Laufhühnchen in Europa ausgestorben

LaufhühnchenNach fast 40 Jahren ohne bestätigte Sichtung ist das Laufhühnchen (Turnix sylvatica), auch Rostkehl-Kampfwachtel genannt, der erste Vogel, der seit dem Riesenalk (Alca impennis) in Europa ausgestorben ist. Je nachdem, wie man „Europa“ versteht – politisch oder  geografisch – leistet noch der Kanaren-Austernfischer (Haematopus meadewaldoi), auch als Kanarischer Austernfischer bekannt, Gesellschaft. Das ist eine andere “europäische” Art, die in letzter Zeit ausgestorben ist.

Die unter englischen Vogelbeobachtern eher als Andalusian Hemipode bekannte Art wurde von der spanischen Regierung offiziell als ausgestorben eingestuft. In Südspanien wurden in den letzten zwei Jahrzehnten umfangreiche Nachforschungen durchgeführt, um die ggf. verbleibenden Populationen dieser schwer zu entdeckenden Art zu finden. Die letzte bestätigte spanische Meldung datiert aus dem Jahr 1981 in der Nähe des Doñana-Nationalparks. Verlässliche Beobachtungen wurden keine mehr gemacht. Allerdings wurden Rufe bis kurz nach der Jahrtausendwende aus dem Gebiet gemeldet. Von diesen Meldungen wurde von der Seltenheitskommission jedoch keine vollständig akzeptiert. Im Gegensatz zu anderen ausgestorbenen Vögeln ist das Laufhühnchen nicht global ausgestorben. Es ist Continue reading Laufhühnchen in Europa ausgestorben

Ein ziemlich grauer Braunflügel-Mausvogel an Kenias Ostküste

Braunflügel-MausvogelDicke Wolken stehen vor der Sonne, die noch tief am Himmel steht. Das Resort hat einen tollen, etwas erhöht gelegenen Aussichtspunkt. Wunderschönes Wetter, ganz, ganz leichte Brise. Es ist gar nicht kühl, so um die 24° C. Mit dem Stativ und dem Spektiv hoffe ich, etwas auf dem Meer zu entdecken. Doch das Felsen-Inselchen ist zu weit draußen, sodaß ich nur Seeschwalben wahrnehme. Immerhin der elegante Flieger um die Insel mit der dunklen Oberseite und den leuchtend weißen Unterseiten könnte eine Sooty Tern sein. Sogar einen Kaffee gibt es. Das ist wirklich super, daß man den in der Suite selber kochen kann – auch wenn der Nescafe nicht wirklich gut schmeckt. Die Vegetation hier am Aussichtspunkt ist dicht und scheint sehr natürlich zu sein. Ich wundere mich, daß bei dem tollen Küsten-Scrub so wenig – wenn nicht „überhaupt keine“ – Bewegung an Vögel drin ist. Eine Menge Schmetterlinge sind zu bewundern, Hummeln, Bieren, Wespen, aber nichts sonst. Auf einmal hängt ein schlanker, großer Vogel in einem Astgewirr, den ich auf Anhieb als Mousebird bestimme. Dann folgt ein ganzer Trupp, der wenig später weiter gen Norden verschwindet. Anhand der Fotos komme ich ganz schön ins Grübeln. Der erste Eindruck ist: ein graues Mousebird. Interessant sind grüne Farbstreifen und ein Farbklecks auf dem linken Flügel. Fast so als wäre der Vogel mit einem gemalerten Treppengeländer in Continue reading Ein ziemlich grauer Braunflügel-Mausvogel an Kenias Ostküste

Invasion von Sibirischen Tannenhähern (Nucifraga caryocatactes macrorhynchos) in Brandenburg?

Sibirischer Tannenhäher
copyright: Ralf Donat

In Ornitho.de hatte ich gesehen, daß sich Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes) im südlichen Brandenburg aufhalten würden. Sowohl am Crinitzer Bahnhof als auch in Wanninchen südlich Luckau war die Art gesehen worden. Ich hatte den Verdacht, daß es sich ggf. um eine Invasion der sibirischen Unterart des Tannenhähers handeln könnte.

