Vogelfotografie in den Rieselfeldern Münster

FitisEin ohrenbetäubendes Gekreische ist schon von der schmalen Straße am Rand des Schutzgebiets „Rieselfelder Münster“ zu hören. Von einer Aussichtshütte wird man früh am Morgen Zeuge wie die Sonne im Osten sich mit einem dünnen Lichtschein, später mit goldgelben Licht ankündigt und dann mit einem dicken Feuerball aufgeht. Dieses Spektakel beleuchtet eine – für das Innenland – beeindruckendes Vogelschauspiel. Eine große Lachmöwenkolonie hat Junge, die teils schon recht groß aber immer noch bettelnd für eine beeindruckende Geräuschkulisse sorgen. Die vielen Enten, ebenfalls mit Nachwuchs, stehen den Möwen nur geringfügig nach.

Am Vortag hatte es heftig Gewitter mit Regenfällen gegeben. Die Luft ist nun ganz frisch und kühl. Ein teil auffrischender Wind aus Ost weht ebenfalls. Der Eindruck ist überwältigend. Wenn man sich das im Hintergrund stehende Windrad wegdenkt, könnte man sich auch irgendwo in eine Wildnis denken, wo die Natur noch in Ordnung ist. Das hier ist aber alles Menschenwerk. Perfekt mit Bewässerungsgräben inszeniert, aber alles andere als ein natürlicher Lebensraum. Das tut aber weder der Arten- noch der Individuenzahl der Vögel einen Abbruch. Ganz im Gegenteil.

Mitte Juni ist nun schon gegen 4:30 ein traumhafter Vogelmorgen zu genießen. Aber nicht nur direkt vor der Hütte ist Betrieb. Auch in der angrenzenden Vegetation ist überall Bewegung. Ein Zaunkönig singt auf einem Weidenzweig, 2 junge Blaukehlchen – Nestlinge, gerade mal ein paar Tage flügge – unternehmen die ersten Erkundungstouren und ein Fitis (Phylloscopus trochilus), der sein Nest bauen will und daher immer wieder aus dem Dickicht anfliegt, ein paar Rispen und Fasern von den angrenzenden Gräsern abzieht, sich teilweise abstemmt gegen einen Grashalm, dann verschwindet mit seiner „Beute“ und nach wenigen Minuten wieder fast der gleichen Stelle seine Schwerstarbeit verrichtet. Im Grund ein alltägliches Schauspiel aber nicht häufig zu erkennendes Schauspiel. Das heißt: Rieselfelder Münster muß nicht immer nur Wasservögel-Beobachtung heißen.

Es liegt in der Natur der Sache, daß die Beobachtungsstände und Hütten schnell mit Schilf zuwachsen. Solch ein Naturort muß eben auch ständig gepflegt werden. Das merkt man auch den Hütten selber an. Nicht alle sind in gutem Zustand. Aus vielen sind die Klappen vor den Beobachtungsschlitzen herausgefallen oder herausgebrochen. Manchmal fehlt auch einfach nur der Schließmechanismus.

Die Hütten sind zwar sehr schön gelegen, aber – zumindest in dem „neuen“ Teil um die große Wassefläche E1 – häufiger gen Osten gerichtet. Das heißt, daß die Morgensonne fotografisch ungünstig steht. Abends ist das natürlich besser, aber dann sind viele Fotografen und andere Vogelbegeisterte in dem Gebiet unterwegs. Das Gebiet ist sehr bekannt und wird schon an vielen Stellen ausgeschildert. Die Hütten sind schon sehr renovierungsbedürftig. Sie sind wunderschön gelegen. Aber schnell holt sich die Vegetation frei geschlagene Stellen zurück. So gibt es einen Schilfsteg, der mit Bohlen durch ein Weiden-Schilfgebiet geführt wird. Am Ende befinden sich Sichtschirme, die nur einen Teil ihrer ursprünglichen Funktion erfüllen können; viele Klappen der Sichtschlitze sind deformiert oder demoliert. Dabei könnten diese Stellen sehr produktiv sein. Vor ienem der Sichtschirme befindet sich z.B. eine Kiesbank, die sicher für Limikolen wie Seeschwalben oder den Flußregenpfeifer, sehr gut als Brutplätze geeignet sein könnte bzw. es vielleicht auch waren. Nun sind sie teilweise zugewuchert und hoch mit einer Gänsekotschicht bedeckt. Es waren bei dem Besuch im Juni nur Graugänse und Stockenten auf der Insel zu sehen.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach top Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die insgesamt wachsende Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com aber auch gezielt Reisen an entfernte Orte wie Alaska oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut.

Das Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture  Shop” sehr bald finden werden. Geben Sie bird-lens.com einfach Bescheid, wenn Sie das Bild einer Vogelart benötigen, bevor neue Bilder online sind.

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