Steinschmätzer am Hohneck

SteinschmätzerDer kratzende Laut ist unüberhörbar. Nicht auf Anhieb würde der geneigte Naturfreund dies als Gesang betrachten. Doch genau das ist es. Damit soll das Revier verteidigt und ein Partner interessiert werden. Obwohl der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) sich nicht scheut, sich offen zu präsentieren, ist es gar nicht so leicht den kleinen, schwarz-weißen gefärbten Vogel auf einem der Felsblöcke zu entdecken.

Die Bergwiesen in den Vogesen sind in der Sommerzeit ausgesprochen reizvoll. Neben Vögeln der alpinen Zone sieht man auch einige typische Pflanzen dieser Region wie Gelben Enzian (Gentiana lutea), Arnika (Arnica montana), Kleine Alpen-Kuhschelle (Pulsatilla alpina) und gelbe und blaue Vogesen-Stiefmütterchen (Viola lutea) auch Gelbes Vogesenveilchen genant.  Wiesenpieper (Anthus pratensis) und Feldlerchen (Alauda arvensis) sind neben den oben beschriebenen Steinschmätzern sicher die häufigsten Vogelarten. An den schnell fließenden Bachläufen sind Gebirgsstelzen (Motacilla cinerea) zu finden. In den Klippen und Geröllhalden leben neben den Steinschmätzern auch einige sonst seltene Vogelarten. Wanderfalke (Falco peregrinus) und Kolkrabe (Corvus corax) kann man regelmäßig beobachten. Mit etwas Glück erspäht man hier aber auch den ansonsten in den Alpen beheimateten Steinrötel (Monticola saxatilis) oder man kann andere „Hochgebirgsarten“ wie die Alpenbraunelle (Prunella collaris) beobachten.

Zum Steinrötel ist interessant zu wissen, daß ein früher Ornithologe, nämlich Raimund Scheicher, schon kurz vor dem 1. Weltkrieg über seine ornithologischen Ausflüge in die Umgebung von Freiburg und in die Südvogesen berichtete.  Dabei konnte er im Juli in den Vogesen am Rotenbacher Kopf (südlich vom Hohneck) ein Pärchen des Steinrötel beobachten, das sich in den steil nach Osten abfallenden Felsen aufhielt. Leider wurde es schon zur damaligen Zeit durch Touristen, die sich auf dem Gipfel niederließen, vertrieben. Er schreibt noch, daß sich die Vögel nach Steinschmätzerart gern auf Wegmarkierungsstangen und andere erhöhte Punkte setzten. Als Warnruf beschreibt er schnarrendes „kerrt“, tiefer und kürzer als das Schnarren der Misteldrossel (Turdus viscivorus). Die Misteldrossel kommt natürlich ebenfalls in der näheren Umgebung vor.

An vielen Stellen erinnert die Landschaft in der Region um La Bresse, in der sich auch der Berg Hohneck befindet, an die skandinavische Tundra oder an die schottischen Highlands. Die nährstoffarmen, steinigen Böden und die extensive Weidenutzung bieten die Grundlage für eine vielfältige Flora mit zahlreichen alpinen Elementen. Die typischen Pflanzen dieser alpinen Region, wie Arnika, Gelber Enzian und das endemische Vogesen-Veilchen wachsen hier in großer Zahl entlang der Wege. Frühmorgens, kurz vor und nach Sonnenaufgang, wenn noch weitgehend Windstille herrscht, ergeben sich die besten Möglichkeiten, diese besonderen Pflanzen der Hochweiden attraktiv ins Bild zu setzen. Aber dann ist auch häufig die beste Zeit, um die Vögel bei ihrem Morgengesang zu fotografieren.

Insgesamt sind es ca. 5.000 Hektar, über die sich die Haut Chaumes erstrecken. Es sind fast baumlose Hochweiden.  Viele Naturfotografen kommen in die Vogesen, um Gämsen (Rupicapra rupicapra) zu fotografieren. Und auf dem Hohneck läßt sich sehr gut die Gämse fotografieren, da sie an den Menschen gewohnt sind. Das heißt frühes Aufstehen, damit man rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf einem der Gipfel rund um den Hohneck steht. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts siedelte man Gämsen aus dem Schwarzwald im Bereich des Hoheneck an. Längst sind sie zum festen Bestandteil der Fauna geworden. Einer der besten Plätze, um Gämsen zu fotografieren, ist der Rothenbachkopf etwa fünf Kilometer südlich des Hoheneck. In den frühen Morgenstunden kann man die Gämsen dort häufig auf den fast baumlosen Hochweiden beobachten. Manchmal ziehen sie sogar in recht großen Trupps vor einer beeindruckenden Bergkulisse vorbei. Tagsüber ziehen sie sich oft in die schroffen, unzugänglichen Klippen und Geröllhalden zurück. In den Morgenstunden im Frühjahr und Herbst ergeben sich die besten Möglichkeiten, Gämsen zu fotografieren. Im Sommer sorgt die beträchtliche Zahl an Wanderern dafür, dass die Tiere sich meist versteckt halten. Im Winter wandern sie in die schneeärmeren Täler hinab und kehren erst mit der Schneeschmelze wieder zurück auf die Hochweiden.

Aber man muß nicht nur im Sonnenschein fotografieren. Manchmal hat man Glück und Nebel zieht auf. Das sorgt dann für ganz andere Stimmungen sorgte. Auch aus landschaftlicher Sicht sind dann die steilen Wälder der Bergschluchten phantastisch.

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