Der Tannenhäher in Wanninchen stocherte mehrere Minuten in Kuhfladen auf Rinderweide und konnte dabei fotografiert werden. Das Blogbild zeigt einen dieser Tannenhäher. Ein ganz herzlicher Dank geht an den Fotografen, Herrn Ralf Donat. Auch aus der Lieberoser Heide wurde ein Tannenhäher bis Mitte November gemeldet.

In seinem mitteleuropäischen Brutgebiet gilt der Tannenhäher als Standvogel mit Dismigrationen. Kurze Wanderungen zu günstigeren Nahrungsvorkommen sowie Schneeflucht im Winter sind möglich. Die ggf. hier in Betracht kommende sibirische Unterart  hingegen tritt bei geringer Samenausbeute der Sibirischen Arve (Pinus sibirica) invasionsartig in Mitteleuropa auf.

Der Sibirische Tannenhäher zeichnet sich durch einen schlankeren Schnabel aus, was ihm den umgangssprachlichen Namen schlankschnäbliger Tannenhäher – oder im Englischen Slender-billed Spotted Nutcracker – gab.   Zusätzlich besitzt die sibirische Unterart  eine breitere weiße Schwanzbinde im Vergleich zu  Vögeln mit mitteleuropäischem Verbreitungsschwerpunkt. In seinem „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“, Band 13/III Passeriformes (4. Teil) Corvidae – Sturnidae beschreibt Urs N. Glutz von Blotzheim ab Seite 1558 die Feldkennzeichen. Dabei wird vom Verfasser Continue reading Invasion von Sibirischen Tannenhähern (Nucifraga caryocatactes macrorhynchos) in Brandenburg?

Eleonorenfalken im Ägäischen Meer

EleonorenfalkeDie dunklen Falken im Ägäischen Meer gleiten durch die Luft und steigen auf in das Blau des ägäischen Frühlingshimmels, tauchen ab oder fliegen in pfeilschnellem Flug um Oliven- und Pinien-Wäldchen. Die Eleonorenfalken (Falco eleonorae) führen ein Schauspiel der Akrobatik vor. Eleonorenfalken sind die am wenigsten bekannte und auch vom Verhalten her sehr außergewöhnliche der zehn europäischen Falkenarten, die im April aus dem entfernten Madagaskar in ihre Brutgebiete im östlichen Ägäischen Meer zurückgekehrt sind. Häufig sind es nur kleine schmale Streifen felsiger, unbewohnter Inseln. Die Unzugänglichkeit der Inseln erhöhen die Wahrscheinlichkeit dort Eleonorenfalken beobachten zu können. Die Brutzeit der Eleonorenfalken beginnt erst zwei, drei Monate später, gegen Ende des Sommers. Neben den Eleonorenfalken gibt es auf den meisten Inseln auch kleine Brutkolonien von Rötelfalken(Falco naumanni), die große Insekten und Eidechsen von ihren Jagdgebieten eintragen. Auf dem schroffen Felsen sucht derweil ein Wanderfalke (Falco peregrinus) mit seinem scharfen Auge den südlichen Horizont nach afrikanischen Einwanderern oder nach seiner Lieblingsspeise, dem Chukarhuhn (Alectoris chukar), ab. Doch der Eleonorenfalke ist der Wappenvogel der Ägäis. Hier brüten drei Viertel des Weltbestandes im Spätsommer.

Diese hoch spezialisierten Falken leben häufig in unberührten und isolierten Lebensräumen der zahllosen Insel der Ägäis. Vor allem die kleinen Felseninseln der Dodekanes stellen ein Rückzugsgebiet nicht nur für Falken sondern auch für Schlangenadler (Circaetus gallicus), Habichtsadler (Aquila fasciata), Zwergadler (Hieraaetus pennatus) , Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii), Häherkuckuck Continue reading Eleonorenfalken im Ägäischen Meer

Prachtkleiber in den zentralen Hochländern Papua-Neuguineas

PrachtkleiberHinter einem tonigen Erdwall entlang einer bergigen Straße zu einer Kupfermine waren hohe Rufe zu hören. Kleine schwarze Vögel hüpften einen flechtenbewachsenen Ast entlang. Ganz typisch wie die eurasischen Kleiber.

