im Nahrungsgebiet, braucht man eigentlich nur nach einem Traktor mit Kreiselmäher Ausschau zu halten und wird dann schnell fündig. Die fragliche Wiese war schon vor einiger Zeit (einige Tage vorher) gemäht worden. Trotzdem hatte der Weißstorch einen dicken Brocken im Schnabel als ich mit dem Auto vorbeikam.

An jenem Nachmittag muß sein Hunger wohl sehr groß gewesen sein. Denn der Storch schnappte sich eine ausgewachsene, gut 25 Zentimeter lange und rund 350 Gramm schwere Wanderratte (Rattus norvegicus) und verschlang sie binnen weniger Minuten am Stück. Auf dem Foto ist der lange Schwanz und sind die weit herausgestreckten „Füßchen“ gut zu erkennen. Eine Weile wurde die Ratte im Schnabel richtig positioniert. Dann wurde sie mit deutlich erkennbaren Schluckbewegungen des Halses herunter gewürgt.

Er ist ungewöhnlich so dicht an einen Storch heran zu kommen, denn auch die an den Menschen gewöhnten Weißstörche laufen normalerweise schnell weg, wenn sie gestört werden. Doch dieser Storch hatte seinen kapitalen Fang wohl unbedingt in Ruhe verspeisen wollen.

So ist die ungewöhnliche Bilderserie geglückt. Ob der Storch seine Beute vorher getötet hatte, war nicht zu erkennen. Vermeintlich zu erkennende Bewegungen der Ratten-Beinchen können durchaus auch dem Hin- und Herwerfen des Schnabels zuzuschreiben sein. Es ist aber anzunehmen, daß eine sich wehrende Ratte in dem „Schraubstock“ der großen roten Schnabelhälften sowieso keine Chance hätte. Auch wenn ein Frosch wesentlich leichter herunter rutscht.

Die Ernährung des Weißstorchs ist sehr abwechslungsreich, aber fleischliche Kost wird eindeutig bevorzugt. Das Beutespektrum wird weitgehend opportunistisch ausgewählt; sofern große wirbellose Tiere und kleine Wirbeltiere zur Verfügung stehen. Manchmal wird Aas genommen und viele suchen auf Mülldeponien nach Nahrung. Hier können sich zum Beispiel in Spanien oder im Oman mehrere hundert Artgenossen versammeln. Hierüber wird in Europa, Nordafrika, dem Nahen Osten und Südafrika sowohl in der Brut- als auch in der Nichtbrutzeit häufig berichtet. Zu den registrierten Beutetieren zählen kleine Säugetiere (wie Mäuse aus den Gattungen Microtus und Arvicola), große Insekten (insbesondere Käfer (Coleoptera) und Heuschrecken (Orthoptera), junge und ausgewachsene Amphibien, Reptilien wie Schlangen und Eidechsen sowie Regenwürmer und Fische. Manchmal werden auch kleine Kätzchen (Felis catus) aufgenommen. Die Nahrungssuche ist auch saisonal abhängig. So werden in Mitteleuropa von April bis Juni eher Nagetiere von Juli bis August aber vor allem Heuschrecken gefangen. Die  Futtersuche des Weißstorchs ist nicht sehr spezialisiert. Meist sieht man den Weißstorch auf einer Wiese herumzuspazieren. Beute wird durch Sehen lokalisiert und blitzschnell getötet und mit einer plötzlichen Bewegung vom Schnabelende in den Rachen befördert. Gelegentlich kommt es auch zu kurzen, hastigen Verfolgungsjagden.

Mitte August bis Anfang September brechen die Störche auf in die Ferne. Die Jungvögel starten zuerst, die Eltern folgen etwa zwei Wochen später. Ihr Ziel ist das warme, tropische Afrika südlich der Sahara. Dort überwintern sie. Allerdings nehmen nicht alle Störche die gleiche Route. Einige fliegen über den Bosporus, Sinai und den Sudan. Andere fliegen über Gibraltar. Immer mehr Störchen ist der Weg nach Afrika aber zu weit. Sie überwintern lieber in Spanien und Portugal. Dort finden sie in den Reisplantagen genug Nahrung. Beliebtes Urlaubsziel sind auch Mülldeponien. Einige Storchenpaare verzichten gleich ganz auf die lange Reise und überwintern in Deutschland. Forscher vermuten, dass ihre Zahl im Zuge des Klimawandels noch wachsen wird.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com neben dem Besuch der näheren Umgebung auch gezielt Reisen an entfernte Orte wie Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

