Helgoland, die Vogelinsel

Basstölpel

Die Abendsonne intensiviert das Rot der Helgoländer Klippen. Basstölpel (Morus bassanus) sind vom Klippenrand oder auf einer der angebotenen Führungen gut zu beobachten und zu fotografieren. Formatfüllende Aufnahmen gelingen bereits mit einer 300 mm Brennweite. Diese Brennweite ist für Flugaufnahmen sogar perfekt geeignet. Nur um die Nester mit den Seevögeln groß genug abzubilden, sind manchmal längere Brennweiten angeraten. Während der Brutsaison von April bis August hat man die besten Möglichkeiten, um zu lohnenden Aufnahmen zu kommen. Silbermöwen (Larus argentatus) und Trottellummen (Uria aalge) brüten bevorzugt in den steilen, unzugänglichen Felswänden. Flugaufnahmen sind mit ein bisschen Glück direkt vom Weg oberhalb der Seevogelkolonie möglich.

Die beste Aussicht hat man am „Lummenfelsen“. Der ist mit ca. 1,1 Hektar das kleinste Naturschutzgebiet Deutschlands und außerdem der einzige deutsche Vogelfelsen.

Es ist schon ein besonderes Erlebnis, das Geschrei der vielen tausend Seevögel zu hören. Jedes Jahr im Frühjahr vollzieht sich die Wandlung vom einsamen Felsklotz in der Nordsee zur quirligen Großstadt der Seevögel. Im vergangenen Jahr zählte man rund viele tauschend Paare Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla), fast 100 Eissturmvögel (Fulmarus glacialis) und einige wenige Tordalken (Alca torda) neben den bereits genannten Basstölpeln. Besonders bemerkenswert ist die innerhalb der letzten zwölf Jahre kontinuierliche Zunahme der Basstölpel. Seit den frühen Neunziger Jahren war jedes Jahr eine beträchtliche Zunahme der Bruten zu verzeichnen. Ähnliches gilt für den weniger auffälligen Eissturmvogel. Helgoland, so scheint es, spricht sich als günstiges Brutrevier herum

Für Kleinvögel ist Helgoland in der Zugsaison so etwas wie eine Oase in einer endlosen Wasserwüste. Hier finden sie Süßwasser und können auf einer kurzen Rast Nahrung aufnehmen. Vor allem Kurzstreckenzieher, wie die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla), die Rotdrossel (Turdus iliacus), die Singdrossel (Turdus philomelos), die Heckenbraunelle (Prunella modularis) oder auch der Wiesenpieper (Anthus pratensis) fallen an manchen Tagen zu tausenden ein. Der Fitis (Phylloscopus trochilus) ist der häufigste Vertreter der Laubsänger. Besonders interessant für Vogelbeobachter und Fotografen sind die vielen, für die Region seltenen Arten, die immer wieder auf Helgoland Station machen. Alljährlich sind so Goldhähnchen-Laubsänger (Phylloscopus proregulus) und Gelbbrauen-Laubsänger (Phylloscopus inornatus) zu beobachten. Als echte Seltenheit ist auch mal ein Dunkellaubsänger (Phylloscopus fuscatus) zu sehen. Eine solche Rarität wird dann förmlich von den häufig im Oktober auf Helgoland anwesenden Birdwatchern „überrannt“.

Im April und Mai sowie ab Mitte August bis in den späten Herbst stehen die Chancen gut, solche besonderen Gäste wie z.B. arktische Arten oder ansonsten nicht auf Helgoland heimische Hochseevögel zu entdecken

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