Das kann es aber hier im zentralen Hochland Papua-Neuguineas nicht sein. Nun hatte ich also doch ein wunderschönes Paar des Prachtkleibers, die auch Schwarze Sittella (Daphoenositta miranda) genannt werden, gefunden. Diese Art gehört zur Familie der Neosittidae. Die Art  ist in mehreren Berggebieten in Neuguinea – sogar in 3 verschiedenen Unterarten – zu finden. Über diesen nahen Verwandten der häufigsten Spiegelkleibers (Daphoenositta chrysoptera) ist wenig bekannt. Sogar Wikipedia zeigt nicht viel mehr. Für mehr Details zum Prachtkleiber sei auf das – Handbook of the Birds of the World (HBW) Volume 12, auf der Seite 641 verwiesen oder auf ihre relevante Website. Die Unterart kuboriensis kommt in den zentralen Continue reading Prachtkleiber in den zentralen Hochländern Papua-Neuguineas

Prachttaucher auf dem Grössinsee in Brandenburg

PrachttaucherDicht mit Schilf ist der Ausfluß des Grössinsee bestanden. Hier sollte sich laut lokalen Meldungen ein Prachttaucher (Gavia arctica) aufhalten. Der Grössinsee wird von der Nieplitz in Süd-Nord-Richtung durchflossen. Er ist knapp 100 ha groß und maximal 3 m tief. Nur im Nordteil entwickelten sich kräftige Röhrichte. Der See gehört nämlich zu den polytrophen Gewässern. Bei einem Besuch des Nordteils des Grössinsees südlich von Berlin konnte tatsächlich der gemeldete Seetaucher beobachtet und fotografiert werden. Ein Schlichtkleid-Exemplar – wohl ein einjähriger Vogel – schwamm zuerst in einiger Entfernung auf dem nicht so breiten See.

Der Rücken des jungen Prachttauchers war bräunlich-grau. Die helle Schuppenzeichnung auf dem Rücken war gut zu sehen. Auf den Fotos des schwimmenden Prachttauchers konnte man schön den deutlichen weißen Flankenfleck sehen. Der Schädel, der Nacken und die Hinterseiten des Halses rahmten grau das weiße „Gesicht“ ein. Der Schnabel ist bläuliche hell-grau und die Iris des Auges schimmerte rötlich-braun. Nach dem Auftauchen konnten wunderschön die perlenden Wassertropfen auf dem Gefieder bewundert werden.

Immer wieder werden im Herbst Meldungen von Sterntauchern (Gavia stellata) und Prachttauchern (Gavia arctica) aus Brandenburg gemacht. Auch vor 3 Jahren gab es eine Meldung des Prachttauchers vom Neuendorfer See aus dem Spreegebiet um Lübben. Hier wie dort schwamm der Prachttaucher ziemlich nah am Ufer entlang. Die Entfernungen, die der Prachttaucher in den sonnigen Nachmittagstunden bei sehr angenehmen Temperaturen von ca. 10° C und einem weitgehend windfreien Herbsttag zurücklegte, waren allerdings beachtlich. Hatte man ihn gerade noch am Einlaß zum Nieplitz-Ausfluß am nördlichen Abschnitt des Sees Continue reading Prachttaucher auf dem Grössinsee in Brandenburg

Yellow flycatcher (Erythrocercus holochlorus) im Arabuko-Sokoke Forest, at Kenya´s east coast

Goldrücken-SpreizschwanzAfter paying the fee to enter the Arabuke Sokoke Forest at Gedi Forest Station Visitors’ Bureau, we want to look at a small piece of woodland just beyond the ranger post. It is now 6:15 a.m.. So pretty early. It would not be worth it much sooner. There are thick clouds in the sky. We walk in the cloud-filtered morning light a path behind the office. Here the Golden-rumped Elephant Shrew (Rhynchocyon chrysopygus) should occur. Unfortunately, we only see some dugging residuals. At a daytime roost for owls, we see a pair of Brown greater Halago (Otolemur crassicaudatus), the so-called Bush babies, nestled close together. Otherwise there is not much to see on birds; and also not heard. It is pretty quiet. Suddenly we see a beautiful Yellow Flycatcher (Erythrocercus holochlorus), which our guide calls Little Yellow Flycatcher. With his tape we can attract the Yellow Flycatcher so far that it manages in photo pose and sings eagerly.

