Vögel der Steppen Valencias

GänsegeierEin Flug nach Spanien ist immer mal für eine Woche drin. Die spanische Provinz Valencia wurde daher im Sommer aufgesucht, in der Hoffnung, etwas zu entspannen und ein Gefühl für die Vogelfreuden eines Landes zu bekommen, das normalerweise im Mainstream-Tourismus versinkt. Als gewöhnlicher Besucher der bekannteren Vogelbeobachtungsdestination von Andalusien hatte ich nicht zu viel erwartet, aber war angenehm überrascht von der Anzahl und Vielfalt der dort heimischen Vogelbewohner – und zwar praktisch von dem Moment an, als ich aus dem Flugzeug stieg. Eines Tages machte ich mich auf den Weg in den Steppenlebensraum außerhalb von Castilla de la Mancha. Dieses Gebiet ist mit einer unglaublichen Vielfalt an Lebensräumen und ausgezeichneten Gebieten zur Vogelbeobachtung gesegnet.

Ein Halt auf dem winzigen Friedhof von Bonete auf dem Weg in die Castilla de la Mancha bedeutete, dass wir einen kleinen See und ein paar Bäume entdecken konnten. Dabei sahen wir sehr schön Schmutzgeier (Neophron pernocterus), den Maurensteinschmätzer (Oenanthe hispanica), die Reiherente (Aythya fuligula), eine einsame Kolbenente (Netta rufina). Ein echtes Highlight war das gelb-schwarze Pirol-Männchen (Oriolus oriolus), das sich vorsichtig an den ersten Früchten eines Baumes bediente. Bienenfresser (Merops apiaster) sind in diesen Tieflandgebieten verbreitet.

Bauernhöfe entlang unseres Weges in der Nähe von Corral Rubio ergab reichlich rau- klappernde Grauammern (Emberiza calandra). Die Steinsperlinge (Petronia petronia) nisteten in Ställen und Nebengebäude zusammen mit ihren vertrauten Verwandten, den Weidensperlingen (Passer hispaniolensis). Auf einem Zaunpfahl fanden wir einen schönen Rotkopfwürger (Lanius senator), der eine Weile entspannt auf der Betonstütze stand bevor er davon flog.

In den Ebenen selbst beobachteten wir bald Kalanderlerchen (Melanocorypha calandra) und Kurzzehenlerche (Calandrella brachydactyla) auf den staubigen Wegen vor dem Fahrzeug, während Wachteln (Coturnix coturnix) ihr “pick-wi-witt” aus vertrockneten Grasverstecken riefen. Ein vorbei fliegendes Paar des Häherkuckucks (Clamator Glandarius) war eine unerwartete Überraschung. Ein weit entfernter Triel (Burhinus oedicnemus) hätte doch kooperativer sein können. Vielleicht war es nun – tagsüber – schon zu spät.

Ein steiniges Ödland lieferte bald das erste von zwei Zielen für diese Reise, die heutzutage in einigen bekannteren spanischen Hot Spots viel schwieriger zu sehen sind. Ein Männchen einer Zwergtrappe (Tetrax tetrax) zeigte sich gut hinter einem Felsen auf einem Hügel. Bald darauf flatterte eine riesige Gestalt mit großen weißen Flügelstreifen überraschend anmutig über die Straße: eine Großtrappe (Otis tarda), die anscheinend auf ihre Gefährten zusteuerte. Während der Hitze der Mittagszeit sind Großtrappen normalerweise im Schatten der Bäume verborgen, so dass wir in der Tat Glück hatten, diesen eindrucksvollen Vogel zu sehen. Eine Theklalerche (Galerida theklae) ist normalerweise eine gewöhnliche Beobachtung, war aber bis dahin recht schwer zu sehen. Ein elegant schwebende männliche Wiesenweihe (Circus pygargus) konnte über einem anderen brachliegenden Feld gesehen werden.

Am späten Nachmittag machten wir Halt, als wir einen jungen, wohl im zweiten Kalenderjahr befindlichen, Gänsegeier (Gyps fulvus) um einen eindrucksvollen Felskegel beobachten konnten. Wir fuhren nach Süden zum Parc Natural de la Serra de Mariola, insbesondere zu einer Schlucht oberhalb der Straße, wo sich noch mehr Pirole befanden. Zu sehen waren sie zusammen mit Nachtigallen (Luscinia megarhynchos) und Girlitzen (Serinus serinus). Die Schlucht selbst wies 2 Blaumerlen (Monticola solitaries) und eine singende Zippammer (Emberiza cia) auf.

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