 

Foula: Heimat der grössten Skua-Brutkolonie

SkuaEtwas kam wie ein Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg aus Richtung der hochstehenden Sonne heruntergestürzt, schwankte gefährlich mit seinen Flügeln auf mich zu, bevor es im letzten Moment abbrach und mich atemlos und erschüttert zurückließ. Der braune Vogel bringt mir bei, dass ich zu nahe an sein Nest komme, dachte ich. Denn irgendwo auf dem sumpfigen Boden neben dem Bohlenweg mußte sich ein kleines, flauschiges Küken befinden, das vor Eindringlingen geschützt werden musste.

Skuas (Stercorarius skua) sind beeindruckende Vögel. Mit ihrem dunkelbraunen Gefieder und den breiten Flügeln sehen sie eher aus wie eine Kreuzung zwischen Bussard und Möwe allerdings mit doppelt so viel Aggressionspotential. Sie sind auch eher seltene Vögel, die man abseits des Atlantiks und seiner Küste sehen kann. Weit über die Hälfte der Population weltweit – ungefähr 10.000 Paare – brütet in Schottland. Die meisten auf den Shetlandinseln, wo sie unter dem altnordischen Namen „Bonxie“ bekannt sind. Auf Foula befindet sich die weltweit größte Brutkolonie dieser Art.  Die Berge und weiten Moor- und Heideflächen der Shetlandinsel Foula sind die Heimat für die weltgrößte Kolonie der Großen Raubmöwen, wie die Art auch genannt wird. In der Sprache der Einheimischen Continue reading Foula: Heimat der grössten Skua-Brutkolonie

Canon Kamera-Einstellungen für Vogelfotografen

Immer wieder werde ich im Nachgang zu den Kamerabesprechungen gefragt, was denn die empfohlenen Einstellungen für die Vogelfotografie bei dieser und jener Kamera sei. Das scheint nicht nur Anfänger stark zu beschäftigen.

Mit einer überwältigenden Anzahl von Einstellmöglichkeiten an den aktuellen DSLRs wird es durchaus komplizierter zu wissen, welche denn zu verwenden seien. Wenn man sich durch die einschlägigen Handbücher gearbeitet hat, dauert es immer noch eine Weile zu verstehen, wie diese Einstellungen funktionieren. Die Lernkurve ist steil, bis man die beste Kombination an Einstellmöglichkeiten für eine spezifische Kamera (für einen selber) gefunden hat. Und für einen Vogelfotografen ist es ja doch viel schlimmer, oder? Das Fotografieren von Vögeln ist sowieso schon herausfordernd genug und eine falsche Einstellung kann die besten Situationen verstreichen lassen. Es dauerte mehrere Jahre, bis ich einige der wichtigsten Einstellungen für die Vogelfotografie identifiziert, geübt und eingehalten hatte.

Lassen Sie mich dabei versichern, dass diese Einstellungen meine persönlich bewährten Methoden reflektieren; Diese Einstellungvorschläge mag jeder anders sehen. Aber vielleicht sind sie ja ein Ausgangspunkt, um bessere Vogelfotos zu machen.

Wichtig ist: die meisten Settings (Einstellmöglichkeiten) einmal einzustellen und sie dann zu vergessen. Lernen Sie auf jeden Fall Continue reading Canon Kamera-Einstellungen für Vogelfotografen

Standard-winged Nightjar in Guinea savanna woodlands in Mole NP

FahnennachtschwalbeAs dusk falls, the purring cries of the African Scops Owl (Otus senegalensis) sound softly from the savannah. Darkness breaks in. We want to end the day with one of the most incredible birds of the savannah. A male Standard-winged Nightjar (Caprimulgus longipennis) in full display dress is supposed to make his courtship flights over its territory on a terrain with barren stones in the middle of the densely vegetated savannah. Males and females of this species gather at these display arenas (the so-called leks) immediately after dusk in open places in the savannah. The males meet on the ground as well as in the air. They sometimes run towards each other in abrupt movements, but also move in a circle 1-8 m above the ground and sometimes swooping low over another bird on the ground. In contrast male displays to female are given by flying around the female giving faint clicking calls. As a result, the female Standard-winged Nightjar land nearby or fly with trembling wingbeats around the males while calling as well.