Later we will see Yellow flycatchers quite often. Mostly small family parties in mixed-species flocks that originated along a trail in a patch of evergreen mixed forest but also quite close to miombo woodland. One Yellow Flycatcher had caught a caterpillar in the canopy of the mixed forest.

The Yellow Flycatcher – or Little Yellow Flycatcher – as it is sometimes called, is a small, active warbler-like flycatcher with Continue reading Yellow flycatcher (Erythrocercus holochlorus) im Arabuko-Sokoke Forest, at Kenya´s east coast

Die Fotografie von Kernbeißern: gar nicht so leicht

Als eine der größeren, farbenprächtigen Singvögel zeichnen sich Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) durch ihre leuchtenden braun-orange-grauen Farben und ihre ungewöhnlich großen Schnäbel mit den kräftigen Kiefern aus. Kernbeißer sind wahre Schönheiten. Bekannt sind sie für die Fähigkeit mit ihren Schnäbeln, die Kerne von Weißdorn, Kirsche und sogar Zwetschgenkrerne „knacken“ zu können. Wie alle Finken benutzen Kernbeißer die Schneide an der Rückseite ihres Schnabels, um einen Kern zu halten, während sie ihn aufbrechen und gekonnt das Innere des Kerns mit ihren Zungen herausziehen.

Kernbeißer lieben es, sich von Samen der Hainbuche oder Weißbuche (Carpinus sp.) zu ernähren. Wenn Sie ein geeignetes Gebiet finden, steuern sie mit Vorliebe die Bäume an, die im Spätherbst mit Samen beladen sind. Häufig sind dann zwar viele Kernbeißer zu sehen, die durch die Äste huschen. Aber es ist normalerweise schwierig, sie durch die (restlichen) Blätter hindurch klar zu sehen. Die Vögel verhalten sich sind normalerweise eher unauffällig; trotz ihres farbenfrohen Gefieders. Außerdem verbringen sie große Teile des Jahres hoch in Baumkronen, wo sie vom Boden aus naheliegenden Gründen, schwer zu beobachten Continue reading Die Fotografie von Kernbeißern: gar nicht so leicht

African skimmers in the Chobe Nationalpark/ Botswana

Afrikanischer ScherenschnabelMorning haze lays over the wide river plain. Perched low on a Sandbank dozens of black and white colored birds with a strikingly long red bill are standing. These are the long-awaited African Skimmer (Rynchops flavirostris). When we’ve left the river bend for a while, the whole flock starts moving with a heavy, powerful wing beat. First, the flock turns a round over the sandbar. Then the flock turns into low altitude flight. The black-and-white-colored, roughly tern-sized birds with their long, elegant wings fly a few centimeters above calm water, hovers prey-hunting parallel to the water surface. Suddenly they pull out their oversized, laterally flattened and sharp-edged lower beak and pull it, flattening its wings, through the upper layers of water. They fly until their beaks come into contact with a fish. Shortly thereafter, these birds close their beak abruptly, and a small silver fish disappears wriggling in the throat of the successful hunters.

Because of their peculiar hunting style these birds are called skimmers in English. Many years ago I was fascinated by a very special species of bird at the Madre de Dios, a tributary of the Amazon. In the silence of dusk, these birds flew over the wide river in small groups, holding one another strangely over the water. Their sweeping wings almost touched the surface of the water every time they hit. Her flight was straightforward, not too fast and her flapping wings steady, elegant and had something of a provocative phlegmatic slowness. They were “my” first Skimmers, more specifically Black Skimmer (Rynchops nigra), as I soon realized. Her submerged beaks plunged furrows into the red colored water of the Amazon.

This spectacular species of prey can only be observed in three species today: the Skimmers of the genus Rhynchops, which are native to the Asian and African tropics and along the American coast. An excellent spot to see African Skimmers in Africa in the Sanaga River  in Cameroon.

