Expedition zum Mount Kupé Bushshrike – Equipment & Logistik

Bei einer Expedition zu dem  – im englischen als Serle’s Bushshrike oder Mount Kupe Bushshrike bezeichneten – Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  war ich in den Bakossi Mountains sehr erfolgreich gewesen. Nach einem erfolglosen ersten Tag hatte ich zusammen mit den unverzichtbaren Guides am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers  „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden.

Die Bakossi Mountains sind  Teil der sogenannten Cameroon Mountain Arc im westlichen Landesbereich Kameruns. Hier herrscht eine Afrotropische Bergvegetation vor. Neben dem Halsbandwürger kommen als weitere endemische Arten u.a. das Kamerunfrankolin (Francolinus camerunensis) und Bannermanturako (Tauraco bannermani) vor

Insgesamt verbrachte ich an der im Blog zum Halsbandwürger-Paarungsritual beschriebenen Stelle an einem Bergkamm knapp 15 Minuten und schieße anfangs mit dem Canon EF 400mm 1:2.8 L IS II USM auf einem Gitzo-Stativ. Die häufigen Standortwechsel des Halsbandwürgers zusammen mit dem unerwartet niedrigen Standort des Vogels lassen mich dann zum Canon EF 200mm f/2L IS USM an der Canon EOS 5DS R wechseln. Trotz Belichtungszeiten mit 1/160 sec. später auch mit 1/80 sec. ermöglichte der vorzügliche Bildstabilisator Aufnahmen aus der Hand. Insgesamt wurden bei der Gelegenheit 183 Bilder geschossen, von denen dann 26 Bilder einigermaßen akzeptabel und einige, wenige gut genug waren. Das Bild des Blogs zum Halsbandwürger-Paarungsritual gehört dazu. Das war natürlich harte Arbeit. Besonders hervorzuheben ist die Performance des Canon EF 200mm f/2L IS USM. Auch Aufnahmen mit 1/80 sec. Sind dabei, die noch scharf genug sind. Verwacklungsunschärfe war angesichts der vielen Lianen, Äste, Zweige und Blätter allerdings auch das geringere Problem.

Ansonsten nutzte ich gerne das Canon EF 400mm 1:2.8 L IS II USM auf einem Gitzo-Stativ. Hier handelt es sich geradezu um eine Kronendach-Spektiv-Kombination. Dazu nutze ich mein lang ausziehbares Gitzo GT3542 XLS Systematic und darauf den ProMediaGear GKJr. Katana Junior Teleneiger.  Teilweise auch zusammen mit dem Burzynski-Kugelkopf. Der Katana GKJr. überzeugt bei einer Tragkraft von über 10 kg mit einem Eigengewicht von nur 1,1 kg. Das ist wirklich ein bemerkenswertes Traglast- / Gewichtsverhältnis. Fotografen mit einer langen Telebrennweite wie in dem Fall dem Canon EF 400mm 1:2.8 L IS II USM können sich über eine beeindruckende Kombination aus Stabilität und Flexibilität freuen.

Die Schwenk – und Neigungsfunktion des Teleneigers war  dank der verwendeten Kugellager leichtgängig und weich. Alle Haupteile sind aus leichtem Flugzeug-Aluminium aus präzisions-CNC-gefrästen Bauteilen gefertigt. Die mitgelieferte Schnellkupplung ist eine Klemme, die u.a. die Profile von Wimberley, ReallyRightStuff, Kirk oder Novoflex zuverlässig aufnimmt.

Bei der Montage von Kamera und Objektiv kann man wunderschön den Schwerpunkt ausbalancieren. Voraussetzung ist eine möglichst lange Schnellwechselplatte oder ein Objektiv-Ersatzfuss mit Schwalbenschwanz-Klemmprofil. Ich hatte daher alle Objektive – auch das Canon EF 400mm 1:2.8 L IS II USM und das Canon EF 200mm f/2L IS USM mit Ersatzfüßen ausgestattet. Ich benutzte den Katana GKJr ohne den mitgelieferten Ausleger. D.h. die Kamera-Objektiv-Kombination wird seitlich in die mitgelieferte Klemme eingehängt. Das bedeutet zwar etwas mehr Kraftaufwand und Genauigkeit beim Einlegen der Schnellwechselplatte. Dafür ist die Kraftübertragung und Präzision aber wunderbar direkt. In Zusammenarbeit mit dem Gitzo GT3542 XLS Systematic kann man sich genau die richtige Höhe für die Vogelaktivitäten in Baumkronenhöhe einstellen.

Für eine erfolgversprechende Mount Kupe Bush-shrike-Suche zur rechten Jahreszeit ist eine Vor-Ort-Anwesenheit über einige Tage auf jeden Fall angeraten. Ich verbrachte insgesamt 3 Nächte in einem Zeltcamp in praktisch unmittelbarer Nähe zum Kerngebiet des Halsbandwürgers mit 2 Guides und einem Koch. Die gesamte Ausrüstung inklusive Verpflegung muß herbei geschafft werden. Dazu nutzte ich 4 Träger aus dem nahegelegenen Dorf, die u.a. die Fotoausrüstung mit einem Gewicht von 60 kg transportierten. Eine gewisse fahrzeug-logistische Vorbereitung ist ebenfalls notwendig; die zeitliche Entfernung von der Hafenstadt Douala beträgt gut 1 Tag obwohl diese zweitgrößte Stadt Kameruns gerade mal 120 km Luftlinie von den Bakossi Mountains entfernt ist. Ein vierradgetriebener Geländewagen ist unabdingbar, um zum Ausgangsort zu kommen. Dies insbesondere in der Regenzeit. Auch vor Ort ist eine sorgfältige Vorarbeit angesagt; u.a. muß das „Chief“ genannte Oberhaupt des lokalen Stammes mit einer zumindest zeitintensiven Zeremonie positiv für die Anwesenheit Fremder eingestimmt werden. Umsonst ist der Besuch selbstverständlich auch nicht!

Wer mehr Informationen wünscht, kann sich gerne über das Kontaktformular unterhalb des Blogs an den Verfasser wenden.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach top Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die insgesamt wachsende Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com aber auch gezielt Reisen an entfernte Orte wie Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Schauen Sie doch einfach, was Sie hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden werden. Geben Sie bird–lens.com einfach Bescheid, wenn wir Sie das Bild einer Vogelart benötigen, bevor die neuen Bilder online sind.

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