The Standard-winged Nightjar is named – of course – after their standards. Here you should be aware that “standard” means something like a flag. The male Standard-winged Nightjar has extremely elongated, second innermost primarie feathers, which are webbed at tips only, forming “standards” or flags. – They are what prompted the species name: longipennis (long feather). However, what has been said before also means that these flags are not tail feathers of the male. But the Standard-winged Nightjar is certainly Continue reading Standard-winged Nightjar in Guinea savanna woodlands in Mole NP

Junge Nachtigall im Fläming

NachtigallSeitlich fällt das warme erste Sonnenlicht auf die aufgelichtete Hecke. Ein Zaunpfahl steht malerisch davor. Eine ganze Weile betrachte ich aus einem Ansitz heraus die mit dem Aufstieg der Sonne stärker illuminierte Stelle. Der Heckenrand ist noch im Schatten. Plötzlich steht dort – auf einem Ästchen im Schatten der Hecke – ein grau-bräunlicher Vogel. Die gelbe Schnabelwulst und eine offensichtlich noch nicht ausgeprägte Wangenbefiederung könnten auf einen Jungvogel weisen. Ich bin unschlüssig. Der Vogel wirkt schlank und wirklich auffallend ist der kastanienbraune, lange Schwanz. Auch der cremig-weiße Po ist auffallend. Der häufigste Vogel in dieser Oase inmitten der Agrarsteppe ist der Feldsperling (Passer montanus); direkt danach kommt die Dorngrasmücke (Sylvia communis). Doch dieser Vogel gehört in eine andere Familie. Schnell denke ich an eine junge Nachtigall (Luscinia megarhynchos), möchte aber auch ein junges Blaukehlchen (Luscinia svecica) zuerst nicht ausschließen. Doch wenig später sehe ich wirklich mal eine Kleindrossel exponiert auf einem Heckenast. Auffallend ist ein dunkler Bartstreif bei einer weißen Kehle. Dazu eine schmutzig-graue Brustzeichnung, die von der hellen Kehle durch einen dunklen Latz abgegrenzt wird. Ja, das ist tatsächlich ein junges Blaukehlchen. Der sieht der grau-bräunlicher Vogel ja doch deutlich anders aus. Schlanker, und auch größer. Es ist tatsächlich eine Nachtigall.

Zuerst ist der Vogel noch von Zweigen und Blättern verdeckt. Dann aber steht er frei in der Hecke. Er hat es offensichtlich auf eine Inspektion des Zaunpfahls abgesehen. Schließlich fliegt der Continue reading Junge Nachtigall im Fläming

Schlangenhalsvögel am Anhinga Trail in den Everglades

SchlangenhalsvogelIm Wassergraben entlang des Besucherweges wimmelt es von Fischen. Plötzlich taucht ein spitzer, dolchartiger Schnabel dicht vor uns aus dem Wasser auf. Ihm folgt ein langes Stück Hals. Wie eine Schlange gleitet der Schlangenhalsvogel (Anhinga anhinga)  geräuschlos durchs Wasser. Sein wasserdurchlässiges Gefieder mindert den beim Tauchen störenden Auftrieb und unterdrückt jegliches Plätschern. Eine Weile sehen wir den schlanken Vogelkörper noch unter uns durch das ziemlich klare Wasser dahingleiten. Jetzt gilt es aufzupassen. Geschickter noch, auf jeden Fall aber spektakulärer als Kormorane (Phalacrocorax carbo) stellen sie unter Wasser Fischen nach. Wie eine Harpune setzen Schlangenhalsvögel ihren spitzen Schnabel ein. Der lange Hals, der vor dem Zustoßen S-förmig zurückgebogen wird, funktioniert wie eine angespannte Feder und erlaubt unter Wasser blitzschnelles Zustoßen, um den anvisierten Fisch zu durchbohren. Am Anhinga-Trail in Floridas Everglades bieten sich ideale Voraussetzungen, um die schwarzen Fischjäger zu beobachten. Continue reading Schlangenhalsvögel am Anhinga Trail in den Everglades