The beaks of the Skimmers have over thirty special adaptations to Continue reading African skimmers in the Chobe Nationalpark/ Botswana

Steppenadler im Oman

Meine erste Begegnung mit Steppenadlern (Aquila nipalensis) hatte ich auf der Hochebene von Dhofar, die steil von der Südküste aufsteigt. Dass es tatsächlich Steppenadler sind erschließt sich mir aber erst etwas später. Am Straßenrand lagen 3 tote Kühe hinter einer schmalen Böschung. Haustiere laufen hier frei herum. Bei einem weiträumig gespannten, aber intensiv befahrenen Straßennetz hat der LKW-Verkehr so manches Tier auf dem Gewissen. Aber 3 Kühe auf einen Streich wird wohl bedeuten, daß da einer richtig Gas gegeben hat. Es kann noch nicht allzulange her sein. Der Verwesungsgeruch hängt aber schon in der Luft. Da ich gestern aber schon hier vorbeigekommen bin, kann der „Unfall“ ja noch nicht so lange her sein. Hier treiben sich bestimmt 30 Borstenraben (Corvus rhipidurus) herum und als ich anhalte, um die Raben am Kadaver und auf einer Erdkuppe am Straßenrand zu fotografieren, scheuche ich zwei helle Continue reading Steppenadler im Oman

Red-throated Pipit: Fall migration along Egypts Rea Sea

RotkehlpieperHotel garden lawns along the Red Sea coast can be remarkable birdy. The sun has just appeared on the horizon for 3 hours. Nevertheless, it is already really hot. Coming from breakfast in a hotel complex on the Egyptian Red Sea, we walk first our inspection round. Here we see again the two Ruffs (Calidris pugnax) and also the one Spur-winged Plover (Vanellus spinosus) in the middle of the hotel area on the same lawn as 5 days ago. When we then run back to the free grassy areas, I think to realize, that in contrast to spring bird quantity is high but diversity is rather low. Except for the Yellow Wagtails (Motacilla flava), we have not seen any other birds on the grass. Especially no Pipit. That is just thought, as we see two passerine birds patterned with broad-stripes. They are Red-throated Pipits (Anthus cervinus). One of the birds still has a still a red throat. Great, I’ll have to go and scan it again. When I come back, both Red-throated Pipits are practically still present in the same area. The Yellow wagtails are of course in the majority. As I approach, they all fly up. Then I hide behind a lush bush and crawl on all fours behind the bushes. Eventually they are not more than 8 meters ahead of me. In contrast to the Yellow wagtails the Red-throated Pipits seem not be so keen to stay in the shade. They give great images despite the steep sunlight. One of the Continue reading Red-throated Pipit: Fall migration along Egypts Rea Sea

Zwergspinte und ein Brautgeschenk

ZwergspintDie bunten Spinte zu beobachten und zu fotografieren ist immer wieder ein tolles Erlebnis.  Der auch in Deutschland vorkommenden (Europäische) Bienenfresser (Merops apiaster) ist nur ein Vertreter einer ganzen Familie, die ihren Schwerpunkt in den Tropen, insbesondere in Afrika hat. Ein weit verbreiteter Vertreter in Kenia ist der Zwergspint (Merops pusillus), der sich  in einem großen Teil Afrikas südlich der Sahara vorkommt. Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass ich diesen Bienenfresser beim Anflug des Astes fotografieren konnte und dass dieser auch noch seine Beute, eine dicke Schwebfliege, mitnahm. Die Balz ist ein ganz besonderes Ritual zwischen den Bienenfressern. Das Männchen bringt seiner Angebeteten ein Brautgeschenk in Form einer fetten Wespe, Hummel, Biene oder Libelle. Bienenfresser schenken sich ihrem Namen gemäß am liebsten gestreifte Insekten. In dem konkreten Moment im Taita Hills Wildlife Sanctuary im Osten Kenias sitzt sie, das Weibchen, eine Weile neben bzw. hinter ihm und zeigt sich nicht auf Anhieb interessiert. Vielleicht wartet sie darauf als Braut, dass das Männchen ihr das Hochzeitsgeschenk noch einladender anbietet. Sie ziert sich, aber nimmt dann doch dankend das Brautgeschenk an. Die anschließende “Gegenleistung” habe ich nicht fotografieren können.

Bei dem Zwergspint handelt es sich wohl um die Unterart Merops pusillus cyanostictus. Die Unterart kommt im kenianischen Continue reading Zwergspinte und ein Brautgeschenk